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Karteikarten

EURO-FH SOPS 1 Glossar

Romi J Deutsch 37 Karten

Karten in diesem Stapel (37)

  1. 1Akteur-Beobachter-Effekt (actor-observer bias)Tendenz, in Bezug auf das Verhalten anderer Personen dispositionale Ursachen zu überschätzen, während für das eigene Verhalten der Einfluss situativer Faktoren überschätzt wird
  2. 2Ankerheuristik (Ankereffekt)unter Urteilunsicherheit bewirkt ein Ausgangswert (sog. Anker) eine Angleichung (Assimilation) des Urteils auf diesen Anker
  3. 3Assoziationbesteht A. zwischen zwei Reizen/Kategorien, so wird bei der Wahrnehmung eines dieser Reize/Kategorien auch der /die andere aktiviert bzw. ins Bewusstsein gerufen
  4. 4assoziative NetzwerkeArt und Weise, wie einzelne Kategorien in der Wissensstruktur eines Menschen miteinander verbunden sind; einander semantisch ähnliche Kategorien sind in einem a. N. funktional näher beieinander als sehr unterschiedliche Kategorien
  5. 5AttributionProzess der Ursachenzuschreibung; unterschieden werden u.a. internale/dispositionale und externale/situationale Ursachen
  6. 6fundamentaler AttributionsfehlerTendenz, den Einfluss dispositionaler Faktoren auf das Verhalten anderer Personen zu über- und den Einfluss situativer Faktoren zu unterschätzen; dadurch kommen häufig Fehlurteile zustande; eine der Ursachen für den correspondence bias
  7. 7ultimativer Attributionsfehlerselbstwertdienliche Attributionstendenz auf Gruppenebene;
    in Bezug auf die Eigengruppe wird positives Verhalten auf internale Ursachen, negatives Verhalten aber auf externale Ursachen zurückgeführt;
    in Bezug auf Fremdgruppen dagegen umgekehrt
  8. 8BasisrateHäufigkeit, mit der ein bestimmtes Merkmal einer bestimmten Kategorie in einer Population vorkommt
  9. 9Basisratenvernachlässigungbei Entscheidungen dient häufig die Repräsentativität als Entscheidungsgrundlage. während die Basisrate vernachlässigt wird
  10. 10Beauty-is-good-StereotypTendenz, attraktiven Menschen mehr positive Eigenschaften zuzuschreiben als unattraktiven
  11. 11behavior-trait-inferenceautomatische Schlussfolgerung von Verhaltensweisen auf Eigenschaften bei der Eindrucksbildung
  12. 12Bottom-up-VerarbeitungInformationsverarbeitung anhand der Merkmale, die der wahrgenommene Reiz selbst mitliefert, also ein datengesteuertes Vorgehen über Merkmale
  13. 13correspondence biasTendenz, aus dem Verhalten anderer Personen stabile Persönlichkeitsmerkmale zu erschließen, selbst wenn das Verhalten stark durch situative Faktoren bedingt ist
  14. 14DistinktheitAusmaß, in dem sich die zu beurteilende Person über verschiedene Situationen hinweg gleich oder in einer spezifischen Situation besonders verhält
  15. 15Enkodierungerstmalige Verarbeitung von Reizen und deren Umwandlung in eine interne Repräsentation; Bedeutung, die ein Reiz dabei erhält, ist abhängig davon, wie er zu bestehenden Wissensstrukturen in Beziehung gesetzt wird
  16. 16exemplar-based-representationRepräsentation einer Kategorie im Gedächtnis, die eher auf konkreten Beispielen basiert als auf abstrakten Merkmalen
  17. 17first Impression errorTendenz, andere Personen aufgrund des ersten Eindrucks zu beurteilen
  18. 18Good-is-familiar-Effektbekannte Reize können leichter wahrgenommen werden, angesichts begrenzter Verarbeitungskapazitäten wird diese Leichtigkeit der Verarbeitung empfunden
  19. 19selektives/positives HypothesentestenVorgehen, bei dem hauptsächlich nach Informationen gesucht wird, die für die eigene Hypothese sprechen könnten und Informationen vernachlässigt werden, die der Hypothese widersprechen würden
  20. 20Inkonsistenzeffektbei Eindrucksbildung bewirkten distinkte und inkonsistente Informationen dann einen Erinnerungsvorteil, wenn sie besonders gut enkodiert und verarbeitet wurden, Voraussetzung dafür sind ausreichende Verarbeitungskapazitäten und Motivation
  21. 21KausalattributionZuschreibung von Ursachen für ein bestimmtes beobachtbares Ereignis, Kriterien sind Konsensus, Distinktheit, Konsistenz
  22. 22KonjunktionsregelVerbindung von zwei Ereignissen kann niemals wahrscheinlicher sein als eines dieser Ereignisse alleine
    (Konjunktionstäuschung)
  23. 23Leichtigkeit des Abrufs (ease of retrieval)sind Informationen für kognitive Operationen leicht verfügbar, so stell sich ein Gefühl der Leichtigkeit des Abrufs ein;
    "Gefühl der Leichtigkeit" wird als heuristischer Hinweisreiz für die Urteilsbildung herangezogen
  24. 24Mere-thought-EffektEffekt, der allein dadurch entsteht, dass über ein Einstellungsobjekt nachgedacht wird
  25. 25overconfidence biasunangemessen hohe Überzeugung von der Richtigkeit der eigenen Meinung oder des eigenen Verhaltens
  26. 26affektives PrimingReaktion auf einen Zielreiz wird erleichtert, wenn er dieselbe Valenz wie der Prime aufweist
  27. 27konzeptuelles PrimingReaktion auf komplexe, mit dem Prime assoziierte Konzepte wird erleichtert
  28. 28prozedurales Primingbestimmte kognitive oder behaviorale Prozedur
  29. 29semantisches PrimingReaktion auf mit dem Prime in seiner inhaltlichen Bedeutung verknüpfte Gedächtnisinhalte wird erleichtert
  30. 30Reflektiv-Impulsiv-Modell (RIM)Zwei-Prozess-Modell zur Erklärung sozialen Verhaltens;
    reflektives System für bewusste Verhaltensentscheidungen, impulsives System für assoziative Verknüpfungen und grundlegende motivationale Orientierungen;
    beide Systeme können synergetisch (gleiche Richtung) oder antagonisch (gegenläufig) arbeiten
  31. 31Repräsentativitätsheuristikmentale Faustregel, bei der Personen Typikalität als Grundlage für ihre Entscheidung heranziehen
  32. 32SalienzAuffälligkeit eines Stimulus in Bezug zu seinem jeweiligen Hintergrund
  33. 33selective accessibility model (SAM)Annahme, dass Personen zunächst überprüfen, ob eine Hypothese zutreffend sein kann;
    dabei werden selektiv Informationen aktiviert, die für diese Hypothese sprechen
  34. 34sich selbst erfüllende Prophezeiung (self-fulfilling prophecy)Erwartungen an das verhalten einer Person werden Realität, indem sie das gegenüber dieser Person gezeigte Verhalten so beeinflussen, dass diese Person mit dem erwarteten Verhalten reagiert
  35. 35Similar-to-me-EffektTendenz, andere Personen, die man sich selbst in irgendeiner Weise als ähnlich empfindet, in einem positiven Licht wahrzunehmen
  36. 36Top-Down-Verarbeitungkonzeptgeleitete Informationsverarbeitung unter verstärktem Rückgriff auf übergeordnete Wissensstrukturen und vereinfachte Prozeduren
  37. 37Verfügbarkeitsheuristikmentale Faustregel, bei der Personen ihr Urteil auf die Leichtigkeit stützen, mit der ihnen ein Gedächtnisinhalt in den Sinn kommt;
    "Wenn mir das Ereignis leicht einfällt, dann wird es wohl häufig auftreten"

Informationen

Beschreibung
Karteikarten am EURO-FH SOPS 1 Glossar, erstellt von Romi J am 13/07/2017.
Erstellt von
Romi J
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