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Karteikarten

Lyrik

Gelöschter Nutzer Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Englisch 30 Karten

Karten in diesem Stapel (30)

  1. 1Seit wann wird in modernen Sinne von Lyrik gesprochen?Der Lyrikbegriff entsteht in Abgrenzung zur Epik und Dramatik erst im 18. Jh. (Ausnahme Italien; Milton)
    (Gefühlspoesie)
  2. 2Warum ist ein Lyrikbegriff, der Gedichte als Ausdruck der „Innerlichkeit und Subjektivität eines Ichs“ versteht, problematisch?er umfasst nur Teile eines möglichen Inhaltlichen Spektrums,
    wichtig sind auch: die Form, der Klang, die Sprachmelodie, Inhalt (erzählend, beschreibend etc.)
  3. 3Warum ist es schwierig, zu einer eindeutigen Definition des Gattungsbegriffs „Lyrik“ zu kommen?Lyrische Texte/Gedichte können sehr unterschiedlich gestaltet sein (Liedhaftigkeit, Kürze, lit. Sprache, Versform(Segmentierung))
    lyrische Texte können fließend Merkmale anderer Gattungen enthalten
  4. 4Kriterium Liedhaftigkeitmoderne Gedichte sind weniger Liedhaft
  5. 5Kriterium KürzeWas genau ist kurz bzw. lang? Keine genaue Definition (wie z.B. in Verhältnis setzten?)
  6. 6Abweichung von der AlltagsspracheWo liegt der Unterschied zwischen Poetischem und lyrischem Sprachgebrauch?
    Moderne Gedichte ohne Reim/ lit. Sprache
  7. 7Verslehre (Metrik)systematische und historische Erfassung der Gesetzmäßigkeitender Verssprache (Lautwiederholungen, Silbenabfolgen)
    --> Grundeinheit ist der Vers als rhythmisches Ganzes
    --> Baustein des Verses ist die Silbe
  8. 8Versmaß (Metrum)Anordnung von betonten/unbetontenSilben (Hebungen/Senkungen) in einer Zeile
    --> invariables Ordnungsschem
    --> romanisches Verssystem: silbenzählend!
    --> Das Versmaß tritt zu der linguistischen Organisation von Wort, Phrase u. Satz hinzu
  9. 9InterplayWiederstreit zwischen linguistischer und metrischer Organisation eines Verses
    (wo passen natürliche Betonung und metrum nicht zusammen?)
  10. 10Was ist der Unterschied zwischen „Metrik“ und „Metrum“?Metrum: lyrischer Taktgeber des Gedichts (der der natürlichen Betonung folgt oder nicht)
    Metrik: Ordnung des gedichts bzw. der Verse, systematischer Aufbau der Segmente
  11. 11In welchem Verhältnis stehen die „linguistische Organisation von Wort, Phrase und Satz“ zum Metrum?kann entweder passen, oder divergierne (Interplay)
  12. 12Welchen Unterschied gibt es zwischen der antiken Metrik und der modernen?Der Rhythmus des antiken Verses beruht auf der Silbenquantität, also der geregelten Abfolge langer und kurzer Silben, nicht wie der der deutschen Verse auf dem Wechsel von betonten und unbetonten Silben.
  13. 13Worin unterscheiden sich das deutsche und englische Verssystem vom romanischen?romanisches Verssystem: Zahl der SIlben
    deutsch/englisch: Zahl und Lage von Hebungen und Senkungen pro Vers
  14. 14Welche drei methodischen Schritte sind nach Ludwig bei der Analyse der metrischen Struktur von Gedichten vorzunehmen?1.) feststellung des Metrums
    2.) sprachliche Akzentsetzung innerhalb der Verse
    3.) Feststellung von Interplays
  15. 15Auf welchen Ebenen kann nach Ludwig ein „Interplay“ zwischen metrischem und linguistischem Ordnungssystem stattfinden?-- Metrisches Gitter vs. Akzentverschiebung
    -- Metrische Gliederung vs. syntaktische Gliederung
    -- Elision
    -- Enjambement
    -- Zäsur
  16. 16Zäsur(im metrischen System vorgeschriebene „Einschnitte“ in einem Vers): Widerstreit zwischen verschiedenen Zäsursetzungen
  17. 17Enjambement(„Zeilensprung“): Widerstreit zwischen den Versgrenzen und der syntaktischen Gliederung der Rede
  18. 18ElisionWiderstreit zwischen vorgeschriebener Silbenzahl des Metrums und der tatsächlichen Silbenzahl des Satzes/der Phrase (schneit --> Schneiet)
  19. 19Metrische Gliederung vs. syntaktische Gliederung:Widerstreit zwischen Versfuß- und Wortfußgliederung
  20. 20Metrisches Gitter vs. Akzentverschiebung:Widerstreit zwischen Hebung (des Metrums) und Akzent (der Worte)
  21. 21Was sind „freie Verse“?Freie Verse lösen sich von den Zwängeneines festen metrischen Schemas (eher Redetexte mit vielen Kompensationen des Metrums)
  22. 22„Freie Verse“ kompensieren ihre „Freiheit“ vom metrischen System durch andere „Mittel“. Welche?-- Segmentierung durch Zeilen
    -- syntaktische Mittel (Phrasen-, Satzlänge)
    -- rhetorische Mittel (Wiederholunsfiguren, Parallelismen)
    -- klangliche Mittel (Konsonantenhäufungen, Verhältnis von Kurzvokalen zu Langvokalen)
  23. 23Was ist unter dem Begriff „poetische Syntax“ zu verstehen?(Verwendung von) Rhetorische Figuren als Abweichungvonder„Normalsyntax“
  24. 24Was wird unter der Kategorie „Bildlichkeit in der Dichtung“ analysiert?die Rhetorischen Mittel, die Bilder erzeugen (Vergleiche, Metaphern, Parabeln)
  25. 25Wie lässt sich der Unterschied zwischen „Metapher“ und „Metonymie“ beschreiben?Metaoher ist einbe Übertragungsfigur (z.B.von Eigenschaften
    Metonymie ist eine Ersetzungsfigur, die allg. für etwas anderes Steht (das weiße Haus, Goethe lese, Glässchen trinken)
  26. 26Müssen bei einer Analyse eines Gedichtes auch deren musikalische Vertonungen berücksichtigt werden bzw. wann müssen sie berücksichtigt werden?wenn es sich um einen zu singenden oder zu sprechenden Text handelt (Medialität von Gedichten)
  27. 27Wenn Gedichte als „Klanggebilde“ analysiert werden, unter welchen Aspekten muss dies geschehen?Konsonantenhäufungen, Verhältnis/anordnung Lange und Kurze Vokale, Reim(klang), Rhetorische Mittel, die mit Klng verknüpft sind (unreine Reime, Lautmalerei)
  28. 28Welche Funktionen hat der Reim in Gedichten?-- Markierung von Versende oder Zäsur oder Strophenende)
    -- Zusammenhalt der Zeile (horizontal)
    -- Kohärenz der Strophen (vertikal)
    -- Vermittlung von Klang- und Sinnbeziehungen (Semantik)
  29. 29Muss bei einer Gedichtanalyse auch deren graphische Ausdrucksform berücksichtigt werden und, wenn ja, unter welchen Aspekten?-- Typographie/Orthographie
    -- Figurendichte/visuelle Poesie
    -- Durchbrechung konventioneller Formen
  30. 30Kann es bei Gedichten zu einem Konkurrenzverhältnis zwischen klanglicher und semantischer Ebene kommen? Und wenn ja, wann geschieht dies und mit welchen Folgen?unübliche Lyrik, Bestimmte Betonung bewinflusst die semantik bzw. umgekehrt, Unterschiedliche Analyseschwerpunkte
    Divergenz von sprachlicher und metrischer Ebene führt zu sog. Interplay. z.B. als Kennzeichnung einer besonders "spannungsreichen" Stelle

Informationen

Beschreibung
Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Karteikarten am Lyrik, erstellt von Gelöschter Nutzer am 14/02/2021.
Erstellt von
Gelöschter Nutzer · Feb 2021
Aktualisiert
14 Feb 2021
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55
Verlauf
  • Erstellt von Ann-Kathrine Buchmakowsky · 13 Feb 2021
  • Kopiert von Ann-Kathrine Buchmakowsky · 14 Feb 2021
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