Karteikarten
6. Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen I

Karten in diesem Stapel (28)
- 1Was sind psychotrope Substanzen?= Stoffe, die zentralnervös auf den Organismus wirken und Wahrnehmung, Denken, Fühlen, Handeln beeinflussen.
Bei den psychotropen Substanzen im Suchtkontext:
- somatische Ebene
- psychische Ebene
- soziale Ebene - 2Biologische Faktoren, welche die Wirkung von psychotropen Substanzen beeinflussen- Art der Einnahme
=> oral langsamere Wirkungsenfaltung als intravenös
- Leichtigkeit, mit der sie das Gehirn erreichen
=> Hürden: Schleimhäute des Mundes/Magens/Darms; Lungenkappilaren, Blut-Hirn-Schranke
- Art, wie sie mit Rezeptoren des ZNS interagieren
- Schnelligkeit, mit der sie wieder abgebaut werden - 3Gruppen psychotroper Substanzen Effekte

- 4Gruppen psychotroper Substanzen Schadenpotenzial

- 5Störungen im Zusammenhang mit psychotropen SubstanzenA) Störungen durch Substanzkonsum
B) Substanziduzierte Störungen
- Keine Unterscheidung zwischen Abhängigkeit und Missbrauch mehr
=> Neu: Substanzkonsumstörung definiert durch 11 Kriterien (dimensionaler Ansatz)
- Oberbegriff: "Substanzbezogene Störungen" wird "Sucht und zugehörige Störungen"
=> Öffnung für Verhaltenssüchte - 6Substanzkonsumstörungen (DSM-5) Kriterien

- 7Epidemiologische Kennzahlen Konsum

- 8Suchtentwicklung Gateway-Hypothese"leichte" Drogen ebnen den Weg für Konsum und Abhängigkeit von anderen Substanzen.
Dieser Verlauf findet sich in 78%.
Aber: 22% zeigen jedoch umgekehrtes Muster
- 9Suchtentwicklung Common-liability-HypotheseGewisse Faktoren vulnerabilisieren für verschiedene Abhängigkeiten gleichermassen.

- 10Kinder & Jugendbereich Leading global risk factors for DALYs

- 11Behandlungseintritte in spezialisierte Einrichtungen- 41,2% Alkohol
- 29.1% Opiode
- 14,8% Cannabis
- 7.8% Kokain
1,2% Medikamente
Spitalaufenthalte pro 1000
- 5,4 Alkohol
- 1,9 Tabak
- 1,3 Schlaf- und Beruhigungsmittel
- 1 Schmerzmittel
- 0,8 Cannabis
0,6 Kokain - 12Prävalenz der Substanzkonsumstörung Einjahresprävalenz

- 13Exkurs Prävention Kinder suchtkranker PersonenKinder suchtkranker Personen haben ein erhöhtes Risiko, selbst eine SUD zu entwickeln.
- Genetische Vulnerabilität
Modelllernen
- Verfügbarkeit und Akzeptanz
- Effekte der Folgen des elterlichen Konsums
- Instabile Bindungserfahrungen
- Evt. Vernachlässigung & Missbrauch - 14Substanzstörungen: Prävalenz und VersorgungGründe für die Unterversorgung
- Lücken im Behandlungssystem
- Schwankende Motivation
- Fehlende Passung
- Stigmatisierung
- Zu wenig spezialisierte Einrichtungen, besonders auch im Kinder- und Jugendbereich
- 15Diagnostik Kontext- Diagnostik in vielfältigen Kontexten relevant
- Somatisches Spital
- Hausarzt
- Psychiatrie
- Suchtberatung
- Psychotherapie
- spezialisierte Einrichtungen - 16Diagnostik Quellen- neben Selbstauskunft auch Fremdanamnese wertvoll
- ergänzend Verhaltensbeobachtung
- Somatische Ebene: körperliche Symptome; Laborparameter - 17Diagnostik LaborparameterGrenzen: eingeschränkter diagnostischer Nutzen:
- Mangelnde Spezifität
(Parameter können auch aus anderen Gründen ansteigen)
- Mangelnde Sensitivität
(Nur 10-30% der Alkoholabhängigen lassen sich mittels Laborparameter identifizieren)
Nutzen: Überprüfen der Abstinenz
- 18Beispiele für diagnostische Verfahren Screening- DUDIT (Drug Use Disorder Identification Scale)
- AUDIT (Alcohol Use disorder idendification scale - 19Beispiele für diagnostische Verfahren Diagnostische Interviews (substanzspezifisch)- ASI: Addiction Severity Index => 161 Items, 7 mögliche Problembereiche, Suchtproblematik, 40-60 Minuten
- MATE: measurements in the addictions for triage and evaluation. Europäische Weiterentwicklung von ASI - 20Beispiele für diagnostische Verfahren Psychische Störungen allgemein- DIA-X/M-CIDI: Diagnostisches Expertensystem für psychische Störungen/Munich-Composite International Diagnostic Interview
- 21Erklärungsansätze multifaktoriell Biopsychosozial

- 22Erklärungsansätze multifaktoriell Vulnerabilitäts-Stress Modelle

- 23Konsumbeginn & StörungswahrscheinlichkeitJe früher jemand konsumiert desto wahrscheinlicher eine spätere Störung.

- 24Hirnentwicklung Regionale Rhythmen & Alkohol

- 25Zentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle Appetitive Prozesse > Exekutive Kontrolle

- 26Zentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle Gesundes vs. Süchtiges Gehirn

- 27Zentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle subkortikalFast alles subkortikal, weitgehend unabhänig von dem was man subjektiv wahrnimmt.

- 28Zentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle ZusammenfassungBedeutung für eine neurowissenschaftlich motivierte Rückfallprävention
- Postulierte Prozesse laufen unabhängig von Abstinenzmotivation und subjektiver Wahrnehmung ab
- Kognitive Kontrolle ist in Risikosituation zusätzlich beeinträchtigt.
=> Anforderungen an die Rückfallprävention
- Neue Fertigkeiten (für Risikosituationen) sollten einfach und oft geübt sein (=> möglichst hoher Automatisierungsgrad)
- Rückfallprävention sollte Konfrontation mit realistischen Reizen beinhalten.
- Rückfallpräventions sollte unbedingt auch den impliziten Modus miteinbeziehen.
Informationen
- Beschreibung
- Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Karteikarten am 6. Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen I, erstellt von Gelöschter Nutzer am 26/01/2024.
- Erstellt von
- Gelöschter Nutzer · Jan 2024
- Aktualisiert
- 15 Feb 2024
- Aufrufe
- 6
- Verlauf
-
- Erstellt von Alper Aticioglu · 26 Jan 2024
- Kopiert von Alper Aticioglu · 26 Jan 2024
- Bewertung