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6. Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen I

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6. Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen I

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  1. 1Was sind psychotrope Substanzen?= Stoffe, die zentralnervös auf den Organismus wirken und Wahrnehmung, Denken, Fühlen, Handeln beeinflussen.
    Bei den psychotropen Substanzen im Suchtkontext:
    - somatische Ebene
    - psychische Ebene
    - soziale Ebene
  2. 2Biologische Faktoren, welche die Wirkung von psychotropen Substanzen beeinflussen- Art der Einnahme
    => oral langsamere Wirkungsenfaltung als intravenös
    - Leichtigkeit, mit der sie das Gehirn erreichen
    => Hürden: Schleimhäute des Mundes/Magens/Darms; Lungenkappilaren, Blut-Hirn-Schranke
    - Art, wie sie mit Rezeptoren des ZNS interagieren
    - Schnelligkeit, mit der sie wieder abgebaut werden
  3. 3Gruppen psychotroper Substanzen EffekteGruppen psychotroper Substanzen Effekte
  4. 4Gruppen psychotroper Substanzen SchadenpotenzialGruppen psychotroper Substanzen Schadenpotenzial
  5. 5Störungen im Zusammenhang mit psychotropen SubstanzenA) Störungen durch Substanzkonsum
    B) Substanziduzierte Störungen
    - Keine Unterscheidung zwischen Abhängigkeit und Missbrauch mehr
    => Neu: Substanzkonsumstörung definiert durch 11 Kriterien (dimensionaler Ansatz)
    - Oberbegriff: "Substanzbezogene Störungen" wird "Sucht und zugehörige Störungen"
    => Öffnung für Verhaltenssüchte
  6. 6Substanzkonsumstörungen (DSM-5) KriterienSubstanzkonsumstörungen (DSM-5) Kriterien
  7. 7Epidemiologische Kennzahlen KonsumEpidemiologische Kennzahlen Konsum
  8. 8Suchtentwicklung Gateway-Hypothese"leichte" Drogen ebnen den Weg für Konsum und Abhängigkeit von anderen Substanzen.
    Dieser Verlauf findet sich in 78%.
    Aber: 22% zeigen jedoch umgekehrtes Muster
    Suchtentwicklung Gateway-Hypothese
  9. 9Suchtentwicklung Common-liability-HypotheseGewisse Faktoren vulnerabilisieren für verschiedene Abhängigkeiten gleichermassen.Suchtentwicklung Common-liability-Hypothese
  10. 10Kinder & Jugendbereich Leading global risk factors for DALYsKinder & Jugendbereich Leading global risk factors for DALYs
  11. 11Behandlungseintritte in spezialisierte Einrichtungen- 41,2% Alkohol
    - 29.1% Opiode
    - 14,8% Cannabis
    - 7.8% Kokain
    1,2% Medikamente
    Spitalaufenthalte pro 1000
    - 5,4 Alkohol
    - 1,9 Tabak
    - 1,3 Schlaf- und Beruhigungsmittel
    - 1 Schmerzmittel
    - 0,8 Cannabis
    0,6 Kokain
  12. 12Prävalenz der Substanzkonsumstörung EinjahresprävalenzPrävalenz der Substanzkonsumstörung Einjahresprävalenz
  13. 13Exkurs Prävention Kinder suchtkranker PersonenKinder suchtkranker Personen haben ein erhöhtes Risiko, selbst eine SUD zu entwickeln.
    - Genetische Vulnerabilität
    Modelllernen
    - Verfügbarkeit und Akzeptanz
    - Effekte der Folgen des elterlichen Konsums
    - Instabile Bindungserfahrungen
    - Evt. Vernachlässigung & Missbrauch
  14. 14Substanzstörungen: Prävalenz und VersorgungGründe für die Unterversorgung
    - Lücken im Behandlungssystem
    - Schwankende Motivation
    - Fehlende Passung
    - Stigmatisierung
    - Zu wenig spezialisierte Einrichtungen, besonders auch im Kinder- und Jugendbereich
    Substanzstörungen: Prävalenz und Versorgung
  15. 15Diagnostik Kontext- Diagnostik in vielfältigen Kontexten relevant
    - Somatisches Spital
    - Hausarzt
    - Psychiatrie
    - Suchtberatung
    - Psychotherapie
    - spezialisierte Einrichtungen
  16. 16Diagnostik Quellen- neben Selbstauskunft auch Fremdanamnese wertvoll
    - ergänzend Verhaltensbeobachtung
    - Somatische Ebene: körperliche Symptome; Laborparameter
  17. 17Diagnostik LaborparameterGrenzen: eingeschränkter diagnostischer Nutzen:
    - Mangelnde Spezifität
    (Parameter können auch aus anderen Gründen ansteigen)
    - Mangelnde Sensitivität
    (Nur 10-30% der Alkoholabhängigen lassen sich mittels Laborparameter identifizieren)
    Nutzen: Überprüfen der Abstinenz
    Diagnostik Laborparameter
  18. 18Beispiele für diagnostische Verfahren Screening- DUDIT (Drug Use Disorder Identification Scale)
    - AUDIT (Alcohol Use disorder idendification scale
  19. 19Beispiele für diagnostische Verfahren Diagnostische Interviews (substanzspezifisch)- ASI: Addiction Severity Index => 161 Items, 7 mögliche Problembereiche, Suchtproblematik, 40-60 Minuten
    - MATE: measurements in the addictions for triage and evaluation. Europäische Weiterentwicklung von ASI
  20. 20Beispiele für diagnostische Verfahren Psychische Störungen allgemein- DIA-X/M-CIDI: Diagnostisches Expertensystem für psychische Störungen/Munich-Composite International Diagnostic Interview
  21. 21Erklärungsansätze multifaktoriell BiopsychosozialErklärungsansätze multifaktoriell Biopsychosozial
  22. 22Erklärungsansätze multifaktoriell Vulnerabilitäts-Stress ModelleErklärungsansätze multifaktoriell Vulnerabilitäts-Stress Modelle
  23. 23Konsumbeginn & StörungswahrscheinlichkeitJe früher jemand konsumiert desto wahrscheinlicher eine spätere Störung.Konsumbeginn & Störungswahrscheinlichkeit
  24. 24Hirnentwicklung Regionale Rhythmen & AlkoholHirnentwicklung Regionale Rhythmen & Alkohol
  25. 25Zentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle Appetitive Prozesse > Exekutive KontrolleZentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle Appetitive Prozesse > Exekutive Kontrolle
  26. 26Zentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle Gesundes vs. Süchtiges GehirnZentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle Gesundes vs. Süchtiges Gehirn
  27. 27Zentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle subkortikalFast alles subkortikal, weitgehend unabhänig von dem was man subjektiv wahrnimmt.Zentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle subkortikal
  28. 28Zentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle ZusammenfassungBedeutung für eine neurowissenschaftlich motivierte Rückfallprävention
    - Postulierte Prozesse laufen unabhängig von Abstinenzmotivation und subjektiver Wahrnehmung ab
    - Kognitive Kontrolle ist in Risikosituation zusätzlich beeinträchtigt.
    => Anforderungen an die Rückfallprävention
    - Neue Fertigkeiten (für Risikosituationen) sollten einfach und oft geübt sein (=> möglichst hoher Automatisierungsgrad)
    - Rückfallprävention sollte Konfrontation mit realistischen Reizen beinhalten.
    - Rückfallpräventions sollte unbedingt auch den impliziten Modus miteinbeziehen.
    Zentrale Aspekte neurowissenschaftlicher Suchtmodelle Zusammenfassung

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User has deleted their subject information Flashcards on 6. Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen I, created by Deleted user on 26/01/2024.
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Deleted user · Jan 2024
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Feb 15, 2024
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  • Created by Alper Aticioglu · Jan 26, 2024
  • Copied by Alper Aticioglu · Jan 26, 2024
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