Karteikarten
04 Soziale Interaktion und Social Media

Karten in diesem Stapel (18)
- 1Wie hängen Kommunikation & Medien zusammen?

- 2Interaktion – im weiteren Sinne! Interaktion im weiteren Sinne meint wechselseitige aufeinander bezogene (kommunikative) Handlungen, wobei
der Begriff selbst in der Soziologie anders interpretiert wird als bspw. in Informatik – und damit multidiskursiv ist. - 3Erkläre Interaktion in der Soziologie und deren Bedingungen:! Als Interaktion meint im soziologischen Sinne die Wechselwirkung zwischen Handelnden. Nimmt man eine
dyadische Interaktion als Bezugsrahmen, so beschreibt der Begriff den Prozess aufeinander bezogenen
Handelns zweier Akteure.
Notwendige Bedingungen für Interaktion in der Soziologie:
▪ Anwesenheit am selben Ort bzw. in einem gemeinsamen Kontext
▪ gegenseitige Wahrnehmung
▪ aufeinander abgestimmte Handlungen (ohne Zwischenschaltung von Technik)
▪ Kommunikation zur Koordination der Handlungen - 4Erkläre Interaktion in der Informatik und deren Bedingungen:! Basismodell der Interaktion ist (entgegen der Soziologie) eine Relation zwischen Mensch und Maschine
(Man-Machine-Interaction bzw. Human-Computer-Interaction).
Notwendige Bedingungen für Interaktion in der Informatik:
▪ Interaktion findet nicht zwischen Menschen, sondern zwischen Mensch und
Maschine statt.
▪ Interaktion wird als Dialog – vergleichbar zu zwischenmenschlicher Kommunikation – aufgefasst und dient dazu, Operationen und Verhalten zu koordinieren.
▪ Aber: Aktivitäten sind auf menschliche und nicht-menschliche Akteure verteilt,
auch Technik ist zu Handlungen auf verschiedenen Komplexitätsebenen fähig.
Achtung: Interaktion im Sinner der Informatik umfasst ausdrücklich nicht
die computervermittelte Kommunikation (cvK) zwischen Menschen,
denn in der cvK kommunizieren Menschen über Computer als
Übertragungskanal, nicht mit Computern. - 5Wie geht und wie funktioniert Wechselseitigkeit (im Kontext sozialer Interaktion)?▪ Zentraler: Wechselwirkung durch Anwesenheit
▪ Orientierung am Beobachtet-Werden:
Die Anwesenheit in einem gemeinsamen Kontext
führt zu einer wechselseitigen Befangenheit
▪ Wechselseitiges Wirken:
Sind wir uns der Anwesenheit des anderen
bewusst, greift der Mechanismen der
Eindruckssteuerung.
! Diese Wechselseitigkeit ist zentral für das Konzept
der Interaktion – und setzt voraus, dass Menschen
in Kontakt zueinander treten! - 6Kommunikation & (soziale) Interaktion: Der Zusammenhang?

- 7Interaktion vs. Interaktivität

- 8Soziale Interaktion in digitalen und sozialen Medien! In digitalen Medien findet soziale Interaktion dabei in Form von Kommunikation statt.
„While computing in the 1970s was about several persons working together around one single machine to
make it produce an exact result, today's computing is about several persons interacting with each other
via several computers and, as such, it enables them to maintain and develop their social networks.“ - 9Erkläre was Tim Berners-Lee entwickelt hat.In CERN arbeiteten Wissenschaftler*innen 1989 daran, möglichst einfach Informationen austauschen – einer
dieser Wissenschaftler*innen war (Sir) Tim Berners-Lee. Er schlug ein Konzept für ein weltweites HypertextProjekt vor – und schuf damit das International Network Internet.
Dazu entwickelte er:
▪ die Seitenbeschreibungssprache HTML
▪ das Transferprotokoll HTTP
▪ die URL (der Name kam allerdings erst später)
▪ den ersten Browser WorldWideWeb
▪ den ersten Webserver CERN httpd
! Das alles war der Ursprung des World Wide Webs – und des Internets, wie wir es heute kennen. Damit gilt
Berners-Lee für viele als der „Vater des Internets“. - 10Welche Grundsätze veröffentlichte Tim Berners-Lee für das Internet?▪ Das Web editieren zu können ist genauso wichtig, wie
durch das Web zu browsen.
▪ Computer können genutzt werden, um im
Hintergrund Aufgaben zu erledigen, damit
Gruppen besser zusammenarbeiten können.
▪ Jeder Bereich des Internets sollte eher eine
Netzstruktur als eine Baum-struktur haben.
(Ausnahmen: Domain-Name-System und die Regeln
für die Vergabe von Domainnamen)
▪ Informatiker*innen tragen nicht nur eine technische,
sondern auch eine moralische Verantwortung.
! Berners-Lee, Tim (2000): Weaving the Web. - 11Was ist das Web 2.0?! Web 2.0 ist ein Schlagwort, das für eine neue Generation des Internets steht: Mit interaktiven und kollaborativen
Features und sich – in Anlehnung der Versionsnummern von Software – von früheren Nutzungsarten (Web 1.0)
abgrenzent.
Zentral dabei ist, dass User*innen Inhalte nicht nur passiv rezipieren und konsumieren, sondern aktiv
partizipieren und selbst Inhalte produzieren können – den sogenannten User-Generated-Content (UGC). - 12Was sind Charakteristiken des Web2.0?▪ Netzwerke fungieren als Plattformen für Kommunikation und Zusammenarbeit.
▪ Statt Software-Upgrade-Cycles: Alles ist kontinuierlich weiterentwickelte „Beta“.
▪ Einfache Tools: Auch Nicht-Entwickler können aktiv partizipieren (z. B. in/via Wikis, Blogs).
▪ Inhalte werden durch die Nutzer*innen generiert, selbst publiziert und ausgetauscht.
▪ Daten werden für „Mash-Ups“ und neue Verwendung zur Verfügung gestellt. - 13Drei Arten von Plattformen:

- 14Was sind Social-Media Plattformen und auf welche drei Arten beeinflussen sie unser Leben?Nach van Dijck et. al. (2018: 9) sind Plattformen nicht bloß simple Tools in den Händen der User:innen, die das
Leben einfacher, unterhaltsamer, effizienter machen – sie verbinden User:innen miteinander und bilden soziale
Strukturen im digitalem Raum ab.
Social-Media-Plattformen beeinflussen unser Leben auf drei Arten:
▪ Konnektivität: Social-Media-Plattformen ermöglichen es uns, uns mit anderen
User:innen, Gruppen oder Inhalten zu verbinden – aktiv oder vollkommen
automatisch, bspw. durch Empfehlungen des Algorithmus.
▪ Programmierbarkeit: Die Software hinter der Plattform – der Algorithmus – kann
uns als User:innen in eine bestimmte Richtung leiten – wenn wir ihn lassen.
▪ Popularität: Plattformen können Inhalte pushen und so deren Popularität
beeinflussen – durch den Algorithmus und soziale/ökonomische Interessen.
! Achtung: Durch die Programmierbarkeit bzw. den Algorithmus entstehen unsere Social-Media-Bubbles! - 15Social-Media-Definitionen: Vier Gemeinsamkeiten

- 16Was ist Social Media?! Der Begriff Social Media im Singular beschreibt das Phänomen, bei dem Nutzer über virtuelle
Anwendungs-Plattformen des Web 2.0 […] miteinander interagieren, dabei eigene Inhalte kreieren
(sogenannten User-Generated-Content) und diese miteinander austauschen.
Der Begriff Social Media im Plural umfasst die damit verbundenen digitalen Kommunikations-Dienste und
Technologien, um die oben erwähnte Interaktion zwischen den Nutzern zu ermöglichen. - 17Wie kann man Social-Media-Angebote Clustern?▪ Kollaborativprojekte (Wikis)
▪ Blogs
▪ Content Communites (YouTube)
▪ Social Networking Sites (Facebook)
▪ Virtual Social Worlds (Second Life)
▪ Virtual Game Worlds (World of Warcraft) - 18Social Media braucht Interaktion! Warum?! Social-Media-Plattformen ermöglichen eine ganz neue Art der sozialen Interaktionen: Einzelnen User:innen oder
ganzen Gruppen können digital miteinander kommunizieren – sei es über Posts und Stories, Direct Messages,
Kommentare oder Reactions – und schaffen damit ganz neue Verbindungen. Soziale Interaktion ist damit eines
der wichtigsten und gleichzeitig ein entscheidendes Merkmale sozialer Medien.
Informationen
- Beschreibung
- Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Karteikarten am 04 Soziale Interaktion und Social Media, erstellt von Gelöschter Nutzer am 06/01/2026.
- Erstellt von
- Gelöschter Nutzer · Jan 2026
- Aktualisiert
- 6 Jan 2026
- Aufrufe
- 5
- Verlauf
-
- Erstellt von Katharina Tögel · 31 Dez 2025
- Kopiert von Katharina Tögel · 6 Jan 2026
- Bewertung