Notizen
B 1.2 Anforderungen an eine sozialwissenschaftliche Theoriebildung
Inhalt der Notizen (1)
Seite 1
1.
Eine Sozialisationstheorie muss von einem
umfassenden Verständnis von „Persönlichkeit“ ausgehen und in modellhafter Weise
auch innerpsychische Prozesse beschreiben können. Sozialisationstheoretische
Konzepte dürfen nicht hinter die Erkenntnisse zurückfallen, die dazu in der
Psychologie erarbeitet wurden.
2.
Eine Sozialisationstheorie muss von einem aktiv
handelnden Subjekt ausgehen, das von den Umständen nicht einfach „geprägt“ oder
überwältigt wird, sondern sich seine Umwelt aneignet und sich dabei selbst
verändert.
3.
Eine Sozialisationstheorie muss erklären können,
wie die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt auf die innerpsychischen
Persönlichkeitsmerkmale wirkt – und wie Persönlichkeitsmerkmale das aktive
Handeln beeinflussen.
4.
Eine Sozialisationstheorie hat zu
berücksichtigen, dass Sozialisation ein Prozess zugleich zur Vergesellschaftung
und Individualisierung führt. Dies vollzieht sich in Phasen und Sequenzen, die
in biographischer Abhängigkeit zueinander stehen. Aufgabe er Theorie ist es,
diese Abhängigkeiten aufzuklären.
5.
Eine
Sozialisationstheorie hat zu erklären, wie die verschiedenen Bedingungen der
sozialen Umwelt den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung beeinfluss. Dazu ist
es erforderlich, das Bedingungsgefüge zu strukturieren und die Abhängigkeit der
verschiedenen Ebenen voneinander zu erklären.“
Informationen
- Beschreibung
- Studium Bildungswissenschaften Modul 1B (Studienbrief 1: Sozialisation - Eine Einführung) Notiz am B 1.2 Anforderungen an eine sozialwissenschaftliche Theoriebildung, erstellt von Yvonne Heitland am 05/03/2017.
- Erstellt von
- Yvonne Heitland · Mär 2017
- Aktualisiert
- 5 Mär 2017
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