Quiz
Forschungs- und Anwendungsfelder der Soziologie Teil 1
Fragen in diesem Quiz (26)
1Erkläre den Begriff DEVIANZ! (3)
- AAbweichendes Verhalten (von sozialen Normen/Werten)
- Bpositive und negative Devianz - zu beiden wird in der Soziologie geforscht - zu positiver erst in den letzten Jahren; negative v.a. wegen Kriminalität schon immer
- CSOZIALE KONTROLLE = soziale Reaktion auf abweichendes Verhalten
- DZustimmendes Verhalten (von sozialen Normen/Werten)
- ESOZIALE SICHERHEIT = soziale Reaktion auf abweichendes Verhalten
- Fpositive und negative Devianz - zu beiden wird in der Psychologie geforscht - zu negativer erst in den letzten Jahren; positive v.a. wegen Kriminalität schon immer
2Wie unterscheiden und charakterisieren sich die drei Forschungsbereiche des Feldes "Forschungs- und Anwendungsfelder der Soziologie"? (4)
- ASoziologie des abweichenden Verhaltens und der sozialen Kontrolle: negative als auch positive Devianz im Forschungsmittelpunkt & andere Formen der Devianz (z.B.: psychische Krankheiten)
- BKriminalsoziologie & Kriminologie: Fokus = Abweichendes Verhalten im Kontext mit strafrechtlich relevantem Verhalten
- CKriminologie: beschäftigt sich außerdem noch mit psychologischen, biologischen und juristischen Aspekten der Kriminalität
- DKriminologie: Fokus = Abweichendes Verhalten im Kontext mit strafrechtlich relevantem Verhalten
- EKriminalsoziologie & Kriminologie: negative als auch positive Devianz im Forschungsmittelpunkt & andere Formen der Devianz (z.B.: psychische Krankheiten)
- FSoziologie des abweichenden Verhaltens und der sozialen Kontrolle: beschäftigt sich außerdem noch mit psychologischen, biologischen und juristischen Aspekten der Kriminalität
- GGEMEINSAMER ASPEKT - Die Annahme, dass Kriminalität ein soziales Konstrukt ist und einem permanenten sozialen Wandel unterliegt. D.h. was in Gesellschaft als legal bzw. illegal bezeichnet wird sozial festgelegt und ändert sich im Zeitverlauf. (Dahinterstehende Kontextbedingungen müssen berücksichtigt werden).
- HGEMEINSAMER ASPEKT - Die Annahme, dass Kriminalität ein soziales Konstrukt ist und einer statischen Gesellschaft unterliegt. D.h. was in Gesellschaft als legal bzw. illegal bezeichnet wird sozial festgelegt und ändert sich im Zeitverlauf. (Dahinterstehende Kontextbedingungen müssen berücksichtigt werden).
3Was versteht man unter RATIONALISMUS ? (3)
- AMensch ist freies Individuum, das rational entscheiden kann und handelt und deswegen selbst verantwortlich ist, abweichendes Verhalten ist Ergebnis einer freien Entscheidung.
- BBENTHAM: Utilitarismus = rationaler Mensch strebt mit seinen Handlungen nach Glück; Furcht größter Beeinflussungsfaktor der Entscheidungsfreiheit Daher: Strafe wichtigstes Mittel der Kontrolle. Ist für Strafrecht das für alle Menschen gleichermaßen gilt.
- CBECCARIA: Vorschlag eines aufklärerischen Strafrechts für alle Prinzipien: Rationalität, Eigenverantwortlichkeit für Handlungen, Verhältnismäßigkeit im Strafausmaß und Gleichheit vor dem Gesetz.
- DBELLARIA: Vorschlag eines aufklärerischen Strafrechts für alle Prinzipien: Rationalität, Eigenverantwortlichkeit für Handlungen, Verhältnismäßigkeit im Strafausmaß und Gleichheit vor dem Gesetz.
- EBINTHIM:Utilitarismus=rationalerMenschstrebtmitseinenHandlungennachGlück; Furcht größter Beeinflussungsfaktor der Entscheidungsfreiheit Daher: Strafe wichtigstes Mittel der Kontrolle. Ist für Strafrecht das für alle Menschen gleichermaßen gilt.
- FMensch ist gefangenes Individuum, das nicht rational entscheiden kann und handelt und deswegen nicht selbst verantwortlich ist, abweichendes Verhalten ist kein Ergebnis einer freien Entscheidung.
4Was versteht man unter POSITIVISMUS? (5)
- AAnsatz, dass geeintes Strafmaß (lt. Aufklärung) unfähig ist Kriminalität zu verhindern.
- BGrund: neue soziale Probleme durch Industrialisierung (Verstädterung, Massenarmut etc.) ergeben neue Kontrollbedürfnisse normatives Menschenbild = alle sind vernünftige Subjekte = unrealistisch!
- CFolge: Richter bekommen mehr Freiheit im Entscheidungsprozess über Sanktionen und einen externen Experten (= Sachverständigen) zur Seite gestellt.
- DHauptaufgaben: Erhebung der individuellen Lebenssituation des Beschuldigten, Ermittlung der Zurechnungsfähigkeit. Dadurch möglich: Sammlung von empirischen Daten: hier entsteht die Wurzel für Kriminologie als erfahrungswissenschaftliche Disziplin.
- EFolge: Paradigmenwechsel zu Positivismus
- FFolge: Paradigmenwechsel zu Strukturfunktionalismus
- GAnsatz, dass geeintes Strafmaß (lt. Aufklärung) fähig ist Kriminalität zu verhindern.
- HNebenaufgaben: Erhebung der individuellen Lebenssituation des Opfers, Ermittlung der Zurechnungsfähigkeit. Dadurch möglich: Sammlung von empirischen Daten: hier entsteht die Wurzel für Kriminologie als erfahrungswissenschaftliche Disziplin.
5THEORETISCHE GRUNDANNAHMEN des Positivismus in: Darwin: Evolutionstheorien? (6)
- AMenschliches Verhalten durch interne (psychische- und physische) & externe (soziale) Faktoren vorherbestimmt); Kriminalität v.a. durch äußere Umstände prädeterminiert. Aber: diese Faktoren sind grundsätzliche beobachtbar, messbar & beeinflussbar!
- BHeißt: Kriminalität muss mit biologischen, psychischen oder sozialen Faktoren erklärbar sein.
- Cdurch staatliche Kontrollorgane wurden empirische Daten gesammelt; Entdeckung von Regelmäßigkeiten wo und wie oft ein Verbrechen stattfand und andere Erscheinungen im gesellschaftlichen Leben.
- DLOMBROSO: „geborene Verbrecher“ ; verglich Straftäter mit Nicht-Straffälligen durch diverse Personenmerkmale - „Physiognomie der Verbrecher“ (hohe Stirn, abstehende Ohren etc.). Vielfach widerlegt aber für Forschungstradition lange Zeit wichtig (v.a. Kriminalität durch Vergleich festzustellen).
- ECHICAGO SCHOOL: Ursache für Kriminalität = spezifische gesellschaftliche Bedingungen. = Studien zur Urbanen Struktur in Chicago!
- FHeißt: Kriminalität muss mit genetischen, psychischen oder physischen Faktoren erklärbar sein.
- Gdurch gesellschaftliche Kontrollorgane wurden empirische Daten gesammelt; Entdeckung von Uregelmäßigkeiten wo und wie oft ein Verbrechen stattfand und andere Erscheinungen im gesellschaftlichen Leben.
- HLOMBROSO: „konstruierte Verbrecher“; verglich Straftäter mit Nicht-Straffälligen durch diverse Personenmerkmale - „Physiognomie der Verbrecher“ (hohe Stirn, abstehende Ohren etc.). Vielfach widerlegt aber für Forschungstradition lange Zeit wichtig (v.a. Kriminalität durch Vergleich festzustellen.)
- IFRANKFURTER SCHULE: Ursache für Kriminalität = spezifische gesellschaftliche Bedingungen. = Studien zur Urbanen Struktur in Frankfurt!
- JEntdeckung das soziale Tatsachen offenbar bestimmten Mustern folgen.
6Weshalb üben einige soziale Strukturen auf bestimmte Personen einen Druck aus, sich eher deviant als konform zu verhalten? (4)
- Ahaben v.a. mit qualitativen ethnographischen Stadtteiluntersuchungen gearbeitet, um soziale Wirklichkeit der Betroffenen darzustellen.
- B„social disorder“-Phänomene: soziale Segregation und ökonomisch schlechte Lebensbedingungen sind Grundlage für hohe Bandenkriminalität zw. Jugendlichen = sozioökonomischer Zusammenhang
- C„differenzielle Assoziation“ = Konformitätszwang aus unmittelbarem Umfeld der sozialen Gruppen; kriminelles Verhalten wird im Rahmen des
Sozialisationsprozesses in der Gruppe unter sozialem Zwang erlernt, um soziale Sanktionen zu vermeiden. - Dund: rascher sozialer Wandel, v.a. zur industriellen Gesellschaft ist/war schuld.
- Ehaben v.a. mit quantitativen ethnographischen Stadtteiluntersuchungen gearbeitet, um soziale Wirklichkeit der Betroffenen darzustellen.
- F„social order“-Phänomene: soziale Integration und ökonomisch gute Lebensbedingungen sind Grundlage für hohe Bandenkriminalität zw. Jugendlichen = sozioökonomischer Zusammenhang
7Was versteht man unter Anomie nach Durkheim? (1)
- AFehlende oder schwache Normen und Regeln führen für Menschen zur Orientierungslosigkeit.
- BZu viele Normen und Regeln führen für Menschen zur Orientierungslosigkeit.
8MERTON - folgt Durkheims Anomie-These: Hat auf Ungleichgewicht zwischen sozial erstrebenswerten materiellen Gütern (Reichtum etc.) einerseits und gesellschaftlich ungleich verteilten Mitteln zur Erreichung dieser hingewiesen.
Abweichendes Verhalten = Folge der Zugangsbeschränkungen unterprivilegierter Schichten zu legalen Mitteln. Fazit: fehlender Zugang zu legalen Mitteln führt dazu sich abweichend zu verhalten. = Typisch für US Bürger.- ARichtig
- BFalsch
9Was versteht man unter der "institutionellen Anomietheorie" nach Messner/Rosenfeld? (1)
- AHohe Kriminalitätsrate in US erklären sie mit einer starken Dominanz der Ökonomie über alle anderen Lebensbereiche.
- BNiedrige Kriminalitätsrate in US erklären sie mit einer starken Dominanz der Ökonomie über alle anderen Lebensbereiche.
10Funktionalismus: (4)
- Aprovokante Betrachtung der Kriminalität: nützliche Funktion der Devianz in Gesellschaft;
- BDevianz kommt in allen Gesellschaften vor = notwendig
- weil: tastet Grenzen der Gesellschaft ab; Durch Verletzen der Norm, wird von Gesellschaft an der Norm weiter festgehalten.
- Aber: Normen ändern sich mit der Zeit, d.h. wenn Devianz anhält: Hinweis: Gesellschaft funktioniert nicht. - CConclusio: Devianz ist eine Stütze geltender Normen UND ein Indikator für einen Normwandel
- DThese ist bis heute in positivistischer/ konstruktivistischer Paradigmen verankert
- EConclusio: Devianz ist keine Stütze geltender Normen UND ein Indikator für einen Normwandel
- FThese ist bis heute in negativistischer / konstruktivistischer Paradigmen verankert
11KONSTRUKTIVISMUS: (1)
- AUmbruch: nicht mehr der Mensch und sein Verhalten sind im Fokus der Forschung. SONDERN Institutionen die für Recht verantwortlich sind werden hinterfragt: v.a. Polizei und Justiz, weil: Kriminalität ist Folge von Definition und Zuschreibung von Devianz.
= LABELING Theorie (Etikettierungstheorie) - BUmbruch: nicht mehr der Mensch und sein Verhalten sind im Fokus der Forschung. SONDERN Institutionen die für Recht verantwortlich sind werden hinterfragt: v.a. Polizei und Justiz, weil: Kriminalität ist Folge von Definition und Zuschreibung von Devianz.
= Theorie des sozialen Handelns
- AUmbruch: nicht mehr der Mensch und sein Verhalten sind im Fokus der Forschung. SONDERN Institutionen die für Recht verantwortlich sind werden hinterfragt: v.a. Polizei und Justiz, weil: Kriminalität ist Folge von Definition und Zuschreibung von Devianz.
12Was sagt die Studie über „Außenseiter“ (Becker)? (3)
- AVerhalten der unteren sozialen Schichten werden von Institutionen eher kriminalisiert als illegales Handeln der höheren Schichten.
- BGesellschaftsgruppen schaffen abweichendes Verhalten von selbst: sie stellen Regeln auf, deren Nichtbefolgung als deviantes Verhalten betitelt wird; Außenseiter werden als solche abgestempelt dadurch
- CFazit des LABELING-Ansatzes:
„Täter“ sind eigentliche „Opfer“ der Gesellschaft = „viktimisierte Täter! - DVerhalten der oberen sozialen Schichten werden von Institutionen eher kriminalisiert als illegales Handeln der niedrigeren Schichten.
- EFazit des LABELING-Ansatzes:
„Täter“ sind eigentliche „Opfer“ der Wirtschaft = „viktimisierte Täter!
13CRIME SCIENCE (GARLAND): (4)
- Abeschreibt Paradigmenwechsel von wohlfahrtsstaatlichen Strafen (Besserung als Ziel) zu neuem Bild sozialer Kontrolle
- BSoziale Deprivation nicht mehr Ursache für Kriminalität, sondern der Mangel an Kontrolle in Gesellschaft (z.B.: Selbstkontrolle, Polizeikontrolle etc.) führt zu gesellschaftlichen Strafbereitschaft (Punivität)
- CForschung soll zur Prävention dienen. Ziel ist alltagstaugliche Empfehlung bereit zu stellen, v.a. zur Verhinderung von Straftaten im öffentlichen Raum. Wichtigstes Mittel dafür: Analyse von Kriminalität in all ihren Erscheinungsformen.
- DRenaissance des Rationalismus in „Rational Choice“-Theorie. Täter sind nationale Nutzenmaximierer, welche die Kosten für eine Straftat dem Gewinn gegenüberstellen. Kriminologie hat Aufgabe Tatgelegenheiten zu untersuchen und Risikoanalysen zu erstellen.
- Ebeschreibt Paradigmenwechsel von gewählten Strafen (Besserung als Ziel) zu neuem Bild sozialer Kontrolle
- FForschung soll zur Erhebung statistischer Daten dienen. Ziel ist alltagstaugliche Empfehlung bereit zu stellen, v.a. zur Verhinderung von Straftaten im öffentlichen Raum. Wichtigstes Mittel dafür: Analyse von Kriminalität in all ihren Erscheinungsformen.
14Welche drei Forschungsbereiche des Alter(n)s gibt es? (3)
- AAlterssoziologie
- BGeriatrie
- CSozialgerontologie
- DKommunikationssoziologie
- EPädiatrie
- FSozialpädagogik
15Mit was befasst sich die Alterssoziologie? (3)
- Abefasst sich mit objektiven, strukturellen Bedingungen der Lebenssituation und den subjektiven Wahrnehmungen, Einstellungen und Verhaltensweisen der unterschiedlichen Gruppen von Älteren, Alten und Hochbetagten.
- B„Soziologie der Lebensalter“: gesellschaftliche Differenzierung einer Vielzahl von Altersgruppen, Kohorten und Generationen zum Thema.
- C„Lebenslauforientierte Sozialpolitikforschung“ : Kernvorstellung = Gestaltung des Lebensverlaufs für Gruppen von Menschen durch die Definitionen und Eingriffe der Sozialpolitik. Damit in Verbindung steht die grundsätzliche Frage nach dem Einfluss des Staates auf die Lebenslagen verschiedener Kohorten.
- Dbefasst sich mit subjektiven, strukturellen Bedingungen der Lebenssituation und den subjektiven Wahrnehmungen, Einstellungen und Verhaltensweisen der unterschiedlichen Gruppen von Älteren, Alten und Hochbetagten.
- E„Lebenslauforientierte Sozialpolitikforschung“ : Kernvorstellung = Gestaltung des Lebensverlaufs für Gruppen von Menschen durch die Definitionen und Eingriffe der Gesellschaftspolitik. Damit in Verbindung steht die grundsätzliche Frage nach dem Einfluss des Staates auf die Lebenslagen verschiedener Kohorten.
16Mit was befasst sich die Geriatrie? (4)
- Avielen verschiedenen aktiven und inaktiven Krankheiten (Multimorbidität)
- Bder Identifikationen von Risikopatienten unter präventiven Gesichtspunkten
- Cder besonderen Bedeutung der Demenz
- Dbetont die Rehabilitation trotz Irreversibilität von Krankheiten
- Eder besonderen Bedeutung der Alterserscheinungen
17Merkmale Sozialgerontologie? (3)
- ATransdisziplinäres Programm
- Berforscht unter transdisziplinären Strategien die Voraussetzungen und Folgen menschlichen Alterns in interkulturell und historisch vergleichender Perspektive - sowohl individuell als auch kollektiv.
- CWill die dabei beteiligten Prozesse verstehen und erklären.
- Derforscht unter konstruktivistischen Theorien die Voraussetzungen und Folgen menschlichen Alterns in interkulturell und historisch vergleichender Perspektive - sowohl individuell als auch kollektiv.
- EWill die dabei beteiligten Prozesse nicht verstehen und erklären.
18Von welchen 3 Faktoren ist die demographische Alterung einer Gesellschaft bestimmt? (3)
- AGeburtenniveau
- BLebenserwartung
- CWanderungen
- DSterberate
- EWahrnehmungen
193 Perspektiven auf Alter(n): (3)
- ASozialgerontologie ist transdisziplinäre Wissenschaft, weil Alter und Altern körperliche, seelische und gesellschaftliche Fragen umfassen
- BAlter und Alter sind historisch und ontogenetisch bedingt, deswegen große Unterschiede zwischen einzelnen Personen, Kulturen und historischen Phasen
- CAlter ist ein noch wenig gestalteter Bereich der Gesellschaften, weil es sehr hohes Alter erst seit 20. Jhd. gibt.
- DAlter ist ein noch wenig gestalteter Bereich der Gesellschaften, weil es sehr niedriges Alter erst seit 21. Jhd. gibt.
- EAlter und Alter sind gesellschaftlich bedingt, deswegen keine große Unterschiede zwischen einzelnen Personen, Kulturen und historischen Phasen
20Wie lässt sich eine alternde Gesellschaft bestimmen? (1)
- AMöglichkeit: Wenn Anteil der unter 20-jährigen kleiner ist als Anteil der über 65-jährigen - gilt für Deutschland, aber nicht für Österreich.
- BMöglichkeit: Wenn Anteil der unter 20-jährigen kleiner ist als Anteil der über 65-jährigen - gilt für Österreich, aber nicht für Deutschland.
21Welche Ängste hat man bezüglich einer alternden Gesellschaft? (5)
- AAngst, dass das Gesundheitssystem die wachsende Zahl an Pflegebedürftigen nicht verkraftet
- BÖkonomischer Kollaps des Pensionssystems. Konsequenz: Generationenkonflikt zwischen der erwerbstätigen Bevölkerung und den Alten. Lösung: längerer Verbleib in der Erwerbstätigkeit + lebenslanges Lernen
- CStrukturwandel der Familie: schwächere emotionale Familienbeziehungen + damit einhergehend eine Unterversorgung der älteren Familienmitglieder. Gegenargument: in Gesellschaft ein hohes Solidaritätspotenzial vorhanden
- DEine alternde Gesellschaft führt zu einer wirtschaftlichen Stagnation.
- EFazit: Wenn von alternden Gesellschaften die Rede ist, steht gegenwärtig die Nachhaltigkeit der sozialen Sicherung, also des Gesundheits-, Pensions- und Pflegesystems im Zentrum der öffentlichen Diskussion.
- FFazit: Wenn von alternden Gesellschaften die Rede ist, steht gegenwärtig die Nachhaltigkeit der sozialen Sicherung, also des Krankheits-, Pensions- und Sozialsystems im Zentrum der öffentlichen Diskussion.
- GEine alternde Gesellschaft führt zu einer wirtschaftlichen Fluktuation.
- HKeine Angst, dass das Gesundheitssystem die wachsende Zahl an Pflegebedürftigen nicht verkraftet
22Themen der öffentlichen Diskussion bzw. Perspektiven im Bezug auf Alter(n): (4)
- ASUSTAINABILITY GAP: der öffentlichen Ausgaben für Pensionen, Gesundheit und Pflege aufgrund der Bevölkerungsalterung.
- BCARE GAP: rasch wachsender Betreuungs- und Pflegebedarf. Hauptsächlich ausgelöst durch Rückgang der informellen (privaten häuslichen) Pflege – v.a. Baby boomer Generation betroffen.
- CJames FRIES (1983) These der „Kompression der Morbidität“ - Langzeitstudien weisen darauf hin, dass man nicht heilbare chronische Beeinträchtigungen sowie physiologische Alterungsprozesse zeitlich weit hinausschieben kann (ans Lebensende von Menschen). V.a. durch Prävention!!
- DNORMATIVE GAP: Zentral auch: Gestaltung der zentralen sozialen Institutionen (Familie, Bildung, Erwerbsarbeit) und der damit verknüpften normativen Regelungen.
- ESUBSTANTIV GAP: der öffentlichen Ausgaben für Pensionen, Gesundheit und Pflege aufgrund der Bevölkerungsalterung.
- FGENERATION GAP: rasch wachsender Betreuungs- und Pflegebedarf. Hauptsächlich ausgelöst durch Rückgang der informellen (privaten häuslichen) Pflege – v.a. Baby boomer Generation betroffen.
- GJames POMMES (1983) These der „Kompression der Morbidität“ - Langzeitstudien weisen darauf hin, dass man nicht heilbare chronische Beeinträchtigungen sowie physiologische Alterungsprozesse zeitlich weit hinausschieben kann (ans Lebensende von Menschen). V.a. durch Prävention!!
23Was versteht man unter der DISENGAGEMENT-THEORIE ? (1)
- AGesellschaft entbindet den alternden Menschen zunehmend aus seinen sozialen Rollen, so dass der Mensch selbst motiviert ist soziale Rollen aufzugeben und sich zurückzuziehen:
• Wegfall berufsbezogener Beziehungen
• allmählicher Verlust von Verwandten, Freunden und Bekannten
• auf individueller Ebene: Verlust kognitiver Fähigkeiten - BGemeinschaft entbindet den alternden Menschen zunehmend aus seinen sozialen Rollen, so dass der Mensch selbst motiviert ist soziale Rollen aufzugeben und sich zurückzuziehen:
• Wegfall berufsbezogener Beziehungen
• schneller Verlust von Verwandten, Freunden und Bekannten
• auf gesellschaftlicher Ebene: Verlust kognitiver Fähigkeiten
- AGesellschaft entbindet den alternden Menschen zunehmend aus seinen sozialen Rollen, so dass der Mensch selbst motiviert ist soziale Rollen aufzugeben und sich zurückzuziehen:
24AKTIVITÄTSTHEORIE - Lebenszufriedenheit im Alter steht v.a. im Zusammenhang mit sozialen und Freizeit-Aktivitäten, die unbedingt aufrecht erhalten werden müssen = Ansatz des aktiven Alterns soll den Menschen eine andauernde gesellschaftliche Teilnahme ermöglichen.
- ARichtig
- BFalsch
25Konzept von Bernice NEUGARTEN:
• YOUNG OLD – junge Alte zw. 55 und 77 Jahren relativ gesund, wohlhabend, gut
gebildet, politisch aktiv und frei von traditionellen Familienverpflichtungen
• OLD-OLD - über 75 brauchen Pflege! Einteilung aber ungenügend! d.h. biologisches
Alter keine zuverlässige Größe um soziale Differenzierung gut zu beschreiben- ARichtig
- BFalsch
26Lebensstile in Nach-Ruhestands-Gesellschaft:
- ATraditionelle goldene Jahre: Altes Ruhestands-Modell, Freizeit wichtig
- BNeue goldene Jahre: Personen suchen Selbstentfaltung, sind am Lernprogramm beteiligt
- CPortfolio Leben: Balance Erwerbstätigkeit, Familie, Reisen, Ehrenamt
- DZweite Karriere: Hobbys werden zur Erwerbstätigkeit, durch Rückgriff auf soz. Netzwerke, die man im Laufe des Lebens gesammelt hat
- EAusdehnung der Karriere: Selbstständige die Karriere lange wie möglich fortsetzen
- FTraditionelle silberne Jahre: Altes Ruhestands-Modell, Freizeit wichtig
- GPortfolio Leben: Kombination Erwerbstätigkeit, Gesellschaft, Wandern
Informationen
- Beschreibung
- (Kapitel 1. Abweichung und soziale Kontrolle und Kapitel 2. Alter und Altern)
- Autor
- stelly Welly
- Sprache
- Deutsch
- Aufrufe
- 3.364
- Schlagwörter
- Bewertung
- 5,0 von 5 · 4 Bewertungen Bewerte dieses Quiz