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Forschungs- und Anwendungsfelder der Soziologie Teil 2

stelly Welly 30 questions 2,179 views 5.0 (6 ratings)

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Questions in this quiz (30)

  1. 1Historische Entwicklung der Arbeitssoziologie? (5)
    1. ANach dem 2. WK entwickelte sich die Arbeitssoziologie im Deutschsprachigen Raum unter der Bezeichnung Industriesoziologie.
    2. BIm Zentrum der Industriesoziologie:
      - Bringt technischer Wandel sozialen Fortschritt, z.B.: Befreiung der Arbeiter von
      menschenunwürdiger Arbeit, oder unterwirft er sieh eher?
      - Wie wirkt sich die veränderte Arbeitssituation auf das Bewusstsein der Arbeitenden aus?
    3. CKern/Schumann (1970) zeigten, dass Mechanisierung & Automatisierung der Produktion die Handlungsspielräume der Arbeitenden verringert und die Qualitätsanforderungen reduziert.
    4. DBraverman (1974) konstatiert generelle Abwertung der Arbeit.
      Hauptthese: „deskilling“ = Dequalifizierung der Arbeit besagt, dass Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität führt notwendigerweise zu einer Vereinfachung der Arbeit, weil dequalifizierte Arbeit ist billiger & leichter zu kontrollieren.
    5. EHistorische Grundlagen der Arbeitssoziologie damit bei Marx (1890) „Das Kapital“ beschreibt darin den Charakter der Lohnarbeit in kapitalistischen Gesellschaften:
      - Menschen werden enteignet, dadurch müssen sie ihre Arbeitskraft zu einer Ware machen, d.h. am Arbeitsmarkt anbieten um überleben zu können.
      - von Unternehmen wird Arbeitskraft benötigt, um Wert zu schaffen
      Aber: nur Potenzial Arbeit zu leisten wird verkauft/gekauft. D.h. Käufer hat Recht die Arbeitskraft für einen festgelegten Zeitraum zu nutzen.
    6. FHistorische Grundlagen der Arbeitssoziologie damit bei Marx (1890) „Die Kapitalform“ beschreibt darin den Charakter der Lohnarbeit in kapitalistischen Gemeinschaften:
      - Menschen werden enteignet, dadurch müssen sie ihre Arbeitskraft zu einer Ware machen
      - von Unternehmen wird Arbeitskraft benötigt, um Wert zu schaffen
      Aber: nur Potenzial Arbeit zu leisten wird verkauft/gekauft.
    7. GNach dem 1. WK entwickelte sich die Arbeitssoziologie im Deutschsprachigen Raum unter der Bezeichnung Industriesoziologie.
    8. HNach dem 2. WK entwickelte sich die Arbeitssoziologie im Deutschsprachigen Raum unter der Bezeichnung Gesellschaftssoziologie.
  2. 2Was versteht man unter TAYLORISMUS? (1)
    1. Avon F.W. Taylor entwickelte System der Arbeitsgestaltung, das er „scientific management“ genannt hat.
    2. Bvon A.W. Taylor entwickelte System der Arbeitsgestaltung, das er „science management“ genannt hat.
  3. 3Nenne die Prinzipien des TAYLORISMUS! (4)
    1. ATrennung von Planung und Ausführung der Arbeit; Zeit & Abläufe werden vom Management vorgegeben; Prinzip des one-best-way = Annahme eines optimalen Ablaufs je Arbeitsgang
    2. BHoher Grad an Arbeitsteilung = Zerstückelung der Arbeit in kleine Vorgänge
    3. CSelektion und Anlernen der Arbeitskräfte = hoher Grad an Spezialisierung
    4. DPensum und Leistungslohn = Bezahlung abhängig von der erbrachten Leistung – wobei für jeden ein optimales Pensum festgelegt wird.
    5. EPensum und Leistungsorientierung = Bezahlung unabhängig von der erbrachten Leistung – wobei für jeden ein optimales Pensum festgelegt wird.
    6. FSelektion und Anlernen der Arbeitgeber = hoher Grad an Spezialisierung
    7. GGeringe Arbeitsteilung = Keine Zerstückelung der Arbeit in kleine Vorgänge
  4. 4Wandel der Kontrollformen (nach EDWARDS): (3)
    1. AWährend Konkurrenzkapitalismus (19. Jh.): Persönliche Kontrolle des
      Unternehmers
    2. BWachstum der Unternehmen & Einsatz von Technik: Strukturelle und technische Kontrollformen (z.B.: Fließband)
    3. CGroßunternehmen 20. Jhd.: Bürokratische Kontrolle, Einbindung der Arbeiter durch dauerhafte Beschäftigung und Aufstiegsmöglichkeiten - Kontrolle durch Konsens der Arbeitenden
    4. DKleinunternehmen 20. Jhd.: Bürokratische Kontrolle, Einbindung der Arbeiter durch dauerhafte Beschäftigung und Aufstiegsmöglichkeiten - Kontrolle durch Konsens der Arbeitenden
    5. EWährend Konkurrenzkapitalismus (21. Jh.): Gesellschaftliche Kontrolle des
      Unternehmers
    6. FStagnierung der Unternehmen & kein Einsatz von Technik: Strukturelle und technische Kontrollformen
  5. 5Subjektivierung der Arbeit = Abkehr vom Taylorismus – entspricht nicht mehr den neueren Vorstellungen von Produktion!
    Es kommt zur Veränderung der Perspektive!
    1. ATrue
    2. BFalse
  6. 6Beginn in Arbeit von Kern/Schumann „Das Ende der Arbeitsteilung?“ (1984) beschrieben die neuen Produktionskonzepte in der industriellen Fertigung in DE:
    • industrielle Produktion nicht um jeden Preis automatisiert
    • Nutzung der Potenziale der Arbeitskraft = Arbeiter werden in ihren Fähigkeiten
    wertgeschätzt & haben dadurch größere Handlungsspielräume.
    1. ATrue
    2. BFalse
  7. 7Beginn in Arbeit von Kern/Schumann „Das Ende der Arbeitsteilung?“ (1984) beschrieben die neuen Produktionskonzepte in der industriellen Fertigung in Ö:
    • industrielle Produktion um jeden Preis automatisiert
    • Nutzung der Potenziale der Arbeitskraft = Arbeiter werden in ihren Fähigkeiten
    nicht wertgeschätzt & haben dadurch auch keine größere Handlungsspielräume.
    1. ATrue
    2. BFalse
  8. 8Fazit: überall wo Werte geschaffen werden, kreative Lösungen für Probleme gefunden und DL in Interaktion mit Kunden erbracht werden sollen, sind die Mitarbeiter mit ihren individuellen Motivationen und Eigenheiten gefragt.
    UND: trifft umgekehrt auch auf die Mitarbeiter selbst zu, durch bessere Ausbildung steigt Wunsch auf Selbstverwirklichung in der Arbeit; eigene Erwartung & Vorstellungen sich selbst in die Arbeit einzubringen steigt.
    DADURCH: neue Formen der Arbeitsorganisation werden geschaffen, die größere Involvierung ermöglichen. Gleichzeitig steigt natürlich auch die Erwartung des Managements an den Mitarbeiter.
    1. ATrue
    2. BFalse
  9. 9Normalarbeitsverhältnis ab ca. 1980 nicht mehr so selbstverständlich. V.a. ausgelöst durch Einstieg der Frauen in die Arbeitswelt. Auf einmal wichtig: Vereinbarkeit von Beruf & Familie. Folge: Flexibilisierung der Arbeitszeit für die Beschäftigten z.B.: durch Einführung von Teilzeit & Gleitzeit.
    1. ATrue
    2. BFalse
  10. 10Was versteht man unter FLEXIBILITÄT? (4)
    1. Adurch variable Arbeitszeiten ist flexibler Personaleinsatz (sowohl intern als auch extern) je nach Gebrauch für Unternehmen möglich
    2. Binterne Flexibilität z.B.: durch Teilzeit, Jahreszeitenmodellen etc.
    3. Cexterne Flexibilität z.B.: durch Leiharbeitskräfte
    4. Dexterne Flexibilität z.B.: durch Teilzeit, Jahreszeitenmodellen etc.
    5. EFlexibilität meint aber häufig bei Betrieben auch eine Einteilung/Nutzung der Arbeitskraft nach Funktionen (+ Qualifikationen) die zu erfüllen sind z.B.: Teamarbeit, Projektorganisation etc.
    6. FFlexibilität meint aber häufig bei Betrieben auch eine Einteilung/Nutzung der Arbeitskraft nach Organisationen z.B.: GmbH, ...
    7. Ginterne Flexibilität z.B.: durch Leiharbeitskräfte
    8. Hdurch variable Arbeitszeiten ist kein flexibler Personaleinsatz (sowohl intern als auch extern) für Unternehmen möglich
    9. Iaktive Flexibilität z.B. durch Mitarbeit

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(Kapitel 3. Arbeit, Kapitel 4. Armut und Kapitel 5. Bildung)
Language
Deutsch
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