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Karteikarten

Umweltethik

Anna Mayer Deutsch 95 Karten

Karten in diesem Stapel (95)

  1. 1Was ist Ethik?Ethik = praktische Philosophie = die Lehre von dem was sein soll
  2. 2Geht die Ethik Kompromisse ein? Auf welche Weise kommen ethische Entscheidungen im Konfliktfall zustande?Ethik orientiert sich am sittlich Richtigen. Sie ist daher nicht zu Kompromissen bereit.
    ABER im Konfliktfall müssen konkurrierende Interessen gegeneinander abgewogen werden = GÜTERABWäGUNG
  3. 3Was versteht man unter Güterabwägung? Beispiel!Im Konfliktfall müssen konkurrierende Interessen gegeneinander abgewogen werden. Z.B. Feuerwehrmann, der in einem brennenden Haus Leute rettet, wägt ab, ob er noch mal reingeht oder ob sein eigenes Leben dann ebenfalls gefährdet würde und er doch niemandem helfen könnte.
  4. 4Was versteht man unter Moral?Für eine bestimmte Gruppe geltende Handlungsrichtlinien. Bsp. Streit ohne Gewalt schlichten, gefundene Gelftasche zurückgeben
  5. 5Was versteht man unter Gesinnungsethik?Die Ethik der Motive des Handelns = Handlung ist demnach gut wenn sie gut gemeint war. Der Gesinnungsethiker handelt spontan, leidenschaftlich, aus dem Bauch heraus; aber er leidet oft unter den negativen Ergebnissen seines Handelns. Negative Auswirkungen versucht er, widrigen Umständen zuzuschreiben. Bsp. Lebenserhaltende Maßnahmen
  6. 6Was ist Aufgabe und Ziel der Umweltethik?Sie muss Handlungen auf die Konsequenzen für zukünftige Generationen hinterfragen.
  7. 7Was versteht man unter Verantwortungsethik?früher (nach Weber): Ethik des Politikers → Zweck heiligt Mittel!
    heute (nach Jonas): Erweiterung der Gesinnungsethik → Wirkung muss absehbar sein!
  8. 8Ist „natürlich“ im ethischen Sinne gut? + Bsp.Häufig wird der Begriff der Natürlichkeit zur Rechtfertigung von unverantwortlichen Vorhaben missbraucht, Atomkraftbefürworter als auch Gentechniker betonten immer wieder, dass sie im Grunde nichts anderes tun als die Natur selbst. Jedoch ist die Natur auch dann nicht „grausam“ wenn sie über Leichen geht. Die Natur hat weder ein Gewissen noch ist sie Verantwortungsträger für von ihr verursachtes Leid. Menschen hingegen sind für die Folgen ihrer Handlungen verantwortlich.
    „Natürlich“ ist demnach nur dann gut, wenn der damit verbundene Inhalt umweltethisch vertretbar ist.
  9. 9Weshalb ist im Zweifelsfall das „Natürliche“ dem „Künstlichen“ vorzuziehen?Da dem Begriff „natürlich“ keine allgemeingültige Standarddefinition zugewiesen werden kann, sondern ein breiter Argumentations- u. Diskussionsspielraum klafft, ist es vor der Beantwortung dieser Frage nötig einen Terminus zu bestimmen.
    Wird dieser nach umweltethischen Aspekten definiert ist das Natürliche vertretbar.
    Das „Künstliche“ hingegen lässt sich, nach der Ausgliederung aus den natürlichen Prozessen nicht mehr bzw. nur mehr sehr schwer in eben diese natürlichen Kreisläufe integrieren.
  10. 10Was versteht man unter Verursacherprinzip?Es sieht vor Verursacher von Gesundheits- und Ökosystemschäden konsequent und im allgemeinsten Sinn zur Verantwortung zu ziehen.
  11. 11Was versteht man unter Sicherheitsprinzip?Im Zweifelsfall soll das „worst case szenario“ verfolgt werden → im Zweifel für die Sicherheit!
  12. 12Was versteht man unter Vorsorgeprinzip?Irreparable Gesundheits- und Ökosystemschäden von vornherein ausschließen!
    → waghalsige Unternehmungen nicht zulassen → Langzeitfolgen werden oft Jahrzehnte später sichtbar → gut begründeter Verdacht reicht zum Verbot
  13. 13Wesentlichen Prinzipien im Umweltschutz? Sicherheitsprinzip
     Vorsorgeprinzip
     Verursacherprinzip
  14. 14Was versteht man unter der Goldenen Regel?Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.
    - Gilt für viele Kulturen und Religionen wie: Hinduismus, Islam, Christentum und Judentum)
    - Entspricht der Kardinaltugend (lat. Cardo =Angel) steht für Maß, Klugheit, Starkmut, Gerechtigkeit
  15. 15Welche Erweiterungen der Goldenen Regel sind erforderlich, um sie für die Umweltethik tauglich zu machen?Heute: (JONAS) Erweiterung der Gesinnungsethik, guter Willer alleine reicht nicht mehr
    - Handlung kann nur verantwortet werden, wenn mögliche Folgen absehbar und verantwortbar sind
  16. 16Was versteht man unter moralanalogem Verhalten? + BspMoralanalogisches Verhalten (Konrad Lorenz) – Bezeichnung für die zu beobachtende Schonhaltung sozialer Tiere geg. der Artgenossen, Humanisierung des Kampfverhaltens
  17. 17Was ist der „Kategorische Imperativ?„Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“
    - Handel und Verhalten auf Generalisierbarkeit überprüfen
  18. 18Wie lautet der umweltethische Imperativ?Handle so, dass die Folgen deines Tuns künftiges Leben nicht schädigen, mache die Interessen künftiger Menschen und der Natur zu Deinem eigenen.
  19. 19Was versteht man unter Ökologie?Definition nach Häckel:
    1866: Wissenschaft von der Beziehung der Organismen zu ihrer Umgebung.
    1870: Wissenschaft die die Beziehung der Tiere zu ihrer organischen und
    anorganischen Umwelt beschreibt.
    Weitere: Anpassungslehre, Ökonomie der Natur, Haushaltslehre der Natur
  20. 20Was hat Umweltethik mit Ökologie zu tun?Die unbefriedigende Situation der Ausklammerung des Menschen aus der biologischen Systemwissenschaft Ökologie führte zur Begründung eines neuen, speziellen Zweiges, der sich als „Humanökologie“ mit den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt befasst.
    Umweltethik und Humanökologie befassen sich mit den drei Grundfragen der
    Philosophie: Wer bin ich? → Was kann/soll ich wissen? → Was soll ich tun?
  21. 21Was ist die wahrscheinliche Folge, wenn man Umweltethik ohne humanökologisches Orientierungswissen betreibt?Die Ethik, als Lehre vom richtigen Handeln ist dort, wo sie sich mit Umweltfragen einlässt, auf das Verstehen ökologischer Systemzusammenhänge angewiesen.
    Umweltethik erfordert profunde Systemkenntnisse der Bio- und Anthroposphäre, wenn sie nicht Gefahr laufen will praxisferne, unrealisierbare Ergebnisse zu erarbeiten.
  22. 22Was versteht man unter „harter Technik“? + BeispielEinsetzung technische Mittel die keine Rücksicht auf natürliche Systemzusammenhänge nehmen und mehr Probleme schaffen, als sie lösen.
    Atomkraft, Gentechnik → siehe Problemmultiplikator
  23. 23Was versteht man unter „sanfter Technik“? + BeispielSanfte Technik (Beispiele etwa Solarenergie in kleinen Einheiten, das Fahrrad oder Biolandbau, Permakultur) ist tendenziell sozial- und umweltverträglich.
    Einsetzung technischer Mittel die Aufgrund ihrer Überschaubarkeit gut kontrolliert und
    korrigiert werden können. Small ist beautiful! → siehe Lösungsmultiplkator
  24. 24Was ist „angepasste“ Technik?Einsetzung technischer Mittel die sich im Rahmen der natürlichen Grenzen bewegen.
  25. 25Was versteht man unter anthropozentrischer (Umwelt)Ethik?Nur der Mensch hat das Anrecht auf ethische Behandlung, nicht aber die Tiere.
    Diese sind nur schützenswert, wenn sie dem Menschen von Nutzen ist.
  26. 26Mit welcher Begründung kann man die anthropozentrische Umweltethik als unzulänglich bezeichnen?Da sie der ökologischen Vielfalt, die die Lebensgrundlage der Menschheit darstellt, kein Existenzrecht zubilligt, wird diese solange dezimiert bis sich der Mensch selbst seiner grundlegenden Überlebensnotwendigkeiten beraubt hat, Nützlichkeiten werden erst erkennbar wenn sie verloren gegangen sind!
  27. 27Was versteht man unter pathozentrischer Ethik?Sie erkennt die Leidensfähigkeit aller höheren Lebensformen an und bezieht die „goldene Regel“ konsequenter Wiese auch auf Tiere! :)
  28. 28Was versteht man unter biozentrischer Ethik?Alles Leben hat ein Existenzrecht! *Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will!* → lange Tradition im fernen Osten, Albert SCHWEIZER
  29. 29Was ist nach Albert Schweitzers Ethik der Ehrfurchtvor dem Leben gut, was böse?Leben fördern ist gut, Leben zerstören ist böse.
  30. 30Mit welcher Begründung lehnt Albert Schweitzer eine Rangordnung der Lebewesen ab?Er erkennt keine allgemeingültigen Wertunterschiede zwischen verschiedenen Lebensformen an, keine Rangordnung des Lebens.
  31. 31Was waren und sind die Einwände gegen die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben?Die oft geäußerte Kritik an dieser Position lautet:
    Der Mensch muss – wie jedes andere Lebewesen auch – sein Leben behaupten, indem er anderes Leben vernichtet. Das gilt sogar für Pflanzen, denn wenn etwa ein Baum seine Krone entwickelt, nimmt er zahllosen anderen Pflänzchen das lebensnotwendige Licht und sie sterben ab. Lebensnotwendiges kann nicht böse sein!
  32. 32Wie geht Albert Schweitzer mit dem Einwand gegen seine Ethik – sie sei nicht lebbar, um?Albert Schweitzer lässt keine intellektuelle Lösung der Problematik des
    Schuldigwerdens zu.
    „Die Wahrheit einer Weltanschauung hat sich darin zu erweisen, dass das geistige Verhältnis zum Sein und zur Welt, in das wir durch sie kommen, innerliche Menschen mit tätiger Ethik aus uns macht.“
  33. 33Was meint Albert Schweitzer, wenn er sagt: „Das gute Gewissen ist eine Erfindung des Teufels“?Er meint damit, dass diese Empfindung uns im Bezug auf selbstkritisches, ethisches Hinterfragen unserer Handlungen desensibilisiert.
    Es ist also jedem von uns auferlegt, im Einzelfall zu entscheiden, ob wir vor der unausweichlichen Notwendigkeit stehen, Leiden zu verursachen, zu töten und uns damit abzufinden, dass wir, eben aus Notwendigkeit, schuldig werden.
    Mit dem guten Gewissen kommt die Ethik zum Stillstand. Nur ein waches Gewissen kann sich weiter entwickeln.
  34. 34Was ist die Folge für das Handeln, wenn man kein gutes Gewissen zulässt?Man erhält den Nährboden für ethisch vertretbare Handlungen.
    Die tätige Ethik hat sich im praktischen Leben ständig zu bewähren.
  35. 35Wie wird „sustainable development“ definiert?Sustainable development = tragfähige oder zukunftsfähige Entwicklung
  36. 36Was versteht man unter Nachhaltigkeit?Als nachhaltig bezeichnet man eine Form der Nutzung eines natürlichen Vorkommens die die Kapazität ihrer Reproduktionsfähigkeit nicht überschreitet und somit eine langfristige Nutzung auf eben diesem Niveau ermöglicht.
  37. 37Welcher umweltethischen Position entspricht „sustainable development“?zielt auf künftige menschliche Generationen ab→ anthropozentrisch ??
  38. 38Was macht die „Sonderstellung“ des Menschen aus?Diese Vorrangstellung wird oft damit begründet, dass die Natur keine Idylle sei, sondern ein gnadenloser Kampf ums Überleben herrsche. Es sei daher ganz „natürlich“ wenn der Mensch gegenüber den anderen Lebewesen rücksichtslos seine eigenen Interessen verfolge.
  39. 39Welche angeborenen Verhaltensmuster behindern umweltethisches Handeln? + 2 BeispieleKonkurrenzverhalten:
    Es liegt in der Natur des Menschen in Konkurrenz mit anderen Arten zu Leben. Motivation einer Handlung ist meist der eigene Vorteil.
    Dies kann in vertretbarer „Eigennützigkeit“ aber auch in blankem, rücksichtslosem
    Egoismus Ausdruck finden.
    Dieses Verhaltensmuster führt dazu, dass Eigeninteressen oft von höherem Interesse sind als die Schonung der Umwelt.
    Rangordnung:
    Als Kleingruppenwesen ist der Mensch stets bedacht eine möglichst hohe Stellung innerhalb seiner Gruppe zu erlangen. Da sich das Rang-Risiko-Verhältnis verschoben hat, jedoch das Rangordnungstreben nach wie vor das menschliche Verhalten bestimmt, haben sich die Gefahren für sie Umwelt immens erhöht.
  40. 40Welche Hemmnisse stehen einer „zukunftsfähigen“ Entwicklung entgegen? Geben Sie je 2 Hemmnisse auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene an.Persönlich:
    − Der Mensch ist nur bedingt fähig diffuse Bedrohungen wahrzunehmen.
    − Menschen denken in linearen Strukturen → Natur ist ein komplexes System, dass
    auf mannigfaltigen Wirkungszusammenhängen basiert!
    Gesellschaftlich:
    − Steigende Bevölkerungszahlen erhöhen die Belastung der natürlichen Systeme
    − Konsum als Lebensinhalt tagtäglich von Wirtschaft propagiert
  41. 41Beschreiben Sie an einem Beispiel, was man unter einem „Problemmultiplikator“ versteht.Manche Formen der Technik bringen unmittelbar erkennbare Lösungen,
    schaffen aber langfristig einen „Rattenschwanz“ von Folgeproblemen.
    Solche Techniken kann man als „Problemmultiplikatoren“ bezeichnen.
    Beispiele: industrielle Landwirtschaft, Atomkraft, Assuan Staudamm
  42. 42Beschreiben Sie an einem Beispiel, was man unter einem „Lösungsmultiplikator“ versteht.Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und Materialeffizienz kann man als Lösungsmultiplikatoren betrachten.
    Alternativen passen oft gut zueinander, ergänzen und fördernd einander.
    Beispiel:
    Kleinräumige, ökologische Landwirtschaft passt gut zur Nutzung der Sonnenenergie, zu Naturschutz, Gesundheitsvorsorge und Umweltschutz im weitesten Sinne.
    Alternativen sind verhältnismäßig klein, verhältnismäßig einfach, billig und „gewaltlos.“
  43. 43Was versteht man unter „struktureller Macht“?Ethisches Verhalten geht von Einzelpersonen aus, unethische, zerstörerische Vorgaben hingegen werden von mächtigen Organisationen bzw. Strukturen diktiert.
    Individuelle Verantwortung steht machtvoller organisierter Verantwortungslosigkeit gegenüber.
    → Industrie ist am Profit orientiert. In ihrem Verhalten ein moralisches Kalkül zu
    erwarten, ist genauso hoffnungslos wie die Aussicht, eine Maschine lächeln zu
    sehen.
  44. 44Was versteht man unter Kostenwahrheit?Die Zurechnung der Folgekosten zu einer Ware (Anwendung des Verursacherprinzips).
    Damit wird ein richtiger Preisanreiz ermöglicht und die Wettbewerbsverzerrung zwischen Umweltschädigenden und umweltverträglichen Gütern oder Dienstleistungen beendet.
  45. 45Welche menschlichen Eigenschaften erschweren bzw. behindern verantwortliches Handeln ?Konkurrenzverhalten, Rangordnungsverhalten, Egoismus, Habgier, Eitelkeit,
    Dummheit, Eifersucht, Neid
  46. 46Was bedeutet Freiheit der Wissenschaft?Die Freiheit der Wissenschaft ist in den Grundrechten verankert und bedeutet das Verfolgung oder Bestrafung als Folge einer wissenschaftlichen Tätigkeit als nicht zulässig gelten.
    Die Freiheit der Wissenschaft muss dort begrenzt werden, wo ihre Methoden und Ergebnisse mit den Grundrechten der Menschen in Widerspruch treten.
    Der Begriff „Freiheit“ ist nicht eindeutig.
    Heute versteht man Freiheit häufig im Sinne von schrankenlos.
  47. 47Was versteht man unter „wertfreier“ Wissenschaft?Die Bewahrung der Unabhängigkeit gegenüber institutionellen bzw. eigenen Interessen. Wissenschaft sollte sich an der Erforschung der Wahrheit orientieren.
  48. 48Was versteht man unter Wertorientierung der Wissenschaft?„Wertinteressen sind es, welche auch der rein empirisch wissenschaftlichen
    Arbeit ihre Richtung weisen.“ (Max Weber)
    Dies bedeutet, dass sich wissenschaftliche Arbeit nicht von der jeweiligen Werthaltung
    des Forschenden trennen lässt. Da jede vom Menschen getätigte Handlung bewusst
    oder unterbewusst durch eben diese Sichtweise bestimmt wird.
  49. 49Welche Rationalitätsebenen unterscheidet Max Weber?1:Richtigkeitsrationalität,
    2:Zweckmäßige,
    3: Wertrationalität (liegt außerhalb der Wissens. Von Kultur&Religion=)
  50. 50Mit welcher Begründung kann man heute die Wertrationalität in die empirische Wissenschaft einbeziehen?Um den Anspruch der Wertrationalität zu erfüllen ist es von Nöten sich über seine eigene Werthaltung bewusst zu werden und diese ständig kritisch zu hinterfragen.
    Nach Max Weber liegt die Wertrationalität außerhalb der empirischen Wissenschaft. Er
    sieht keinen Weg für eine rationale Verständigung über Wertideen, da diese nicht von
    allgemeiner Gültigkeit, sondern nur subjektiv gültig sind.
  51. 51Ist die Menschheit vom Aussterben bedroht?Nein! Nur die lebensfreundlichen Bedingungen werden immer weiter zurückgedrängt.
  52. 52Erklären Sie das Konzept vom „ökologischen Fußabdruck“.Dabei wird für den Verbrauch von Nahrung, Material und Energie die ökoproduktive
    Fläche berechnet, die zur nachhaltigen Deckung dieser Bedürfnisse erforderlich wäre.
  53. 53Worin liegt die Bedeutung des Konzepts vom „ökologischen Fußabdruck“?Das Konzept zeigt auf, dass die Kapazität unseres Planeten in manchen Bereichen
    bereits ausgelastet bzw. längst überlasten ist.
  54. 54Was versteht man unter „neoliberal“?Darunter wird eine Wirtschaftform verstanden die sich auf die Fahnen schreibt den Mittelweg zwischen reinem Kapitalismus und Sozialismus zu suchen.
    Demnach sind Eingriffe in die Wirtschaft nur dann gerechtfertigt und notwendig, wenn sie beispielsweise Marktverzerrungen durch Monopole oder Kartelle verhindern.
  55. 55Was versteht man unter „militärisch-industriellem Komplex“ und inwiefern ist dieser umweltethisch relevant?Eisenhower hat den Begriff „militärisch-industrieller Komplex“ geprägt.
    Eine kleine Minderheit der Menschheit beansprucht den Löwenanteil der Ressourcen für sich, wird immer reicher, die wachsende Mehrheit hingegen immer ärmer und elender.
    Die Reichen sind gewillt, ihre Festung mit Waffengewalt gegen die Armen zu
    verteidigen, eine Entwicklung, die früher oder später in Katastrophen enden muss.
  56. 56Was versteht man unter der „unsichtbaren Hand“ die das allgemeine Wohl vermehrt?Die Theorie der unsichtbaren Hand beschreibt regelmäßige Änderungen in chaotischen oder zufallsbedingten ("selbstorganisatorischen") Systemen, so dass diese sich verhalten, als seien sie von einer unsichtbaren Hand gesteuert.
  57. 57Charakterisieren Sie eine zukunftsfähige Energieversorgung der Menschheit.Als zukunftsfähig können Energienformen nur angesehen werden, wenn deren
    Erschöpfung auch bei weiterer Bedarfsteigerung nicht unmittelbar bevorsteht. Demnach sind die so genannten „unerschöpflichen Ressourcen“ wie Wind und Sonnenenergie einer solchen Versorgung entsprechend. Fossile Brennstoffe und die Uran abhängige Atomkraft fallen nicht in diese Kategorie.
  58. 58Ist die industrielle Landwirtschaft zukunftsfähig?Die industrielle Landwirtschaft bringt zwar kurzfristig höhere Erträge, birgt jedoch
    langfristig eine Vielzahl von Problemen in sich. Solche mit „Rattenschwanz“
    versehenen technischen Errungenschaften nennt man auch „Problemmultiplikatoren“.
  59. 59Worin besteht das Bevölkerungsproblem?Die Belastung der Ökosphäre wächst mit der Ansprüchen und der Zahl der Menschen und hat in mancher Hinsicht bereits die Grenzen der Tragfähigkeit erreicht oder überschritten.
  60. 60Was versteht man (mit E. F. Schumacher) als Technik und Wirtschaft nach Menschenmaß ?Sie soll als Werkzeug dienen, Zwecke zu erfüllen, ohne Selbstzweck zu werden.
    Technik soll Probleme lösen, möglichst ohne neue Probleme zu schaffen und sich forciert in Richtung nachwachsender Rohstoffe orientieren.
    Das entscheidende Kriterium zur Technikbewertung ist die Zukunftsfähigkeit!
  61. 61Was sind wichtige Bewertungskriterien für Technik?Technik soll Probleme lösen, möglichst ohne neue Probleme zu schaffen und sich forciert in Richtung nachwachsender Rohstoffe orientieren.
    Das entscheidende Kriterium zur Technikbewertung ist die Zukunftsfähigkeit!
  62. 62Geben Sie ein Beispiel für eine umweltethisch nicht zu verantwortende Technik und begründen Sie es.Kerntechnik:
    1. Endlagerfrage
    --Zwischenlager nicht sicher, verseuchen die Umwelt, belasten unsere Ur-Ur-Ur-enkel
    --Transport dahin ist auch gefährlich
    --Zwischenlagerkapazitäten ausgereizt → Lagerung auf Werksgeländen
    2. Kosten
    -- nicht billiger als der angeblich "hoch-subventionierte öko-strom"
    --Werke, Lager, Transport und Sicherheit verschlingen Unsummen
    3. Gefährdung
    --Unfälle (Kühlsystemausfälle, menschl. Versagen)
    Gentechnik:
    Die Gefahren für die Umwelt sind noch nicht abschätzbar.
    Werden gentechnisch veränderte Pflanzen ins Freiland ausgesetzt, kann nicht verhindert werden, dass sich diese mit Wildpflanzen kreuzen. Die Folgen eines solchen Gentransfers und der unkontrollierten Ausbreitung der Gentechnik-Pflanzen sind nicht kalkulierbar.
  63. 63Geben Sie ein Beispiel für eine umweltethisch zu verantwortende Technik und begründen Sie es.Erneuerbare Energieerzeugung:
    Aus umweltethischer Perspektive sind erneuerbare Energien vertretbar, da sie selbst-
    regenerierende Ressourcen zur Erzeugung von Elektrizität nutzen, anstatt die Ausbeutung der Natur zu unterstützen.
  64. 64Was versteht man unter einer „sozialen Falle“? Geben Sie ein Beispiel.Die Freiheit des Einzelnen, für sich einen immer größeren Nutzen aus dem
    Gemeinschaftsgut zu ziehen, führt unvermeidlich zu Übernutzung und Raubbau.
    Beispiel:
    Raubbau an den marinen Ressourcen, der systematisch Art für Art an den Rand des Aussterbens bringt. Was für die Welt als Nahrungslieferant gilt, gilt auch für die Welt ans „Abfallkübel“, für die Verschmutzung der freien Güter Luft, Wasser, Boden.
  65. 65Was ist die Problematik der Beschleunigung des „Fortschritts“?Der immer schneller werdende Fortschritt, macht es immer schwerer,
    aus Fehlern zu lernen und gegenzusteuern. Dies kann speziell bei „Risiko-Technik“ fatale Folgen haben
  66. 66Geben Sie ein Beispiel der Synergie „zukunftsfähiger“ Alternativen.Ein erfreuliches Ergebnis, das die Alternativbewegung zeigte, war die Einsicht, dass die in verschiedenen Lebensbereichen entwickelten Alternativen gut zueinander passen und einander fördernd ergänzen.
    Beispiel:
    Kleinräumige, dezentrale, ökologische Landwirtschaft passt gut zur Nutzung der
    Sonnenenergie, zu Naturschutz, Gesundheitsvorsorge und Umweltschutz im weitesten Sinne.
  67. 67Was ist der Unterschied zwischen Wirklichkeit und Realität?Wirklichkeit ist Ansichtsache!
    Der Glaube es gäbe nur eine Wirklichkeit ist eine gefährliche Selbsttäuschungen!
    Es ist vielmehr so, dass es zahllose Wirklichkeitsauffassungen gibt, die sehr widersprüchlich sein können, die alle das Ergebnis von Kommunikation und nicht der Widerschein ewiger, objektiver Wahrheiten sind.“
    Es ist sinnvoll, zwischen Wirklichkeit und Realität zu unterscheiden.
    Der Prüfstein für die (selbst geschaffene) Wirklichkeit, in der wir leben, ist ihre Konfrontation mit der Realität.
  68. 68Was versteht man unter Wahrheit?An der Auffassung, es gäbe eine, für alle Menschen erkennbare Wahrheit, ist
    durchaus Zweifel angebracht. Menschen leben in unterschiedlichen Wirklichkeiten.
    Trotzdem ist die Suche nach „Wahrheit“ nicht aussichtslos, wenn sie kritisch betrieben wird.
  69. 69Was ist das Realitätsprinzip?Unter Realitätsprinzip versteht man die bereits im Kindesalter wachsende Einsicht, dass die Welt sich nicht nach unseren Wünschen oder Vorstellungen richtet,
    sondern dass es unvermeidlich ist sich an sie anzupassen.
  70. 70Was versteht man unter „kognitiver Dissonanz“?Zustand innerer Spannung aufgrund sich widersprechender Erfahrungen und
    Einstellungen.
    Nach einer Entscheidung für etwas, werden im Nachhinein in Erfahrung gebrachte, negative Aspekte verdrängt, um das innere Gleichgewicht zu erhalten.
  71. 71Was versteht man unter „Urvertrauen“?Das „Urvertrauen“ entwickelt sich im Kind durch die verlässliche, durchgehaltene, liebende und sorgende Zuwendung der Eltern (Mutter, Bezugsperson ...).
    Es geht dabei darum, ob der Säugling überhaupt lernt, Vertrauen auf irgendetwas zu entwickeln (also "Vertrauen in Vertrauen").
    Jeder Mensch entwickelt in den ersten Lebensmonaten und -jahren ein Gefühl dafür, welchen Situationen und Menschen er vertrauen kann, und welchen nicht.
    Dieses Urvertrauen wie auch das Urmisstrauen ist für die Entwicklung von Beziehungen zu anderen Menschen und für die Charakterbildung maßgeblich.
  72. 72Was versteht man unter den Kategorien des Denkens, die bereits „a priori“, d.h. vor jeder Erfahrung vorhanden sind?Der Mensch ist aufgrund seiner Entwicklung nicht fähig außerhalb seiner geistigen Grenzen zu denken. Diese sind: Raum, Zeit und Kausalität (Kausalität (lat. causa „Ursache“) ist die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung oder „Aktion“ und „Reaktion“)
  73. 73Was versteht man unter „linearem“ Denken und was sind häufige Folgen davon? Geben Sie ein Beispiel.Der Mensch hat sich angewöhnt in systematischen Strukturen zu Denken.
    Da wir vielfach linear denken und selten vernetzt, haben wir die Tendenz - im Problemfall - gleich in Lösungskategorien zu denken, um somit das Problem rasch hinter uns zu bringen. Wir riskieren jedoch Pseudolösungen zu finden, da wir der Komplexität der Problematik - also den einem Problem innewohnenden Fragen - nur selten gerecht werden.
  74. 74Was versteht man unter Reduktionismus? Geben Sie ein Beispiel.Technisches Denken tendiert zum Reduktionismus, zu der Vernachlässigung der aus der Betrachtung zunächst ausgeblendeten Komplexität der Lebensvielfalt.
    Beispiel:
    Wasserkraftwerke werden erbaut, eventuelle Folgen für die umliegenden Biotope und Lebensräume werden von Energiewirtschaft kaum berücksichtigt.
  75. 75Was versteht man unter Humanität?Der Gedanke der Humanität umfasst die prinzipielle Gleichheit aller Menschen jeder Herkunft und Geschlecht, die allgemeine Menschenwürde und den Pazifismus (die Ablehnung des Angriffskrieges). Im weiteren Sinn beinhaltet Humanität auch religiöse und politische Toleranz und Achtung vor dem Mitmenschen und seine Überzeugungen.
  76. 76Was bedeutet die Ethik der Mitgeschöpflichkeit für die Humanität?Menschlichkeit darf sich nicht auf Rücksichtnahme gegenüber Menschen
    beschränken, sonst hat sie das Niveau des Art-egoismus, der im Tierreich besteht,
    noch nicht überwunden.
  77. 77Kriege hat es immer gegeben, Kriege wird es daher auch immer geben! Stimmen Sie dieser Aussage zu? Begründen Sie Ihre Meinung.Konflikte hat es immer gegeben und wird es immer geben! Obwohl immer mehr Menschen sich für die humane Austragung dieser Konflikte aussprechen, ist die gewalttätige Auseinandersetzung allgegenwärtig (zb.Terrorakte weltweit, IS, ).
  78. 78Welche konkreten Möglichkeiten bestehen, um künftig Kriegen vorzubeugen?Abbau des nationalistischen Denkens → Grenzen bringen Differenzen!
    Gemeinsames der Religionen betonen → viele Werte überschneiden sich
    Natürlich ist es, vor allem in strukturschwachen Ländern, wichtig die
    Lebensumstände der Menschen zu verbessern, da schlechte soziale Verhältnisse
    Aggressionen in sich bergen. Dies sollte von den Industriestaaten
    als Herausforderung angesehen werden.
  79. 79Beschreiben Sie kurz das Experiment von Stanley Milgram und erklären Sie seine Konsequenzen für die Umweltethik.In einem Gehorsamsverhältnis zum Versuchsleiter konnten Versuchspersonen dazu gebracht werden anderen Personen lebensbedrohende Elektroschocks zu verabreichen, die, was sie aber nicht wussten, allerdings nur simuliert waren.
    Für die Umweltethik bedeutete dies, dass der Schutz der Umwelt nur dann funktionieren kann, wenn Medien und Politik diese zumindest teilweise unterstützen und das Volk nicht dazu trimmt Natur als belanglos zu betrachten.
  80. 80Beschreiben Sie kurz das Experiment von Solomon Asch und erklären Sie seine Konsequenzen für die Umweltethik.Versuchteilnehmer bringen es nicht fertig, zu ihrer eigenen Meinung zu stehen, wenn diese von der Gruppenmeinung abweicht → Konformismus.
    Für die Umweltethik bedeutet dies, dass Gruppendynamik ein wichtiger Faktor zur Durchsetzung umweltethische Ziele darstellt.
    Umso mehr Leute davon überzeugt sind, dass Natur schützenswert, desto mehr bislang unsensibilisierte Personen schließen sich dieser Geisteshaltung an.
  81. 81Was versteht man unter Gewaltlosigkeit?Das christliche Gebot: „Liebe Deine Feinde“ ist eine wesentliche Grundlage des Prinzips der Gewaltlosigkeit, das zwar schwierig zu verwirklichen ist, dem aber im Kampf um eine Lebenswerte Welt Vorrang gegenüber Gewalt jeder Art zukommt.
  82. 82Ist die Atomkraft eine „CO2-freie“ Energiequelle, die einen Ausweg aus der Klimaproblematik ermöglicht? Begründen Sie Ihre Meinung.Nein. Die Prozesskette der Atomenergie ist sehr aufwendig: Sie beginnt mit der Förderung von Uranerz, führt über die Uranaufbereitung zur extrem energieintensiven Urananreicherung und schließlich zur Brennelementfertigung. Überall wird Energie verbraucht und damit CO2 emittiert. Wissenschaftler haben einen Wert von insgesamt 54g CO2 pro kWh Atomstrom errechnet.
  83. 83Was ist der Unterschied zwischen Eigennutz und Egoismus?Der Mensch handelt zumeist eigennützig. Eigennutz darf jedoch nicht mit Egoismus (Selbstsucht) verwechselt werden. Eigennutz ist mit Gerechtigkeit vereinbar, Egoismus nicht.
  84. 84Was ist der Unterschied zwischen Bedürfnissen und Ansprüchen?Es ist sinnvoll, zwischen Bedürfnissen und Ansprüchen zu unterscheiden.
    Bedürfnisse haben natürliche Grenzen. Ansprüche lassen sich aber beliebig steigern.
  85. 85Was sind nach Hans Jonas die beiden Pflichten der Zukunftsethik?Die erste Pflicht besteht darin, sich ein Bild über mögliche Fernwirkungen technischer
    Aktion zu machen.
    Die zweite, noch schwieriger zu erfüllende Pflicht besteht darin, in sich ein dafür angemessenes Gefühl zu erwecken.
  86. 86Warum ist das Gefühl in der Ethik so wichtig?Unsere Handlungen sind viel mehr vom Gefühl und weniger von der Vernunft bestimmt als wir glauben. Nur wenn wir imstande sind, in uns starke Gefühle zu wecken, die dem Leid entsprechen, das unsere Generation etwa mit dem Einfluss auf das Klima künftigen Menschen zufügen kann, entsteht eine ausreichende Motivation, sich heute verantwortungsvoll zu verhalten.
  87. 87Was meint Hans Jonas mit einem Vorrang der Unheilsprognose?Im Umgang mit Risikotechnik oder ganz allgemein bei potentiell folgenschweren Unternehmungen ist im Sinne der Verantwortungsethik und dem Sicherheitsprinzip die Frage nach den schlimmsten möglichen Folgen zu stellen.
    Diese nicht auszuschließenden negativen Folgen sind dann gegen die erwarteten
    Vorteile des Unternehmens abzuwägen.
  88. 88Was versteht man unter ganzheitlicher Ökologie?Der Mensch hat nicht nur biologische Umweltbezüge, die im Rahmen einer
    Biologie untersucht werden könnten, er hat darüber hinaus gesellschaftliche, politische und seelisch-geistige Bezüge zu seiner Umwelt.
    Die Ökologie erfuhr mit der Humanökologie einen tief greifenden Bedeutungswandel
    zu einer umfassenden System- oder Beziehungswissenschaft.
  89. 89Was versteht man unter Tragfähigkeit (carrying capacity) eines Ökosystems?Tragfähigkeit der Erde ist diejenige Menschenmenge eines Raumes, die in diesem unter Berücksichtigung des dort erreichten Kultur- und Zivilisationsstandes auf agrarischer, natürlicher oder gesamtwirtschaftlicher Basis unter Wahrung eines bestimmten Lebensstandes auf längere Sicht leben kann.
  90. 90Welche Ursachen der Umweltkrise sind auf die biologische „Grundausstattung“ des Menschen zurückzuführen?Konkurrenzverhalten:
    Es liegt in der Natur des Menschen in Konkurrenz mit anderen Arten zu Leben. Motivation einer Handlung ist meist der eigene Vorteil.
    Dies kann in vertretbarer „Eigennützigkeit“ aber auch in blankem, rücksichtslosem
    Egoismus Ausdruck finden.
    Dieses Verhaltensmuster führt dazu, dass Eigeninteressen oft von höherem Interesse sind als die Schonung der Umwelt.
    Rangordnung:
    Als Kleingruppenwesen ist der Mensch stets bedacht eine möglichst Stellung innerhalb seiner Gruppe zu erlangen. Da sich das Rang-Risiko-Verhältnis verschoben hat, jedoch das Rangordnungstreben nach wie vor das menschliche Verhalten bestimmt, haben sich die Gefahren für sie Umwelt immens erhöht.
  91. 91Welche Konsequenzen würden sich aus einer Anwendung des Verursacherprinzips auf den Bereich der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion ergeben?Die Umsetzung dieses Prinzips würde bedeuten, dass die Verursacher und nicht wie üblich die Betroffenen die Kosten umwelt- u. gesundheitsschädlicher Handlungen zu tragen haben.
    Gentechnik liegt im Interesse der Agrarkonzerne und nicht der Menschen. Deshalb sollten auch diese den Preis für aus ihrer Gewinnsucht resultierenden Folgeschäden tragen.
  92. 92Welche ökologischen Grenzen sind bei der Nutzung „erneuerbarer“ Energie zu beachten? Geben Sie ein Beispiel.Bei der Nutzung alternativer Energien müssen die Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit berücksichtigt werden.
    Beispiel:
    Bei der Nutzung der Wasserkraft ist darauf zu achten, dass die transversale Verbindung zwischen Fließgewässer und Umland zumindest einigermaßen erhalten bleibt. Anhand des Assuan-Stausees lässt sich unschwer erkennen, dass sonst Multiplikatoreffekte enormen Ausmaßes entstehen können.
  93. 93Massentierhaltung ist Tierquälerei! Stimmen Sie zu oder nicht? Begründen Sie Ihre Meinung.Laut Kant hat der Mensch nicht nur Pflichten gegenüber der Natur, sondern in Ansehung der Natur auch gegenüber sich selbst.
    Die Rücksicht des Menschen auf seine Würde als Mensch und die daraus resultierenden Pflichten verbieten es ihm, die Natur und insbesondere andere Lebewesen inhuman zu behandeln.
    Wem von uns würde es schon behagen mit 2000 anderen Artgenossen in einer Halle zusammengepfercht auf unseren nahenden Tod zu warten (Konzentrationslager)?
  94. 94Was ist ein Fanatiker, was ein Zyniker?Fanatiker:
    Menschen, die das Realtätsprinzip ignorieren und in Verfolgung ihrer Überzeugungen „mit dem Kopf durch die Wand“ wollen, werden als Fanatiker bezeichnet.
    Zyniker:
    Zumeist ein ehemaliger Idealist, der am Realitätsprinzip gescheitert ist und es seither verabsolutiert. Er hat nur mehr Spott und Hohn für Idealisten übrig, die glauben, die Welt positiv verändern zu können.
  95. 95Wo liegt Ihrer Meinung nach der Sinn des menschlichen Lebens?Laut Viktor Frankl ist die Sinnsuche an sich lebensnotwendig. Jeder Mensch ob in
    einer Wellblechhütte am Hungertuch nagend oder in einem Palast residierend, ja
    selbst in einem Konzentrationslager, ist darauf angewiesen einen wenn auch noch so
    abstrakten „Lebenssinn“ zu definieren, zu erhalten oder neu zu Formen.
    Es gibt immer einen Grund zu Leben, man muss ihn nur finden bzw. die Augen öffnen
    um ihn erkennen zu können (Zitat Frankl)!

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Karteikarten am Umweltethik, erstellt von Anna Mayer am 14/04/2015.
Erstellt von
Anna Mayer
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