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Karteikarten

Klafki, Epochaltypische Schlüsselprobleme

Lisza Neumeier Professionalität und Schule Englisch 5,0Durchschnittliche Bewertung 5,0 von 5 (1 Bewertung) 21 Karten 1.952 Aufrufe

Karten in diesem Stapel (21)

  1. 1Worum geht es in der 5. Bestimmung zu Klafkis „neuem“ Allgemeinbildungskonzept?Epochaltypische Schlüsselprobleme und wie diese im Unterricht durchgenommen werden sollen (Epochalunterricht); Allgemeinbildung bedeutet in dieser Hinsicht, ein geschichtlich vermitteltes Bewusstsein von zentralen Problemen der Gegenwart und - soweit voraussehbar - der Zukunft zu gewinnen, Einsicht in die Mitverantwortlichkeit aller angesichts solcher Probleme und Bereitschaft, an ihrer Bewältigung mitzuwirken.
  2. 2Was versteht Klafki unter dem Begriff „epochaltypischer Schlüsselprobleme“ und wie begründet er diese als Kern eines Allgemeinbildungskonzepts?Ein geschichtlich vermitteltes Bewusstsein von zentralen Problemen der Gegenwart & Zukunft zu gewinnen, die Mitverantwortlichkeit erkennen & die Bereitschaft haben, an ihrer Bewältigung mitzuwirken; epochaltypische Schlüsselprobleme sind der Kern der Allgemeinbildung (Kanonproblem), da es nicht nur darum geht, sondern auch
  3. 3Welche Schlüsselprobleme nennt er und wie begründet er seine Auswahl?Friedensfrage, Umweltfrage, Gesellschaftlich produzierte Ungleichheit, Gefahren/Möglichkeiten neuer technischer Steuerungs-, Informations- und Kommunikationsmethoden , Ich-Du-Beziehungen
  4. 4FriedensfrageVernichtungspotential der Menschheit ist sehr hoch, daher muss man eine Friedenserziehung anstreben; einerseits muss man die makrosoziologischen und makropolitischen Ursachen
  5. 5UmweltfrageFrage nach der Zerstörung/Erhaltung der natürlichen Grundlage menschlicher Existenz & der Verantwortlichkeit & der Kontrollierbarkeit wissenschaftlich-technologischer Entwicklungen; Problembewusstsein der Erschöpfung natürlicher Ressourcen muss entwickelt werden, der Konsum eingeschränkt und die Entwicklungen müssen einer demokratischen Kontrolle unterliegen
  6. 6Gesellschaftlich produzierte Ungleichheitsoziale Klassen vs. soziale Schichten (Männer vs. Frauen, Migranten vs. Einheimische, Dritte Welt vs. Reiche Länder…)
  7. 7Gefahren/Möglichkeiten neuer technischer Steuerungs-, Informations- und Kommunikationsmediengestufte, kritische informations- und kommunikationstechnologische Grundbildung soll erfolgen; geht immer mit der Reflexion überein, die mit der Wirkung der Menschen über die möglichen sozialen Folgen des Einsatzes solcher Medien und deren Missbrauch verbunden ist
  8. 8Ich-Du-BeziehungSpannung zwischen individuellem Glück, zwischenmenschlicher Verantwortung & der Anerkennungen Anderer
  9. 9Was heißt laut Klafki Allgemeinbildung im Blick auf epochaltypische Schlüsselprobleme?Dass sich jeder Mensch auf den verschiedenen Stufen des Bildungsweges mindestens mit einem oder mehreren dieser epochaltypischen Schlüsselprobleme auseinandersetzt. Es geht dabei darum, ein Problembewusstsein zu gewinnen und sich nicht nur auf die eigene Position festzulegen, die Überzeugungen jedoch argumentativ zu vertreten und sie gleichzeitig immer für Kritik offenzuhalten.
  10. 10Welche grundlegenden Einstellungen und Fähigkeiten nennt Klafki, die durch die Auseinandersetzung mit epochaltypischen Schlüsselproblemen angeeignet werden sollen, deren Bedeutung aber über diese Bereiche hinausgeht?Kritikbereitschaft, Argumentationsbereitschaft, Empathie, Vernetztes Denken
    --> Diese 4 Fähigkeiten setzen zum einen inhaltliche (kognitives) Einsichten (Wissen) voraus, zum anderen emotionale Betroffenheit/Erfahrung, moralische/politische Verantwortung und Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit
  11. 11Kritikbereitschaftnach der Überzeugungskraft und den Grenzen fremder und eigener Begründungen für eine Position fragt und einen akzeptierten, selbstentwickelten Standpunkt für weitere Prüfungen offenhält
  12. 12Argumentationsbereitschafteigene Position/Kritik im Zusammenhang eines Gesprächs mit anderen so einbringen, dass der/die Andere die eigene Position versteht und ihnen eine kritische Prüfung dieser möglich ist
  13. 13EmpathieSituation aus der Position jeweils anderer von der Sache Betroffenen sehen können
  14. 14Vernetztes DenkenZusammenhangsdenken entwickeln, das die ökonomischen, politischen… Verflechtungen innerhalb einer Gesellschaft und der weltweiten Wirkungszusammenhänge im Blick hat
  15. 15ie charakterisiert er die (welt-)gesellschaftliche Lage und welche „aktuellen“ Entwicklungen spricht er an? Sind diese Darstellungen Ihrer Einschätzung nach noch immer aktuell und zutreffend und wie können Sie dies begründen?• Friedensfrage: ABC-Waffen (heute eher Atomwaffen, trotzdem allgegenwärtig); Golfkrieg (Golfkrieg beziehungsweise Abrüstung nicht mehr aktuell, aber ein allgemeiner Weltfrieden ist auch immer noch nicht hergestellt);
    • Umweltfrage: die Gesellschaften der 1. Welt sind hochtechnisiert und –industrialisiert (so, wie er es vorhergesehen hat); eklatante Ungleichheit zwischen den verschieden industrialisierten Ländern immer noch allgegenwärtig und gefährden ständig den Frieden
    • Gesellschaftlich produzierte Ungleichheit: Macht- & Wohlstandsungleichheit als sein sogenanntes „eklatantestes“ Beispiel existiert in dieser Form immer noch!!
  16. 16Welche praktischen Konsequenzen zieht Klafki aus seinem Konzept epochaltypischer Schlüsselkompetenzen? Wie und mit welchen Argumenten beurteilen Sie seine Vorschläge für die Praxis und ihre Begründung?Problemunterricht (45 mim takt, dann welchsel) ist blöd! Epochalunterricht soll her! Vormittag und Nachmittag; einzelne Themenstd länger und diese dann nach Problemunterricht
  17. 17Problemunterricht im Sinne der 4 Unterrichtsprinzipien von Klafki1) Exemplarisches Lehren und Lernen
    2) Methodenorientiertes Lernen
    3) Handlungsorientierter Unterricht
    4) Verbindung von sachbezogenem und sozialem Lernen
  18. 18Exemplarisches Lehren und LernenGestaltung des Unterrichts, in dem SchülerInnen sich jeweils an wenigen, in ihrem Erfahrungsbereich liegenden oder in ihm einzuführenden Beispielen das Verständnis mehr oder minder verallgemeinerbarer Prinzipien, Einsichten, Gesetzmäßigkeiten, Zusammenhänge erarbeiten können. Erst im Bezug zum exemplarischen Lehren und Lernen wird orientierender Unterricht sinnvoll.
  19. 19Methodenorientiertes Lernendie Aneignung von übertragbaren Verfahrensweisen des Lernens und Erkennens sowie der Übersetzung von Erkenntnissen in praktische Konsequenzen.
  20. 20Handlungsorientierter Unterrichtheute ,,praktisches Lernen''
    Es handelt sich um die Verknüpfung zweier Elemente: des praktischen Tuns und Herstellens, der szenischen Gestaltung, der Durchführung von Erkundungen und Befragungen innerhalb und außerhalb der Schule, des aktiven Einsatzes von Medien-Foto, Videoaufnahme, Tonband, Kassette-durch die Schüler selbst bis hin zur Durchführung von Praktika und von Projekten auf der einen Seite mit der reflexiven Verarbeitung un ersten Schritten der Verallgemeinerng und ERfahrenen und mit dem Entwurf weiterführeder Perspektiven auf der anderen.
  21. 21Verbindung von sachbezogenem und sozialem Lernen-das kooperierende Lernen in Partner- und Kleingruppen
    -die Fähigkeit, anderen sachgemäß bei Schwierigkeiten im Lernprozess helfen zu können; man muss allerdings zugeben, dass eine praktisch hilfreiche Didaktik für LehrerInnen, das Helfen zu Lehren, weitgehend erst erarbeitet werden muss.

Informationen

Beschreibung
Professionalität und Schule (Lernpfad 3: Klafki, Bildung im Medium des Allgemeinen. Epoch) Karteikarten am Klafki, Epochaltypische Schlüsselprobleme, erstellt von Lisza Neumeier am 14/11/2016.
Erstellt von
Lisza Neumeier
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Durchschnittliche Bewertung 5,0 von 5 (1 Bewertung)

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