Fichas
Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
Fichas del conjunto (33)
- 1Kodierung in dieser KategorieF1
Die dritte Stelle kodiert die verursachende Substanz, die vierte Stelle das klinische Erscheinungsbild
-Häufig Einnahme mehrerer Substanzen -ursächliche Substanz bei Konsultation im Fokus - 2Kategorien psychotroper SubstanzenF10 Alkohol
F11 Opioide
F12 Cannabinoide
F13 Sedativa und Hypnotika
F14 Kokain
F15 andere Stimulanzien, einschließlich Koffein
F16 Halluzinogene
F17 Tabak
F18 flüchtige Lösungsmittel
F19 multipler Substanzgebrauch - 3klinische Erscheinungsbilder: Das AbhängigkeitssyndromF1x.2
- 4klinische Erscheinungsbilder: Das EntzugssyndromF1x.3
- 5klinische Erscheinungsbilder: psychotische StörungF1x.5
- 6Begriff "Droge"Sammelbegriff für das Gehirn/ das Handeln beeinflussende Mittel
- 7"Drogenabhängigkeit"Zustand periodischer oder chronischer Vergiftung durch ein zentralnervös wirkendes Mittel -> seelische oder seelische&körperliche Abhängigkeit
- 8Seelische Abhängigkeitkaum bezwingbares Verlangen sich durch die psychotrope Substanz Entlastung zu verschaffen oder Genuss zu erleben
- 9Körperliche AbhängigkeitAnpassungszustand mit Toleranzsteigerung/ Dosissteigerung für dieselbe Wirkung, Abstinenzerscheinungen bei Absetzen oder weniger
- 10ToleranzsteigerungOrganismus gewinnt die Fähigkeit immer größere Mengen des Gifts zu "vertragen"
- 11KreutztoleranzToleranz gegen alle Präparate eines bestimmten Drogentypus
- 12Missbrauch (Abusus)Vorstufe der Abhängigkeit, Gebrauch in übermäßigen Dosen
- 13Zweckverschiebung eines MittelsVorstufe der Abhägigkeit, zB Schmerzmittel zur Euphorisierung
- 14PolytoxikomanieKonsum unterschiedlicher Drogen mit- oder nacheinander
- 15F1x.2 Abhängigkeitssyndrom DiagnoseWesentliches Merkmal: innerer Zwang zu konsumieren
- Diagnose sollte nur gestellt werden, wenn während des ganzen letzten Jahres drei oder mehr
Kriterin gleichzeitig vorhanden waren:
Starker Wunsch psychotrope Substanz zu konsumieren
Verminderte Kontrollfähigkeit des Beginns, der Menge und der Beendigung
Toleranz
Vernachlässigung von Interessen zugunsten des Konsum, erhöhter Zeitaufwand
Anhaltender Konsum trotz eindeutig schädlicher Folgen (z.B. depressive
Verstimmung, Organschäden etc.) - 16Abhängigkeitssyndrom weitere Unterteilung.20 gegenwärtig abstinent
.21 bis .23 gegenwärtig abstinent, in versch. Behandlungsformen
.24 gegenwärtiger Substanzgebrauch (aktiv abhängig)
.26 episodischer Substanzgebrauch (Dipsomanie) - 17F1x.3 Entzugssyndrom Symptome, Verlauf, diagnostische LeitlinienSymptome unterschiedlich (absoluter/ relativer Entzug)
Beginn und Verlauf: zeitlich begrenzt, abhängig von der Substanzart und Dosis
Kann durch Krampfanfälle kompliziert werden
- Diagnostische Leitlinien:
Indikator für das Abhängigkeitssyndrom!?
Nur dann als Hauptdiagnose, wenn Entzug der Grund für gegenwärtige Konsultation
Entzugssymptome werden bei Substanzgebrauch besser - 18F1x.5 psychotische StörungenSymptome, die während oder direkt nach Substanzgebrauch auftreten
- Halluzinationen, oft akkustisch
- Personenverkennung
Wahn oder Beziehungsidee
-Psychomotorische Störungen (Erregung oder Stupor)
Rückgang der Störung meist innerhalb eines Monats - 19Phasen der Suchtbehandlung1. Früh-/Kurzintervention
generelle, vom Störungsbild unabhängige Behandlungsmaßnahmen mit dem Ziel: Anregung zur Reflexion über eigenen Gesundheitszustand und Einleitung geeigneter Änderungsschritte
2. Akutbehandlung
Entgiftung
körperliche Entzugsbehandlung
Basisbehandlung psychischer Abhängigkeit
Behandlung akuter psychosozialer Krisen
Förderung der Motivation zur Abstinenz und ggf. zur Inanspruchnahme von
Postakutbehandlung
Diagnostik und Behandlung psychiatrischer & somatischer Begleiterkrankungen und harmreduction
3. Postakutbehandlung
Behandlung psychischer Funktionsstörungen (z.b. Umgang mit Suchtdruck)
Behandlung körperlicher Störungen
Aufarbeitung chronischer,psychosozialer Problemfelder - 20ICF in Anwendung bei Substanzmissbrauchbietet bei Diagnose und vor allem
Therapieplanung differenziertere Sicht
Kodierung ist in verschiedene Bereiche eingeteilt (z.B. Schädigung Körperfunktion, Teilhabe, Förderung und Barrieren in Bezug auf Umwelt)
Begrenzung auf 4 Konzepte: Alkohol, legale Medikamente, illegale Drogen & Tabak
psychisch: Missbrauchs-& Abhängigkeitssyndrom, Komorbidität
- medizinisch-biologisch: Intoxikation, Delir, Organschäden
- sozial: psychos
oziale Krisen - 21Biologisch-medizinische Therapieverfahren- Behandlung psychiatrischer Begleiterkrankungen
- Einsatz von Anticravingmitteln (Reduktion des Rückfallrisikos)
- Organstörungen und akute Intoxikationszustände werden behandelt - 22Psychotherapeutische VerfahrenEinstellungsänderung, Erkennen von Rückfällen & Folgeerkrankung,
Psychoedukation
-Erlernen von Strategien zur Rückfallvermeidung! - 23Kognitive VerhaltenstherapieImmer wieder auftretende, die Sucht verstärkende Kognition verändern
- Setzt motivationales Handeln voraus - 24Psychodynamische TherapieSucht als Symptom einer tieferliegenden psychischen Störung, eines Konflikts, Defizits
- „nur die Spitze des Eisbergs“ - 25Systemische TherapieDer Einzelne und seine Sucht als Ausdruck individueller Lebensentwicklung
- Fokus: Beitrag des sozialebn und familiären Kontextes - 26Soziotherapeutische und akzessorische VerfahrenUnterstützung beim eigeneständigen Wohnen, Alltagsstrukturiereung, Freizeitgestaltung, berufliche Integration
- Verschiedene Verfahren: Ergo-Sporttherapie, Entspannungsverfahren, Psychoedukation,
Besuch von Selbsthilfegruppen
- Einbeziehung von Angehörigen als Unterstützungssystem - 27Alkoholabhängigkeit, VerlaufEntwicklung bis zur Alkoholkrankheit: 6 bis 12 Jahre, bei jugendlichem Beginn 3 Jahre
1. Prodromalphase: zunehmend alleine trinken, Alkohol schmeckt nicht mehr, da
Entspannungs“medizin“, zunehmend misstrauisch und verteidigend,
Gedächtnislücken
2. Kritische Phase: erster Schluck löscht die Fähigkeit zum Aufhören (Kontrollverlust), Depression durch Selbstverachtung, Suizidversuch oder Gewalttätigkeit, ständige Suche nach
Alibi und Begründungen, psychosoziale Isolierung, körperliche Abhängigkeit mit
Folgeschäden
3. Chronische Phase: Morgendliches Trinken, durch Leberschäden werden schon kleine Mengen nicht mehr vertragen, kurze Abstinenz führt zu Anfällen und Psychosen, nur bei
Einsicht psychosomatischer Abhängigkeit ist Aufbau möglich - 28Alkoholabhängigkeit: Alpha-TypProblem-und Erleichterungstrinker
kein Kontrollverlust, Seelische Abhängigkeit - 29Alkoholabhängigkeit: Beta TypAnpassungs- und Gewohnheitstrinker
„mithalten“ wollen, wenig seelische, später
körperliche Abhängigkeit - 30Alkoholabhängigkeit: Gamma TypProzesstrinker
seelische und körperliche Abhängigkeit , Lebenserwartung um
12 Jahre verkürzt - 31Alkoholabhängigkeit: Delta TypSpiegel-Trinker, Alkoholspiegel erhöht sich langsam und schleichend
- 32Alkoholabhängigkeit: Epsilon-Typperiodischer Trinker
maskiert sich oft mit der Diagnose einer „phasischen Depression“ - 33Differenzialdiagnose Missbrauch von nicht psychotropen Substanzen (zB Scherzmittel)Zählt nicht zu F0
sondern F55
Información
- Descripción
- Psychologie Fichas sobre Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, creado por Anna V el 13/12/2017.
- Creado por
- Anna V
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