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2. Persönlichkeitspsychologie: Begriffe und Methodische Zugänge

arne.doebler Persönlichkeitspsychologie Bachelor Alemán 4,0Valoración media 4,0 de 5 (1 valoración) 35 fichas

Fichas del conjunto (35)

  1. 1Wie treffen wir Aussagen über Persönlichkeitseigenschaften?1. wir erschließen Eigenschaften von Personen anhand von Beobachtungen ähnlicher Verhaltensweisen in ähnlichen Situationen
    2. Wir konstruieren also anhand beobachteten Verhaltens ein diesem Verhalten wahrscheinlich zugrunde liegendes aber nicht beobachtbares Merkmal: ein Konstrukt
  2. 2Konstruktenicht beobachtbare hypothetische Begriffe (K)
    können über Zuordnungsregeln
    aus Beobachtungen (Verhalten R in Situation S) erschlossen bzw. operationalisiert werden
  3. 3Dispositionenhypothetische Konstrukte, die sich manifestieren als Tendenz, in bestimmten (konstruktspezifischen) Situationen ein bestimmtes (konstruktspezifisches) Verhalten zu zeigen
  4. 4Unterscheidung: Augenblicksdispositionen / permanente Dispositionen1. Augenblicksdispositionen:
    transsituationale Konsistenz
    2. permanente Dispositionen:
    transtemporale Konsistenz
    (teilweise auch transsituationale)
    Beispiel zu 1:
    Angst, die sich nur zu bestimmten Zeiten (Prüfungsperiode, nach Schlafentzug etc.), aber in verschiedenen Situationen (Keller, Gasse, Kino etc.), manifestieren kann
    Beispiel zu 2:
    Ängstlichkeit, die sich über längeren Zeitraum bzw. das gesamte Leben hinweg in verschiedenen Situationen manifestieren kann
  5. 5StateTendenz zu einem Zeitpunkt (T1) ein bestimmtes Verhalten (R) in verschiedenen Situationen (S1-Sx) zu zeigen
  6. 6HabitTendenz zu verschiedenen Zeitpunkten (T1-Tx) ein bestimmtes Verhalten (R) in nur einer Situation (S1) zu zeigen
  7. 7TraitTendenz, zu verschiedenen Zeitpunkten (T1-Tx) ein bestimmtes Verhalten (R) in verschiedenen Situationen (S1-Sx) zu zeigen
  8. 8absolute Stabilitätabsolute Ausprägung eines Merkmals bleibt konstant
    Beispiel: Wert von 100 bei einem Individuum mit 20 und 40 jahren
  9. 9relative Stabilitätrelative Ausprägung eines Merkmals bleibt konstant
    Beispiel: Werte von 80 und 90 bei zwei Individuen mit 20 J. und
    Werte von 90 und 100 bei diesen Individuen mit 40 J.
  10. 10Struktur-StabilitätZusammenhang zweier Merkmale bleibt konstant
  11. 11Datenarten nach Cattell (1957)Q-Daten (questionnaire):
    subjektive Fragebogendaten
    (z.B.. selbsteingeschätze Intelligenz)
    L-Daten (life record):
    Lebensdaten, unterteilbar in subjektive (z.B, Lehrbeurteilungen) und objektive (z.B. Schulnoten)
    T-Daten (test):
    objektive Testdaten
    (z.B. Intelligenztestwerte)
  12. 12Welche Datenarten (Cattell, 1957) sollten verwendet werden um höchsten Informationsgehalt zu erzielen?alle!
    (Q-, L- und T-Daten)
  13. 13Konstrukt-Operationalisierungen: Fragebögen vs. Tests1. Tests:
    objektiv, es gibt ein objektiv richtiges Verhalten, das das Individuum nicht bewusst oder unbewusst verfälschen kann
    2. Fragebögen:
    subjektiv, es gibt kein objektiv richtiges Verhalten, das Individuum kann sein Verhalten bewusst oder unbewusst verfälschen
    Beispiel zu 1:
    S: 7 + 4?
    R: 11
    Beispiel zu 2:
    S: Angst im Dunkeln?
    R: nein
  14. 14Fragebogen und Testverfahren: klassische Gütekriterien1. Objektivität: Messung ist unabhängig davon, wer sie durchführt
    2. Reliabilität: Messung ist zuverlässig
    3. Validität: Messung misst, was sie messen soll
  15. 15Fragebogen- und Testverfahren: Nebengütekriterien1. Ökonomie: Messung kommt mit wenig Material aus, ist als Gruppentest durchführbar, nicht unangemessen lang
    2. Nützlichkeit: praktisches Bedürfnis für Messung besteht, weiterhin gibt es kein anderes/besseres Verfahren
    3. Zumutbarkeit, Fairness, etc.
  16. 16Reliabilität: Klassische Testtheoriebei einzelnen Merkmalsmessungen setzt sich gemessene Ausprägung zusammen aus der "wahren" Ausprägung und dem Messfehler
    Messfehler ist unsystematisch (zufällig),
    daher bei vielen Messungen im Mittel gleich Null
    ... bedeutet, dass sich nach sehr vielen Verhaltensmessungen der Mittelwert immer weiter dem wahren Wert annähert
    mehrfache Durchführung derselben Messung in der Praxis unmöglich
    => möglichst ähnliche Messungen!
  17. 17Definition: ReliabilitätGrad, in dem mehrere Messungen desselben Merkmals tatsächlich dasselbe Messen
  18. 18Reliabilität Retest-ReliabilitätKorrelation der Messwerte aus Merkmalsmessungen zu (zwei) aufeinanderfolgenden Zeitpunkten
    Voraussetzung: Stabilität des gemessenen Merkmals
  19. 19Reliabilität: Paralleltest-ReliabilitätKorrelation der Messwerte aus Merkmalsmessungen mit Parallelversionen eines Messinstruments
    eingesetzt wenn Lern- oder Erinnerungseffekte das Retest-Ergebnis verzerren könnten
  20. 20Reliabilität: interne KonsistenzZusammenhänge der Items eines Tests untereinander
    zur Untersuchung ihrer Homogenität
  21. 21ist hohe interne Konsistenz anzustreben?Im Sinne der klassischen Testtheorie: ja
    jedoch: eingeschränkter Bedeutungsumfang eines gemessenen Konstruktes
    => "bandwith-fidelity-dilemma"
    einerseits: bietet Homogenes Konstrukt wenige Möglichkeiten zu generalisierten Verhaltensvorhersagen
    andererseits: wirft heterogenes Konstrukt Frage nach sinnvoller EInheit des Konstruktes auf
  22. 22Validität: InhaltsvaliditätTest-Items aus definiertem Universum möglicher Items
    Beispiel: Grundrechentest (Additions-, Subtraktions-, Multiplikationsaufgaben etc.)
  23. 23Validität: KriteriumsvaliditätZusammenhänge
    Testwerte x Außenkriterien
    1. zum selben Messzeitpunkt
    => konkurrente Validität
    2. zu unterschiedlichen Messzeitpunkten
    => prädiktive Validität
    Beispiel zu 1:
    IQ zum Abitur und Abiturnote
    Beispiel zu 2:
    IQ vier Jahre vor dem Abitur und Abiturnote
  24. 24KonstruktvaliditätÜbereinstimmung von Theorie und Empirie, umfasst unter anderem:
    1. Prüfung der Relation eines Tests zu ähnlichen (konvergente Validität) und unähnlichen Verfahren (diskriminante Validität)
    2. Prüfung ob der Test Konstrukt(e) adäquat abbildet (z.B. faktorielle Validität)
    Beispiel zu 1:
    IQ-Test korreliert mit anderem IQ-Test, nicht aber mit Persönlichkeitsfragebogen
    Beispiel zu 2:
    IQ einheitliche Fähigkeit oder aus Teilfähigkeiten bestehend?
  25. 25Korrelationhöhe der Korrelation zwischen x und y gibt an, wie gut der Wert von y anhand der Kenntnis des Wertes von x vorhergesagt werden kann
    Keine Information über Kausalität des Zusammenhangs!
  26. 26positive Korrelationhohe Werte in x gehen
    mit hohen Werten in y
    einher ( r > 0)
  27. 27negative Korrelationhohe Werte in x gehen
    mit niedrigen Werten in
    y einher (r < 0)
  28. 28Null-KorrelationKenntnis von x erlaubt
    keine Aussagen über
    Wert von y (r = 0.00)
  29. 29Faktorenanalyse: Grundprinzipsystematische Analyse der Ähnlichkeitsbeziehungen (Korrelationen) zwischen einzelnen Beobachtungen/Messungen
    Ziel:
    Datenreduktion/-kategorisierung
  30. 30Konsistenz: Unterscheidung1. transsituational (State)
    2. transtemporal (Habit)
    3. transsituational + transtemporal (Trait)
  31. 31Fragebögen und Tests als Konstrukt-Operationalisierungenpsychologische Konstrukte vielfach operationalisiert (= messbar gemacht) über (subjektive) Fragebögen und/oder (objektive) Tests
    Items eines Verfahrens stellen im Idealfall Aussagen zu Verhalten (R)
    in Situationen (S) dar
    Positivbeispiel (Negative Emotionalität):
    "Kritik oder Beschimpfungen (S) verletzen mich ziemlich stark (R)"
    Negativbeispiel (Negative Emotionalität):
    "Ich bin kein gut gelaunter Optimist"
  32. 32ObjektivitätMessung ist unabhängig davon, wer sie durchführt
  33. 33ReliabilitätMessung ist zuverlässig
  34. 34ValiditätMessung misst, was sie messen soll
  35. 35bandwidth-fidelity-dilemmaeingeschränkter Bedeutungsumfang eines gemessenen Konstruktes:
    1. einerseits: bietet homogenes Konstrukt wenige Möglichkeiten zu generalisierten Verhaltensvorhersagen
    2. andererseits: wirft heterogenes Konstrukt Frage nach sinnvoller Einheit des Konstruktes auf
    Beispiel zu 1:
    Ich habe Angst vor Fremden.
    Wenn sich Fremde nähern, suche ich das Weite. Die Gegenwart von Fremden ist mir unangenehm
    Beispiel zu 1:
    Ich habe Angst vor Fremden.
    Ich gehe gern auf Parties.
    Ich sehe Filme gern ein zweites oder drittes Mal.

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Descripción
Bachelor Persönlichkeitspsychologie Fichas sobre 2. Persönlichkeitspsychologie: Begriffe und Methodische Zugänge, creado por arne.doebler el 14/01/2016.
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arne.doebler
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