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Flashcards

Euro-FH // Zusammenfassung PEPS2

Robert Paul Grundlagen der Psychologie German 4.0Average rating 4.0 out of 5 (1 rating) 46 cards

Euro-FH // Zusammenfassung PEPS2

Cards in this deck (46)

  1. 11 physische Attraktivität- Attraktivität eines Menschen, die auf körperlichen Merkmalen beruht
    - beeinflusst Eindruck anderer Persönlichkeitseigenschaften
    - schöner = erfolgreicher, zufriedener, sympathischer, intelligenter, etc...
    - Korrelation zw. Schönheit und Eigenschaftsbeurteilung zwischen .70 - .90
    --> Halo Effekt (auffälliges Merkmal überstrahlt anderes)
    - Schönheit wird kulturübergreifend bewertet, universelle Kriterien:
    Durschnittlichkeit (Ähnlichkeit mit durchschnittlichen Gesicht der Population)
    Symmetrie (Übereinstimmung linke/rechte Gesichtshälfte)
    - besonders hübsch empfundene -> leichte Abweichng von Symmetrie und Durchschnitt
    Erklärung:
    - evolutionspsychologisch: größere Abweichung vom Durchschnitt -> Krankheiten, Entwicklungsstörungen
    - allgemeine Prinzipien: Durchschnittliches wird allgemeinhin als schöner eingeschätzt
    - andere Merkmale des Körperbaus:
    - Waist to hip bei Frauen von 0,7
    - Waist to Shoulder bei Männern 0,6 ideal
    - Selbstwert korreliert nicht mit fremdeing. Attraktivität
    - Schönheit erregt Aufsehen, erl. Kontakt, nicht glücklich
  2. 22 Temperament und interpersonelle StileTemperament = individuelle Ausprägung in den "Drei A der Persönlichkeit" (Affekt (Emotion), Aktivierung, Aufmerksamkeit), zeigt sich im Verhalten
    interpersonelle Stile = zeit- und situationsüberdauernde Verhaltenstendenzen einer Person in sozialen Interaktionen
  3. 32.1 Extraversion und interpersonelle StileExtraversion - Introversion lässt sich in engere Unterfaktoren (Facetten) gliedern.
    Temperamentsmerkmale = Aktivität, Erlebnishunger und Frohsinn und Herzlichkeit
    interpersonelle Stile: Herzlichket, Geselligkeit, Durchsetzungsfähigkeit
    Introversion, nicht Gegenteil von Extraversion; fehlt Bedürfnis nach Geselligkeit
    2.1 Extraversion und interpersonelle Stile
  4. 4...Darstellung der interpersonellen Stile durch 2D Zirkumplexmodell.
    - jeder interpersonelle Stil lässt sich durch Kombination der Achsen beschreiben
    - Punkte geben empirisch geschätze Lage an, wenn Kreis in 8 Segmente zerlegt und jedes Segment durch eine Persönlichkeitsskala aus 8 Items erfasst.
    - Liebe entspricht ungefähr Verträglichkeit (Big Five)
    - Extraversion und interpersonelle Stile leicht beobachtbar, daher stimmen Selbst- u. Fremdurteil gut überein
    - Verträglichkeit hat auch 6 Facetten
    ...
  5. 5...Temperamentsanteil der Extraversion (Facetten: Aktivität, Erlebnishunger, Frohsinn)
    - überwiegend positive Stimmungslage -> positive Affektivität (eher eine situationsunabhängig positive Stimmungslage)
    - Extraversion korreliert stärker mit positiver Affektivität als mit negativer
    - sagt Zeitanteil vorher den Personen im Alltag mit ungezwungener Geselligkeit verbringen.
    Korrespondenzprinzip: Eigenschaften, die zu bestimmten Arbeitserfahrungen führen, sind auch diejenigen, die sich durch diese Arbeitserfahrungen ändern
    Im Arbeitsleben: Extraversion sagt Kundenkontakt, Führungsqualität, Verkaufserfolg vorher. Verträglichkeit sagt Kundenkontakt, Teamfähigkeit vorher
  6. 62.2 Neurotizismus- Untergliederung in 6 Facetten nach NEO-PI-R
    - Hohe Werte von Neurotizismus sozial unerwünscht
    - Empfindlichkeit neurotischer Personen oft als interessant-schillernd wahrgenommen.
    - Situationsunspezifische Ängstlichkeit korreliert sher hoch mit Gesamtwert Neurotizismus, dass kaum von allgemeiner Ängstlichkeit unterscheidbar
    Unterscheidung in Facetten: soziale Ängstlichkeit, körperbezogene Ängstlichkeit
    soz. Ängstlichkeit:
    - auch soziale Gehemmtheit
    - äußert sich mit transsituativer Konsistenz:
    1. gegenüber Fremden
    2. in großen Gruppen, wenn man im Mittelpunkt steht
    3. gegenüber Autoritäten
    -> geht oft mit Introversion einher
    2.2 Neurotizismus
  7. 7...- Schüchternheit = Zurückhaltung in sozialen Situationen (entweder Ungeselligkeit oder soziale Ängstlichkeit)
    - wegen Mehrdeutigkeit als Eigenschaftsbegriff problematisch
    körperbezogene Ängstlichkeit:
    - Ängstlichkeit gegenüber physischen Bedrohungen, Verletzungen, Krankheiten
    - Skalen die nur Besorgtheit über körperliche Beschwerden erfassen korrelieren sehr hoch mit Neurotizismus
    -> Neurotizismus sagt subjektives Krankheitsgefühl und Arztbesuche ohne objektivierbare Erkankung hervor, sujektives Leiden und objektive Befunde klaffen oft auseinander
    > gesunde Kranke und kranke Gesunde, hohe Kosten
    Ebenso: schnell einsetzende subjektive Überforderung, Probleme Kundenkontakt in den Facetten Reizbarkeit und Verletzlichkeit
    - Hauptrisikofaktor für unglückliche, instabile Partnerschaften
  8. 82.3 Kontrolliertheit- Neuroticismus-Facette Impusivität = Fähigkeit impulsive Verhaltenstendenzen zu blockieren <- daruaf bezieht sich Dimension Überkontrolle - Unterkontrolle
    - Auch Fähigkeit generell planvoll/organisiert zu handeln --> schließt dabei mehrere Facette der B5 Gewissenhaftigkeit mit ein
    -Hohe Werte sozial erwünscht
    - Kontrolliertheit als Temperamentdimension beinhaltet: Nicht-Impulsivität, Besonnenheit, Selbstdisziplin > Vorraussetzung für hohe Gewissenhaftigkeit und kompetentes Handeln
    -Gewissenhaftigkeit sagt Leistungen und Berufserfolg am besten voraus.
    -Mit Kontrolliertheit verwandt = Integrität, sagt besser das Leistungspotential voraus.
    - Erfassung per Integritätsfragebög.
    2.3 Kontrolliertheit
  9. 93 Fähigkeiten= Persönlichkeitseigenschaften die Leistungen ermöglichen, Ergebnisse von Handlungen, die als gut oder schlecht bewertbar sind
    - Leistung einer Aufgabe hängt von Fähigkeit und Anstrengung ab -> daher bilden Leistungstest nur Fähigkeitsunterschiede ab, wenn gleiche Anstrengung
    -> Grundproblem der Erfassung= Kompetenz-Performanz-Problem
    Performanz (realisierte Leistung) ist nur bei gleicher Motivationsstärke Maß für Kompetenz (Fähigkeit)
    - Verfahren: Gestaltung der Testsituation für maximale Anstrengung (Vermeidung von Über, Unterforderung) ggf. durch Belohnung, Instruktion
    Alternativ: Testwiederholungen, interessant = maximale Leistung (Leistungsunterschiede werden auf Anstrengugn geschoben)
    - Verschiedene Fähigkeiten vorhanden: soziale, intellektuelle, sportliche, etc.
    Begabung und Talent sind keine psychologischen Begriffe. Fähigkeit bzw. Kompetenz.
  10. 103.1 Intelligenz- Erfindung Intelligenztest: Binet und Henri (1895) -> Reihe von Aufgaben, deren Lösung jeweils untersch. intellektuelle Fähigkeiten widerspiegelt.
    - Bestimmung Inteligenzalter: so lange Aufgaben niedrigerer Altersstufen vorgelegt bis gerade noch alle gelöst werden konnten, dann weiter testen bis keine mehr gelöst wird.
    IA = GA + 12 * k/n
    GA = Grundalter (alle Aufgaben gelö.) ,
    k = Zahl zusätzlich gelöster Aufgaben,
    n = Zahl zusätzlicher Aufgaben pro Alterstufe
    Intelligenzalter wurde dann mit Lebensalter verglichen.
    Stern schlug die Einführung des Quotienten vor:
    IQ = 100* IA / LA
    LA = Lebensalter
    >> nur für Messung bei Kindern geeignet
    Wechsler normierte 1939 die Testergebnisse für jede Altersstufe.
    IQ = 100 + 15 * z
    z = z-Wert von x (Rohwert)
    So normiert, dass Mittelwert 100 und SD = 15
  11. 11...- Hochbegabung operationalisiert als IQ > 130
    - Verfahren der Intelligenzmessung setzt voraus, dass Normstichprobe zum Zeitpunkt repräsentativ für Population und keinen historischen Änderungen unterliegt, dies ist aber nicht der Fall
    Flynn-Effekt: Intelligenezrohwerte nahmen in westlichen Kulturen 1950 - 2000 ständig zu, beruht auf ständig besseren Lebensbedingungen -> daher regelmäßige Testnormierung nötig
    ...
  12. 123.1.2 Intelligenzstruktur- lässt sich auch in Eigenschaftshierarchie darstellen.
    oberste: general intelligence (g-Fakor nach Spearman, durch IQ erfasst)
    - neun Unterfaktoren (I-S-T 2000 R von Liepmann)
    - Werden Faktoren in Untertests operationalisier, korrlieren diese mit .30
    - kann zur differnetierten Intelligenzdiagnose genutzt werden
    - wesentliche Unterscheidung in sprachabhängige und sprachunabhängige Aufgaben (verbaler IQ, nichtverbaler IQ -> Hamburg-Wechsler-Test)
    - Anderer Ansatz: Intelligenzaufgaben in einem mehrdimensionalen Schema nach denjenigen Informationsverarbeitungsprozessen zu klassizifzieren, die betieligt sind -> Berliner Intelligenzstruktur Test (BIS)
    -> Unterscheidung in 4 Operationen: Bearbeitungsgeschwindigkeit, Gedächtnis, Einfallsreichtum, Verarbeitungskpazität) und drei Inhalten (figural-bildhaft, verbal, numerisch) -> daraus ergebn sich 12 spezifische Fähigkeiten
  13. 133.1.3 Validität- vergleichsweise hohe Reliabilität, zeitliche Stabilität und Kriteriumsvalidität
    - korreliert mit einer Vielzahl von Kriterien der Leistungsgesellschaft.
    - Verhersagbarkeit von Noten durch den IQ durch Bewertungsunterschiede nicht gegeben
    - Intelligenztest messen die Befähigung zu hoher Bildung
    - Vorhersagbarkeit des Erfolgs innerhalb Berufen durch IQ durch Unrelabilität der Erfolgsbeurteilung und Varianzeinschränung stark eingeschränkt
    - Hohe Intelligenze notwendig für Berufe mit hohem Prestige, Berufe mit niedrigem Prestige von niedriger und hoher Intelligenz ausgeübt
  14. 143.2 Kreativität- Kreativität hängt psychologisch mit Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen und Nonkonformismus zusammen
    Guilford bezog Intelligenz und Kreativität auf 2 Arten von Problemlösungen:
    konvergentes Denken: erfordrlich, wenn genau eine richtige Lösung, die auch bekannt ist
    divergentes Denken: Hauptaufgabe, Problemstellung erstmal klar zu definieren und wenn in Abhängigkeit von den möglichen Problemstellungen unterschiedliche Lösungen gibt
    -> Kreativität_: Fähigkeit zum divergenten Denken
    Komponenten der Kreativität nach Guilford:
    1. Sensitivität gegenüber Problemen
    2. Flüssigkeit des Denkens
    3. Originalität des Denkens
    4. Flexibilität des Denkens
    Guilfords kognitiver Ansatz zur Operationalisiserung stieß auf Problem, dass sich Kreativität nicht von Intelligenz abgrenzt und Schwellenmodell (korreliert nur im unteren Bereich miteinander) nicht bestätigt werden konnte
    Gough schlug Selbstbeschreibung vor, CPI (California Psychological Inventory)
    Skala des Kreativen Temperament korreliter mit Guilford und Kreativitätsurteilen andere.
  15. 15...Durch Kreativitätstests (selbstbeurteiltes kreatives Temperament) lässt sich die tendenz vorhersagen, einen kreativen Beruf auszuüben. Kaum aber Kreativität innerhalb eines Berufs
  16. 163.3 Soziale Kompetenz- besteht aus zwei Komponenten:
    1. Durchsetzungsfähigkeit (eigene Interessen gegenüber anderen wahren)
    2. Beziehungsfähigkeit (positive Beziehungen mit anderen einzugehen und aufrechtzuhalten)
    - korreliert mit Intelligeenz und Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen
    - Soziale Kompetenz alltagspsychologisch als komplexe Eigenschaft, getrennt von Intelligenz, repräsentiert
    - Thorndike 1920:
    2 Aspekte:
    1. soziale Sensivität
    2. soziale Handlungskompetenz
    - Soziale Sensivität (Empathie) notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung, bisher gibt es keine Operationalisierung
    - Soziale Handlungskompetenz
    Erfassung:
    1. Lösen hypothetischer sozialer Aufgaben
    2. Selbstbeurteilung sozialer Ferigkeiten
    3. Beobachtung tatsächlicher Kompetenz in inszenierten Situationen
    - Test zur Erfassung hypothetischer Situationen korrelieren untereinander nicht als mit Intelligenz -> weißt auf heterogenität des Konstrukts hin
    Alternative: Selbstbeurteilung durch Fragebogen (Bsp: ICQ intern. competence questionaire -> 5 Skalen, die niedrig bis mittelhoch miteinander korrelieren)
  17. 17...- klinisch orientierte Studien geeignet für starke Defizite, differenzieren aber nicht ausreichend zwischen Fähigkeitsunterschieden und Handlungskompetenz
    - soziale Handlungskompetenz lässt sich in inszenierten Situationen mit ausreichender Übereinstimmung beobachten -> insbesondere Gruppendiskussionen, Präsentationen, Rollenspielen
    - Beobachtung führen zu zwei Faktoren der Handlungskompetenz:
    1. Selbstvertrauen / Dominanz
    2. Freundlichkeit / Kooperativität
    - kaum transsituative Konsistenz
  18. 183.4 emotionale Kompetenz= Fähigkeit zum Umgang mit eigenen Emotionen und Emotionen anderer
    Fähigkeitsbereiche:
    - Wahrnehmung von Emotionen bei sich / anderen, emotionale Expressivität
    - Förderung des Denkens durch Emotionen
    - Verstehen und Analysieren von Emotionen
    - Regulation von Emotionen
    -> Erfassung per MEIS / MSCEIT: hypothetische emotionale Situationen geschildert, zu jeder Situation mehrere Antwortalternativen, Kompetenteste soll gewählt werden -> Validität ist allerdings unklar
    - Van der Zee (2002):"Emotionale Intelligenz = Fähigkeit, eigene Emotionen und die anderer zu erkennen, angemessen zu interpretieren und umzugehen."
    - Reduzierung von 85 Items auf 3
    1. Empathie
    2. emotionale Kontrolle
    3. Autonomie
  19. 193.5 Assessment Center- Verfahren der Personalauswahl
    - vor allem für Auswahl und Fortbildung von Mitarbeitern gehobener Positionen
    - Sequenz von Einzel-, Gruppensituationen, die diverse Fähigkeiten, insbesondere soziale Kompetenzen, zum Zweck der Personalauswahl/-entwicklung erfassen sollen.
    -AC besonders valide zur Abschätzung des Leistungspotentials
  20. 204. Handlungsdispositionen= Persönlichkeitseigenschafte, die das zielgerichtetet Verhalten (Handeln) leiten: Bedürfnisse, Motive, Interessen, Handlungsüberzeugungen, Bewältigungsstile
  21. 214.1.1 Bedürfnisse- Regulierung physiologischer Ungleichgewichte und grundlegender sozialer Bedürfnisse kann durch Regelkreismodelle beschrieben werden, in denen Bedürfnisse als Sollwerte operationalisert sind.
  22. 224.1.2 Motive= überdauernde Persönlichkeitsmerkmale, die die Person leiten, bestimmte Handlungsziele anzustreben.
    - Personen mit hohen Leistungsmotiv suchen gezielt Situatiuonen die Leistung erfordern
    - Wie bei Bedürfnissen ein Ist- & Sollwert, bzw. Abweichung feststellen.
    - rationale Zielbildungsprozesse folgen dem Erwartung-mal-Wert-Modell, formuliert für Leistungsmotivation durch Atkinson ->
    Risikowahlmodell:
    Stärke der Leistungsmotivation in Situation
    L = Wert * Erwartung = M * (1-W) *W
    M*(1-W)= Wertkomponente, (1-W) = Risiko
    W= Erwartungskomponente
    Wert einer Aufgabenbewältigung umso höher, je stärker indivuduelle, generelle Tendenz nach Leisungsstreben (M) und je attraktiver der Erfolg, weiterhin hängt dies von subjektiver Wahrscheinlichkeit des Erfolgs ab
    Atkinsons nahm außerdem an, dass das Leistungsmotiv aus Erfolgsmotiv und Misserfolgsmotiv besteht, daraus ergibt sich:
    L= (Me - Mm) * (W -W²)
    Leistungsmotivation steigt also je stärker das Erfolgsmotiv, das Misserfolgsmotiv übersteigt und je näher die Erfolgswahrschienlichkeit am maximal motivierenden Wert 0,5
  23. 23...HOffnung auf Erfolg ist ein einhietliches Motiv, Furcht vor Misserfolg zerfällt in handlungsorientiertes und lageorientiertes Motiv
    handlungsorientiert = Tendenz, Misserfolg durch Erwartungsbildung nud Handlungen aktiv zu meiden
    lageorientiert = Tendenz mit einem eingetretenen Misserfolg und den Folgen zu beschäftigen
  24. 244.1.3 projektive Motivmessung- Messung von Erfolgs-, Misserfolgsmotiv
    - beruht auf Annahme, dass viele Bedürfnisse nicht bewusst
    -> implizite und explizite Motive
    Erfassung impliziter Motive durch Beschreibung mehrdeutiger Bilder > Thematischer Apperzeptionstest TAT
    -> 20 Bilder vorgegeben, Beschreibung abgeben, inhaltsanalytische Auswertung bestimmter Themen
    Kritik:
    1. mäßige interne Konsistenz
    2. mäßige zeitliche Stabilität
    3. Unklare Interpretation der Testergebnisse
    Alternativ lassen sich Motive auch auf Pesönlichkeitsskalen erfassen (z.B.: Personality Research Form)
    projektive Tests und Persönlichkeitsskalen korrelieren meist nur gering
    explizites Leistungsmotiv korreliert eher mit respondentem Leistungsverhalten
    implizites Leistungsmotiv eher mit operantem Leistungsverhalten
  25. 254.2 Interessen- beziehen sich auf die Bewertung von Tätigkeiten unabhängig von ihren Folgen.
    - Menschen unterscheiden sich darin, ob bestimmte Tätigkeitn als anziehend oder abstoßend empfunden werden
    - so gut wie keine Theorie und empirsche Ergebnisse dazu
    - noch am besten untersucht ist der Berufsinteressentest BIT II
    - 6 Faktoren des beruflichen Intersses:
    1. praktische Interesse
    2. wissenschaftliches Interesse
    3. künstlerisches Interesse
    4. Soziales Interesse
    5. Unternehmereisches Interesse
    6. Interesse an Büoberufen
    In Industrinationen varien Berufe auf zwei Dimensionen : Menschen - Dinge und Daten - Ideen, die sechs verschiedene Typen definieren
    - Korrelation zwischen Interesse und tatsächlicher Tätigkeit mit Arbeitszufriedenheit
    -> Kausalfrage nicht geklärt
    Längsstudie: Passung zwischen Interessen zu Studienbeginn und Arbeit 12 Jahre später korreliert nicht mit Arbeitszufriedenheit
    Kompetenzen sagen späteren Beruf besser vorher als Interessen
  26. 264.3 Handlungsüberzeugungen- Auf Handeln nehmen vielfältige Dispositionen Einfluss (Motive, Erwartungsstile, Handlungskontrollstile, Attributionsstile) -> diese Stile können explizit erfragt werden, daher kann man in allen drei Fällen von Handlungsüberzeugung sprechen
    - H-Überzeugungen variieren zwischen optimistischer und pessimistischer Variante, beziehen sich auf gemeinsamen Faktor: Handlungsoptimismus
    Handlungsüberzeugung = bewusst repräsentierte Erwartungs- , Handlungskontroll- und Attributionsstile verstanden. Unter Handlungsoptimismus ein gemeinsamer Faktor dieser Handlungsüberzeugungen
    4.3 Handlungsüberzeugungen
  27. 27......
  28. 28...- bei geringem Handlungsoptimusmus ist subjektive Wahrscheinlichkeit für Erolg gering, für Misserfolg hoch, bei starkem Optimismus direkt umgekehrt. Wichtig: subjektiv
    - starker Optimismus kann zu Überschätzung, starker Pessimismus zu Unterschätzung der Erfolgswahrscheinlichkeit einhergehen
    - Leistungsbereich: Optimismus - > Erfolgsmotiv: Hoffnung auf Erfolg
    Pesimismus: Furch vor Misserfolg
    - Erfolgsmotivierte erhöhen Anspruchsniveau nach Erfolg stärker, Misserfolgsmotivierte senken Anspruchsniveau stärker nach Misserfolg
    - subjektiver Glaube förder objektiven Erfolg (selffulfilling prophecy)
    Selbstwirksamkeitserwartung: Erwartung zu bestimmten Verhalten fähig zu sein, gemessen durch Selbstwirksamkeitsskala
    -> eigenes Handeln und nicht das Ergebnis im Mittelpunk
    Kontrollüberzeugung:
    - Erwartung, Handlungsfolgen selbst unter Kontrolle zu haben (internalte Kontrolle) bzw. Opfer der Situation zu sein (externale Kontrolle)
    -entw. eigene Person oder äußere Bedingung
    Ergebinerwartungen, Selbstwirksamkeitserwartungen und Kontrollüberzeugugnen, verwandt, nicht identisch
  29. 29...Hanlungskontrollstil
    Handlungsorientiert - Lageorientiert bezieht sich auf Abschirmung des Handelns von Alternativen
    Drei Aspekte: Disengagement, Initiative, Ausdauer
    Attributionsstile: beziehen sich auf tendenzen, Handlungsergebnisse in bestimmter Weise zu erklären (attribuieren)
    ...
  30. 30...Erfolgsmotivierte besitzen selbstwertdienliches Attributionsmuster:
    - Erfolge internal
    - Misserfolge external
    -> erlaubt positives Selbstwertgefühl auf bei Misserfolg
    Miesserfolgsmotivierte entgegengesetzt (selbstwertschädlich)
    transsituative Konsistenz zwischen sozialer und leistungsbereich gering -> bereichsspezifisch
  31. 314.4 Bewältigungsstile- stammt aus psychologischer Stressforschung
    - Wird Situation als bedrohlich eingeschätzt, werden Bewältigungsstrategien gesucht und nach erwarteten Effekten bewertet
    Je nach Ausgang der Bewertung werden dann entweder erfolgversprechende Handlungen zur Veränderung der Situation (inbegriffen Flucht) eingeleitet -> problemorientierte Bewältigung ; oder Aufmerksamkeit gegenüber den bedrohlichen Aspekten der Situation wird erhöht oder vermindert (intrapsychische Bewältigung)
    Situation wird dann neu bewertet
    -> diese Stufen so lange wiederholt bis nicht mehr bedrohlich und damit bewältigt
    -> bis dahin als Stress empfunden
    intrapsychisch: positive Seiten abgewinnen ode negative Gedanken dämpfen
    problemorientierte: Beeinflussing emotionaler Bewertung z.B.: Tendenzen zu fliehen, meiden, umzugestalten, soziale Unterstützung suchen
    Erfassung per Fragebogenverfahren, Berner Bewältigungsformen, Angsbewältigungsinventar, Trierer Skala zur Krankheitsbewältigung
    -> weisen recht hohe zeitliche Stabilität auf, relativ unempfindlich, rigide gegenüber Wechsel der Belastungsphase
  32. 32...offensive Auseinandersetzung mit starker Belastung -> positive Konsequenzen
    defensive Affektvermeidung kann ebenfalls angemessen sein (z.B.: vor chirurgischen Eingriff)
    -> Bewältigungsstile der meisten Menschen stabil > daher kann dies die Belastungen erhöhen, wenn der bevorzugte Stil nicht angemessen ist.
  33. 335 Einstellungen= individualtypische Bewertung von Objekten der Wahrnehmung oder Vorstellung auf Dimension positiv - negativ
    - Hinzunahme der subjektiven Norm zur expiziten Einstellung ergibt bessere Verhaltensvorhersagen
    --> bei sozial stark bewerteten Verhalten wird dies durch sozial (un)erwünschtes Verhalten verfälscht
    - wichtige Unterscheidung ist die Geschwindigkeit der Antwort
    -> starke Einstellungen werden besonders schnell beantwortet (stärkerer Beziehung zu tatsächlichem Verhalten), schwache Einstellungen besonders langsam (unsicher)
    Neue Verhaltensforschung interessiert "implizite Einstellungsforschung", diese sind dem Bewusstsein nicht, bzw. nur unter bestimmten Bedingungen zugänglich (affektives Priming)
    --> Erfassung: IAT (impliziter Assoziationstest)
    IAT = Computertest, implizite Einstellung einer Person
    - Annahme, dass es Personen leichter fällt auf miteinander assoziierte Konzepte (jung - positiv, alt - negativ mit derselben Antwortt zu reagieren als auf gegensätzliche ( jung - negativ, alt - postiv)
    - beide Szenarios werden abgetestet. Zeituntersch. dazw. IAT Effekt
  34. 34...- Einstellungsobjekte können Wörter oder Bilder sein
    - pro Block viele Trials für interne Konsistenz (Aggregationsprinzip)
    - umgekehrte Assoziation für Ausschluss der individuellen Schnelligkeit nötig
    - IATs erfassen impl. Einstellungen mit ausreichender Konsistenz, Retest- und Paralleltestreliabilität unbefridigend
    ...
  35. 35...MODE Modell:
    implizite Einst. sagen spontanes Verhalten, expl. Einst. eher willentlich kontrolliertes Verhalten voraus. Vor allem für Rassevorwürfe geprüft
    Metaanalyse ergab: Validität IATs höher als explizite Einstellungen (vor allem bei wenig kontrollierbarem und sozial stark (un)erwünschtem Verhalten)
    Explizite Einsellungen dagegegn klar überlegen bei: politischen Präferenzen, Konsumverhalten
    Erweiterung: Single Target IAT -> konzentration auf Einzeleinstellung
    Immer nur ein Einstellungsobjekt präsentiert.
    --> STIATs erlauben klarerer Interpretationen, können aber in Validität unterlaufen werden
  36. 366 Selbstkonzept und Wohlbefinden= subjektives Bild der eigenen Person (Selbstkonzept) und seine Bewertung (Selbstwertgefühl) und charakteristische eigene Stimmungslage (Wohlbefinden)
  37. 376.1 Selbstkonzept und Selbswertgefühl- Selbstkonzept = dispositionale Anteil des Mich, besteht aus universellem und individualtypiscue Wissen über eigene Person
    Ich und Mich
    Ich = Akteur, Urheber der Handlung (self as knower)
    Mich = Objekt des eigenen Wissens (self as known)
    Manche Konzepte des Selbstkonzeptes scheinen individualtypisch, obwohl von fast allen anderen Menschen geteilt
    Größte Teil aus individuell charakteristischem Wissen -> kann als Persönlichkeitseigenschaft betrachtet werden.
    Selbstkonzept = subjektive Bild der eigenen Person, Ideal-Selbst = wie man gerne sein möchte
    Selbskonzept und Ideal-Selbst üben Funktion von kognitiven Schemata aus -> beeinflussen die Verarbeitung selbstbezogener Informationen (schneller erkannt und besser erinnert werden)
    Bewertung des Selbstkonzept auf der Dimension positiv - negatv, subjektive Bewertung der eigenen Persönlichkeit = Selbstwertgefühl
    Selbstwertgefühl zeitlich weniger stabil als Selbstkonzept, kann aber trotzdem als Persönlichkeitseigenschaft angesehen werden
    Erfassung durch Selbstwertskala -> explizite Befragung
  38. 38...Selbstwertgefühl = zentrale Komponente der allgemeinen Lebenszufriedenheit, Indikator für physische Gesundheit, korreliert hoch negativ mit Neurotizismus
    Shavelson definierte Selbstwertgefühl eher als Eigenschaftshierarchie (allgemein, intellektuelles, soziales, emotionales, physisches), statt eindimensional wie bisher
    -> Hierarchie wurde bestätigt
    Asendorpf und Aken zeigten, dass kognitive, sportliche und soziale Faktoren des Selbstwertgefühls unterscheiden lassen
    Selbstwertgefühl ist bereichsspezifisch organisiert, Unterschiede werden durch intraindividuelle Kontrasteffekte übertrieben (Wer gut in Mathe unterschätzt sprachliche Leistung)
  39. 396.1.1 Selbstwahrnehmung- Wahrnehmung des eigenen Körpers, physiologischer Prozesse und eigenen Verhaltens
    - unakkurat, durch Wahrnehmungstäuschungen
    - Wahrnehmung ist erwartungsgesteuert
    - Jede Wahrnhemung beginnt mit Hypothese
    "Wir tendieren dazu, uns so zu sehen, wie wir zu sein glauben." -> selbstkonsistenzerhöhende Verzerrung
    -> vorhandene Unterschiede im Selbstkonzept werden stabilisiert, indem leicht bis mäßig deskrepante Informationen der Selbstwahrnehmung dem Selbstkonzept angepasst werden.
  40. 406.1.2 Selbsterinnerung= Erinnerung an die eigene Personu d an eigenes Erleben und verhalten in früheren Situationen
    "Dadurch, dass wir in unseren Erinnerungen eher konsistent mit unserem aktuellen Selbstkonzept erscheinen, glauben wir zu wissen wer wir sind
  41. 416.1.3 Soziales Spiegeln= Wir sehen uns selbst so, wie wir uns im Spiegel der anderen sehen bzw. wie wir glauben, dass andere uns sehen.
    Bsp.: Wir halten uns für hilfsbereit, wenn wir aus den Reaktionen anderer schließen, dass sie uns für hilfsbereit halten.
    ebenfalls selbstkonsistenzerhöhende Verzerrung
    Wir tendieren zu der Annahme, dass andere uns so sehen, wie wir uns selbst sehen
  42. 426.1.4 Sozialer Vergleich- wir bewerten uns relativ zu einer Bezugsgruppe
    - Selbstwertgefühl entspricht also keiner absoluten Bewertung sonder einem sozialen Vergleich
    - wird besonders deutlich, wenn Bezugsgruppe gewechselt wird
    - Effekt recht stark und spezifisch für das Selbstwertgefühl im intellektuellen Bereich (Wechsel in Gymnasium)
    "Selbstwertgefühl wird beim sozialen Vergleich dadurch bestimmt, wie wir glauben, uns von unserer Bezugsgruppe zu unterscheiden
  43. 436.1.5 Selbsüberschätzung und NarzissmusWahrnehmungen sind nicht nur Hypothesengesteuert sind auch motivationsgesteuert
    -> wir nehmen wahr, was wir wahrnehmen wollen
    Motiv der Selbstwerterhöhung: Wir streben nach positiven Selbstwertgefühl -> Tendenz selbstbezogene Informationen selbstwertdienlich zu verzerren.
    Personen mit niedrigem Selbstwertgefühl streben keine Selbstwerterhöhung an, weil sie bezweifeln, dass das postive Selbstkonzept der Realität standhält
    Mäßige Selbstüberschätzung normal, Gnadenloser Realismus oder Selbstunterschätzung findet sich bei depressiven Tendenzen oder niedrigem Selbstwertgefühl
    - je stärker Menschen jenseits der normalen Selbstüberschätzung desto sozialer unerwünscht
    Narzissten = starke Selbstüberschätzer (Freud, 1914)
    = Persönlichkeitsstörung, gekennzeichnet durch Selbstüberschätzung, fehlende Empathie, Überempfindlichkeit gegenüber Kritik und Stimmungsschwankungen
    -> Medienbranche zieht Narzissten an.
  44. 446.1.6 SelbstdarstellungGoffmann "Wir spielen alle in der Öffentlichkeit Theater, uns selbst darstellen."
    Soziales Verhalten ist im wesentlichen Selbstdarstellung
    Eindrucksmanagement: Wir versuchen den Eindruck anderer über uns selbst zu steuern
    Persönlichkeitspsychologisch zwei Eigenschaften bedeutsam:
    1. Bedürfnis nach Selbstdarstellung (im Dienst der Selbstwerterhöhung)
    2. Fähigkeit zur Selbstdarstellung (Aspekt der sozialen Kompetenz)
    Homepages = moderne Form der Selbstdarstellung
  45. 456.1.7 implizites Selbstkonzeptes kann zu großen Abweichungen zwischen subjektiven Bild der eigenen person und objektiver Persönlichkeit kommen.
    implizites Selbstwertgefühl kann durch einen IAT gemessen werden
    --> Einstellungsobjekt = eigene Person, repräsentiert durch Worte wie ich, selbst, meine. Gegensatz = ihr, andere, eure
    Mit IATs lassen sich implizites Selbstwertgefül und implizites Selbstkonzept (auch in semantischer Bedeutung unabhängig von evaluierter Bedeutung) erfassen.
    6.1.7 implizites Selbstkonzept
  46. 466.2 Wohlbefinden und Lebenszufriedenheitempirische Studien zeigen, dass objektive Lebenssituation zwar einen Einfluss auf Wohlbefinden hat, aber viel geringer als angenommen.
    Regelkreismodell des Wohlbefinden (Headey und Wearing): Stabiler Sollwert des Wohlbefindens. Tatsächlich empfundenes Glück schwankt in Abhängigkeit von den tatsächluchen Lebensumständen um diesen wert, tendiert zu Rückkehr zum Sollwert
    Wohlbefinden eine enge Beziehung zum allgemeinen Selbstwertgefühl, an zweiter Stelle mit "Kontrolle über Leben", dritte Stelle Extraversion, niedriger Neurotizismus, Religiösität, kaum mit Einkommen
    in Längsstudie wurde Regelkreismodell relativiert: kritische Lebensereignisse (Scheidung, etc.) zeigen langfristige Konsequenzen (selbst nach 5 Jahren nach Ereignis)

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Grundlagen der Psychologie Flashcards on Euro-FH // Zusammenfassung PEPS2, created by Robert Paul on 26/09/2016.
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Robert Paul
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