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EURO-FH ALPS1 Glossar

Romi J Alemán 4,0Valoración media 4,0 de 5 (1 valoración) 53 fichas

Fichas del conjunto (53)

  1. 1Adaptionwiederholte Reizung mit dem gleichen Stimulus führt zu einer Abnahme der Reizantwort, weil sich das System auf einen neuen Bereich von Reizen "kalibriert"
  2. 2Ames-Raumein schiefwinklig konstruiertes Zimmer, das durch ein Guckloch betrachtet gerade wirkt
  3. 3attentive & präattentive Verarbeitungsprozessedie ersteren benötigen Aufmerksamkeit, die letzteren können auch ohne Aufmerksamkeitszuwendung abgeschlossen werden
  4. 4AufgabenwechselVersuchsparadigma, bei dem die Versuchsperson so schnell wie möglich zwischen zwei Aufgaben wechseln muss,
    dabei entstehen charakteristische Wechselkosten;
    verwandtes Paradigma: Doppelaufgaben, bei denen die Bearbeitung gleichzeitig erfolgt
  5. 5BilingualismusFähigkeit, zwei Sprachen auf dem Niveau einer Muttersprache zu sprechen
  6. 6Bindungsproblementsteht, wenn getrennt verarbeitete Reizeigenschaften wieder zu einer gemeinsamen Repräsentation verknüpft werden müssen
  7. 7biologische BewegungBewegungen von Menschen und Tieren werden auch unter sparsamsten Wahrnehmungsbedingungen erkannt
  8. 8Change BlindnessVersuchsparadigma, in dem abwechselnd Bilder als "Original" und "Fälschung" präsentiert werden; Versuchspersonen brauchen überraschend lange, um selbst drastische Änderungen zu bemerken
  9. 9Cocktailparty-PhänomenFähigkeit, aus einer Vielzahl irrelevanter Laute die relevante Information herauszufiltern; wird häufig mithilfe des dichotischen Hörens untersucht
  10. 10divergentes Denkenkreatives, originelles Denken, das im Gegensatz zum zielgerichteten konvergenten Denken
  11. 11Doppeldissoziationbedeutet in der Neuropsychologie, dass die Schädigung zweier Hirnareale jeweils nur spezifische Leistungsausfälle zur Folge hat;
    deutet darauf hin, dass die beiden Areale für wechselseitig unabhängige kognitive Funktionen verantwortlich sind
  12. 12dorsaler & ventraler Stromventraler Strom dient der visuellen Objekterkennung, dorsaler Strom der visuellen Handlungskontrolle und dem Wechsel zwischen räumlichen Referenzsystemen
  13. 13Einsichtplötzliches Erkennen der Lösung einer Problemlöseaufgabe, oft mit Aha-Effekt verbunden
  14. 14exogen & endogen gesteuerte Aufmerksamkeitim ersten Fall wird die räumliche Aufmerksamkeit unwillkürlich von einem Reiz angezogen, im zweiten Fall willkürlich ausgerichtet; dies kann auch modalitätsübergreifend geschehen
  15. 15Farb- und Helligkeitskontanzbezeichnet das Phänomen, dass bei der Wahrnehmung von Oberflächeneigenschaften wie Farbe oder Reflektanz der Einfluss der Beleuchtung berücksichtigt wird
  16. 16Feedforward- vs. rekurrente ProzesseTheorie die besagt, dass visueölle Reize zunächst nur zu einer Welle unbewusster Feedforward-Verarbeitung führen, für die Entstehung bewusster Wahrnehmung aber eine schleifenartige, rekurrente Verarbeitung notwendig ist
  17. 17freier Willephilosophisches Konzept der Handlungsfreiheit, das mit naturwissenschaftlichen Mitteln nicht direkt untersucht werden kann; subjektive Wahrnehmung eigener Willensentscheidungen unterliegt jedoch charakteristischen Verzerrungen
  18. 18frühe & späte Selektionbeschreiben, ob Aufmerksamkeitsselektion vor oder nach der inhaltlichen Reizanalyse stattfindet
  19. 19Gestaltgesetzegeben an, unter welchen Bedingungen visuelle und auditive Reize als zusammengehörig wahrgenommen und so "gruppiert" werden
  20. 20Global-Workspace-Theoriebesagt, dass für die Entstehung bewusster Wahrnehmung die gleichzeitige, weitgespannte Aktivität vieler Hirnbereiche vonnöten ist
  21. 21GrößenkonstanzFähigkeit des visuellen Systems, die Größe von Objekten trotz unterschiedlicher Entfernung als konstant wahrzunehmen
  22. 22GroßmutterzelleSpottname für eine hochspezialisierte Zelle die z.B. nur dann reagiert, wenn man ein Bild der eigenen Großmutter betrachtet
  23. 23HeuristikDaumenregel als Handlungsanweisung, die zum korrekten Ergebnis führen kann, aber nicht muss
  24. 24Kategorisierungordnen verschiedener Begriffe oder Objekte in Ähnlichkeitsklassen;
    typischster Vertreter der Kategorie wird Prototyp genannt
  25. 25kognitive Täuschungcharakteristische Fehleinschätzung der Auftretenswahrscheinlichkeit und der Konsequenzen von Ereignissen, oft auf Basis von Heuristiken
  26. 26komplexes Problemlösenarbeitet mit Problemen, die sich während der Problemlösung dynamisch ändern und vernetztes Denken erfordern
  27. 27kritische PeriodeZeitraum, innerhalb dessen eine kognitive Fähigkeit erworben werden muss, wenn sie später perfekt beherrscht werden soll
  28. 28lexikalische Semantikinhaltliche Bedeutung eines Wortes
  29. 29Logikformales System von Regeln, das beschreibt, wie sich bei der Verknüpfung von Aussagen die Wahrheitswerte der Aussagen verändern müssen;
    logische Gültigkeit ist nicht gleich inhaltliche Richtigkeit!
  30. 30mentales Modellräumliche Vorstellung einer in einem Text dargestellten Szene
  31. 31Norman-Shallice-Modellbeschreibt, unter welchen Umständen Handlungen kognitiv überwacht werden müssen und wann sie ohne Überwachung ablaufen können
  32. 32ParsingZerlegung gesprochener oder gelesener Sprachströme in Wörter, Satzteile und Sätze
  33. 33Propositioninhaltliche Aussage, die als richtig oder falsch beurteilt werden kann;
    propositionale Netzwerke könnten dem semantischen Gedächtnis zugrunde liegen
  34. 34Psycholinguistikwidmet sich der Erforschung des Erlernens von Sprache und ihrer kompetenten Nutzung;
    Psycholinguisten beschäftigen sich auch mit der Frage, welche Vorgänge im Gehirn stattfinden, wenn wir sprechen oder anderen Sprechern zuhören
  35. 35rekurrente Prozesseschleifenartige Prozesse, die entstehen, wenn Zellen durch Feedforward-Erregung aktiviert werden und ihrerseits Feedback-Signale an die Ausgangszellen zurücksenden
  36. 36Response PrimingVersuchsparadigma, das die Unabhängigkeit motorischer Kontrolle vom visuellen Bewusstsein belegt
  37. 37Scheinwerfer und Vergrößerungsglas der Aufmerksamkeitgrobe Modellvorstellungen, die veranschaulichen sollen, wie die Aufmerksamkeit die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Verarbeitung erhöht
  38. 38Schema & Skriptbeschreiben den Zusammenhang von Merkmalen oder Handlungen
    Beispiele: das Schema für ein Gesicht oder das Skript für einen Restaurantbesuch
  39. 39Schlussfolgerndeduktives Schlussfolgernd einer Aussage aus Prämissen erfolgt nach Regeln der Logik,
    induktives Schlussfolgern beschreibt hingegen das Bilden eines generalisierten Schlussfolgerung aus vielen Einzelbeobachtungen
  40. 40Schwellediejenige Reizstärke, bei der ein Reiz in einem festgelegten Prozentsatz der Fälle erkannt, identifiziert oder von einem anderen Reiz unterschieden werden kann
  41. 41Signalentdeckungstheoriepsychophysisches Verfahren, mit dem die tatsächliche Wahrnehmungsempfindlichkeit einer Versuchsperson von deren Antwortstrategien getrennt werden kann
  42. 42Split-Brain-PatientenMenschen, bei denen zur Behandlung von Epilepsie oder ähnlichen Störungen das Corpus callosum durchtrennt wurde;
    Behandlungsmethode geht häufig mit Leistungseinbußen im visuellen, motorischen und kognitiv-sprachlichen Bereich einher, weil Informationen nicht mehr zwischen den Hirnhemisphären übertragen werden kann
  43. 43SynästhesieAktivierung von Sinneswahrnehmungen in einer Domäne durch reize einer anderen Domäne, z.B. das Hervorrufen von Farbempfindungen durch musikalische Klänge
  44. 44TransduktionUmwandlung eines physischen Reizes in elektrische neuronale Aktivitäten in einem spezialisierten Sinnesrezeptor
  45. 45UnivarianzprinzipFarben sind genau dann unterscheidbar, wenn sie zu unterscheidbaren Aktivitätsmustern der Zapfenrezeptoren führen
  46. 46visuelle SucheVersuchsparadigma, in dem ein Zielreiz unter mehreren Distraktorreizen gesucht werden muss; Suche nach einzelnen Reizmerkmalen führt häufig zum Pop-Out-Effekt, bei dem der Zielreiz unmittelbar ins Auge sticht; Suchzeiten nach Merkmalskombinationen steigen mit zunehmender Distraktorzahl an
  47. 47Wahrnehmungsspezifitätjede Wahrnehmungsmodalität wird in spezifischen Pfaden im Gehirn verarbeitet
  48. 48Wernicke-Geschwind-Modellbeschreibt das Zusammenspiel sprachrelevanter Gehirnstrukturen (Wernicke-Areal, Broca-Areal, Fasciculus arcuatus) bei der Entstehung von Aphasien und normalen Sprachleistungen
  49. 49Wissenorganisierte Information, die im Gedächtnis repräsentiert ist;
    deklaratives (oder explizites) Wissen enthält Tatsachen (semantisches Wissen) und Ereignisse (episodisches Wissen);
    prozedurales (oder implizites) Wissen umfasst Wissen über Abläufe und Fertigkeiten
  50. 50Patientin L. M.beidseitige Schädigung des Okzipitallappens führte zu einer Akinetopsie (konnte keine kontinuierlichen Bewegungen mehr sehen)
  51. 51Fall Phineas GageVerletzung des Frontalhirns durch Eisenstange ohne bleibende körperliche Schäden, aber mit gravierenden, negativen Persönlichkeitsveränderungen
  52. 52Patientin D. F.durch CO2-Vergiftung verursachte Schäden in Arealen des ventralen Stroms führten zu Objekterkennungs-Agnosie (konnte keine Objekte identifizieren oder beschreiben)
  53. 53Patient M. H.Entfernung des medialen Temporallappens zur Behandlung von Epilepsie führte bei unbeeinträchtigter kognitiver Intelligenz zu Gedächtnisverlust;
    Beweis, dass prozeduales und deklaratives Wissen unterschiedlich verarbeitet wird

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Fichas sobre EURO-FH ALPS1 Glossar, creado por Romi J el 14/07/2017.
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Romi J
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