Fichas
PA / TPA
Fichas del conjunto (102)
- 1Strukturelles Interview v. Kernberg erfasstPsychopathologie, Psychodynamik & Persönlichkeitsstruktur.
Weitere Bereiche: internalisierte Objektbeziehungen, Identitätsdiffusion- vs. -integration, Abwehrmechanismen - 2STIPO-D: Structured Interview for Personality OrganisationHauptziel: Erstellen einer Strukturdiagnose
7 Skalen:
Identität; Objektbeziehungen; primitive Abwehr; Coping / Rigidität; Aggression; Wertvorstellungen; Realitätsprüfung - 3OPD-2 Achsen?1. Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen
2. Beziehung
3. Konflikt
4. Struktur
5. Psychische und psychosomatische Störungen nach ICD-10 - 4OPD-2 Achse II: BeziehungKategorisierung des interpersonellen Verhaltens unter Nutzung des zirkumplexen Modells interpersonellen Verhaltens.
Dimensionen: Kontrolle und Affiliation - 5OPD-2: Achse IIIWelche Konflikte werden unterschieden?
1. Autonomie vs. Abhängigkeit
2. Unterwerfung vs. Kontrolle
3. Versorgung vs. Autarkie
4. Selbstwertkonflikte (Selbst- vs. Objektwert)
5. Schuldkonflikte
6. Ödipaler Konflikt
7. Identitätskonflikt - 61. Konflikt Autonomie vs. AbhängigkeitBipolare Spannung zwischen Suche nach enger Beziehung und dem Streben nach betonter Selbstständigkeit
- 72. Konflikt Unterwerfung vs. KontrolleDen anderen dominieren oder sich dem anderen unterwerfen.
- 83. Konflikt Versorgung vs. AutarkieBei grundsätzlicher Beziehungsfähigkeit sind Beziehung und Erleben von Wünschen nach Versorgung bzw. deren Abwehr geprägt.
- 94. Konflikt: SelbstwertkonfliktAnstrengung zur Anerkennung des Selbstwerts ist übermäßig stark und erfolglos oder anamnestisch gescheitert.
- 105. Konflikt: SchuldkonfliktSchuld wird über ein angemessenes Maß hinaus sich selbst oder dem anderen aufgebürdet.
- 116. Konflikt: ödipaler KonfliktEtwas gelten wollen vs. sich im Hintergrund halten / rivalisieren vs. nachgeben können
- 127. Konflikt: Identitätskonflikt (Identität vs. Dissonanz)Gefühl eines chronischen Identitätsmangels vs. aktives Überspielen von Unsicherheiten in der Identität.
- 13Weiterhin bei Konflikten möglich:Abgewehrte Konflikt- und Gefühlswahrnehmung
- 14Was sind die Dimensionen der Struktur nach OPD-2?1. Selbstwahrnehmung und Objektwahrnehmung
2. Steuerungsfähigkeit
3. Emotionale Fähigkeit
4. Fähigkeit zur Bindung - 15Was ist Widerstand?der Ausdruck psychischer Abwehrprozesse
- 16Wie wird Widerstand klassifiziert?1. Nach der zugrundeliegenden Abwehrleistung (Widerstand DURCH Verdrängung)
2. Danach, was in der ther. Beziehung vermieden werden soll (bspw. die Übertragung = Übertragungswiderstand)
3. Danach, was gesichert werden soll (bspw. die Identität = Identitätswiderstand) - 17Was ist der Sinn des Widerstands in der therapeutischen Beziehung?eine subjektiv angemessene Selbstschutzreaktion auf ein unangemessenes (überforderndes) ther. Beziehungsangebot.
- 18Was ist Übertragung?Beziehungs-repräsentanzen, die das Erleben des Patienten in der therapeutischen Beziehung bestimmen. In diesen Repräsentanzen schlagen sich konflikthafte frühe Interaktionsprozesse nieder.
- 19Wozu dient die Analyse der Übertragung?Sie soll die Hintergründe aktueller Konflikte erkennbar machen und zu einer direkteren Verfolgung eigener Beziehungswünsche führen.
- 20Was bedeutet "Konfliktinszenierung"?Ein "alter" psychischer Konflikt wird durch die Übertragung in der gegenwärtigen Beziehung aktualisiert und als Beziehungskonflikt wahrnehmbar.
- 21Welche Rolle hat die Neuinszenierung des Beziehungskonflikts in der Psychoanalyse?Sie stellt den Hauptgegenstand der therapeutischen Arbeit dar. Der Inszenierung liegen die Übertragung und Gegenübertragung zugrunde.
- 22Was ist eine positive Übertragung?Sie knüpft an positive Beziehungserfahrungen an (der Patient hat Unterstützung und Hilfe in der Entwicklung erfahren).
- 23Was ist eine negative Übertragung?Sie zeigt sich in verdeckten feindseligen oder distanzierenden Beziehungsangeboten. Der Patient beharrt auf diesen Erfahrungen, bis er sie verstanden hat.
- 24Was ist die Selbstobjektübertragung?Wünsche des Pat. nach Schutz und uneingeschränkter Bestätigung, nicht an den Bedürfnissen des anderen ausgerichtet.
- 25Was sind objektale Übertragungen?Konflikthafte Aspekte interpersonaler Beziehungen (negative, erotisierende oder starke positive Übertragungen).
- 26Was bedeutet Gegenübertragung?Übertragung des Therapeuten auf den Patienten; in der Therapie entspricht die Gegenübertragung des Therapeuten zuerst den dysfunktionalen Konzepten des Patienten (er "übernimmt" die ihm zugewiesene Rolle), im weiteren Verlauf verändert er seine Rolle in Richtung der eigentlichen Intention des Patienten.
- 27Was ist Regression "im Dienste des Ichs"?Reaktivierung spannungsmindernder Verhaltensweisen, von Beziehungswünschen zur Bewältigung belastender Situationen und zur Abwehr situativer Anforderungen.
- 28Formen der Regression (5)1. Regression von Triebbedürfnissen
2. Regression von Ich-Funktionen
3. Regression des Über-Ichs
4. Regression des Ich-Ideals
5. Regression von Objektbeziehungen - 29Methodische Besonderheiten der Psychodynamischen Psychotherapie1. Konzentration auf die aktuellen intrapsychischen und interpersonellen Konflikte
2. speziele Handhabung der Übertragungsbeziehung
3. Regression wird begrenzt bzw. nur ausnahmsweise gefördert. - 30Zentrales Beziehungskonfliktthema (Luborsky)1. Wünsche, Bedürfniss, Absichten des Erzählers
2. Reaktionen des Objekts
3. Reaktionen des Subjekts - 31Zyklisch-maladaptives Muster nach Strupp und Binder (CPM)1. Erwartung des Patienten
2. Verhalten des Patienten
3. Verhalten der anderen
4. Innere Einstellung - 32Control-Mastery-Theorie von Weiss und Sampson (1986)Pathogene Überzeugung des Patienten, dass die Wahrnehmung und Erfahrung bestimmter Affekte gefährlich für sich selber oder die Beziehung zu anderen ist ("Wenn ich Bedürfnisse zeige, werde ich zurückgewiesen"). Durch die Übertragung schafft der Patient eine Situation, in der sich der Therapeut bewähren muss (Beziehungstest), d.h., er muss mit seiner Reaktion die pathogene Überzeugung widerlegen. Gelingt ihm dies, kann der Patient seine Verdrängung aufgeben.
- 33Interpersonelle Psychotherapie nach Klerman und Weissman (ITP)Nachgewiesene Wirksamkeit bei affektiven Störungen.
Ansatz an den aktuellen Lebensbezügen; ther. Arbeit im Hier und Jetzt; emotionale Bearbeitung interpersoneller Probleme UND Entwicklung nötiger sozialer Fertigkeiten; Reduktion depressiver Symptomatik. - 34Reife AbwehrmechanismenGruppieren sich um die Verdrängung: Verschiebung, Reaktionsbildung, Rationalisierung, Intellektualisierung, Isolierung
- 35Unreife AbwehrmechnismenGruppieren sich um die Spaltung, lassen strukturelle Defizite vermuten: Spaltung, Projektion, projektive Identifizierung
- 36Primärer vs. sekundärer KrankheitsgewinnAngstreduktion vs. aufrechterhaltende Bedingungen
- 37Welches sind die drei Modelle der Symptomentstehung?Konfliktmodell
Defizitmodell
Traumamodell - 38Symptomentstehung im KonfliktmodellVersuchungs-und Versagungssituation - Aktueller KOnflikt - Reaktualisierung eines infantilen Konfliktes - Abwehr - Kompromissbildung zwischen Wunsch und Abwehr - Symptombildung
- 39Was ist Abwehr?Unbewusst durchgeführtes, selbsttäuschendes Verhalten mit dem Ziel der Unlustvermeidung und des Schutzes des Selbstbildes
- 40AbwehrmechnismenVerdrängung, Spaltung, Projektion, Projektive Identifizierung, Verschiebung, Reaktionsbildung, Rationalisierung, Intellektualisierung, Isolierung, Wendung gegen das Selbst, Identifizierung mit dem Aggressor, Sublimierung
- 41Symptombildung beim Defizitmodell / StrukturpathologieVerfügbarkeit der psychischen Funktionen, die das Selbst organisieren, ist eingeschränkt, da bestimmte Ich-Funktionen nicht ausreichend entwickelt wurden.
- 42Symptombildung beim TraumamodellTraumata gefährden die strukturelle Integration und können die Ich-Funktionen schwächen.
- 43Kumulatives TraumaMehrere unterschwellige subtraumatische Reize summieren sich zu einem Trauma
- 44Sequentielles TraumaMehrere traumatische Erlebnisse folgen aufeinander
- 45Typ-1-TraumataEinmaliges Erlebnis, kurz andauernd (Autounfall)
- 46Typ-2-TraumataLangandauerndes Trauma (Geiselhaft, politische Verfolgung)
- 47Ziel psychodynamischer Diagnostik ist die Erfassung von ...1. Symptomatik und subjektiver Bedeutung
2. auslösender Situation
3. biographischer Anamnese
4. innerer Objektwelt und unbewussten Phantasien
5. Psychodynamik (Struktur, Konflikt, Abwehr) - 48In welche Verfahren werden projektive Testverfahren unterteilt?- Formdeuteverfahren
- Gestaltungsverfahren
- verbal-thematische Verfahren - 49Was erfasst das Erstinterview von Argelander?- obektive Informationen (Nachprüfbarkeit)
- subjektive Informationen (Nachvollziehbarkeit)
- szenische Informationen! / Vorfeldpänomen! - 50Biographische Anamnese nach DührssenGegenwartskonflikt und Vorgeschichte
- 51Strukturelles Interview nach KernbergErfassung des Strukturniveaus (neurotisch-borderline-psychotisch)
- 52Strukturelle Analyse sozialen Verhaltens (SASB, Benjamin)Fragebogenverfahren zur Beziehungsanalyse
- 53Psychoanalytische Einzeltherapie erfolgt...mit Hilfe der Übertragungs-, Gegenübertragungs- und Widerstandsanalyse unter Nutzung regressiver Prozesse.
- 54Tiefenpsychologisch fundierte Einzeltherapie erfolgt...unter Beachtung von Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand bei Konzentration auf den aktuellen Konflikt sowie die Begrenzung regressiver Prozesse
- 55Supportiv-expressive Psychotherapie nach LuborskyPsychodynamische Therapieverfahren; angestrebt wird eine Veränderung konflikthafter Beziehungsmuster (vgl. ZBKT)
- 56Übertragungsfokussierte Psychotherapie nach Kernberg (Transference-focused-Therapy)Psychodynamische Therapieform:
stark strukturierte, manualisierte Langzeitstherapie mit schweren Persönlichkeitsstörungen - 57Indikation für analytische PsychotherapieFähigkeit zur therapeutischen Ich-Spaltung bei gleichzeitigem Zulassen können der Übertragungsneurose
- 58Indikation für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie-Vorliegen eines klar umrissenen unbewussten Konflikts und einer Auslösesituation; Bildung eines Behandlungsfokus möglich
- 59Was ist eine negative therapeutische Reaktion?Besondere Form des Widerstands: immer dann, wenn Fortschritte im therapeutischen Prozess eine Besserung wahrscheinlich machen, stellt sich eine Verschlimmerung der Symptomatik ein.
- 60Was ist der Wiederholungszwang?Die unbewusste Tendenz, leidvolle Erfahrungen immer wieder aktiv herzustellen und somit Vertrautes zu wiederholen, ohne sich dabei an das biographische Vorbild zu erinnern.
- 61Was bedeutet Agieren?Produzieren von Handlungen statt Erinnerungen, in den Handlungen werden unbewusst signifikante Kindheitserinnerungen wiederholt.
- 62Was bedeutet Regression?Vorgang, in welchem ein einmal erreichtes Entwicklungsniveau verlassen und zu einem strukturell niedrigeren Niveau zurückgekehrt wird.
- 63Was bedeutet maligne Regression?Die maligne Regression bleibt nicht auf die therapeutische Situation begrenzt. Der Patient geht davon aus, dass der Therapeut seine kindlichen Bedürfnisse tatsächlich befriedigen kann.
- 64Behandlungstechniken in der PA / TPAbstinenz
Neutralität
Freie Assoziation / Grundregel
Gleichschwebende Aufmerksamkeit
Konfrontation
Klarifikation
Deutung
Durcharbeiten
Containing
Holding Function
Korrigierende emotionale Erfahrung - 65AbstinenzregelFordert von Patient und Therapeut, sich nicht gegenseitig zur Befriedigung ihrer Beziehungswünsche zu gebrauchen.
- 66NeutralitätDer Therapeut soll einen gleichmäßigen Abstand zu Es, Ich und Über-Ich halten.
- 67Freie AssoziationDer Patient soll alles äußern, was ihm in den Sinn kommt.
- 68Gleichschwebende AufmerksamkeitDer Therapeut soll allen Äußerungen des Patienten die gleich Aufmerksamkeit entgegenbringen.
- 69KonfrontationTherapeut macht Patienten auf das Vorhandensein eines näher zu betrachtenden Phänomens aufmerksam. Das zu betrachtende wird dem bewussten Ich des Patienten zur Verfügung gestellt.
- 70Klarifikation / KlärungDas mit der Konfrontation in den Fokus gerückte Phänomen wird näher betrachtet (wodurch wurde der Zuspätkommende aufgehalten etc.)
- 71DeutungEin unbewusstes Phänomen wird bewusst gemacht. Der Therapeut teilt dem Patienten mit, welche unbewussten Motive er in den Verhaltensweisen des Patienten sieht.
- 723 DeutungstypenInhaltsdeutung
Übertragungsdeutung
Widerstands- / Abwehrdeutung - 73InhaltsdeutungDeutung des Phänomens aus dem vom Patienten berichteten Kontext heraus.
- 74ÜbertragungsdeutungWas will der Patient mit seinem Material über die Beziehung zum Therapeuten sagen?
- 75Widerstands- und AbwehrdeutungenThematisiert wird, dass der Patient sich in einer bestimmten Weise verhält, um etwas zu vermeiden. Noch nicht: was er damit vermeiden will!
- 76DurcharbeitenAusdauernde und geduldige Arbeit gegen den Wiederholungszwang, eine Deutung bewirkt keine dauerhafte Veränderung.
- 77ContainingDer Therapeut "hebt" für den Patienten noch zu schmerzhafte oder ängstigende Affekte "auf" und sie diesem später in "verarbeiteter Form" in Form einer Deutung anzubieten (introjektive Identifizierung).
- 78Holding FunctionMütterlich, haltend-stützende Funktion des Therapeuten.
- 79Korrigierende emotionale Erfahrung (Alexander)therapeutischer Ersatz für vergangene Deprivation, durch welche entwicklungsbedingte Defizite im Sinne einer Nachreifung repariert werden sollen.
- 80Regressionbegrenzung bei der TPABehandlung im Sitzen, geringere Frequenz, aktivere und direktivere Haltung des Therapeuten
- 81Fokusbildung in der TPABeschränkung auf einen bedeutsamen Konfliktbereich und dessen beziehungsdynamischem Hintergrund.
- 82Haltende Interventionenbei strukturell beeinträchtigten Patienten: supportive Imaginationen, Entspannung, Strukturierung, Entpathologisierung
- 83Prinzip Antwort in der TPABei strukturell gestörten Patienten: selektive authentische Mitteilung der eigenen Gegenübertragungsgefühle durch den Therapeuten.
- 84Affektualisierungein Ereignis oder Verhalten wird dramatisiert.
- 85Entwertung oder IdealisierungObjekte werden unbewusst entwertet oder erhöht.
- 86IdentifikationAnteile der anderen Person werden in das eigen Selbst integriert.
- 87IntellektualisierungAngstbesetzter Inhalt wird theoretisch und ohne Gefühl behandelt.
- 88IntrojektionBestimmte Anschauungen oder Verhaltensweisen anderer werden in das eigene Selbst übernommen.
- 89IsolierungDie Triebregung wird als fremd erlebt und abgetrennt.
- 90ProjektionEigene Wünsche, Bedürfnisse etc. werden anderen unterstellt.
- 91Projektive IdentifikationEigene Anteile werden abgespalten und in den anderen projiziert. In manipulativer Weise wird der andere dann dazu gebracht, sich entsprechend dieser Projektion zu verhalten.
- 92RationalisierungIm Nachhinein wird eine Scheinbegründung für ein Geschehnis gefunden.
- 93RegressionEs erfolgt ein Rückzug auf eine frühere Entwicklungsstufe
- 94SpaltungInkompatible Inhalte werden auf verschiedene Objekte aufgeteilt.
- 95SublimierungTriebregung wird auf ein kulturell höherwertiges Ziel verschoben.
- 96UngeschehenmachenGeschehnisse sollen magisch rückgängig gemacht werden.
- 97VerdrängungAmnesie für angstbesetzte Inhalte
- 98VerleugnungRealität wird grob verzerrt, indem Tatsachen oder Emotionen nicht wahrgenommen werden.
- 99VermeidungTriebregungen werden umgangen.
- 100VerschiebungBedrohlichkeit wird auf ein anderes Objekt verlagert.
- 101Wendung gegen die eigene PersonAutoaggressive Handlungen werden ausgeführt.
- 102ReaktionsbildungAngstbesetzte Inhalte werden durch ihr Gegenteil ersetzt.
Información
- Descripción
- Fichas sobre PA / TPA, creado por uteschuette el 14/01/2014.
- Creado por
- uteschuette
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