Fichas
EURO-FH SOPS 3 Glossar
Fichas del conjunto (36)
- 1abhängige Variable (AV)Variable, deren Ausprägung in Experimenten durch die hypothesengeleitete systematische Variation der unabhängigen Variable beeinflusst und untersucht wird
- 2Advocatus diaboliPerson, die bei Diskussionen im Auftrag der Gruppe die Gegenposition zur aktuellen Gruppenmeinung vertritt; dadurch kann Verzerrung bei Gruppenentscheidungen entgegengewirkt werden
- 3additive AufgabeAufgabenart, bei der sich die Gesamtleistung der Gruppe aus der Summe der Einzelleistungen der Gruppenmitglieder ergibt;
potentielle Produktivität der gruppe liegt über der Einzelleistung;
Beispiel: Tauziehen - 4disjunktive AufgabeAufgabenart, bei der der Beitrag eines Gruppenmitglieds als Gruppenprodukt ausgewählt wird;
potentielle Gruppenleistung ist maximal so gut wie die Leistung des besten Mitglieds
Beispiel: Lösen eines Rätsels - 5konjunktive AufgabeAufgabenart, die erfordert, dass eine Aufgabe von jedem Gruppenmitglied einzeln erfolgreich ausgeführt wird;
potentielle Leistung der Gruppe ist maximal so gut wie die Leistung des schlechtesten/schwächsten Mitglieds
Beispiel: Bergsteigen - 6basking in reflected gloryist die Eigengruppe erfolgreich oder allgemein beliebt, identifiziert man sich stärker mit dieser und zeigt dies auch verstärkt nach außen
- 7cautious shiftForm der Gruppenpolarisierung, bei der die Gruppenentscheidung vorsichtiger ausfällt, als man angesichts der ursprünglichen Neigung ihrer Mitglieder erwarten würde
- 8confirmation biasTendenz, für die eigenen Annahmen bestätigende Informationen bevorzugt zu suchen bzw. wahrzunehmen
- 9egocentric biasselbstwertdienliche Attribution, bei der Personen ihren eigenen Anteil an gemeinsamen Ereignissen oder Leistungen überschätzen
- 10FremdgruppenhomogenitätseffektTendenz, Mitglieder der Fremdgruppe als einander ähnlicher wahrzunehmen, als sie tatsächlich sind
- 11Gimpel-Effekt (sucker effect)Variante des sozialen Faulenzens, bei der Gruppenmitglieder ihre Leistung reduzieren, wenn sie den Eindruck haben, dass andere Mitglieder sich nicht oder nicht so sehr anstrengend wie sie selbst
- 12GruppeAnsammlung von 2 oder mehr Personen, die folgende Kriterien aufweist:
Interaktion,
gemeinsame Ziele,
Wir-Gefühl,
zeitliche Stabilität - 13justification of effortwaren große Anstrengungen nötig, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, dann wird das Erreichte aufgewertet, um die Vorleistung/erbrachte Opfer zu rechtfertigen
- 14KohösionZusammenhalt einer Gruppe, der sich darin widerspiegelt, wie gerne die Gruppenmitglieder Teil der Gruppe bleiben wollen; resultiert aus allen Kräften, die die Mitglieder motivieren, in der Gruppe zu bleiben
- 15Köhler EffektProzessgewinn bei der Arbeit in Gruppen, der dadurch erzielt wird, dass leistungsschwächere Mitglieder ihre
Anstrengung steigern, um die Gruppe nicht aufzuhalten. Tritt auf, wenn der eigene Beitrag als für das (individuell bedeutsame) Gruppenergebnis wesentlich wahrgenommen wird. - 16extrinsische Motivationvon außen kommende Motivation aufgrund von Belohnung und/oder äußerem Druck
- 17intrinsische Motivationaus einem inneren Antrieb entstehende Motivation durch Interesse und/oder Spaß an der Tätigkeit
- 18persuative arguments explanationErklärung für das Zustandkommen von Gruppenpolarisierung: andere Mitglieder bringen Argumente vor, die man selbst noch nicht bedacht hat und die die eigene Meinung zusätzlich stützen, was dazu beitragen kann, dass sich die Meinungen extremisieren
- 19ProzessbilanzVariable zur Bestimmung der Gruppenleistung, die sich aus der Summe von Prozessverlusten und -gewinnen ergibt
- 20ProzessgewinneLeistungszuwachs, z.B. durch gegenseitiges Motivieren, wechselseitiges Lernen und Inspiration
- 21ProzessverlusteLeistungsverluste, z.B. durch Motivations- oder Koordinationsverluste
- 22risky-shift phenomenonForm der gruppenpolarisierung, bei der die Gruppenentscheidung riskanter ausfällt, als man angesichts der ursprünglichen Neigungen ihrer Mitglieder erwarten würde
- 23soziale KompensationProzessgewinn bei der Gruppenarbeit, wobei stärkere Mitglieder ihre Anstrengungen steigern, um eine erwartete geringe Leistung von weniger fähigen oder unmotivierten Mitgliedern auszugleichen
- 24soziales Faulenzen (social loafing)wenn die Einzelleistung in der Gruppe nicht identifizierbar ist oder zumindest nicht bewertet wird, vermindern die Gruppenmitglieder ihre Anstrengungen, tritt v.a. bei langweiligen und/oder einfachen Aufgaben auf
- 25StereotypisierungSymptom, das in der Theorie des Gruppendenkens beschrieben wird und die undifferenzierte (stereotype)
Wahrnehmung von Meinungsgegnern beschreibt, womit diese abgewertet werden und das eigene Denken
unkritisch aufrechterhalten werden kann - 26SynergieeffekteDurch Zusammenarbeit in der Gruppe erzielter Zugewinn an Leistung, wodurch
die Gruppenleistung größer wird als die Summe der Einzelleistungen der Gruppenmitglieder - 27Theorie der ErwartungsgegenständeStatus eines Gruppenmitglieds hängt davon ab, wie viel es gemäß den Erwartungen der Gruppe zur Erreichung der Gruppenziele beitragen kann. Um dies abzuschätzen, werden spezifische (Fähigkeiten/Fertigkeiten, die für die erfolgreiche Aufgabenbewältigung
unmittelbar von Bedeutung sind) und diffuse Statusmerkmale (z.
B. Alter, Geschlecht, Titel oder Status in
anderen Gruppen) herangezogen. - 28Theorie der sozialen IdentitätMenschen haben das Bedürfnis, ein positives Selbstkonzept zu erreichen und zu erhalten. Dieses Selbstkonzept definiert sich nicht nur über individuelle
Merkmale, sondern auch über Gruppenmitgliedschaften (soziale Identität). Der Wert der Eigengruppe wird dabei (auch) über den Vergleich mit anderen Gruppen bestimmt. - 29Theorie des GruppendenkensTheoretische Erklärung für
das Zustandekommen fataler Gruppenentscheidungen, wonach die
Kohäsion hierfür eine zentrale Rolle
spielt: Um diese aufrechtzuerhalten und nicht durch Konflikte zu beeinträchtigen,
wird versucht, möglichst schnell – und damit mitunter auf Kosten der Entscheidungsqualität – einen Konsens
zu finden. - 30Theorie des realistischen GruppenkonfliktsDer Wettbewerb um wertvolle, aber knappe Ressourcen führt zu Konflikten zwischen Gruppen; Feindseligkeit, vermehrte Vorurteile und Diskriminierung sind die Folge.
- 31transaktives GedächtnissystemBezeichnet die effektive Kombination der Gedächtnisse von zwei oder mehr Personen, indem eine klare Aufteilung besteht, wer für das Erinnern welcher Arten von Informationen zuständig ist. Dadurch kann Informationsverlusten entgegengewirkt und die gesamte Erinnerungsleistung einer Gruppe verbessert werden.
- 32unabhängige Variable (UV)Variable, die in Experimenten systematisch variiert wird, um ihren Einfluss auf abhängige Variablen (AV) zu untersuchen
- 33VerlusteskalationWegen der Unfähigkeit, Entscheidungen zu revidieren/Vorhaben abzubrechen, auch wenn deren Erfolg bereits mehr als fraglich ist, werden meist weitere Anstrengungen in solche Vorhaben investiert, zum Teil werden die Anstrengungen sogar weiter intensiviert,
was zu einem weiteren Ansteigen der Verluste führt. - 34Gruppenphasen1. Forming
2. Storming
3. Norming
4. Performing
5. Adjourning - 35TrittbrettfahrenLeistungsreduktion, wenn der persönliche Beitrag als für das Gruppenergebnis nicht wichtig wahrgenommen wird
- 36Effekt des gemeinsamen WissensGruppe konzentriert sich auf Informationen, die bereits allen bekannt sind, d.h. auf das "gemeinsame Wissen";
Informationen, die nur einzelnen Mitgliedern bekannt sind ("nicht geteiltes Wissen"), kommen häufig nicht zur Sprache oder erhalten weniger Aufmerksamkeit;
Gegenmaßnahmen: genügend Zeit geben, Advocatus diaboli, klare Verantwortlichkeiten für bestimmte Infos
Información
- Descripción
- Fichas sobre EURO-FH SOPS 3 Glossar, creado por Romi J el 13/07/2017.
- Creado por
- Romi J
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