Allgemeine Psychologie II: E+M Aggression
Diapositivas del conjunto (16)
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- McDougall (1908): Aggression als einer von 18 Instinkten
- Feindselige Handlungen demnach das Produkt eines Aggressionstriebes
- Freud: Thanatos, als auf die Zerstörung organischen Lebens gerichteter Trieb
- Destruktionsbedürfnis erzeugt Spannung
- Kartharsis: Abbau durch „ausagieren“
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- Lorenz: Aggression als angeborene Verhaltensdisposition, die die Anpassung an die Umwelt erhöht
- Im Inneren des Organismus verhaltensspezf. Energie, die sich spontan auflädt
- Überdruck strebt nach Entladung
- Schlüsselreize
- Abbau durch kontrollierte Abfuhr (z.B. Sport)
- gesündestes Individuum als Leittier - wenn Leittier aggressives Verhalten zeigt, tun die anderen es auch
- stark ideologisch
- Kritik
- Instinkttheorien sind zirkulär und verwendete Konzepte unscharf
- Zweifel, dass Aggression den gleichen Gesetzmäßigkeiten folgt wie wiederkehrende physiologische Bedürfnisse
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Frustrations-Aggressionshypothese
- Dollard, Doob, Miller, Mowrer, Sears (1939)
- Frustration als Folge des Abbruchs einer zielgerichteten Handlung
- Aggression dann gegen die Urheber der Frustration
- alternativ: Verschiebung auf ein anderes Objekt; das eigentlich mit der Frustration gar nichts zu tun hat
- Frühe starke Version: Frustration führt immer zu irgendeiner Form der Aggression
- Frustration <— — Aggression
- Kritik
- Eine Vielzahl anderer Reaktionen auf Frustration ist möglich, wie Weinen oder Apathie
- Spätere abgeschwächte Version
- Frustration produziert Reaktionen; eine davon ist Aggression
- Aggression als „dominante Reaktionstendenz“ auf Frustration
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- Spezifizierung der Bedingungen, die hinzukommen müssen, damit Frustration zu Aggression führt
- Frustration<— - Hinweisreiz<— -Aggression
- Frustration ruft zuerst emotionale Erregung (Ärger) hervor
- Der Ärger führt nur dann zur Reaktion, wenn zusätzlich aggressive Hinweisreize vorliegen
- Beispiel: Waffen als aggressiver Hinweisreiz bei Amerikanern
- Kritik und Einschränkungen
- Auch bei aggressiven Hinweisreizen wird frustrierte Person nicht immer aggressiv reagieren
- Möglicher Grund: Sanktionierung von aggressivem Verhalten
- Vielleicht signalisieren aggressive Hinweisreize auch, dass ein Verhalten im gegebenen Kontext angemessen ist
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- Aggressives Verhalten ebenso erlernt wie andere Formen des Sozialverhaltens
- Lernen durch die Beobachtung anderer Personen
- Bobo-Doll-Experiment
- Ergebnis: Verhalten wurde öfter imitiert, wenn das Modell dafür belohnt wurde
- Korrelationsstudien: positiver Zusammenhang zwischen des Konsums aggressiver Fernsehsendungen und aggressiven Verhaltensweisen
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- Videospiele mit aggressiven Inhalten aktivieren mehr aggressionsbezogene kognitive Inhalte und führen zu mehr aggressiven Handlungen
- Erwartungen: andere werden mich ärgern/beschimpfen
- Aggressive Verhaltens-Skripte: Verhaltensrepertoire verengt, aggressive Lösungen fallen einem zuerst ein
- Desensibilisierung: Abstumpfung gegenüber Gewalt

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- aversiv erlebte Erregung erhöht die Wahrscheinlichkeit von aggressivem Verhalten
- Lärm hat nur Einfluss, wenn Vp vorher schon frustriert war
- Negative affect escape model: Beziehung von Temperatur und Aggression
- Räumliche Enge nur aggressionssteigernd, wenn sie als aversiv erlebt wird (Gegenbeispiel: Disko)
- Zillmann (1979): Residuale Erregung wird auf gegenwärtigen Kontext übertragen, wenn der tatsächliche Auslöser nicht mehr im Fokus der Aufmerksamkeit liegt -> Erregung hat nur bei Vorliegen einer Provokation aggressionsintensivierende Wirkung
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- Erregung hatte nur Wirkung, wenn Ruhepause zwischen Erregungsinduktion und Vergeltung liegt
- offenbar entscheidend, worin die Ursache für die momentane Erregung gesehen wird
- Attribution
- Kritik von Berkowitz an Zillmann
- Erregung nicht neutral, häufig negative Valenz
- Aversive Erlebnisse führen sofort (ohne Attribution) zu aversivem Verhalten und lösen direkt Aggression oder Flucht aus
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- Je unangenehmer ein Ereignis empfunden wird, desto eher die Bereitschaft, aggressiv zu handeln
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Aggression und soziale Konstruktionen
- Problematiken in der Definition
- auch unterlassene Hilfeleistung kann als Schädigung einer Person durchgehen
- schwere Gewaltanwendung zur Verteidigung
- „aggressiv“ impliziert negative Valenz, nicht mehr nur Beschreibung
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- Rule & Ferguson (1984): aggressives Verhalten wesentlich durch „is-ought“ Diskrepanzen und durch Verantwortlichkeitsattributionen bestimmt
- „Is-ought“ Diskrepanzen: kennzeichnen das Ausmaß, in dem sich erwartetes und gezeigtes Verhalten unterscheiden.
- Verantwortlichkeitsattributionen: Zuschreibung der Verantwortlichkeit für das gezeigte Verhalten.
- Johnson & Rule (1986): Entschuldigungen nur dann Einfluss auf aggressive Vergeltung, wenn sie vor der Provokation erfolgen. Dann wird Erregung, Ärger und aggressive Tendenz reduziert.
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- Individuen zeigen viel weniger aggressives Verhalten als Gruppen
- LeBon (1900): Enthemmungsthese: Menschen verhalten sich in Gruppen impulsiver und enthemmter
- Deindividuation: Wenn Menschen sich großen Gruppen anschließen werden sie erregter; dadurch tritt ihre Individualität in den Hintergrund; Orientierung an eigenen Normen und Standards nimmt ab
- Zimbardo (1969)
- Anonymität, Diffusion Verantwortlichkeit, Gegenwart der Gruppe führen zu Deindividuation
- langfristige Konsequenzen des Handelns werden ausgeblendet und eigene Normen und Standards weniger befolgt
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Aggression zwischen Gruppen (2)
- Donnerstein et. al (1972): Personen verhalten sich aggressiver unter anonymen Bedingungen
- Anonymität kann zu weniger und nicht mehr antisozialem Verhalten führen - entscheidend sind die Normen der Gruppe
- Turner und Killian (1972): In Gruppen wird aggressives Verhalten gezeigt weil gruppenspezf. Normen angewendet werden
- Befunde sprechen für Tatsache, dass in Gruppen lokale Normen implementiert werden und dass Gruppenmitglieder sich bewusst an diese Normen halten
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- milde vs. starke Bestrafung = milde Bestrafung eher nützlicher, das Kind hat sonst nie das Gefühl etwas freiwillig und aus sich heraus bleiben zu lassen
- Präventionsprogramm an Schulen von Olewus
- Sympathie für Opfer durch Videos und Diskussionen -> Empathie als wichtige Komponente
- Informationen der Eltern - das Verhalten soll auch zuhause nicht gebraucht werden
- Lernen, potentielle andere Perspektiven mit einzubeziehen
- mehr Aufsicht
- sofortiges Vorgehen gegen Gewalt
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- Aggressive Handlungen haben durchaus Auswirkungen auf weitere Aggression
- Katharsis-Theorie nicht bestätigt, da das Ausagieren von Aggressionen aggressiver macht, und daher kein Spannungsabfall erzeugt wird
- allerdings kann auch die Unterdrückung von aggressiven Emotionen zu Nachteilen führen
- Dilemma: Ausleben und Unterdrücken ist schädlich
- Hilfreich: Konstruktives Ausleben aggressiver Impulse, Menschen für die eigenen Emotionen sensibilisieren
- Tagebuch schreiben
- Entschärfung von Konflikten durch Entschuldigungen - die Entschuldigung darf nicht zu spät kommen, wenn alle Komponenten der Emotion bereits ausgelöst sind, ist es zu spät für eine Entschuldigung, beziehungsweise ist ihre Wirkung sehr abgeschwächt
- Vorbilder, die auf Frustration nicht mit Aggression reagieren
- Problemlösetrainings
- Einübung der Perspektivenübernahme (SEHR hilfreich)
Información
- Descripción
- Folienset auf Allgemeine Psychologie II: E+M Aggression, erstellt von Laura Pletsch auf 22/01/2018.
- Creado por
- Laura Pletsch · ene 2018
- Actualizado
- 10 abr 2018
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