Vom Erz zum Stahl
Diapositivas del conjunto (12)
-
- Metalle kommen in der Natur meistens in Form von salzartigen Verbindungen vor, oft als Oxide, Sulfide oder Carbonate.
- Oft kommen sie mit anderem Gestein, der "Gangart", gemeinsam vor. Aus diesem "tauben" Gestein lässt sich kein Metall gewinnen.
- Zur Metallgewinnung eignen sich die Oxide am besten.
- Sulfide werden daher durch "Rösten" in Oxide umgewandelt
- Carbonate durch "Brennen"
-
- Die wichtigen Eisenerze mit 65-70% Eisengehalt sind
- Magnetit oder Magneteisenstein (Fe3O4)
- und
- Hämatit oder Roteisenstein (Fe2O3)

- Pie de imagen: Eisenerze
-
- Damit die Eisenerze für den Hochofen taugen, müssen sie eine gewisse Größe und Festigkeit aufweisen. Stückerz kann direkt verwendet werden, Feinerze werden zu Sinter oder zu Pellets verarbeitet
- Der österreichische Spateisenstein, ein Eisencarbonat, das früher am Erzberg in der Steiermark abgebaut wurde, wird heute aufgrund des geringen Eisengehaltes nicht mehr verhüttet.
-
- Für die Roheisengewinnung benötigt man Erz, Zuschläge und Koks.
- Die Erze liefern das Metall.
- Die Zuschläge binden unerwünschte Stoffe und bilden die Schlacke.
- Der Koks dient als Reduktionsmittel und Brennstoff
- Koks wird in der Kokerei aus Steinkohle hergestellt. Durch die riesigen Mengen Koks, die zur Roheisenerzeugung benötigt werden, trägt die Eisen- und Stahlproduktion etwa 7% zur vom Menschen verursachten Kohlendioxidfreisetzung bei.
-

- Eine Hochofenanlage besteht aus der
- Beschickungsanlage,
- dem eigentlichen Hochofen
- und der Winderhitzeranlage
-
- Der Hochofen ist ein Schachtofen, der jahrzehntelang im Gegenstrom betrieben wird. Er besteht aus
- Gicht (zur Beschickung und Ableitung der Gichtgase)
- Schacht (zur Reduktion der Erze)
- Kohlensack (hier sammelt sich Koks)
- Rast (hier wird der Wind eingeblasen)
- und Gestell (hier sammelt sich flüssiges Roheisen und flüssige Schlacke)
-
- Man unterscheidet von oben nach unten die
- Vorwärmzone (hier werden Erz, Koks und Zuschläge getrocknet und aufgeheizt)
- Reduktionszone (hier wird das Eisenerz durch Kohlenstoffmonoxid zu Eisen reduziert)
- Schmelzzone (hier schmilzt das Eisen und rinnt in das Gestell)
- Verbrennungszone (hier verbrennt der Koks mit dem Heißwind und bildet das Reduktionsgas, das Kohlenstoffmonoxid
-
- Erz, Zuschläge und Koks wandern von der Gicht nach unten, werden getrocknet und erhitzt bis bei ca. 1000°C das Eisenerz mit dem Kohlenstoffmonoxid reagiert und Eisen gebildet wird. Bei etwa 1500°C schmilzt das Eisen und rinnt in das Gestell.
- Die Verunreinigungen reagieren mit den Zuschlägen und bilden die Schlacke. Koks bleibt über und verbrennt bei bis zu 2000°C mit dem eingeblasenen Wind.
-
- Im Abstand einiger Stunden findet der Abstich statt, das Gestell entleert sich, indem flüssiges Roheisen und Schlacke abfließen. Das Roheisen wird in Torpedopfannenwagen in das Stahlwerk gebracht.
- Die Gase strömen nach oben, werden über die Gicht abgeleitet, anschließend entstaubt und in den Winderhitzern verbrannt. Ist ein Winderhitzer aufgeheizt, wird frische Luft auf etwa 1000°C aufgeheizt und als Wind in den Hochofen geblasen. Das erspart sehr viel Energie.
-
- Das Roheisen enthält etwa 4% Kohlenstoff und weitere Verunreinigungen. Durch Verringerung des Kohlenstoff-gehaltes auf unter 2%, Entfernung von Verunreinigungen und Zugabe von Legierungsmetallen entsteht Stahl mit wesentlich besseren mechanischen Eigenschaften.
- Im Linz-Donawitz-Verfahren wird der LD-Konverter mit Roheisen, Stahlschrott und Zuschlägen befüllt (charchiert). Anschließend wird über eine wassergekühlte Lanze reiner Sauerstoff aufgeblasen. Der Kohlenstoff-gehalt verringert sich, Verunreinigungen werden entfernt und es entsteht Stahl.
-
- Der fertige Stahl wird zur Stranggussanlage gebracht und in Endlosstränge vergossen. Dadurch vermeidet man Lufteinschlüsse, wie früher beim Kokillenguss
Información
- Descripción
- 7. Klasse (Redoxreaktion) Chemie Diapositivas sobre Vom Erz zum Stahl, creado por Sepp Holl el 19/03/2020.
- Creado por
- Sepp Holl
- Visitas
- 489
- Etiquetas
- Valoración