Fichas
Affektive Störungen
Fichas del conjunto (35)
- 1affektive Störungen Kennzeichnung ICD-10 und zentrales MerkmalF3
zentral: Veränderungen der Stimmung und Affektivität in depressive oder manische Richtung, Wechsel des Aktivitätsniveaus, wiederholtes Auftreten, oft Beginn der einzelnen Episoden im Zusammenhang mit belastenden Ereignissen - 2F30 Manische Episodegehobene Stimmung und Steigerung der körperlichen und psychischen Aktivität, Leistungsfähigkeit, Geselligkeit, Wohlbefinden, vermindertes Schlafbedürfnis
(ohne Halluzination oder Wahn!)
(Diagnose nur bei einzelnen manischen Episoden!) - 3F30.0 Hypomanie & F30.1 ManieBei Hypomanie geringere Intensität der Symptome, weniger Beeinflussung der Lebensführung
als beim Vollbild der Manie (mehr Selbst- und Fremdschädigung) - 4Akuttherapie bei manischen EpisodenProblem:
keine Einsicht in Erkrankung &
Behandlungsbedürftigkeit
Um Schädigung eigener Interessen oder Störung und Gefährdung der Umwelt zu
verhindern, müssen Patienten häufig auf geschützten Stationen akutpsychiatrisch behandelt werden, möglicherweise auch gegen ihren Willen (Gesetzliche Unterbringung)
-> Abschirmung von Außenreizen
-> Schlafrhythmus
-> Pharmakotherapie - 5F31 bipolare affektive StörungStörung ist durch wiederholte (mindestens 2) Episoden charakterisiert
Manie & Depression - 6Differenzierung zwischen Bipolar-1-Störung und Bipolar-2-StörungBipolar-1-Störung: "klassische" Bipolarität, Manie und Depression
Bipolar-2-Störung: Vorliegen einer oder mehrerer depressiver Episoden + eine oder mehrere hypomanische Episoden (Vollbild Manie darf nicht erfüllt sein!) - 7Einteilung bipolar affektiver Störungenbipolar affektive Störung
ggw. hypomanische Episode
ggw. manische Episode ohne psychotische Symptome
ggw. manische Episode mit psychotischen Symptomen
ggw. leichte oder mittelgradige depressive Episode
ggw. schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
bipolar affektive PSYCHOSE ggw. schwere depressie Episode mit psychotischen Symptomen
bipolar affektive Psychose ggw. gemischt - 8Rapid Cycling Ultra Rapid Cycling Ultraradian CyclingRapid: schneller Phasenwechsel bei Bipolarität (normalerweise erfolgt Wechsel relativ langsam, oft auch unterbrochen von Phasen des Wohlbefindens)
Ultrarapid: kurze Zyklenfolge, Episoden halten nur wenige Tage
Ultraradian: stündlich bis minütlich wechselnde Phasen - 9Erhaltungstherapie bipolar affektiver StörungenZeitspanne, in der die Akutsymptomatik abgeklungen ist, die biologisch darunter liegende Krankheitsepisode aber noch nicht wirklich beendet ist. Ein Wiederauftreten der Symptomatik in diesem Zeitraum von 6-12 Monaten ist als Rückfall zu werten. Es erscheint sinnvoll die Therapie, die zur Remission geführt hat, noch einige Monate fortzuführen.
- 10Rezidivprophylaktische TherapieSehr wichtig bei bipolaren Verläufen!
Zeitspanne, in der die letzte Episode (Symptomatisch und biologisch) beendet ist. Ein Wiederauftreten der Symptomatik wird in dieser Phase als Wiedererkrankung bzw. Rezidiv gewertet.
Bei bipolaren Störungen mit hohem Rezidivrisiko(!) und manischen Episoden mit hoher sozialer Gefährdung, wird häufig jedoch schon nach dem Auftreten der ersten manischen Episode eine rezidivprophylaktischeBehandlung empfohlen (Stimmungsstabilisierende Medikation und Psychotherapie) - 11F32 depressive Episode worauf achten bei der Diagnose/Differentialdiagnostik?Diagnose nur bei einzelnen depressiven Episoden!
mehrere Episoden
-> rezidivierende depressive Störung (F33) - 12Hauptsymptome einer Depression Wie lange müssen diese anhalten?gedrückte Stimmung, die mind. 2 Wochen anhält
Interessensverlust & Freudlosigkeit
verminderter Antrieb & erhöhte Ermüdbarkeit - 13zusätzliche Symptome einer Depression- Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
- Vermindertes Selbstwertgefühl und Vertrauen
- Schuldgefühle
- Negative/ pessimistische Zukunftsperspektiven
- Suizidgedanken, Selbstverletzung, Suizidhandlungen
- Schlafstörungen
- Verminderter Appetit - 14Somatisches Syndrom bei einer DepressionBei leichten und mittelgradigen Episoden kann zwischen Episoden mit oder ohne somatischem Syndrom unterschieden werden
Typische Merkmale eines somatischen Syndroms:
- Interessensverlust oder Verlust der Freude an normal angenehmen Aktivitäten
- Mangelnde Fähigkeit auf freudige Umwelt emotional zu reagieren
- Frühmorgendliches Erwachen
- Morgentief
- Befund einer psychomotorischen Hemmung oder Rastlosigkeit
- Deutlicher Appetitverlust
- Gewichtsverlust (>5% des Körpergewichts im vergangenen Monat)
- Deutlicher Libidoverlust - 15leichte depressive Episode (F32.0)leichte (F32.0)
2/3 Hauptsymptome, mind. 1 der zusätzlichen -> keins besonders ausgeprägt, Mindestdauer 2 Wochen, gibt alltägliche Aktivitäten nicht auf - 16mittelgradige depressive Episode (F32.1)2/3 Hauptsymptome, mind. 3 der zusätzlichen -> einige Symptome in Schweregrad besonders ausgeprägt, mind. 2 Wochen, kann nur mit erheblichen Schwierigkeiten soziale/häusliche/berufliche Aktivität fortsetzen
- 17schwere depressive Episode F32.2 & F32.3a) F32.2 ohne psychotische Symptome
- alle 3 Hauptsymptome, mind. 5 der zusätzlichen
- Verlust des Selbstwertgefühls, Verzweiflung, Agitiertheit, hohes Suizidrisiko
-> das somatische Syndrom ist immer vorhanden
b) F32.3 mit psychotischen Symptomen
- alle Kriterien von F32.2 erfüllt
+ Wahnideen, Halluzinationen (synthym oder parathym) oder depressiver Stupor - 18Synthym & ParathymSynthym = stimmungskongruent
Parathym = Stimmungsinkongruent - 19F32.4 depressive Episode, gegenwärtig remittiertin letzten Monaten und gegenwärtig keine Symptome
- 20Prävalenz bei Depressionen- ca. 12% der Bevölkerung -> häufigste psychische Störung (großes Dunkelfeld)
- laut WHO die zweithäufigste Volkskrankheit
- Depression und Bipolarität ist die Störung mit dem höchsten Suizidrisiko!
Frauen mehr als Männer, Alter ausgeglichen - 21Dauer einer depressiven Erkrankungephase und Verlauf Dauer einer bipolaren Störungim Durchschnitt 5-6 Monate
bei 15-20% wird Depression chronisch (=länger als 2 Jahre)
Nur 20-30% aller Depressionen sind einmalig, 70-80% rezidivierend!
Residualsymptome sind häufog -> erhöhte Rückfallgefahr durch Belastungen
Bipolare Störungen verlaufen zu 95% rezidivierend -> bis zu 10 depressive und manische Episoden im Laufe des Lebens - 22Residualsymptomeepisodenüberdauernde Symptome
- 23Komorbidität von affektiven Störungen (psychisch und körperlich)Psychische: v.a. Angst- und Persönlichkeitsstörungen, schizophrene Erkrankungen, Demenz, Sucht
Körperliche: v.a. endokrinologische Störungen oder Systemerkrankungen (internistisch-neurologisch) - 24Ablauf und Dauer der Therapie bei Depressionen1) Diagnostik
2) Therapie (ambulant/stationär)
3) Gestufte Wiederaufnahme der Arbeit
4)Erhaltungs- und Langzeittherapie
Dauer 8-12 Monate ab Behandlungsbeginn - 25Behandlungsmöglichkeiten bei DepressionenSymptombehandlung: Psychopharmaka, somatische Behandlung
- Psychotherapie/Psychoedukation
- Tagesstrukturierung, Aktivierung
- Ergotherapie, Sport- und Bewegungstherapie, kreative Therapie
- Belastungserprobung und Stabilisierung
- Soziotherapie (rehabilitative Behandlungsmaßnahme!)
- Ergotherapeutische Diagnostik & kognitives Training
- Verschlechterungs- und Rezidivprophylaxe (zB Selbsthilfegruppen) - 26Affektive Störungen im ICFstarke Beeinträchtigung der Fähigkeit zu einem selbstbestimmten Leben!
- 27Ziel von Reha bei bipolar affektiven StörungenVerbesserung der Krankheitseinsicht!
Frühwarnsymptome erlernen & Selbsthilfe
Stressbewältigung
Tagesstrukturierung
Sport/Physiotherapie -> Belastungsgrenzen kennenlernen
Berufliche Situation -> Wiedereingliederung - 28F34.0 Zyklothymiaandauernde Instabilität der Stimmung mit zahlreichen Perioden
von Depression und leicht gehobener Stimmung (Hypomanie), von denen aber keine ausreichend schwer und anhaltend genug ist, um die Kriterien für eine bipolare affektive Störung oder rezidivierende depressive Störung zu erfüllen - 29F34.1 Dysthymiachronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde depressive
Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung zu erfüllen - 30Agitierte Depressiongesteigertes physiologisches Erregungsniveau, Unruhe und Bewegungsdrang
klagend-ängstlich -> leicht zu verwechseln mit Panikstörung - 31Larvierte Depressionim Vordergrund: Präsentation somatischer Symptome (Depression verbirgt sich hinter körperlichen Beschwerden)
- 32Gehemmte Depressionphysiologisches Erregungsniveau stark vermindert (im Extremfall Stupor)
- 33Erschöpfungsdepressionkann sich nach langjähriger körperlicher und seelischer Belastung einstellen
- 34WochenbettdepressionDepression mit Beginn in den ersten 6 Wochen nach der Geburt eines Kindes
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Información
- Descripción
- Psychologie Fichas sobre Affektive Störungen, creado por Anna V el 02/01/2018.
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- Anna V
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