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Fichas

Psychologie und Diagnostik

Lea R Alemán 39 fichas

Fichas del conjunto (39)

  1. 1Nennen Sie übliche Schwangerschaftsdauer und Geburtsgewicht- 40 Wochen (+-3)
    - 3500 g
  2. 2Ab wann spricht man von einer Frühgeburt?- alles unter 37 SSW, Geburtsgewicht >2500
  3. 3Was ist die Untergrenze bei einer Frühgeburt?22. SSW, alles unter 28 SSW ist eine extrem frühe Geburt und Geburtsgewicht unter >1000g
  4. 4Welche ursachen gibt es für Frühgeburten?Mütterliche Ursachen:
    - Infektionen
    - Stress
    - Schwäche des Muttermundverschlusses
    - vorzeitige Plazentaablösung
    - Schwangerschaftsvergiftung (Gestose)
    Fetale Ursachen:
    - irgendwas stimmt beim Säugling nicht
    - Mehrlingsschwangerschaften
    Ursachen aus der Lebenssituation:
    - Alter
    - Abstand zw. SS
    - kritische Situationen/Bedingungen: Partner? ungewollte SS?
  5. 5Daten zu Frühgeburten (Prävalenz...)10 % aller Kinder sind Frühgeburten
    2/3 davon haben KEINE Langzeitfolgen/schädigungen
  6. 6Warum ist Frühgeburt ein Risikofaktor für die Langzeitentwicklung?1) NEUROBIOLOGISCHES RISIKO
    Frühgeburt --> Unreife der Organsysteme, z.B. Gehirnentwicklung: Hirnblutung --> frühkindlichen Hirnschädigung (Zerebralparese) --> Einfluss kognitive und motorische Entwicklung
    2) SCHMERZ- UND STRESSERFAHRUNGEN
    3) ELTERNBELASTUNG
    Mutter: Schuldgefühle, komplizierter Beziehungsaaufbau
    Vater: Hilflosigkeit, Sorge um Partner und Kind, Überforderung
  7. 7Welche Bereiche können nach einer Frühgeburt langfristig geschädigt sein?1) SENSORIK: Unreife der Sinnesorgane
    2) MOTORIK
    3) KOGNITION: Unreife des Gehirns --> Hirn und Bewegungs-Behinderungen --> AG beeinträchtigt (Lernprobleme), Aufmerksamkeit
    4) EMOTION: neonataler Stress-Eltern-belastung --> Selbstreguation
  8. 8Nennen Sie eine Langzeitfolge von Frühgeburt.ADHS, weil: Frühgeburt wirkt auf die Entwicklung der Kognition und Emotion. Kinder haben kognitive Beeinträchtigung im Bereich Aufmerksamkeit und Wahrnehmung (Fokussierung), emotionale Probleme, wie z.B. in der Selbstregulation (IMPULSIVITÄT)
  9. 9Definieren Sie Entwicklungnach Pauen:
    Entwicklung bezeichnet altersgebundene Veränderungen im Verhalten und Erleben, die durch ein Zusammenspiel von Erbanlagen, Umwelterfahrungen und eigener Aktivität zustande kommen.
  10. 10Was ist der traditionelle Entwicklungsbegriff?- Entwicklungsstufen hin zu einem höherwertigen Endzustand (sequenziell)
    - unidirektionell (nur in eine Richtung)
    - irreversibel (unumkehrbar)
    - universell
    - Entfaltung eines inneren Bauplans hin zu einem Reifezustand
  11. 11Was ist der Moderne Entwicklungsbegriff?1) Lebensspannenperspektive --> Entwicklung über die ganze Lebensspanne
    2) ökolog. Perspektive --> Entwicklung in vielfältigen Kontexten
    3) differentielle Perspektive: multidimensional und multidirektional (vgl. Baum)
  12. 12Äquifinalitätunterschiedliche Entwicklungsverläufe können durchaus zum gleichen Ergebnis führen (Laufen lernen), viele Wege zum gleichen Ziel
  13. 13Multifinalitätähnliche Entwicklungswege können unterschiedlich ausgehen
  14. 14Was sind Annahmen über die Entwicklung von Kindern mit GB?- prinzipell verläuft sie analog,
    - zeitlich verzögert
    ABER: heterogenes Entwicklungsprofil --> keine reine Verzögerungsannahme, sondern qualitative Unterschiede (DIFFERENZMODELL-Sarimski)
  15. 15Was besagt das differenzmodell von Sarimski?Dass die Entwicklung von Kindern mit GB nicht nur verzögert ist, sondern auch qualitative Unterschiede existieren. Sehr hetogenes Entwicklungsprofil,nicht einheitlich
  16. 16Was meint Sarismki mit heterogenes Entwickllungsprofil bei Kindern mit GB?Entwicklung kann unterschiedlich verlaufen, ist nicht einheitlich
    - Entwicklungsverzögerung (z.B. Frühgeburt)
    - Globale Entwicklungsstörungen (wie z.B. Downsyndrom)
    - spezifische Entwicklungsstörungen (z.B. Teilleistungsstörungen)
    - Entwicklungsregressionen (Rett Syndrom)
  17. 17Nennen Sie eine Regulationsstörung. Wann spricht man davon?Exzessives Schreien
    3er Regel
    - mehr als drei Stunden am Tag
    - mehr als drei Tage in der Woche
    -das alles länger als drei Wochen
  18. 18Wie kommt es zu Regulationsstörungen laut Papousek?Laut Papousek liegt ein Interaktionsproblem vor. Problem liegt nicht nur beim Kind, nicht nur bei den Eltern. Es ist ein problem der Passung: intuitives Elternverhalten ist nicht kompatibel mit den Bedürfnissen des Kindes (DYSFUNKTIONALEN INTERAKTION)
    ---> TEUFELSKREIS
  19. 19Was für Therapiemöglichkeiten gibt es bei Passungsproblemen bei Eltern Kind?- Still Face Methode
    - Zunächst: Therapeutischer Entscheidungsbaum
  20. 20Welche Regulationsstörungen kennen Sie ?- Fütter- und Gedeihstörungen
    - exzessives Schreien
    - Schlafstörungen
  21. 21Welche Risikofaktoren gibt es für Fütterstörungen?KIND
    - Sondenernährung
    - Frühgeburt
    - Fehlbindung (Mundmotorik)
    ELTERN:
    - psychische Belastungen
    - mütterliche Depression
    - mütterliche Essstörung
    - perinatale lebensbedrohliche Ereignisse
  22. 22Definieren Sie BindungBindung beschreibt ein affektives Band zwischen Kind und primären Bezugspersonen. Es besteht fortdauernd über Raum und Zeit. BP ist nicht ersetzbar
  23. 23Welche psycholog. Grundbedürfnisse hat ein Kind? Bezug zu KmB?1) B indung (soziale Eingebundenheit)
    2) K ompetenz (Selbstwirksamkeit)
    3) A utonomie (Selbstbestimmung)
  24. 24Welche drei Systeme gibt es im Kontext Bindung? Wie wirken die zusammen? Erläutern Sie bitte.1) Bindungsverhaltenssystem des Kindes
    ...wird immer dann aktiviert, wenn sich das Kind schlecht fühlt (-->Kind zeigt Bindungsverhaltensweisen in Bindungsauslösende situationen)
    2) Pflegeverhaltenssystem der Eltern
    ...wird immer dann aktiviert, wenn das Kind Bindungsverhaltne zeigt. Prompte, angemessene Reaktion ist erfordert!
    3) Explorationsverhaltenssystem d. Kindes
    ...Kind hat das Bedürfnis zu Explorieren, selbstbestimmen und selbstwirksamkeit, Auseinandersetzung mit der Umwelt. GELINGT NUR WENN DAS BINDUNGSVERHALTENSSYSTEM NICHT AKTIVIERT IST. Bezugsperson = SICHERE BASIS, von der aus exploriert werden kann.
  25. 25Was sind bindungsauslösende Situationen?Immer wenn sich Kind schlecht fühlt:
    S chmerz
    A ngst
    K ummer
    K rankheit
    T rennung von Mutter
  26. 26Was ist Bindungsverhalten?Blickkontakt
    zur Mutter laufen
    schreien, weinen
    anklammern
  27. 27Was sind die 4 Grundannahmen von John Bowlby?1) Bindung zwischen Individuen hat einen primären Status und eine biolog. Funktion (können sonst nicht überleben)
    2) Die art & weise wie man mit einem Kind im frühen Leben umgeht hat einen tiefgreifenden Einfluss auf seine Entwciklung und das spätere Funktionieren seiner persönlichkeit
    3) Bindungsverhalten kann als Teil eines Organisationssystems betrachtet werden, das sich auf innere Arbeitmodelle des "Selbst" und des "Anderen stützt.
    4) Bindungsmuster/erfahrungen, die man früh erwribt, sind sehr stabil, aber es bleibt lebenslang für schädliche und günstige Einflüsse offen (vgl Harry Potter)
  28. 28Was hat das innere Arbeitsmodell mit Bindung zu tun?alle Erfahrungen die das Kind macht werden gespeichert im internalen Arbeitsmodell. Auf diese Erfahrungen greift das Kind zurück, wenn eine bindungsauslösende Situation entsteht. Es beinhaltet ein Abbild davon, wie Beziehungen funktionieren
  29. 29Was bedeutet mütterliche Sensitivität?Feinfühligkeit, also auf Äußerung/Signale des Kindes promt und angmessen reagieren (problematisch bei eigenen problem bzw depressiven MütterN9
  30. 30Was ist die Funktion einer Bindungsbeziehung?Bezugsperson = sicherer Hafen (safe haven), in den ein Kind einlaufen kann wenn es ihm schlecht geht
    Bezugsperson = sichere Basis (secure base), von der aus exploriert werden kann
  31. 31Was sind Bindungsmuster/strategien?- entspricht den Verhaltensweisen in bindungsauslösenden Situationen
    - die optimale Strategie, mit einer Situation klarzukommen
    - für versch. Personen hat man auch versch. Bindungsmuster
  32. 32Was ist der FST?Fremde-Situationstest. Man schaut: Was macht das Kind wenn die Mutter rausgeht, was macht es wenn sie wieder reinkommt?
    FOKUS:
    1) Nähe suchen
    2) Kontakt halten
    3) Widerstand
    4) Vermeidungsverhalten
  33. 33Welche Bindungsstrategien/typen/muster kennen Sie?1) unsicher-vermeidend
    2) sicher gebunden
    3) unsicher ambivalent
    4) desorganisiert
  34. 34Beschreiben Sie das Bindungsverhalten im FST bei unsicher-vermeidend gebundenen Kindern.- bei Trennung: wenig Reaktion
    - bei Rückkehr: Abwendung, exploriert, räumt rum
    - allerdings: viel Stress, hoher Cortisol-Spiegel
  35. 35Beschreiben Sie das Bindungsverhalten im FST bei sicher gebundenen Kindern.Trennung: weint
    Rückkehr: krabbelt auf sie zu, zuwendung, Kontaktsuche, klopft auf den Rücken,
    Exploration wird wiederaufgenommen (sicherer hafen + sichere basis)
    - Mutter verlässlich verfügbar
  36. 36Beschreiben Sie das Bindungsverhalten im FST bei unsicher-vermeidend gebundenen Kindern.Trennung: Kind weint
    Rückkehr: Kontakt und ärger, ambivalente Verhaltensweisen, sehr emotional
    - Exploriert alleine und ziellos (kein sicherer Hafen), Bindungsverhalten sehr aktiv
    Mutter ambivalent, nicht immer verlässlich verfügbar
  37. 37Beschreiben Sie das Bindungsverhalten im FST bei desorganisiert gebundenen Kindern.Trennung: weint
    Rückkehr: wendet sich von Mutter ab, geht der Fremden hinterher
    - keine Exploration, desorientierter Eindruck
    - keine Verhaltensstrategien (sowojl Kind als auch Mutter)
    - BIZARR ANMUTENDES VERHALTEN IN ANWESENHEIT DER MUTTER (rückwärtsgehen, Stereotypien, Grimassieren, erstarren, hüpfen)
  38. 38Wie kommt es zu desorganisierter Bindung?Wennn Eltern gleichzeitig Quelle der Angst und Quelle des Trostes sind (Missbrauch, Vernachlässigung, Wutausbrüche...)
  39. 39Ordnen Sie Bindung in das Vulnerabilitätskonzept von Schanze ein.Eine Sichere Bindung ist ein Schutzfaktor, während eine unsichere Bindung einen Riskifaktor darstellt, da Mutter und Vater nicht verlässlich verfügbar sind.
    PSYCHOSOZIALE FAKTOREN

Información

Descripción
Fichas sobre Psychologie und Diagnostik, creado por Lea R el 30/01/2019.
Creado por
Lea R
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