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Fichas

wissensch. + literaturtheor. Grundbegriffe

sysa Literatur Bachelor Kulturwissenschaften Alemán 5,0Valoración media 5,0 de 5 (1 valoración) 68 fichas

Fichas del conjunto (68)

  1. 1AnspielungAllgem. für einen angedeuteten Hinweis auf Titel, Formulierungen, Figuren, Situationen usw. aus einem bekannt vorausgesetzten Text.
  2. 2arbiträr/ motiviertstrukturalistische Unterscheidung für zufällige Relation von Signifikant und Signifikat bzw. begründete Relation
  3. 3ArgumentationIn Sprache gefasste Strategie zur Begründung und Plausibilisierung wissensch. Thesen
  4. 4Autorliteraturwissensch. Bez. für die empirisch-hist. Person des Textproduzenten i. S. des geistigen Urhebers eines Textes im Unterschied zur textext. Handlungsrolle + der textint. Figur des Erzählers/ lyrischen Ichs. Traditionell als intentionales Subjekt, das einen best. Sinn in seinen Text reinlegt.
  5. 5BedeutungBez. für die im Schreiben + beim Lesen vollzogene Aufladung von Zeichen + Zeichenverknüpfungen mit Sinnzuschreib. durch angeborene + kulturell erlernte, emotive + kognitive Prozesse
  6. 6BegriffWort o. Wendung, die in einem historisch + systematisch abgegrenzten Sinn gebraucht wird + daher meist eine Begriffsgeschichte hat.
  7. 7Buchabgeleit. Bez. aus den Buchenholztafeln - ermöglicht im Unterschied zur Schriftrolle Textvergleich durch Seitenvergleich (Überschriften, Autorennamen, Gattungszuweisungen, Verlag, Seitenzählung + Kapiteleinteilung usw. sind erst seit dem SpätMA + dann verstärkt durch den Buchdruck gebräuchl. gewordene Textgliederungen
  8. 8Darstellung/Appell/ AusdruckBegriffstrias aus Karl Bühlers Buch "Sprachtheorie" von 1934 für die 3 Grundfkt. der Sprache: 1- Darstellung von Gegenständen/Sachverhalten, 2-Appell an den Empfänger, 3- Ausdruck des Senders
  9. 9Denotat/ KonnotatLinguistische Unterscheidung für die wörtl. Bedeutung eines Zeichens ggüber der übertragenen Bedeutung eines Zeichens (z.B. Ironie, Anspielung usw.)
  10. 10DiskursAllgem. für "Unterredung", "Vortrag" o. "Abhandlung"; bezeichnet in der Literaturwiss. vor allem die histor. Gesamtheit effektiv geschehener Aussagen + der Praktiken innerhalb eines histor. umgrenzten Rahmens, denen eine spezif. Regelhaftigkeit immanent ist.
  11. 11DistributionIm Unterschied zur Seite der Textproduktion + der Textrezeption..Bez. für das Feld des Textvertriebs durch Verlag, Buchhandel, Werbung etc.
  12. 12EpocheSeit dem 18. Jh. genutzter Terminus zur histor. Klassifikation literar. Texte nach Zeiträumen
  13. 13FalsifikationWiderlegung einer wissensch. Aussage o. Theorie durch ein Gegenbeispiel
  14. 14Form/ InhaltDichotomie, die die Annahme bezeichnet, derzufolge Form + Inhalt eines Textes zu trennen seien, sodass auch bei einem Formwechsel (wie etwa einer Übersetzung) der Inhalt als invariante Bedeutung erhalten bliebe.
  15. 15GattungBez. zur Klassifikation von Textgruppen (vor allem nach der klassischen Trias von Lyrik, Epik, Dramatik); wird heute auch durch den neutraleren Begriff der Textsorten ersetzt
  16. 16GebrauchsliteraturBez. für Literatur, die für einen genau umrissenen Situationskontext geschrieben wurde (z.B. Flugblätter, Agitprop-Literatur usw.)
  17. 17GenreBez. häufig i.S. von "Untergattung" (z.B für Novelle, Roman als Untergattung der Epik) o. auch für narrative Schemata, die mit best. Stoffbereichen verknüpft sind (z.B. Western, Thriller...)
  18. 18HypothesenbildungAufstellung von plausiblen + im weiteren Verlauf der Untersuchung begründbaren Vermutungen
  19. 19Immunisierungwissenschaftstheor. Begriff für Theorien + Methoden, die sich ggüber einer Überprüfung abschotten
  20. 20InstitutionenIm weiteren Sinne regelhafte Verfestigung menschl. Handelns, die es verbindl. erwartbar + berechenbar machen. Sie sind mit konkreten Handlungsnormen + Rollenerwartungen verknüpft, die von all denjenigen erfüllt werden müssen, die an den jew. Formen der Interaktion + Kommunikation teilnehmen möchten (z.B. Autor, Kritiker, Verleger, Leser usw.) Literatursoziologisch relevante Institutionen sind diejenigen Einrichtungen (oft rechtl. verfasste Körperschaften), die die Produktion, Distribution + Rezeption von Literatur regeln
  21. 21KommunikationInformationsvermittlung mit Hilfe sprachlich + außersprachlich kodierter Botschaften
  22. 22kulturelles Wissendas histor. variable + kulturabhängige Wissen, das in jd. Sinnbildungsprozess (z.B. Interpretation) mit eingeht + ihn erst ermöglicht
  23. 23Kanon1. ein Korpus von Werken, die in einer best. gesellsch. Gruppe für eine best. Zeit als allgemeingültig + verbindlich gelten (sollen) (materialer Kanon) 2. ein Korpus von Interpretationen, in dem festgelegt wird, welche Bedeutungen + Wertvorstellg. mit den kanonisierten Texten verbunden werden (Deutungskanon) - Kanones erfüllen die Fkt. der Identitätsstiftung, Legitimation + Handlungsorientierung
  24. 24Kohäsion/ KohärenzKohäsion= bezieht sich auf die äußere Textgestalt (syntaktisch-grammatische Mittel)
    Kohärenz = inhaltlicher Textzusammenhang (semantisch-thematischer Zusammenhang)
  25. 25langue/ parolestrukturalistische Bez. für Sprache als abstraktes Zeichensystem ggüber Sprache als konkreter Sprachrealisierung
  26. 26Lesen/ Textverstehenemotiv-kognitiver Prozess bei der Textrezeption
  27. 27LeserBez. für die textrezipierende, empirisch-historisch beobachtbare Person o. textinterne, fingierte Figur. Der "intendierte" o. "implizierte" (W.Iser) Leser ist der von einem Autor idealtypisch vorgestellte Leser seines Textes, der "ideale" Leser derjenige, der durch seine Leseerfahrung alle in einem Text angelegten Bedeutungsangebote realisiert.
  28. 28Literarisches LebenAllgem. für die Gesamtheit aller Handlungen + Äußerungen der Literaturproduktion, -distribution + - rezeption
  29. 29Literaturgeschichtedie im 19.Jh. durch den Historismus entstandene Form der Anordnung von Autoren + ihren Texten nach historiographischen Mustern (Nationalgesch., Sozialgesch., Ideengesch., usw.) Löst die annalistische + additive "Litterärgesch." früherer Zeiten ab.
  30. 30Literaturkritikvornehml. wertende Beurteilung vor allem der Gegenwartsliteratur in Zeitungen u.ä., oft mit dem Anspruch der Vermittlung zw. Autor + Publikum
  31. 31LiteraturmarktAllgem. für die seit dem 18. Jh. an die Stelle des Tauschhandels + des Mäzenatentums getretene Form der Literaturdistribution.
  32. 32Literaturtheorieexplizite Thematisierung von Grundlagenproblemen der Literaturwissensch. + Entwicklg. begrifflicher + method. Verfahren zu ihrer Lösung
  33. 33LiteraturwissenschaftGesamtheit der philologischen, methodischen + literaturtheor. Institutionen
  34. 34MedienSammelbez. für die Aufzeichnungs-, Übertragungs- + Verarbeitungsformen von Literatur vom Buch bis zur CD-ROM innerhalb eines Kommunikationsprozesses. Eingeschr. Begriffsverwendung (nur im plural) für moderne Massenmedien seit 1880 vom Kolportageroman über Zeitschriften bis hin zu Filmen, Schallplatten, Computern usw.
  35. 35MediengeschichteLiteraturhist. Beschreibungsverfahren, das den Wandel der Medien + ihres Einsatzes untersucht (Buch-+Buchhandelsgesch., Bibliotheksgesch., histor. Leserforschg., neue Medien usw.)
  36. 36MethodeAuf einem Regelsystem aufbauendes Verfahren zur Erlangung wissenschaftlicher Ergebnisse
  37. 37MorphologieTeilbereich der Linguistik, der die Erforschung der kleinsten bedeutungs- o. fkt.tragenden Elemente einer Sprache, der Morpheme, zum Gegenstand hat.
  38. 38Mündlichkeit (Oralität)kommunikativer Zustand, in dem die Weitergabe immaterieller Wissenbestände in 1.Linie mdl. erfolgt, vor allem bezogen auf nicht schriftlich verfasste Kulturen. Ihre Kennzeichen sind Formelhaftigkeit, Redundanz, ausgeprägte Gedächtniskultur, physische Anwesenheit der Kommunikationspartner
  39. 39Nationalliteratur/ Weltliteraturdiese Dichotomie bez. seit dem 19.Jh. den Gegensatz von Literatur, die sich innerhalb der Grenzen einer Sprache o. Kultur entwickelt + Literatur, deren Genese + Rezeption sich im Dialog versch.sprachiger Literaturen + Transfer versch. Kulturen ereignet
  40. 40Objektsprache/ MetaspracheSprache + Begrifflichkeiten, die bereits in einem zu untersuchenden Text verwendet werden im Unterschied zu den an Texte herangetragenen Begrifflichkeiten, mit denen diese Untersuchungen durchgeführt wird.
  41. 41Paradigma/ Syntagmastrukturalistische Bez. für linguistische Grundrelationen, die die komplexe Struktur des Sprachsystems beschreiben, nämlich die vertikale Klasse mögl. Zeichen ggüber der horizontalen Verknüpfung von Zeichen
  42. 42ParatextBegriff der Narrativistik für die Gesamtheit derjenigen Texte, die aus einem Manuskript ein Buch machen + dessen Rezeption steuern. Gérard Genette untersch. Peritexte, die mit dem Buch zusammen erscheinen (Reihen, Verlagsbez., Titel, Vor- + Nachworte, Klappentexte etc.) + Epitexte, die zwar auf das Buch bezogen, aber räumlich von ihm getrennt sind (Entwürfe, Briefe, Prospekte etc.)
  43. 43Philologie[griech. philos, logos = Freund, Rede, Wort, Buch]
    Bez. für die Gesamtheit der theoriege-leiteten Erschließungen (durch Textkritik, Edition, Kommentar) + der poetologisch-en + historischen Reflexion (durch Exege-se, Interpretation, Textanalyse) sprachl. (meist literarischer) Dokumente: Philologie ist die Wissensch. ,die sich um Sicherung, Verständnis + Vemittlung literarischer Texte + deren geistiger, kultureller + sozialer Zusammenhänge bemüht.
  44. 44PhonetikTeilgebiet der Linguistik, der die konkreten, artikulatorischen, akustischen + sensorischen Eigenschaften der kleinsten lautlichen Einheiten, den Phonen, untersucht
  45. 45PhonologieTeilgebiet der Linguistik, der die Systeme von Phonemen, den kleinsten bedeutungsunterscheidenden Elementen von Sprache, untersucht.
  46. 46PlagiatAbschreibung bzw. Nachahmung eines Textes durch einen anderen im juristischen Sinne der Fälschung, d.h. ohne die verwendete Vorlage kenntlich zu machen.
  47. 47PragmatikBez. für eine linguistische Teildisziplin, die die Relation zw. natürlichsprachlichen Ausdrücken und ihren spezifischen Verwendungssituationen untersucht.
  48. 48PrätextBez. für die einem Text vorausgehenden + von ihm aufgegriffenen Texte.
  49. 49Querelle des anciens et des modernes"Streit der Alten (Antiken) + der Neuen (Modernen)". Ein 1687 von Charles Perrault vor der Académie Francaise ausgelöster Streit um den kulturellen Vorrang der Antike vor der Neuzeit, um die Möglichk., von den tradierten Mustern abzuweichen bzw. diese übertreffen zu können.
  50. 50SchriftlichkeitAuch Literalität: Kommunikationszustand, der sich bei der Weitergabe immaterieller Wissenbestände schriftl. Notations-systeme bedient. Kennzeichen ist vor allem die "zerdehnte" Kommunikationssituation.
  51. 51SemantikLinguistische Teildisziplin für die Erforschung der Bed. sprachlicher Zeichen + Zeichenfolgen innerhalb eines Sprachsystems
  52. 52SemiotikAuch Semiologie: Bez. für die allgem. Theorie vom Zeichen. Sie umfasst Semantik (untersucht die Bedeutung von Zeichen), Pragmatik (Gebrauch von Zeichen), Syntax (Verknüpfung von Zeichen) + Sigmatik (Verhältnis von Zeichen + Referent)
  53. 53septem artes liberales[lat. 7 freie Künste, d.h. eines freien Mannes würdige Künste]
    I. Trivium: Grammatik, Rhetorik, Dialektik, II. Quadrivium: Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie
  54. 54Signifikant/ SignifikatStrukturalistische Begriffe für Bezeichnendes vs. Bezeichnetes: Auf Ferdinand de Saussure zurückgehende Unterscheidung zw. dem Formaspekt des sprachl. Zeichens + dem inhaltl. Aspekt
  55. 55Stoff1. Allgem. Bez. für den umfangreicheren, hierarchisch gegliederten + erzählbaren Inhalt eines Textes im Unterschied zum Motiv 2. Ältere + narratologisch weniger prägnante Bez. für die histoire/plot (Ordnung der Geschehenspartikel in ihrer logischen, chronol. + psychol. Abfolge) einer Erzählung im Unterschied zu discourse/story, der tatsächlichen Anordnung in einer Erzählung
  56. 56StrukturAllgem. Bez. für die Gesamtheit der zwischen den Elementen einer gegebenen Menge bestehenden Beziehungen + der sie bestimmenden Regeln
  57. 57synchron/ diachronStrukturalistische Bez. für Querschnitt (zu einem bestimmten Zeitpunkt) versus (historischer) Längsschnitt
  58. 58SystematikPlanmäßige Darstellung + Gliederung eines Forschungsfeldes, besonders in den Naturwissensch.; zugleich Bez. für eine von der jew. Disziplin eingeforderten Arbeitsweise
  59. 59TextZentraler, unterschiedlich gebrauchter Begriff der Literaturwissensch. für kohärente, gegliederte + hierarchisch geordnete Zeichenfolgen.
  60. 60TextsortenModerner literaturwissensch. Begriff, der anstelle des Gattungsbegriffs die Klassifikation von Texten bezeichnet
  61. 61TextualitätUmfasst ganz allgem. alle Merkmale, die das Wesen eines Textes ausmachen
  62. 62ThemaAllgem. Bez. für den Leitgedanken eines Textes im Unterschied zu Anspielung, Motiv o. Stoff
  63. 63Thema/ RhemaTextlinguistische Bez. für bekannte Information/ noch unbekannte Information eines Textes
  64. 64TrivialliteraturAuch "niedere" Literatur, "Massenliteratur" o. "Populärliteratur" im Gegensatz zu "hoher" Literatur; Abwertende Bez. für nicht dem Bildungskanon zugerechnete literar. Texte
  65. 65UnterhaltungsliteraturAbwertende Bez. für nicht mit Bildungsanspruch konsumierte Literatur
  66. 66VerifikationWissenschaftstheor. Begriff für die Bestätigung einer wissensch. Aussage o. Theorie durch ein Beispiel
  67. 67ZeichenSemiotischer Grundbegriff für sinnlich wahrnehmbare Gegenstände, die aufgrund von gesellsch. Verabredungen Träger einer best. Information sind + daher auf etwas von ihnen Verschiedenes verweisen
  68. 68ZitatWörtliche o. annähernd wörtlich wiedergegebener Teil aus Rede, Text o.ä., der in Schrifttexten meist konventionell durch Anführungszeichen markiert wird

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Descripción
Bachelor Kulturwissenschaften Literatur Fichas sobre wissensch. + literaturtheor. Grundbegriffe , creado por sysa el 23/12/2014.
Creado por
sysa · dic 2014
Actualizado
12 ene 2017
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