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Fichas

Hasselhorn - Diagnostik und Evaluation

Anna Backes Psychologie Alemán 59 fichas

Fichas del conjunto (59)

  1. 1Diagnostizieren= Tätigkeit des Beurteilens und Bewertens
    = Prozess der Diagnose
    Qualitätssicherung durch Bereitstellung geeigneter diagnostischer Werkzeuge
  2. 2Diagnostische WerkzeugeStandardisierte Testverfahren,
    strukturierte Interviews,
    Checklisten,
    Verhaltensbeobachtungen
  3. 3Diagnostische ExpertiseKompetenz, eine Person zutreffend zu beurteilen
    > basale Kompetenz der Lehrenden!
  4. 4Pygmalion-EffektPhänomen, das den Schüler durch induzierte Leistungserwartungen aufblühen lässt
  5. 5Diagnose=Bewertung bisher erbrachter Leistungen (Zensur)
    = bewertende Schlussfolgerung über eine Person/Sache/Institution im Rahmen eines vorgegebenen Systems/Katalogs
  6. 6Prognose= Vorhersage/Einschätzung einer zukünftigen Entwicklung von Personen/Sachverhalten
    > erweist sich erst in Zukunft als richtig/falsch
  7. 7Test= Systematisch & routinemäßig einsetzbares Verfahren zur Messung definierter Ausschnitte menschlichen Verhaltens
    > Feststellung des Ausprägungsgrades einer Eigenschaft / Vorhersage zukünftigen Verhaltens
  8. 8Standardisierter Test (Definition)= Test bei dessen Entwicklung und Anwendung gewisse Standards einzuhalten sind
    > erhöht Objektivität
    > minimiert Fehleranfälligkeit
    > normiert an repräsentativen Stichproben
  9. 9Standardisierter Test (Voraussetzungen)1. Formelle Festlegung der Art der Testdurchführung/Testauswertung
    2. Festlegung von Bewertungsnormen
    3. Weitere Gütemerkmale
  10. 10Konstruktion eines Schulleistungstests1. Lernzielanalyse
    2. Generieren von Testaufgaben
    a) Vorerprobung
    b) erste Testdurchführung
    c) Aufgaben- und Testanalyse
    d) Testvalidierung
    e) Testeichung
  11. 111. Lernzielanalyse (Schulleistungstest)Was soll geprüft werden?
    Festlegung der Items
    Wissen, Verstehen, Anwenden
  12. 122. Generieren von Testaufgaben (Schulleistungstest)Items sollen repräsentative Auswahl der im Unterricht verwendeten Lernaufgaben sein
    Zeit:
    Speed-Test / Power-Test
  13. 13a) Vorerprobung (Schulleistungstest)- mit einigen Personen
    - Verständlichkeit/Eindeutigkeit der Aufgabenformulierungen prüfen
    - Durchführungspraktikabilität
  14. 14b) Erste Testdurchführung (Schulleistungstest)- kleine Stichprobe (dreistellig)
    - Angemessenheit und Schwierigkeit der Aufgaben und Instruktionen
  15. 15c) Aufgaben- und Testanalyse (Schulleistungstest)- Aufgabenschwierigkeit (Pi)
    - Trennschärfe
    - Aufgaben von leicht nach schwer anordnen (Motivation)
  16. 16Aufgabenschwierigkeit (Pi)- gibt in Prozent an, wie viele Personen die Aufgabe richtig gelöst haben
    - mittlere Schwierigkeit wünschenswert:
    (Pi = 20 bis Pi = 80)
  17. 17Trennschärfe= Indikator für Güte des Tests (>.30)
    - wird als Korrelationskoeffizient (r) angegeben
    -1: Fehlkonstruktion
    0: wenig aussagekräftig (wird von starken und schwachen SuS gelöst)
    +1: anzusteben, Item erfasst etw. ähnliches wie Gesamttest
  18. 18d) Testvalidierung (Schulleistungstest)= Normierung durch große repräsentative Stichprobe
    > Bewertungsnormen für Interpretation der Testwerte gewinnen
    (Prozentrangnormen)
  19. 19Prozentrang= Gibt an, wie viel Prozent der Personen von der Eichstichprobe gleich viele oder weniger Testitems richtig gelöst haben
    - mittlerer Leistungsbereich: PRN differenzieren sehr stark
    - Extrembereiche: selbst größere Prozentränge machen kaum noch einen Unterschied
  20. 20Prozentrangnormen= Vergleich der Abweichung eines individuellen Wertes vom Durchschnitt des Kollektivs
    >Zusammenfassung von Rohwerten zu Rohwertklassen
    Person hat Prozentrangnorm 40:
    ihre Leistung übertrifft 40 % der Vergleichsgruppe / 60 % der Vergleichsgruppe schneiden besser ab
  21. 21Häufigkeitsverteilungabsolute Häufigkeit = Anzahl der Personen, die einen bestimmten Testwert erreichen
    relative Häufigkeit = Prozentzahl der Personen, die einen bestimmten Testwert erreichen
    kumulative Häufigkeit = aufsummierte Häufigkeiten bis zu einem bestimmten Testwert
  22. 22Maße der zentralen TendenzMedian
    Mittelwert
    Modalwert (Modus)
  23. 23Maße der VariabilitätSpannweite (Variationsbreite)
    Standardabweichung (s) = Summe der Abweichung aller Einzelwerte vom Gesamtmittelwert
    Varianz (s²)
  24. 24Rohwert= Anzahl der richtig gelösten Aufgaben
    > zusammen mit dem Normwert lässt sich Position einer Person in Bezug auf Gesamtheit bestimmen
  25. 25Normwertez-Werte, IQ-Werte, T-Werte
    > normalverteilt
    > Vielfache der Standartabweichung
    > ineinander überführbar (Lineartransformation)
  26. 26z-WerteMittelwert 0
    SD 1
  27. 27IQ-WerteMittelwert 100
    SD 15
  28. 28T-WerteMittelwert 50
    SD 10
  29. 29Beobachteter WertSchätzung des wahren Wertes
  30. 30Wahrer Wert= stellt das Leistungsvermögen einer Person punktgenau dar
    > Beurteilung der Güte des beobachten Wertes durch Festlegung von (Vertrauens-)/Konfidenzintervallen
  31. 31Vertrauens- / Konfidenzintervall= gibt Bereich an, innerhalb dessen mit festgelegter Irrtumswahrscheinlichkeit das wahre Leistungsvermögen einer Person liegt
    > wird umso kleiner, je weniger messfehlerbehaftet der Test / je kleiner die Irrtumswahrscheinlichkeit
  32. 32Gütekriterien für diagnostisches UrteilObjektivität
    Reliabilität
    Validität
    Normierung
    Nebengütekriterien
  33. 33Objektivität= Urteil ist unbeeinflusst
    wenn alle zum gleichen Ergebnis kommen
    Durchführungsobjektivität (standardisiert)
    Auswertungsobjektivität (Multiple Choice)
    Interpretationsobjektivität (Rohwert in Normwert umgewandelt)
  34. 34Reliabilität (Definition und Axiome)= Zuverlässigkeit, Messgenauigkeit
    1. Existenzaxiom: wahrer Wert (W)
    2. Verknüpfungsaxiom:
    W + F (Fehlerwert) = X (beobachteter Wert)
    3. Fehleraxiom: Messfehler treten zufällig auf und sind unabhängig von W
    > rWF = 0
  35. 35Reliabilitätsbestimmung (Methoden)= Anteil der Varianz der wahren Werte wird an der Varianz der beobachteten Werte geschätzt
    Retest
    Paralleltest
    Interne Konsistenz
  36. 36Retest-ReliabilitätVerfahren wird nach wenigen Tagen/ Wochen wiederholt
    Einfachste Methode zur Genauigkeitsbestimmung
    Test-Retest-Korrelation wird als Reliabilitätskoeffizient interpretiert
  37. 37Paralleltest-Reliabilitätmind. zwei gleiche, parallele Testvarianten
    > Eine Gruppe erhält beide Testvarianten zur Bearbeitung
    > Korrelation bestimmt das Ausmaß der Übereinstimmung (Äquivalenz)
    Erhaltene Korrelationskoeffizient = Schätzwert für Reliabilität
  38. 38Interne Konsistenz (Testhalbierungsmethode)Test besteht aus 2 gleichlangen Teilen
    > Beide Teile beanspruchen, das gleiche, zu beurteilende Merkmal einer Person zu messen
    > Korrelation zwischen beiden Teilen wird ermittelt
    (Testlänge wird berücksichtigt)
  39. 39Interne Konsistenz (Homogenitätskoeffizient)= Testverfahren, bei dem jedes Item das gleiche, zu beurteilende Merkmal einer Person zu messen beansprucht
    > einzelne Aufgaben messen das gleiche
    (homogen)
  40. 40Interne Konsistenz (Cronbachs Alpha Koeffizient))= Koeffizient basiert auf der Korrelation aller Testteile untereinander
    > Verbreitetes Maß zur Bestimmung der inneren Konsistenz
    > Strenge Reliabilitätsprüfung durch Abschätzung der unteren Grenze der Messgenauigkeit
  41. 41Validität= Gültigkeit
    > wie gut (Genauigkeit) wird genau jenes Merkmal erfasst, dass das Verfahren zu messen beansprucht
    Inhaltsvalidität
    Kriteriumsvalidität
  42. 42Inhaltsvalidität- der zu beurteilende Bereich wird optimal repräsentiert
    - Bereich gilt als inhaltsvalide, wenn alle Experten der gleichen Meinung bezüglich der Eignung eines Tests zur Merkmalsmessung sind
  43. 43Kriteriumsvalidität= von einem Testergebnis kann auf ein für diagnostische Entscheidungen relevantes Kriterium (Schulfähigkeit) geschlossen werden
    > Größere Überzeugungskraft als Inhaltsvalidität
    - Cronbach unterteilt Art der empirischen Validität in:
    1. Konkurrente Validität: Zeitgleich erfasstes Kriterium
    2. Prognotische Validität: zeitlich später beobachtbares Kriterium
  44. 44NormierungIst erfüllt, wenn zur Relativierung individueller Testergebnisse, Normen einer def. Population, anhand der Daten einer repräsentativen Eichstichprobe vorliegen
  45. 45NebengütekriterienÖkonomie: Kosten & Aufwand
    Nützlichkeit: Praktischer Bedarf
    Zumutbarkeit: Belastung der Person
    Unverfälschbarkeit: Durchschaubarkeit
    Fairness: Gleichberechtigung aller Personen
  46. 46Bezugsnormen= Grundlage für die Bewertung einer gezeigten Leistung
    Soziale
    Individuelle
    Sachliche
  47. 47Soziale BezugsnormBewertung einer individuellen Leistung im Vergleich zu den Leistungen anderer
    + dauerhaft starke / schwache SuS werden erkennbar
    - allg. Lernzuwachs wird nicht beachtet
  48. 48Individuelle BezugsnormVergleich mit den individuellen Leistungen die zuvor gezeigt wurden
    + mehr Hoffnung auf Erfolg / Lernfreude
    + geringere Prüfungsangst
    + realistisches Zielsetzungsverhalten
    - nicht hilfreich für Selektionsentscheidungen
  49. 49Sachliche BezugsnormBewertung bezieht sich auf einen inhaltlich verankerten Leistungsstandard
    bestimmte Mindestkompetenzen sind erforderlich
  50. 50Beobachtungsfehler- entstehen durch begrenztes Vermögen oder fehlenden guten Willen
    (geringe Sorgfalt, Müdigkeit, ...)
    > Objektivität des Urteils leidet
  51. 51Milde-EffektBeurteilungsfehler
    zu positives beurteilen durch positive Voreingenommenheit
  52. 52GroßzügigkeitsfehlerBeurteilungsfehler
    alle werden günstiger Beurteilt, da der Bezug zur Ursache verloren gegangen ist
  53. 53Halo- / Hof-EffektBeurteilungsfehler
    Urteil wird von einer Eigenschaft negativ oder positiv beeinflusst bzw. verzerrt
  54. 54Logischer FehlerBeurteilungsfehler
    Subtile Variante des Hof-Effekts; Fälschliche Annahme über den Zusammenhang zweier Merkmale
  55. 55Tendenz zur MitteBeurteilungsfehler
    meiden extremer Urteile, nur mittlere Bewertungen
  56. 56Tendenz zu extremen UrteilenBeurteilungsfehler
    mittlere Bewertungen werden vermieden, Beurteiler überhöhen Unterschiede zw. Personen und verwenden Extrempunkte der Bewertungsskala
  57. 57Komponenten der Urteilsgenauigkeit (Schrader & Helmke)1. Niveaukomponente:
    Tendenz Klassenniveau eher zu über-/ unterschätzen
    2. Differenzierungskomponente:
    Tendenz Streuung der SuS-Leistungen zu über/ -unterschätzen
    3. Vergleichskomponente:
    unzutreffende Einschätzung der relativen Leistungsposition der einzelnen SuS innerhalb der Klasse
  58. 58Welche Wirkungen haben Lehrerurteile?- Wertende Rückmeldung zu einer persönlichen Leistung geben
    - Sehr selbstwertrelevant
    - Erheblicher Einfluss auf Lernweise der SuS
    - Einfluss auf Lernmotivation
  59. 59Beurteilungen müssen ...... sich an einem individuellen Bezugsmaßstab orientieren
    ... zeitnah erfolgen
    ... so vermittelt werden, dass sie nicht entmutigen

Información

Descripción
Psychologie Fichas sobre Hasselhorn - Diagnostik und Evaluation, creado por Anna Backes el 07/08/2017.
Creado por
Anna Backes
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