Allgemeine Psychologie 1 - Begriffe

Cairon Platzer
Flashcards by , created 10 months ago

Begriffe aus dem Glossar von Allgeime Psychologie 1 Kompakt vom Beltz Verlag, teilweise 1zu1, aber manchmal habe ich etwas ergänzt.

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Cairon Platzer
Created by Cairon Platzer 10 months ago
GPSY ALPS
meike höfliger
GPSY PEPS
Simon Wirsching
GPSY SOPS
Simon Wirsching
Romeo and Juliet essay
Tambo234
Edexcel Additional Science Chemistry Topics 1+2
El Smith
Einführung in die Allgemeine Psychologie
yann laf
Persönlichkeitspsychologie
Miriam Brunner
GPSY ALPS
hf.meyer
GPSY ALPS
jennifertittmann
GPSY ALPS
Simon Wirsching
Question Answer
Adaption > bezeichnet allgemein die Tatsache, dass wiederholte Reizung mit dem Stimulus zu einer Abnahme der Reizantwort führt z.B. - Hell- und Dunkeladaption (Lichtwechsel) - Farbadaption
Attentive und präattentive Verarbeitungsprozesse > Die ersteren benötigen Aufmerksamkeit, die letzteren können auch ohne Aufmerksamkeitszuwendung abgeschlossenwerden. z.B. - bei der visuellen Suche
Bindungsproblem Unter dem Bindungsproblem (engl. „Binding Problem“) versteht man die Frage nach den neuronalen Grundlagen sensorischer Integration, also der Fähigkeit des Gehirns, aus einer Vielzahl von Sinneseindrücken einheitliche Wahrnehmungen zu konstruieren. (Wikipedia)
Biologische Bewegung > Bewegungen, die vom visuellen System erfasst werden, von Menschen und Tieren. - werden auch unter sparsamsten Wahrnehmungsbedingenen erkannt (wahrscheinlich als Schutzmechanismus aus der Evolution, um Gefahren schneller zu erkennen)
Change Blindness (Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeit und Bewusstsein) Versuchsparadigma, in dem abwechselnd Bilder als "Original" und "Fälschung" präsentiert werden. Versuchspersonen brauchen überraschend lange, um selbst drastische Veränderungen zu bemerken.
Cocktailparty-Phänomen Fähigkeit, aus einer Vielzahl irrelevanter Laute die relevante Information herauszufiltern. Wird häufig mithilfe des dichotischen Hörens (Filtermodell) untersucht.
Divergentes Denken Kreatives, originelles Denken, das im Gegensatz zum zielgerichteten konvergenten Denken steht.
Doppeldissoziation Bedeutet in der Neuropsychologie, dass die Schädigung zweier Hirnareale jeweils nur spezifische Leistungsausfälle zur Folge hat. Deutet darauf hin, dass die beiden Areale für wechselseitug unabhängige kognitive Funktionen verantwortlich sind.
dorsaler Strom Der dorsale Strom dient der visuellen Handlungskontrolle und dem Wechsel zwischen räumlichen Referenzsystemen. Verläuft vom Okzipetallappen in den Parietallappen (oberer Teil des Hirns).
ventraler Strom Der ventrale Strom dient der visuellen Objekterkennung. Verläuft vom Okzipetallappen in den Temporallappen (unterer Teil des Hirns).
Einsicht (Problemlösung) Plötzliches Erkennen der Lösung einer Problemlöseaufgabe. Oft mit einem Aha-Effekt verbunden.
Exogen und endogen gesteuerte Aufmerksamkeit Im ersten Fall wird die räumliche Aufmerksamkeit unwillkürlich von einem Reiz (extern) angezogen, im zweiten Fall willkürlich ausgerichtet (intern). Dies kann auch modalitätsübergreifend passieren.
Farb- und Helligkeitskonstanz Bezeichnet das Phänomen, dass bei einer Wahrnehmung von Oberflächeneigenschaften wie Farbe und Reflektanz der Einfluss der Beleuchtung berücksichtigt (erkannt) wird.
Feedforward- vs. rekurrente Prozesse Diese Theorie besagt, dass visuelle Reize zunächst nur zu einer Welle unbewusster Feedforward-Verarbeitung führen, für die Entstehung bewusser Wahrnehmung aber eine schleifenartige, rekurrente Verarbeitung notwendig ist.
Freier Wille Philosophisches Konzept der Handlungsfreiheit, das mit naturwissenschaftlichen Mitteln nicht direkt untersucht werden kann. Die subjektive Wahrnehmung eigener Willensentscheidungen unterliegt jedoch charakterristischen Verzerrungen.
Frühe und späte Selektion Beschreiben, ob Aufmerksamkeitsselektion vor oder nach der inhaltlichen Reizanalyse (Filtermodell) stattfindet.
Gestaltgesetze Geben an, unter welchen Bedingungen visuelle und auditive Reize als zusammengehörig wahrgenommen und so "gruppiert" werden.
Global-Workspace-Theorie Besagt, dass für die Entstehung bewusster Wahrnehmung die gleichzeitige, weitgespannte Aktivität vieler Hirnbereiche vonnöten ist.
Größenkonstanz Die Fähigkeit des visuellen Systems, die Größe von Objekten trotz unterschiedlicher Entferung als konstant wahrzunehmen.
Großmutterzelle Spottname für eine hochspezialisierte Zelle, die z.B. nur dann reagiert, wenn man ein Bild der eigenen Großmutter betrachtet. Noch spotthafter: Gelbe-Volkswagen-Zelle
Heuristik Daumenregel/Faustregel als Handlungsanweisung, die zum korrekten Ergebnis führen kann, aber nicht muss. Bsp.: Repräsentativitätsheuristik, Rekonitionsheuristik. Manchmal die Ursache von kognitiven Täuschungen.
Intelligenz Schwierig zu definieren, ihre Dimensionen können aber in Intelligenztests gemessen werden. Kreativität, die Fähigkeit, Neues, Ungewöhnliches, Originelles zu erfinden oder zu erschaffen, wird manchmal als Bestandteil der Intelligenz aufgefasst.
Kategorisierung Ordnen verschiedener Objekte oder Begriffe in Ähnlichkeitsklassen. Der typischste Vertreter einer Kategorie wird Prototyp genannt.
kognitive Täuschungen Charakteristische Fehleinschätzungen der Auftretenswahrscheinlichkeit und der Konsequenzen von Ereignissen, oft auf der Basis von Heuristiken. Häufig mit Fehleinschätzungen der eigenen Antwortsicherheit verbunden.
komplexes Problemlösen Arbeitet mit Problemen, die sich während der Problemlösung dynamisch ändern und vernetztes Denken erfordern. Gegensatz zum einfachen Problemlösen, bei dem die Lösung eindeutig und unveränderlich ist.
kritische Periode Zeitrum, innerhalb dessen eine kognitive Fähigkeit erworben werden muss, wenn sie später perfekt beherrscht werden soll.
Lexikalische Semantik Inhaltliche Bedeutung eines Wortes
Logik Formales System von Regeln, das beschreibt, wie sich bei der Verknüpfung von Aussagen die Wahrheitswerte der Aussagen verändern müssen. Logische Gültigkeit ist nicht dasselbe wie inhaltliche Richtigkeit. (Logikbausteine: und, oder, negation,...)
Mentales Modell Räumliche Vorstellung einer in Text dargestellten Szene.
Norman-Shallice-Modell Beschreibt, unter welchen Umständen Handlungen kognitiv überwacht werden müssen und wann sie ohne Überwachung ablaufen können (Auto-Pilot). "Condention Scheduling", "Trigger Data", "Schema Conrol Units", "Supervisory Attentional System (SAS)"
Parsing Teilprozess des Sprachverstehens: Zerlegung gesprochener oder gelesener Sprachströme in Wörter, Satzteile und Sätze. Wörter werden außerdem auf ihre Rolle im Satz hin syntaktisch analysiert.
Proposition sind die kleinsten bedeutungsvollen Wissenseinheiten, bilden eine selbstständige Aussage und können als wahr oder falsch bezeichnet werden. (Mini-Thesen)
Psycholinguistik Widmet sich der Erforschung des Erlernens von Sprache und ihrer kompetenten Nutzung. Psycholinguisten beschäftigen sich auch mit der Frage, was in unserem Gehirn stattfindet, wenn wir sprechen oder zuhören.
Rekurrente Prozesse Schleifenartige Prozesse, die entstehen, wenn Zellen durch Feedforward-Erregung aktiviert werden und ihrerseits Feedback-Signale an die Ausgangszellen zurücksenden.
Response Priming Versuchsparadigma, das die Unabhängigkeit motorischer Kontrolle vom visuellen Bewusstsein belegt.
Scheinwerfer und Vergrößerungsglas der Aufmerksamkeit Grobe Modellvorstellungen, die veranschaulichen sollen, wie die Aufmerksamkeit die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Verarbeitung erhöht.
Schema und Skript Beschreiben den Zusammenhang von Merkmalen oder Handlungen. Bsp.: das Schema für ein Gesicht oder das Skript für einen Restaurantbesuch.
Schlussfolgern Deduktives -> Schlussfolgern einer Aussage aus Prämissen erfolgt nach Regeln der Logik Induktives -> beschreibt hingegen das Bilden einer generalisierten Schlussfolgerung aus vielen Einzelbeobachtungen (Heuristik)
Schwelle (Psychopysik) Diejenige Reizstärke, bei der ein Reiz in einem festgelegten Prozentsatz der Fälle erkannt (Absolutschwelle), identifiziert oder von einem anderen Reiz unterschieden (Differenzschwelle) werden kann.
Signalentdeckungstheorie Psychopysisches Verfahren, mit dem die tatsächliche Wahrnehmungsempfindlichkeit einer Versuchsperson von deren Entscheidungsverhalten getrennt werden kann. (Laxe und strenge Kriterien für Entscheidungen)
Split-Brain-Patienten Menschen, bei denen zur Behandlung einer Epilepsie oder ähnlichen Störung das Corpus callosum durchtrennt wurde. Die Behandlungsmethode geht häufig mit Leistungseinbußen im visuellen, motorischen und kognitiv-sprachlichen Bereich einher, weil Information nicht mehr zwischen den Hirnhemisphären übertragen werden kann.
Synästhesie Die Aktivierung von Sinneswahrnehmungen in einer Domäne durch Reize einer anderen Domäne, z.B. das Hervorrufen von Farbempfindungen durch musikalische Klänge.
Transduktion Die Umwandlung eines physischen Reizes (Licht, Schall, chemischer Stoff) in elektrische neuronale Aktivität in einem spezialisierten Sinnesrezeptor.
Univarianzprinzip Farben sind genau dann unterscheidbar, wenn sie zu unterscheidbaren Aktivitätsmustern der Zapfenrezeptoren führen.
visuelle Suche Versuchsparadigma, in dem ein Zielreiz unter mehreren Distraktorreizen gesucht werden muss. Suche nach einzelnen Reizmerkmalen führt häufig zum Pop-Out-Effekt, bei dem der Zielreiz unmittelbar ins Auge springt. Suchzeiten nach Merkmalskombinationen steigen mit zunehmender Distraktorzahl.
Wahrnehmungsspezifität Jede Wahrnehmungsmodalität wird in spezialisierten Pfaden im Gehirn verarbeitet.
Wernicke-Geschwind-Modell Beschreibt das Zusammenspiel sprachrelevanter Gehirnstrukturen (Wernike-Areal, Broca-Areal, Fasciculus arcuatus) bei der Entstehung von Aphasien und normalen Sprachleistungen.
Wissen Als Wissen bezeichnet man organisierte Information, die im Gedächtnis repräsentiert ist. Deklaratives Wissen, auch explizites Wissen, enthält Tatsachen (semantisches Wissen) und Ereignisse (episodisches Wissen). Prozeduales Wissen, auch implizites Wissen, umfasst Wissen über Abläufe und Fertigkeiten.