Magen und Dünndarm

Rebecca S.
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ENBH05 Anatomie und Physiologie Teil 1; Magen und Dünndarm

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Knochen
carolineschuh
Anatomische Grundbegriffe - Passiver Bewegungsapparat
Matthias Bräuer
Thema 9 Immobilität
Maggie Graf
Edexcel Additional Science Chemistry Topics 1+2
Amy Lashkari
PE - GCSE Glossary
rjapmann
Anatomie Grundlagen
m m
2.0 Fragen zu Magen und Dünndarm
Rebecca S.
Cytologie
elisa.teichmann
Fachbegriffe Zum Thema Atmung (IN ARBEIT)
Katharina Schöps
Question Answer
Magen = Gaster - Form & Lage ändert sich je nach Füllungszustand & Muskeltätigkeit - Fassungsvermögen: 1.5 - 2.5 Liter
Aufgaben Magen 1. Nahrungsspeicherung => Verweildauer ca. 2-7h (je höher Fettgehalt, umso länger Verweildauer) 2. Nahrungszerkleinerung => Verflüssigung von Fett & Eiweissverdauung 3. Salzsäurebildung => dient Eiweissverdauung & der "Desinfektion" (tötet Krankheitskeime)
Sieben Magen-Abschnitte 1. Kardia (Magenmund /-eingang) => Einmündungsstelle der Speiseröhre 2. Fundus (Magengrund) => beim Essen verschluckte Luft sammelt sich hier als Luftblase 3. Korpus (Magenkörper) => grösster Abschnitt 4. Antrum (Vorrum des Pförtners) => Fortsetzung des Magenkörpers 5. Pylorus (Pförtner) => Magenausgang mit Schliessmuskel 6. kl. Kurvatur (kl. Magenkrümmung) => innen gelegene Magenkrümmung 7. gr. Kurvatur (gr. Magenkrümmung) => aussen gelegene Magenkrümmung
Belegzellen (Schleimhautzellen im Magen) - bilden Salzsäure zur Zersetzung des aufgenommen EIweisses - durch hohen Salzsäuregehalt entsteht saurer ph-Wert => Bakterien werden ab-getötet & Eiweissstrukturen aufgebrochen - notwendig um Vitamin B12 im Dünndarm aufzunehmen
Hauptzellen (Schleimhautzellen im Magen) - bilden eine Vorstufe von Pepsin, das die Salzsäure in aktives Pepsin umwandelt - Pepsin ist ein eiweissspaltendes Enzym
Nebenzellen (Schleimhautzellen im Magen) - stellen Magenschleim her - Schützt die Schleimhaut vor der agressiven Salzsäure & Pepsin - erleichtert Weiterbeförderung des Mageninhalts
G-Zellen (Schleimhautzellen im Magen) - produzieren das Hormon "Gastrin", das die Salzsäurebildung stimuliert - steigert peristaltischen Bewegungen der Magenmuskulatur
Magensaftproduktion - wird reguliert vom vegetativen Nevensystem & der Magenschleimhaut - Sehen, Riechen, Schmecken, Koffein, Alkohol, Schmerzmittel & Stress steigern Magensaftbildung
Dünndarm Aufgabe Zerlegen der Nahrung in die einzelnen Nährstoffe, die über Pfortader und Leber ins Blut gelangen
Dünndarm Abschnitte 1. Zwölffingerdarm: Grossteil der Resorption von KH & Eiweiss findet hier statt 2 & 3. Leerdarm & Krummdarm: Resorption der Fette, Aufnahme von Vitamin B12 mithilfe Instrinsic-Faktors, Rückresorption der Gallensäure
Dünndarmschleimhaut - Vergrösserung der Oberfläche durch Auffaltung notwendig um die Nährstoffe vollständig zu resorbieren - grosse Falten bremsen zu schnellen Weiterfluss des Speisebreis - Auf den Falten sitzen Zotten, in den kleine Krypten (Vertiefungen) liegen - Oberflächenvergrössung v.a. durch Mikrovilli (Stäbchensaum auf Zellen)
Dünndarmschleimhaut Aufgaben 1. Sekret des Zwölffingerdarms dient der Neutralisierung des sauren Magenbreis 2. Falten & Zotten im Leerdarm dienen der besseren Aufnahme der Nährstoffe 3. Eingelagerte Lymphkntchen der Krummdarmschleimhaut enthalten weisse Blutkörperchen. Dienen der Immunabwehr und halten Speisebrei keimfrei
akute Magenschleimhautentzündung Ursachen = akute Gastritis - üppiges, fette, scharf gewürztes Essen - äussere Giftstoffe z.B. Alkohol, Anti-Rheuma-Medikamente, Schmerzmittel wie Aspirin, ASS - seelisch-psychischer Stress (vermehrte Magensäurebildung und mangelnder schleimschutz - akuter (kurzzeitiger) Stress durch Operationen, Verbrennungen, ...
chronische Magenschleimhautentzündung (chronische Gastritis) Ursachen bzw. Arten - Typ-A-Gastritis (Autoimmun Gastritis) beruht auf Antikörpern, die sich gegen Belegzellen richten (zählt zu Krebsvorstufe) - Typ-B-Gastritis (bakterielle Gastritis) ist eine bakterielle Infektion (kann sich zu Magengeschwür weiterentwickeln) - Typ-C-Gastritis (chemische Gastritis) beruht auf Rückfluss von Gallenflüssigkeit in Magen oder langfristige Einnahme von Antirheumatika
Magenschleimhautentzündungen Übelkeit, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blähungen, Aufstossen, Erbrechen, diffuse Magenschmerzen
Akute Gastritis Ernährungsempfehlung - 1-3 Tage klare Flüssigkost - anschliessend Kostaufbau: Schleimdiät, flüssig-breiig Kost, leichte Vollkost - Vollkost meist erst nach 8 Tagen möglich
Chronische Gastritis Ernährungsempfehlung - leichte Vollkost - meiden von schwer verdaulichen Speisen, Kaffee, Alkohol, kohlensäurehaltigen Getränke - ggf. Supplementierung von Vitaminen und Eisen - langfristig Vollkost anstreben
Magengeschwür Definition - tiefergreifende entzündliche Prozesse, die die Muskelschicht erreichen - Auch Ulkuskrankheit
Magengeschwür Ursache - fehlendes Gleichgewicht zwischen agressiven Faktoren Salzsäure & Pepsin und schützenden Faktoren wie Bildung von Schleim - Bakterium "Helicobacter pylori" - Risikofaktoren wie bei akuter Garitis z.B. üppiges, & scharfes Essen, Stress, äussere Giftstoffe wie Medikamente & Alkohol
Magengeschwür Symptome - brennende und bohrende Schmerzen - Sofortschmerz nach Nahrungsaufnahme - Verschlechterung nach Süssspeisen - Gewichtsverlust - Übelkeit, Breichreiz, Appetitlosigkeit
Magengeschwür Komplikationen - Blutungen mit Bluterbrechen, bluthaltigem Stuhl - Magendurchbruch - Magenkrebs ...
Magengeschwür Enährungsempfehlung - kalorisch angemessene leichte Vollkost - Anreicherung der Nahrung mit Ballaststoff- und Vitaminträgern - ausreichend Milch(produkte) - Meiden von in Fett gebackenen oder gebratenen Zubereitungen, scharfen und gesalzenen Gerichten - langsames Essen, gründliches Kauen - Vorsicht bei Alkohol und sauren Säften
Magenkrebs Risikogruppe und -faktoren - Risikogruppe: Männer zwischen 50 - 70 - Risikofaktoren: chronische Gastritis, Magenoperationen, chronischer Stress, Magengeschwüre, lang dauernde Kortisonbehandlungen - auch Nitrosamine (braten&grillen nitrithaltiges Fleisch) gilt als krebserregend
Magenkrebs Symptome Symptome meist allgemein, im späteren Stadium: - Gewichtsverlust - Abneigung gegen Fleisch - Geschwollene Lymphdrüse oberhalb linkes Schlüsselbein - Schmerzen - Blut im Stuhl
Magen-Darm-Entzündung Ursache = akute Gastroenteritis - Bakterien, Viren, Parasiten oder giftige Substanzen
Lebensmittelvergiftung - Entstehung, Verlauf - durch Giftstoffe (Toxine), die von Bakterium Staphylokokkus herrühren - beginnt wenige Stunden nach Mahlzeit - klingt rasch ab, nachdem Toxine ausgeschieden sind
Symptome Magendarm-Entzündung + Lebensmittelvergiftung Durchfall, Übelkeit, Erbrechen allgemeines Krankheitsgefühl machmal Fieber
Ernährungsempfehlung Magendarm-Entzündung + Lebensmittelvergiftung - leichte Vollkost - Kamillen- oder Pfefferminztee - ggf. Flüssigkost - viel Trinken um Flüssigkeitsverlust auszugleichen - Gemüsebrühe um Mineralstoff-Verlust auszugleichen - getrocknete Heidelbeeren bei Durchfall - geriebene Äpfel bei Durchfall (1-2 tägl.)
Zwölffingerdarmgeschwür Entstehung - Entstehung wie Magengeschwür: fehlende Balance zwischen schleimhautschützenden und -angreifenden Faktoren
Zwölffingerdarmgeschwür Symptome - Nüchtern- / Nachtschmerzen im Oberbauch - Linderung durch Nachrungsaufnahme - Teerstühle
Zwölffingerdarmgeschwür Ernährungsempfehlung - kalorisch angemessene leichte Vollkost - Anreicherung der Nahrung mit Ballaststoffen und Vitaminen - meiden von fetten, scharfen, salzigen Essen - ausreichend Milch- und Milchprodukte - Saure Säfte und Alkohol meiden - langsames Essen, gründliches Kauen
Morbus Chron Definition & Ursachen - entzündliche Erkrankung, die den ganzen Magen-Darm-Trakt befallen kann, hauptsächlich aber Ende und Dickdarm betrifft - Ursachen kaum erforscht, vermutl. psychosomatisch, genetische & immunologische Faktoren
Morbus Chron Verlauf - schubweise - betrifft alle Schichten des Darms - Ersterkrankung meist im jüngeren Errwachsenenalter (20 - 30 Jahre)
Morbus Chron Symptome - häufige Durchfälle - krampfartige Bauchschmerzen - Gewichtsverlust durch Appetitmangel - verschlechterte Resorption der Nährstoffe - Entzündung der Gelenke, des Augeninneren und der Haut
Morbus Chron Komplikationen - Darmgeschwüre, Darmverengungen - Eiweiss-, Mineralstoff-, Vitaminmangel - Darmverschluss, Bauchfellentzündung
Morbus Chron Ernährungsempfehlung -leichte Kost mit bedarfsgerechter Energieversorgung an essenziellen Nährstoffen - ggf. Eisensubstitution - bei Durchfall: Wasser-, Elektrolytausgleich, später Eiweisszufuhr und Zufuhr leicht verdaulicher Fette - Bei Blähungen: Hülsenfrüchte, Milchzucker & ggf. Ballaststoffe einschränken