Gedächtnis

Nicole Girard
Mind Map by , created about 6 years ago

Bachelor Psychologie Mind Map on Gedächtnis, created by Nicole Girard on 09/15/2013.

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Nicole Girard
Created by Nicole Girard about 6 years ago
EC - Entwicklungspsychologie II
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M1, Kurs 2: Einführung in die Forschungsmethoden - Unit 1 - Psychologie als eine empirische Wissenschaft: Warum brauchen wir Forschungsmethoden?
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Gedächtnis

Annotations:

  • Beeinflusst praktisch jede Tätigkeit, die wir unternehmen
1 Arten von Gedächtnis?
1.1 explizites
1.2 implizites
1.3 Deklaratives
1.3.1 Wissen was ... es ist
1.4 Prozeduales
1.4.1 Wissen wie ...man was macht

Annotations:

  • Geforscht wird, wie man von einer bewusst gelernten Tätigkeit - mit jedem einzelnen Bewegungsschritt (Liste deklarierter Fakten: erst das, dann das tun, dann das...) - zu einer unbewussten, automat. Ausführung dieser Tätigkeit gelangt Man nennt den Prozess Wissenszusammenfügung (knowledge compilation)
  • Man hat keinen bewussten Zugang zum Inhalt von automatisierten Bewegungsabläufen - z.B. Tel.Nr. wählen, die man blind wählt, muss man in Gedanken wählen, um den Inhalt zu erinnern oder das Bedienen eines Autos zu erklären ist schwieriger, als es einfach zu tun usw.
  • Wenn man sich einen Bewegungsablauf angewöhnt hat, ist es auch schwierig, plötzlich oder manchmal einen etwas abgeänderten durchzuführen
  • das prozeduale Gedächtnis beinhaltet das Erlernen, Aufrechterhalten und Anwenden von perzeptuellen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten
1.5 Prozesse
1.5.1 2. Speichern
1.5.1.1 Kurz- und langzeitige Veränderungen im Gehirn, um zu speichern
1.5.2 3. Abrufen
1.5.3 1. Enkodieren
1.5.3.1 mentale Repräsentation, um Dinge wiederzuerkennen und zu enkodieren
2 Sensorisches Gedächtnis
2.1 Ikonisches Gedächtnis
2.1.1 visuelle Gedächtnisinhalte - 1/2 Sek

Annotations:

  • Grosse Info-Mengen für sehr kurze Zeiträume speichern
2.2 Kurzzeit-Gedächtnis - KZG

Annotations:

  • Teil des Arbeitsgedächtnisses eingebettet in die Prozesse des Arbeitsgedächtnisses ist ein Prozess, nicht ein Ort
2.2.1 kann nur eine sehr kleine Menge von Infos aktiv halten
2.2.2 Hilfen, um KZG-Kapazität zu verbessern
2.2.2.1 Researsal

Annotations:

  • Infos immer wiederholen, die man im Gedächtnis behalten möchte - erhaltende Wiederholung hilft, die Infos vor Verblassen im KZG zu bewahren englisch: maintenance rehearsal
  • Problem, wenn man sich den Namen einer frisch kennengelernten Person nicht merken kann: man ist nach der Namensnennung abgelenkt und kann diesen deswegen nicht innerlich wiederholen - also Namen nennen, und sofort wiederholen und mit Gesicht verbinden
2.2.2.2 Chunking

Annotations:

  • Chunk: einzelne Buchstabe/Zahl, Buchstabenfolge Folge von Items Folge von Wörtern ein ganzer Satz
  • durch das Organisieren grosser Info-Mengen in geringer Anzahl von Chunks kann die Gedächtnisspanng deutlich vergrössert werden: ZB. die Zahl 12911972196819891995 in folgende Chunks einteilen als 1291 Entstehung Eidgenossen, 1972 mein Geb.Jahr, 1968 Geb.Jahr Marc, 1989 Fall der Berliner Mauer, 1995 Geb.Jahr Dennis
  • Neue Stimuli mit Kodes verbinden, die im Langzeitgedächtnis gespeichert sind oder mit dort gespeichertem  Wissen
2.3 Arbeitsgedächtnis
2.3.1 kurzfristige Fokussierung auf die grad benötigten Gedächtnisinhalte

Annotations:

  • wirft soz. ein helleres Licht auf die mentalen Objekte, die man gerade braucht, um etwas zu tun/wissen.. und koordiniert die notwendigen Aktivitäten, um mit diesen Objekten umzugehen
2.3.2 enthält drei Komponenten
2.3.2.1 phonologische Schleife
2.3.2.1.1 speichert/manipuliert sprachbasierte Infos

Annotations:

  • grosse Überschneidung mit KZG
2.3.2.2 visuell-räumlicher Notizblock

Annotations:

  • speichert mentale Bilder über Orte, Dinge usw
2.3.2.2.1 speichert/manipuliert visuelle und räumliche Infos
2.3.2.3 zentrale Exekutive
2.3.2.3.1 Kontrolle der Aufmerksamkeit und Koordination der Infos der andern 2 Komponenten
2.3.3 Arb.-Gedächtnisspanne

Annotations:

  • Mass für die verfügbaren Ressourcen, um kurzfristige Prozesse durchzuführen - anhand dieser wird die Kapazität des Arb.-Ged. vorhergesagt Interindividuelle Unterschiede vorhanden bei der Kapazität des Arbeitsgedächtnisses, also bei der Gedächtnisspanne
  • je grösser die Kapazität des Arb.-Gedächtnisses, desto mehr Infos kann man integrieren
2.4 echoisches Gedächtnis
2.4.1 auditive Gedächtnisinhalte - sehr kurze Zeit
3 Langzeitgedächtnis - LZG (Enkodierung und Abruf)
3.1 Strukturen im Langzeitgedächtnis
3.1.1 Strukturierung unserer Erfahrungen
3.1.1.1 Konzepte (Kategorien) für
3.1.1.1.1 Hierarchie bei Konzepten
3.1.1.1.1.1 Wichtigste: Basisebene
3.1.1.1.1.1.1 Vogel, Fisch, Haus, Stuhl, Mann, Frau, Brot, Apfel uws.
3.1.1.1.2 Arten von Konzepten
3.1.1.1.2.1 Tätigkeiten
3.1.1.1.2.1.1 Sport, Schlafen, gehen, essen, denken
3.1.1.1.2.2 Eigenschaften von Items
3.1.1.1.2.2.1 rot, gross, lieb
3.1.1.1.2.3 Objekte
3.1.1.1.2.3.1 Hund, Katze, Haus
3.1.1.1.2.4 abstrakte Ideen
3.1.1.1.2.4.1 Liebe oder Wahrheit
3.1.1.1.2.5 Beziehungen zwischen Items
3.1.1.1.2.5.1 besser als, Schwester von
3.1.1.1.3 2 Theorien darüber, wie Menschen Konzepte zum Kategorisieren verwenden
3.1.1.1.3.1 Prototyp vom Konzept
3.1.1.1.3.1.1 Der typische, ideale Typ - so stelle ich mir mein Konzept vor...
3.1.1.1.3.1.1.1 ...Ich vergleiche neue Objekte mit...
3.1.1.1.3.1.1.1.1 dem Prototyp
3.1.1.1.3.1.1.1.2 den erinnerten Exemplaren
3.1.1.1.3.1.1.1.2.1 Forschung belegt eher diese Theorie
3.1.1.1.3.2 Exemplare vom Konzept
3.1.1.1.3.2.1 Erinnerung an die vielen verschiedenen Exemplare dieser Kategorie...
3.1.1.1.3.2.1.1
3.1.1.2 Schemata
3.1.2 rekonstruktives Gedächtnis
3.1.2.1 Erinnerungen aus allgemeiner Form von Wissen, wenn keine spezifischen Repräsentationen verfügbar
3.1.2.2 Kann das wirkliche Ereignis verzerren
3.1.2.2.1 Problem der Zeugenaussagen
3.1.2.3 drei Arten von Rekonstruktion:
3.1.2.3.1 Assimilation
3.1.2.3.2 Akzentuierung
3.1.2.3.3 Nivellierung
3.2 Inhalte

Annotations:

  • Inhalte des LZG: Lagerhalle aller Erfahrungen, Ereignisse, Infos, Emotionen, Fertigkeiten, Wrter, Kategorien, Regeln und Beurteilungen, die über das sensorische und über das Kurzzeitgedächtnis angeeignet wurden - gesamtes Wissen von sich selbst und von der Welt
3.2.1 Hinweisreize

Annotations:

  • Hinweisreize/retrieval cues: Stimuli, die bei der Suche nach einem bestimmten Gedächtnisinhalt verfügbar sind - Von Aussen oder von in uns selbst - das Erinnern folgt immer auf eine bestimmte Zielsetzung - Erinnern/Abrufen fällt unterschiedlich aus, je nach Qualität des Hinweisreizes - wie genau/spezifisch er den Inhalt beschreibt (irgend ein Jahr oder das Jahr der Bildung der Eidgenossenschaft)
3.2.1.1 Abruf

Annotations:

  • Abruf von Hinweisreizen: Infos reproduzieren, die man vorher aufgenommen hat Hinweisreiz alleine muss reichen, um die Infos wieder zu finden - welche Erfahrung/Info habe ich gesehen, aufgenommen?
3.2.1.1.1 Welche Erfahrung war es?
3.2.1.2 Wiedererkennen

Annotations:

  • Wiedererkennen eines Hinweisreizes: zuvor Gesehenes/Gehörtes beurteilen/wiedererkennen - leichter als der blosse Abruf - hatte ich bereits diese Info-Erfahrung?
3.2.1.2.1 Kenne ich die Erfahrung?
3.2.2 oft ein Leben lang abrufbar
3.3 episodisches LZG
3.3.1 individuelle, spezifische persönliche Erlebnisse
3.4 semantisches LZG
3.4.1 generische, kategoriale Gedächtnis-Inhalte
3.4.2 Fehler beim Abruf der Inhalte

Annotations:

  • Abruf von semantischen Inhalten nicht immer sofort möglich aus dem LZG: Man kann Dinge/Infos vergessen - Gute Strategie, um sie wieder zu finden, abrufen zu können: Gedächtnisinhalt wie einen episodischen Gedächtnisinhalt behandeln - "ich weiss, ich habe den Namen dieser Frau beim Kaffeetrinken mit Claudia gehört, als wir..." - die zusätzlichen Hinweisreize können zum Wiederfinden der Info führen
  • LZG, Fehler beim Abruf durch Kontextschock: z.B. Personen werden erkannt, aber man weiss nicht woher man sie kennt - sie sind nicht im gleichen Kontext wie gewohnt oder bekannt - Prinzip der Enkodierspezifität
3.4.2.1 Enkodierspezifität - Kontext wichtig

Annotations:

  • Enkodierspezifität: Abruf von Infos (z.B. Namen einer Person oder woher ich sie kenne) leichter, wenn Kontext des Abrufs übereinstimmt mit Kontext der Enkodierung - ca. 50% hoher (vielleicht kann es helfen, als Hinweisreiz sich den Kontext vorzustellen, vorausgesetzt man kann ihn abrufen ;)
3.4.2.1.1 Gerüche als gemeinsamer Kontext

Annotations:

  • markante Gerüche als Kontext:(ungewöhnlich in ihrer Art oder im Kontext) wirken als gute Hinweisreize, um Infos/Wissen wieder abzurufen
3.4.2.2 Serieller Positioneneffekt

Annotations:

  • Serielle Positionskurve: Hier spielt die Kontextuelle Unterscheidbarkeit eine grosse Rolle Items am Anfang (Primacy-Eff.) werden besser unterschieden, weil - vergleiche "Bild Bahnschwellen" - die ersten Items besser unterschieden werden, die danach eher zusammenschmelzen... und die am Ende (Recency-Eff.) die letzten waren und darum gut behalten werden, sie sind an das Ende gekoppelt
  • Serieller Positioneneffekt: Die letztgesehenen/-aufgenommenen Items sind noch am präsentesten (z.b. der letzte Film ist präsenter als die 10 davor gesehenen) Die ersten Items sind in einem neuen Kontext und deshalb präsent, weil Kontext neu = markant
3.4.2.2.1 Primacy-Effekt
3.4.2.2.2 "die in der Mitte gehen vergessen"
3.4.2.2.3 Recency-Effekt
3.5 Prozesse des Enkodierens/Abrufs
3.5.1 Theorie der Verarbeitungstiefe
3.5.2 transferadäquate Verarbeitung
3.5.2.1 Beziehung durch Priming
3.5.2.1.1 physikalische Übereinstimmung
3.5.2.1.1.1 gleiches Item erscheint wieder
3.5.2.1.2 Kategorienassoziation
3.5.2.1.2.1 mit Beteutungen und Konzepte
3.5.2.2 Übereinstimmung = besserer Abruf
3.6 Warum wir vergessen
3.6.1 Interferenz
3.6.1.1 proaktive
3.6.1.2 retroaktive
3.7 Verbesserung der Gedächtnisleistung
3.7.1 Mnemotechniken
3.7.2 elaboriertes Wiederholen
3.8 Metagedächtnis
3.8.1 Vertrautheit von Hinweisreizen
3.8.2 Zugänglichkeit zum Thema
4 Exkurse
4.1 Wie kann Gedächtnisforschung bei der Prüfung helfen
4.2 Warum greift Alzheimer das Gedächtnis an?
5 Biologische Aspekte des Gedächtnisses
5.1 Suche nach dem Engram
5.1.1 Wo ist welcher Gedächtnisinhalt gespeichert
5.2 Vier wichtige Gehirnstrukturen bei Gedächtnisprozessen
5.2.1 Cerebellum
5.2.2 Striatum
5.2.3 cerebraler Cortex
5.2.4 Amygdala und Hippocampus
5.3 Amnesie nach physischer Gehirnschädigung
5.3.1 anterograde Amnesie
5.3.2 retrograde Amnesie
5.4 Forschung anhand bildgebender Verfahren
5.4.1 fMRT
5.4.2 PET
6 Beeinflusst praktisch jede Tätigkeit, die wir durchführen
7 Gehirn

Annotations:

  • 100 Billionen (100x10hoch12) Info-Bestandteile speichern

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