V5: Kollektives Handeln Soziale Bewegungen

Danja Müller
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Einführung Soziologie Mind Map on V5: Kollektives Handeln Soziale Bewegungen, created by Danja Müller on 01/17/2016.

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V5: Kollektives Handeln Soziale Bewegungen
1 Soziale Bewegungen: "mobilisierte Netzwerke von Gruppen u. Organisationen, die auf der Grundlae einer kollektiven Identität mit Mitteln des Protests sozialen Wandel herbeiführen oder verhindern wollen" (Ruch/Neidhardt)
1.1 Netzwerke
1.1.1 keine Organisationen (können sie aber beinhalten)
1.1.2 keine formelle Mitgliedschaft
1.1.3 Intern: geringe Differenzierung u. Hierarchisierung
1.1.4 (+) hohe Durchschlagskraft (-) strategische Schwäche
1.2 kollektive Identität
1.2.1 Mangel an Geld u. Macht
1.2.2 commitment, hohe Motivation
1.3 Protest
1.3.1 nicht-institutionalisiertes, störendes Handeln (Streik)
1.3.2 "contentious politics" (ausserhalb von Partei)
1.3.3 Grenzfälle: Verbrechen, Terror
1.4 sozialer Wandel
1.4.1 zielt auf Kollektivgüter: Unteilbarkeit des Gebrauchs
1.4.2 Wandel herbeiführen (links) od. verhindern (rechts)
1.4.3 Grenzfall: Sekte
2 Collective Behavior
2.1 SB als Subtyp von collective behavior: crowds, panics, usw. (H. Blumer)
2.2 CB erklärt Wandel u. Neuerungen (Blumer)
2.3 N. Smelser
2.3.1 CB als Reaktion auf strain
2.3.2 CB definiert durch generalized beliefs
2.3.3 Bsp: Panik, reformistische u. revolutionäre Bewegungen
2.3.4 CB als irrationaler Kurzschluss (impatient people)
3 Resource Mobilization
3.1 Hintergrund: 60er Bewegung (civil rights, anti-Vietnam, Studenten)
3.2 Grundannahme: SB rational mit unkonventionellen Mitteln, Ausblendung von psychologischen Faktoren
3.3 von strain zu resources als Ursache von SB
3.4 M.Olson: Dilemma kollektiven Handelns, free riders; nur in grossen Gruppen; Zwang/ materielle od. soziale Anreizschaffung
3.5 Ökonomisches Vokabular (McCarthy/M.Zald)
3.5.1 Social movement: "preference structure directed toward social change"
3.5.2 SM organization: "organization which identifies its goals with the preferences of a SM"
3.5.3 SM industry: alle SM organizations einer SM
3.5.4 SM sector: alle SM industries in einer Gesellschaft
4 Political Process
4.1 geht aus RM hervor (Prämisse: Rationalität)
4.2 2 Verschiebungen: von Mikro zu Makro; von Mobilisierung zu Auswirkungen (impacts)
4.3 "state structures shape the strategy, courses and possible impacts of SM" (Joppke)
4.4 Schlüsselbegriff: "political opportunity structure"
4.4.1 staatliche Input-Strukturen (offen v. geschlossen)
4.4.2 staatliche Output-Strukturen (stark v. schwach)
4.4.3 Parteiensysteme
4.4.4 Unterstützung durch Eliten
4.4.5 je nach POS sind SBs radikal od. moderat, erfolgreich od. erfolglos; Ansatz für internationale Vergleiche
4.5 Vertreter: Charles Tilly, Herbert Kitschelt, Sidney Tarrow, D.McAdam
5 Neuere Ansätze
5.1 "Rationalismus" von RM u. PP: Ausblendung von Psychologie, Subjektivität, kulturellen Prozessen der Problemgenerierung
5.2 "frame analysis" (interpretative Prozesse d. Problemdefinition im Vordergrund)
5.2.1 diagnostic framing: Problem als Problem erkennen
5.2.2 identity framing: wer ist betroffen?
5.2.3 agency framing: was ist zu tun?
5.3 "emotions": Protest ist riskant u. kostspielig, Motivation u. Emotionen
6 Bsp: Arbeiterbewegung
6.1 2 Lösungen d. sozialen Frage: Reform v. Revolution (Sozialismus/Kommunismus)
6.2 Reform (T.H.Marshall, R.Bendix, u.a.)
6.2.1 citizenship für Arbeiter, politische u. soziale Rechte
6.2.2 Marshall: Widerspruch von Klasse (Ungleichheit) u. citizenship (Gleichheit) zentral im 20. Jh.
6.2.3 2 Arenen d. Arbeiterbewegung
6.2.3.1 industriell: Gewerkschaftsbildung
6.2.3.2 politisch: Kampf um gleiches Stimmrecht u. Parteienformung (doch: geheime Wahl verwandelt Arbeiter in Bürger)
6.2.4 von Arbeitern zu Bürgern: Spannungen funktionaler u. plebiszitärer Repräsentation; citizenship löst Arbeiterklasse in gleiche Individuen auf
6.3 Revolution (Marx)
6.3.1 Sozialismus als Ideologie d. Arbeiterbewegung des 19. u. 20. Jh.
6.3.2 Ziel: Abschaffung von Staat u. Privateigentum
6.3.3 Kritik an citizenship: Gleichheit als Voraussetzung für Klassenungleichheit
6.3.4 Ironie: marxistische Revolution im Vor-Kapitalismus (RU, China)
6.4 Etappen d. Arbeiterbewegung
6.4.1 18. Jh.: Luddismus
6.4.2 19. Jh.: Gewerkschaftsbewegung (Streik als Kampfmittel)
6.4.3 19. Jh.: Politische Organisation
6.4.4 19. Jh.: Politische Organisation
6.4.4.1 Utopischer Sozialismus (St.Simon, C.Fourier, R.Owen, J.Proudhon)
6.4.4.2 Kommunistisches Manifest 1848 (Marx/Engels: "Proletarier aller Länder vereinigt Euch!")
6.4.4.3 1. Internationale, 1864-1876 (Marx/Engels/Bakunin)
6.4.4.4 1875: erste sozialistische Partei in DE, (unter Bismarck verbosden; 1890 als SPD neugegründet), 1914 stärkste Partei
6.4.4.5 Debatte: Evolution (Revisionsismus) od. Revolution, parlamentarischer Weg od. Gewalt
6.4.4.6 1889: 2. Internationale
6.4.5 20. Jh.: Politische Organisation
6.4.5.1 1914: Nation triumphiert über Klasse (SPD stimmt für die Kriegskredite des Kaiserreichs)
6.4.5.2 1917: Russische Revolution (Spaltung kommunistische u. sozialistische Parteien
6.4.5.3 1919: 3. (Kommunistische) Internationale, unter russischer Führung
6.4.5.4 Nazismus: anti-Faschismus/résistance re-legitimiert Kommunismus
6.4.5.5 Nach 1945: aus sozialistischen werden Volksparteien; Wohlfahrtsstaat u. Institutionalisierung d. Klassenkonfliktes; Euro-Kommunismus in Südeuropa (70er, 80er); 1989: Arbeiterbewegung in Polen liquidiert Arbeiterklassenstaat
7 Dissidenten im Kommunismus
7.1 Leninistisches Regime als neuer Typ von Staat (Lenin)
7.1.1 Traditional: Dedifferenzierung (N.Luhmann)
7.1.2 Modern: Mobilisierung d. Gesellschaft für ein rationales Ziel, auf der Grundlage von Wissenschaft
7.1.3 Charismatic: heroische Kampf gegen Klassenfeind (später Antifaschismus) legitimiert Herrschaft
7.2 Kommunismus ist Bewegung; Opposition anti-Bewegung
7.2.1 Oppositionen
7.2.1.1 Revisionismus: Intellektuelle mobilisieren Ideale d. Kommunismus gegen ihren Verrat (L.Trotsky bis R.Bahro)
7.2.1.2 Dissidenz: Ablassen vom demokratischen Sozialismus
7.2.1.2.1 Forderung nach Rechten, Differenzierung, Pluralismus
7.2.1.2.2 Antipolitik, Aktivismus d. Verweigerung
7.2.1.2.3 Sache d. Intellektuellen
7.2.1.3 Nationalismus: komplementär zu Dissidenz; Opposition gegen Kommunismus geht über Intellektuelle hinaus; 1989 allesamt nationale Revolutionen
7.3 DDR als Ausnahme (Joppke)
7.3.1 keine Dissidenten (nur Revisionisten)
7.3.2 Warum? Unmöglichkeit einer nationalen Revolution gegen Kommunismus
8 zentrale Fragen d. Forschung
8.1 Ursachen von SB
8.1.1 Deprivation (strain) oder Ressourcenzufuhr
8.1.2 psychologisch vs. strukturell
8.2 Mobilisierung
8.2.1 free rider Dilemma (M.Olsen)
8.3 Resultate
8.3.1 Erfolg od. Niederlage
8.3.2 Erfolg: Problem der Institutionalisierung (aus SB wird Partei, eigenes Interesse od. das der Organisation höher als ursprüngliches Ziel der Bewegung)
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