Flashcards
Klinische Neuropsychologie - Hirnanatomische Asymmetrien
Flashcards do conjunto (7)
- 1Hirnanatomische Asymmetrien-Makroskopische und mikroskopische anatomische Unterschiede
Auch: Lateralisierung
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Viel Forschung zu Zusammenhang zwischen anatomischen und funktionalen Asymmetrien
-Interhemisphärischer Informationsaustausch: Corpus callosum
→ ambilateral = funktionell keine großen Unterschiede → intensiverer Informationsaustausch - 2Sylvische FissurAuch: Fissura lateralis
-Große intra- und interindividuelle Variabilität, da nicht durch Einfaltung des Gehirns entstanden, sondern durch, im Vergleich zum Wachstum innerer kortikaler Strukturen, starken Wachstums der äußerern Kortexteile
→ Linke Hemisphäre: längerer horizontaler und gleichzeitig kurzer vertikaler Verlauf
→ Rechts: kürzerer horizontaler und langer vertikaler Verlauf
→ bei 2/3 der Menschen und bereits beim Fetus Asymmetrie vorhanden => genetisch determiniert
→ Männer haben stärkere HSF-Asymmetrie; stärkere Korrelation zwischen Händigkeit und Längenmaßen der sylvischen Fissur
-Umgeben von Hirnarealen, die für höhere kognitive Funktionen zuständig sind:
→ Suprasylvisch (über): fotnale und parietale areale
→ Infrasylvisch (unter): temporale Areale (primär sensorische Funktion, Sprachperzeption und Handlungskontrolle)
→ Perisylvisch (neben): direkt um die sylvische Fissur - 3Globale rechts-links-UnterschiedeUnterschiedlich geformte frontale und okzipitale Bereiche
Maße:
-Okzipitale/frontale Weite = lateraler Rand bis Mittelpunkt der Fissura centralis; frontal: 10-15% Gesamtlänge; Okzipital 85-90% bis zum jeweiligen Schädelknochen (Stirn/Hinterkopf)
→ Rechtshänder: größere Okzipitale Weite der linken Hemisphäre
→ Linkshänder: häufig symmetrische okzipitale Weiten
→ negative Korrelation okzipitaler mit frontaler Weite
→ Größere okzipitale Weiten links in Zshg. mit Volumenzunahme sylvischer und perisylvischer Strukturen (u.a. Sprachlateralisierung)
-Okzipitale/frontale Länge = Parallel zur Fissura longitudinalis (centralis) rostral nach caudal bis zur jew. Schädelbegrenzung
→ Asymmetrische Gehirnverlängerung auch durch Volumenzunahme (Sogar bis zu Schädelverformung/-anpassung)
→ Linkshänder symmetrischer
→ Rechtshänder meist linksseitige Volumenzunahme (links länger als rechts) - 4Planum-temporale-AsymmetriePlanum temporale = hinterer Teil der Supratemporalfläche (Unterseite der sylvischen Furche)
Funktion:
→ Im Zentrum des Wernicke-Areals, bei Ausfall in sprachdominanter Seite sensorische Aphasie
→ Verbal auditorische Stimulation führt zu erhöhter Aktivierung (auch benachbarter Regionen)
→ Bei Stimulation + Diskriminierungsaufgabe: erhöhter Blutfluss im Gyrus temporalis (hier auch planum temporale)
→ starker granulärer Kortextyp (Aufbau wie Assoziationskortex)
=> wahrscheinlich beteiligt an sekundärer und tertiärer Verarbeitung auditorischer Infos
-75% links größer, 13% rechts größer
→ Rechtshänder stärkere linksgerichtete Asymmetrie
→ bei linkshändigen Verwandten meinst geringer
- Wahrscheinlich strukturelle Grundlage der Sprachalteralisierung
-Evtl. Entwicklung der Asymmetrie auch abhängig von frühkindlicher Erfahrung (Musikfähigkeiten etc.) - 5Asymmetrien im handmotorischen Bereich-Indikator für Größe des handmotorischen Areals:
Tiefe des sulcus centralis
→ Rechtshänder: links tiefer
→ Linkshänder: weniger asymmetrisch oder rechtsasymmetrisch
Bei Experten (Bspw. Musiker) geringere Asymmetrie, insgesamt mehr Tiefe
=> durch Übung bedingte makroanatomische Veränderungen
→ Hirnareal meist kontralateral zur dominanten Hand vegrößert - 6Interhemisphärischer Informationsaustausch-Nicht-konsistente Rechtshänder: größeres Corpus callosum
→ Wahrscheinlich Ausdruck stärkerer bihemisphärischer Repräsentation kognitiver Funktionen
→ Symmetrisch angelegte Mechanismen erfordern wahrscheinlich intensiveren Informationsaustausch und mehr Komissuren
-Neuere Studien: Kein Zusammenhang zw. Größe des Corpus callosum und funktionaler Lateralisierung
Aber: inversiver Zusammenhang zwischen Gehirnvolumen und corpus callosum Größe
=> Vermutung:
funktionale Lateralisierung → mehr intrahemisphärische Kommunikation → größere Gehirne - 7Weitere anatomische AsymmetrienHeschl-Gyrus:
Häufiger rechts zwei Heschl-Gyri
Auditorischer Kortex (Heschl-Gyrus + Planum temporale):
links > rechts → Volumen der weißen Substanz
Parasagittale Corpus-callosum-Bereiche: rechts>links → callosale Dicke des c.c. im anterioren Truncus und vorderem Drittel
Gyrus frontalis inferior
-Pars triangularis:
links > rechts (Volumen)
-Pars opercularis:
links > rechts (Volumen)
→Bei Rechtshändern stärkker; Korreliert mit verbaler Flüssigkeit
-Volumenasymmetrie des Kleinhirns bei Rechtshändern:
rechts > links
→ vermutlich aufgrund funktional bedingter Volumenasymmetrie des motorischen Systems
Hippocampus:
rechts > links (Volumen) → v.a. posteriore Hippocampusbereiche; vermutlich exeptionelle räumliche Orientierungsfähigkeiten
Motorneuronengröße in Rückenmarkssegmenten (Innervierung der Handmusklen):
rechts > links (Volumen)
Inferiorer Parietallappen:
Stärkere linkshemisphärische Faltung
Lateraler Frontalkortex:
links > rechts (kortikale Dicke)
Informações
- Descrição
- Zellbiologie Psychologie (Klinische Neuropsychologie) FlashCards sobre Klinische Neuropsychologie - Hirnanatomische Asymmetrien, criado por Joney Stoney em 29-07-2018.
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