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Flashcards

Lernstörungen

Joney Stoney Psychologie Zellbiologie Alemão 36 flashcards

Lernstörungen

Flashcards do conjunto (36)

  1. 1Klassifikation nach ICD-10: F81. Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten-F81.0: Lese- und Rechtschreibstörung
    -F81.1: Isolierte Rechtschreibstörung
    -F81.2: Rechensttörung
    -F81.3: Kombinierte Störungen schulischer Fertigkeiten
    Diagnosen schließen sich ggs. aus
  2. 2Kriterien für die Minderleistung bei LernstörungenLeistung muss deutlich unter dem Niveau liegen, das aufgrund folgender Punkte zu erwarten wäre:
    -Entwicklungslater
    -allgemeine Intelligenz
    -Beschulung
  3. 3DifferentialdiagnostikVergabe der Diagnose (ICD--10) nur bei:
    -Lernbereichsspezifischer MInderleistung: Bedeutsame Diskrepanz zwischen den allgemeinen Lern- und Leistungsmöglichkeiten und den schulbezogenen Teilleistungen
    -Allgemeine Intelligenz >70
    -Ausschluss neurologischer und sensorischer Beeinträchtigungen
    -Adäquate Beschulung
  4. 4Diagnostische Schritte-Ausführliche Intelligenztestung
    -Erhebung der Lese- und Rechtschreibleistung und/oder der Rechenleistung mit Hilfe standardisierter Schulleistungstests (hohe Komorbidität => Erhgebung beider Bereiche sinnvoll)
    -Überprüfung weiterer Teilleistungsbereiche (Sprache, Motorik, Konzentration)
    -Medizinische Untersuchungen
    -Exploration der Lerngeschichte und der möglichen sekundären psychischen Folgen
  5. 5TestverfahrenTestverfahren
  6. 6KlassifikationskriterienDoppeltes Diskrepanzkriterium:
    -Diskrepanz Schulleistung: Abweichung von einer Standardabweichung (PR <16) = Minderleistung
    -Diskrepanz Intelligenz: Abweichung bereichsspezifische Schulleistung und Intelligenz: 2 SD nach ICD-10; 1,2-1,5 in klinischer PRaxis
    => Lernstörung
    Ist die Schulleistung schwach, das Abweichungskriterium zur Intelligenz aber nicht erfüllt => Lernschwäche
    Ist die Schulleistung schwach und es liegt eine Minderbegabung vor
    => Lernbehinderung
  7. 7PrävalenzratenPrävalenzraten
  8. 8Lese-/Rechtschreibstörungen - Symptome nach ICD-10Umschriebene und bedeutsame Beeinträchtigung in der Entwicklung der Lesefertigkeiten, die nicht allein durch das Entwicklungsalter, Visusprobleme oder unangemessene Beschulung erklärbar ist.
    -Typische Lesefehler: Auslassen, Verdrehen, Hinzufügen von Buchstaben, Wörtern oder Wortteilen
    -Schwierigkeiten beim lauten Lesen und niedrige Lesegeschwindigkeit
    -Schlechtes Leseverständnis und schlechte Fähigkeit, Wörter wiederzuerkennen
  9. 9Lese-/Rechtschreibstörungen: Einteilung nach Lenhard, 2013Lese-/Rechtschreibstörungen: Einteilung nach Lenhard, 2013
  10. 10Lese-/Rechtschreibstörungen: Symptomverlauf-Rechtschreibstörungen bei Lesestörungen häufig und persistierend, oft bis Adoleszenz, auch bei Fortschritten im Lesen
    -Umschriebene Entwicklungsstörungen des Lesens gehen Entwicklungsstörungen des Sprechens oder der Sprache voraus
    -Während Schulzeit häufig begleitende Störungen im emotionalen und Verhaltensbereich
  11. 11Lese-/Rechtschreibstörungen: Ursachen - Phonologische Verarbeitungsdefizite-Phonologische Bewusstheit: Sensitivität für die Lautstruktur einer Sprache; Zugriff auf Klänge und Phoneme der gesprochenen Sprache (Erkennen von Ähnlichkeiten und Unähnlichkeiten oder Reimen)
    => Genauigkeit der Worterkennung
    -Phonetisches Rekodieren im Arbeitsgedächtnis: Innere Wiederholung von Klängen zum Behalten und Verarbeiten
    => Schreiben
    -Abruf phonologischer Codes aus dem LZG (Zugriff auf Aussprache und Betonung)
    => Geschwindigkeit
  12. 12Lese-/Rechtschreibstörungen: Ursachen - Neurologische und genetische Faktoren-Geringer ausgeprägtes linkshemisphärisches Planum temporale
    -Familiäre Häufung
  13. 13Lese-/Rechtschreibstörungen: DiagnostikKnuspels Leseaufgaben (Marx, 1998)
    Hörverstehen, Rekodierung, Dekodierung, Leseverständnis aufsummiert
  14. 14Lese-/Rechtschreibstörungen: Prävention & Intervention - VorschulalterHören, lauschen, lernen
    (Küspert & Schneider, 1999)
    -Förderung phonologischer Bewusstheit und der Zuordnung von Lauten zu Buchstaben
    -Erleichtert den späteren Schriftspracheerwerb auch bei Risikokindern, hat langfristige Effekte auf schriftsprachliche Kompetenzen
    Aber: Manche Kinder entwickeln trotzdem später eine LRS
  15. 15Lese-/Rechtschreibstörungen: Prävention & Intervention - SchulalterMultimodale Therapie:
    -Behandlung der primären Lernstörung
    -Unterstützung der psychischen Bewältigung
    -Begleitung der Eltern
    Therapie der Lernstörung:
    -Symptomatische Therapieformen: schrittweise Erarbeitung der Lautstruktur der Schriftsprache mit allen Regeln und Ausnahmen; individuelle Fehleranalyse; Selbstinstruktion
    => erfolgreich
    -Training basaler Funktionen: Visuelle und auditive Wahrnehmung; Blicksteuerung; kinästhetische und körperorientierte Methoden
    => nicht erfolgreich
  16. 16Rechenstörung: Symptome nach ICD-10Umschriebene Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist
    Defizit betrifft v.a. grundlegende Rechenfertigkeiten, weniger höhere mathematische Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie, Differential- oder Integralrechnung benötigt werden
  17. 17Rechenstörung: Symptomatik/UrsachenMangelndes Verständnis arithmetischer Fakten:
    -Speicherung und Abruf basaler arithmetischer Fakten, z.B. Additionen und Subtraktionen im Zahlenraum bis 20
    -Schwierigkeiten bei der kogn. Repräsentation von Mengen und Zahlen (bereits im Vorschulalter)
    Beeinträchtigung von AG-Funktionen:
    -Störung der zentralen Exekutive, phonologischen Schleife und v.a. visuell-räumlichen Notizblocks
  18. 18Rechenstörung: DiagnostikDeutscher Mathematiktest für die 2./3. Klasse (DEMAT2+/3+)
    Summenwert aus Aufgaben zu den Dimensionen: Arithmetik, Sachaufgaben, Geometrie
    -Lehrplanbasiert
    -2 Parallelformen
    -Korrelation mit Mathenote: r=.61/.66
    -Zeit: ca. 20 Min
  19. 19Rechenstörung: Prävention & InterventionVorschulalter:
    "Mengen, zählen, Zahlen"
    -Förderung von zahlen- und mengenbezogenen Kompetenzen im KiGa-Alter
    -Erleichtert den Erwerb von Rechenfähigkeiten i.d. GS
    GS-Alter:
    -Direkte explizite Instruktion zum Aufbau arithmetischen Faktenwissens
  20. 20Rechenstörung: TherapieErarbeitung defizitärer Vorläuferfähigkeiten (Zählen, Zahlenbegriff) und individuelle Erarbeitung von Rechenfähigkeiten
    Aufdecken von Fehlkonzepten anhand von Fehleranalysen
    Räumlich-visuelle Veranschaulichung der Lerninhalte als wertvolles Werkzeug zur Förderung
  21. 21Kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten: Symptome nach ICD-10-Schlecht definierte Restkategorie für Störungen mit deutlicher Beeinträchtigung der Rechen-, Lese- und Rechtschreibfähigkeiten
    -Nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung, sensorische Störungen oder eine unangemessene Beschulung erklärbar
    -Soll für Störungen verwendet werden, die die Kriterien für F81.2 und F81.0 oder F81.1 erfüllen
  22. 22Kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten: FolgenAdditive Effekte im Bereich des schulischen Lernens
    => Schulerfolg stark gefährdet
    Maßgebliche Lerninhalte der ersten GS-Jahre verursachen so große Herausforderungen, dass ein Schulversagen in der Regelschule droht
    Fortgesetzte Misserfolge sind demotivierend und belastend
    => Verhaltensprobleme und sozio-emotionale Anpassungsstörungen
    Besonders gravierende Problematik beim gleichzeitigen Vorliegen von Aufmerksamkeitsstörungen
  23. 23Kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten: UrsachenSprachliche Defizite: Wichtigkeit phonologischer Verarbeitung für mathematische, Lese- und Schreibfähigkeiten
    Defizite des AG, die oft gravierender ausfallen als bei Kindern mit isolierter Störung
  24. 24Kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten: Prävention & Intervention-Einsatz der Förderprogramme s.o.
    -AG-Training
    -Besonderer Förderbedarf: Schlechtere Prognosen für betroffene Kinder, daher oft Klassenwiederholungen und zusätzlich sonderpädagogische Förderung
    -Aufbau des Selbstkonzeptes und Möglichkeit positiver Lernerfahrungen
  25. 25Hyperkinetische Störungen: Allgemeines-Zusammen mit oppositionellen Verhaltensstörungen die häufigsten psychischen Störungen im Kindesalter
    -Meist chronischer Verlauf und mit anderen Störungen assoziiert
    -Führen zu ausgeprägten Einschränkungen im schulischen und familiären Bereich
    -Hoher Leidensdruck bei Betroffenen und Angehörigen
    -Teil der Symptomatik bei mehr als 1/3 aller wegen Verhaltensauffälligkeiten oder psychischen Problemen behandelten Kinder
  26. 26Hyperkinetische Störungen: SymptomeMeist synonym mit ADHS
    ICD-10: drei wesentliche Symptombereiche: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität
    Beginn vor dem Alter von 6 Jahren
    Mehrere Lebensbereiche müssen betroffen sein
    Problematik muss bezogen auf den Entwicklungsstand des Kindes auffällig sein
  27. 27Hyperkinetische Störungen: BeispielsymptomatikHyperkinetische Störungen: Beispielsymptomatik
  28. 28Hyperkinetische Störungen: KlassifizierungZusätzliche Differenzierung nach DSM-IV:
    -Gemischter Typus ADHS
    -Vorherrschend unaufmerksamer Subtyp
    -Vorherrschend hyperaktiv-impulsiver Typus
    => einzelne Symptome können mehr oder weniger stark ausgeprägt sein: dimensionale Sichtweise
    => sinnvoll, da v.a. viele Jugendliche vorwiegend Aufmerksamkeitsstörungen aufweisen
    => Symptome können auch im Rahmen anderer psychischer Störungen auftreten (Angst oder Depression etc.)
  29. 29Hyperkinetische Störungen: PrävalenzPrävalenz: 3-10%
    Jungen > Mädchen
    In 80% der Fälle sind weitere psychische Störungen vorhanden:
    -ca. 40% oppositionelle, verweigernde und aggressive Verhaltensweisen (meistes)
    -Ängste, depressive Verstimmungen
    -Lernstörungen, Schulleistungsdefizite
    -Allgemeine Intelligenzminderungen
  30. 30Hyperkinetische Störungen: Biopsychosoziales Modell (Döpfner et al., 2000)Hyperkinetische Störungen: Biopsychosoziales Modell (Döpfner et al., 2000)
  31. 31Hyperkinetische Störungen: VerlaufRelativ stabil über das Kindes- und Jugendalter
    Säuglings- und Kleinkindalter:
    -Regulationsstörungen, schwierige Temperamentsmerkmale mit Schlaf- und Essproblemen, gereizte Stimmungslage
    -Risiko für ADHS erhöht bei Eltern mit: psychischen Störungen, Eheproblemen oder negativen und kritisierenden Interaktionen mit dem Kind
    Kindergarten- und Vorschulalter:
    -Entwicklung der ausgeprägten hyperaktiven Verhaltensauffälligkeiten, die sich im GS-Alter verfestigen; Wutanfälle
    Jugendalter:
    -Verminderung der motorischen Unruhe
    -Persistieren der Aufmerksamkeitsstörungen und der Impulsivität
    Erwachsenenalter:
    -Weitere Verminderung der Symptome möglich
    -Mind. 30% leidne weiterhin unter Einschränkungen durch eine Restsymptomatik
  32. 32Hyperkinetische Störungen: Diagnostik-Exploration der Eltern und des Kindes
    -Fragebögen
    -Verhaltensbeobachtungen
    -Psychologische Tests
    -Apparative Verfahren
    => Zusammenfassung verschiedener Verfahren im Kinder-Diagnostik-System (KIDS)
  33. 33Hyperkinetische Störungen: Diagnostik - KIDS-1:ADHS (Döpfner, Lehmkuhl & Steinhausen, 2006)Verfahren für/zu:
    -Eingangsdiagnostik
    -spezifische Altersgruppen
    -differenzierenden Diagnostik für Beratung und VT
    -differenzierenden Diagnostik für die medikamentöse Therapie und zur Titration
    -individuelle Verlaufskontrolle
  34. 34Hyperkinetische Störungen: InterventionMultimodaler Ansatz
    Ansetzen der Interventionen dort, wo Probleme bestehen, weil Generalisierungen der Therapieeffekte oft kaum gelingen
    -Aufklärung + Beratung der Eltern/Lehrer
    -Elterntraining und Interventionen i.d. Familie
    -Interventionen im Kindergarten/Schule
    -Kogn. Therapie des Kindes, z.B. Selbstinstruktionstraining/Selbstmanagement
    -Pharmakotherapie
  35. 35Hyperkinetische Störungen: Beispiel für Themenkomplexe des Therapieprogramms (Döpfner, 2008)Hyperkinetische Störungen: Beispiel für Themenkomplexe des Therapieprogramms (Döpfner, 2008)
  36. 36Hyperkinetische Störungen: InterventionInterventionen in der Familie: Wirksamkeit von VT-Interventionen ist gut belegt
    Kinderzentrierte Interventionen: z.B. Spieltraining, Selbstinstruktionstraining und Selbstmanagement weniger gut belegt
    Pharmakotherapie: v.a. relevant bei extrem ausgeprägter Symptomatik; muss immer von psychologischen und pädagogischen Interventionen unterstützt werden!
    => Behandlung mit Psychostimulanzien sehr erfolgreich (70-90% der Kinder sprechen darauf an)

Informações

Descrição
Zellbiologie Psychologie (KLE II) FlashCards sobre Lernstörungen, criado por Joney Stoney em 11-02-2019.
Criado por
Joney Stoney
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