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Flashcards

Depressive Störungen

Sven Christian Klinische Psychologie Alemão 44 flashcards

Depressive Störungen

Flashcards do conjunto (44)

  1. 1Wann ist Traurigkeit noch keine Depression?Solange Stimmungsschwankungen vorhanden sind, ist das ein Zeichen psychischer Gesundheit
  2. 2Kernsymptome einer klinisch relevanten depressiven Störung (3)anhaltend gedrückte Stimmung
    Antriebslosigkeit
    Interessensverlust
  3. 3Zusätzliche Symptome einer klinisch relevanten depressiven Störung (interindividuell unterschiedlich)Affektive Symptome (Leere, Traurigkeit)
    Kognitive Symptome (neg. Gedanken)
    Motivational-Behaviorale S (Rückzug)
    Somatisch-viszerale S (Schlafstörungen)
  4. 4Wie hoch ist die Punktprävalenz bei der Major Depression? (Epidemiologie)4,7%
  5. 5Wie hoch ist die 12-Monatsprävalenz bei der Major Depression? (Epidemiologie)7%
  6. 6Wie hoch ist die Lebenszeitprävalenz bei der Major Depression? (Epidemiologie)1-16%
  7. 7Wie sind die Geschlechterunterschiede bei der Major Depression? (Epidemiologie)1,5-3x höher bei Frauen als bei Männern ab Adoleszenz
    Davor ungefähr gleich
  8. 8Was ist das Erstmanifestationsalter bei der Major Depression? (Epidemiologie)Peak in den Zwanzigern
    kann jedoch auch schon vorher auftreten
  9. 9Was ist die Sorge, wenn eine depressive Störung chronisch wird? (Depressive Störungen haben hohe Chronizität, d.h. hohe Wahrscheinlichkeit chronisch zu werden)Wahrscheinlichkeit anderer Störungen zu bekommen, steigt
    Wahrscheinlichkeit Suizidalität steigt um 10-15%
    Wahrscheinlichkeit einer Vollremission sinkt
  10. 10Was bedeutet Remission?Abklingen der Symptome
  11. 11Wofür ist die Persistenz milder Symptome ein starker Prädiktor in der Remissionsphase?für eine Wiedererkrankung
  12. 12Sinkt oder steigt das Risiko eines Rezidiv mit andauernder Remissionsphase?Es sinkt
  13. 13Sind (unipolare) Depressionen unikausal oder multikausal bedingt?Multikausal
  14. 14Was heisst Konkordanzrate?Die Konkordanzrate von eineigen Zwillingen ist zb. die Wahrscheinlichkeit, dass, wenn der eine an einer Störung leidet, der andere es auch tut
  15. 15Wie hoch ist die Konkordanzrate bei monozygoten und dyzygoten Zwillingen?monozygot (eineiig): 50%
    dyzygot (zweieiig): 15-20%
  16. 16Sind genetische Einflüsse für das Vorhandensein einer Depression relevant oder nicht?Ja
    Mehr-Gen-Hypothese
    Prädisposition möglich, aber durch Umwelteinflüsse später meist erst ausgelöst (reversibel)
  17. 17Welche Aspekte behandelt die Monoaminmangelhypothese?Ist die einzige Hypothese, die Depression erklären kann
    Noradrenalin und Serotonin entscheidend
    Annahme: zu wenig Noradrenalin im Gehirn löst Depression aus
  18. 18Stressregulation und Depression Cortisol-SpiegelStress als Risikofaktor
    erhöhter Cortisol-Spiegel als Risikofaktor für Depressionen --> Enthemmung der Amygdala (Sofortige unreflektierte Instinktentscheidungen)
    --> Emotion vor Kognition
  19. 19Risikofaktor SchlafregulationIndex: reduzierte REM-Latenz, erhöhte REM-Dichte, reduzierte Schlafkontinuität
    Trait-Marker: Reduzierte REM-Latenz und erniedrigte Tiefschlafaktivität vor und nach depressiver Episode
    State-Marker: REM-Dichte, bei akuter Depressivität
  20. 20Was sind Risikofaktoren für eine depressive Störung?Genetik
    Stressregulation
    Schlafregulation
    Neuroplastizität
  21. 21Was ist die REM-Latenz?Zeitdauer vom Einsetzen des Einschlafens bis zum Einsetzen des ersten REM-Schlaf Anteils
  22. 22Risikofaktor Neuroplastizitätreduzierte funktionale u.
    strukturelle Anpassungsleistung
  23. 23Wie seziert die psychoanalytische Theorie von Abraham und Freud das Phänomen der Depression?- setzt in der oralen Phase ein (hier gab es ein falsches Maß an Befriedigung)
    - Narzisstische Traumata in der Kindheit (Liebesenttäuschungen)
    - Neg. Gefühle gegenüber verlorenen Personen werden gegen sich selber gerichtet
    --> Trauerarbeit (falls misslingt: Depression)
  24. 24Was sind Kritikpunkte an Freud und Abrahams Theorie?- Kein empirischer Beleg
    - Warum überwiegen die negativen Gefühle die positiven gegenüber dem Liebesbojekt?
    - Nicht belegt, dass Trauernde den Tod nahestehender Personen als Liebesentzug wahrnehmen
  25. 25Graphik: Lewinsohn's Behavioristische Depressionstheorie (grob)Graphik: Lewinsohn's Behavioristische Depressionstheorie (grob)
  26. 26Kritik an Lewinsohns Behavioristischer DepressionstheorieDaten fast ausschliesslich korrelativ
    Sozialpartner reagieren negativ, nicht verstärkend auf depressives Verhalten
    Keine schwer depressiven Patienten untersucht
  27. 27Aaron Beck's kognitive Theorie1. Negative Triade (pessimistische Sichtweisen, durch Erfahrung beeinflusst)
    2. Negative Schemata (Überzeugungen) steuern Wahrnehmung
    3. Kognitive Verzerrungen (willkürliches Schlussfolgern) steuern Bewertungen und Gefühle (+Verhalten)
    --> Depression
  28. 28Was sind typische logische Fehler nach Aaron Beck's kognitiver Theorie?Übergeneralisierung
    Personalisierung
    Absolutes dichotomes Denken
    Katastrophisieren
    Selektive Abstraktion
    Übertriebenes Verantwortungsgefühl
  29. 29Kritik an Aaron Beck's kognitiver TheorieKorrelative Beziehung zwischen kognitiven Verzerrungen und depressiver Verstimmung: jedoch Kausalität nicht
    gezeigt
    Vernachlässigt unbewusste kognitive Prozesse
    Vernachlässigt soziale Umwelt Depressiver
  30. 30Was ist die Kernthese der Theorie der erlernten Hilflosigkeit durch Seligman?Das Gefühl etwas sei änderbar, egal wie misslich die Lage ist, hält uns gesund
    Fehlt dieses Gefühl sind wir nicht in der Lage uns anzutreiben und beugen uns dem Schicksal
    (Hundeversuche)
  31. 31Größte Unzulänglichkeit der Theorie der erlernten Hilflosigkeit durch Seligman?Hilflosigkeit ist nicht hinreichend für depressiven Affekt
    Depressive attribuieren eher intern, Erfolge sind dagegen extern
  32. 32Was sind die 3 Hilflosigkeitstheorien der Depression?1. Erlernte Hilflosigkeit
    2. Attributionsbezogene Umformulierung
    3. Hoffnungslosigkeit
  33. 33Soziologische und allgemeine Risikofaktoren (RF)Life Events
    Soziale Einflüsse
  34. 34RF Life EventsArbeitslosigkeit, Armut, Verlust Bezugsperson
    kritisches Lebensereignis
    begünstigt in Kombination mit anderen RF eine depressive Störung
  35. 35RF Soziale EinflüsseVeränderungen der Arbeitswelt
    Auflösung traditioneller Familienstrukturen
    Geschlecht: Frauen höheres Erkrankungsrisiko
    Socio economic status (SES): Erhöhtes
    Erkrankungsrisiko bei alleinstehenden/finanziell schwachen
  36. 36Wozu dienen Protektive Faktoren? (Bezug auf soziale Unterstützung)Zur Verhinderung depressiver Störungen
    Soziale Unterstützung als stärkster Faktor
  37. 37Was sind Interventionsmöglichkeiten bei der Behandlung von Depressiven? (7)Psychotherapie
    Soziotherapeutische Beratung
    Sport- und Bewegungstherapie
    Pharmakotherapie
    Lichttherapie (10‘000 Lux)
    Schlafentzug
    Elektrokrampftherapie (Notfall)
  38. 38PsychotherapieBehandlung von Individuen auf Basis einer Einwirkung mit überwiegend psychologischen Mitteln
    Erst Negativität abklemmen, dann Positivität anführen
  39. 39Was sind mögliche unerwünschte Wirkungen/Probleme der Psychotherapie?Erfolglosigkeit durch unprofessionelle Ausübung
    umethisches Verhalten der Therapeuten
    Passung Patient-Therapeut
  40. 40Welches ist das am häufigsten eingesetzte Antidepressiva?Selektive Serotonin-Rückaufnahme-Inhibition
    (SSRI)
  41. 41Was sind Nebenwirkungen der Antidepressiva?Blutdrucksenkung (in der Regel) oder Blutdruckanstieg
    Mundtrockenheit (in der Regel) oder übermässiger Speichelfluss
    Verstopfung (in der Regel) oder Durchfall
    Unternormale Körpertemperatur oder Fieber (gleich häufig auftretend)
    Schwitzen (in der Regel) oder fehlende bzw. verminderte
    Schweissabsonderung etc.
  42. 42Wirksamkeit von Pharmakotherapieleichte Depressionen: statistisch nicht nachweisbar, nur sehr wenige profitieren
    mittelschwere bis schwere Depressionen: bis zu 30% der behandelten Patienten über Placebo Rate hinaus profitieren von Antidepressiva
  43. 43Wie hoch ist der Anteil der Patienten, die mit Antidepressiva behandelt wurden und Nebenwirkungen aufweisen?mehr als die Hälfte
  44. 44Wie lang braucht es bis Antidepressiva wirken? (adäquate Dosierung)bei 70% der Leute innerhalb der ersten 2 Wochen

Informações

Descrição
Klinische Psychologie FlashCards sobre Depressive Störungen, criado por Sven Christian em 16-05-2017.
Criado por
Sven Christian
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