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Flashcards

Klinische Psychologie im Kindes und Jugendalter

Miriam Brunner Psychologie German 46 cards

Cards in this deck (46)

  1. 1Mit was beschäftigt sich die Klinische Psychologie bei Kinder und Jugendlichen?- Beschreibung, Erklärung, Vorhersagen, Behandlung von...
    => psychischen Störungen
    => psychischen Aspekten körperlicher Erkrankung
    => Folgen von schwerwiegenden Lebensereignissen vom Säuglingsalter bis zu Adoleszenz
  2. 2Was sind Beschäftigungsfelder von KP bei Kindern und Jugendlichen?- psychische Störungen - psychische Gesundheitsprobleme
    - körperliche Störungen mit psychischen Faktoren
    - psychische Extremsituationen
    - psychische Folgen akuter Belastung
    - Entwicklungskrisen und psychische Krisen
  3. 3Mit was beschäftigt sich die Entwicklungspsychologie?- normale Entwicklung von Kd & Jugdl.
    - Grundlage der KP bei Kd. & Jugdl.
    - Entwicklungspsychopathologie: hilft beim Verständnis psych. Störungen bei Kd./Jugdl.
  4. 4Mit was beschäftigt sich die klinische Kinderpsychologie?- Entstehung & Auswirkungen von psychischen Störungen
    - Bemühe um Berücksichtigung der Entwicklungsperspektive in der kp Diagnostik & Therapie
  5. 5Mit was beschäftigt sich die klinische Entwicklungspsychologie?- Integration von Entwicklungspsychopathologie & Klinische (Kinder) Psychologie
  6. 6Was untersucht die Klinische Kinderneuropsychologie?- Auswirkungen von kindl. Hirnschädigungen auf kognitive, soziale & psychische Entwicklung
  7. 7Wie entwickelte sich die Klinische Psychologie für K & J seit Beginn des 19. Jhdt.?- Beginn 19. Jhdt.: Kinder können keine psychischen Störungen haben
    - Anfang 20. Jhdt.: Emanzipation des Kd. - gesell. Status ändert sich (Ende Kinderarbeit, Reduktion Kindersterblichkeit, Schulpflicht)
    - Wichtigkeit der Kindheit für Entwicklung
    - langsame Erkenntnisse zu psy Störungen im Kindes- und Jugendalter
  8. 8Was sind frühe Beispiele (bis Mitte 20. Jhdt.) für klinisch-psychologischer Tätigkeit mit Kindern?- 1896 1. Psychol Klinik - Lightner Widmer (USA) => Lernstörungen, Intelligenzminderung, Schulprobleme
    - 1905 1. Intelligenztest für Kinder - Binet => Militär - wer wäre ein guter General?
    - Freud - Aufbau Genese von Störungen auf Theorie menschl. Entwicklung
    - 1920 Child Guidance Movement (Institute für Erziehungshilfe)
    - Beginn emot. Störungen in der Kindheit => frühe Intervention
  9. 9Was sind Beispiele (ab Hälfte des 20. Jhdt.) für klinisch-psychologische Tätigkeit mit Kindern?- Aufmerksamkeit wieder an Kd. (durch WK nicht) Bsp. durch Bindungstheorie - J. Bowlby
    - 1980er - Entwicklungspsychopathologie: abweichendes VH ist im Kontext der Entwicklungserwartungen & Normen zu sehen; psy. Störungen/ abweichendes VH heute => wechselseitige Interaktionen zw. ökolog. Einflüssen
  10. 10Was sind Ursachen für psychische Probleme/ Störungen bei Kinder?- High Risk Kinder => biolog. Vulnerabilitäten und/ oder psychosoz. Nöte
    - emot., entwicklungsbedingt. Probleme => Autismus, Entwicklungsstörungen
    - sign. psy. Störungen => zeigen sich im VH, emotional, kognitiv
    - high risk VH => Delinquenz, Drogenmissbrauch/ Abhängigkeit
  11. 11Aus welchen drei Wirkfaktoren besteht das bio-psycho-soziale Modell zur Entstehung psychischer Störungen?- biologische Wirkfaktoren => Genetik, physiolog. Faktoren, neurobiolog. Perspekt.
    - psychologische Wirkfaktoren => Temperament, emot. Einflüsse, Lernen etc.
    - soziale Wirkfaktoren => soz. & Umwelteinflüsse, kulturelle Perspekt.
  12. 12Was sind Merkmale von Entwicklungspsychopathologie?- Interdisziplinarität
    - Vgl. pathologscher + unauffälliger Entwicklungsverläufe
    - Berücksichtigung von Risiko- und Schutzfaktoren
    - Berücksichtigung von Kontinuität & Diskontinuität im VH
    - Betonung des Prozesscharakters des pathologischen Geschehens
    - Klärung von Vorboten einer zukünftigen Entwicklung
  13. 13Was ist die Entwicklungspsychopatholgoie?= Lehre von den psychischen Störungen
  14. 14In welchem Kontext muss pathologisches oder auffälliges VH gesehen werden?Im Kontext von...
    - Entwicklungserwartungen (Alter, Geschlecht)
    - Normen (kulturell, sozial, statistisch)
    => Abgrenzung von pathologischem VH nur durch Verstehen normalem VH
  15. 15Was sind Bedingungsfaktoren für eine gesunde und pathologische Entwicklung?- Identifikation innere & äußere Faktoren => stabilisierend (Schutzfaktoren & Resilienz), destabilisierend (Risikofaktoren & Vulnerabilität)
    - Konzentration auf frühere Entwicklungsbedingungen => Auswirkungen auf jetzigen Entwicklungsstand; stabilisierende/ destabilisierende Faktoren während Intervention
  16. 16Was geben Risiko- und Schutzfaktoren?- Merkmale geben Auskunft über Auftrittswahrscheinlichkeit von normalen/ abweichenden VH
    - Risikofaktor => Entwicklungsrisiken
  17. 17Welche Arten von Risikofaktoren werden unterschieden?- biologische Risiken
    - personenbezogene Risiken
    - familiäre Risiken
    => Vernetzung und gleichzeitiges Auftreten
  18. 18Was sind biologische Risiken?- genetische, biochemische, psychophysiologische Faktoren
    - neuropsychologische Defizite
    - Schwangerschafts-, Geburtskomplikationen
    - Teratogene (Embryo - Viren, Chemikalien)
  19. 19Was sind personenbezogene Risiken?- Temperamentsmerkmale
    - VH und Emotionsregulierung
    - emotionale Kompetenzen
    - soziale Fertigkeiten/ Unterstützung
    - Integration in Gruppe Gleichaltriger
    - Intelligenz, Aufmerksamkeitsdefizite
    - soziale Informationsverarbeitung
  20. 20Was sind familiäre Risiken?- Bildung der Eltern
    - Sozialstatus
    - finanzielle Probleme
    - psy. Störung eines Elternteils
    - Kriminalität des Vater
    - Ehe-, Partnerprobleme
    - negatives Erziehungsverhalten
  21. 21Welche Arten von Schutzfaktoren werden unterschieden?- Personale Ressourcen
    - Soziale Ressourcen
    => VOR dem Auftreten von Störungen
    => Aktivierung durch Risikofaktoren (Milderung/ Aufhebung von RF)
  22. 22Was sind personale Ressourcen?- weibliches Geschlecht (in der Kh)
    - erstgeborenes Kind
    - positives Temperament (flexibel, offen, aktiv)
    - überdurchschntl. Intelligenz
    - positives Selbstwertgefühl
    - aktives Bewältigungsverhalten
  23. 23Was sind soziale Ressourcen?Familie: stabile emot. Bindung zu Bezugsperson; offenes, unterstützendes Familienklima; familiärer Zusammenhalt; Modelle familiärer Bewältigung
    Umwelt: soziale Unterstützung; positive Freundschaften; positive Schulerfahrungen
  24. 24Was sind Entwicklungsaufgaben im Kindergartenalter?- Sprachentwicklung
    - Selbstständigkeit in Alltagsanforderungen
    - verbesserte SR und Frustrationstoleranz
    - soz. Integration in Gleichaltrigengruppe
    - Intensive Fantasie- und Spieltätigkeit
    - Einhalten & Akzeptieren von Normen, Grenzen, Regeln
  25. 25Was ist der Stanford Marshmallow Test?=> Aufschieben Können
    - Selbstkontrolle
    - Verzicht zur Erreichung langfristiger Ziele
    - Belohnungsaufschub = stabiles Persönlichkeitsmerkmal
    - Impulskontrolle (wichtig für soz., berufl., akadem. Erfolg)
  26. 26Was sind normale Krisen von Kindern im Alter von 0-6?0 - Schreien
    1 - Kopfschlagen
    2 - Trinkstörungen; nächtliches Aufwachen
    3- Trotzreaktionen
    4- Beißen, schlagen, kratzen
    5 - Pavor nocturnues, Hyperaktivität
    6 - Einnässen
  27. 27Was ist abnormales VH & Erleben nach Steinhausen?- altersunangemessen (Trennungsangst im Schulalter)
    - zeitstabil
    - syndromal (k. isol. Symptom, sondern in Kombi mit mehreren = Syndrom)
    - entwicklungspertubierend (störende Einwirkung auf Entwicklung - gestörte Bez. zu Gleichaltrigen)
    - Ausgeprägte Schwere & Häufigkeit
    - situationsübergreifend
  28. 28Was ist die Kritik an Klassifikation von psychischen Störungen im Kd & Jugendalter?- gängige Klassifikationssysteme berücksichtigen Entwicklungsaspekt kaum (körperl./psy. Entwicklung von 0-18)
    - wenige Angaben zu Altersgrenzen, ob VHW patholog. oder normal sind
  29. 29Wie werden Entwicklungsstörungen klassifiziert?- umschriebene Entwicklungsstörungen => Sprache (expressive, rezeptive Sprachstörung); schul. Fertigkeiten (Lese-Rechtschreib, Rechenstörung); motorische Funktionen
    - tiefgreifende Entwicklungsstörungen => außerschulisch => frühkindl. Autismus; Asperger-Syndrom
  30. 30Was sind Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend?- hyperkinetische Störung (Aufmerksamkeitsstörung)
    - Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kdh. (Bindungsstörung)
    - Ticstörungen (chronisch, motorisch, vokal)
  31. 31Wie ist die Häufigkeit von psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen?- Periodenprävalenzrate von 18% (Auftretenshäufigkeit 0.18; gleich häufig wie bei Erwachsenen)
    - Persistenz von 50% (langfristiges Fortbestehen)
  32. 32Wo treten Geschlechtsunterschiede auf?- auf allen Ebenen: psychisch, biologisch, sozial
    - Kindheit: Buben mehr Störungen als Mädchen
    - Jugend: Mehr Mädchen als Buben
  33. 33Was sind die Ursachen für solche Unterschiede?- genetische Aspekte
    - hormonelle VÄ während Pubertät
    - Zeitpunkt der Pubertät und Kontingenz mit Entwicklungsaufgaben
    - kog. & physischer Entwicklungsverlauf bei Buben langsamer als bei Mädchen
    - untersch. Sozialisationserfahrungen
    - soziokulturelle Faktoren
    - Artefakte bei der Erfassung
  34. 34Wie ist der Verlauf von psychischen Störungen?- dynamischer Prozess mit VÄ
    - Stabilität (Depression, Angststörungen, Störungen im SozialVH)
    - Remission (= temporäres, dauerhaftes Nachlassen durch normale Entwicklungsprozesse/ Interventionen)
    - VÄ (Form/ Schwere)
  35. 35Was sind typische diagnostische Aufgaben?- Erfassung von Entwicklungsverzögerungen
    - Beobachtung von Befragung von Kindern
    - VH- Analyse
    - Leistungsdiagnostik (Entwicklung, Intelligenz, Sprache, Motorik, Gedächtnis, visuelle Wahrnehmungsverarbeitung, Früherkennung von Lernstörungen, Kreativität)
    - Erfassung sozialer Kompetenzen
  36. 36Was sind zentrale Fragen?- Störung ja/nein? => welche Diagnose?
    - Welche innerpsy., familiären, soziokult, biolog.-physiolog. Faktoren sind in welchem Ausmaß an Entstehung & Entwicklung der Störung beteiligt?
    - Welche Faktoren erhalten Störung aufrecht?
    - personale, familiäre, soz Ressourcen des Kd?
    - Prognose ohne Intervention? => Notwendigkeit?
    - bestgeeigneste Intervention?
  37. 37Eine gesicherte Diagnose......ist nur aufgrund interdisziplinärer, multimodalen und multimethodalen Diagnostik zu stellen, unter Berücksichtigung der biolog., psy. und soz. Entwicklungsdimensionen
  38. 38Wie werden psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter behandelt und welche Interventionen werden unterschieden?- Interventionen zur Prävention der Therapie & Rehabilitation
    - Vielzahl an empirisch evaluierten psychologischen Förder, Therapie und Trainingsprogrammen (Aggression, Depression, Adipositas, Mobbing)
    - US in multisystemische und multimethodische Interventionen
  39. 39Was sind multisystemische Interventionen?- unterschiedliche Systeme miteinander in Bezug gesetzt oder kooperieren sogar
    - Kind, Familie, Eltern, Kindergarten/ Schule, Amt für Jugend und Familie
  40. 40Was sind multimethodische Interventionen?- gleichzeitiger/ nacheinander Einsatz im Rahmen eines Behandlungsplans
    - Spieltherapie, spez. Behandlungen, Trainings (Ergo, Logo), Elternberatung/ Coaching, Erziehungsberatung, Mediation, Sozialarbeit/ pädagogik, Psychiatrie, funktionelle Therapien
  41. 41Wo werden psychische Störungen von Kd und Jug behandelt?- private Praxen
    - Kinderkliniken
    - Kinderpsychiatrien
    - Ambulatorien, spez. Einrichtungen
    - Gemeinschaftspraxen
    - Klinische Psychologen (Schulen, Jugendämter, ...)
  42. 42Was sind typische Themen die bei Kinder und Jugendlichen auftreten?- Coping von belastenden Life-Events (Scheidung)
    - normale Kindheitsprobleme oder elterliche Themen (Sauberkeitserziehung)
    - kognitive Defizite, Entwicklungsauffälligkeiten
    - Umgang mit Trauma (Missbrauch)
    - Umgang mit Trauma & Verlust (Krieg)
    - Umgang mit chronischen, ernsthaften, lebensbedrohlichen Krankheiten (Krebs)
  43. 43Was ist ADHS?- häufigste psychische Störung im Kd/Jgd Alter
    - 2,4-7% im Schulalter, 1,8% im Vorschulalter
    - weltweite Prävalenzrate: 5,9%
    - Burschen:Mädchen = 5:1
  44. 44Was ist die Kernsymptomatik von ADHS?- Unaufmerksamkeit (Hyperaktivität)
    - Impulsivität
  45. 45Was sind Auswirkungen von ADHS?- vorzeitiges Schule-Verlassen (32-40%)
    - selten Collegeabschluss (5-10%)
    - wenig/ keine Freunde (50-70%)
    - keine begabungsgerechte Ausübung von Arbeit/ Beruf (70-80%)
    - vermehrt asoziale Handlungen (40-50%)
    - häufiger Rauchen & illegaler Drogenkonsum
    WICHTIG: förderndes psychosoz. Umfeld, das Möglichkeiten zur Potential- und Persönlichkeitsentfaltung bietet
  46. 46Wie behandelt man ADHS?- patientzentriert => Psychoedukation, kog (VH) Therapie, soz. Fertigkt/ Impulskontrolltraining, Pharmakotherapie
    - familienzentriert => Psychoedukation, Elterntraining, Familien-Problemlösetraining, Intervention Stärkung Eltern-Kind-Beziehungen
    - KIGA/ schulzentriert: Psychoedukation, behaviorale Interventionen

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Description
VO zu KP bei Kindern und Jugendlichen von Pal-Handl
Created by
Miriam Brunner · Jan 2018
Updated
Jan 17, 2018
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