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Flashcards

Einführung in die BWL - Teil 1

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Einführung in die BWL - Teil 1

Flashcards do conjunto (200)

  1. 1Kap. 1: Def. Erfahrungsobjektwahrnehmbarer Realitätsausschnitt, der den
    Hintergrund bzw. Ausgangspunkt des Erkenntnisstrebens darstellt, bzw.
    innerhalb dessen sich die Erkenntnisobjekte manifestieren
  2. 2Kap. 1: Def. ErkenntnisobjektTatbestände innerhalb des Erfahrungsobjekts,
    worüber Wissen gewonnen werden soll.
  3. 3Kap. 1: Welche Ansatzpunkte gibt es zu Erfahrungsobjekten der Wirtschaftswissenschaften?1.) Abstrakte Definitionen: Wirtschaften als Umgehen mit dem Tatbestand der Knappheit
    2.) Pragmatische Definition: Marktprozess und seine Akteure, Markt/Transaktionen
  4. 4Kap. 1: Wie ist der Tatbestand der Knappheit definiert?Einem Akteur (Privatperson/Konsument; Unternehmen/Betrieb)
    stehen nur begrenzte Mittel (Ressourcen) zur Erreichung
    seiner Ziele zur Verfügung.
    - begrenztes Einkommen für Konsumwünsche
    - begrenztes Zeitbudget für Freizeitaktivitäten
    - begrenztes Kapital (Geld) für Investitionsprojekte
  5. 5Kap. 1: Wie ist das Wirtschaften charakterisiert?• Tatbestand der Knappheit von Ressourcen (Einkommen; Zeit;
    Kapital; Kaufkraft)
    • Treffen von Entscheidungen, um eine optimale (bestmögliche)
    Zielerfüllung unter Beachtung der begrenzten Mittel zu erreichen
    • Treffen von Entscheidungen, um den Bestand an verfügbaren
    Mitteln zu vergrößern
  6. 6Kap. 1: Wie ist die Unersättlichkeit des Menschen definiert?Häufig sind Ziele durch Nicht-Sättigung gekennzeichnet:
    Man will eine möglichst hohe Ausprägung (Wert) des Ziels
    erreichen („Unersättlichkeit des Menschen“).
  7. 7Kap. 1: Mit was beschäftigen sich die Wirtschaftswissenschaften?Kap. 1: Mit was beschäftigen sich die Wirtschaftswissenschaften?
  8. 8Kap. 1: Gibt es eine "Robinson Crusoe"-Welt?Es gibt keine geschlossene Hauswirtschaft
    („Robinson Crusoe“-Welt), sondern zwischen den
    Akteuren (Wirtschaftssubjekten) bestehen
    ökonomische Austauschbeziehungen
    (Transaktionen).
  9. 9Kap. 1: Def. MarktDer Markt ist der abstrakte Ort des
    Tausches, d. h. der Ort, an dem die
    Transaktionsbeziehungen stattfinden
  10. 10Kap. 1: Was sind die Charakteristika von Transaktionen und Transaktionsbeziehungen?1.) Ein Akteur bietet eine Leistung einem anderen Akteur an und will
    dafür eine Gegenleistung von ihm erhalten: => Anbieter/Nachfrager
    2.) Der Preis bezeichnet, wie hoch die Gegenleistung für eine bestimmte
    Leistung ist (Tauschverhältnis), wobei die Gegenleistung häufig in
    Form von Geld (monetären Werten) erbracht wird: ökonomischer
    Austauschprozess (Transaktion)
    3.) Soziale Austauschprozesse basieren auch auf dem Prinzip von
    Leistung und Gegenleistung, es gibt aber keine monetäre Bewertung
    der Leistung/Gegenleistung (z. B. Informationsaustausch; soziale
    Beziehung)
  11. 11Kap. 1: Welche Erfahrungsobjekte der Wirtschaftswissenschaften gibt es?Kap. 1: Welche Erfahrungsobjekte der Wirtschaftswissenschaften gibt es?
  12. 12Kap. 1: Welche Akteure gibt es im Markt?1.) Haushalte
    2.) Betriebe
    3.) Staat (öffentliche Einrichtungen)
    4.) Ausland
  13. 13Kap. 1: Def. HaushalteFragen am Gütermarkt Produkte (Sachgüter/Dienstleistungen) nach und treten am
    Arbeitsmarkt als Anbieter von Arbeitsleistungen auf. Am Kapitalmarkt können sie
    Anbieter von Kapital (Anlage von Ersparnissen), aber auch Nachfrager von Kapital
    (Kreditaufnahme) sein.
  14. 14Kap. 1: Def. BetriebeTreten am Gütermarkt als Anbieter von Produkten auf, sind aber am Gütermarkt
    gleichzeitig Nachfrager von Gütern, die sie in ihrem Produktionsprozess einsetzen
    (sachlicher Input); am Arbeitsmarkt sind sie Nachfrager von Arbeitsleitungen; am
    Kapitalmarkt treten sie zumeist als Nachfrager von Kapital auf (Eigen- oder
    Fremdfinanzierung).
  15. 15Kap. 1: Def. Staat (öffentliche Einrichtungen)Anbieter von Infrastrukturleistungen, für die es zum Teil keinen Markt gibt; Nachfrager am Güter-, Arbeits- und Kapitalmarkt, um seine Leistungen zu erstellen; Erlösgenerierung durch Steuern und Abgaben. Ferner tritt der Staat im Marktprozess
    als „Regulierer“ (Gesetze, Verordnungen) auf.
  16. 16Kap. 1: Def. AuslandHaushalte, Betriebe und öffentliche Einrichtungen in anderen nationalen Territorien.
  17. 17Kap. 1: Was ist das Erkenntnisobjekt der Betriebswirtschaftslehre und wie ist dieser definiert?Def.: Der Betrieb ist eine planvoll
    organisierte Wirtschaftseinheit, in
    der Sachgüter und
    Dienstleistungen erstellt und an
    Nachfrager abgesetzt werden.
  18. 18Kap. 1: Womit beschäftigt sich die Betriebswirtschaftslehre?Die Betriebswirtschaftslehre beschäftigt sich mit
    wirtschaftlichen (ökonomischen) Handlungen /
    Entscheidungen und Prozessen in Betrieben.
  19. 19Kap. 1: Def. Unternehmungen- Unternehmungen als spezielle (idealtypische) Art von Betrieben
    - jedes Unternehmen ist ein Betrieb, aber nicht jeder Betrieb ist ein Unternehmen
    Kap. 1: Def. Unternehmungen
  20. 20Kap. 1: Def. AutonomieprinzipDer Eigentümer der Unternehmung (des Unternehmens) ist in
    seinem Wirtschaften (unternehmerische Entscheidungen)
    weitgehend frei und keiner staatlichen Lenkungsbehörde
    unterworfen. Einschränkungen bestehen allerdings durch die
    gesetzlichen Rahmenbedingungen.
  21. 21Kap. 1: Def. Erwerbswirtschaftliches PrinzipBestreben durch die Produktion und den Absatz (Vermarktung)
    von Gütern Gewinne zu erzielen (Gewinnstreben- bzw.
    Gewinnmaximierung)
  22. 22Kap. 1: Welche Alternativen zum Gewinn als Maßgröße für das Erreichen des erwerbswirtschaftlichen Gewinns gibt es?Kap. 1: Welche Alternativen zum Gewinn als Maßgröße für das Erreichen des erwerbswirtschaftlichen Gewinns gibt es?
  23. 23Kap. 1: Def. PrivateigentumDie Verfügungsrechte d. h. das Eigentum an den
    Produktionsmitteln des Betriebs („Vermögen“), stehen
    denjenigen Personen zu, die das Eigenkapital stellen. Dies sind
    die Eigentümer des Unternehmens. Sie überlassen dem
    Unternehmen (investieren in das Unternehmen) zeitlich
    unbegrenzt Kapital [Geld].
  24. 24Kap. 1: Def. Implikationen des PrivateigentumsDie „Früchte“ der unternehmerischen Tätigkeit
    (Gewinn) stehen den Eigenkapitalgebern zu; der
    Gewinn stellt die Zinsen auf das von den
    Eigenkapitalgebern eingesetzte Kapital dar.
    Das unternehmerische Risiko ist die „Kehrseite“:
    Schlägt die unternehmerische Tätigkeit fehl (Verluste),
    müssen diese Verluste die Eigenkapitalgeber tragen.
  25. 25Kap. 1: Def. Non-Profit-OrganisationenGemeinnützige Betriebe verfolgen
    aufgrund externer Auflagen oder ihrer
    Satzung keine Gewinnerzielung,
    sondern streben langfristige
    Kostendeckung an.
    - Kostendeckungsprinzip
    - Zuschussprinzip
  26. 26Kap. 1: Def. KostendeckungsprinzipDurch Umsätze sollen die Kosten für
    die Erstellung der betrieblichen Leistungen (Betriebskosten)
    gedeckt werden sowie Rücklagen für zukünftige Investitionen
    erwirtschaftet werden.
  27. 27Kap. 1: Def. ZuschussprinzipDie erzielten Umsätze decken die
    Betriebskosten nicht durch finanzielle Zuwendungen ab, so
    dass die öffentliche Hand aus ihrem Budget diese
    „Betriebskostenlücke“ abdecken muss.
  28. 28Kap. 1: Def. Öffentliche Betriebe ("Staatsbetriebe")Wesentlicher Eigentümer ist die
    öffentliche Hand (Bund; Land;
    Gemeinden).
    Viele dieser Betriebe arbeiten nach dem
    Kostendeckungsprinzip oder dem
    Zuschussprinzip.
  29. 29Kap. 1: Def. Gewerbebetrieb(§15 Abs. 2 Einkommenssteuergesetz):
    Jede selbständige, auf Dauer angelegte Beteiligung am
    wirtschaftlichen Verkehr mit Gewinnerzielungsabsicht.
  30. 30Kap. 1: Def. ErkenntniszielWelche Inhalte hat das Wissen, das man über
    das Erkenntnisobjekt gewinnen will (Art des
    Wissens). Dies sind die „Aufgaben“ einer
    Wissenschaft.
  31. 31Kap. 1: Welche Erkenntnisziele gibt es?Kap. 1: Welche Erkenntnisziele gibt es?
  32. 32Kap. 1: Def. Theoriebildungreale Sachverhalte (Explanandum = „was““) werden als
    logische (kausale oder zumindest statistische) Konsequenzen von
    Faktoren und speziellen Rahmenbedingungen (Explanans = „wer und
    wie“) gesehen bzw. damit begründet.
  33. 33Kap. 1: Def. GestaltungsprinzipDas Gestaltungsziel impliziert die Formulierung von
    Handlungsempfehlungen im Hinblick auf vorgegebene Ziele:
    Optimierung der betrieblichen Prozesse und Entscheidungsprobleme:
    Treffen optimaler betrieblicher Entscheidungen
    (entscheidungsorientierter Ansatz der BWL).
  34. 34Kap. 1: Welche Probleme gibt es bei der Theoriebildung in der Betriebswirtschaftslehre?1.) Fehlen von Naturgesetzen: Selbst das „Gesetz des Marktes“ (Gesetz
    der Nachfrage) gilt nicht uneingeschränkt.
    2.) Aufgrund der Vielfalt betrieblicher Phänomene lassen sich Theorien
    nur für spezifische Sachverhalte/Bereiche bilden (Partialerklärungen)
    3.) Betriebliche Phänomene sind das Ergebnis einer Vielzahl von
    Einflussfaktoren
    4.) Die philosophische Denkrichtung des „Kritischen Rationalismus“
    postuliert, dass es nicht möglich ist, eine Theorie (positiv) zu
    bestätigen, sondern dass Wissenschaft nur darin bestehen kann,
    bestehende Theorien zu falsifizieren, d. h.
    Rahmenbedingungen/Faktoren zu finden, in denen die bestehende
    Theorie nicht gilt (grundsätzliche Fehlbarkeit einer Theorie), und
    neue (bessere) Theorien zu entwickeln, die weniger fehlerhaft sind.
  35. 35Kap. 1: Wie werden Handlungsempfehlungen aufgefunden?Ansätze:
    1.) Beobachtung und Erfahrung
    2.) Anwendung von Theorien
    3.) Mathematische Lösungen
  36. 36Kap. 1: Def. TransaktionskostenTransaktionskosten sind Kosten für die
    Anbahnung, Durchführung und Kontrolle von
    ökonomischen Austauschbeziehungen. Sie
    entstehen neben dem vom Nachfrager zu
    zahlenden Preis (Gegenleistung) und treten bei
    Anbieter und Nachfrager auf.
  37. 37Kap. 1: Def. deskriptivnur die Beschreibung/Konstatierung eines gegebenen Zustands betreffend, nicht aber vorschreibend.
    "eine rein deskriptive Darstellung der hochsprachlichen Norm"
  38. 38Kap. 1: Welche deskriptiven Bausteine der Transaktionskostentheorie gibt es?Kap. 1: Welche deskriptiven Bausteine der Transaktionskostentheorie gibt es?
  39. 39Kap. 1: Def. Screening-KostenKosten für die Suche nach geeigneten Transaktionspartnern (Screenen
    des Marktes):
    Die Kosten für Marktforschung in einem Unternehmen gehören zu den
    Screening- Kosten.
  40. 40Kap. 1: Def. Signalling-KostenKosten, die anfallen, um dem Transaktionspartner den eigenen
    Leistungswillen und die eigene Leistungsfähigkeit zu verdeutlichen. Die
    Kosten bestimmter Arten von Werbung, die ein Unternehmen
    durchführt (z. B. produktleistungsbezogene Sachwerbung), gehören zu
    den Signalling-Kosten.
  41. 41Kap. 1: Was ist das Gestaltungsziel der Transaktionskostentheorie?Auffinden von intelligenten Transaktionsdesigns
    (z. B. Vertragsgestaltungsklauseln), die
    Transaktionskosten reduzieren / minimieren
    können.
  42. 42Kap. 1: Wo liegt der disziplinäre Standort der Betriebswirtschaftslehre?Kap. 1: Wo liegt der disziplinäre Standort der Betriebswirtschaftslehre?
  43. 43Kap. 1: Welche Aufgabe hat ein Betrieb?Aufgabe eines Betriebes ist es, Input
    aufzunehmen, diesen im betrieblichen
    Transformationsprozess (Produktionsprozess;
    Through-put) umzuwandeln und als Output
    abzugeben, d.h. Input in Output zu „veredeln“.
  44. 44Kap. 1: Welche Grundstrukturen des betrieblichen Transformationsprozesses gibt es?Kap. 1: Welche Grundstrukturen des betrieblichen Transformationsprozesses gibt es?
  45. 45Kap. 1: Welche Abbildungen des betrieblichen Transformationsprozesses gibt es?Kap. 1: Welche Abbildungen des betrieblichen Transformationsprozesses gibt es?
  46. 46Kap. 1: Zu was führt der Verbrauch von Inputfaktoren und Verkauf des erstellten Outputs?Der Verbrauch von Inputfaktoren im betrieblichen
    Transformationsprozess führt wertbezogen zu Kosten
    (Aufwand), der Verkauf des erstellten Outputs am Markt
    zu Erlösen (Umsatz).
  47. 47Kap. 1: Welche betrieblichen Produktionsfaktoren gibt es?Kap. 1: Welche betrieblichen Produktionsfaktoren gibt es?
  48. 48Kap. 1: Welche Produktionsfaktoren als Input im Transformationsprozess gibt es?Kap. 1: Welche Produktionsfaktoren als Input im Transformationsprozess gibt es?
  49. 49Kap. 1: Def. BetriebsmittelGesamtheit aller Einrichtungen
    und Anlagen (Maschinen, Gebäude, Werkzeuge),
    die für die Erstellung und Vermarktung
    betrieblicher Leistungen erforderlich sind. Die
    Anschaffung von Betriebsmitteln wird als
    Investition bezeichnet. Der (technische)
    Verschleiß von Betriebsmitteln im
    Produktionsprozess führt zu Abschreibungen
    (Verminderungen des Werts des Betriebsmittels).
  50. 50Kap. 1: Def. BetriebsstoffeBetriebsstoffe sind Energiestoffe bzw. sonstige
    Stoffe (z.B. Schmiermittel), die für die
    Funktionsfähigkeit der Betriebsmittel notwendig
    sind, sowie Verbrauchsmaterial („Büroartikel“),
    das Mitarbeiter im Rahmen ihrer
    Arbeitsleistungen benötigen. Betriebsstoffe
    werden im betrieblichen Transformationsprozess
    verbraucht, gehen aber nicht als Bestandteil in
    das Erzeugnis ein.
  51. 51Kap. 1: Def. WerkstoffeWerkstoffe sind alle Roh-, Halb- und
    Fertigfabrikate (Bauteile; Komponenten), die
    durch Be- und Verarbeitung im
    Produktionsprozess zum Bestandteil des
    Erzeugnisses werden: Werden diese Werkstoffe
    von anderen Betrieben/Unternehmen bezogen,
    spricht man von Zulieferern.
  52. 52Kap. 1: Klassifiziere sachlichen Input im BeschaffungsmanagmentKap. 1: Klassifiziere sachlichen Input im Beschaffungsmanagment
  53. 53Kap. 1: Def. den monetären Wert im TransformationsprozessDer monetäre Wert der im Transformationsprozess
    eingesetzten Arbeitsleistungen wird durch die
    Personalkosten (Personalaufwand) abgebildet.
  54. 54Kap. 1: Def. monetärdas Geld betreffend
    "Um die monetäre Situation (des Betriebs/des Landes) ist es schlecht bestellt."
  55. 55Kap. 1: Def. objektbezogene ArbeitsleistungenKap. 1: Def. objektbezogene Arbeitsleistungen
  56. 56Kap. 1: Def. Dispositive ArbeitsleistungenKap. 1: Def. Dispositive Arbeitsleistungen
  57. 57Kap. 1: Def. dispositivAls Dispositiv (von frz. dispositif, Maßnahme, Vorrichtung, Handlungsplan; im internationalen Recht: Standpunktpapier einer Institution) begreift man in der Soziologie im Anschluss an Michel Foucault eine Gesamtheit bestimmter begrifflich fassbarer Vorentscheidungen, innerhalb derer sich die Diskurse und die sozialen Interaktionen entfalten können, die in sprachpragmatisch relevanten Aspekten der Erfassung, Beschreibung und Gestaltung der Lebenswelt einer Gesellschaft Ausdruck finden.
  58. 58Kap. 1: Def. originäreso, dass etwas ursprünglich ist.
  59. 59Kap. 1: Def. derivativeabgeleitet
  60. 60Kap. 1: Def. Charakterisiere originäre Führungsentscheidungen (Arbeitsleistungen)Kap. 1: Def. Charakterisiere originäre Führungsentscheidungen (Arbeitsleistungen)
  61. 61Kap. 1: Def. konstitutive FührungsentscheidungenKonstitutive Führungsentscheidungen sind
    originäre Entscheidungen, die im „Leben“
    eines Unternehmens nur einmal oder sehr
    selten getroffen werden, und die nicht mehr
    oder nur unter hohen Kosten revidierbar sind
    (z.B. Rechtsform- oder Standortwahl;
    Fusion).
  62. 62Kap. 1: Def. Derivative Führungsentscheidungen (Arbeitsleistungen)Kap. 1: Def. Derivative Führungsentscheidungen (Arbeitsleistungen)
  63. 63Kap. 1: Def. DelegationDelegation beinhaltet die Abgabe von
    Entscheidungskompetenzen oder
    Arbeitsaufgaben an Mitarbeiter, die in der
    Unternehmenshierarchie „weiter unten“ stehen,
    aber mit den betreffenden Entscheidungsfeldern
    oder Aufgabenbereichen besser vertraut sind als
    der Manager.
  64. 64Kap. 1: Worauf beschränken sich dispositive Arbeitsleistungen?Dispositive Arbeitsleistungen beschränken sich
    nicht auf Entscheidungen, sondern beinhalten
    auch Tätigkeiten, die der Entscheidungsvorbereitung,
    der Entscheidungskontrolle und der
    Dokumentation der Entscheidungsfolgen dienen.
    Ferner zählt die Führung von Mitarbeitern, an die
    Entscheidungen oder sonstige dispositive
    Tätigkeiten delegiert wurden oder die
    Anweisungen auszuführen haben, dazu.
  65. 65Kap. 1: Welche Felder dispositiver Arbeitsleistungen gibt es?Kap. 1: Welche Felder dispositiver Arbeitsleistungen gibt es?
  66. 66Kap. 1: Verhältnis zwischen objektbezogenen und dispositiven ArbeitsleistungenDie Unterscheidung von objektbezogenen und
    dispositiven Arbeitsleistungen hat vor allem
    typologischen Charakter: In der betrieblichen
    Realität erfüllen viele Mitarbeiter sowohl
    objektbezogene wie dispositive Tätigkeiten, wenn
    auch in einem unterschiedlichen
    „Mischungsverhältnis“.
    Kap. 1: Verhältnis zwischen objektbezogenen und dispositiven Arbeitsleistungen
  67. 67Kap. 1: Wie sieht die Systematik von Produktionsfaktoren aus?Kap. 1: Wie sieht die Systematik von Produktionsfaktoren aus?
  68. 68Kap. 1: Was besitzen Potentialfaktoren?Potentialfaktoren haben ein
    Nutzungspotential, das in dem betrieblichen
    Transformationsprozess eingesetzt wird.
  69. 69Kap. 1: Was besitzen Arbeitsleistungen?Die Arbeitsleistungen beinhalten ein
    Nutzungspotential im betrieblichen
    Transformationsprozess (Humankapital;
    Human Capital).
  70. 70Kap. 1: Def. Atrophie des Human CapitalKognitives Wissen nimmt zwar nicht ab, es
    entwertet sich aber durch technischen
    Fortschritt; die physischen Fähigkeiten eines
    Menschen nehmen im Laufe des Alters ab.
  71. 71Kap. 1: Wie sieht der Kreislauf zwischen Humankapital und Weiterbildung aus?Kap. 1: Wie sieht der Kreislauf zwischen Humankapital und Weiterbildung aus?
  72. 72Kap. 1: Welche Argumente sprechen für Informationen als eigenständige Inputfaktoren?Ja: Bedeutung der
    Informationswirtschaft bzw.
    der Informationen für treffen
    von Entscheidungen und
    Steuerung betrieblicher
    Prozesse
    Nein: Informationen sind in den
    Betriebsmitteln (Software)
    und/oder im Human Capital
    integriert
  73. 73Kap. 1: Def. betrieblicher TransformationsprozessKap. 1: Def. betrieblicher Transformationsprozess
  74. 74Kap. 1: Welche Teilaufgaben hat der betriebliche Transformationsprozess?Kap. 1: Welche Teilaufgaben hat der betriebliche Transformationsprozess?
  75. 75Kap. 1: Welche Charakteristika besitzt die Finanzierungsaufgabe?Kap. 1: Welche Charakteristika besitzt die Finanzierungsaufgabe?
  76. 76Kap. 1: Welche Aufgaben hat das Human Ressource Managment?Kap. 1: Welche Aufgaben hat das Human Ressource Managment?
  77. 77Kap. 1: Def. GeschäftsprozesseGeschäftsprozesse bezeichnen
    zusammenhängende Aktivitäten, die zur
    Erfüllung einer betrieblichen Teilaufgabe
    notwendig sind.
  78. 78Kap. 1: Def. Primäre und Sekundäre GeschäftsprozesseKap. 1: Def. Primäre und Sekundäre Geschäftsprozesse
  79. 79Kap. 1: Was beschreibt den betrieblichen Transformationsprozess in einem Managment-orientierten Sinn?Die Konzepte der Wertkette und der Wertschöpfung
    beschreiben den betrieblichen
    Transformationsprozess in einem Managementorientierten
    Sinn.
  80. 80Kap. 1: Def. WertketteDie Wertkette umfasst die Summe aller
    physisch und technisch abgrenzbaren
    Aktivitäten in einem Betreib, um Input in
    marktfähigen Output umzuwandeln: Die im
    betrieblichen Transformationsprozess
    ablaufenden Aktivitäten bilden eine
    Wertkette.
  81. 81Kap. 1: Auf was basiert die physische Erstellung eines Produkts?Kap. 1: Auf was basiert die physische Erstellung eines Produkts?
  82. 82Kap. 1: Welche Merkmale besitzt das Wertverbundsystem?Kap. 1: Welche Merkmale besitzt das Wertverbundsystem?
  83. 83Kap. 1: Def. WertverbundsystemEin Wertverbundsystem ist das überbetriebliche
    Analogon zu den (primären) Geschäftsprozessen in
    einem Betrieb.
  84. 84Kap. 1: Wann liegt eine Wertschöpfung im Betrieb vor?Eine Wertschöpfung im Betrieb liegt vor,
    wenn der Preis, den der Anbieter für sein in
    betrieblichen Transformationsprozessen
    entstandenes Produkt erhält, höher als der
    Wert der von anderen produzierenden
    Einheiten (z.B. Zulieferer) bezogenen und in
    Transformationsprozessen verbrauchter
    sachlichen Inputs ist.
  85. 85Kap. 1: Wann liegt eine Wertschöpfung vor?Die Wertschöpfung zeigt an, welche
    (monetären) Werte im betrieblichen
    Transformationsprozess bzw. in der
    betrieblichen Wertkette geschaffen wurden.
    Diese stehen zur Verteilung an „Stakeholder“
    des Unternehmens zur Verfügung.
  86. 86Kap. 1: Wie ist die Wertschöpfung aufgeteilt?Kap. 1: Wie ist die Wertschöpfung aufgeteilt?
  87. 87Kap. 1: Def. EigenkapitalDas Eigenkapital ist der Teil des Kapitals, der den Eigentümern zusteht. Es lässt sich auch als Saldo aus Vermögen und Schulden definieren ("Residualgröße").
  88. 88Kap. 1: Was ist die Residualgröße in der Wertschöpfung für Unternehmen?Der Gewinn, der den Eigentümern des
    Unternehmens zusteht, ist die Residualgröße
    in der Wertschöpfung.
  89. 89Kap. 1: Welche Eckwerte der Betriebsführung gibt es?Kap. 1: Welche Eckwerte der Betriebsführung gibt es?
  90. 90Kap. 1: Was bedeutet es wirtschaftlich zu sein?Wirtschaftlich zu sein, bedeutet, im
    betriebswirtschaftlichen Transformationsprozess
    nichts zu verschwenden.
    - Minimumprinzip
    - Maximumprinzip
  91. 91Kap. 1: Wie sieht der betriebliche Transformationsprozess (Produktionsprozess) aus?Kap. 1: Wie sieht der betriebliche Transformationsprozess (Produktionsprozess) aus?
  92. 92Kap. 1: Wie ist das Minimum- und Maximumprinzip definiert?Kap. 1: Wie ist das Minimum- und Maximumprinzip definiert?
  93. 93Kap. 1: Def. ProduktivitätKap. 1: Def. Produktivität
  94. 94Kap. 1: Wodurch lässt sich die Qualität eines Outputs bestimmen?In der Produktivität lässt sich indirekt auch die Qualität des Outputs zum
    Ausdruck bringen:
    Die Produktivität ist niedrig, wenn z. B. aufgrund von fehlendem Know-how
    der Mitarbeiter oder veralteten Betriebsmitteln viel Ausschuss anfällt
    (wenig Output, der die Qualitätsanforderungen erfüllt) oder bestimmte
    anspruchsvolle (qualitätssensible) Produktionsschritte nicht durchführbar
    sind (Output von Null).
  95. 95Kap. 1: Def. StückkostenWie viel kostet die Herstellung einer
    verkaufsfähigen Einheit des Outputs.
  96. 96Kap. 1: Def. RationalisierungKap. 1: Def. Rationalisierung
  97. 97Kap. 1: Was beinhaltet die Rationalisierung?Kap. 1: Was beinhaltet die Rationalisierung?
  98. 98Kap. 1: Def. Effektivitätbeschreibt die Zielerreichung: In welchem Umfang wurde
    das angestrebte Ziel (Output) erreicht
  99. 99Kap. 1: Def. Effizienzbeschreibt den Mitteleinsatz, der notwendig war, um den
    Output zu erreichen
    - Man kann effektiv, aber wenig effizient sein.
  100. 100Kap. 1: Def. Erwerbswirtschaftliches PrinzipKap. 1: Def. Erwerbswirtschaftliches Prinzip
  101. 101Kap. 1: Def. UnternehmenUnternehmen sind Betriebe, die dem
    erwerbswirtschaftlichen Prinzip folgen
    (marktwirtschaftlich orientierte Betriebe).
    Je höher Gewinn und/oder Rentabilität
    sind, desto besser wird das
    erwerbswirtschaftliche Ziel erreicht.
  102. 102Kap. 1: Def. Eigenkapitalgeber und ThesaurierungGewinne werden entweder an die Eigner
    (Eigenkapitalgeber) ausgeschüttet oder im
    Unternehmen belassen (Thesaurierung):
    Im letzteren Fall erhöht sich das von den
    Eigenkapitalgebern im Unternehmen investierte
    Eigenkapital.
  103. 103Kap. 1: Def. bankrottVerluste (negative Gewinne) verringern das
    (bilanzielle) Eigenkapital eines Unternehmens bzw.
    werden durch das Eigenkapital „aufgefangen“.
    Ist das Eigenkapital eines Unternehmens vollständig
    aufgrund von Verlusten aufgebraucht, ist das
    Unternehmen insolvent („bankrott“).
  104. 104Kap. 1: Welche Alternativen zum Gewinn als Maßgröße für das Erreichen des erwerbswirtschaftlichen Gewinns?Kap. 1: Welche Alternativen zum Gewinn als Maßgröße für das Erreichen des erwerbswirtschaftlichen Gewinns?
  105. 105Kap. 1: Was gibt die Rentabilität eines Unternehmens an?Die Rentabilität eines Unternehmens gibt an, in
    welcher Höhe sich das dort eingesetzte Kapital
    während einer bestimmten Zeitspanne verzinst hat.
    Die Rentabilität ist damit der Zinssatz, den die
    Investition des Kapitals in das Unternehmen erbracht
    hat.
  106. 106Kap. 1: Welche Formen von Kapital im Betrieb/Unternehmen?Kap. 1: Welche Formen von Kapital im Betrieb/Unternehmen?
  107. 107Kap. 1: Was ist der Unterschied zwischen Kosten und Kapital?Kosten erfassen, wie viel
    Geld die Erstellung des
    Outputs „verbraucht“ hat
    (Material, Arbeitslöhne)
    Kapital erfasst, wie viel
    Geld die Investoren dem
    Unternehmen/Betrieb zur
    Verfügung gestellt haben
  108. 108Kap. 1: Berechne die Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität. geg. Gewinn: -100, Zinsen: 500, Eigenkapital: 10000, Fremdkapital: 10000Kap. 1: Berechne die Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität. geg. Gewinn: -100, Zinsen: 500, Eigenkapital: 10000, Fremdkapital: 10000
  109. 109Kap. 1: Was gibt die Umsatzrentabilität an?Die Umsatzrentabilität gibt an, wie viel
    Prozent des Umsatzes als Gewinn dem
    Unternehmen verblieben ist.
  110. 110Kap. 1: Def. KapitalumschlagsgeschwindigkeitDie Kapitalumschlagsgeschwindigkeit
    (turnover velocity) gibt Aufschluss über die
    „Ausnutzung“ des Kapitals, die sich
    – zunächst – im Umsatz zeigt.
    Auch bei niedriger Umsatzrentabilität kann eine
    günstige Kapitalrentabilität erzielt werden, wenn eine
    hohe „Kapitalumschlagsgeschwindigkeit“ erwirtschaftet
    wird.
  111. 111Kap. 1: Beschreibe Rentabilität als betriebswirtschaftliche ZielgrößeKap. 1: Beschreibe Rentabilität als betriebswirtschaftliche Zielgröße
  112. 112Kap. 1: Beispiel zum erwerbswirtschaftlichen Prinzip und Wirtschaftslichkeitsprinzip Berechne Soll-Kosten, Ist-Kosten, den tatsächlichen Gewinn und die tatsächliche RentabilitätKap. 1: Beispiel zum erwerbswirtschaftlichen Prinzip und Wirtschaftslichkeitsprinzip Berechne Soll-Kosten, Ist-Kosten, den tatsächlichen ...Kap. 1: Beispiel zum erwerbswirtschaftlichen Prinzip und Wirtschaftslichkeitsprinzip Berechne Soll-Kosten, Ist-Kosten, den tatsächlichen ...
  113. 113Kap. 1: Wie wird der Return on Investment (ROI) berechnet?Der Return on Investment (ROI) ist eine Kennzahl, die das Verhältnis zwischen Gewinn und investiertem Kapital angibt. Sie wird häufig als Maßstab für die Leistung und die Rentabilität eines Unternehmens oder Geschäftsbereichs verwendet.Kap. 1: Wie wird der Return on Investment (ROI) berechnet?
  114. 114Kap. 1: Def. Value Based ManagmentWertorientierte Unternehmensführung (Value Based Management, VBM) ist in. Das Streben nach Wertsteigerung gehört zu den Top-Themen für Management und Controller. Doch wann erreicht ein Unternehmen eigentlich Wertsteigerung? Bei näherem Hinsehen lassen sich zwei Methoden identifizieren.Kap. 1: Def. Value Based Managment
  115. 115Kap. 1: Def. Shareholder ValueDer Shareholder Value (deutsch Aktionärswert) wird in der Ökonomie als Marktwert des Eigenkapitals definiert. Er entspricht, vereinfacht gesagt, dem Unternehmenswert und dem davon abhängigen Kurswert der jeweiligen Aktien.Kap. 1: Def. Shareholder Value
  116. 116Kap. 1: Def. WerttreiberWerttreiber sind alle Tatbestände im Unternehmen (Inputfaktoren, Produkt,
    Geschäftsfelder, Geschäftsprozesse), die einen positiven Wertbeitrag
    liefern, d. h. den Unternehmenswert erhöhen.
  117. 117Kap. 1: Def. WertvernichterWertvernichter sind alle Tatbestände im Unternehmen, die einen negativen
    Wertbeitrag liefern.
  118. 118Kap. 1: Def. WerttreibermanagmentWerttreiber mit einem hohen Wertbeitrag sind zu erhalten oder
    auszubauen; bei Werttreibern mit geringem Wertbeitrag ist zu prüfen, ob
    und wie diese zu einem höheren Wertbeitrag „gebracht“ werden können (z.
    B. Produktivitätserhöhung, Rationalisierung); Tatbestände, die im
    Unternehmen zu einem negativen Wertbeitrag führen, sind abzustellen.
  119. 119Kap. 1: Def. Ökonomischer DarwinismusNur diejenigen Unternehmen überleben am Markt, die
    langfristig Gewinne erzielen. Diejenigen Unternehmen,
    die (nur) Verluste erwirtschaften, scheiden aus dem
    Markt aus (Insolvenz oder Aufkauf).
  120. 120Kap. 1: Def. Finanzielles Gleichgewicht„Das finanzielle Gleichgewicht eines Betriebes
    ist gewahrt, wenn er zu jedem Zeitpunkt den
    dann fälligen Zahlungsverpflichtungen
    nachkommen kann.“
    Ein Unternehmen muss zum aktuellen Zeitpunkt das
    finanzielle Gleichgewicht „halten“; es ist jedoch auch
    notwendig, bereits heute dafür Sorge zu tragen, dass
    auch „morgen“ das finanzielle Gleichgewicht gewahrt
    sein wird.
    Hat ein Unternehmen sein finanzielles Gleichgewicht
    verloren, d. h. kann es einer fälligen Zahlung nicht
    nachkommen (diese leisten), tritt der Tatbestand der
    Illiquidität ein. Das Unternehmen ist illiquide. Auch dies
    ist ein Tatbestand, dass ein Unternehmen in Konkurs
    geht („bankrott ist“).
  121. 121Kap. 1: Wie kann das finanzielle Gleichgewicht wiederhergestellt werden?Maßnahmen:
    1.) Verkauf von Vermögen: Lagerabbau (Notverkäufe), Betriebsmittel & Finanzanlagen
    2.) Aufbringen von frischem Kapital: Eigenkapital & Fremdkapital
    3.) Stundung der fälligen Zahlungsverpflichtungen
  122. 122Kap. 1: Warum ist die Einhaltung des finanziellen GGW eine Nebenbed. des erwerbswirtschaftlichen Prinzips?Die Einhaltung des finanziellen Gleichgewichts ist eine
    Nebenbedingung des erwerbswirtschaftlichen Prinzips:
    Die Maximierung der Liquidität steht im Widerspruch zum
    erwerbswirtschaftlichen Prinzip.
    Deshalb: Maximierung von Gewinn/Rentabilität unter
    Einhaltung des finanziellen Gleichgewichts.
  123. 123Kap. 1: Skizziere das Stakeholder-AnsatzKap. 1: Skizziere das Stakeholder-Ansatz
  124. 124Kap. 1: Was sagt der Stakeholder-Ansatz aus?Stakeholder sind Personen oder Gruppen, die Ansprüche an das Unternehmen richten. Nach dem Stakeholder-Konzept muss die Unternehmensführung alle Stakeholder kennen und alle Ansprüche berücksichtigen.
    Ein Unternehmen muss Gewinn erwirtschaften – zumindest langfristig. Das erwarten diejenigen, die ihr Geld in das Unternehmen investieren. Aber das genügt in einem demokratischen Wirtschaftssystem nicht. Hier muss ein Unternehmen eine Vielzahl von Erwartungen und Anforderungen erfüllen, die von unterschiedlichen Personenkreisen und Gruppen geäußert werden können. Diese zunächst unbestimmten Personen und Gruppen werden mit dem Begriff Stakeholder zusammengefasst.
    Kap. 1: Was sagt der Stakeholder-Ansatz aus?
  125. 125Kap. 1: Welche Beiträge bzw. Interessen besitzt ein Stakeholder?1.) Unternehmensinterne Anspruchsgruppen
    2.) Unternehmensexterne Anspruchsgruppen
    - Konkurrenz
    - Staat und Gesellschaft
  126. 126Kap. 1: Welche unternehmensinternen Anspruchsgruppen gibt es beim Stakeholder?Kap. 1: Welche unternehmensinternen Anspruchsgruppen gibt es beim Stakeholder?
  127. 127Kap. 1: Welche unternehmensexternen Anspruchsgruppen gibt es beim Stakeholder?Kap. 1: Welche unternehmensexternen Anspruchsgruppen gibt es beim Stakeholder?
  128. 128Kap. 1: Wie kann nachhaltige Unternehmensführung aussehen?Kap. 1: Wie kann nachhaltige Unternehmensführung aussehen?
  129. 129Kap. 1: Def. Corporate SustainabilityLösen sozialer Probleme im lokalen
    Umfeld des Unternehmens
    Corporate Responsibility (CR) ist der umfassende Begriff der unternehmerischen Verantwortung für jeden Einfluss, den die Unternehmenstätigkeit auf die Gesellschaft und die Umwelt hat.
  130. 130Kap. 1: Wann erhält ein Unternehmen das license to operate?Durch CSR erwirbt das Unternehmen
    die ‚license to operate‘ von den
    Stakeholdern.
  131. 131Kap. 1: Welche ethischen Prinzipien gibt es in der Betriebswirtschaftslehre?1.) Vernunftethik: Rationalitäts- und Wirtschaftlichkeitsprinzip
    2.) Handlungsethik: Einhaltung gesetzlicher Regelungen und Verteilungsprobleme
    3.) Ordnungsethik
  132. 132Kap. 1: Ist das Streben nach Gewinn ethisch angreifbar?Keine Ethik kann von einem Einzelnen verlangen,
    langfristig gegen seine eigenen Interessen zu
    verstoßen: das Streben nach Gewinn ist damit
    per se ethisch nicht anzugreifen.
  133. 133Kap. 1: Def. Compliance ManagmentDas Compliance Management ist eine Führungsaufgabe (Chief
    Compliance Officer, CCO). Zentral ist, dass die gesetzlichen
    Regelungen und schriftlich fixierten Verhaltensgrundsätze (Code
    of Conduct) im Unternehmen kommuniziert und von den
    Führungskräften vorgelebt werden und organisatorische
    Strukturen (Compliance Management System) bestehen, die
    Gesetzes- und Regelverstöße verhindern, anhand von
    Indikatoren frühzeitig aufdecken und strukturierte Abläufe
    vorsehen, wenn illegale Vorgänge im Unternehmen entdeckt
    werden.
  134. 134Kap. 1: Zu was benötigt man das Compliance Managment in einem Unternehmen?Das Compliance Management in einem Unternehmen
    dient der Aufdeckung, aber vor allem der Prävention
    illegaler Handlungen im Unternehmen (Führungskräfte,
    Mitarbeiter, aber auch Geschäftspartner). Dadurch
    sollen die Risiken aus illegalen Handlungen
    (Noncompliance-Risiken) verhindert werden (Bußgelder,
    Schadensersatzzahlungen, Strafzahlungen, Ausschluss
    von öffentlichen Aufträgen, Reputationsverlust, Kosten
    für Gerichtsprozesse und Berater).
  135. 135Kap. 2: Def. UnternehmensverfassungDie Unternehmensverfassung beinhaltet alle rechtlichen Regelungen
    zur Bestimmung der Eigentums-/ Leitungs- und Kontrollrechte im
    Unternehmen.
  136. 136Kap. 2: Def. RechtsformenRechtsformen sind rechtliche Gestaltungsmuster der
    Unternehmensverfassung, die der Gesetzgeber als Formen
    unternehmerischer Betätigung zulässt, die bereits grundlegende
    Fragen der Unternehmensverfassung geregelt haben, aber den
    beteiligten Akteuren noch genügend Spielraum für eine eigene
    Ausgestaltung erlauben.
  137. 137Kap. 2: Def. Corporate GovernanceCorporate Governance beschäftigt sich vor allem
    mit den Machtverteilungen in einem
    Unternehmen und den Kontrollrechten, die in
    einer Rechtsform (vor allem Aktiengesellschaft)
    bestehen.
  138. 138Kap. 2: Def. Kaufmannseigenschaft§1 HGB (Handelsgesetzbuch)
    Absatz 1: Kaufmann … ist, wer ein Handelsgewerbe
    betreibt
    Absatz 2: Handelsgewerbe ist jeder Gewerbebetrieb, es sei
    denn, dass das Unternehmen nach Art oder
    Umfang einen in kaufmännischer Weise
    eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert.
  139. 139Kap. 2: Definitionskriterien für den (Handels-) Gewerbebegriff1.) rechtlich selbstständig
    2.) planmäßig und auf Dauer angelegt
    3.) auf min. einem Markt tätig
    4.) rechtsgeschäftlich
    5.) entgeltlich
    6.) nicht wissenschaftlicher, künstlerischer, sportlicher oder freiberuflicher Natur
  140. 140Kap. 2: Welche freien Berufe gibt es laut Einkommensteuergesetz?sog. Katalogberufe sind laut § 18 EinkSt:
    1.) heilkundliche Berufe: Berufe, Apotheker und Therapeuten
    2.) Rechts- und wirtschaftsberatende Berufe: Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater und Psychologen
    3.) Technische und naturwissenschaftliche Berufe: Architekten, Ingenieure, Lotsen, Informatiker und Umweltgutachter
    4.) Kulturberufe: Künstler, Journalisten, Designer, Dolmetscher und Yogalehrer
  141. 141Kap. 2: Nach welchen kaufmännischen Kriterien wird ein Gewerbebetrieb eingerichtet?1.) Notwendigkeit einer spezifischen Organisation zur Betriebsführung: Erfordernis einer expliziten Buchführung, Bestellung von Vertretung & Organisatorische Arbeitszuweisung an Mitarbeiter
    2.) Weitere Kriterien: Höhe des Umsatzes, Anzahl der Geschäfte, Zahl der Mitarbeiter & Aufnahme von Krediten
  142. 142Kap. 2: Was sind die Folgen der Kaufmannseigenschaft?Grundpflichten:
    1.) Registerpflicht
    2.) Geltung des Handelsrecht
    3.) Rechnungslegungspflicht
    4.) Geschäftsbriefpublizität
    5.) Geltung des Firmenordnungsrechts
  143. 143Kap. 2: Def. HandelsregisterDas Handelsregister ist ein bei den Amtsgerichten
    geführtes öffentliches Verzeichnis von ‘Informationen‘
    über Unternehmen (Kaufleute)
    - öffentlich zugänglich
    - Hinterlegung von gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtinformationen zu Geschäftstätigkeit
  144. 144Kap. 2: Wozu dient die Pflicht der Rechnungslegung bei der Dokumentation des Geschäftsgangs?1.) Informationsfunktion: Selbstkontrolle der mit der Geschäftsführung betrauten Person & Gläubigerschutz
    2.) Ausschüttungsbemessungsfunktion: Ermittlung der Höhe des Gewinns
  145. 145Kap. 2: Def. GeschäftsbriefpublizitätAuf den
    Geschäftsbriefen müssen Mindestangaben
    stehen, um Aufschluss über die rechtlichen
    Verhältnisse des Kaufmanns zu geben:
    1.) Firma
    2.) Rechtsform
    3.) Unternehmenssitz
    4.) Registergericht
    5.) Name des/der Geschäftsführer/Vorstandsmitglieder
  146. 146Kap. 2: Def. FirmaFirma ist ein juristischer Begriff und Ausdruck für den Namen, unter dem
    ein Unternehmer („Kaufmann“) seinen Betrieb führt
    (Unternehmensname).
  147. 147Kap. 2: Welche Funktion besitzt eine Firma?Die Firma hat die Funktion, den Kaufmann als Unternehmensträger zu
    kennzeichnen, d.h. zu individualisieren und von anderen Kaufleuten zu
    unterscheiden.
  148. 148Kap. 2: Welche Arten von Kaufleuten gibt es?Betreiben eines gewerblichen Unternehmens (Handelsgewerbe) durch:
    1.) Istkaufmann
    2.) Formkaufmann
    3.) Nichtkaufmann > Kannkaufmann
  149. 149Kap. 2: Def. FormkaufmannKaufmann aufgrund der
    Rechtsform: Handelsgesellschaften sind
    Kaufleute. (Kaufmann ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt (§ 1 Abs. 1 HGB). Der Formkaufmann ist Kaufmann kraft Rechtsform.)
    - Personengesellschaften, wenn ein Handelsgewerbe vorliegt
    - Kapitalgesellschaften, unabhängig vom Geschäftsbetrieb
  150. 150Kap. 2: Def. FiktivkaufmannJeder der im Handelsregister als Kaufmann
    eingetragen ist, gilt als Kaufmann, unabhängig davon, ob er ein
    Handelsgewerbe betreibt. Rechtssicherheit für denjenigen, der mit
    ihm Geschäfte macht, da er sich auf die Kaufmannsqualifikation
    verlassen kann bzw. weil er nicht überprüfen kann, ob sein
    Transaktionspartner ein Handelsgewerbe betreibt.
  151. 151Kap. 2: Def. ScheinkaufmannErweckt ein Gewerbetreibender den Eindruck, ein
    Kaufmann zu sein, muss er gegenüber gutgläubigen Dritten die
    Nachteile der Kaufmannseigenschaft gegen sich gelten lassen.
  152. 152Kap. 2: Welche Rechtsformen gibt es bei Unternehmen?Kap. 2: Welche Rechtsformen gibt es bei Unternehmen?
  153. 153Kap. 2: Welche systematischen Unterschiede gibt es zwischen den Rechtsformen bei Unternehmen?1.) Leitungsbefugnis
    2.) Haftung
    3.) Finanzierungsmöglichkeiten
    4.) Fungibilität
    5.) Steuerbelastung
    6.) Rechnungslegungs- und Publizitätsvorschriften
    7.) Gewinn- und Verlustbeteiligung
    8.) Mindestkapital
  154. 154Kap. 2: Def. FungibilitätMit Fungibilität wird der Umstand bezeichnet, wie leicht sich ein Eigenkapitalgeber (Gesellschafter)
    von seinem Engagement (Beteiligung;
    Investment) im Unternehmen trennen kann. Dies betrifft vor allem den Verkauf seiner Unternehmesnbeteiligung.
    (Fungibilität (lat. fungi „verwalten“, „vollbringen“) ist die Eigenschaft von Gütern, Devisen und Wertpapieren, leicht austauschbar zu sein. Fungible Werte werden nicht individuell, sondern der Gattung nach bestimmt und können durch andere Stücke gleicher Gattung und Menge ersetzt werden.)
  155. 155Kap. 2: Def. EinlagePersonen bringen Vermögensgegenstände
    aus ihrem (Privat-) Vermögen in das
    Unternehmen als Teil des Unternehmensvermögens
    (Aktivseite der Bilanz) bzw. als
    Eigenkapital (Passivseite der Bilanz) ein.
  156. 156Kap. 2: Welche Vermögensgegenstände besitzt ein Unternehmensgründer?Aus dem Unternehmensvermögen - Eigenkapital - und Privatvermögen.
    Das (bilanzielle) Eigenkapital eines
    Unternehmens setzt sich aus dem Wert der von
    den Gründern eingelegten (investierten)
    Vermögensgegenständen und den thesaurierten
    Gewinnen zusammen.
  157. 157Kap. 2: Def. Thesaurierung von GewinnenDie
    Gesellschafter (Eigenkapitalgeber) beschließen,
    einen Teil des Gewinns nicht auszuschütten
    (Überführung des erzielten Gewinns in ihr
    Privatvermögen), sondern im Unternehmen zu
    belassen. Dies erhöht ihr finanzielles Investment
    bzw. das Eigenkapital im Unternehmen.
  158. 158Kap. 2: Def. HaftungHaftung bedeutet, wer kommt für die
    Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens auf, wenn das Unternehmen selbst diese nicht mehr leisten kann.
  159. 159Kap. 2: Welche Charakteristik besitzen Einzelunternehmen?1.) Nur ein Gesellschafter (alleiniger Eigentümer)
    2.) Es stehen ihm alle Entscheidungs- und Dispositionsbefugnisse
    (Geschäftsführungsbefugnisse) sowie der gesamte Gewinn zu.
    3.) Haftung für Verbindlichkeiten seines Unternehmens unbeschränkt mit seinem
    Privatvermögen
    4.) „rechnerische“ Trennung von Unternehmens- und Privatvermögen
    5.) Keine Mindesteinlage
    6.) Keine Aufnahme neuer Gesellschafter möglich: Erhöhung des Eigenkapitals nur durch Gewinnthesaurierung
  160. 160Kap. 2: Welche Charakteristik besitzen Personengesellschaften?1.) Mindestens zwei Gesellschafter
    2.) Gesellschaftsvertrag regelt die Rechte und Pflichten der Gesellschafter bezogen auf Geschäftsführung und Vertretung (Innenverhältnis), Informations- und Kontrollrechte, Nachschusspflichten, Gewinn-/ Verlustbeteiligung, Entnahmerechte, Ausscheiden aus
    der Gesellschaft.
    2.) Einlagen der Gesellschafter sowie thesaurierte Gewinne werden den Gesellschaftern auf ihrem Kapitalkonto gutgeschrieben.
  161. 161Kap. 2: Was gibt der Kapitalanteil eines Gesellschafters an?Der Kapitalanteil eines Gesellschafters gibt den Wert des Kapitalkontos des Gesellschafters im Verhältnis zum gesamten Eigenkapital (Summe
    aller Kapitalkonten) an.
  162. 162Kap. 2: Welche Charakteristik besitzt eine offene Handelsgesellschaft (OHG)?1.) Mindestens zwei Gesellschafter
    2.) Einzelgeschäftsführung, sofern keine „Arbeitsteilung“ im Gesellschaftsvertrag
    3.) Gründungsgesellschafter bringen Vermögensgegenstände ein (Einlage
    Eigenkapital > Kapitalkonto); keine Mindesteinlage
    4.) Frisches Eigenkapital durch Aufnahme neuer Gesellschafter
    5.) Gesellschafter haften gesamtschuldnerisch für die Verbindlichkeiten des
    Unternehmens mit ihrem gesamten Vermögen
    6.) Gewinnverteilung sollte im Gesellschaftsvertrag geregelt sein: Ansonsten Einlagen mit vier Prozent und Gewinnrest nach Köpfen
  163. 163Kap. 2: Wie sieht es mit der Haftung einer OHG-Gesellschaft aus?Die Haftung der OHG-Gesellschafter ist
    unbegrenzt, unmittelbar, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch.
  164. 164Kap. 2: Wie sieht die Gewinnverteilung in der OHG aus? Kapitalanteile der Gesellschafter: A 100.000, B 60.000 & C 40.000 Gewinn: 11.700Kap. 2: Wie sieht die Gewinnverteilung in der OHG aus? Kapitalanteile der Gesellschafter: A 100.000, B 60.000 & C 40.000 Gewinn: 11.700
  165. 165Kap. 2: Welche Charakteristik hat eine Kommanditgesellschaft (KG)?1.) 2 Gesellschaftertypen: mindestens ein Komplementär und mindestens ein
    Kommanditist
    2.) Zur Geschäftsführung sind allein Komplementäre berechtigt; Kommanditisten haben Kontroll- und Informationsrechte
    3.) Frisches Eigenkapital durch Aufnahme neuer Komplementäre und vor allem neuer Kommanditisten
    4.) Gesetzliche Gewinnverteilung: 4% auf die Höhe der Kapitalkonten und verbleibender Rest „angemessen“ bezogen auf Haftungsrisiko
  166. 166Kap. 2: Welche wesentlichen Unterschiede gibt es zwischen Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften?1.) Juristische Person
    2.) Trennung von Eigentum und Unternehmensleistung (Fremdgeschäftsführung möglich)
    3.) Ausscheiden eines Gesellschafters verringert nicht das Eigenkapital
    4.) Keine unbeschränkte persönliche Haftung der Gesellschafter
  167. 167Kap. 2: Welche Charakteristika besitzt eine Aktiengesellschaft (AG)?1.) mindestens 5 Personen laut AktG, als „kleine AG“ bereits mit einer Person
    möglich
    2.) Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) von mindestens 50.000€, das in Aktien
    gestückelt ist.
    3.) Die Aktiengesellschaft haftet mit ihrem gesamten Vermögen, die Aktionäre hingegen nicht mit ihrem Privatvermögen.
    4.) Geschäftsführung besteht aus Vorstand und Aufsichtsrat.
    5.) Hauptversammlung als regelmäßig stattfindendes Treffen der Aktionäre (Organe der AG)
  168. 168Kap. 2: Wie sieht das Eigenkapital einer Aktiengesellschaft aus?Kap. 2: Wie sieht das Eigenkapital einer Aktiengesellschaft aus?
  169. 169Kap. 2: Def. AktieDie Aktie ist ein Wertpapier, das einen Anteil am Unternehmen (am Eigenkapital des Unternehmens) verbrieft. Damit einhergehende Recht sind:
    1.) Recht auf Dividendenbezug
    2.) Stimmrecht in der Hauptversammlung (one share-one vote)
    3.) Recht auf Bezug junger Aktien bei Kapitalerhöhungen
    4.) Recht auf anteiligen Liquidationserlös
  170. 170Kap. 2: Def. DividendeDie Dividende ist der Betrag, der bei der
    Verteilung des auszuschüttenden Gewinns auf eine Aktie entfällt.
  171. 171Kap. 2: Welche Aktien gibt es?1.) Nennwertaktien
    2.) Stückaktien
    3.) Inhaberaktien
    4.) Namensaktien
    5.) Stammaktien
    6.) Vorzugsaktien
  172. 172Kap. 2: Def. InhaberaktienInhaberaktien legitimieren den Besitzer der Aktie ohne zusätzlichen Nachweis als Aktionär der Aktiengesellschaft (Gesellschafter). Bei Namensaktien ist die Aktie auf den Namen des Besitzers ausgestellt und im Aktienbuch der Gesellschaft eingetragen.
  173. 173Kap. 2: Def. StammaktienStammaktien beinhalten die „normalen“
    Gesellschafterrechte. Vorzugsaktien gewähren dem Inhaber gewisse Vorzugsrechte gegenüber den Stammaktionären, die oftmals
    mit dem Verzicht auf andere Rechte gegenüber den Stammaktionären kombiniert sind: z.B. höhere Dividende, aber kein Stimmrecht in der
    Hauptversammlung.
  174. 174Kap. 2: Def. Goldene Aktien„Goldene Aktien“ gewähren dem Inhaber
    besondere Rechte, um ihm unabhängig vom Kapitalanteil eine Vorrangstellung gegenüber anderen Aktionären einzuräumen: z.B. Mehrstimmrechte, Vetorechte in der Hauptversammlung.
  175. 175Kap. 2: Def. MarktkapitalisierungDie Marktkapitalisierung (englisch market capitalisation, kurz market cap, auch Börsenkapitalisierung oder Börsenwert) ist der rechnerische Gesamtwert der Anteile eines börsennotierten Unternehmens.
    „Marktwert“ einer Aktiengesellschaft:
    Börsenkurs x Anzahl der Aktien
  176. 176Kap. 2: Welchen Zusammenhang haben Nennwert und Marktwert einer Aktie?Kap. 2: Welchen Zusammenhang haben Nennwert und Marktwert einer Aktie?
  177. 177Kap. 2: Was ist der Unterschied zwischen einem Gründungsaktionär und einem Kaufaktionär?Kap. 2: Was ist der Unterschied zwischen einem Gründungsaktionär und einem Kaufaktionär?
  178. 178Kap. 2: Was ist die zentrale Komponente des Shareholder Value?Der Börsenkurs ist die zentrale Komponente des „Shareholder Value“: Vermögensposition der Gesellschafter (Shareholder)
  179. 179Kap. 2: Was verleiht einer Aktiengesellschaft eine hohe Fungibilität?Die Veräußerbarkeit von Aktien an der Börse oder zumindest am „grauen Kapitalmarkt“ verleiht den Gesellschaftsanteilen einer
    Aktiengesellschaft eine hohe Fungibilität.
  180. 180Kap. 2: Wie sieht die Struktur einer Aktiengesellschaft aus?Kap. 2: Wie sieht die Struktur einer Aktiengesellschaft aus?
  181. 181Kap. 2: Welche Aufgaben hat ein Vorstand (Geschäftsführung) einer Aktiengesellschaft?1.) Leitung des Unternehmens unter eigener Verantwortung
    2.) Vertretung der Gesellschaft gerichtlich und außergerichtlich
    3.) Einberufung der Hauptvertreter
    4.) Aufstellung des Jahresabschlusses
  182. 182Kap. 2: Definiere die Aufgaben eines Vorstandes.Der Vorstand hat die Aufgabe der operativen Geschäftsführung und – mit Ausnahme der zustimmungspflichtigen Geschäfte und gewisser Entscheidungen der Hauptversammlung- auch der strategischen Ausrichtung/Entwicklung der Aktiengesellschaft. Die Eigentümer (Aktionäre) können den Vorstand in seinen Entscheidungen nicht unmittelbar beeinflussen.
  183. 183Kap. 2: Wie sieht das Organisationsprinzip eines Vorstandes einer AG aus?Kap. 2: Wie sieht das Organisationsprinzip eines Vorstandes einer AG aus?
  184. 184Kap. 2: Welche Aufgaben hat ein Aufsichtsrat in einer AG?1.) Kontrolle der Geschäftsführung des Vorstands
    2.) Bestellung, Abberufung und Gehaltsfestsetzung des Vorstands
    3.) Entscheidung in den zustimmungspflichtigen Geschäften
    4.) Bestellung des Abschlussprüfers
    5.) Beratung des Vorstands in strategischen Fragen
  185. 185Kap. 2: Was sind zustimmungspflichtige Geschäfte?Die Satzung einer AG definiert besondere
    (strategische) Geschäfte (Entscheidungen), die der Vorstand nur unter Zustimmung des Aufsichtsrats tätigen (treffen) kann. Dies sind
    Entscheidungen von großer ökonomischer Tragweite für die Gesellschaft.
  186. 186Kap. 2: Welche Problembereiche hat man mit einem Aufsichtsrat?1.) Häufung von Aufsichtsratsmandaten bzw. Kombination mit Vorstandspositionen in anderen
    Gesellschaften führen zur
    qualitativen/quantitativen
    Überforderung und damit zu einer
    Vernachlässigung der Aufgaben
    eines Aufsichtsratsmitglieds.
    2.) Zustimmungspflichtige Geschäfte
    und die Beraterfunktion führen zu
    einer Verwischung von Kontrolle
    und Geschäftsführung bzw. die
    Leitung der Gesellschaft unter
    eigener Verantwortung wird dem
    Vorstand entzogen.
  187. 187Kap. 2: Welche Rechte besitzt eine Hauptversammlung in einer AG?1.) Beschlüsse über wesentliche Veränderungen im Eigenkapital (z.B.
    Kapitalerhöhung)
    2.) Beschlüsse über den Zusammenschluss mit anderen Unternehmen (z.B. Fusion) oder Auflösung des Unternehmens
    3.) Bestellung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat
    4.) Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns
    5.) Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat
    6.) Satzungsänderungen
    7.) Bestellung der Abschlussprüfer
    8.) Erörterungsrecht in Maßnahmen der Geschäftsführung und Recht auf Auskunft vom Vorstand über die Angelegenheiten der Gesellschaft
  188. 188Kap. 2: Welche Bedeutung hat die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat in einer AG?• Die Amtsführung der zurückliegenden Entlastungsperiode wird gebilligt und das Vertrauen in die künftige Amtsführung wird ausgesprochen. (kommunikative Bedeutung)
    • Die Entlastung stellt die Entlasteten von allen Ersatzansprüchen frei, die im Zeitpunkt der Beschlussfassung bei sorgfältiger Prüfung aller Unterlagen erkennbar waren. (rechtliche Bedeutung)
  189. 189Kap. 2: Welche Problembereiche gibt es bei der Hauptversammlung einer AG?1.) Depotstimmrecht der Banken
    2.) Entscheidungsoptionen in der Hauptversammlung werden oftmals von Vorstand und/oder Aufsichtsrat eingebracht
    3.) hoher Anteil institutioneller Anleger
    4.) Auskunftsrechte stehen Geheimhaltungspflichten von Vorstand/Aufsichtsrat möglicherweise gegenüber
    5.) räuberische Aktionäre
  190. 190Kap. 2: Def. Räuberische AktionäreAktionäre, die aus fadenscheinigen Gründen Beschlüsse der
    Hauptversammlung anfechten und damit die Durchführung der Entscheidung solange blockieren, bis ein Gericht ein Urteil gefällt hat. Gegen Zahlung einer Abfindung ziehen diese Aktionäre ihre Klage wieder zurück. Anfechtungsklagen sind nur noch für Aktionäre mit einem Aktienpaket von über 1000€ möglich.
  191. 191Kap. 2: Welche Rolle spielt ein Wirtschaftsprüfer?1.) Durch die Prüfung soll festgestellt
    werden, ob im Rechnungswesen und
    Jahresabschluss die gesetzlichen
    Vorschriften zur Rechnungslegung
    sowie ergänzende Bestimmungen
    der Satzung eingehalten sind.
    - Erteilen eines Testats
    - nur Ordnungsmäßigkeitsprüfung
    2.) Wirtschaftsprüfer übernimmt einen
    Teil der Kontrollaufgaben des Aufsichtsrats: Aufsichtsrat erhält Bericht der Wirtschaftsprüfer
  192. 192Kap. 2: Welche Rolle spielt die Delegation von Entscheidungen durch handelsrechtliche Vollmachten?Müsste die Geschäftsführung in einem
    Unternehmen alle Entscheidungen treffen, wäre sie damit (zeitlich) überfordert bzw. würde sich in unwichtigen Entscheidungen verzetteln:
    Das Prinzip der Delegation von
    Entscheidungen wird juristisch durch das
    Erteilen von Vollmachten realisiert.
  193. 193Kap. 2: Was impliziert eine Delegation?Delegation impliziert eine Arbeitsteilung von Entscheidungen durch:
    1.) Übertragung von Entscheidungskompetenz an „Spezialisten“
    2.) Partizipation von Organisationsmitgliedern (Mitarbeiter) an der Lenkung/Leitung des Unternehmens
  194. 194Kap. 2: Welche handelsrechtlichen Vollmachten gibt es?Kap. 2: Welche handelsrechtlichen Vollmachten gibt es?
  195. 195Kap. 2: Def. Prokuradie Vollmacht, alle Arten von Rechtsgeschäften für einen Betrieb durchzuführen.
    "jemandem Prokura erteilen"
  196. 196Kap. 2: Welche Charakteristika besitzt eine Prokura?1.) Prokura ermächtigt den Prokuristen zu allen gerichtlichen und außergerichtlichen Geschäften und Rechtshandlungen, die das Betreiben jedes Handelsgewerbes mit sich bringt.
    2.) Im Innenverhältnis ist der Handlungsspielraum aber in der Regel eingeengt (Spezialisierung auf bestimmte Entscheidungsfelder).
    3.) Prokura wird durch die Geschäftsführung einem Mitarbeiter ausdrücklich erteilt und muss im Handelsregister eingetragen und den Geschäftspartnern bekannt gemacht
    werden. Dies gilt analog für das Erlöschen der Prokura.
    4.) Prokura kann nicht für sog. Prinzipalgeschäfte erteilt werden.
    5.) Prokura erlischt durch Widerruf, mit Geschäftsauflösung oder durch Beendigung des Arbeitsvertrages.
  197. 197Kap. 2: Welche Charakteristik hat eine Handlungsvollmacht?1.) Jede im Betrieb eines Handelsgewerbes erteilte Vollmacht, die keine Prokura ist
    2.) Sie ist auf die speziellen Anforderungen des betreffenden Handelsgewerbes zugeschnitten, da sie
    nur für Rechtsgeschäfte erteilt werden kann, die der betrieb des vorliegenden Handelsgewerbes gewöhnlich mit sich bringt.
    3.) Handlungsbevollmächtigter ist nicht zu Rechtsgeschäften berechtigt, zu denen auch ein Prokurist nicht berechtigt ist; ferner darf der Handlungsbevollmächtigte keine Darlehen für das Unternehmen
    aufnehmen, Prozesse führen oder Grundstücke veräußern.
    4.) Im Innenverhältnis können Grenzwerte definiert werden, bis zu denen der Handlungsbevollmächtigte (Mitarbeiter) die Entscheidung treffen kann.
    5.) Eine Handlungsvollmacht wird nicht ins Handelsregister eingetragen.
    6.) Eine Handlungsvollmacht ist jederzeit frei widerrufbar bzw. sie erlischt mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
  198. 198Kap. 2: Welche Elemente hat eine amerikanische Board-Verfassung?Kap. 2: Welche Elemente hat eine amerikanische Board-Verfassung?
  199. 199Kap. 2: Def. Board SystemDas Board System ist die spezifische Organisationsverfassung der Unternehmensführung. Das Board System vereinigt Geschäftsführung und Kontrolle in einem Gremium (Vereinigungsmodell).
  200. 200Kap. 2: Welche Aufgaben hat das Board of Directors?Kap. 2: Welche Aufgaben hat das Board of Directors?

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Karteikarten basieren auf die VL von EBWL von Pechtl an der Universität Greifswald
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Usuário eliminado · jan 2018
Atualizado
18 jan 2018
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  • Criado por Soraia Querido · 18 jan 2018
  • Copiado por Soraia Querido · 18 jan 2018
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