Deutsch-Französische Freundschaft
Slides do conjunto (6)
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1958 – 1963: Adenauer und De Gaulle
- https://www.youtube.com/watch?v=LNI5wKtCpWw (Incorporar)
- 1958 begann eine Ära der Begegnung. Bundeskanzler
- Konrad Adenauer war von der Wichtigkeit enger, regelmäßiger und
- dauerhafter Beziehungen zwischen Frankeich und Deutschland überzeugt.
- Als der französische Staatspräsident Charles de Gaulle ihn zu sich nach
- Hause nach Colombey-les-deux-Eglises einlud, war Adenauer zunächst
- skeptisch, denn de Gaulle galt als anti-deutsch. Doch de Gaulle schlug
- Adenauer bei dieser ersten Begegnung eine enge deutsch-französische
- Zusammenarbeit vor. Er wollte, dass Frankreich eine wichtige Rolle in der
- Weltpolitik spielte, wusste jedoch, dass es dies nur im Rahmen eines
- starken Europa tun könnte, das von den Großmächten USA und UdSSR
- unabhängig war. Er sagte Adenauer, Frankeich befürchte nun keinen
- deutschen Angriff mehr, und der einzig mögliche Partner für Frankreich
- sei die Bundesrepublik – vorausgesetzt sie verzichte auf Atomwaffen und
- betrachte die Ostgrenze als endgültig. Das erste Treffen de Gaulles und
- Adenauers war der Beginn eines engen freundschaftlichen Verhältnisses
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- https://www.youtube.com/watch?v=QaP-7ltxoNY (Incorporar)
- 1963 wurde in Paris ein Vertrag über die
- deutsch-französische Zusammenarbeit unterzeichnet. Er symbolisiert einen
- Wendepunkt in den Beziehungen. Die Phase der Aussöhnung war weitgehend
- abgeschlossen. Nun begann eine enge Kooperation beider Regierungen. Um
- die Politik besser abzustimmen, waren regelmäßige Treffen zwischen dem
- französischen Präsidenten und dem Bundeskanzler sowie zwischen Ministern
- vorgesehen.
- Das Deutsch-Französische Jugendwerk
- wurde gegründet. Von beiden Regierungen finanziert, stellt es
- Jugendaustauschprogramme und Sprachkurse in den Mittelpunkt seiner
- Arbeit. Durch Begegnungen sollen Vorurteile abgebaut und eine gemeinsame
- Identität geschaffen werden. Bis heute haben 8 Millionen Jugendliche
- aus beiden Ländern an den Begegnungen teilgenommen.
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- Frankreich und Deutschland spielten aufgrund ihrer
- wirtschaftlichen Bedeutung eine Schlüsselrolle im europäischen
- Einigungsprozess. Doch unterschiedliche Interessen führten immer wieder
- zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Partnern.
- Frankreich war der gemeinsame Agrarmarkt
- wichtig. Da in Frankreich mehr Menschen in der Landwirtschaft
- arbeiteten, wollte die Regierung in den 1960er Jahren den französischen
- Markt schützen und europäische Absatzmärkte für die Überschussproduktion
- – zum Beispiel von Weizen – sichern. Die damals teurer produzierende
- deutsche Landwirtschaft fürchtete Nachteile aus dem einem gemeinsamen
- Agrarmarkt.
- Deutschland war die Zollunion
- wichtig, weil die deutsche Industrie stark von Exporten ins Ausland
- abhängig war. Frankreichs weniger entwickelte Industrie stand der
- Öffnung der Zollgrenzen skeptischer gegenüber.
- Aber es gab auch andere politische Gegensätze.
- Frankreich war zum Beispiel für ein Europa der Vaterländer. Deutschland
- dagegen strebte die Überwindung der Nationalstaaten an.Trotz der deutsch-französischen Freundschaft führten diese Gegensätze immer wieder zu Spannungen in Brüssel.
- 1967: Wurde die „Europäische Wirtschaftsgemeinschaft“ zur Europäischen Gemeinschaft (EG). 1973 traten Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich bei.
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1974 – 1981: Giscard d’Estaing – Schmidt
- Als in der Bundesrepublik Helmut Schmidt Kanzler wurde
- und in Frankreich Valérie Giscard d’Estaing Präsident, entwickelte sich
- zwischen den beiden ein freundschaftliches Verhältnis. Auch hatten sie
- ähnliche wirtschaftspolitische Vorstellungen.
- Es gab neue politische Impulse, um dem seit der Öl-
- und Weltwirtschaftskrise drohenden Zerfallsprozess der EG
- entgegenzutreten. 1978 einigten sich Giscard d‘Estaing und Schmidt auf
- ein europäisches Währungssystem, innerhalb dessen die
- nationalen Währungen sich nur in gewissem Rahmen bewegen könnten. Damit
- sollten die Wechselkurse innerhalb der Europäischen Gemeinschaft
- stabilisiert werden.
- Eine weitere Initiative führte 1979 zur ersten
- Direktwahl des Europäischen Parlaments. Die Europäische Gemeinschaft
- erweiterte sich 1981 um Griechenland. 1986 folgten Portugal und Spanien.
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1982 – 1995: Mitterrand - Kohl
- Als François Mitterrand und Helmut Kohl an die
- Regierung kamen, blieb die enge Freundschaft zwischen den Nachbarn eine
- konstante Größe der Politik beider Länder. Trotz unterschiedlicher
- politischer Herkunft der Staatsmänner.
- Die militärische Kooperation wurde weiter
- intensiviert. Über gemeinsame Manöver und Rüstungszusammenarbeit hinaus,
- wurden neue Wege beschritten. 1990 wurde eine gemeinsame deutsch-französische Brigade gegründet, 1993 wurde die Brigade in das Eurokorps
- eingebunden, dem auch Belgien, Spanien und Luxemburg angehören, und das
- Einsätze für EU und NATO-Missionen steuert. 1994 waren als Teil der
- deutsch-französischen Brigade erstmals deutsche Soldaten bei der Parade
- auf den Champs-Elysées zu sehen. Ein Anblick, der manche, wie Valéry
- Giscard d’Estaing, schmerzlich an die Vergangenheit – die Besetzung
- Frankreichs durch die Deutschen während des zweiten Weltkriegs -
- erinnern mochte.
- Zum Defilee der deutschen Soldaten auf den
- Champs-Elysées äußerte sich Giscard d’Estaing in einem Interview des
- französischen Fernsehens: „Als ich in Paris noch zur Schule ging, hörte
- ich jeden Morgen beim Aufwachen die Deutschen unter den Fenstern singen.
- Bis 1944 hörten wir ihre Schritte auf der Straße. Der Gedanke daran,
- dass man die deutschen Soldaten in diesem Jahr, wo wir all dieser
- Schlachten, dieser Opfer gedenken, auf den Champs-Elysées
- vorbeidefilieren sehen wird, geht mir schon zu Herzen“.
- Die Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland
- und der Deutschen Demokratischen Republik zu einem großen Deutschland
- im Jahr 1990 ließ bei den Nachbarn, insbesondere in Frankreich, Ängste
- entstehen. Die Beziehungen zwischen dem vereinigten, großen Deutschland
- und Frankeich wurden nicht einfacher. Beide mussten sich in ihre neue
- Rolle finden. Doch die Einheit wurde kooperativ mit den europäischen
- Partnern vollzogen und von Frankreich konstruktiv mitgetragen.
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- Die deutsch-französische Zusammenarbeit wurde auch in
- den kommenden Jahren durch „Politiker-Paare“ befördert. 1997
- verabschiedeten Bundeskanzler Helmut Kohl und Staatspräsident Jacques
- Chirac in Weimar eine gemeinsame Erklärung über die kulturelle Zusammenarbeit. 1998 legten Bundeskanzler Gerhard Schröder und Jaques Chirac Saarbrücken als Sitz der geplanten Deutsch-Französischen Hochschule fest, die ein Verbund deutscher und französischer Hochschulen werden sollte und im Jahre 1999 ihre Arbeit aufnahm.
- 2002 wurde der „Euro“ - bereits seit
- 1999 die gemeinsame Währung der Europäischen Union - in Frankreich,
- Deutschland und 10 weiteren Ländern der EU auch als Bargeld eingeführt.
- Weitere Länder schlossen sich in den folgenden Jahren an.
- Auch heute sind die Interessen Frankreichs und
- Deutschlands nicht immer gleich, es gibt unterschiedliche Positionen und
- Konflikte, die jedoch im Rahmen der Europäischen Union ausgetragen
- werden.
- Neben der politischen und der kulturellen
- Zusammenarbeit ist es oft auch nüchternes wirtschaftliches
- Interessenkalkül, das Deutsche und Franzosen immer wieder
- zusammenarbeiten lässt. Mehrere tausend deutsche Firmen haben Filialen
- in Frankeich, und fast ebenso viele französische Firmen haben
- Niederlassungen in Deutschland.
- Die deutsch-französischen Beziehungen sind zum Alltag
- geworden. Sie in Gang zu halten, bedarf jedoch einer permanenten
- Anstrengung. Wenn Deutschland und Frankreich auch künftig Motor der
- europäischen Einigung sein wollen, müssen sie ihre Fähigkeit, gemeinsam
- Lösungen zu erarbeiten, weiter pflegen und ausbauen.
Informações
- Descrição
- Französisch Slides sobre Deutsch-Französische Freundschaft, criado por Paula Raithel em 18-10-2016.
- Criado por
- Paula Raithel
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