Quiz
BM 13 Allgemeine Didaktik - Klafki
Questions in this quiz (22)
1Welche der folgenden Fragen ist nach Klafki auf die exemplarische Bedeutung eines Inhalts gerichtet?
- AWorin liegt die Bedeutung des Themas für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler?
- BWelches sind die besonderen Fälle, Phänomene, Situationen, Versuche, in oder an denen die Struktur des jeweiligen Inhalts den Kindern dieser Bildungsstufen, dieser Klasse interessant, fragwürdig, zugänglich, begreiflich, anschaulich werden kann?
- CAuf welchen allgemeinen Sachverhalt, welches allgemeine Problem lässt der spezifische Inhalt schließen?
- DWelche Bedeutung hat der betreffende Inhalt im Leben der Schülerinnen und Schüler, welche Bedeutung soll er – vom pädagogischen Gesichtspunkt aus gesehen – darin haben?
übergangen. - EWelches ist die Struktur des Inhalts?
2Klafki arbeitet vier durchgehende, d.h. nach seiner Interpretation in allen Theorien nachweisbare Momente klassischer Bildungstheorien heraus. Welcher Moment gehört nicht dazu?
- ABildung ist zugleich Weg und Ausdruck der Selbstbestimmungsfähigkeit.
- BDer Mensch muss als zu freier und vernünftiger Selbstbestimmung fähiges Wesen verstanden werden.
- CDem Mensch ist die Fähigkeit zur Selbstbestimmung als Bestimmung aufgegeben.
- DDer Mensch ist zur Selbstbestimmung auf die Gesellschaft angewiesen und wird durch diese bestimmt.
- EDer Mensch kann sich seine Bestimmung nur selbst geben.
3Welche Funktion hat der Bildungsbegriff nach Klafki für die Didaktik?
- AEr soll eine differenzierte und auf Prinzipien basierende Gesellschaftskritik ermöglichen.
- BEr soll die Orientierung der nachwachsende
- CEr soll die Orientierung von Schule an den Maßgaben der Verfassung sicherstellen.
- DEr soll die Effizienz und Effektivität didaktischer Praxis orientieren.
- EEr soll zentrierende, übergeordnete Orientierungs- und Beurteilungskriterien liefern.
4Welches Verständnis durchdringt Klafkis Didaktik? Ein Verständnis von ...
- A... kritisch-transzendentaler Didaktik
- B... kritisch-emanzipatorischer Didaktik.
- C... humanistischer Didaktik.
- D... kritisch-konstruktiver Didaktik.
- E... lerntheoretischer Didaktik.
5Was ist der Grundgedanke exemplarischen Lernens nach Klafki?
- ALernende werden selbst als Exempel, d.h. als Individuen verstanden, deren jeweiliger Persönlichkeitsentwicklung in der didaktischen Planung entsprochen werden soll.
- BLernende entwickeln anhand von individualisierten Exempeln ihre spezifischen Begabungen.
- CLernende optimieren mit Hilfe von standardisierten Exempeln ihren Bildungserfolg im Blick auf ihre Performanz am Arbeitsmarkt.
- DLernende erwerben in der Auseinandersetzung mit einer begrenzten Zahl von Beispielen verallgemeinerbare Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen.
- EDer Gegenstand ist als einzigartiges Exempel in seinem Eigenrecht im Rahmen der kategorialen Analyse zu berücksichtigen und unmittelbar zur Geltung zu bringen.
6Was kritisiert Klafki am Prinzip des Klasssenunterrichts?
- AIm Klassenunterricht werden die verschiedenen Persönlichkeitsdimensionen der Lernenden angesprochen.
- BIm Klassenunterricht wird der Gegenstand kategorial in den Mittelpunkt gerückt.
- CIm Klassenunterricht werden biographische Aspekte berücksichtigt.
- DIm Klassenunterricht werden Leistungsunterschiede der Lernenden berücksichtigt.
- EIm Klassenunterricht werden die Lernenden als homogene Gruppe betrachtet.
7Unterricht ist nach Klafki immer ein sozialer Prozess, in den - vermittelt über die Biografien der Lehrenden und der Lernenden - immer auch verschiedene soziale Wahrnehmungen, Vorurteile, Handlungsweisen und Einstellungen eingehen. Welchen Schluss zieht Klafki aus dieser Feststellung?
- ADie nationale Leitkultur sollte zum Maßstab der sozialen Integration gemacht werden.
- BIndividuelle Biografien sollten vor der institutionellen Einflussnahme geschützt werden.
- CSoziales Lernen soll als demokratische Sozialerziehung gestaltet werden.
- DDie Interaktion soll auf das funktionale soziale Lernen konzentriert werden.
- EFür den Beruf wichtige Sozialkompetenzen sollen in der Schule vermittelt werden.
8Woran sollen Lehrende sich nach Klafki orientieren?
- AAn epochaltypischen Schlüsselproblemen.
- BAn der inneren Schulreform.
- CAm Lerngedanken.
- DAn der Möglichkeit der Lernenden, ihr Lernen selbst zu bestimmen.
9Wie kann das Bildungswesen nach Klafki der Forderung einer Bildung für alle entsprechen?
- AIndem der Übergang in die Sekundarstufe 1 durch die LehrerInnen festegelegt wird.
- BIndem in demokratischen Schulen die Leitungen durch freie, geheime und gleiche Wahlen bestimmt werden.
- CIndem HauslehrerInnen für alle zur Verfügung gestellt werden.
- DIndem sichergestellt wird, dass die auf Lehrplänen basierenden und in Kompetenzkatalogen formulierten Ziele von allen SchülerInnen auch erreicht werden.
- EIndem die sechsjährige Volksschule eingeführt wird.
10Welche Hoffnung artikuliert Klafki in Bezug auf die Institution Schule?
- ADie Hoffnung auf die Flexibilisierung und Differenzierung der Schule.
- BDie Hoffnung auf die Humanisierung und Demokratisierung der Schule.
- CDie Hoffnung auf die selbstgesteuerte Schule.
- DDie Hoffnung auf die schülerfreundliche und lehrerfreundliche Schule.
- EDie Hoffnung auf die Homogenisierung und Spezialisierung der Schule.
11Im Mittelpunkt von Klafkis kritisch-konstruktivistischer Didaktik steht...
- A..die Transformation von Methode und Theorie.
- B..die Bestimmung von Zielen und Inhalten.
- C..die Reflexion von Entwickeln und Verwickeln.
- D..die Integration von Macht und Ohnmacht.
- E..das Verständnis von Aufgabe und Ausführung.
12Welches der folgenden Ziele ist kein epochaltypisches Schlüsselproblem nach Klafki?
- AKonkurrenzfähigkeit.
- BUngleichheit.
- CLiebe.
- DFrieden.
- ESteuerungs- Informations- und Kommunikationsmedien
13Klafki beschreibt die Grundzüge eines neuen Allgemeinbildungskonzepts und stellt dabei die epochaltypischen Schlüsselprobleme ins Zentrum. Zur Bestimmung dieser Grundzüge skizziert er u.a. Bildung im Medium des Allgemeinen. Als Bestimmungsmoment von Bildung hebt Klafki mit diesem Medienbegriff das Kanonproblem heraus. Welche Perspektive zum Kanonproblem schlägt Klafki mit seinem Medienbegriff vor?
- AAus dem Kanonproblem ergibt sich, dass weiterhin um die inhaltliche und die organisatorische Demokratisierung des Bildungswesen gerungen werden muss; denn ein inhaltlich am Demokratieprinzip orientiertes Allgemeinbildungskonzept kann letztlich nicht von seinen organisatorischen Realisierungsbedingungen abgekoppelt werden.
- BIn Bezug auf das Kanonproblem umschreibt der universalhistorische Horizont das Allgemeine als Aufgabe begriffenen Humanisierungsprozesses die objektive Seite der Bildung des Subjekts: Der Bildungsprozess wird als nach vorn hin offener Vermittlungsprozess der Subjekte mit der geschichtlichen und natürlichen Welt verstanden. Die Aufgabe löst sich allein durch die Verknüpfung unseres Ichs mit der Welt zu der allgemeinsten, regesten und freiesten Wechselwirkung.
- CDieses Problem ist als Frage nach einem verbindlichen Kreis von Kulturinhalten zu verstehen, die im historischen Entwicklungsprozess den Rang klassischer Leistungen menschlicher Produktivität - in Wissenschaft, Kunst, Geschichte, ethischer Lebensgestaltung und Reflexion - gewonnen haben und die den substantiellen Kern der Allgemeinbildung ausmachen sollen, jeweils in die Verständnisebene von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen übersetzt.
- DEs soll dem Zugang zu unterschiedlichen Möglichkeiten menschlicher Selbst- und Weltverändnisses und zu verschiedenen kulturellen Aktivitäten geöffnet werden, von der subjektiven Seite aus gesehen: zur Vielzahl möglicher, relativ frei wählbarer individueller Interessenschwerpunkte.
- EAllgemeinbildung bedeutet in dieser Hinsicht, ein geschichtlich vermitteltes Bewusstsein von zentralen Problemen der Gegenwart und - soweit voraussehbar - der Zukunft zu gewinnen, Einsicht in die Mitverantwortlichkeit aller Beteiligten angesichts solcher Probleme und der Bereitschaft, an ihrer Bewältigung mitzuwirken.
14Wozu können Medien nach Klafki eingesetzt werden?
- AUm Lernenden jeweils unterschiedliche Ziel- und Inhaltsperspektiven zu eröffnen.
- BUm den Umgang mit verschiedenen Medientechniken zu vermitteln.
- CDie Frage ist irrelevant; Medien sind neutral und können beliebig gewählt werden.
- DUm Medienkompetenz und Medienbildung im Sinne Digitaler Grundbildung zu vermitteln.
- EUm den identischen Ziel- Inhaltszusammenhang in einer anderen Modalität zu präsentieren.
15Welche der folgenden Unterrichtsformen ist KEINE Grundform nach Klafki?
- AEigenständige, fachliche oder fächerübergreifende Themen
- BProgrammierte Unterweisung
- CProjektunterricht
- DTrainingsunterricht
- ELehrgänge
16Welches ist KEIN methodischer Schritt nach Klafki?
- ADie Erläuterung der zeitlichen Abschnitte oder Unterrichtsphasen.
- BDie Formen des Unterrichts deutlich machen.
- CDie Unterrichtsmedien deutlich machen.
- DDen pädagogischen Takt zur Geltung bringen.
- EDie Sicherung der methodischen Voraussetzungen des Unterrichts.
17Die Reformvorschläge der Schülerinnen und Schüler, die in Klafkis 9. Studie dargestellt werden, werden im Wesentlichen nicht aufgegriffen. Welchen Grund nennt Klafki dafür?
- ADie rechtlichen Rahmenbedingungen werden zu restriktiv ausgelegt.
- BDie Kriterien guten Unterrichts werden nicht berücksichtigt.
- CDie epochaltypischen Schlüsselprobleme werden nicht berücksichtigt.
- DDie ökonomischen Rahmenbedingungen werden zu restriktiv ausgelegt.
- EDie von Handlungsorientierung und Vermittlung spezifischer Voraussetzungen wird Übergangen.
18Wie kann dem prozessorientierten Leistungsbegriff nach Klafki entsprochen werden?
- AIndem die Lernenden sich das Recht nehmen, die Gesellschaft mit zu gestalten.
- BIndem der Leistungsstand der Lernenden im Prozess fortlaufend zurück gemeldet wird.
- CIndem nur die besten Lernenden die Hochschulzugangsberechtigung erhalten.
- DIndem Lernenden das Recht, die Gesellschaft mit zu gestalten, gegeben wird.
- EIndem Lernenden ihr Leistungsstand im Sinne einer Lernhilfe zurück gemeldet wird.
19An welchen Handlungen der Lernenden lässt sich nach Klafki ein Kriterium guten Unterrichts erkennen?
- ADurch ständige Aktivität der Lernenden und das Durchsetzen eigener Zielvorstellungen.
- BDurch die exemplarische Artikulation des Zusammenhangs von persönlicher, jeweils subjektiver Bedeutung mit der objektiven Bedeutung des zur Diskussion stehenden Themas.
- CDurch die Präsentation von phantastischen Bildern und deren akribischer Beschreibung durch die Lernenden und Lehrenden.
- DDurch die Förderung einer heiter-freundlichen kommunikativen Atmosphäre und hohem kognitivem und emotionalem Anspruch.
- EDurch das Ansprechen von Objektivität und das Ernstnehmen der Rationalität
20Wie beurteilt Klafki die Idee, SchülerInnen an der Notengebung zu beteiligen?
- AEs ist rechtlich nicht zulässig, eine solche Beteiligung zu realisieren.
- BSie führt zur Steigerung der Akzeptanz von Bewertungen.
- CSie führt zur Emanzipation der Lehrenden aus institutionellen Zwangsverhältnissen.
- DSie ist Ausdruck restriktiver Auslegung der Rechtsvorschriften durch die Lehrenden.
- ESie führt nur zu einem Eindruck von Mitbestimmung, weil letztlich doch die Lehrenden entscheiden.
21An welchen Handlungen der Lehrenden, lässt sich ein Kriterium guten Unterrichts laut Klafki erkennen?
- ADurch die Förderung von einer heiter-freundlichen kommunikativen Atmosphäre und hohem kognitiven und emotionalen Anspruch.
- BDurch die ständige Aktivität der Lernenden und das Durchsetzten eigener Zielvorstellungen.
- CDurch die Präsentation von phantastischen Bildern und deren akribischer Beschreibung durch die Lernenden und Lehrende.
- DDurch die exemplarische Artikulation des Zusammenhangs von persönlicher, jeweils subjektiver Bedeutung mit der objektiven Bedeutung des zur Diskussion stehenden Themas.
- EDurch das Ansprechen von Objektivität und das Ernstnehmen der Rationalität.
22Welche Rolle spielen Medien bei der inneren Differenzierung des Unterrichts nach Klafki?
- AMedien und Methoden sind neben Lernzielen und Lerninhalten eine Grundform der inneren Differenzierung.
- BMedien sind Anschauungsmaterial und Arbeitsmaterial und können die innere Differenzierung von Lernzielen und Lerninhalten begleiten, sind jedoch selbst nicht für die innere Differenzierung geeignet.
- CKeine.
- DMedien und Methoden gelten als bedeutend für innere Differenzierung, sind aber für Fundamentum und Additum nicht von Relevanz.
- EMedien und Methoden sind Ausgangspunkt jeglicher inneren Differenzierung des Unterrichts.
Information
- Description
- Allgemeine Didaktik Quiz on BM 13 Allgemeine Didaktik - Klafki, created by Kerstin Dannerbauer on 21/01/2019.
- Author
- Kerstin Dannerbauer
- Language
- Deutsch
- Views
- 208
- History
- Created on 21 Jan 2019 · updated on 21 Jan 2019
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