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EC Einführung in die Soziologie/ Flecker
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Questions in this quiz (76)
1Welche Ebenen gibt es beim "wider context"?
- AMakroebene: Klassen, Geschlechterordnung
- BMesoebene: Organisationen wie Unternehmen, Universitäten
- CMikroebene: Interaktion (z.B. Gespräche), Beziehungen zwischen zwei Personen
- DMakroebene: Organisationen wie Unternehmen, Universitäten
- EMesoebene: Klassen, Geschlechterordnung
2Was versteht man unter Alltagsverständnis?
- Aist praktisches Wissen, persönliche Erfahrung
- BIndividuum und seine Merkmale im Fokus
- Cweiß immer schon, was geschieht, was zu tun ist
- DGesellschaftliche Wirklichkeit unproblematisch, voller Selbstverständlichkeiten (nicht bewusst wahrgenommen)
- Egeht um die wissenschaftliche Überprüfung scheinbar selbstverständlicher Annahmen
- Fist erlerntes Wissen, persönliche Erfahrung
3"Gesunder Menschenverstand" erklärt Zusammenhänge mit nicht hinterfragten Alltagstheorien".
- ATrue
- BFalse
4Ergebnisse aus "The American Soldier" nach Paul Lazarsfeld?
- AGebilderte Männer mehr psychoneurotische Symptome
- BMänner aus ländlichem Bereich in besserer Gemütsverfassung während Militärzeit als Soldaten aus der Stadt
- CSoldaten aus Südstaaten konnten das Klima besser ertragen auf den heißen Südsseeinseln
- DWeiße Mannschaftsdienstgrade mehr bemüht, Unteroffiziere zu werden
- ESchwarze aus Südstaaten zogen weiße Südstaatenoffiziere weißen Nordstaatoffizieren vor
- FSolange Kämpfe dauerten, hatten Männer größeres Verlagen in die Staaten zurückzukehren als nach deutschen Kapitulation
5Nach Paul Lazarsfeld: "Jede Art menschlicher Reaktion vorstellbar". Welche Reaktion ist tatsächlich am häufigsten?
- ANicht Zahlen, Häufigkeiten im Zentrum sondern die objektiven Faktoren und subjektiven Gründe als Ursachen.
- BNicht Zahlen, Häufigkeiten im Zentrum sondern die subjektiven Faktoren und objektiven Gründe als Ursachen.
6Worum geht es beim soziologischen Blick?
- Ageht um die wissenschaftliche Überprüfung scheinbar selbstverständlicher Annahmen
- BGegenstandsbereich "über das praktische Wissen und die persönliche Erfahrung hinaus" mit wissenschaftlichen Methoden erforschen (Bourdieu)
- CWas bringt Regelmäßigkeit hervor? Welche Ordnungen, welche "Strukturen" liegen hinter dem beobachtbaren Verhalten?
- Dhat keinen eigenen Gegenstandsbereich, sondern bloß einen Blick/ Perspektive
- Egeht um die wissenschaftliche Überprüfung von beobachtbarem Verhalten
7Soziologische Verfremdung: Äußeren Schein misstrauen?
- AWechsel der Perspektive, um "das Alltägliche fremdartig erscheinen zu lassen"
- BÜber Wirklichkeit der Alltagswelt hinaus: "gesunden Menschenverstand" keine Autorität zu erkennen, nicht "überlieferte Vorurteile" wiederholen (Durkheim)
- CÜber Wirklichkeit der Alltagswelt hinaus: "gesunden Menschenverstand" Autorität zu erkennen, "überlieferte Vorurteile" wiederholen (Durkheim)
- D"Fähigkeit des Erstaunens über Gang der Welt ist die Voraussetzung für die Möglichkeit des Fragens nach ihrem Sinn" (Weber)
- E"Fähigkeit des Erstaunens über Gang der Welt ist die Antwort auf die Fragen nach ihrem Sinn" (Weber)
- F"Soziale Situation von konkurrierenden Wertsystemen aus verstehen können" (Berger)
8SoziologenInnen als "professionelle Fremde" (Bude 1988)?
- ANichts ist selbstverständlich, gesellschaftliche Verhältnisse nicht natürlich und andere Gesellschaft ist immer möglich
- BSoziologie wird ihre gewohnten Perspektiven in Frage stellen und es kann zu Desorientierung führen
- CAlles ist selbstverständlich, gesellschaftliche Verhältnisse sind natürlich und andere Gesellschaft ist immer möglich
- DSoziologie wird ihre gwohnten Perspektiven in Frage stellen und es kann zu sozialer Ungleichheit führen
9Was ist Soziologie?
- AHat keinen eigenen, ausschließlichen Gegenstandsbereich
- BHat einen "Blick", Perspektive, "mit anderen Augen betrachten"
- C"Ist die Lehre vom Sozialen, von der sozialen Wirklichkeit"
- DGegenstandsbereich "über das praktische Wissen und die persönliche Erfahrung hinaus" mit wissenschaftlichen Methoden erforschen (Bourdieu)
- E"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile"
10Was steht im Fokus der Soziologie?
- AIndividuum in seinen sozialen Beziehungen
- BIndividuum und seine Merkmale
- CBedingungen ("Strukturen"), die Handlungen bestimmen
- DGesellschaftliche Ordnung, gesellschaftliche Verhältnisse, sozialer Wandel
- E"Untersucht die Art und Weise, wie das menschliche Leben sozial organisiert wird" (Korte)
- FMoral, Religion und Weltanschaaung, Sprache, Geld,..
11Welche Bereiche thematisiert die soziale Ordnung?
- ASoziale Ungleichheit, Klassen
- BGeschlechterordnung
- CEthnizität, "Rassen"
- DGesellschaftliche Arbeitsteilung
12Mit was befasst sich das handlungsfähige Individuum?
- ASoziale Ordnung durch das Handeln von Individuen aufrecht erhalten und verändert
- BIndividuum interpretiert Anforderungen, die sich aus sozialen Ordnungen ergeben und verständigt sich mit anderen
- CWidersprüchliche Anforderungen an das Individuum machen eigene Entscheidungen und selbstbestimmtes Handeln nötig
- DSoziale (normative) Ordnung verlangt: „Handle autonom!“ „Sei authentisch!“
- E„Das Soziale“ als objektive Tatsache: Etwas, das unabhängig vom Willen Einzelner existiert
- Fvon den einfachen zu den modernen Gesellschaften, von der segmentierten zur arbeitsteiligen Gesellschaft > soziale Vielfalt, Marktproduktion,etc.
13Was ist Gesellschaft?
- A„Das Soziale“ als objektive Tatsache: Etwas, das unabhängig vom Willen Einzelner existiert
- B„Das Soziale“ als subjektive Tatsache: Etwas, das unabhängig vom Willen Einzelner existiert
14Welche Bereiche thematisiert die soziale Tatsache?
- AMoral
- BReligion und Weltanschauung
- CSprache
- DGeld
- EKlassen
- FEthnizität, "Rassen"
15„Ein soziologischer Tatbestand ist jede mehr oder weniger festgelegte Art des Handelns, die die Fähigkeit besitzt, auf den Einzelnen einen äußeren Zwang auszuüben; oder auch, die im Bereich einer gegebenen Gesellschaft allgemein auftritt, wobei sie ein von ihren individuellen Äußerungen unabhängiges Eigenleben besitzt.“ (Durkheim 1895).
- ATrue
- BFalse
16Was bedeutet emergente Ordnung? Womit beschäftigt sie sich?
- A"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
- BEigene Merkmale des Sozialen – nicht aus Merkmalen der Individuen abzuleiten
- CUngeplante Entstehung und ungeplanter Wandel
- D„Aus (der) ständigen Verflechtung ergeben sich immer wieder langfristige Veränderungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens der Menschen, die kein Mensch geplant und wohl auch niemand vorausgesehen hat“ (Elias).
- E„befasst sich mit gesellschaftlichen Verhältnissen und dem Handeln zwischen Individuen in diesen Verhältnissen“ (Abels).
- Fhat das Individuum und seine Merkmale im Fokus
17Womit beschäftigt sich die soziale Tatsache?
- AVon den einfachen zu den modernen Gesellschaften, von der segmentierten zur arbeitsteiligen Gesellschaft > soziale Vielfalt, Marktproduktion, etc.
- BFestigkeit des sozialen Zusammenhalts nimmt nicht ab, sondern zu Solidarität aus Ähnlichkeiten (mechanische Solidarität) zur Solidarität aus der Arbeitsteilung (organische Solidarität)
- CFestigkeit des sozialen Zusammenhalts nimmt nicht ab, sondern zu Solidarität aus Ähnlichkeiten (organische Solidarität) zur Solidarität aus der Arbeitsteilung (mechanische Solidarität)
- DVertragsbeziehungen verbinden einzelne Arbeiten und Sonderrollen
- EGemeinsame Moral, „Kollektivbewusstsein“ als Voraussetzung der Vertragsbeziehungen.
- FVom „Normallebenslauf zum: „Planungsparadox“(=Immer weniger planbares Leben individuell planen und gleichzeitig flexibel bleiben müssen) und „Machbarkeitsmythos“ (=Man kann die Regie über die eigene Biografie erhalten, wenn man sich nur ausreichend bemüht).
18„(Integration) kann nur gelingen, wenn der Einzelne alle moralischen und gesellschaftlichen Mauern zwischen sich und der Gastgesellschaft eliminiert und sich ohne Wenn und Aber mit seiner neuen Heimat und deren Werten identifiziert. Geschieht das nicht, findet keine Integration statt.“
- ATrue
- BFalse
19Welche Werte haben wir?
- AHumanismus
- BSelbstbestimmung
- CUniversalismus
- DSicherheit
- EKontrolle
- FFremdbestimmung
- GKapitalismus
20"Das Soziale" als Vergemeinschaftung und als Vergesellschaftung?
- AVergemeinschaftung: emotionale, traditionale Grundlage, „subjektiv gefühlte Zusammengehörigkeit“
- BVergesellschaftung: auf Basis rational motivierten Interessenausgleichs oder Interessenverbindung; Funktionszusammenhang von Arbeitsteilung und generalisiertem Tausch.
- CVergesellschaftung: emotionale, traditionale Grundlage, „subjektiv gefühlte Zusammengehörigkeit“
- DVergemeinschaftung: auf Basis rational motivierten Interessenausgleichs oder Interessenverbindung; Funktionszusammenhang von Arbeitsteilung und generalisiertem Tausch.
21Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung im Nationalismus:
- A"Volksgemeinschaft“ als „die auf blutmäßiger Verbundenheit, auf gemeinsamem Schicksal und auf gemeinsamem politischen Glauben beruhende Lebensgemeinschaft eines Volkes, der Klassen- und Standesgegensätze wesensfremd sind.“
- B"Volksgemeinschaft“ als „die auf blutmäßiger Verbundenheit, auf gemeinsamem Schicksal und auf gemeinsamem politischen Glauben beruhende Lebensgemeinschaft eines Volkes, der Klassen- und Standesgegensätze wesensgleich sind.“
22Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung im Austrofaschismus:
- A„Arbeitgeber und Arbeitnehmer (bilden) eine durch den Berufsstand bedingte Gemeinschaft“
- BBetriebsgemeinschaft“ mit gemeinsamen Interessen, Ablösung der Betriebsräte durch „Werksgemeinschaften“ (Betriebsinhaber und Vertrauensmänner)
- CVertragsbeziehungen verbinden einzelne Arbeiten und Sonderrollen
- D"Arbeitgeber": Nutzung der Arbeitskraft als Lohnarbeiter: Arbeitsvertrag
- EDurch gesellschaftliche Institutionen reguliert
23Differenzierung moderner Gesellschaften- Funktionsbereiche?
- ARecht, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Familie, Bildung; Massenmedien, etc.
- BZunehmende Dominanz der Wirtschaft über andere Funktionsbereiche
- CMoral, Religionen und Weltanschauungen, Sprache, Geld, etc.
- DSoziale Ungleichheit, Klassen, Geschlechterordnung, Lebensstile, etc.
24Vom „Normallebenslauf zum: „Planungsparadox“(=Immer weniger planbares Leben individuell planen und gleichzeitig flexibel bleiben müssen) und „Machbarkeitsmythos“ (=Man kann die Regie über die eigene Biografie erhalten, wenn man sich nur ausreichend bemüht).
- ATrue
- BFalse
25Nationalstaatliche Gesellschaft?
- ANationalstaat als „Behälter“: Nation als imaginäre Gemeinschaft-zugemutete Zusammengehörigkeit; Nationalstaatliches Territorium; Sprachen, Kultur, Geschichte; Pro Nationalstaat ≠ Nationalismus
- BTransnationale Soziale Räume: Unternehme: Familien; Soziale Bewegungen, NGOs
- CTransnationale Soziale Räume: Nation als imaginäre Gemeinschaft-zugemutete Zusammengehörigkeit; Nationalstaatliches Territorium; Sprachen, Kultur, Geschichte; Pro Nationalstaat ≠ Nationalismus
- DNationalstaat als „Behälter“: Unternehme: Familien; Soziale Bewegungen, NGOs
26Max Weber: Bestimmungsgründe, reine Typen sozialen Handelns?
- A„Zweckrational handelt, wer sein Handeln nach Zweck, Mittel und Nebenfolgen orientiert ...“
- B„Rein wertrational handelt, wer ohne Rücksicht auf vorauszusehende Folgen handelt im Dienst seiner Überzeugung.“
- CAffektuelles, emotionales Handeln ist „durch aktuelle Affekte und Gefühlslagen“ bestimmt
- DTraditionales Handeln ist durch eingelebte Gewohnheit bestimmt
- EHandlungsmotive nur teilweise bewusst, nicht alle Motive in Kalkül eingezogen, Wahrscheinlichkeit des Eintretens von Kosten und Nutzen oft unklar...
27Rationales Handeln?
- AHandeln als rationale, nutzenmaximierende Entscheidung unter der Bedingung der
Präferenzen; Ressourcen; Informationsbeschränkung; Bewertung von Normen und Erwartungen - BHandlungsmotive nur teilweise bewusst, nicht alle Motive in Kalkül eingezogen, Wahrscheinlichkeit des Eintretens von Kosten und Nutzen oft unklar...
- CRationales Handeln kann orientiert werden am vergangenen, gegenwärtigen oder für künftig erwarteten Verhalten anderer
- DRationales Handeln ist durch eingelebte Gewohnheit bestimmt
- AHandeln als rationale, nutzenmaximierende Entscheidung unter der Bedingung der
28„... dem gemeinten Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen ...“- subjektiv gemeinter Sinn:
- ABedeutung, welche die Menschen mit ihrem Handeln verbinden, angebbare Motive des Handelns
- BHandlungsziele und verfügbare Mittel, Weil-Motive, Um-zu-Motive; „das gehört sich so“ ...
- CSinn nicht notwendig individuell bestimmt, sondern aus kulturellen Vorgaben abgeleitet
- DSubjektiv gemeinter Sinn wird von SoziologInnen gedeutet, nachvollzogen
- EProblem des Sinnverstehens.
- FDem Handeln sind meist klaren Ziele vorgeordnet, Intention nicht notwendig vor der Handlung
- GObjektiv gemeinter Sinn wird von SoziologInnen gedeutet, nachvollzogen
29Die 4. Handlungsbegriffe nach Habermas:
- ATeleologisches Handeln: der/die Handelnde verwirklicht einen Zweck
- BNormenreguliertes Handeln: Handelnde befolgen Normen, d.h. verallgemeinerte Verhaltenserwartungen
- CDramaturgisches Handeln: der/die Handelnde präsentiert sich selbst, bewirkt einen Eindruck bei anderen
- DKommunikatives Handeln: Handelnde suchen Verständigung über Handlungssituationen, um ihre Handlungen zu koordinieren
- ETeleologisches Handeln: der/die Handelnde präsentiert sich selbst, bewirkt einen Eindruck bei anderen
- FDramaturgisches Handeln: Handelnde suchen Verständigung über Handlungssituationen, um ihre Handlungen zu koordinieren
- GKommunikatives Handeln: der/die Handelnde verwirklicht einen Zweck
30Vom Handeln zur Praxis?
- AHandeln als kontinuierlicher Verhaltensstrom, setzt sich nicht aus klar geschiedenen „Handlungen“ zusammen
- BDem Handeln sind meist keine klaren Ziele vorgeordnet, Intention nicht notwendig vor der Handlung
- CAlltagsleben stark durch Routinen geleitet, Gewohnheiten wichtig für die Handlungsfähigkeit des Menschen
- DKörperlichkeit des Menschen, des menschlichen Handelns und der Interaktionen
- EMaterielle Objekte, Artefakte
- FImplizites Wissen, praktisches Wissen, „Körperwissen“
31Soziale Beziehungen nach Max Weber:
- ASoziales Handeln kann orientiert werden am vergangenen, gegenwärtigen oder für künftig erwarteten Verhalten anderer.
- BSoziales Handeln kann nicht orientiert werden am vergangenen, gegenwärtigen oder für künftig erwarteten Verhalten anderer.
- CSoziale Beziehung: „...aufeinander gegenseitig eingestelltes und dadurch orientiertes Sichverhalten mehrerer... (...). Chance, dass in einer (sinnhaft) angebbaren Art sozial gehandelt wird...“
- DKomplexe soziale Gebilde sind nicht „substantiell“, sondern geregeltes soziales Handeln.
- EKomplexe soziale Gebilde sind nicht „substantiell“, sondern geregeltes rationales Handeln.
- FOffene und geschlossene soziale Beziehungen: von Gesprächssituationen bis zu Familienbeziehungen, Glaubensgemeinschaften, vornehmen Klubs, Theatervorstellungen, Zünften etc.
- G„Soziale Schließung“ nach außen zur Monopolisierung von Chancen; Beschränkung der Möglichkeit, Mitglied einer sozialen Gruppe zu werden.
- H„Soziale Schließung“ nach innen zur Monopolisierung von Chancen; Beschränkung der Möglichkeit, Mitglied einer sozialen Gruppe zu werden.
32Erlernen von Interaktion nach George Herbert Mead (1863 – 1931):
- ARollenspiel der Kinder („play“): Rolle wichtiger Bezugspersonen
- BSpiel mit mehreren Rollen und bestimmten Regeln („game“): Berücksichtigung der Perspektiven aller Beteiligten
- CMensch hat die Fähigkeit, sich in die Rolle des anderen zu versetzen (Rollenübernahme) > Perspektiven verschränken sich
- DOrientierung am „generalisierten Anderen“ > Haltungen der gesamten Gemeinschaft werden verinnerlicht
- ERollenspiel der Kinder („game“): Rolle wichtiger Bezugspersonen
- FSpiel mit mehreren Rollen und bestimmten Regeln („play“): Berücksichtigung der Perspektiven aller Beteiligten
33Definition der Situation:
- AMenschen handeln nicht entsprechend den objektiven Bedingungen, sondern nach ihrer subjektiven Definition der Situation
- BMenschen handeln nicht entsprechend den subjektiven Bedingungen, sondern nach ihrer objektiven Definition der Situation
- CBehaviourismus: Objektivität der Wissenschaft > keine subjektiven Sichtweisen einzelner Menschen einbeziehen
- DLebensgeschichten, Situationen, die Verhalten bedingt haben
- ESoziales Handeln verstehen > Deutungen der Wirklichkeit berücksichtigen
- FHandlungen als „Lösungen konkreter Situationen“: Objektive Bedingungen; Handlungsmotive und Einstellungen; Definition der Situation, d.h. Vorstellungen von den objektiven Bedingungen
- GBeobachtungen, Sichtweisen, die Handlungen bestimmen haben
34„Eine neue Definition der Situation löst ein neues Verhalten aus, das die ursprünglich alte Wahrnehmung wahr werden lässt." (Merton)
- ATrue
- BFalse
35Regelmäßigkeit der Einstellung sozialen Handelns?
- ABrauch und Sitte (tatsächliche Übung)
- BMoral und Ethik (tatsächliche Übung)
- CKonvention: äußerlich garantiert, Missbilligung
- DRecht: äußerlich garantiert, Existenz eines „Erzwingungsstabes“
- EKonvention: äußerlich garantiert, Existenz eines „Erzwingungsstabes“
- FRecht: äußerlich garantiert, Missbilligung
36Soziale Ordnungen nach Georg Simmel (1858 – 1918):
- AWechselwirkung der Personen bringt „objektive Gebilde“, „beharrende Formen“ zustande – „mit gewisser Unabhängigkeit von den daran beteiligten Persönlichkeiten
- BGebilde“ stehen dem Individuum als wechselseitige Verpflichtung gegenüber, „typisches soziales Verhalten“ wird „für den Einzelnen zum Sollen“.
- CWechselwirkung der Personen bringt „objektive Gebilde“, „beharrende Formen“ zustande – „mit gewisser Abhängigkeit von den daran beteiligten Persönlichkeiten
- D"Vergesellschaftung" statt "Gesellschaft"
- E"Gesellschaft" statt "Vergesellschaftung"
37Die vielen Gesichter sozialer Ordnung?
- AOrdnung hinter der offiziellen Ordnung, Ordnung im vermeintlich Ungeordneten
- BOrdnung als Prozess: Nicht Zerfall von Ordnung, sondern ständige Erneuerung
- COrdnung als Harmonie? Konsenstheorien versus Konflikttheorien
- DOrdnung als Prozess: Ständige Erneuerung aufgrund des Zerfalles von Ordnung
38Institutionen nach Durkheim?
- A„Alle Glaubensvorstellungen und durch die Gesellschaft festgesetzten Verhaltensweisen (kann man) Institutionen nennen“
- BIndividuum immer schon gesellschaftlich
- CIndividuum nicht immer gesellschaftlich
- DSozialisation > „Internalisierung“ der sozialen Tatsachen; Konformität bringt Anerkennung
39Was ist eine Institution im Allgemeinen?
- ASelbstverständlicher Bestandteil der Lebenswirklichkeit, wie Familie, Diskussion, Schule, etc.
- BGewohnheiten im Handeln und in sozialen Beziehungen
- CSinn und Rechtfertigung aus der jeweiligen Kultur
- DSoziale Umgebung sichert Beachtung
- EFormales Regelwerk eines arbeitsteiligen Systems
- FInstitutionen können das Handeln in Situationen beeinflussen
40Bestandteile einer Institution nach Berger und Luckmann?
- AHabitualisierung (Gewohnheitsbildung): wiederholte Handlungen werden zu Modell für Handeln in ähnlichen Situationen
- BTypisierung: Wahrnehmung von Menschen und Handlungen als Typen > Typen sind Träger von Rollen
- CInstitutionalisierung: habitualisierte Handlungen und Handelnde werden wechselseitig typisiert, Typisierungen sind Allgemeingut
- DObjektivität: „Institutionen sind nun etwas, das seine eigene Wirklichkeit hat, eine Wirklichkeit, die dem Menschen als äußeres, zwingendes Faktum gegenübersteht“
- EHabitualisierung (Gewohnheitsbildung): habitualisierte Handlungen und Handelnde werden wechselseitig typisiert, Typisierungen sind Allgemeingut
- FInstitutionalisierung: wiederholte Handlungen werden zu Modell für Handeln in ähnlichen Situationen
- GTypisierung: „Institutionen sind nun etwas, das seine eigene Wirklichkeit hat, eine Wirklichkeit, die dem Menschen als äußeres, zwingendes Faktum gegenübersteht“
41„Institutionalisierung findet statt, sobald habitualisierte Handlungen durch Typen von Handelnden reziprok typisiert werden. Jede Typisierung, die auf diese Weise vorgenommen wird, ist eine Institution“.
- ATrue
- BFalse
42Gesellschaftliche Werte?
- A„Werte sind Vorstellungen vom Wünschenswerten, kulturelle und religiöse, ethische und soziale Leitbilder (...)“
- B„Polytheismus der Werte“ (Weber) > weniger über universelle Werte integriert, Teilsysteme mit je eigenen Werten
- CWertegeneralisierung: Werte werden abstrakter und allgemeiner
- DWertewandel: Materialismus > Postmaterialismus (Inglehart)
- EWerte geben einen allgemeinen Orientierungsrahmen für Denken und Handeln ab, Normen schreiben mehr oder weniger streng vor, wie gehandelt werden soll“ (Abels).
- FWerte sind allgemein geltende Regeln, stabile Verhaltenserwartungen
- GWerte begründen damit (nicht allein) die Regelmäßigkeiten des sozialen Lebens; sie machen (nicht alleine) das Handeln für andere erwartbar
43Was sind soziale Normen?
- ANormen beeinflussen Handeln in Situationen (> normenreguliertes Handeln)
- BNormen sind allgemein geltende Regeln für das Handeln, verallgemeinerte, stabile Verhaltenserwartungen
- CNormen begründen damit (nicht allein!) die Regelmäßigkeiten des sozialen Lebens; sie machen (nicht allein!) das Handeln für andere erwartbar, kalkulierbar
- DManche Normen gelten für alle, andere für bestimmte Gruppen oder Rollen
- ENormen können unterschiedliche Grade an Verbindlichkeit haben
- FGesellschaftlicher Zustand der Normauflösung und Orienteirungslosigkeit = Anomie (Durkheim)
44Was sind soziale Rollen?
- AVerhaltenserwartungen von Bezugsgruppen an InhaberInnen sozialer Positionen
- BRolle = Bündel spezieller Normen
- CMenschen nehmen unterschiedliche Positionen in der Gesellschaft ein > mehrere Rollen.
- DRolle als erlernte Verhaltensfigur, die in relevanten Situationen aktualisiert wird
- EVororientierungen und Fertigkeiten für flüssiges Rollenspiel nötig.
- Faktive Aneignung von Rollen (Interpretation, Reflexion, eigene Bedürfnisse) und Aushandeln einer gemeinsamen Situation
- GRollendistanz (Goffman): Ironie, Überbetonung, ausweichen, sich nicht beteiligen...
- Hdie soziale Identität verlangt, so zu sein wie alle anderen (in der gleichen Rolle), die personale Identität verlangt, so zu sein wie kein anderer (Krappmann)
45Arbeitsmarkt?
- A"Doppelt freie“ Lohnarbeiter (Marx): persönlich freies Rechtssubjekt; von Produktionsmitteln enteignet
- B"Arbeitgeber“: Nutzung der Arbeitskraft als Lohnarbeiter: Arbeitsvertrag
- CZugang zu Einkommen und sozialen Positionen
- DDurch gesellschaftliche Institutionen reguliert
- EVerbände und kollektive Verhandlungen: „Institutionalisierung des Klassenkonflikts“ (Geiger)
- FDurch gesellschaftliche Organisationen reguliert
46Erwerbslosigkeit?
- AMerkmal von Arbeitsmärkten in kapitalistischen Gesellschaften
- B"Arbeitslosigkeit“: ökonomische Ursachen, sozial konstruiert > gesellschaftliches Phänomen
- CHäufig als selbstverschuldet wahrgenommen.
- DArbeitslosengeld: Versicherungsleistung, Diskussion über Anreize
- E"Arbeitslosigkeit“: wirtschaftliche Ursachen, sozial konstruiert > gesellschaftliches Phänome
- FHäufig als fremdverschuldet wahrgenommen.
47Was ist Macht nach Weber, Giddens und Friedberg/Crozier?
- A"Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht“ (Weber)
- B"Handeln heißt in die Welt einzugreifen, einen Unterschied herzustellen, also irgendeine Form von Macht auszuüben" (Giddens)
- C".. ein Kräfteverhältnis, aus dem der eine mehr herausholen kann als der andere, bei dem aber gleichfalls der eine dem anderen nie völlig ausgeliefert ist" (Crozier/Friedberg)
- DMacht gibt es nur „als von den ‚einen‘ auf die ‚anderen‘ ausgeübte“ (Giddens), im Handeln, in Interaktionen, nicht als Substanz
48Max Weber über den Begriff "Macht"?
- ADer Begriff »Macht« ist soziologisch amorph. Alle denkbaren Qualitäten eines Menschen und alle denkbaren Konstellationen können jemand in die Lage versetzen, seinen Willen in einer gegebenen Situation durchzusetzen..:"
- BMotive des Gehorchens; Akzeptanz der Rechtfertigung von Herrschaft; Anerkennung der Legitimität von Herrschaft durch die Herrschaftsunterworfenen
- CMachtressourcen: Kontrolle von Ungewissheitszonen
49Typen der Herrschaft nach den Gründen ihrer Legitimitätsgeltung:
- ACharismatische Herrschaft: "außeralltäglichen Hingabe an die Heiligkeit oder die Heldenkraft der durch sie offenbarten/geschaffenen Ordnungen"
- BTraditionale Herrschaft: "Alltagsglaube an die Heiligkeit von jeher geltender Traditionen und die Legitimität der durch sie zur Autorität Berufenen“
- CLegale Herrschaft: Herrschaft als Verwaltung
- DCharismatische Herrschaft: Herrschaft als Verwaltung
- ELegale Herrschaft: außeralltäglichen Hingabe an die Heiligkeit oder die Heldenkraft der durch sie offenbarten/geschaffenen Ordnungen"
50„Bei allen Herrschaftsformen ist die Tatsache der Existenz des Verwaltungsstabes und seines kontinuierlich auf Durchführung und Erzwingung der Ordnungen gerichteten Handelns für die Erhaltung der Fügsamkeit vital. Die Existenz dieses Handelns ist das, was man mit dem Wort ‚Organisation‘ meint“( Weber).
- ATrue
- BFalse
51Bürokratie nach Max Weber:
- A"Der entscheidende Grund für das Vordringen der bürokratischen Organisation war von jeher ihre rein technische Überlegenheit über jede andere Form“
- BPrinzipien der Rationalität und Sachlichkeit
- CPrinzipien der Individualität und Sachlichkeit
- D"Der entscheidende Grund für das Vordringen der bürokratischen Organisation war von jeher ihre rein ökonomische Überlegenheit über jede andere Form“
52Merkmale der Bürokratie:
- AArbeitsteilung
- Bprofessionelle Ausbildung, Laufbahn
- CLebensunterhalt aus Arbeitseinkommen
- DAmtshierarchie und Instanzenzug
- EDienst- und Fachaufsicht
- FAmtsausführung nach generellen Regeln und Aktenmäßigkeit (Büro)
53Was versteht man unter der betrieblichen Herrschaft?
- AVon der „despotischen“ zur „hegemonialen“ Herrschaft: Vom äußeren Zwang zur Einwilligung.
- BVon der „hegemonialen“ zur „despotischen“ Herrschaft: Vom äußeren Zwang zur Einwilligung.
- CDas Bestehen von ‚Herrschaft‘ spielt insbesondere gerade bei den ökonomisch relevantesten sozialen Gebilden der Vergangenheit und der Gegenwart: der Grundherrschaft einerseits, dem kapitalistischen Großbetrieb andererseits, die entscheidende Rolle“ (Weber)
- DDas Bestehen von ‚Herrschaft‘ spielt insbesondere gerade bei den kulturell relevantesten sozialen Gebilden der Vergangenheit und der Gegenwart: der Grundherrschaft einerseits, dem kapitalistischen Großbetrieb andererseits, die entscheidende Rolle“ (Weber)
54Prozess der Zivilisation nach Elias:
- AVeränderung der Verhaltensregulierung, der Affektkontrollen
- BKurzfristige Entwicklung in dieselbe Richtung: Straffung und Differenzierung der Kontrollen.
- CModellierung der Triebe des Menschen, Wandel der Persönlichkeitsstruktur > Entwicklung von Selbstzwängen
- DZusammenhang mit kurzfristigen gesellschaftlichen Strukturwandlungen?
55Historischer Wandel gesellschaftlucher Makrostrukturen:
- AAusbreitung des geldwirtschaftlichen Sektors > Schwächung des Kriegerstandes (= der Feudalherrn), Stärkung des Bürgertums und der Zentralgewalt
- BMonopolbildung aus Konkurrenz- und Ausscheidungskampf der Feudalherrn, Entstehung des Gewaltmonopols > Befriedung des Landes
- CZunehmende Funktionsteilung, längere Handlungsketten, Vervielfachung der Abhängigkeiten > andere Formen des (Fremd)Zwangs
- DEntstehung des Steuermonopols, militärische Überlegenheit der Zentralgewalt, Änderung der Kriegstechnik
- EMacht aus Spannung zwischen Adel und Bürgertum („Königsmechanismus“) > Entwicklung von Diktatur/Absolutismus der Zentralgewalt
- FKonkurrenz um Prestige und Gunst des Königs, Intrigen, Kampf um sozialen Erfolg mit Worten
- GWachstum der (Königs)Höfe, „Verhöflichung“ des Adels
- HVerfeinerung der Sitten aus Konkurrenz untereinander und Abgrenzung ‚nach unten‘ (Distinktion)
- IAngst vor Verlust des gesellschaftlichen Prestiges > Umwandlung von Fremdzwängen in Selbstzwänge.
56Allmähliches Vorrücken der Scham- und Peinlichkeitsgrenzen nach Elias:
- AScham: Angst vor sozialer Degradierung; Situationen, in denen man in Konflikt mit gesellschaftlicher Meinung gerät
- BPeinlichkeit: Unlust oder Ängste, die auftreten, wenn jemand anderer gegen gesellschaftliche Verbote verstößt
- Cstärkere gegenseitige Beobachtung, vielfältigere Verbote > vielfältiger, worüber man sich schämen muss.
- DPeinlichkeit: Angst vor sozialer Degradierung; Situationen, in denen man in Konflikt mit gesellschaftlicher Meinung gerät
- EScham: Unlust oder Ängste, die auftreten, wenn jemand anderer gegen gesellschaftliche Verbote verstößt
57Zivilisierung und Entzivilisierung:
- A„Zivilisierte Verhaltensstandards sind für herrschende Gruppierungen vielfach nur so lange sinnvoll, wie sie, neben sonstigen Funktionen, Symbole und Werkzeuge ihrer Macht bleiben“ (Elias)
- BZunahme der Affektkontrolle – Gegenbewegungen: Schübe der Entzivilisierung, der Barbarei
- CKeine Änderung der „Natur des Menschen“, sondern der Struktur der Persönlichkeit, des Verhältnisses von Fremd- und Selbstzwängen.
- DAbnahme der Affektkontrolle – Gegenbewegungen: Schübe der Entzivilisierung, der Barbarei
- EZivilisierung: „Verringerung der Reichweite des Mitgefühls“.
58Soziologische Perspektive: Verflechtungen, Individuum und Gesellschaft:
- AFormen des sozialen Zusammenlebens und einzelne gesellschaftliche Institutionen nicht aus ihrer Zweckmäßigkeit zu erklären, nicht geplant
- BPerspektive der Genese, d.h. Entstehung in geschichtlichgesellschaftlichen Prozessen: „Gewordensein“
- CVerflechtung von Plänen und Handlungen vieler Menschen > ungeplante Wandlungen und Gestaltungen
- DEigengesetzlichkeit gesellschaftlicher Verflechtungserscheinungen und ihre Wirkungen als Gegenstand der Soziologie
- EUnlösbarer Zusammenhang zwischen Wandel der Persönlichkeits- und der Gesellschaftsstrukturen.
59Individualisierung nach Elias:
- AProzess der Entzivilsation
- BVeränderung der Verhaltensregulierung, der Affektkontrollen
- CVon Selbstzwängen zu Fremdzwängen: gegenseitige Bobachtung (bei Hof) und Selbstbeobachtung
- DIndividualisierung und Disziplinierung
60Individualisierung nach Simmel:
- AIm geschichtlichen Wandel leben Einzelne im Schnittpunkt von immer mehr und immer unterschiedlicheren sozialen Kreisen
- BDen einzelnen Kreisen ist das Individuum anderen verpflichtet
- C(Soziale) Bindungen nehmen ab, individuelle Entfaltungschancen zu.
61Individualisierung nach Foucault:
- AÖffentliche Bestrafung, Marter > innere Disziplinierung durch Resozialisierung, Erziehung, Psychotherapie
- BMachttechniken konstituieren das Subjekt; Zwang zur Selbstbefragung
- CSexualität: immer feinere Kontrollen, Selbstausforschung des Begehrens
62Womit beschäftigt sich die Sozialisation?
- AAufwachsen in einer sozialen, materiellen und medialen Umwelt
- BAusprobieren, Nachahmen, Interaktion, Lernen, Prägung
- CHandlungsunfähiges, „erwachsenes“ Subjekt und Mitglied der Gesellschaft.
63Arten der Sozialisation?
- APrimäre Sozialisation (frühe Kindheit bis eigene Entscheidungsfähigkeit)
- BSekundäre Sozialisation (kulturelles und soziales Lernen, Pubertät, Erwachsenenrollen)
- CSekundäre Sozialisation (frühe Kindheit bis eigene Entscheidungsfähigkeit).
- DPrimäre Sozialisation (kulturelles und soziales Lernen, Pubertät, Erwachsenenrollen)
- ESozialisationsprozess über den gesamten Lebensverlauf
64Sozialisationstheorien: Strukturfunktionalismus (Talcott Parsons):
- AProblem sozialer Tatsachen
- BDurch Sozialisation werden gemeinsame Normen, Werte, Rollen,vermittelt > Orientierungen und Interessen der Individuen auf soziale Ordnung abgestimmt
65Sozialisationstheorie nach Mead?
- A"Integration in einen organisierten gesellschaftlichen Erfahrungs- und Verhaltensprozess“.
- BVorrang des Sozialen: Mensch nur wenig festgelegtes Wesen; soziale Ordnung durch Kommunikation, durch Verständigung
- COrientierung am „generalisierten Anderen“ > Haltungen der gesamten Gemeinschaft werden verinnerlicht
- DInteraktion, Übernahme von Perspektiven > Handelnde unterziehen sich keiner sozialen Kontrolle
- EEinzelne/r erfährt sich direkt aus der Sicht anderer Mitglieder der Gruppe
- FBewusste Auseinandersetzung mit sozialen Erwartungen und Selbstreflexion
- GPersonales Selbst („Me“): Kreativität, Spontaneität, Triebe Soziales Selbst („I“): verinnerlichte Erwartungen, Selbstbild auf Basis der Fremdbilder.
66Sozialisationstheorien: Klaus Hurrelmann (geb. 1944):
- AAktive Aneignung der Welt
- BSozialisation als langfristiger Prozess der Auseinandersetzung des Menschen mit seinen Lebensbedingungen.
- C"Im Kern bezeichnet Sozialisation also die Persönlichkeitsentwicklung als eine ständige Interaktion zwischen individueller Entwicklung und den umgebenden sozialen Strukturen.."
67Migrationsgesellschaften: „Integration“? Unterscheidung Akkulturation und Assimilation?
- AAkkulturation: Wechsel des sozialen und kulturellen Kontexts, grundsätzlich wechselseitiger Prozess
- BAssimilation: Anpassung der MigrantInnen an die Aufnahmegesellschaft, Verschwinden des Fremden
- CAkkulturation: Anpassung der MigrantInnen an die Aufnahmegesellschaft, Verschwinden des Fremden
- DAssimilation: Wechsel des sozialen und kulturellen Kontexts, grundsätzlich wechselseitiger Prozess
68Was ist Identität?
- AIdentität ist, was wir tun: Aktives identifizieren, präsentieren, darstellen
- BIdentitätsmanagement, Identitätsbalance
69Der Begriff Identität nach Goffman?
- ASoziale Identität: Bild des Selbst in sozialem Kontext aufrechterhalten; Präsentation und Darstellung eines bestimmten Bildes
- BPersonale Identität: Herstellung eines kohärentes Selbstbildes, Integration der Facetten und Teilidentitäten
- CBiografie: Herstellen der Konstanz der Identität, Erzählung: Leben mit Sinn und Zusammenhang
- DSoziale Identität: Herstellung eines kohärentes Selbstbildes, Integration der Facetten und Teilidentitäten
- EPersonale Identität: Bild des Selbst in sozialem Kontext aufrechterhalten; Präsentation und Darstellung eines bestimmten Bildes
70Was ist die kollektive Identität?
- ANur individuelles Subjekt hat Identität: „nur ein Wesen, das in der Lage ist, „ich“ zu sagen.. (Schwietring)
- BIndividuen können sich nicht mit Gruppe, mit Kollektiv identifizieren.
- CVerwendung zur Selbstdeutung und als Handlungsorientierung.
- DIdentitätsstützen“ (Klaus Ottomeyer).
- EWas Menschen für real halten, hat nicht gleich Folgen.
71Geschlecht als soziale Struktur?
- APositionierungen nicht hierarchisch angeordnet: Differenz der Geschlechter begründet soziale Hierarchie
- BWohin jemand in der Gesellschaft kommt bzw. kommen kann, ist unabhängig vom Geschlecht
- CKategorie Geschlecht: Positionierung von Frauen und Männern im sozialen Raum; „Platzanweiser“.
72Die „doppelte Vergesellschaftung“ von Frauen (Becker-Schmidt):
- AVergemeinschaftung in Haus- und Erwerbsarbeit, Doppelorientierung von Frauen auf Erwerbsarbeit und Familie
- BFrauen stehen Arbeitsmarkt nur eingeschränkt zur Verfügung, „defizitäre Arbeitskräfte“
- CGegensätzliche Anforderungen, Widersprüche > Versuche der Vereinbarung führen zu Ambivalenzen auf beiden Seiten
- DSoziale Position: Klassenlage – Geschlechterverhältnis – Beziehung zwischen Sphäre der Produktion und der Reproduktion
73Gender Studies:
- AIntersektionalität: Zusammendenken verschiedener sozialer Kategorien in der Analyse von Machtverhältnissen und Diskriminierungen
- BSozialkonstruktivistisches Verständnis von Geschlecht: Zweigeschlechtlichkeit und eindeutige Zuordnungen zu „Männern“ und „Frauen“ selbst eine Konstruktion
- CIntersektionalität: Zweigeschlechtlichkeit und eindeutige Zuordnungen zu „Männern“ und „Frauen“ selbst eine Konstruktion
- DSozialkonstruktivistisches Verständnis von Geschlecht: Zusammendenken verschiedener sozialer Kategorien in der Analyse von Machtverhältnissen und Diskriminierungen
74Soziale Konstruktion von Geschlecht:
- AAnalytische Trennung: Biologisches und soziales Geschlecht: sex und gender.
- BSex, „biologisches“ Geschlecht: Einteilung aufgrund körperlicher Merkmale
- CGender, "soziales" Geschlecht: Bedeutungen, Geschlechterrollen, Funktionen, etc.
- DSex, „biologisches“ Geschlecht: Bedeutungen, Geschlechterrollen, Funktionen, etc.
- EGender, "soziales" Geschlecht: Einteilung aufgrund körperlicher Merkmale
75Doing Gender nach West/Zimmermann:
- ASex: Geburtsklassifikation des körperlichen Geschlechts aufgrund sozial vereinbarter biologischer Kriterien
- BGeschlechtskategorie: soziale Zuordnung zu einem Geschlecht im Alltag, muss nicht der Geburtsklassifikation entsprechen
- CGender: intersubjektive Bestätigung in Interaktionsprozessen- wie man Frau oder Mann zu sein hat
- D"Geschlecht ist nicht etwas, das Menschen haben, sondern etwas, das sie tun"
- ESex: soziale Zuordnung zu einem Geschlecht im Alltag, muss nicht der Geburtsklassifikation entsprechen
- FGeschlechtskategorie: Geburtsklassifikation des körperlichen Geschlechts aufgrund sozial vereinbarter biologischer Kriterien
76Geschlecht als Habitus:
- AHabitus = Gewohnheiten des Denkens, Fühlens und Handelns (Elias); äußere und innere Haltung, Benehmen, Sprechweise...
- BHabitus = „... System verinnerlichter Muster, die es erlauben, alle typischen Gedanken, Wahrnehmungen und Handlungen einer Kultur zu erzeugen...“ (Bourdieu)
- Cgeschlechtsspezifische Sozialisation
- D-Habitus: Inkorporierung vergeschlechtlichter Dispositionen:„Was der Leib gelernt hat, das besitzt man nicht wie ein wiederbetrachtbares Wissen, sondern das ist man“ (Bourdieu)
Information
- Description
- Quiz on EC Einführung in die Soziologie/ Flecker, created by Sophie Kaufmann on 03/06/2019.
- Author
- Sophie Kaufmann
- Language
- Deutsch
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