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KORRE Uni Wien Altfragen 04/2020

Jana Pfuhl 22 questions 4.0 (3 ratings)

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Questions in this quiz (22)

  1. 1Frau Adler arbeitet neben ihrem Studium für eine Online-Zeitung. Am 5. Jänner 2020 veröffentlicht sie einen Artikel, in dem sie aus Unachtsamkeit eine unwahre Tatsachenbehauptung über Herrn Fischer erhebt. Die unwahre Tatsachenbehauptung ist zudem rufschädigend, indem sie das berufliche Fortkommen des Herrn Fischer gefährdet. Am 29. April 2020 entdeckt er den Artikel und möchte gegen die unwahre Behauptung vorgehen. Welche der folgenden Aussagen ist/sind in diesem Zusammenhang richtig?
    1. AHerr Fischer wird mit einer Privatanklage wegen strafrechtlicher Kreditschädigung gem § 152 StGB Erfolg haben.
    2. BHerr Fischer kann sich gegen die unwahre Tatsachenbehauptung zivilrechtlich wegen Rufschädigung gem § 1330 ABGB wehren
    3. Cc) Es besteht die Pflicht zur Veröffentlichung der Gegendarstellung, wenn spätestens zwei Monate ab dem Zeitpunkt, an dem Herr Adler Kenntnis von der unwahren Tatsachenbehauptung erlangt, also am 29. Juni 2020, ein Gegendarstellungsbegehren beim Medieninhaber eintrifft, und keine anderen Gründe die Veröffentlichungspflicht ausschließen
    4. DHerr Fischer kann keine Gegendarstellung begehren, weil die unwahre Tatsachenbehauptung in einer Online-Zeitung veröffentlicht wurde. Das Gegendarstellungsrecht ist nur für periodische Druckwerke anwendbar
  2. 2Welche der folgenden Aussagen zur Äußerungsfreiheit ist/sind richtig?
    1. AErlaubt sind wahre Tatsachenbehauptungen und exzessive Werturteile
    2. BEine Person, die sich in ihrer Äußerungsfreiheit verletzt sieht, kann sich nur dann mit Erfolg an den EGMR wenden, wenn sie bereits alle innerstaatlichen Instanzen durchlaufen hat und sich bereits im Inland auf die Grundrechtsverletzung berufen hat
    3. CDie Äußerungsfreiheit ist in der EMRK (Europäische Menschenrechtskonvention) und im StGG (Staatsgrundgesetz) geregelt.
    4. DErlaubt ist die öffentliche Verbreitung von wahren und unwahren Tatsachenbehauptungen, nicht aber von Werturteilen
  3. 3Welche der folgenden Aussagen zur Gegendarstellung ist/sind richtig?
    1. ADas bloße Verneinen einer These genügt in der Regel nicht, um dem Informationsgebot gerecht zu werden.
    2. BNach dem Knappheitsgebot soll die Gegendarstellung denselben Umfang haben wie der Artikel, der die unwahre Tatsachenbehauptung enthält.
    3. CRichtet sich das schriftliche Veröffentlichungsbegehren statt an den Medieninhaber an die Redaktion des Medieninhabers, gilt auch das als gültige Einbringung
    4. DDas Kontradiktionsgebot besagt, dass die Gegendarstellung widerspruchsfrei formuliert sein muss
  4. 4Welche der folgenden Aussagen zu den Persönlichkeitsrechten ist/sind richtig?
    1. ARegelungen zum Schutz der Ehre sind sowohl im Zivil- als auch im Strafrecht verwirklicht
    2. BWahre und unwahre Behauptungen, die geeignet sind, eine Person in der öffentlichen Meinung verächtlich zu machen oder herabzusetzen, fallen unter den Tatbestand der Üblen Nachrede
    3. CRegelungen zum Schutz des wirtschaftlichen Rufes befinden sich im ABGB (Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch), UWG (Gesetz über den unlauteren Wettbewerb) und StGB (Strafgesetzbuch)
    4. DStrafrechtliche Ansprüche aus Kreditschädigung stehen nur dann zu, wenn die unwahre Tatsachenbehauptung vorsätzlich begangen wurde.
  5. 5Welche der folgenden Aussagen zum ORF-G (ORF-Gesetz) ist/sind richtig?
    1. ADer Generaldirektor ist gegenüber den anderen Direktoren weisungsbefugt.
    2. BDer Stiftungsrat kann inhaltliche und zeitliche Werbebeschränkungen beschließen
    3. CNachrichtensprecher und Moderatoren des ORF dürfen lediglich zwischen Programmen und Sendungen als Werbesprecher auftreten. Kommerzielle Kommunikation in Programmen und Sendungen sind für sie untersagt
    4. DOrgane des ORF sind der Stiftungsrat, der Generaldirektor, der Publikumsrat und die GIS
  6. 6Herr Herbst wird unbemerkt beim Spazierengehen photographiert. Einige Tage später findet er in einer Online-Zeitung einen Artikel, der mit diesem Photo illustriert ist. Welche der folgenden Aussagen ist/sind in diesem Zusammenhang richtig?
    1. AUm ein Photo veröffentlichen zu dürfen, muss jedenfalls immer der Abgebildete einwilligen
    2. BVom Recht am eigenen Bild sind nur Photos erfasst
    3. CDie Veröffentlichung eines Fotos ohne Einwilligung des Abgebildeten ist jedenfalls unzulässig, sofern durch die Veröffentlichung schutzwürdige Interessen des Abgebildeten verletzt sind
    4. DAnders als Bildveröffentlichungen fallen bloße Bildaufnahmen nicht unter den Bildnisschutz
  7. 7Welche der folgenden Aussagen zu den Gerichtshöfen ist/sind richtig?
    1. ADie österreichischen Gerichtshöfe des öffentlichen Rechtes sind der VfGH (Verfassungsgerichtshof) und der OGH (Oberste Gerichtshof).
    2. BDer Sitz des EGMR ist Straßburg.
    3. CDer EuGH (Europäische Gerichtshof) ist eine Institution des Europarates.
    4. DDer EGMR (Europäische Gerichtshof für Menschenrechte) entscheidet nur dann, wenn der innerstaatliche Rechtsweg horizontal und vertikal erschöpft ist.
  8. 8Welche der folgenden Aussagen zum Medienordnungsrecht ist/sind richtig?
    1. AEin unklares Impressum geht zu Lasten desjenigen, der ein unklares Impressum veröffentlicht.
    2. Beine Verletzung der Impressumpflicht kann eine unlautere Geschäftspraktik sein.
    3. CSofern das Medienwerk ein Inhaltsverzeichnis hat, ist das Impressum in diesem anzugeben.
    4. DDie Pflicht zur Offenlegung kann neben der Impressumpflicht bestehen
  9. 9Frau Müller malt am 1. Mai 2009 ein Gemälde, das ein Werk iSd (im Sinne des) § 1 Abs 1 UrhG ist. Am 1. Juni 2011 verstirbt sie. Welche der folgenden Aussagen ist/sind in diesem Zusammenhang richtig?
    1. ANach ihrem Tod werden lediglich ihre geistigen Interessen weiterhin geschützt (Urheberpersönlichkeitsrechte). Der Schutz erstreckt sich nicht auf die Verwertungsrechte.
    2. BDie Schutzdauer des Gemäldes beträgt 25 Monate.
    3. CDie Schutzfrist beginnt am 1. Jänner 2010.
    4. DDer urheberrechtliche Schutz des Gemäldes endet mit dem 31. Dezember 2081.
  10. 10Welche der folgenden Aussagen ist/sind richtig?
    1. AWährend sich Gesetze und Verordnungen an einen generellen Adressatenkreis richten, regeln Bescheide und Urteile die Rechtsverhältnisse eines konkreten Adressaten(kreises).
    2. BVerstößt ein innerstaatliches (sonstiges) Verfassungsgesetz gegen Unionsrecht, darf das Verfassungsgesetz nicht angewendet werden.
    3. CEs ist nicht möglich, sein Wahlrecht durch einen Stellvertreter auszuüben.
    4. DDas gleiche Wahlrecht, nach dem jeder Stimme das gleiche Gewicht zukommt, ist bei der Wahl zum Nationalrat und der Wahl zum Europäischen Parlament verwirklicht.

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Quiz on KORRE Uni Wien Altfragen 04/2020, created by Jana Pfuhl on 24-09-2020.
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English
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