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Crashkurs-Test öffentliche Vergabe

Alexander Seyferth 30 questions

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Questions in this quiz (30)

  1. 1Was ist ein Schwellenwert?
    1. ADer Schwellenwert ist die Wertgrenze, ab der jeweils bestimmte Vergabepflichten für die Vergabestelle gelten.
    2. BDer Schwellenwert bestimmt, ob die Vergabestelle die Aufträge privat oder öffentlich vergeben darf.
    3. CAls Schwellenwert bezeichnet man den Teil der Bietermatrix, in dem die höchsten Bewertungspunkte (>50% der Gesamtpunkte) vergeben werden.
    4. DDer Schwellenwert definiert den Auftragswert, ab wann ein Rechtsanwalt in die Ausschreibung eingebunden werden muss (mögl. Streitwert).
  2. 2Was bedeutet SektVO?
    1. ADie SektVO regelt, welche Bieter aufgrund von Zugehörigkeit zu bestimmten Sekten von der Vergabe ausgeschlossen werden dürfen. Bekannt auch als "Ron-Hubbard-Klausel."
    2. BDie SektVO ordnet die Steuersätze, zu denen die Leistungen für die öffentlichen Auftraggeber erbracht werden müssen. Der Name lässt sich auf die von Kaiser Wilhelm 1902 eingeführte Sekt-Steuer zur Finanzierung der Reichsmarine zurückführen.
    3. CDie SektVO enthält die Regelungen, an die sich Auftraggeber bei der Beschaffung oberhalb der Schwellenwerte halten müssen, wenn ihre Tätigkeit im Zusammenhang mit bestimmten Versorgungsbereichen erfolgt (z.B. Verkehr, Energie).
    4. DDie SektVO bestimmt, welche Mindestanforderungen in welchem Wirtschaftssektor von den Vergabestellen in einer öffentlichen Ausschreibung verlangt werden dürfen.
  3. 3Bei der Submission sind alle Teilnehmer an der Ausschreibung aufgerufen, preisgünstigst auf die ausgeschriebene Leistung zu bieten (Auktionsverfahren).
    1. ATrue
    2. BFalse
  4. 4Was ist eine freihändige Vergabe?
    1. ADie Vergabe erfolgt rein auf elektronischer Basis, auch bekannt als eVergabe.
    2. BBei der freihändigen Vergabe fordert die Vergabestelle von sich aus Unternehmen zur Abgabe eines Angebots auf. Dabei ist sie nur begrenzt an formelle Vorschriften gebunden. Dieses Verfahren ist nur bei kleineren Vergaben abhängig vom Schwellenwert und eventuellen Ausnahmetatbeständen möglich.
    3. CDie freihändige Vergabe bezeichnet das Ende eines Verhandlungsverfahrens, wenn die Vergabestelle unter den zugelassenen Bietern kriterienfrei entscheiden darf, welcher Bieter den Zuschlag erhält.
    4. DDie freihändige Vergabe bezeichnet das seltene Vorkommen, dass das Bundeskartellamt bei gleichen Angebotspreisen eigenmächtig über die Zuschlagserteilung an einen der gleichpreisigen Bieter entscheidet.
  5. 5Bei welcher Stelle ruft man die Vergabeunterlagen (VU) ab?
    1. AAusschließlich und immer beim DTAD.
    2. BBei der Behörde, die die Vergabesoftware im Einsatz hat, bei der man die Ausschreibungsbekanntmachung herunterladen kann.
    3. CBei der Vergabestelle, die die Leistung ausschreibt.
    4. DImmer beim Tender Information System Europe (TED).
  6. 6Was bedeutet der Grundsatz der Produktneutralität?
    1. ADie Vergabestelle darf nur Leistungen einkaufen, die nicht öffentlich beworben werden, um nicht einem werblichen Einfluss zu unterliegen.
    2. BDer Bieter darf keine geschützten Typenbezeichnungen in seinen Produktbeschreibungen für sein Angebot verwenden, da dies mit dem Urheberrecht kollidiert.
    3. CSoweit es nicht durch den Auftragsgegenstand gerechtfertigt ist, darf in technischen Spezifikationen nicht auf eine bestimmte Produktion verwiesen werden, wenn dadurch bestimmte Unternehmen oder bestimmte Produkte begünstigt oder ausgeschlossen werden.
    4. DKein Bieter darf ohne fachliche Begründung die eine oder andere Produktlinie von Subunternehmern bevorzugen.
  7. 7Gemäß § 19 Abs. 1 VOL/A hat der unterlegene Bieter ein Anrecht darauf, innerhalb von 15 Tagen nach Stellung eines entsprechenden Antrags über die Gründe seiner Nicht-Bezuschlagung informiert zu werden.
    1. ATrue
    2. BFalse
  8. 8Was bedeuten die Begriffe "Transparenzgebot", "Diskriminierungsverbot" und "Gleichbehandlungsgebot" im Zusammenhang mit der Vergabe von Aufträgen im öffentlichen Sektor?
    1. AJede Vergabestelle ist verpflichtet, seinen Leistungsbedarf ohne gezielte Bevorzugung irgendeines möglichen Bieters auszuschreiben, es sei denn, eine besondere fachliche Anforderung an die ausgeschriebene Leistung rechtfertigt dies.
    2. BJede Vergabestelle ist verpflichtet, seinen Leistungsbedarf ohne gezielte Bevorzugung irgendeines möglichen Bieters auszuschreiben, es sei denn, ein potentieller Bieter zahlt seine Steuern innerhalb des Verwaltungsbereichs der Vergabestelle ("Europa der Regionen").
    3. CBieter dürfen andere Bieter nicht durch sogenannte Alleinstellungsmerkmale unbillig vom Markt verdrängen und damit eine marktbeherrschende Stellung zu Lasten zukünftiger Beschaffungsvorhaben der Vergabestellen einnehmen.
    4. DDie genannten Begriffe sollen sicherstellen, dass soziale Anforderungen an öffentliche Vergaben umgesetzt werden und unter anderem Produktnamen immer geschlechtsneutral in den Angeboten aufgeführt werden müssen.
  9. 9Eine Vergabestelle muss bei der Errechnung des Schwellenwertes grundsätzlich die gesamte Laufzeit des Vertrages inklusive etwaiger Verlängerungsoptionen betrachten.
    1. ATrue
    2. BFalse
  10. 10Was besagt das Gebot der Trennung von Eignungs- und Zuschlagskriterien?
    1. ADas Gebot besagt, dass eine Vergabestelle nur ein geeignetes Angebot bezuschlagen darf. Wenn der Vergabestelle die Leistung als zu teuer erscheint, muss sie die Vergabe aufheben.
    2. BDas Gebot besagt, dass Vergabestellen Kriterien, die sie an den zu bezuschlagenden Bieter anlegen, immer im Rahmen der Eignungsprüfung UND im Rahmen der qualitativen Bewertung (also bei der Bewertungsmatrix) bewerten müssen.
    3. CDas Gebot besagt, dass ein Bieter nur auf für ihn geeignete Ausschreibungen bieten und einen möglichen Zuschlag annehmen darf.
    4. DDas Gebot besagt, dass Vergabestellen Kriterien, die die Eignung der Bieter betreffen, grundsätzlich nur im Rahmen der Eignungsprüfung anwenden und berücksichtigen dürfen, also nicht im Rahmen der Prüfung UND Bewertung von Wirtschaftlichkeitskriterien.

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