Quiz
Crashkurs-Test öffentliche Vergabe
Questions in this quiz (30)
1Was ist ein Schwellenwert?
- ADer Schwellenwert ist die Wertgrenze, ab der jeweils bestimmte Vergabepflichten für die Vergabestelle gelten.
- BDer Schwellenwert bestimmt, ob die Vergabestelle die Aufträge privat oder öffentlich vergeben darf.
- CAls Schwellenwert bezeichnet man den Teil der Bietermatrix, in dem die höchsten Bewertungspunkte (>50% der Gesamtpunkte) vergeben werden.
- DDer Schwellenwert definiert den Auftragswert, ab wann ein Rechtsanwalt in die Ausschreibung eingebunden werden muss (mögl. Streitwert).
2Was bedeutet SektVO?
- ADie SektVO regelt, welche Bieter aufgrund von Zugehörigkeit zu bestimmten Sekten von der Vergabe ausgeschlossen werden dürfen. Bekannt auch als "Ron-Hubbard-Klausel."
- BDie SektVO ordnet die Steuersätze, zu denen die Leistungen für die öffentlichen Auftraggeber erbracht werden müssen. Der Name lässt sich auf die von Kaiser Wilhelm 1902 eingeführte Sekt-Steuer zur Finanzierung der Reichsmarine zurückführen.
- CDie SektVO enthält die Regelungen, an die sich Auftraggeber bei der Beschaffung oberhalb der Schwellenwerte halten müssen, wenn ihre Tätigkeit im Zusammenhang mit bestimmten Versorgungsbereichen erfolgt (z.B. Verkehr, Energie).
- DDie SektVO bestimmt, welche Mindestanforderungen in welchem Wirtschaftssektor von den Vergabestellen in einer öffentlichen Ausschreibung verlangt werden dürfen.
3Bei der Submission sind alle Teilnehmer an der Ausschreibung aufgerufen, preisgünstigst auf die ausgeschriebene Leistung zu bieten (Auktionsverfahren).
- ATrue
- BFalse
4Was ist eine freihändige Vergabe?
- ADie Vergabe erfolgt rein auf elektronischer Basis, auch bekannt als eVergabe.
- BBei der freihändigen Vergabe fordert die Vergabestelle von sich aus Unternehmen zur Abgabe eines Angebots auf. Dabei ist sie nur begrenzt an formelle Vorschriften gebunden. Dieses Verfahren ist nur bei kleineren Vergaben abhängig vom Schwellenwert und eventuellen Ausnahmetatbeständen möglich.
- CDie freihändige Vergabe bezeichnet das Ende eines Verhandlungsverfahrens, wenn die Vergabestelle unter den zugelassenen Bietern kriterienfrei entscheiden darf, welcher Bieter den Zuschlag erhält.
- DDie freihändige Vergabe bezeichnet das seltene Vorkommen, dass das Bundeskartellamt bei gleichen Angebotspreisen eigenmächtig über die Zuschlagserteilung an einen der gleichpreisigen Bieter entscheidet.
5Bei welcher Stelle ruft man die Vergabeunterlagen (VU) ab?
- AAusschließlich und immer beim DTAD.
- BBei der Behörde, die die Vergabesoftware im Einsatz hat, bei der man die Ausschreibungsbekanntmachung herunterladen kann.
- CBei der Vergabestelle, die die Leistung ausschreibt.
- DImmer beim Tender Information System Europe (TED).
6Was bedeutet der Grundsatz der Produktneutralität?
- ADie Vergabestelle darf nur Leistungen einkaufen, die nicht öffentlich beworben werden, um nicht einem werblichen Einfluss zu unterliegen.
- BDer Bieter darf keine geschützten Typenbezeichnungen in seinen Produktbeschreibungen für sein Angebot verwenden, da dies mit dem Urheberrecht kollidiert.
- CSoweit es nicht durch den Auftragsgegenstand gerechtfertigt ist, darf in technischen Spezifikationen nicht auf eine bestimmte Produktion verwiesen werden, wenn dadurch bestimmte Unternehmen oder bestimmte Produkte begünstigt oder ausgeschlossen werden.
- DKein Bieter darf ohne fachliche Begründung die eine oder andere Produktlinie von Subunternehmern bevorzugen.
7Gemäß § 19 Abs. 1 VOL/A hat der unterlegene Bieter ein Anrecht darauf, innerhalb von 15 Tagen nach Stellung eines entsprechenden Antrags über die Gründe seiner Nicht-Bezuschlagung informiert zu werden.
- ATrue
- BFalse
8Was bedeuten die Begriffe "Transparenzgebot", "Diskriminierungsverbot" und "Gleichbehandlungsgebot" im Zusammenhang mit der Vergabe von Aufträgen im öffentlichen Sektor?
- AJede Vergabestelle ist verpflichtet, seinen Leistungsbedarf ohne gezielte Bevorzugung irgendeines möglichen Bieters auszuschreiben, es sei denn, eine besondere fachliche Anforderung an die ausgeschriebene Leistung rechtfertigt dies.
- BJede Vergabestelle ist verpflichtet, seinen Leistungsbedarf ohne gezielte Bevorzugung irgendeines möglichen Bieters auszuschreiben, es sei denn, ein potentieller Bieter zahlt seine Steuern innerhalb des Verwaltungsbereichs der Vergabestelle ("Europa der Regionen").
- CBieter dürfen andere Bieter nicht durch sogenannte Alleinstellungsmerkmale unbillig vom Markt verdrängen und damit eine marktbeherrschende Stellung zu Lasten zukünftiger Beschaffungsvorhaben der Vergabestellen einnehmen.
- DDie genannten Begriffe sollen sicherstellen, dass soziale Anforderungen an öffentliche Vergaben umgesetzt werden und unter anderem Produktnamen immer geschlechtsneutral in den Angeboten aufgeführt werden müssen.
9Eine Vergabestelle muss bei der Errechnung des Schwellenwertes grundsätzlich die gesamte Laufzeit des Vertrages inklusive etwaiger Verlängerungsoptionen betrachten.
- ATrue
- BFalse
10Was besagt das Gebot der Trennung von Eignungs- und Zuschlagskriterien?
- ADas Gebot besagt, dass eine Vergabestelle nur ein geeignetes Angebot bezuschlagen darf. Wenn der Vergabestelle die Leistung als zu teuer erscheint, muss sie die Vergabe aufheben.
- BDas Gebot besagt, dass Vergabestellen Kriterien, die sie an den zu bezuschlagenden Bieter anlegen, immer im Rahmen der Eignungsprüfung UND im Rahmen der qualitativen Bewertung (also bei der Bewertungsmatrix) bewerten müssen.
- CDas Gebot besagt, dass ein Bieter nur auf für ihn geeignete Ausschreibungen bieten und einen möglichen Zuschlag annehmen darf.
- DDas Gebot besagt, dass Vergabestellen Kriterien, die die Eignung der Bieter betreffen, grundsätzlich nur im Rahmen der Eignungsprüfung anwenden und berücksichtigen dürfen, also nicht im Rahmen der Prüfung UND Bewertung von Wirtschaftlichkeitskriterien.
11Was muss ich bei einer Bieterfrage beachten?
- ABei einer Bieterfrage muss ich beachten, dass ich meine Frage möglichst an alle mir bekannten an der Vergabe beteiligten Mitarbeiter der ausschreibenden Stelle sowie an alle anderen Bieter auf möglichst mehreren schriftlichen Kanälen (E-Mail, Fax) unter Bezugnahme auf die konkrete Ausschreibung mit Vorgangskennzeichen stelle.
- BBei einer Bieterfrage muss ich beachten, dass ich meine Frage möglichst an alle mir bekannten an der Vergabe beteiligten Mitarbeiter der ausschreibenden Stelle auf möglichst mehreren schriftlichen Kanälen (E-Mail, Fax) unter Bezugnahme auf die konkrete Ausschreibung mit Vorgangskennzeichen stelle.
- CBei der Bieterfrage ist neben korrektem Datum, Form und Adressatenkreis darauf zu achten, dass die Vergabestellenmitarbeiter mit ihren amtlichen Titeln (bspw. "Oberamtsrat") angeschrieben werden.
- DBei der Bieterfrage ist neben korrektem Datum, Form und Adressatenkreis darauf zu achten, dass die Vergabstellenmitarbeiter niemals namentlich angeschrieben werden, um nicht den Verdacht der unerlaubten Vorteilsnahme aufkommen zu lassen.
12Wann fülle ich das Preisblatt idealerweise aus?
- AIch befülle das Preisblatt bereits nach dem ersten Lesen der Ausschreibung mit Bleistift, damit ich früh einen Eindruck vom möglichen Umsatz festhalte, den ich in der Folge immer wieder überschreiben kann, bis ich das entgültige Angebot fixiere.
- BIch mache mir von der gesamten Ausschreibung eine Kopie und fülle das Original-Preisblatt als letztes und unmittelbar vor Angebotsversand aus, um die letztgültigen Preise möglichst ohne Überschreibungen klar und deutlich im Angebot platzieren zu können.
- CIch fülle das Preisblatt unabhägig von der Bieterkommunikation aus, sobald ich das Konzept fertiggestellt habe und damit alle preisrelevanten Punkte in die Kalkulation integrieren kann.
- DIch fülle das Preisblatt idealerweise ziemlich am Anfang aus, um die größten Kostenblöcke genau zu kennen und diese durch geschickte Bieterfragen drücken zu können.
13In der öffentlichen Vergabe spricht man angesichts der Angebotsauswertung von einem 5-stufigem Verfahren.
- ATrue
- BFalse
14Darf der Bieter im Rahmen seines Angebotes auf die eigenen AGB verweisen?
- ANein
- BJa
- CNein, es sei denn die Vergabestelle hat keine eigenen AGB.
- DJa, wenn sie die AGB der Vergabestelle ausdrücklich auch gelten lässt.
15Wer ist die oberste von einem Verfahrensbeteiligten anzurufende Rechtsmittelinstanz im Rahmen eines Nachprüfungsverfahrens?
- ADas Bundeskartellamt
- BDie Oberlandesgerichte
- CDer europäische Gerichtshof
- DDer DTAD
16Wer in das Wettbewerbsregister eingetragen wurde,…
- A… hat bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen mehrmals gewonnen.
- B… ist für mehrere Jahre von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen.
- C… ist für immer von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen.
- D… genießt Vorteile beim Zuschlag öffentlicher Aufträge für drei bis fünf Jahre.
17Vergabestellen dürfen im Falle des Verhandlungsverfahrens mit den Bietern über deren Angebote verhandeln.
- ATrue
- BFalse
18Kann ein Verfahren von einem Auftraggeber ohne Zuschlag aufgehoben werden?
- AJa, wenn schwerwiegende Gründe vorliegen, wie z.B. ein unangemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis oder wenn die bisherige Vergabeabsicht des Auftraggebers entscheidend beeinflusst wird .
- BNein, ein Verfahren muss immer mit einer Bezuschlagung beendet werden.
19Öffentliche Auftraggeber haben nach dem neuen Vergaberecht in besonderen Fällen die Möglichkeit, die Zusammenarbeit zu kündigen.
- ATrue
- BFalse
20Um die Vergabestelle mit dem Angebot zu überzeugen, sollten die Qualitäten des Unternehmens hervorgehoben werden, auch wenn diese von der Leistungsbeschreibung abweichen.
- ATrue
- BFalse
21Ab dem 18.10.2018 müssen alle öffentlichen Auftraggeber und Bieter ausschließlich elektronische Mittel bei der Vergabe von Aufträgen oberhalb der EU-Schwellenwerte nutzen.
- ATrue
- BFalse
22Was bedeutet das Transparenzgebot?
- AAls Bieter das Anrecht auf ausreichenden und fairen Informationsfluss.
- BAls Bieter das Anrecht auf Einsicht der Angebote der Mitbieter.
- CAls Bieter das Anrecht auf Informationen bezüglich Fragen der Mitbieter.
- DNichts zutreffend.
23Welche Mindestfrist muss die Vergabestelle laut Vergabeordnung den Bietern für die Erstellung eines Angebotes bei einem offenen Verfahren einräumen?
- AMindestens 25 Tage
- BMindestens 15 Tage
- CMindestens 35 Tage
- DMindestens 40 Tage
24Wie kennzeichne ich am besten Korrekturen auf papierbasierten Angebotsunterlagen?
- AKennzeichnung ist nicht notwendig
- BNamenskürzel
- CNamenskürzel und Stempel
- DNamenkürzel, Stempel und Datum
25Wie verhalte ich mich bei zweideutigen Informationen in den Vergabeunterlagen?
- AIch versuche, mit Hilfe einer Rüge Klarheit zu schaffen.
- BIch mache nichts, um nicht negativ aufzufallen.
- CIch reiche Bieterfragen per E-Mail, Post und Fax ein.
- DIch versuche, mir die Zweideutigkeit in meinem Angebot zu Nutze zu machen.
26Wie viel Prozent der Auftragssumme dürfen nach neuem Vergaberecht im Oberschwellenbereich maximal nachverhandelt werden?
- A2% Dienstleistung/ 3% Bau
- B10% Dienstleistung/ 15% Bau
- C20% Dienstleistung/ 20% Bau
- D20% Dienstleistung/ 40% Bau
27Was ist der Wettbewerbliche Dialog?
- AIm Wettbewerblichen Dialog können oberhalb der Schwellenwerte besonders komplexe Beschaffungsvorhaben vergeben werden.
- BIm Wettbewerblichen Dialog können unterhalb der Schwellenwerte besonders komplexe Beschaffungsvorhaben vergeben werden.
- CIm Wettbewerblichen Dialog können oberhalb der Schwellenwerte besonders einfache Beschaffungsvorhaben vergeben werden.
- DIm Wettbewerblichen Dialog können unterhalb der Schwellenwerte besonders einfache Beschaffungsvorhaben vergeben werden.
28Dürfen nach neuem Vergaberecht Vorinformationen auch als Aufforderung zum Wettbewerb genutzt werden?
- AJa
- BNein
29Was gehört nicht in eine Urkalkulation?
- APersonalkosten
- BKalkulationsposten Wagnis & Gewinn
- CTransport- und Logistikkosten
- DKosten für die Angebotserstellung
30Dürfen Vergabestellen das Leistungsverzeichnis so gestalten, dass nur ein Bieter die Chance auf den Zuschlag hat?
- AJa, da die Leistung dennoch ausgeschrieben wurde.
- BNein, da Verstoß gegen das Wettbewerbsgebot.
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- Author
- Alexander Seyferth
- Language
- Deutsch
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