Quiz
KORRE 23/24 -VO7 Gegendarstellungsrecht
Questions in this quiz (15)
1Welche der folgenden Aussagen zum Gegendarstellungsrecht ist/sind richtig?
- ADamit eine Person gegendarstellungsberechtigt ist, braucht sie in der Veröffentlichung, gegen die sie vorgehen möchte, nicht namentlich genannt zu sein.
- BEine Gegendarstellung ist nur zulässig, wenn die unwahre Tatsachenbehauptung in einem Druckwerk veröffentlicht wurde.
- CDas Informationsgebot besagt, dass der Leser der Gegendarstellung nicht nur erfahren soll, dass die Tatsachenbehauptung unwahr ist, sondern auch genauere Informationen erhalten soll.
- DDas Gegendarstellungsbegehren muss innerhalb von zwei Monaten ab Veröffentlichung beim Strafgericht einlangen.
2Welche der folgenden Aussagen zum Gegendarstellungsrecht ist/sind richtig?
- ADamit eine Person gegendarstellungsberechtigt ist, muss sie in der Veröffentlichung, gegen die sie vorgehen möchte, namentlich genannt sein.
- BWird das Kontradiktionsgebot nicht eingehalten, muss die Gegendarstellung nicht veröffentlicht werden.
- CWird dem Gegendarstellungsbegehren nicht entsprochen, kann der Betroffene binnen sechs Wochen einen Gegendarstellungsantrag beim zuständigen Strafgericht stellen.
- DDie betroffene Person muss beweisen, dass die vom Medium veröffentlichte Behauptung unwahr ist.
3Welche der folgenden Aussagen zum Gegendarstellungsrecht ist richtig?
- ADer Anspruch richtet sich gegen den Verfasser der Äußerung.
- BDie betroffene Person muss beweisen, dass die vom Medium veröffentlichte Behauptung unwahr ist.
- CWird das Kontradiktionsgebot nicht eingehalten, muss die Gegendarstellung nicht veröffentlicht werden.
- DDer Gegendarstellungsantrag muss binnen 2 Monaten beim Strafgericht gestellt werden.
4Welche der folgenden Aussagen zum Gegendarstellungsrecht ist/sind richtig?
- ADas Gegendarstellungsbegehren muss innerhalb von zwei Monaten ab Veröffentlichung beim Strafgericht einlangen.
- BDer Anspruch auf Gegendarstellung steht einem Betroffenen offen, wenn eine unwahre Tatsachenbehauptung in einem periodischen elektronischen Medium veröffentlicht wurde.
- CDer von der unwahren Tatsachenbehauptung Betroffene muss beweisen, dass die
Tatsachenbehauptung unwahr ist. - DIm Rahmen der Gegendarstellung kann der aus der unwahren Tatsachenbehauptung entstandene Kränkungsschaden geltend gemacht werden.
5Welche der folgenden Aussagen zur Gegendarstellung ist/sind richtig?
- ADie Veröffentlichung muss jedenfalls als „Gegendarstellung“ bezeichnet sein.
- BWird dem Gegendarstellungsbegehren nicht entsprochen, kann der Betroffene binnen 6 Wochen einen Gegendarstellungsantrag beim zuständigen Zivilgericht stellen.
- CDie Gegendarstellung muss spätestens am 5. Tag nach Einlangen veröffentlicht werden.
- DDer Medieninhaber hat den Betroffenen unverzüglich in Kenntnis zu setzen, wenn er die Veröffentlichung einer Gegendarstellung verweigert.
6Welche der folgenden Aussagen zur Gegendarstellung ist/sind richtig?
- ADas bloße Verneinen einer These genügt in der Regel nicht, um dem Informationsgebot gerecht zu werden.
- BRichtet sich das schriftliche Veröffentlichungsbegehren statt an den Medieninhaber an die Redaktion des Medieninhabers, gilt auch das als gültige Einbringung.
- CNach dem Knappheitsgebot soll die Gegendarstellung denselben Umfang haben wie der Artikel, der die unwahre Tatsachenbehauptung enthält.
- DDas Kontradiktionsgebot besagt, dass die Gegendarstellung widerspruchsfrei formuliert sein muss.
7Welche der folgenden Aussagen zum Gegendarstellungsrecht ist/sind richtig?
- ABloß allgemein Betroffene haben keinen Anspruch auf Gegendarstellung.
- BDer Gegendarstellungsantrag muss binnen 2 Monaten beim Strafgericht gestellt werden.
- CDas Gegendarstellungsbegehren richtet sich gegen den Medieninhaber.
- DWird ein E-Mail-Newsletter nur drei Mal im Jahr ausgestrahlt, sind auf dieses Medium die Regelungen über die Gegendarstellung nicht anzuwenden.
8Welche der folgenden Aussagen zum Gegendarstellungsrecht ist/sind richtig?
- AVerstößt ein Gegendarstellungsbegehren nur gegen zwei oder drei zentrale Gebote
(Informationsgebot, Knappheitsgebot, Kontradiktionsgebot), ist die Gegendarstellung zu veröffentlichen. - BDas Gegendarstellungsbegehren richtet sich an das Strafgericht.
- CEine Gegendarstellung muss spätestens am 5. Tag nach Einlangen veröffentlicht werden.
- DDie Gegendarstellung muss so veröffentlicht werden, dass sie den gleichen Veröffentlichungswert hat wie die Veröffentlichung, auf die sie sich bezieht.
- AVerstößt ein Gegendarstellungsbegehren nur gegen zwei oder drei zentrale Gebote
9Welche der folgenden Aussagen zur Gegendarstellung ist/sind richtig?
- AZweck der Gegendarstellung ist der reine Widerruf einer unwahren Tatsachenbehauptung.
- BEin Gegendarstellungsantrag muss beim zuständigen Strafgericht eingebracht werden.
- CEine Gegendarstellung kann binnen zwei Monaten ab Kenntnis der Veröffentlichung der unwahren Tatsachenbehauptung begehrt werden.
- DNur juristische Personen können Gegner einer Gegendarstellung sein.
10Frau Adler arbeitet neben ihrem Studium für eine Online-Zeitung. Am 5. Jänner 2020 veröffentlicht sie einen Artikel, in dem sie aus Unachtsamkeit eine unwahre Tatsachenbehauptung über Herrn Fischer erhebt. Die unwahre Tatsachenbehauptung ist zu dem rufschädigend, indem sie das berufliche Fortkommen des Herrn Fischer gefährdet. Am 29. April 2020 entdeckt er den Artikel und möchte gegen die unwahre Behauptung vorgehen. Welche der Folgenden Aussagen ist/sind in diesem Zusammenhang richtig?
- AHerr Fischer kann sich gegen die unwahre Tatsachenbehauptung zivilrechtlich wegen Rufschädigung gem § 1330 Abs 2 ABGB wehren
- BHerr Fischer kann keine Gegendarstellung begehren, weil unwahre Tatsachenbehauptung in einer Online-Zeitung veröffentlicht wurde. Das Gegendarstellungsrecht ist nur für periodische Druckwerke anwendbar.
- CHerr Fischer wird mit einer Privatanklage wegen strafrechtlicher Kreditschädigung gem. § 152 StGB Erfolg haben.
- DEs besteht die Pflicht zur Veröffentlichung der Gegendarstellung, wenn spätestens 2 Monate ab dem Zeitpunkt, an dem Herr Adler Kenntnis von der unwahren Tatsachenbehauptung erlangt, also am 29. Juni 2020, ein Gegendarstellungsbegehren beim Medieninhaber eintrifft, und keine anderen Gründe die Veröffentlichungspflicht ausschließen.
11Herr Will Nich versendet monatlich einen Newsletter, indem er über die neuesten Entwicklungen der COVID-19-Politik berichtet und dazu Kritsch Stellung nimmt. In seinem letzten Newsletter, den er an über 5000 Adressatengesendet hat, schrieb er: "Alle Politiker sind vollkommen unfähig und wissen selbst nicht, was sie tun. "Der Politiker Ernst Fall will dagegen vorgehen und möchte eine Gegendarstellung begehren. Welche der folgenden Aussagen ist/sind in diesem Zusammenhang richtig?
- ADer Newsletter ist ein wiederkehrendeselektronisches Medium.
- BBei Äußerungen, die in einem Newsletter veröffentlicht wurden, ist generell keine Gegendarstellung möglich.
- CEine Gegendarstellung gegen diese Äußerung ist schon deshalb nicht möglich, weil der Politiker Ernst Fall nur allgemein betroffen ist.
- DDie Aussage "Die Politiker sind alle vollkommen unfähig" ist ein Werturteil.
12Die Tageszeitung "KURIER" veröffentlicht in ihrer Print-Ausgabe vom Freitag, dem 23. April 2021, einen Artikel über einen von den Medien verfolgten Prozess. Es wird berichtet, dass der Rechtsanwalt (RA Dr. Georg Fischer) des Beklagten nach Ablauf der dreitägigen Frist Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet hat. Der Rechtsanwalt möchte gegen die veröffentlichte Äußerung vorgehen, weil er die Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde fristgerecht vorgenommen hat.
- ADie Veröffentlichung "Sie berichten in Ihrer Print-Ausgabe vom 23. April 2021, dass RA Dr. Georg Fischer die Nichtigkeitsbeschwerde nach Ablauf der dreitägigen Frist angemeldet hat.
- BDer Rechtsanwalt kann sich mit dem Gegendarstellungsbegehren nicht direkt an das Strafgericht wenden
- CDie Beweislast (in puncto Un-/Wahrheit) tritft den Medieninhaber.
- DDer "KURIER" muss die Gegendarstellung spätestens am 5. Werktag nach der Veröffentlichung, also am Freitag, dem 30. April 2021, veröffentlichen
13Die 17-jährige Lena wurde zum wiederholten Mal dabei erwischt, einige T-Shirts und Kleider aus einem Bekleidungsgeschäft ohne Bezahlung mitzunehmen. Daraufhin wurde sie wegen Diebstahl rechtskräftig verurteilt. In einer Reportage berichtet die Tageszeitung „Morgen“ darüber, dass unter Jugendlichen Ladendiebstähle immer häufiger vorkommen, und nennt einige spezifische Fälle, darunter auch Lena. Es werden ihr voller Name, Geburtsdatum und Wohnort genannt. Welche der folgenden Aussagen ist/sind in diesem Zusammenhang richtig?
- ALena kann gegen den Medieninhaber der Tageszeitung „Morgen“, gestützt auf den
medienrechtlichen Entschädigungsanspruch zum Schutz der Unschuldsvermutung, vorgehen. - BLena kann gegen den Medieninhaber der Tageszeitung „Morgen“, gestützt auf den
medienrechtlichen Entschädigungsanspruch zum Schutz der Bekanntgabe der Identität in besonderen Fällen, vorgehen. - CLena kann gegen den Medieninhaber der Tageszeitung „Morgen“ nicht vorgehen, weil bei strafrechtlichen Verurteilungen ein überwiegendes Interesse der Öffentlichkeit an der Veröffentlichung besteht.
- DLena hat gegen den Medieninhaber der Tageszeitung „morgen“ einen Gegendarstellungsanspruch.
- ALena kann gegen den Medieninhaber der Tageszeitung „Morgen“, gestützt auf den
14In einer Fernsehsendung über einen bekannten Schauspieler wird auch dessen (der Öffentlichkeit bisher nicht bekannte) COVID 19 Erkrankung und dessen leichtsinniges Verhalten, das möglicherweise zur Ansteckung geführt hat, thematisiert. Der Schauspieler ist empört und will rechtlich dagegen vorgehen. Welche der folgenden Aussagen zu den medienrechtlichen (Entschädigung-) Ansprüchen ist/sind in diesem Zusammenhang richtig?
- ADer Schauspieler hat keinen Anspruch auf Gegendarstellung.
- BDer Schauspieler könnte sich sinnvollerweise auf den Identitätsschutz berufen.
- CDer Schauspieler könnte sich sinnvollerweise auf den Schutz des höchstpersönlichen
Lebensbereichs berufen. - DDer Schauspieler könnte dagegen sinnvollerweise vorgehen, indem er eine Verletzung seines Namensrechtes geltend macht
15Welche der folgenden Aussagen zum Gegendarstellungsrecht ist/sind richtig?
- AContrarius actus ermöglicht es Personen oder Organisationen ungenaue oder falsche Tatsachen, die über sie in den Medien verbreitet wurden zu korrigieren.
- BDie materiell-rechtliche Frist für die Einreichung einer Gegendarstellung beträgt 2 Wochen ab Beginn der Veröffentlichung
- CDas Knappheitsgebot sollte großzügig ausgelegt werden, und die bloße Verneinung der These reicht nicht aus
- DEin Widerruf gilt nicht für die Ehrenbeleidigung
Information
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- Quiz on KORRE 23/24 -VO7 Gegendarstellungsrecht, created by elli A. on 19/03/2024.
- Author
- elli A.
- Language
- Deutsch
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