Gender - Begriffsdefinitionen

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Begriffsbestimmungen zum Thema Gender Mainstreaming
Veronika  Fehlinger
Flashcards by Veronika Fehlinger, updated 4 months ago
Veronika  Fehlinger
Created by Veronika Fehlinger about 4 years ago
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Question Answer
Als Transgender und Transsexuelle bezeichnen sich ... ... Menschen, deren gefühltes Geschlecht nicht mit ihrem biologischen übereinstimmt. Biologisch sind sie eindeutig weiblich oder männlich.
Chancengleichheit ... das ist echte Teilhabe von Frauen* und Männern* am wirtschaftlichen, politischen und sozialen Leben, OHNE geschlechtsspezifische strukturelle Barrieren, d.h. gleiche Ausgangslage.
Gleichbehandlung ... hat zum Ziel, Personen vor Diskriminierung wegen eines Merkmals (z.B. Geschlecht oder Herkunft) zu schützen.
Doing Gender ... verweist darauf, dass Geschlecht eine andauernde Darstellungs- und Interpretationsleistung ist.
Gender Bias ... steht für Wahrnehmungsverzerrungen in Bezug auf Gender, die in Alltagsdenken und -wahrnehmung weit verbreitet sind. Oft kommt es in der Folge zu falschen Annahmen und unterschiedlichen Bewertungen, bis hin zu Diskriminierungen.
Gender ... auch bezeichnet als "soziales Geschlecht", fokussiert auf die zwischen Frauen* und Männern* bestehenden sozial und kulturell geprägten Unterschiede, die erlernt werden und nicht auf etwaige biologische.
Gender Medizin ... hat eine optimale Versorgung aller Geschlechter im Blick, unabhängig von ihren biologischen oder psychosozialen Prädispositionen.
Gender-Pay-Gap ... ist die Einkommens-Schere und bezeichnet das geschlechtsspezifische Lohngefälle.
Väterförderung ... ist die Unterstützung von berufstätigen Vätern bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Hierzu gehören Maßnahmen wie flexible Arbeitszeit, Homeoffice, Teilzeitbeschäftigung, Papamonat und betriebliche Vereinbarungen zur Väterkarenz ohne Karriereknick.
Die "Gläserne Decke" ... ... meint alle unsichtbaren Prozesse und Faktoren, die Frauen* effektiv vom Zugang zu Führungspositionen abhalten.
Gender Mainstreaming ... ist eine konkrete politische Strategie zur nachhaltigen Förderung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen* UND Männern* in allen Lebensbereichen, die an Strukturen ansetzt.
Gleichstellung ... ist ein Ziel und meint tatsächliche Gleichheit im Ergebnis, d.h. bei der Aufteilung von Ressourcen und im Bereich von Partizipation sowie Repräsentation.
Heteronormativität ... bezeichnet ein Denken, das auf der Annahme von zwei klar voneinander unterscheidbaren und sich ausschließender Geschlechtern ausgeht , sowie von der Binarität sexueller Identitäten (hetero-/homosexuell) - und Heterosexualität als Norm ansieht.
Hegemoniale Männlichkeit ... beschreibt die gesellschaftliche Praxis, einer bestimmten Form von Männlichkeit unhinterfragt eine dominante soziale Position zuzugestehen. Diese entstandene Norm führt zur Diskriminierung von Frauen*, wie von Männern* aus marginalisierten Gruppen.
Die Schreibweise Trans* ... markiert den Bezug auf Menschen, die in vielfältiger Weise eine Nichtübereinstimmung ihres biologischen mit ihrem sozialen Geschlecht leben.
Die Schreibweise Inter* ... markiert den Bezug auf Menschen, deren Geschlechtsorgane von Geburt an keine eindeutige Zuordnung zu einem von zwei Geschlechtern zulassen.
Queer …das ist nicht gleich schwul oder lesbisch. Aus dem Englischen übersetzt bedeutet es so viel wie merkwürdig, komisch oder sonderbar. Es dekonstruiert und hinterfragt vermeintliche Normen und macht Alternativen sichtbar.
Gendersensible Bubenarbeit ... begleitet junge Männer bei ihrer Entwicklung zu emotional lebendigen, sozial- u. selbstverantwortlichen Persönlichkeiten. Ziel: Selbstbewusstsein ohne Abwertung von Anderen, Vielfalt von Männlichkeitsentwürfen, gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien.
Männerarbeit ... nimmt geschlechtsspezifische Privilegien, Kosten, Ungleichheiten und Benachteiligungen von Männern* in den Blick, reflektiert die Strukturen einer patriarchalen Gesellschaft, arbeitet gleichstellungsorientiert und in der Gewaltprävention mit Männern*.
Gendersensible Mädchenarbeit ... stärkt Mädchen individuell in ihren Ressourcen und Möglichkeiten, zeigt eine Vielfalt von Lebensentwürfen von Mädchen und Frauen auf und weist auf strukturelle Ungleichheiten und Diskriminierungen hin.
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