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Karteikarten

Biologische Psychologie: Vorlesung 8 - Endokrines System II und Methoden I

Hannah Schmitt Psychologie Deutsch 60 Karten

Karten in diesem Stapel (60)

  1. 1Wie verhalten wir uns bei Stressreaktionen, wenn wir einer hohen Cortisolausschüttung ausgesetzt sind?In Stresssituationen neigen wir zu gewohnten Reaktionen, die oftmals nicht kotextbasiert sind.
  2. 2Welche Auswirkung hat eine erhöhte Cortisolausschüttung im Gehirn?–erhöht die Wahrnehmungsschwellen für Geruch, Geschmack und Gehör
    –moduliert Angstreaktion
    –verstärkt habituelles Antwortverhalten
    –schädigt bei dauerhaft erhöhter Konzentration hippocampale Neuronen
  3. 3Welche Auswirkung hat eine erhöhte CRH-Ausschüttung im Gehirn?–erhöht emotionale Reaktion
    –hemmt Nahrungsaufnahme
    –hemmt Sexualverhalten
  4. 4Wie wird die HPA-Achse auch genannt?Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse oder Stressachse
  5. 5WIe wirkt sich akuter oder kurzfristiger Stress aus?- sympathisches NS aktiv
    - Adrenalin/Noradrenalin (Gefahrreaktion)
    - kurzzeitige Aktivierung der HPA-Achse
  6. 6WIe wirkt sich chronischer oder wiederholter Stress aus?- dauerhafte Aktivierung der HPA-Achse
    - erhöhter Cortisolspiegel
  7. 7Was ist ein Hauptbotenstoff des Immunsystems?Cytokin
  8. 8Wie interagieren Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem?Über gemeinsame Rezeptoren und Signalmoleküle:
    • Hormone und Neuropeptide beeinflussen Immunzellen
    • Cytokine des Immunsystems beeinflussen neuronale und endokrine Antworten
  9. 9Von was ist die Sexualfunktion abhängig?Abstimmung zwischen ZNS (Emotion), peripherem Nervensystem (Herz-Kreislauf-Reaktione) und Sexualhormonen
  10. 10Wie sind Sexualhormone definiert?Alle Hormone, die auf Entwicklung und Funktion der Geschlechtsorgane wirken
  11. 11Welche Aufgaben hat Prolaktin bei Frau und Mann?- Frau: Milchproduktion
    - Mann: Verstärkung der Testosteronwirkung
  12. 12Welche Aufgaben hat Oxytocin bei der Frau und wann wird es besonders ausgeschüttet?- Frau: Geburtswehen und Milchabgabe
    - Auschüttung beim Orgasmus beider Geschlechter
  13. 13Nenne drei Steroidhormone und ihren Bildungsort.- Androgene (Bsp.: Testosteron), Östrogene (Bsp.:Östradiol), Gestagene (Bsp.: Progesteron)
    - werden in Gonaden gebildet (Hypothalamus-Hypophyse-Gonaden-Achse)
  14. 14Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse: Welches Hormon wird am Anfang dieser Achse im Hypothalamus gebildet?•Hypothalamus produziert Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)
  15. 15Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse: Die Ausschüttung welcher 2 Hormone fördert GnRH?GnRH bewirkt Ausschüttung von
    - luteinisierendem Hormon (LH)
    - follikelstimulierendem Hormon (FSH)
  16. 16Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse: Welche Reifungsprozesse werden von FSH begünstigt?FSH stimuliert die Bildung/Reifung von Keimzellen (Spermien und Eizellen)
    - Männer produzieren stets neue Spermien
    - bei Frauen sind von Geburt an alle Eizellen angelegt
  17. 17Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse: Welche Reifungsprozesse werden von LH begünstigt, bei Mann und Frau?- Regulation anderer Hormone (bei beiden Geschlechtern)
    - Mann: Anregung der Testosteronproduktion
    - Frau: Anregung des Eisprungs, der Gelbkörperbildung und die Gestagenproduktion
  18. 18Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse: Wie wirken Sexualsteroide auf Hypothalamus und Hypophyse?negativ rückkoppelnd
  19. 19Menstruationszyklus: Welche Grundaufgaben hat dieser? (3 Antworten)- Gewährleistet Reproduktionsfähigkeit
    - Eizellenreifung
    - Wachstum der Gebärmutterschleimhaut
  20. 20Menstruationszyklus: Wielang dauert dieser und wann beginnt er?- Dauert ca. 28 Tage (24-35 Tage)
    - Beginnt am ersten Tag der Menstruation
  21. 21Menstruationszyklus: In welche 3 Phasen laäät er sich unterteilen und was passiert in jeder Phase?–Follikelphase: Eizellreifung, beginnt mit Menstruation
    –Ovulation (Eisprung): Eizelle wird freigesetzt
    –Lutealphase (Gelbkörperphase): Gebärmutterschleimhaut reift
  22. 22Menstruationszyklus: Was ist ein Ovar?Eierstock
  23. 23Frühe Follikelphase: Wann beginnt sie und welche Hormon ist dominierend?- mit dem 1. Tag der Menstruation
    - Östrogen ist das dominante Hormon der frühen Follikelphase
  24. 24Frühe Follikelphase: Welche Hormone werden durch die Aktivierung durch GnRH gebildet?- GnRH regt Sekretion von FSH und LH an
  25. 25Frühe Follikelphase: LH und FSH fördern die Produktion welches Hormons?- FSH und LH fördern Östrogenproduktion im Follikel
  26. 26Frühe Follikelphase: Durch welchen Rückkopplungsprozess wirkt der steigende Östrogenspiegel auf die LH- und FSH-Produktion?- ansteigender Östrogenspiegel hemmt durch negative Rückkopplung die Sekretion von FSH und LH
    - fördert durch positive Rückkopplung die Östrogenproduktion
  27. 27Frühe Follikelphase: Welchen Sinn haebn die negative und positibe Rückkopplung des Östrogens auf LH- und FSH- und Östrogen-Produktion?- negative Rückkopplung stoppt die Reifung weiterer Follikel
    - positive Rückkopplung fördert die Reifung des ""aktuellen" Follikels
  28. 28Frühe Follikelphase: Was fördert Östrogen nach Ende der Menstruation?- das Wachstum des Endometriums (Gebärmuttershleimhaut)
  29. 29Späte Follikelphase und Ovulation: Welches Hormon erreicht sein Ausschüttungsmaximum?- Östrogen
  30. 30Späte Follikelphase und Ovulation: Welche beiden Hormone werden vom "aktuellen" Follikel gebildet?- Inhibin und Progesteron
  31. 31Späte Follikelphase und Ovulation: Wie wirkt Östrogen auf die GnRH-Produktion?- positive rückkoppelnd
  32. 32Späte Follikelphase und Ovulation: Wie wirkt Inhibin auf LH-Produktion und Progesteron auf FSH-Produktion?- Inhibin hemmt FSH-Produktion
    - Progesteron fördert LH-Produktion
  33. 33Späte Follikelphase und Ovulation: Was passiert nach dem LH-peak?LH-Gipfel sorgt für Reifung der Eizelle und Ovulation (Eisprung) mit anschließender Bildung des Gelbkörpers aus Follikelzellen
  34. 34Gelbkörperphase: Was ist das dominierende Hormon?- Progesteron
  35. 35Gelbkörperphase: Welche beiden Hormone werden vom Gelbkörper vermehrt produziert?- Gelbkörper produziert zunehmende Mengen an Progesteron und Östrogen
  36. 36Gelbkörperphase: Welche Hormon-Produktionen werden gehemmt? (3 Antworten)1) GnRH
    2) FSH
    3) LH
  37. 37Gelbkörperphase: Was fördert die erhöhte Bildung von Progesteron?- Progesteron fördert Sekretionsphase des Endometriums
  38. 38Gelbkörperphase: Wenn es nicht zur Schwangerschaft kommt, nach wievielen Tagen stirbt der Gelbkörper ab und welche hormonellen Folgen hat dies?- ca. 12 Tage
    - weniger Progesteron und Östrogen
  39. 39Gelbkörperphase: Durch den Wegfall der negativen Rückkopplung des Östrogens werden welche Hormone wieder stärke rgebildet?- Anstieg der LH- und FSH-Produktion
  40. 40Gelbkörperphase: Was geschieht mit den Blutgefäßen des Endometriums ohne Progesteron und welche Folge ergibt sich?- hne Progesteron ziehen sich Blutgefäße des Endometriums zusammen
    - Menstruation beginnt
  41. 41Gibt es im Gehirn Östrogen- und Progesteronrezeptoren?Ja, in vielen Hirnregionen
  42. 42Welche Neurotransmittersysteme werden von Östrogen beeinflusst?u.a. Acetylcholin, Katecholamine, Serotonin, GABA
  43. 43Beeinflusst die Menstruation das Sexualverhalten?Ja
  44. 44Wann verändert sich die Sesibilität der Perzeption während der Menstruation?- während der Ovulation
  45. 45Wann sind Nahrungsaufnahme/Appetit wärend der Menstruation am höchsten/geringsten?Appetit / Nahrungsaufnahme prämenstruell am höchsten; um Ovulation herum am geringsten
  46. 46Wann ist während der Menstruation die emotionale Reaktivität am höchsten?- in der Gelbkörperphase
  47. 47Wie beeinflusst Östrogen die Gedächtnisleistung und die kognitiven Leistungen?- Östrogen verbessert bestimmte Gedächtnisfunktionen
    - Östrogen kann vor kognitivem Abbau im Alter schützen
  48. 48Welche Untersuchungsansätze gibt es in der Biologischen Psychologie?•Physiologische Vorgänge als abhängige Variable
    •Verhalten als abhängige Variable
  49. 49Untersuchungsansätze: Welche Beispiele gibt es für Physiologische Vorgänge als abhängige Variable?– z.B. Veränderungen der Hirnaktivität als Folge bestimmter Stimuli oder Verhaltensaufgaben
  50. 50Untersuchungsansätze: Welche Beispiele gibt es für Verhalten als abhängige Variable– z.B. experimentelle Veränderung von Hormonkonzentrationen und Beobachtung der Verhaltensveränderung
  51. 51Welche 6 häufigen Methoden werden in der Biologischen Psychologie verwendet?1) Neuroanatomie
    2) Direkte oder indirekte Messung neuronaler Aktivität
    3) Beeinflussung neuronaler Aktivität
    4) Patientenstudien
    5) Genetische Studien
    6) Periphere Messwerte
  52. 52Neuroanatomische Methoden: Was ist Immunohistochemie?- spezifische Antikörper für bestimmte Zellbestandteile (z.B. Rezeptoren) werden mit Farbstoff gekoppelt
    -> welche Zelltypen, Rezeptoren, etc. liegen wo im Gehirn
  53. 53Neuroanatomische Methoden: Was sind axonale Tracer?- Farbstoffe werden lokal injiziert, von Nervenzellen aufgenommen und innerhalb der Zelle (über Mikrotubuli) weiter transportiert
    -> Darstellung von efferenten und afferenten Verbindungen
  54. 54Neuroanatomische Methoden: axonale Tracer: Was ist anterogrades Tracing? Was ist retrogrades Tracing?–Anterogrades Tracing: Farbstoffe werden um die Zellkörper injiziert und von der Zelle zur Axonterminale transportiert
    –Retrogrades Tracing: Farbstoffe werden von den Axonterminalen aufgenommen und zurück zum Zellkörper transportiert
  55. 55Messen neuronaler Aktivität: Was ist die Grundidee?- charakteristische Aktivitätsmuster in Neuronenpopulationen repräsentiert
    - Aktivität und / oder die Lokalisation lassen sich messen
    - Verständnis der Verarbeitung erweitert das Verständnis der zugrundeliegenden psychologischen Prozesse
  56. 56Messen neuronaler Aktivität: Was sind die 4 wichtigsten Methoden?1) EEG
    2) MEG
    3) fMRT
    4) PET
  57. 57Messen neuronaler Aktivität: Was sind die Prinzipien?- Experimentelle Präsentation von Stimuli oder Verhaltensaufgaben
    - Messung neuronaler Aktivität
    - Vergleich der experimentellen Aufgabe und der Kontrollaufgabe
    •Wichtig: Aufgaben dürfen sich nur in der untersuchten Variable unterscheiden
    •Achtung: Beobachtete Aktivität ist nicht unbedingt kausal
  58. 58Intrakranielle Elektrophysiologie: Wie wird sie durchgeführt?• Invasive Methode:
    –Im Tierversuch
    –Bei Patienten, die eine Gehirn-OP mit Elektroden benötigen
    • Elektrodenimplantation in ein oder wenige Gehirnareale
    • Messung der elektrischen Aktivität (APs) einzelner Neuronen oder Neuronenpopulationen
  59. 59Intrakranielle Elektrophysiologie: Welchen Vorteil hat sie und welche Informationen werden generiert?• Hohe zeitliche Auflösung, hohe räumliche Auflösung
    • Zwei Informationen:
    –Feuerrate der Zelle
    –Synchronisation der Zelle mit anderen Zellen eines Netzwerks
  60. 60Welche elektrophysiologische Aktivitätsmuster gibt es?• Tonische Aktivität
    Andauernde „Basis“-APs
    • Phasische Aktivität („Bursting“)
    Kurze Phasen erhöhter Feuerrate
    • Einzelne Neurone können beide Muster kombiniert zeigen

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Beschreibung
Psychologie Karteikarten am Biologische Psychologie: Vorlesung 8 - Endokrines System II und Methoden I, erstellt von Hannah Schmitt am 12/12/2017.
Erstellt von
Hannah Schmitt
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