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Karteikarten

KatHo Münster BaSa M20 Medizin

yeah boi Soziale Arbeit Deutsch 168 Karten

Karten in diesem Stapel (168)

  1. 1Medizinisch-naturwissenschaftliches Krankheitsmodell erklärt nicht...Warum werde ich immer im Urlaub krank?
  2. 2Bio-psycho-soziales Krankheitsmodell erklärt nicht...Warum gibt es überhaupt Viren die Krank machen?
  3. 3Evolutionsbiologisches Krankheitsmodell erklärt nicht...Bin ich nur erkältet, oder schon krank?
  4. 4Soziologische Krankheitsmodelle erklären nicht...Warum verlaufen Krankheiten trotz unterschiedlicher Umstände ähnlich?
  5. 5Theologische/philosophische Krankheitsmodelle erklären nicht...Warum müssen wir leiden?
  6. 6Stress-Coping-Modelle-problemorientiertes
    -emotionsregulierendes
    -bewertungsorientiertes
    to cope with something:
    etw. bewältigen/überwinden
  7. 7Was ist der Krankheitsgewinn?Primär: "Lösung" eines inneren Konflikts
    Sek: Fürsorge, Zuwendung, Rücksichtnahme, Rollenbefreiung
  8. 8Was ist Salutogenese?-Konzept von Aaron Antonovsky
    -Sence of Coherence
    Kritik: Verwundbarkeit der Mehrheit?
    Verwandter Begriff: Resilienz
  9. 9Was ist Sence of Coherence?Vertrauen in die Eigenen Ressourcen und darin, dass es sich lohnt, Herausforderungen anzunehmen.
  10. 10Was ist Resilienz?-Gelungene Bewältigung von Stress
    -begünstigt durch soz. Unterstützung, Optimismus oder hohe Intelligenz
    -"Stressinokulation" verbessert Resilienz
    -methodisches Problem: Erfassung erst NACH belastender Situation
  11. 11Die SynapseIn der Zelle: elektrische Signalweitergabe
    Von Zelle zu Zelle: chemische Signalweit.
    Präsynapse -> Synaptischer Spalt -> Postsynapse
  12. 12Woraus setzt sich das Gehirn zusammen?Endhirn / Großhirn
    Zwischenhirn
    Kleinhirn
    Hirnstamm
  13. 13Hirnstamm / Stammhirn-Entwicklungsgeschichtlich ältester Hirnteil
    -Endigungen sensorischer Leitbahnen des Rückenmarks so wie der Hirnnerven
    -Lebenswichtige Steuerzentralen
  14. 14Zwischenhirn-Thalamus: "Vorzimmer des Bewusstseins" "Tor zur Großhirnrinde"
    -"entscheidet" was in unser Bewusstsein vordringt
    -vermittelt z.B. spontane Schreckreaktionen bevor Großhirn urteilt
  15. 15Kleinhirn-Speichert motorische "Programme"
    (z.B. Fahrradfahren, Schwimmen)
    -Feinabstimmung von Bewegungsabläufen
  16. 16Großhirn - Limbisches System-Mandelkern (Amygdala): "Mischpult der Gefühle"
    -Seepferdchen (Hippokampus): "Pforte des Gedächtnisses", wichtig für Speicherung neuer Gedächtnisinhalte
  17. 17Großhirn - Basalganglien-Schnelle Bewegungen
    -Dosierung von Muskelaktivität und -kraft
  18. 18Großhirnrinde-Große Oberfläche durch Tiefe Faltung und Windungen
    -Motorik und Sensorik
    -Sehrinde
    -Hörrinde
    -Präfrontaler Kortex: Handlungsplanung, Verstehen komplexer Situationen
  19. 19Arten von Gewalt gegen Kinder-Vernachlässigung (Deprivation)
    -Misshandlung
    -Sexueller Missbrauch
  20. 20Emotionale Vernachlässigungauch: Verwahrlosung / Deprivation
    fehlende emotionale Wärme, Geborgenheit, Verlässlichkeit, unzureichende Beziehungsangebote
  21. 21Körperliche Vernachlässigung-Zu wenig oder falsches Essen, Trinken, Körperpflege, Schlaf- und Bewegungsmöglichkeiten, Gesundheitsversorgung unzureichender Schutz vor alltäglichen Gefahren
    -Folgen: Gedeih- und Entwicklungsstörungen so wie Unfälle
  22. 22Kindesmisshandlung-Körperliche Kindesmisshandlung
    -Battered-Child-Syndrom: schwere Form wiederholter körperlicher Kindesmisshandlung
    -Emotionale Kindesmisshandlung
  23. 23Schütteltrauma-Typische Verletzungskombination durch starkes Schütteln
    -insbesondere bei Säuglingen
    -Reißen der Gefäße der Hirnhautrinde -> Blutung zwischen Schädel und Hirnhaut -> Hirnschädigung, Tod
    -Beschwerden: Nahrungsverweigerung, Erbrechen, Schläfrigkeit, Bewussstlosigkeit, Krampfanfälle
  24. 24Münchhausen-by-Proxy-Vortäuschung falscher Krankheitssymptome des Kindes
    -Überdosierung von Medikamenten u.a. formen der Misshandlung
    -Folge: unnötige Behandlung
    -typisch: aufopferungsvolle Fürsorge, medizinisches Fachwissen
  25. 25Sexueller Missbrauch-Jede von einem Erwachsenen oder älteren Jugendlichen geforderte oder erzwungene sexuelle Handlung an Kindern oder Jugendlichen
    -in der Familie VS außerhalb der Familie
    -Hands on VS Hands off
    -Offizialdelikt!
  26. 26Voraussetzungen für sexuellen Missbrauch-Motivation
    -Überwindung innerer Hemmungen
    -Überwindung äußerer Hemmfaktoren
    -Überwindung der kindlichen Widerstandes
    -30% der Täter waren selbst Opfer
  27. 27Hinweise auf Kindesmisshandlung - Beobachtung und Untersuchung des Kindes-Häufung von Verletzungen unterschiedlichen Alters
    -Auffällige Verletzungsmuster
    -Zusätzlich Hinweise auf Vernachlässigung
    -trauriges, zurückgezogenes, ängstliches Kind ("frozen watchfullness")
  28. 28Hinweise auf Kindesmisshandlung - Verhalten der Eltern-Un-plausible, widersprüchliche, detailarme Schilderung des Unfalls
    -Beschuldigung des Kindes oder anderer
    -"Das Kind lügt oft, glauben sie ihm nicht."
    -Verzögerte Vorstellung des Kindes, eventuell trotz schwerer Verletzung
    -Häufige Arztwechsel
  29. 29Hinweise auf sexuellen Missbrauch-Verletzung/Fremdkörper im Genital- und Afterbereich
    -Geschlechtskrankheiten
    -Änderung des Verhaltens gegenüber Männern, Ängste/Depression, Suizidgedanken, Spannungszustände
  30. 30Dokumentation von Kindesmisshandlung, Vernachlässigung und/oder Missbrauch-Untersuchung des vollständig entkleideten Kindes (sekundäre Victimisierung vermeiden!)
    -Gewicht und Größe erfassen
    -Sicherung möglicher Speichel- und Spermaspuren
    -Fotografische oder Videodokumentation
    -Aussagen wörtlich Dokumentieren
    -Geschwister untersuchen
  31. 31Schizophrenie und andere primäre psychotische Störungen nach ICD-11-signifikante Beeinträchtigung im Erkennen der Realität
    -"Positivsymptome": anhaltende Wahnvorstellungen, Halluzinationen und unorganisiertes Denken
    -unorganisiertes Verhalten
    -Erleben von Passivität und Kontrolle
    "Negativsymptome": stumpfe und flache Affekte, Willensschwäche und psychomotorische Störungen
  32. 32Wahn-Unbeschreiblich?
    -"realer" als die Realität (unkorrigierbar!)
    Typisch für Schizophrenie:
    -Beeinträchtigungswahn
    -Verfolgungswahn
    -bizarrer Wahn
    -Gefühl des Gemachten (alle sind Schauspieler)
  33. 33Schizophrenie nach ICD-11-Denken:Wahnvorstellungen, unorganisiert
    -Wahrnehmung: Halluzinationen
    -Selbstwahrnehmung: Kontrolle durch äußere Kraft
    -Kognition: Aufmerksamkeit und Gedächtnis beeinträchtigt
    Willen: Motivationsverlust
    Affekt: Abstumpfung
    Verhalten: bizarr, unvorhersehbar, unangemessen
  34. 34Wahrnehmungsstörungen-Trugwahrnehmungen können alle Sinne betreffen
    -Typisch für Schizophrenie: dialogisierende und kommentierende Stimmen hören
  35. 35Schizophrenie ist nicht gleich Wahn, denn...-Wahn und Halluzinationen sind nicht beweisend für Schizophrenie, sondern kommen auch bei anderen Krankheiten vor
    -Manche Patienten mit Schizophrenie entwickeln nie Wahn oder Halluzinationen
  36. 36Formale Denkstörungen-Assoziative Lockerung
    -Konkretismus
    -Wortneuschöpfungen
    -Zerfahrenheit
  37. 37Ich-Störung-Gedankeneingebung
    -Gedankenentzug
    -Gedankenausbreitung
    -Lautwerden von Gedanken
    -Derealisation
    -Depersonalisation
    -Störung der Affektivität
    -Störung des Willens und der Psychomotorik
  38. 38Hirnchemie der Schizophrenie-Negativsymptome -> vermindern Dopaminaktivität im Frontalhirn
    -Positivsymptome -> erhöhen Dopaminaktivität im limbischen System
    -Nebenwirkung der Antipsychotika -> verminderte Dopaminaktivität in den Basalganglien
  39. 39Vulnerabilitäts-Stress-Modell-Auftreten psychischer Krankheiten gehäuft nach "Life-Events"
    -Kritik: Patienten mit Psychose sind nicht übermäßig gestresst
    -Zusammenhang nicht belegt
    -Vorsicht: Stressvermeidung darf nicht in Stress ausarten
    -übertragbar auf andere phasisch verlaufende Erkrankungen
  40. 40Psychosoziale RisikofaktorenErhöhtes Rückfallrisiko durch:
    -High expressed Emotions (?)
    -kritische Kommentare und feindselige Einstellung
    -(entmündigende) Überbehütung
  41. 41Behandlung mit Medikamenten-Antipsychotika (Neuroleptika)
    -typische (alt) und atyptische (neu)
    -Blockieren Dopaminwirkung an D1-Rezeptoren
    -Nebenwirkung typischer Antipsychotika:
    Parkinsonismus
    -Nebenwirkung atypischer Antipsychotika: Gewichtszunahme
  42. 42Psychotherapie in der akuten Psychose-Rückzugsmöglichkeiten
    -Vertrauen in die Behandlung
    -Hoffnung auf Besserung
    -Geregelter Tagesablauf
    -Unterstützende Gespräche
    -Vermeiden: Überfordernde, aufwühlende und komplexe Gespräche
  43. 43Psychotherapie außerhalb der akuten Psychose-Aufbau von Aktivitäten und Tagesstruktur
    -Training kognitiver Funktionen
    -Erkennen von Frühwarnzeichen
    -Problemlösestrategien
    -Soziale Kompetenz entwickeln
    -Realitätsüberprüfung
  44. 44Beratung und Psychoedukation-Information über Erkrankung und Folgen
    -Frühwarnsymptome und Ursachen
    -Therapieansätze und Psychosoziale Hilfen
    -durch Arzt o. Psychotherapeut o. Sozialarbeiter
    -Eigene Erlebnisse, Erfahrungen, Befürchtungen, Enttäuschungen und Hoffnung
  45. 45Sinnesrezeptoren-Riechen, Schmecken, Hören, Sehen, Tasten
    Tiefensensibilität, Schmerz, Vibrationssinn, Gleichgewichtssinn, Temperaturempfinden
    ------------------------------------------------------------
    Qualität (Farbe, Tonhöhe, Duft...)
    Quantität (Helligkeit, Lautstärke..)
    Zeit
    Ort (zweiäugiges sehen, zweiohriges hören)
  46. 46Netzhaut-Außenposten des Gehirns
    -Lichtrezeptoren und Nachgeschaltete Nervenzellen
    -Stäbchen: am Rand (unscharf)
    -Zapfen: in der Mitte (scharf)
  47. 47Ort der SehschädigungVordere Sehschä. -> Auge oder Sehnerv
    vs
    Hintere Sehschä. -> Sehrinde (Gehirn)
  48. 48Vordere Sehschädigung-Hornhauterkrankungen
    -Erhöhter Augeninnendruck (akut o. chronisch)
    -Linsenerkrankungen (Linsentrübung, Kurz- oder Weitsichtigkeit)
  49. 49Netzhaut- und NervenerkrankungenNetzhaut:
    -Diabetische Retinopathie
    -Makuladegeneration (erschwertes Lesen und Farbsehen)
    -Retinits pigmentosa (Tunnelblick)
    -Netzhautablösung
    Schädigung des Sehnerv: z.B. Entzündung
  50. 50Hintere Sehschädigung-Schädigung von Hirnregion, die für das Sehen notwendig ist
    -Tumore, Durchblutungsstörungen, Fehlentwicklungen
    -Visuelle Wahrnehmungsstörungen werden spät erkannt
  51. 51Was heißt Schielen?-Abweichung eines Auges von der Sollblickrichtung -> kann zu Doppelbildern führen
    -Ursache frühkindlichen Schielens unklar
    -Gehirn unterdrück den Eindruck des schielenden Auges -> unzureichende Entwicklung der Sehfähigkeit
  52. 52Therapie des Schielen und seine Folgen-Durch Abdeckung zum Sehen "zwingen"
    -Operation am Augenmuskel zur Korrektur der Fehlstellung
  53. 53Das äußere Ohr-Ohrmuschel
    -Gehörgang
    -Grenze zum Mittelohr ist das Trommelfell
  54. 54Gehörknöchelchen-Hammer
    -Amboss
    -Steigbügel
  55. 55Hör- und GleichgewichtsorganHörorgan (Innenohr): Cochlea=Schnecke
    Bogengänge: Gleichgewichtsorgan
  56. 56Querschnitt der HörschneckeScala vestibuli
    Ductus cochlearis
    Scala tympani
    Basilarmembran
    Haarzellen
  57. 57Einteilung von Hörstörungen-Schwere (leicht bis gehörlos)
    -Zeitpunkt des Auftretens (vor oder nach Spracherwerb)
    -Ursache (genetisch, infektiös, traumatisch)
    -Ort der Hörstörung: Leitungsschwerhörigkeit oder sensorineurale Hörstörung
  58. 58Diagnostik und Behandlung von HörstörungenDiagnostik: Audiogramm: Welche Frequenz hört der Patient in welcher Lautstärke auf welchem Ohr?
    Behandlung:
    -Hörgerät (Lautstärke erhöhen)
    Cochlea-Implantat
  59. 59Definitionen von Einschränkungen der BeweglichkeitImpairment (Schädigung)
    Disability (Beeinträchtigung)
    Handicap (Benachteiligung)
  60. 60Was ist Chorea Huntington?-dominant vererbte Erbkrankheit -> hat ein Elternteil es, stehen die Chancen für das Kind 50:50
    -Erkrankung zwischen dem 30. und 45. Lebensjahr
    -schwerer, letztendlich tödlicher Verlauf
    -keine Heilung möglich
  61. 61Querschnittslähmung - Entstehung-Störung oder Zerstörung der Leitbahnen um Rückenmark
    -Schweregrad abhängig von Höhe und Ausprägungsgrad der Schädigung
    -Ursachen: Spina bifida, Tumoren, Bandscheibenvorfälle, Entzündungen, Unfälle
    -Nervenbahnen von Hirn abgeschnitten
  62. 62Querschnittslähmung - Beschwerden-Paraplegie: Brust- oder Lendenwirbelsäule, Armfunktion erhalten
    -Tetraplegie: Schädigung aller 4 Extremitä.
    -Konus-Cauda-Syndrom: Gefühlsstörungen an Gesäß und Oberschenkeln, Inkontinenz und Störung der Sexualfunktion
  63. 63Querschnittslähmung - Behandlung-bei einem Spinalen Schock(akut): erlöschen aller funktonen
    -Druck vom Rückenmark nehmen oder intensivmedizinische Behandlung
    -Mittel- und Langfristige Behandlung:
    Reha, Krankengymn., Problem der Inkontinenz bewältigen
  64. 64Multiple Sklerose - Ursachen und Beschwerden-Autoimmunerkrankungen
    -Zerstörung der Stützzellen des Nervengewebes
    -viele verschiedene Beschwerden möglich
    -> z.B: Missempfindungen, Taubheitsgefühle, Sehstörungen, Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen, kognitive und psychische Veränderungen
  65. 65Multiple Sklerose - Verlauf und Prognose-schubförmiger oder progredienter Verlauf oder Mischform
    -Alles möglich: nur einzelne Schübe ohne bleibende Beeinträchtigung oder rasche Beeinträchtigung zahlreicher Fähigkeiten
  66. 66Multiple Sklerose - Behandlung-Behandlung des Schubs:
    Kortison (hochdosiert)
    -Vorbeugung: Dauertherapie mit Medikamenten, die die Funktion des Abwehrsystems beeinflussen
    -Therapie der Beschwerden: Linderung von Spastik und Schmerzen
    -Krankengymnastik
  67. 67Infantile Cerebralparese - Entstehung-sensomotorische Störung infolge einer frühkindlichen Hirnschädigung
    -vor, während oder nach der Geburt
    -z.B. durch Schwangerschaftsvergiftung, Sauerstoffmangel während der Geburt, Gehirnhautentzündung
  68. 68Infantile Cerebralparese - Beschwerden-motorische Störung
    -Störung der Sinnesfunktion
    -geistige Behinderung
    -Krampfanfälle
  69. 69Was ist das Assistenzparadigma/Assistenzprinzip?-Entstand in den 1990er Jahren
    -Menschen mit Behinderung sind die Auftraggeber ihrer professionellen Helfer
    -Sie entscheiden selbst, welche Hilfe sie brauchen
    -Sie sind die Kunden professioneller Assistenten
    -Recht auf Selbstbestimmung und Assistenz
  70. 70Was ist das Normalitätsprinzip?Recht auf eine angemessene und im soziokulturellen Kontext übliche Lebensführung
  71. 71ICD-10: Depressive Episode -Hauptsymptome-1. Gedrückte depressive Stimmung
    2. Verminderter Antrieb, erhöhte Ermüdbarkeit
    3. Interessensverlust, Freudlosigkeit
  72. 72ICD-10: Depressive Episode -Andere häufige Symptome-1. Verminderte Konzentration & Aufmerksamkeit
    2. Vermindertes Selbstwertgefühl & Selbstvertrauen
    3. Schuldgefühle und Wertlosigkeit
    4. Pessimistische Zukunftsperspektiven
    5. Suizidgedanken
    6. Schlafstörungen
    7. Verminderter
  73. 73Schweregrad: Symptome zählen!Leicht: zwei Haupt- und insgesamt mindestens vier Symptome
    Mittel: zwei Haupt- und insgesamt mindestens 6 Symptome
    Schwer: drei Haupt- und insgesamt mindestens acht Symptome
  74. 74Inhaltliche Denkstörungen bei schwerer depressiver Episode-Synthymer Wahn
    >Hypochodrischer Wahn
    >Verarmungswahn
    >Schuld- und Versündigungswahn
    >Kleinheits- oder Nichtigkeitswahn
    -(selten) akustische Halluzinationen
    -Geruchsstörungen
  75. 75Depression - Psychosoziale Faktoren-wenig angenehme Aktivitäten und Erfahrungen
    -viele belastende Erlebnisse
    -Defizite bei den Sozialkontakten, im Integrations- und Sozialverhalten
    -fehlende oder ungünstige Bewältigungsstrategien
  76. 76Pessimistischer Attributionsstil-negative Ereignisse werden internal, stabil und global erklärt
    -"ICH mache IMMER ALLES falsch."
    internal stabil global
    -Besser "Mir ist diesmal etwas missglückt"
  77. 77Depression - Behandlung-Abwarten: Bei leichter DE für 14 Tage möglich
    -Medikamente oder Psychotherapie: bei leichter bis mittelgradiger DE
    -Medikamente UND Psychotherapie:
    >bei schwerer DE
    >ausbleibender Erfolg einseitiger Therapie
    >"double depression"
    >ausgeprägtes psychosoziales Problem
    >mehrere psychische Erkrankungen
  78. 78Wirkungsmechanismus der AntidepressivaVerhindern Wiederaufnahme oder Abbau von Abbau von Serotonin / Noradrenalin
    -> fördern den Informationsfluss
  79. 79unwahre Vorurteile über Antidepressiva-verändere die Persönlichkeit
    -machen abhängig
    -rufen einen rauschähnlichen Glückszustand hervor
    -haben besonders schwere Nebenwirkungen
  80. 80Antidepressiva-Dauer bis zur Wirkung 2-3 Wochen
    -ärztlich begleitetes Auf- und Abdosieren notwendig
    -Neben ihnen werden auch Antipsychotika, Stimmungsstabilisatoren und Benzodiazepine (Abhängigkeit!) eingesetzt
  81. 81Unerwünschte Nebenwirkungen von Serotoninwiederaufnahmehemmern-"Jitteriness": Verschlechterung während der ersten Behandlungstage
    -Unruhe
    -Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden
    -Gewichtsveränderung
    -Schwitzen
    -Sexuelle Funktionsstörungen
    -Blutdruckanstiege
  82. 82Depression - Psychotherapie-Basisbehandlung: Psychoedukation, Entlastung
    -Spezifisch: Kognitive PT, Verhaltenstherapie, interpersonelle PT, evtl. psychodynamisch orientierte Kurzzeittherapie
    -Insbesondere stationär ergänzt durch:
    >Ergotherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Physiotherapie
  83. 83DepressionsspiraleSchlechte Stimmung
    ↓
    Verzicht auf angenehme Aktivitäten
    ↓
    Weitere Verschlechterung der Stimmung
    ↕
    Immer weniger angenehme Aktivitäten
  84. 84Kognitive Verhaltenstherapie-Planvolle Steigerung angenehmer Aktivitäten
    -Erkennen und Korrektur negativ verzerrender Gedanken
    -Durchbrechen des Teufelskreis aus Depression und Rückzugsverhalten
    -Training sozialer Fertigkeiten
  85. 85Soziale Arbeit bei Depression-Verhindern von Arbeitsplatzverlust
    -Veränderung destabilisierender Faktoren
    (z.B.) Arbeitslosigkeit, unsichere finanzielle Situation, übermäßige Belastung durch Versorgung von Angehörigen)
    -KEINE wichtigen Lebensentscheidungen in DE
  86. 86Wie wirkt Alkohol?-individuell verschieden
    -dämpft Ängste/Unruhe
    -hebt die Stimmung
    -wirkt Schlafanstoßend (ABER Schlafrhythmus gestört)
    -enthemmt
    -Stand- und Gangunsicherheit
    -verwaschene Sprache
    -Verschlächterung von Konzentration, Urteilsfähigkeit, Risikoeinschu
  87. 87Stadien des süchtigen Verhaltens (Alkohol)-gelegentlicher Konsum
    -Gewohnheitskonsum
    -schädlicher Gebrauch
    -Abhängigkeit
  88. 88Schädlicher Gebrauch = Missbrauch-ein gegenüber der soziokulturellen Norm erhöhter Konsum mit Beeinträchtigung psychischer oder physischer Funktionen
    -ICD-10: deutlicher Nachweis, dass der Substanzgebrauch für körperliche oder psychische Schäden verantwortlich ist.
  89. 89Kriterien der Abhänigkeit nach ICD-101. starker Wunsch, Substanz zu konsumieren
    2. verminderte Kontrollfähigkeit im Bezug auf Beginn, Beendigung und Menge
    3. Körperliches Entzugssyndrom
    4. Toleranz
    5. Vernachlässigung anderer Interessen
    6. Anhaltender Konsum trotz schädlicher Folgen
  90. 90Formen der Abhängigkeitkörperlich: Toleranzentwicklung und Entzugserscheinungen
    seelisch: übermäßiges, unwiderstehliches Verlangen (craving) eine Substanz immer wieder einzunehmen oder ein Verhalten zu wiederholen
  91. 91Stoffgebundene Suchterkrankung-Akute Intoxikation
    -Schädlicher Gebrauch
    -Abhängigkeit
    -Entzugssyndrom
  92. 92Risikoarmer KonsumStandartglas: 10-12g reiner Alkohol
    Mann > 2 Gläser
    Frau > 1 Glas
    Mindestens 2 Alkoholfreien Tage pro Woche
  93. 93Körperliche Folgeerscheinungen des Alkoholkonsums-Gesichtsrötungen/Spider naevi
    -Magen/Darm: Entzündung, Geschwüre, Blutungen, Krebs
    -Bauchspeicheldrüsen: Entzündungen, Krebs
    -Leber: Verfettung, Zirrhose
    -Blutdruckerhöhung
    -Impotenz
    -Polyneuropathie
  94. 94Alkohol bedingt Hirnerkrankungen-Alkohol ist ein Nervengift
    -Alkohol-Delir
    -Alkoholhalluzinose
    -Wernicke-Enzephalopathie
    -Korsakow-Syndrom
    -Hepatische-Enzephalopathie
  95. 95Alkoholdelir (Delirium tremens)-tritt bei 15% aller Abhängigen auf
    -beginn am 2. bis 4. Tag der Abstinenz
    -Dauer 3-7 Tage
    -Beginn häufig mit cerebralem Krampfanfall
    -führt unbehandelt in etwa 10% bis 20% der Fälle zum Tod
  96. 96Symptome bei Alkoholdelir-Orientierung v.a. zeitlich/örtlich gestört
    -Wahrnehmungsstörungen
    -Psychomotorik gesteigert oder reduziert
    -Regulationsstörung des vegetativen Nervensystem
    -Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus
    -Angst, Panik
  97. 97Korsakow-Syndrom-Erstbeschreibung 1887 durch Sergej
    -Leitsymptom: ausgeprägte Gedächtnisstörung
    -Konfabulation (unbewusstes Auffüllen von Gedächtnislücken)
    -Reduzierte Aufmerksamkeits- und Konzentrationsspanne
  98. 98Fetales Alkoholsyndrom (FAS)-Ca. 20% der werdenden Mütter trinken Alk
    -Ca. 1% der Neugeborenen haben alkoholbedingte Schäden
    -Symptome:
    >Wachstum verringert
    >Aussehen verändert (z.B. Nasenlippenfalte verstrichen)
    >Funktion oder Struktur des Gehirns verändert
  99. 99Kognitive Fähigkeiten bei FAS-Häufig ADHS (o. ähnliches Verhalten)
    -häufig betroffene Fähigkeiten:
    >Handlungsplanung
    >Lern- und Merkfähigkeit
    >Räumliches Denken
    >Rechnen
    >Soziale Fertigkeiten
  100. 100Phasen der Therapie (Alkohol)-Kontakt/Motivationsphase
    -Entzugsbehandlung: 3 Wochen
    -Entwöhnungsbehandlung: 3-9 Monate
    -Langzeitbehandlung
  101. 101Therapeutische Interventionen während der Entwöhnung1. Stärken der Änderungsmotivation: Konsequenzen, Vor- und Nachteile von Alkoholkonsum
    2. Identifizierung von Risikosituationen und Stressbewältigung
    3. Belastung und Konflikte
    4. Beratung und Psychoedukation
    5. Einbeziehung von Angehörigen und Familie
  102. 102Auslöser von Rückfällen-Unangenehme Gefühle, z.B. Stress
    -Hinweisreize (Cues) > Kneipenbesuch
    -(versehentliche) Einnahme von Alkohol, z.B. Nachspeise mit Alkohol
  103. 103Training von Risikosituationen-Vor einem Bier sitzen ohne es zu trinken
    -In eine Bar gehen, ohne Alkohol zu trinken
    -Alkohol ablehnen
    -Erstellen eines Notfallplans
  104. 104Familie und Alkoholabhängigkeit-Parentifizierung: Kinder übernehmen Verantwortung für das alkoholkranke Elternteil
    -Co-Abhängigkeit: Familienmitglieder nehmen dem Abhängigen Verantwortung ab, entschuldigen, rechtfertigen, verschleiern, aber kontrollieren ihn/sie auch
    >Aufrechterhaltung der Sucht
  105. 105LangzeitgedächnisImpiziertes LG > Fahrradfahren
    Expliziertes LG:
    -semantisch (Handschrift)
    -episodisch (Erinnerungen)
  106. 106Normalverteilung der IntelligenzObergrenze geistige Behinderung: IQ 70
    Untergrenze Hochbegabt: IQ 130
  107. 107Merkmale von Lernschwierigkeiten und geistige Behinderung-Besonderheiten: Entwicklungsverzögerung oder Schwierigkeiten bei Wahrnehmung, Sprache, Denkprozessen, Aufmerksamkeit, Psychomotorik, Emotionalität und Sozialverhalten
    -Hilfsbedürftigkeit hinsichtlich Wohnen, Freizeitgestaltung und Arbeit
    -Ggf. Inselbegabung
  108. 108Aufmerksamkeit und Wahrnehmung bei Menschen mit Lernschwierigkeiten-Besonderheiten: Ablenkbarkeit, verminderte Aufmerksamkeitsspanne, Überforderung durch Reize
    -Strategien: Reizreduktion, Pausen, Zerlegen größerer, komplexerer Informationen in kleinere Einheiten
  109. 109Gedächtnisprozesse bei Menschen mit Lernschwierigkeiten-Besonderheiten: einprägen dauert länger, Wissen wird kürzer behalten, Wiedergabe ist ungenau, Episoden werden besser behalten als Fakten
    -Strategien: Zugang zum Lernen kann über konkretes Tun und anschauliche Erlebnisse erleichtert werden
  110. 110-Lernschwierigkeiten- Abstraktes Denken, Argumentieren, Manipulierbarkeit-Besonderheiten: wesentliches von unwesentlichem trennen, Abwägen, Schlussfolgern so wie zielgerichtetes Handeln fallen schwer, Manipulierbarkeit kann bestehen
    -Strategien: Abstraktes an konkrete Beispiele knüpfen, auf Manipulation verzichten
  111. 111Prader-Willi-Syndrom-geistige Behinderung
    -anfangs Trinkschwierigkeiten
    -Später Adipositas durch fehlendes Sättigungsgefühl
    -kleinwuchs
    -schlaffe Muskeln
    -kleine Genitalien
    -Stimmungsschwankungen und Selbstverletzungen
  112. 112Downsyndrom-Trisomie 21
    -Häufig Herzfehler
    -Schlaffe Muskeln
    -typisches Aussehen
    -Beeinträchtigung von Motorik, Sprache, kognitiven Fähigkeiten
    -erhöhtes Risiko von Blutkrebs und Alzheimer
  113. 113Schädigung durch Infektion im MutterleibRöteln: Entwicklungsstörung der Augenlinsen, des Innenohrs, des Herzens und des Gehirns, geistige Behinderung, Hörstörung; Schutz durch Impfung
    Zytomegalie: geistige Behinderung, Organschädigung, Hörstörung; Schutz durch Vermeidung von Kontakt zu Kleinkindern
    Toxoplasmose: geistige Behinderung, Organschädigung; Schutz durch vermeiden von Katzenkot und rohem Fleisch
  114. 114Weitere Ursachen für geistige Behinderung-Sauerstoffmangel während der Geburt
    -Hirnentzündung durch Infektionen nach der Geburt
    -Hirnschäden durch Unfälle und Misshandlung
    Keine Ursache bekannt?
    -Normvariante
    -bisher unbekannte, genetisch bedingte Erkrankung
    -unerkannte Infektion oder Schädigung durch Alkohol/Drogen
  115. 115ADS und ADHSUnkonzentriertheit: Flüchtigkeitsfehler, Ablenkbarkeit, fehlende Ausdauer, Vergesslichkeit
    Hyperaktivität: Zeppeligkeit, Herumlaufen, Redseligkeit
    Impulsivität: Schwierigkeiten Abzuwarten, emotionale Reaktion
  116. 116ADHS - Ursachen, Diagnostik und Behandlung-Ursache: Genetik spielt eine Rolle, ansonsten ungeklärt
    -Diagnostik: Schwierig. Fragebögen, neuropsychologische-Tests, Selbst- und Fremdanamnese, eventuell Methylphenidat-Versuche
    -Therapie: Methylphenidat und Psychotherapie, eventuell andere Stimulantien oder Atomoxetin
  117. 117SprachzentrenMotorisches Broca-Sprachzentrum:
    Artikulation = Aussprache; Syntax
    Sensorisches Wernicke-Sprachzentrum:
    Semantik = Wörter verstehen
  118. 118Aphasien = Sprachstörungen-zentrale Sprachstörungen mit Störung von Sprachverständnis und eigenem sprachlichem Ausdruck
    -Folge von Hirnerkrankungen
    -Sensorische Aphasie: flüssige aber unverständliche Sprache
    -Motorische Aphasie: unflüssige, holprige Sprache, falsche Verknüpfung von Wörtern, Sprachverständnis oft gut
  119. 119Dysarthrien = Sprachstörungen-Beeinträchtigung der Sprachmotorik und Artikulation z.B. bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Multipler Sklerose, infantiler Zerebralparese
    -Sprechen ist mühsam, verwaschen, als hätte man etwas im Mund, kann wie Dialekt klingen
  120. 120SprachablaufstörungenStottern:
    Tonisches Stottern (langziehen)
    Klonisches Stottern (Silben wiederholen)
    Poltern:
    Überstürzter Redefluss, Verschlucken von Lauten, verwaschene Artikulation, monotone Sprachmelodie
  121. 121Was ist Krebs?-Bösartige Tumore die unkontrolliert und überschließend wachsen
    -Zerstörung der Umgebung
    -Bildung von "Tochtergeschwülsten" (Metastasen) in anderen Organen
    -Verschlechterung des Allgemeinbefindens
    -Nach Entfernung können Zellen zurück bleiben
  122. 122Gute Tumore, Schlechte TumoreGutartig: langsames Wachstum, keine Metastasen, Entfernung führt zu Heilung, Druck auf Organe möglich, aber keine Zerstörung, scharf begrenzt
    Bösartig: schnelles Wachstum, oft Metastasen, Rückfälle (Rezidive) durch zurückgebliebene Zellen, unscharf begrenzt
    Im Zweifel Unterscheidung durch Gewebeanalyse
  123. 123Die Ursache für Krebs ist Veränderung der DNAMutationen führen zu:
    -mehr Zellteilung
    -Ausschaltung des Zelltods
    -Wachstum veränderter Zellen
  124. 124Auslöser von Mutationen-Angeborene Anfälligkeit
    -Infektion mit Viren
    -Strahlung
    -Chemikalien
    -Alter
  125. 125Im Körper entstehen ständig neue Mutationen!Streben sie nicht von selbst, schaltet sie das Immunsystem aus.
  126. 126Zusammentreffen mehrerer Mutationen führt zu Krebs1. noch normal, disponiert für schnellere Vermehrung
    2. noch normal, häufige Zellteilung
    3. Häufige Zellteilung, verminderte Fähigkeit zur Reparatur von DNS-Schäden
    4. Erste strukturelle Veränderung
    5. Krebszellen, unkontrollierte Vermehrung
  127. 127Beispiele für krebsauslösende VirenPapillomaviren: Gebärmutterhalskrebs
    AIDS-Virus: Kaposi-Sarkom
    Hepatitisviren: Leberkrebs
    Auch Bakterien und Pilze können zur Entstehung von Krebs beitragen
  128. 128Chemische Risikofaktoren (Krebs)Asbest: z.B. Lungenkrebs
    Rauchen: Lunge, Kehlkopf Mundschleimhaut
    >mehr als 50 krebserregende Stoffe
  129. 129Physikalische Risikofaktoren-Röntgenstrahlung: insbesondere bei häufiger Bestrahlung, aber auch Einzelfälle können "unglücklichen Treffer" landen
    -Sonnenstrahlen: Hautkrebs
  130. 130Ernährungsfaktoren-Übermaß an tierischen Fetten
    -Übergewicht
    -Alkohol
  131. 131Warnsignale (Krebs)-Knoten oder Verhärtungen
    -Auffällige Veränderung einer Warze oder eines Muttermals
    -Veränderung der Darm- Blasentätigkeiten
    -Andauernde Heiserkeit und Husten
    -Blutung oder Ausfluss aus einer Körperöffnung
    -Wunde, die nicht heilt
    -Schwellung, die nicht abklingt
  132. 132Untersuchung-Anamnese und körperliche Untersuchung
    -Biopsie
    -Bildgebende Untersuchungen
    -Tumormarker
  133. 133Behandlung (Krebs)-Operation
    -Strahlentherapie
    -Chemotherapie
    -Hormontherapie
    -Immuntherapie
  134. 134Stadien der Krebserkrankung1. Verdacht
    2. Diagnose /Befund
    3. Medizinische Therapie
    4.Remissionsphase
    5. Rezidiv
    6. Fortschreiten der Erkrankung
    7. Finalstadium
  135. 135Problem in der Diagnosephase-plötzlich schwer krank
    -unangenehme Diagnostik
    -Zeitdruck
    -unverständliche Erklärungen
    -unterschiedliche Empfehlungen
  136. 136Probleme in der RemissionsphaseDefinition: Tumor vollständig Entfernt und keine Metastasen nachweisbar
    -zwischen Angst und Hoffnung
    -Trauer über erlittene Verluste
  137. 137Probleme in der Rezidiv- und Endphase-tiefe Trauer und Verzweiflung
    -Angst vor dem Tod
    -Akzeptanz fehlender Behandlungsmöglichkeiten fällt schwer
    -Angst vor starken Beschwerde
  138. 138Probleme von Angehörigen-Wunsch den Betroffenen zu "schonen"
    -erhöhte körperliche und emotionale Anforderungen
    -Scham- und Schuldgefühle
  139. 139Abwehrmechanismen1. Verleugnung
    2. Verdrängung
    3. Bagatellisierung
    4. Rationalisierung
    5. Idealisierung
  140. 140Copingstrategien-Die Übergänge von Abwehrmechanismen zu Copingstrategien sind fließend
    -Humor
    -positives Umdeuten
    -Ablenken
  141. 141Stadien der Trauer (Kübler-Ross)1. Hoffnung auf Irrtum (Verleugnung)
    2.Frage nach dem Warum (Zorn)
    3. Wunsch auf Aufschub (Verhandeln)
    4.Trauer um vergebene Chancen (Depression)
    5. Abkopplung von der Umwelt (Akzeptanz)
  142. 142Aufgaben sozialer Arbeit bei Krebs-Kontaktwünsche klären
    -Schwierigkeiten im sozialen Miteinander erkennen und überwinden helfen
    -Vermittlung von Rehabilitation
    -Beantragung finanzieller Hilfen
    -Beantragung eines Schwerbehindertenausweises
    -Klärung der weiteren beruflichen Tätigkeiten (> Wiedereingliederung, Umgestaltung des Arbeitsplatzes, Umschulung)
    -Vermittlung von Hilfen für zuhause (Pflegedienst, Haushaltshilfe)
  143. 143Demenz-Erworbene, anhaltende oder fortschreitende Funktionsstörungen des Gehirns
    -Störung des Gedächtnisses, des Denkens und anderer höherer Hirnleistungen
    -Orientierungslosigkeit und Sprachverlust
    -keine Bewusstseinstrübung
  144. 144Verlauf der Alzheimer-DemenzDauer 6-10 Jahre
    leichte kognitive Störungen ↓
    leichtgradige Demenz ↓
    mittelschwere Demenz ↓
    schwere Demenz
  145. 145Stufe 1: Leichte kognitive Störungen-sozialer Rückzug
    -Interessenverlust oder Vereinfachung der Interessen
    -Aufgeben von anspruchsvollen Tätigkeiten
    -Entscheidungsunsicherheit
  146. 146Stufe 2: Leichtgradige Demenz-Neugedächtnis für Fakten und Erlebnisse Betroffen
    -Erinnerungen an frühere Ereignisse und früh erlernte Fähigkeiten erhalten
    -Planung und Organisation fallen schwer
    -Wortfindungsstörungen
    -Unsichere zeitliche und örtliche Orientierung
  147. 147Stufe 3: Mittelschwere Demenz-deutliche Einschränkung von Gedächtnis, Denkvermögen und Orientierungsfähigkeit
    -selbstständige Lebensführung eingeschrä.
    -zeitliche und örtliche Desorientierung
    -Verlaufen außerhalb der eigenen Wohnung
    -Verhaltensveränderung
    -fehlende Krankheitseinsicht
    -Aphasie und Apraxie
  148. 148Schwere Demenz-Zunehmende Hilfs- und Pflegebedürftigkeit
    -Nur noch wenige Worte werden gesprochen
    -Verlust der Kontrolle über Blase und Darm
    -Schluckstörungen
    -Bettlägerigkeit
    -Tod durch Infektionen oder Nahrungsmangel
  149. 149Behandlung-Heilung oder Besserung von Demenzerkrankungen ist bisher nicht möglich
    -Verlauf kann herausgezögert werden
    -psychische und psychosoziale Probleme können angegangen werden
  150. 150Antidementiva-Medikamente, die in den Neurotransmitterhaushalt eingreifen und die Singnalübertragung zwischen Nervenzellen verbessern
    -> vorübergehende Verzögerung des Fortschritts der Demenz
  151. 151Hemmstoffe der CholinesteraseDonepezil, Rivatigmin, Galantamin
    -> verlangsamen Abbau von Acetylchlorin
    -Einsatz bei leichter bis mittlerer Alzheimererkrankung
    -Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden
  152. 152Memantin-verhindert das "Andocken" von Glutamat an einem Typ der Glutamatrezeptoren
    -verhindern Übererregung bei chronisch erhöhter Glutamatkonzentration
    -Einsatz bei mittelschwerer bis schwerer Alzheimerdemenz
  153. 153Metabolisches SyndromMetabolismus = Stoffwechsel
    -Gemeinsames Auftreten von Übergewicht, Fettstoffwechselstörung, Bluthochdruck und Insulinresistenz
    >können auch einzeln auftreten
    >werden aber durch gemeinsame risikofaktoren ausgelöst und verstärken sich gegenseitig
  154. 154Relevanz des metabolischen Syndroms-Bedingt viele Erkrankungs- und Todesfälle in der Industriegesellschaft
    -Metabolisches Syndrom > Gefäßverkalkung > Gefäßverschluss
    -Schlaganfall
    -"Schaufensterkrankheit": Durchblutungsstörung eines Gefäßes im Bein
  155. 155Genaue Kriterien/Definition-Es werden unterschiedliche Definitionen verwendet
    -Eine Rolle spielen:
    >bauchbetontes Übergewicht
    >veränderte Blutfettwerte
    >Erhöhter Blutdruck
    >Erhöhter Nüchternblutzucker
  156. 156Gute Fette, Böse Fette-Triglyceride = Energieträger
    -Cholesterin = Zellmembran, Baumittel für Hormone >HDL (high-density-lipoprotein)=gutes Cholesterin
    >LDL=schlechtes Cholesterin
    -Hypertriglyceridämie=zu viele Triglyceride im Blur
    -Hypercholesterinämie=zu viel Cholesterin im Blut
    BEIDES führt zu Fettstoffwechselstörungen
  157. 157Behandlungen von Störungen des Fettstoffwechsels-Ernährungsumstellung
    -Verzicht auf Alkohol
    -fettsenkende Medikamente, z.B. Statine
  158. 158Diabetes mellitus-"Süßer Durchfluss"
    Typ 1: Schädigung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch das eigene Immunsystem (AI-Erkrankung)
    Typ 2: Erschöpfung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch Zufuhr von zu viel Zucker ("Altersdiabetes")
  159. 159Beschwerden bei Diabetes mellitus-Betroffene sind lange beschwerdefrei
    -Vermehrtes Wasserlassen
    -Durst und vermehrtes Trinken
    -Antriebsmangel und körperliche Schwäche
  160. 160Therapie von Diabetes mellitus 2-Gewichtsabnahme
    -orale Antidiabetika
    -Spritzen: Insulin
  161. 161Folgeerkrankungen durch Diabetes mellitus-Hypoglykämie = Unterzuckerung
    -Hyperglykämie = Überzuckerung
    -Schädigung der kleinen Gefäße
    >Nierenschäden, Netzhautschäden, Wundheilstörungen
    -Schädigung der Nerven
    >Polyneuropathie mit Schmerzen/Taubheitsgefühlen an Händen und Füßen
  162. 162GefäßverkalkungArteriosklerose: Verkalkung der kleineren Gefäße
    Atherosklerose: Verkalkung der größeren Gefäße
  163. 163Entstehung der Gefäßverkalkungen-Ansammlung von Fettpartikeln in der Gefäßwand
    -Entzündungszellen werden angelockt
    -Plaques werden immer größer, können platzen
    -Teile von Plaques werden in kleinere Gefäße gespült und verschließen diese
  164. 164Bluthochdruck = Erhöhter Druck in den Gefäßen z.B. durch1. Gefäßverengung
    -Nikotin verengt Gefäße
    -Stress verengt Gefäße
    2. Mehr Blut in den Gefäßen
    -Herz pumpt gegen durch Verkalkung verengte Gefäße an
    -Stress steigert die Häufigkeit der Herzschläge
    Erhöhte Zufuhr von Kochsalz und Fetten steigert den Blutdruck
  165. 165Normaler Blutdruck130/85 oder niedriger
    -"zu niedrig" gibt es bei Schwerkranken, aber nicht bei Gesunden
  166. 166Beschwerden bei und Behandlung von Bluthochdruck-normalerweise Keine
    -bei starkem oder/und plötzlichem Blutdruckanstieg eventuell Schwindel, Kopfschmerz, roter Kopf
    -Behandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten kann mehr Beschwerden machen, als der Bluthochdruck, verhindert aber Folgeerkrankungen
  167. 167Empfohlene Lebensstiländerung bei Bluthochdruck-Stressabbau, Entspannung
    -Ausdauersport
    -kochsalzarme Ernährung
  168. 168Wie werden Übergewicht und Adipositas definiert?-BMI = Gewicht/(Größe²)
    -Normalwert: 18,5-25
    Übergewicht: 25-29.9
    Adipositas: 30+
    Baumumfang:
    Bei Frauen <80
    Bei Männern <94

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2019/20 bei Prof. Dr. Notzen
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yeah boi
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