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Karteikarten

Soziologie

Phil003 Soziologie Bachelor Deutsch 118 Karten

Karten in diesem Stapel (118)

  1. 1Merkmale soziologischen Denkens->Die Hinterfragung des Selbstverständlichen
    ->Nicht der Einzelne, sondern die Gesamtheit ist von Bedeutung
    ->Werturteilsfreiheit und Misstrauen bis strukturelle Zusammenhänge aufgedeckt sind
  2. 2Was macht soziologisches Denken aus?->Nich wertend
    ->nicht personalisierend oder spekulativ
    -> nicht (über) - vereinfachen
  3. 3Emilie Durkheim "soziale Tatbestände"-> jede, von sozialen Interessen ausgehenden, Handlungen, die sich innerhalb einer Gesellschaft vollzieht
    ->sollen verstandesmäßig empirisch erfassbar sein
    -> Platz für praktische Vernunft
  4. 4Welche Probleme behandelt Soziologie?-> Strukturen sozialen Handelns
    -> Wandel von Normen und Werten, Integration / Desintegration
  5. 5Was ist keine soziologische Erklärung?-> Beschreibungen, Klassifikationen, Analogien, Orientierungshypothesen
  6. 6Modell der "Badewanne" (Logiken)-> Logik der Situation --> Aktuere definieren Situation
    -> Logik der Selektion --> wie kommt Akteur zum Handeln?
    -> Logik der Aggregration --> Auf Handlungen der Akteure Rückschlüsse ziehen durch Regeln
  7. 7Handeln nach Max Weber-> Verhalten (Körperbewegungen) mit Sinn bzw. bestimmter Intention
    --> Verhalten, das reflektiert und antizipiert
  8. 8"Soziales Handeln" nach Max Weber-> gegenseitige Abhängigkeit des Handelns der Akteure
    -> an dem sinnbehafteten Handeln andere zu orientieren und reagieren (Gemeindesinn)
  9. 9Max Weber, Idealtypen des Handelns-> 4 Aspekte, die Handeln begründen
    -> zweckrational (Eigener Nutzen; Mittel abwägen)
    -> wertrational (ohne Rücksicht auf Kosten/Verluste)
    ->affektual (emotionales Handeln; sozial gebunden)
    -> traditional (folgt der eingelebten Gewohnheit)
  10. 10Basisannahmen der Rational-Choice-TheorieII. Grundannahmen
    1. mit Handlungen werden immer Erwartungen verbunden.
    2. Jeder Handelnde hat eine stabile Präferenzreihenfolge
    3. Handlungen werden immer einem Kosten/Nutzen-Kalkül unterworfen.
    Menschenbild des homo Oeconomicus
    1. eigennützig
    2. handelt rational
    3. handelt nutzenmaximierend
    4. perfekt informiert
    5. stabile Präferenzreihenfolge
    6. begrenzte Ressourcen
    7. perfekter Rechner
  11. 11OpportunitätskostenDer entfallende Gewinn von Alternative A, wenn man sich für B entscheidet
  12. 12TransaktionskostenKosten, die bei der Analyse verschiedener Alternativen entstehen
  13. 13TransitivitätBewertung aller Variablen ist kosnsistent, wenn A>B und B>C, dann ist A auch >C
  14. 14Aktuelles und erklärendes Verstehen nach Weber-> aktuelles Verstehen: Den gemeinten Sinn einer Handlung oder eines Satzes verstehen
    -> erklärendes Verstehen: Motivation und Zusammenhang einer Handlung oder eines Satzes verstehen
  15. 15Sinnadäquanz-> wenn nachweisbar ist, dass ein bestimmtes Phänomen als eine unter Umständen sinnvolle Ableitung von einem anderen Phänomen interpretiert werden kann (kausale Beziehung) (= ist dann optimal gegeben, wenn ein möglicherweise hundertprozrentiges Verständnis des Sinnzusammenhanges erreicht wird)
  16. 16Kausaladäquanz-> wenn ein Mindestmaß an empirischer Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Handlung besteht
  17. 17RREEMM Modell-> Annahme, dass jegliches Verhalten von Menschen zur Nutzenmaximierung dient
    -> Erklärung für soziales Handeln folgt über den Einzelnen
    -> "Methodologischer Individualismus"
  18. 18Abkürzung RREEMM-> Resourceful --> Akteur ist "findig" (mehrere Handlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung)
    -> Restricted --> Beschränkungen des Handelns (biologisch, sozial)
    -> Expecting --> Akteur hat Wissen über die Welt (Bewertung anhand von Erfahrungen und Weltwissen)
    -> Evaluating --> Akteur hat verschiedene Interessen
    -> Maximizing --> Die Selektion des Handelns folgt der Maximierung
    -> Man --> Menschheit
  19. 19Essers Argumentation der Nutzenmaximierung als anthropologische Konstante des Menschen-> Keine Begründung auf die Frage: "Warum Nutzenmaximierung evolutionär erfolgreich ist" --> er sagt nur, dass es so ist
  20. 20"Raum des Handelns" nach Parsons-> Elemente:
    -> dem Handelndem
    -> dem Zweck
    -> das Handeln muss in einer Situation begonnen werden, die sich von der zukünftigen unterscheidet
    -> die Bedingungen des Handelns sind nicht änderbar
    -> Mittel, über die der Handelnde Kontrolle hat
    --> somit ist Handeln ein Prozess in der Zeit, dem Handelnden stehen Alternativen zur Verfügung, die Irrtümer nicht ausschließen
  21. 21"Rolle" als Schnittpunkt von Persönlichkeit, Sozialkultur und System-> Handlungen, die durch Rahmen begrenzt sind
    -> Durch Rollenerwartungen werden Persönlichkeit, Sozialkultur und system beeinflusst und bilden Schnittpunkte
    -> Durch Erfüllen / nicht erfüllen der "Muss-, Soll- und Kann- Erwartungen" zu einer Abweichung der Rollenerwartungen kommen, welche mittels Sanktionen (positiv, negativ) kommentiert werden
    -> Dieses nicht konforme Rollenverhalten muss vom Gegenüber einkalkuliert werden
  22. 223 Arten von Erwartungen von DahrendorfBILD EINFÜGEN
  23. 23Rollenkonflikte-> Intra-Rollenkonflikt: verschiedene Elemente einer Rolle passen nicht zusammen
    -> Inter-Rollenkonflikt: Unvereinbarkeit der Erwartungen verschiedener Rollen
    -> Rollenambiguität: Rollen sind nicht klar definiert
    -> Person-Rolle-Konflikt: Ich will / kann eine bestimmte Rolle nicht ausführen
  24. 24Der Emotional Man-> Emotionen aus Haupthandlungsantrieb
    -> Handlungsantriebe (Neid, Trauer,...) werden durch soziale Strukturen ausgelöst (Wechselwirkung)
  25. 25Selbstansprüche des Identitätsbehaupters-> evalutative Selbstansprüche --> Akteur hat klare Vorstellungen über sein Leben
    -> normative Selbstansprüche --> meist in Form eines schlechten Gewissens; individuell und durch Gesellschaft erzeugt --> evaluative Selbstansprüche werden durch normative begrenzt
    -> kognitive Selbstansprüche --> Kompetenzen, um evaluativen und normativen Selbstansprüchen gerecht zu werden
  26. 26Bedrohung des Identitätsbehaupters-> spezifisch substantielle Identitäsbedrohung
    -> Das Selbstbild; entweder vom Umfeld akzeptiert oder nicht
    -> Einzelne Bestandteile der Identität --> es werden nur einzelne Aspekte des Akteurs in Frage gestellt
    -> Existensgefährdung --> Identität wird durch körperliche Voraussetzungen bedroht (z.B. Krankheiten)
    -> Entidividualisierungserfahrung --> Gefährdung der Identität durch Entindividualisierung (z.B. in Gefängnis)
  27. 27Interaktionsordnug nach "Goffmann"-> stetig wechselnde Anordnung von Regeln, die ein Akteur subjektiv neu deutet und neu bewältigen muss ----> "Was geht hier eigentlich vor?"
  28. 287 Dimensionen für die perfekte Rationalität-> Problemdiagnose - Bewusstsein schaffen
    -> Kriterienformulierung - Ziele entwickeln
    -> Handlungsalternativsuche
    -> Handlungsalternativen Bewertung
    -> Folgen - Evaluation - welche Folgen?
    -> Alternativen - Auswahl
    -> Implementation - körperliche Voraussetzung
  29. 29-> Planung-> aktive Problemsondierung
    -> Teilnahme - plurale Planung
    -> intuitive Kreativität
    -> Mehrheitsentscheidungen
    -> Mixed - Scanning
  30. 30"Inkrementalismus" (Wachstum)-> relative Problemfindung / Hierarchie
    -> situativer Opportunismus
    -> einfache Alternativsuche
    -> Entscheidungsdekomposition
    -> Partisan Mutual Adjustment --> Einflussreiche andere
    -> Saticficing - befriedigende Alternative
    -> Fehlertoleranzen einbauen
  31. 31"Im-Spiel-bleiben"-> Rationalitätsfiktionen
    -> Entscheidungsreflexe
    -> Herumbasteln; Inspiration
    -> Abwarten...auf bessere Gelegenheiten
  32. 32Parametische und soziale Situationen-> parametisch --> nur ein Akteur
    -> sozial --> mehrere Akteure
    -> je mehr Akteure, desto mehr Handlungsalternativen --> Grad der Intransparenz steigt
    -> jeder Akteur ist in der handelnden Rolle und in der des Objektes --> Orientierung an sich und an anderen
  33. 33Spieltheorie-> zwei rationale Akteure A und B
    -> jeweils zwei Handlungsalternativen auf beiden Seiten
    -> dadurch entsteht Kreuztabbelierung --> vier mögliche Ereignisse
  34. 34Koordinationsprobleme-> individuelle Interessen; aber gleiche Interessen
    -> wenn eine Entscheidung getroffen wird, kann der andere nicht mehr wählen
    -> Bsp.: Verabredung: bei der Frage wo man sich trifft entscheidet einer, der andere hat dann keine freie Wahl mehr
  35. 35Konflikte-> völlig gegensetzliche, sich widersprechende Interessen
    -> keine Kooperation möglich
  36. 36"Das Gefangenen Dilemma"-> Akteure sind rational und verfolgen eigene Interessen
    -> rationale Akteure sind nicht kooperativ, keine Koordination möglich
    -> Lösung: Ich fange kooperativ an und orientiere mich an den anderen; kollektiv ist das beste Ergebnis (beide schweigen).
  37. 37--> Anforderungen an Handlungstheorie-> Präzision (genaue Benennung der Wirkung und Einflüssen)
    -> Kausalität (Gesetzmäßigkeit)
    -> Allgemeinheit (für alle Menschen und Situationen)
    -> Einfachheit
    -> Modellierbarkeit (komplexe Situationen mit wenig Variablen handhaben)
    -> Bewährung
  38. 38Grundregel der Wert-Erwartungstheorie (WET)-> Handlungen, deren Folgen nicht nur wahrscheinlich, sondern dir gleichzeitig auch etwas wert sind (Esser)
    -> Es gibt verschiedene Handlungsalternativen
    -> Handeln hat Folgen mit denen man rechnen kann (positiv, negativ, neutral)
    -> Akteur weiß um die Eintrittswahrscheinlichkeit der Folgen als Konsequenzen des Handelns)
  39. 39Algorithmus des WETBILD EINFÜGEN
  40. 40Unterscheidung Rahmen und Rahmung-> Rahmen --> Situation durch Erfahrungdsschemata deuten; verleiht Situation einen Sinn
    -> Rahmung --> Tätigkeit, die den Rahmen aufrecht erhält
  41. 41Was meint Stigma?-> unerwünschte Abweichungen eines erwarteten Verhaltens
    -> wird eine Person durch eine andere aufgrund von Handlungen in eine bestimmte Kategorie eingeordnet, findet eine Stigmatisierung statt; phsysische Deformation, individuelle Fehler, phylogenetische Stigmata
  42. 42Alltägliches Handelns als "Theater-Spiel" (Goffman)-> jeder versucht dem anderen ein gewisses Bild zu vermitteln
    -> jeder weiß/ denkt, dass man "beobachtet" wird
  43. 43Das Frame Selection Modell-> Akteur benutzt vorgefertigten Rahmen (Frame), um die Situationen zu beurteilen und Handeln zu bestimmen
    -> 3 Elemente --> Analyse, Erwartungen, Bewertung
    -> Prüfparameter (Zugänglichkeit, Existenz, Störung) entscheiden, ob zu einem anderen Frame gewechselt wird --> rational choice
  44. 44"Automatisches Reagieren"-> reflexives Handeln in einer Sitaution anstelle einer rationalen Entscheidung
    -> Akteur handelt nach präferiertem Frame und handelt automatisch nach dem vom Frame vorgegebenen Richtlinien (z.B. Verhalten in der Kirche)
    -> vergleichbar mit Verhalten des "Homo Sociologicus" (Schimank)
  45. 45Bedingungen für "Weisheit der Massen"1. Diversität: es muss Handlungsalternativen geben
    2. Autonomie: Entscheidungen der Einzelnen müssen unabhängig sein
    3. Dezentralisierung: Konzentration auf eigene Stärke
    4. Aggregation: Einzelmeinungen müssen in Gruppenmeinung übersetzbar sein
  46. 46Transintentionalität-> Handeln von Akteuren hat Effekte, die nicht mit Intention des Handelnden übereinstimmt / nicht kongruent --> scheitern der Intentionalität
    -> Aber auch Transintentionalität - ursprüngliche Intention wird ausgeführt aber hat Nebenwirkungen
  47. 47Was sind Deutungsstrukturen? (Schimank)-> kulturelle Leitidee steuert Handeln
    -> Handeln ist durch Sinnorientierung geprägt
    -> Richtung wird angedeutet, in die die Akteure ihr Wollen ausmachen
  48. 48Was sind Erwartungsstrukturen?->Alle sozialen Regeln legen fest, was ein Akteur mit seinem Handeln an Konsequenzen zu erwarten hat
    -> Logik der Angemessenheit statt Logik der Kalkulation
    -->Alternativen? Interessen? Folgen der Alternativen --> Wahl der Alternativen mit günstigen Folgen
  49. 49Was sind Bewertungsstrukturen? - Handelsstrukturen-> helfen bei orientierung von gutem und bösem Handeln (Werte)
    -Individualismus (wertschätzen)
    -Rationalismus (alles wissen)
    -Universalismus (Rechte für alle)
    -Instrumentaler Aktivismus
  50. 50Was sind Konstellationsstrukturen?-> Quantitative Bestimmtheit der Gruppe ----> Art des "zueinander-gestellt-seins" und "aufeinander-wirken"
    -> Beobachtungskonstellationen
    -wechselseitige Beobachtung
    -wechselseitige Anpassung an die Beobachtung
    -Abweichungsverstärkung/ -dämpfung
    -Lock-in
    -> Beeinflussungskonstellationen
    -positive und negative Sanktionen aus der Siatuation heraus
    -> Verhandlugskonstellationen
    - Verbindlichkeit für alle
    -Bereitschaft muss vorhanden sein
    -Entlastung von Dauerwachsamkeit
    -Erhöhung der Bindekraft der Vereinbarungen durch Freiwilligkeit, Ehrlichkeit...
    -mögliche Dynamiken: Posittionsbezogen(Max. den eigenen Nutzen), Kompromissorientiert (Max. den eigenen Verlust), Verständigungsorientiert( Max. den gemeinsamen Gewinn)
  51. 51Für das Handeln relevante Dimensionen (Schimank)-> Sozialdimension (Beteiligung anderer Personen)
    -> Problemdimension (Koordinationsprobleme)
    ->Sachdimension (Informationen für das Handeln)
    ->Zeitdimension
  52. 52Logik der Angemessenheit-> Welche Art von Situation? Wer bin ich? Angemessenheit der Handlung?
    ---> Wähle die angemessene Alternative
  53. 53Logik der Kalkulation-> Was sind meine Alternativen? Was sind meine Interessen? Was sind Folgen meiner Alternativen für meine Interessen?
    -> Wähle die Alternative mit den günstigeren Folgen
  54. 54Was ist eine Institution?-> In den Akteuren verankert, sozial definiert
    -> Erwartung über EInhaltung von Regeln
    -> Absicherung von Sanktionen
    -> Legitimität: subjektive Einstellung der Akteure: Richtigkeit und Gerechtigkeit
  55. 55Was sind Normen?-> Legen Standard des angemessenen verhaltens fest:
    -> unbedingte Geltung
    ->Standard des Handelns
    -> Normbefolgung als Ziel des Handelns
  56. 56Quantitative Bestimmtheit der Gruppe->Anzahl der Personen in einer Gruppe kann entscheidend sein
    ->Einfluss auf Gruppendynamik / (Einzelperson, Duo, Trio, Netzwerk)
  57. 57Was sind small world Netzwerke?Jeder Mensch ist mit einem anderen um maximal sechs Ecken bekannt (Kevin Bacon Index)
  58. 58Die Bacon-Zahl oder auch Kevin Bacon Zahl (KBZ)ist die Länge der kürzesten Kette von Schauspielern, die gemeinsam in einem Film spielen, zu Kevin Bacon. Sie stellt eine Veranschaulichung des von Stanley Milgram entdeckten Kleine-Welt-Phänomens (small world phenomenom) dar
  59. 59Georg Simmel - Aufgaben der Soziologie-> Soziologie als Wissenschaft "zweiter Potenz"
    ---> Inhalte, die bereits von einer anderen Wissenschaft untersucht werden - Zusammenführen in eine Synthese
    -> Gesellschaft als Resultat aller Wechselwirkungen zwischen Individuen und Institutionen
    -> Soziologie als Methode Wechselwirkungen zu analysieren
  60. 60Unterschied von Form und Inhalt nach Simmel-> Die Form ist der Rahmen, in dem die Wechselwirkung stattfindet (z.B. Verkaufsgespräch)
    -> Der Inhalt hat zunächst nichts mit der Vergesellschaftung ztu tun - z.B. "Ich möchte 4 Bröchten kaufen" ---> Erst durch die Form wird Inhalt zu einem Teil der Vergesellschaftung
  61. 61Enwticklungen ind er Modernisierungstheorie-> historischer Entwicklungsgang wesentlicher Gesellschaften
    -> Differenzierung
    -> Individuelisierung
    -> Rationalisiserung
    -> Domestizierung
  62. 62In welchen Dimensionen kann man eine institutionelle Differenzierung beschreiben?-> Ökonomie
    -> Verwandtschaft / Familie
    -> Religion
    -> Politik
    ->Erziehung
  63. 63Entkopplungs- und Verkopplungsdynamiken (Schimank)BILD EINFÜGEN!!!
  64. 643 soziologische Aprioris1. soziale Verallgemeinerung -> Menschen sehen Menschen nur als Typ
    2. Dialektik der Vergesellschaftung -> Menschen sind Produkte und Produzenten der sozialen Wirklichkeit
    3. Ungleichheiten der Gesellschaftselemente -> In ihrer Wechselwirkung weisen sie sich unterschiedliche soziale Positionen zu
  65. 65Differenzierung durch Arbeitsteilung nach Simmel-> Höherenentwicklung durch Kraftersparnis und Kreuzung sozialer Kreise
    -> überwindung von Reibung, Umweg, überflüssige Koordination der Mittel
    -> Problem: Differenzierung von Gesellschaft und Individuen
  66. 66Differenzierung durch Kreuzung sozialer Kreise (Simmel)-> Kreuzung sozialer Kreise erzeugt Individualität ----> größere Individualität als bei zugehörigkeit zu konzentrischen Kreisen
    -> Noch mehr Individualisierung, da in jedem Kreis verschiedene relative Stellungen eingenommen werden können
    -> Mit wachsender Entwicklung und Differenzierung einer Gesellschaft wird auch die Individualität des Einzelnen stärker
  67. 67Was versteht Simmel unter "Kultur"?-> Nicht nur gesellschaftliches Phänomen, sondern auch als ein Individuelles: "Vollendung der Seele"
    -> anspruchsvolles Kulturkonzept
    -> Vollendung der Seele ist Ziel der Kultur, jedoch muss das auch geprüft werden! Geburtsort reicht nicht
  68. 68Der Konflikt der modernen Kultur (Simmel)-> Geistiges Leben als Lebensprozess in verschiedenen Formen:
    - "Weg der Seele zu sich selbst"
    - Kultur als Vermittler zwischen Leben und Form
    - Paradox der Kultur: Leben braucht Formen
    - Tragödie der Kultur: unterschiedliche Logiken, die sich entgegengesetzt entwickeln können.
  69. 69Definition vom Leben nach Simmel-> Fließen und Formbegrenzung oder Gestaltung und Überwindung / "Mehr Leben oder mehr als Leben"
    -> es vollzieht und begrenzt sich in Formen, über die es hinaus will
    -> Widerspruch zwischen kontinuierenden Leben und individuierender Form muss akzeptiert werden
  70. 70"Wendung zur Idee" (Simmel)-> "Achsenwendung", Wechsel der vorherrschenden Logiken
    -> "Wendung" als historischer Prozess in verschiedenen Bereichen (Religion, Recht oder Ökonomie)
  71. 71Soziologischer Tatbestand nach Durkheim-> Soziologie = Wissenschaft von den Institutionen
    -> ist eine festgelegte Art des Handelns, die auf den Einzelnen einen äußeren Zwang ausübt
    -> besitzt unabhängiges Eigenleben
  72. 72Der Nutzen eines Tatbestandes und dessen Erklärung-> ist nicht erklärungsmächtig
    -> Erklärung des sozialen Lebens muss in der Natur der Gesellschaft gesucht werden und in den Phänomenen
    -> Ein Mittel um festzustellen, dass ein Phänomen Ursache eines anderen ist: das Vergleichen der Fälle
  73. 73Die Entstehung der Arbeitsteilung-> Zunahme moralischer und materieller Dichte
    -> Wandel des Kollektivbewusstseins: Individualisierung
    -> Nicht-kontraaktuelle (vertragsmäßig) Grundlagen des Vertrages
    -> "Vertragstreue"
    -> Organische Solidarität durch Abhängigkeit, soziale Netzwerke
  74. 74Mechanische Solidarität->aufgrund von "Ähnlichkeit"
    -> typisch für segmentäre, einfache Gesellschaften, starkes Kollektivbewusstsein
    -> Strafrecht: Sanktion bestätigt Geltung der kollektiven Normen
  75. 75Organische Solidaritätfunktionaler Zusammenhang durch Arbeitsteilung/"Abhängigkeit"
    -> typisch für moderne Gesellschaften
    -> mögliche Integration durch Berufsverbände
    -----> Übergang von mechanischer zu organischer Solidarität (soziale Bedingungen der Arbeitsteilung)
    -> Verbindung durch soziale Dynamik und moralische Dichte
    -> demographische Entwicklung
    -> zunehmende Mobilität und Kommunikation
    -> Verdichtung der Lebensräume (Urbanisierung)
  76. 76Arten des Selbstmords nach Durkheim-> Selbstmord als "soziales Tatbestand"
    1. Egoistischer Selbstmord (geringes Ausmaß an sozialer Kontrolle) -----> führt zu Desintegration
    2. Der altruistische Selbstmord (zu hohes Maß an sozialer Integration)
    3. Der anomische Selbstmord (zu geringes Maß an sozialer Kontrolle führt zu Desorientierung; dynamische Veränderung; Fehlen von Normierung) ---> Grund für Selbstmord: Individualisierung
  77. 77Was sind die Elemente der Moral nach Durkheim-> Geist der Disziplin
    -> Gruppenzugehörigkeit
    -> Autonomie:
    -als kreative Teilautonomie
    -als Kult des Individuums
    -als aufgeklärte Zustimmung
    -Autonomie-Illusion
  78. 78"Kult des Individuums" (Durkheim)-> Handlungen und Freiräume geschützt durch das Kollektiv
    -> sich verselbstständigende Weltverwirklichung des Individuums durch Selbstverständlichkeit
    -> Gleichheit der Menschen (Individualisierung betrifft alle)
  79. 79Der typische westliche "kapitalistische Geist" (Weber)-> Leitungsmotivation, Effizienz und Mittel-Zweck-Verhältnisse stehen im Vordergrund
    -> Gesamte Lebensführung wird rationalisiert -----> Kapitalismus
    -> Beruf dient immer mehr zum Selbstzweck
  80. 80Welche Arten von Rationalität unterscheidet Weber?-> Zweckrationalität ----> funktional, Frage nach Mittel-Zweck-Zusammenhang des Handelns
    -> Wertrationalität ---> als substanzielle Rationalität, Frage nach dem Warum des Handelns
    -> Formale Rationalität
    -> Theoretische Rationalität
    -> Wertrationalität, denn in moderner Gesellschaft wird Handeln durch individuellen Willen bestimmt
    -> Durch Säkularisierung findet Freisetzung der Wollensdimension gesellschaftlichen Handelns statt
    -> Durch Wertrationalität entstehen verschiedene Wertsphären, Religion spielt keine Rolle mehr (Religion als "Dach")
    -> Dieses "Dach" fehlt nun, Wertsphären können nicht mehr friedlich nebeneinander koexistieren
  81. 81Was hält die Gesellschaft nach Weber zusammen?-> Zusammenhalt durch bürokratische Herrschaft
    -> 3 Dimensionen
    1. intraorganisatorische Dimension ---> Organisation steht über Individuum und diszipliniert es
    2. rechtsstaatliche Struktur --->gibt Erwartungssicherheit, alle kennen Konsequenzen bei Nicht-einhalten von Gesetzen, somit ist friedliches Zusammenleben der Wertsphären möglich
    3. Policy-Netzwerke ---> Vertreter der jeweils Beteiligten und staatlicher Instanz suchen Kompromisse zur Problemlösung
  82. 82Was meint die "McDonalidisierung" der Gesellschaft? (Georg Ritzer)-> gesellschaftlicher Trend zu Standardisierung und Vorhersagbarkeit in allen lebensbereichen (z.B. Arbeit, Reisen)
    -> vorher festgelegte und überall gleiche Abläufe schafft perfekte Effizienz und Arbeitsteilung
    -> Beispiel: lieber feste Reise buchen als selbst Reise zu buchen
    -> Gefahr einer starken Kommerzialisierung und des Verlustes von Individualität und Spontanität
    -> Großkonzerne gewinnen somit Macht auf persönliche Lebensgestaltung/ Kontrolle und kalkulierbarkeit
    -> zu starke Rationalisierung engt Akteur mehr ein als das es ihm nützt
  83. 83Was ist das AGIL-Schema? (Parsons 50er)-> 4-Felder-Schema, welches die Aufgaben aufzeigt, die die Gesellschaft erfüllen muss, um zu überleben
    1. Anpassung (adaption), Bildung von Ressourcen - Handlungssystem passt sich Umwelt an (Schimank)
    2. Zielerreichung (goal attainment)
    -Problem: Zielhierachisierung bei Entscheidungen
    - Verfolgung und Erreichen selbstgesetzter Ziele (Schimank)
    3. Integration
    - Problem: Bildung von Einheiten eines Systems
    - Bezihungsmuster zwischen den Handelnden (Schimank)
    - "Solidarität"
    4. Erhaltung latenter Strukturen (latent pattern maintances)
    - Problem der Berwahrung der Grundstruktur mit Anpassung
    - Wird erfüllt durch Kultur (Werte, Normen)
    ----> Wertesystem (Schimank)
  84. 84Anwendung des AGIL-Schemas auf das gesellschaftliche System durch Münch1. Anpassung und Öffnung
    - ökonomisches System
    - Medium: geld
    - Funktion: Solidaritätserhaltung
    2. Zielverwirklichung und Spezifikation
    - Politisches System
    - Medium: Macht
    - Funktion: kollektive Entscheidungsbildung
    3. Integration und Schließung
    - Gemeinschaftssystem
    -Medium: Einfluss
    -Funktion: Solidaritätserhaltung
    4. Berwahrung latenter Strukturen und Generalisierung
    - sozial-kulturelles System
    -Medium: Argumente
    - Funktion: sozial-verbindliche Symbolkonstruktion
    --> DAZU:
    "Interpretation"--> Mechanismus für Gesellschaft für wechselseitigen Leitungsaustauschs
    -> In welchem Verhältnis stehen Systeme zueinander?
    -> Systeme müssen sich durchdringen und stützen
    -> Systeme interpretieren sich gegenseitig, Einverleibung
  85. 85Kritik am AGIL-Schema-> Zuordnung teilweise ungenau
    -> Gesellschaft zu komplex für das Schema im Hinblick auf Recht und Politik
    ---> Problem: Beschränkung auf vier Felder
    -> Wer ist träger der Interpretation?
  86. 86Was ist ein System (Luhmann)?-> "System ist die Differenz von System und Umwelt" (Luhmann)
    --> Paradoxe Definition, da der zu definierende Begriff selbst in der Definition enthalten ist
    -> System ist nach Luhmann einer Unterscheidung und keine Einheit/Systeme ---> anschließende Operationen
  87. 87Welche Eigenschaften macht ein soziales System aus? (Luhmann)-> keine trivialen Maschinen, bei immer gleichem Input hat man immer unterschiedlichen Output
    -> System verfügt über Selbstorganisatoin
    -> Menschen erforderlich
    -> Beobachter ist das System und keine handelnde Person
    -> System läuft aus sich selbst heraus weiter
  88. 88Was ist eine "Unterscheidung"?-> es braucht eine Grenze, wenn man zwei Dinge hat
    -> nur durch Unterscheidung ist Bezeichnung möglich
    -> bei der Bezeichnung kommt es zu "blinden Flecken", da man beim Unterscheiden für alles andere blind ist
    -> das System hat zwei Seiten
  89. 89Was ist "Beobachtung"?-> der Beobachter ist der ausgeschlossene Dritte eines Beobachters
    -> es gibt dabei keine beobachtungsfreie Welt, da man immer unterscheidet und man das zum beobachten braucht
    -> Beim beobachten Selbst ist der Beobachter das System, der die Entscheidungen trifft
    -> Jede Beobachtung ist eine Unterscheidung
    -> Akt der Benennung und Unterscheidung
  90. 90Systeme (Luhmann)autopoietische Systeme, welche sich selbst erschaffen und erhalten
    -> Gesellschaft als Blase mit verschiedenen sozialen Systemen, die für andere Systeme jeweils die Umwelt darstellen
  91. 91Teilsysteme-> Polykontexturalität besagt, dass alles was in der Gesellschaft passiert mehrere Kontexte hat
  92. 92Dimension und institutionelle Differenzierung-> institutionelle Differenzierung in gesellschaftlichen Institutionen wie Familie oder Religion
    -> Dimensionen in denen Differenzierungen stattfinden und horizontal, vertikal, räumlich funktional und segmentär
    -> Entkopplungs- und Verkopplungsdynamiken (Schimank) (s.o.)
  93. 93AutopoiesisErhaltung der Systeme durch Elemente des Systems
  94. 94BeobachtenUnterscheiden und Bezeichnen (Luhmann)
  95. 95Situation doppelter Kontingenz-> "Ich tue was du willst, wenn du tust, was ich will"
    -> dyadische Konstellation / Unberechenbarkeit / Erwartungserwartungen
    -> wechselseitige Intransparanze/ Erwartungssicherheit/ keine externen Vorgaben
  96. 96Primäre Differenzierungsform der modernen Gesellschaft ist nach Luhman...-> funktionale Differenzierung, d.h. die Gesellschaft strukturiert sich gleichrangig und ungleichartig
  97. 97Der Mensch ist bei Luhmann...-> Teil der Umwelt sozialer Systeme
  98. 98Baumanns Metapher...für die feste Moderne "Gärtner"
    Baumann charakterisiert die Eliten der festen Moderne mittels spezifischer Strategien und Motive, die er unter der Metapher des Gärtners zusammenfast. Den Gärtner versteht er idealtypisch als dominante Sozialfigur der festen Moderne, die er für ein besseres Verständnis von der vormodernen Sozialfigur des Wildhüters abgrenzt
  99. 99AdiaphorisierungNeutralisierung von Moral
  100. 100Sinn nach Luhmann-> Medium, mit dem Unterschiede in der Welt wahrgenommen werden
  101. 101Funktionen, damit sich ein soziales System erhält (Parsons)- Integration
    - Anpassung
    - Zielerreichung
    - latente Strukturerreichung
  102. 102Funktion der Integration erfüllt nach Parsons...-> Gemeinschaft
  103. 103Funktion des ökonomischen Systems nach Parsons-> Allokation von Ressourcen
  104. 104"Rituale nach Goffman"-> mechanisch konventionalisierte Handlungen
    -> dient zur Bezeugung von Respekt für ein Objekt
    -> gegenüber einem Stellvertreter
  105. 105Emotional Man-> pure emotional man
    -> "contrained emotional man"
    Neben den beiden bedeutsamsten soziologischen akteurstheoretischen Handlungsmodellen HOMO OECONOMICUS und HOMO SOCIOLOGICUS hat die schwedische Soziologin Helena Flam als weiteres Handlungsmodell das Modell des Emotional Man ausgearbeitet. Beim Emotional Man wird nicht - wie in anderen Handlungsmodellen die persönliche Nutzenerwägung oder Rollenerwartungen in den Vordergrund gestellt. Stattdessen wird die Emotion eines Individuums als Haupthandlungstrieb herangezogen.
    Max Weber hatte schon 1022 das "affektuelle Handeln" erwähnt. Damit sind Handlungen gemeint, die durch momentane oder sogar dauerhaft angelegte Gefühlslagen einer Person bestimmt sein können. Dies wurde von Weber jedoch nicht weiter bearbeitet, da er bemüht war Handeln vom bloßen Verhalten einer Person abzugrenzen und diese Art des Handelns an der Grenze des Verhaltens angesiedelt ist.
    Flam unterscheidet zwischen zwei Arten dieses "Emotional Man". dem Pure Emotional Man und dem Contrained Emotional Man.
    beim "Pure emotional Man" handelt es sich um ein in der soz
  106. 106Der "Pure Emotional Man" wird von Flam folgend definiert: (I)"unfree" - Der "Pure emotional Man" ist "unfree", weil ihn Gefühle überkommen. Seine Emotionen sind nicht freiwillig und bewusst gewählt, sondern unwillkürlich.
    "cost-indifferen" - Seine Gefühle sind maßlos im wörtlichen Sinne. Er stellt keine Kalkulation darüber auf, wie viel Wut oder Mitgefühl beispielweise in einer bestimmten Situation dem Anlass angemessen ist. Solche Gefühle werden vielmehr spontan ausgeschüttet, wobei weder negative Folgen für ihn selbst, noch der zu treibende Aufwand in Rechnung gestellt werden.
  107. 107Der "Pure Emotional Man" wird von Flam folgend definiert: (II)"inconsistent" - Nicht selten existieren widersprüchliche, spannungsreiche emotionale Strömungen gegenüber einem anderen. Das bekannteste Beispiel ist die sprichwörtliche Hassliebe. Neben einer solchen Gleichzeitigkeit an unvereinbaren Gefühlen gibt es auch das Phänomen, das ein bestimmtes Gefühl gegenüber einer anderen person im Zeitverlauf ins Gegenteil umschlägt.
    "inconstany" - Emotionen sind oftmals nicht beständig, sondern schwanken unberechenbar in ihrer Intensität und auch in ihrer Tönung. Hier wird die Wechselhaftigkeit von Gefühlen angesprochen.
    "indeterminancy" - Emotionen sind oftmals schwer in ihrem Auftreten und ihrem Verlauf vorhersagbar. Das ergibt sich vor allem aus der Wechselhaftigkeit und der Inkonsistenz emotionaler Zustände. Diese Unvorhersagbarkeit stellt sich nicht nur aus der Sicht eines anderen so dar, sondern auch für einen selbst sind die eignenen emotionalen zustände oft nur schwer vorrausschaubar oder erklärbar.
  108. 108"Constrained Emotional Man" nach FlamDies ist ein Akteur, dessen Handeln in starkem Maße emotional bestimmt ist. Jedoch ist diese Emotionalität erheblich durch normative und rationale Handlungsantirebe mitbestimmt. Dieses zweite Modell ist empirisch häufiger anwendbar und stellt eine Verknüpfung von "Emotional Man" und Homo scoiologicus beziehungsweise Homo oeconomicus dar. In jedem Fall sind Emotionane vorhanden, die sodann durch Normen und Nutzenerwägungen weiter geformt werden.
    Emotionalität und Normbefolgung zum Beispiel schließen einander nicht aus. Was insgesamt den "contrained emotional Man" vom "Pure Emotional Man" unterscheide sind Kompetenzen des Emotional Management.
  109. 109Form der Differenzierung nach Luhmann-> Segmentäre Differenzierung
    -> Zentrum-Peripherie Differenzierung
    -> Stratifizierte Differenzierung
    -> Funktionale Differenzierung
  110. 110Flüssige Moderne (Baumann)-> Folgsamkeit durch Verführung
    -> grenzenlose Möglichkeiten
    -> Synoptikum
  111. 111Wie beschreibt Baumann "Kultur"?> Raum mit sozialer Ordnung
    -> Möglichkeiten und Grenzen
    -> produziert "Abfall"(Rest außer Ordnung)
  112. 112"Feste Moderne" (Baumann)-> feste Strukturen und Grenzen
    -> Herrschaftsstrukturen
    -> utopische Ordnung durch rationale Planung
  113. 113Adiaphorisierung-> Entmoralisierung durch das System
    -> Enthebung des sozialen Handelns
  114. 114Unterschied von Panoptikum und Synoptikum-> Panoptikum: gleichzeitige Überwachung vieler durch einen Einzelnen
    -> Syoptikum: Selbstüberwachung
  115. 115Wie ist Kommunikation definiert?-> Operation, durch die sich soziale Systeme erhalten
    3-teiliger Selektionsprozess
    1. Selektion der Information
    2. Selektion der Mitteilung
    3. Selektion des Verstehens
  116. 116Muss-ErwartungEine Muss-Erwartung ist eine Erwartung, die in jedem Fall zu erfüllen ist. Oft sind dolche gesellschaftlichen Erwartungen gesetzlich geregelt und eine verletzung wird demebntsprechend nicht nur mit sozialen Sanktionen sondern auch mit rechtlichen Strafen geahndet. Beispiele für Verletzungen von Muss-Erwartungen sind Diebstahl oder Mord.
  117. 117Soll-ErwartungSoll-Erwartungen über einen kaum schwäreren Druck auf den homo sociologicus aus als Muss-Erwartungen, werden jedoch bei Verletzung nur mit sozialen Sanktionen geahndet. Soll-Erwartungen sind beispielweise leises Verhalten in einer Bibliothek oder pünktliches Erscheinen am Arbeitsplatz
  118. 118Kann-ErwartungKann-Erwartungen ziehen in der Regel keine negativen Folgen nach sich, wenn sie nicht erfüllt werdne. Außergewöhnliches ENgagement oder allgemein altruistisches Verhalten fällt unter diesen Bereich. Da Kann-Erwarutngen nicht von vornherein erwartet werdne, wird lediglich bemerkt, wenn sie erfüllt werden und dadurch positive Reaktionen, wie etwa Zuneigung oder Ankerkennung hervorrufen.

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Bachelor Soziologie Karteikarten am Soziologie, erstellt von Phil003 am 15/08/2015.
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Phil003
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