Karteikarten
Zusammenfassung Neurophysiologie
Karten in diesem Stapel (51)
- 1Vestibularapparat enthält:vorderen, hinteren & horizontalen Bogengang, die in drei Raumebenen senkrecht aufeinander stehen und zwei Maculaorgane im Utriculus und Sacculus
- 2Transduktion in den Bogengängen:erfolgt durch Haarzellen in der Crista der Ampullen durch Abscherung der Zilien. Bei Abscherung zum Kinozilium kommt es zur Depolarisation, bei Abscherung weg vom Kinozilium zur Hyperpolarisation.
- 3Bogengänge messen:Winkelbeschleunigungen in den drei Raumebenen. Die Cupula hat die gleiche Dichte wie die Endolymphe und zeigt daher keine Reaktion auf Translationsbewegungen.
- 4Funktion der Bogengangsorgane:Stabilisierung der Blickrichtung, kompensatorische Gegendrehung der Augen bei Kopfdrehung
- 5Vestibulärer Nystagmus ist:zusammengesetzt aus kompensatorischer Augenbewegung entgegen der Kopfdrehung (VOR = vestibulo-okulärer Reflex) und schneller Rückstellsakkade in Richtung der Kopfdrehung
- 6Funktionsprüfung durch:Drehstuhlversuch mit Frenzelbrille. Durch die Trägheit der Endolymphe hat man beim Andrehen einen Nystagmus in Drehrichtung und bei Abstoppen einen postrotatorischen Nystagmus in die Gegenrichtung.
- 7Maculaorgane:Transduktion wie bei den Bogengängen. Reagieren wegen den eingelagerten Calciumcarbonat-Kristallen auf Translationsbewegungen und auf Gravitation. Haben eine statischen (Kopfhaltung) und eine dynamische (Translationsbeschleunigung) Funktion.
- 8Schalldruckpegel ist:logarithmisches Maß für die physikalische Stärke akustischer Reize. Wird berechnet als SPL (sound pressure level): 20 * log(Px/Po) [dB], mit Po = 2 * 10(-5) Pa
- 9Lautstärkepegel ist:subjektives Maß für die Reizamplitude, angegeben in phon. Kurven gleicher Lautstärke bei unterschiedlichem Schalldruckpegel nennt man Isophone. Man misst mit dem Vergleich zum Referenzton 1000 Hz. Die Hörschwelle liegt bei 4 phon.
- 10Mittelohr erreicht:Impedanzanpassung und effektive Schallübertragung durch Druckerhöhung und Hebelwirkung der Gehörknöchelchen. Verbessert das Hörvermögen um ca. 20 dB
- 11Druckschwankungen in der...Perilymphe verursachen Wanderwellen auf der Basilarmembran. Die Cochlea führt eine Frequenzzerlegung durch. Das Maximum für niedrige Frequenzen ist am Apex, das für hohe Frequenzen an der Basis.
- 12Haarzellen werden durch:Auslenkung der Stereozilien aktiviert, das erfolgt durch Scherbewegungen zwischen Basilarmembran und Tektorialmembran. Die Transduktion erfolgt durch mechanisch gesteuerte Ionenkanäle an der Spitze der Stereozilien.
- 13Äußere Haarzellen wirken als:cochleäre Verstärker, sie enthalten kontraktile Zytoskelettproteine und können dadurch ihre Somalänge mit Änderung des Membranpotenzials mitändern.
- 14Für Richtungshören ist wichtig:die interaurale Laufzeitdifferenz (ITD) und interaurale Intensitätsdifferenz (ILD). Das erste wird ausgewertet von der lateralen oberen Olive (LSO) und da zweite von der medialen oberen Olive (MSO).
- 15Die primäre Hörrinde (A1/Area 41) enthält:eine tonotope Karte mit Isofrequenzbändern und projiziert auf die sekundäre Hörrinde (A2/Area 42).
- 16Sinnesysteme kodieren:vier Grunddimensionen: Qualität, Intensität, Dauer und den Ort von Reizen.
- 17Rezeptorzellen registrieren:adäquate Reize durch Erzeugung von Rezeptorpotenzialen = Transduktion, die dann von der Rezeptorzelle selbst oder nach Übertragung auf eine afferenze Faser in AP's übersetzt werden = Transformation.
- 18Zur Kodierung unterschiedlicher Reizqualitätentragen in viele Sinnessystemen unterschiedliche Rezeptorzellen bei, deren Signale über parallele Verarbeitungskanäle ins ZNS geleitet werden
- 19Rezeptorzellen und sensorische Nervenzellen besitzen:rezeptive Felder, das sind räumlich umschriebene Bereiche der sensorichen Oberfläche, in denen Stimulation zur Veränderung ihrer Aktivität führt.
- 20Rezeptorzellen und sensorische Nervenzellen reagieren:vor allem aufräumliche und zeitliche Kontraste.
- 21Laterale Hemmung trägt:zur räumlichen Kontrastverstärkung bei.
- 22Unterschiedliches Adaptationsverhalten von:Rezeptorzellen führt zur Wahrnehmung von zeitlichen Mustern bei.
- 23Empfindlichkeit eines Sinnessystems ermittelt man:durch psychophysische Bestimmungen von Absolutschwellen und/oder Unterschiedsschwellen.
- 24Was macht man bei der Elektroenzephalographie?Man zeichnet Potentialschwankungen auf der Kopfoberfläche aus. Das Signal stammt hauptsächlich vom Kortex.
- 25Was zeigt uns das EEG?Reflektiert die Summation dendritischer PSP's in parallel angeordneten Pyramidenzellen.
- 26Was sind typische EEG-Frequenzbilder?Langsamen θ-Wellen (4–7 Hz) + δ-Wellen (< 4 Hz) - nur im Schlaf. α-Wellen (8–13 Hz) - Grundrhythmus ruhendes Gehirn. Öffen der Augen/Konzentration: β-Wellen (14–30 Hz). γ-Wellen (31–80 Hz) ebenfalls über wachem Neokortex, im Standard-EEG nicht sichtbar.
- 27α-Blockade Amplitude größer...Das Öffnen der Augen führt zur
α-Blockade und die α-Wellen werden durch die hochfrequenten
...je größer die Frequenz. - 28Ereigniskorrelierte PotenzialeWerden durch Mittelung vieler EEG-Epochen mit dem gleichen Reiz berechnet. Nach der Mittelung ist nur noch der Signalanteil erhalten, der in seiner Phase an den Reiz gekoppelt ist.
- 29Magnetenzephalographie (MEG)Ableitung von magnetischen Feldern auf der Kopdoberfläche
- 30Das aufsteigende retikuläre Aktivierungsystem wirdvon noradrenergen, serotonergen & cholinergen Zellgruppe des Hirnstamms. Sie modulieren über stark divergente Verbindungen die Aktivität großer Hirnbereiche
- 31Frequenz kortikaler Oszillationenkorreliert grob mit Wachheit, Aufmerksamkeit und kognitiver Belastung.
Je wacher das Gehirn und je differenzierter die Verarbeitung, desto höher die Frequenzen - 32Im Non-REM-Schalf überwiegtder Parasympathikotonus: absenkung von Pulsrate, Temperatur, Atmung, starke Synchronisation im Gehirn mit Überwiegen von Theta- und Delta-Wellen
- 33REM-Schalf:Alpha-, Beta- und Gamma-Wellen im EEG, rasche Augenbewegungen, erhöhter Sympathikotonus mit Anstieg von Blutdruck, Herz- & Atmenfrequenz, ansonsten aber Verlust der Muskeltonus, Weckschwelle wie im Tiefschlaf
- 34Cirkadiane Rhythmik:wird durch den Ncl. suprachiasmaticus gesteuert, der direkte Eingänge von der Retina erhält. Neurone sind endogene Oszillatoren mit rhythmischer Aktivität, die den 24h-Zyklus erzeugen
- 35Jeseits des primären visuellen Kortex sindNeurone mit unterschiedlicher Selektivität meist in unterschiedlichen Kortexarealen lokalisiert
- 36Jenseits von V1/2spaltet sich die visuelle Verarbeitung in 2 Pfade: den temporalen und den parietalen Verarbeitungspfad
- 37Der temporale Pfad (Was-Pfad)ist für die Kodierung von Farben & Mustern und für die Objektidentifikation wichtig und weist enge Verbindungen zu Gedächtnisstrukturen auf
- 38Der parietale Pfad (Wo-Pfad)ist an der Bewegungsanalyse, der Kodierung räumlicher Beziehungen und an räumlicher Aufmerksamkeit beteiligt, er weist einen engen Bezug zur Motorik auf
- 39Sehr ähnlich verlaufen dieauditorischen Verarbeitungspfade! Es gibt einen dorsalen und einen ventralen Pfad
- 40a) dorsaler Pfad b) ventraler Pfada) zum Parietalkortex für räumlche auditorische Verarbeitung
b) zum Temporalkortex, vermittelt Identifikation auditorischer Reize - 41Speicherung von Informationen über komplexe Objekte erfolgtdurch Zellverbände, die aus zahlreichen merk,alssensitiven Neuronen bestehen. Viele Areale sind beteiligt
- 42Integration der Neurone zu Zellverbänden wird wahrscheinlich erreicht durchneuronale Synchronisation, die eine Merkmalsbildung vermittelt
- 43Dieses Prinzip lässt sich auch auf diemultisensorische Integration übertragen, also die Bindung von Merkmlaen zwischen verschiedenen Sinneskanälen
- 44Zwei Gedächtnistypen sind unterscheidbar:explizites = deklaratives Gedächtnis = Faktenwissen über Gegenstände, Ereignisse und Personen
implizites = prozedurales Gedächtnis = prozedurales Wissen, d. h. sensomotorische Fähigkeiten, Verhaltensweisen - 45Beim Merkvorgang werden Inhalte zunächst inkurzlebigen Gedächtnisformen gespeichert = ikonisches Gedächtnis (1s), dann im Arbeitsgedächtnis (Sek - Min) und gelangen von dort bei entsprechender Einübung ins Langzeitgedächtnis
- 46Für die Enkodierung und Konsolidierung deklarativer Gedächtnisinhalte istder Hippocmapus erforderlich. Die Inhalte des deklarativen Gedächtnisses liegen verteilt in neokortikalen Assoziationsarealen
- 47Am prozeduralen Lernen sind: Für das Arbeitsgedächtnis:a) unter anderem die Basalganglien beteiligt.
b) sind Regionen des Frontal- & Parietallappens wichtig - 48Auf zellulärer Ebene bildet dieVeränderung der synaptischen Übertragungseffezienz die Grundlage von Gedächtnisprozessen
- 49Langzeitpotenzierung (LTP) Langzeitdepression (LTD)Erhöhung der synaptischen Effizienz
Verminderung der synaptischen Effizienz - 50Hebb-RegelFür die LTP & LTD ist die zeitliche Relation zwischen prä- & postsynaptischer Zelle wesentlich
- 51LTP erfordert die Aktivierung von: Konsolidierung führt zu:a) NMDA-Rezeptoren und starken postsynaptischen Ca2+ Einstrom.
b) strukturellen Veränderungen der Synapsen
Informationen
- Beschreibung
- Vestibularapparat, Gehör, Allgemeine Sinnesphysiologie, EEG & MEG, Schlaf & Wachheit, Aufmerksamkeit und Bewußtsein, Lernen und Gedächtnis
- Erstellt von
- Mitra Shadloo
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