Karteikarten
Medienpsychologie
Karten in diesem Stapel (109)
- 1Def Medienpsychologieversucht durch Theorien und Methoden die Interaktion zwischen Rezipienten und Medien zu erklären
- 2Richtungen der PsychologieEntwicklungspsychologie
Emotionspsychologie
Neuropsychologie
Sozialpsychologie
Wahrnehmungspsychologie
Kognitionspsychologie
Persönlichkeitspsychologie - 3EntwicklungspsychologieKorrespondenz der Entwicklungsstufen mit dem Medienkonsum
Kulturpessimistischer Ansatz
Wirkungsansatz
Nutzungs- und Gewohnheitsansatz - 4EmotionspsychologieEntstehung von Emotionen
Erfassbbarkeit von Emotionen
(Rationalität ist kein Gefühl) - 5NeuropsychologieFunktionen des Gehirn
(Reaktionen, Interaktionen, Emotionen)
Erregungen
Wahrnehmung
Reizüberflutungen - 6SozialpsychologieSoziale Intertaktion in Medien
Einstellungen
Attributionsstile - 7WahrnehmungspsychologieFunktion menschlicher Wahrnehmung
Selektive Wahrnehmung - 8KognitionspsychologieLernen
Gedächnis
Zugriffshypothese
(kein zugriff auf bestimmte areale - Verwendung zu wenig) - 9PersönlichkeitspsychologieEntwicklung von Einstellungen, Persönlichkeitsmerkmalen, Werte
Und wie dich diese auf die Medien auswirken
Konstruktionen und Interaktionen - 10Arten von ThesenHabitationsthese
(Gewohnheit)
Prohibition Thesen
(Abschreckend)
Stimulationsthesen
(vgl. Emotionspsychologie)
Imitationsthese
(Gewalt)
Nutzen- und Belohnungsthesen - 11Habitationsthese (Gewohnheit)Oft Gewalt Wahrgenommen = Gewohnheit
Manchmal muss die Dosis erhöht werden, damit bestimmte Sachen wahrgenommen werden - 12Prohibition Thesen (Abschreckend)Verbot
staatliches Verbot, Alkohol / Drogen herzustellen oder abzugeben
Optimistisch - 13Stimulationsthesen (vgl. Emotionspsychologie)Psychische Erregung steigt durch gewalt
Steigung führt zu Aggressivität oder Ängstlichkeit - 14Imitationsthese (Gewalt)Darstellung von Gewalt wird imitiert (nachgeahmt)
nicht immer Realitätsgetreu
Belohnung statt Bestrafung - Imitation steigt (Puppen Bsp.) - 15Nutzen- und BelohnungsthesenKarthasis These (griechisch - entlassen)
Ausleben innerer Konflikte und verdrängter Emotionen führt zu einer Reduktion dieser Konflikte und Gefühle
viel Gewalt wirkt Entlastend - 16NeuropsychologieFunktionsweise des Gehirns
(Wovon sind abläufe abhängig?)
vegetatives Nervensystem ->
Aktivierungsniveaus, Entwicklung von Emotionen - nicht unmittelbar beeinflussbar - 17Formatio Reticularisformatio „Gestaltung“ / „Bildung“
reticularis „netzartig“
Nerven (Neuronen)-Netzwerk im Hirnstamm
zuständig für physiologische Erregungen, Bewusstsein und Aufmerksamkeit
Reize von außen werden an die "Formatio Reticularis" geleitet -> von dort wird das gesamte Gehirn "alarmiert" - 18Formatio Reticularis Experiment mit KatzenFormatio Reticularis gekappt -> Katzen verfielen in eine Art Dämmerzustand
nach einigen Tagen wurden die Katzen wieder wacher
limbischer Kortex übernahm die Funktionen der Formatio Reticularis - 19ARAS aufsteigendes retikuläres AktivierungssystemARAS, ist in der Formatio reticularis lokalisiert und für die Aktivierung von Körperfunktionen ausschlaggebend (Nervensystem, Zentralnervensystem).
Nervennetzwerk am Ende des hinteren Rückenmarks -> Aktivierungsniveaus
motorische, kognitive und optische Signale werden evoziert
Blutdruck und Herzfrequenzen werden angpasst - 20Limbisches Systemauslösung von Endorphinen, Verarbeitung von Emotionen
verbunden mit hypothalamischen Kernen -> affektive Färbung von Sinneseindrücken - 21Hippocampian limbischen Cortex angelagert
mitverantwortlich für Aktivierung und die Entstehung von Emotionen
zuständig für Lernen, Aufnahme- und Speicherfähigkeit
transferieren Informationen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächnis -> Korsakoff-Syndrom
verantwortlich für Orientierung -> Cognitive Maps - 22Yerkes Dodson Gesetz1920 auf Basis empirischer Befunde aufgestellt
Zusammenhang zwischen Aktivierung und Leistung
Je höher die Aktivierung, desto höher die Leistung -> stimmt nicht
Leistung sinkt ab einem gewissen Aktivierungsniveau wieder ab
Ausnahme -> rein körperliche Leistung - 23Two- Arousal- Hypothese (Routtenberg)ARAS hemmt Hippocampi
Bedeutung für Verhaltenstherapie - 24Berlyneamerikanischer Lernpsychologe
Erkenntnis-> Tiere und Menschen streben unter bestimmten Bedingungen aversive (ablehnende) Zustände an
Weil sie wissen dass auf den Rückgang unangenehmer Zustände sehr angenehme Folgen hat
- Angstlust
- Erklärungsansätze für die Rezeption gewalthaltiger Medieninhalte - 25Olads & MilnerNeuropsychologen
Setzten tiefenelektroden an unterschiedliche Stellen des Gehirns ein und führten so Reizstrom zu
Ergebnis -> berührte Strukturen konnten aktiviert werden
Je nach Position der Elektroden würden angenehme / unangenehme Emotionen hervorgerufen
Entdeckung des Belohnungs- / Bestrafungszentrum - 26Wilhelm WundtBegründer der experimentellen Psychologie
Konnte einen Zusammenhang zwischen positiven und negativen reizen nachweisen
- wird die Intensität positiver Reize ständig erhöht, gibt es einen Umkehrpunkt, ab dem die Reize als immer unangenehmer empfunden werden - 27Limbische SystemSäugetiere -> riechen -> Riechhirn
Neuzeit auch bei Menschen -> heute nicht mehr
Auch für Emotionen zuständig
Sprichwort -> jmd nicht riechen können - 28Vegetatives (autonomes) NervensystemNicht von zentralen Nervensystem abhängig und nicht willkürlich steuerbar
Für Herzfrequenz, Gerinnungsfaktor des Blutes, Hormone, Blutzucker i.d. Muskeln verantwortlich
BSP.: steigt die Aktivierung (ARAS) wird das vegetative Nervensystem angeregt und Adrenalin ausgeschüttet
SONDERFALL: Atmung -> kann bewusst gesteuert werden, geschieht üblicherweise allerdings automatisch -> Übergang zwischen vegetativen und Zentralnervensystem - 29EmotionenFurcht = Angst (keine Differenzierung
Wie erklärt man Emotionen ? - 30Unterscheidung von EmotionenPhysiologische Reaktion
(Beobachtbar)
Motorische Reaktion
(Vom Körper ausgehend)
Kognitive Reaktionen
(Vom Kopf ausgehend) - 31Physiologische Reaktion (Beobachtbar)Herzrasen
Schwitzen
Zittern
Weinen
Schreien
-> vegetatives Nervensystem - 32Motorische Reaktion (Vom Körper ausgehend)Erstarren
Flucht
Aggressivität - 33Kognitive Reaktionen (Vom Kopf ausgehend)Negative Gedanken
Sensible Wahrnehmung
Denkblockade - 34Charles DarwinVier Basisemotionen
- Angst
- Ärger
- Freude
- Trauer
Haben wir Menschen von klein auf - 35Paul EkmanForschung zu Gesichtsausdrücken
Kulturell übergreifende Fähigkeit
Erweiterung der Grundemotionen um „Überraschung“ und „Ekel“ - 36Kulturspezifische MimikKopfschütteln usw.
- 37EmotionstheorienJames-Lange Theorie
Cannon-Bard Theorie
Lazarus-Schachter Theorie - 38James-Lange TheorieEntstehung von Emotionstheorien
abgeleitet von Aristoteles + Physiologisches Verhalten
"ich bin glücklich, weil ich lache"
Pysiologische Muster, die aufgrund von Umweltreizen enstehen, sidn verantwortlich für die Ausbildung von Emotionen
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Auslösender Reiz
=
Erregung / Handlung
=
Wahrgenommene Erregung, Interpretation der Handlung - 39Weiterentwicklung: Cannon-Bard TheorieEmotionstheorie Verändert
Mittel Hirn -> verarbeitet Informationen -> Aktivierung
Das Gehirn wird durch Reize aktiviert, diese werden verarbeitet und es kommt zu Erregung, Handlung und Emotionserfahrung
---------------
Auslösender Reiz
=
Aktivierung des Gehirns und Verarbeitung
=
Erregung / Handlung / Emotionserfahrung - 40Lazarus-Schachter Theoriebasierend auf Schachters Attributionsforschung
Experiment i.d. Psyche
(Bsp.: Film - Kinder - Puppe)
"Wohlwollende Neubewertung" -> Adaption
---------------
Auslösender Reiz / Physiologische Erregung
=
Bewertung von Erregung und Reiz anhand von situativrn Hinweisreizen und Kontex
=
Emotionserfahrung - 41ExperimenteSchachter: Attributionsforschung
Lazarus: Forschung zu Emotionsentwicklung
Zillmann: Integrative Drei-Faktoren-Emotionstheorie
Mood Management-Theorie: Experiment zu emotionalisierenden Fernsehbeiträgen - 42Schachter: AttributionsforschungExperiment mit drei Gruppen:
G1 erhielt eine geringe Adrenalindosis unter der Vorspiegelung, dass es sich um Vitamine handele;
G2 erhielt eine geringe Adrenalindosis + die Information, dass sie Adrenalin bekam;
Kontrollgruppe erhielt kein Präparat
Anschließend Ausfüllen eines Fragebogens neben einer anderen (eingeweihten) Person, die entweder positive oder negative Stimmung verbreitete -> G1 reagierte am stärksten gemäß des Verhaltens der zweiten Person - 43Lazarus: Forschung zu Emotionsentwicklungdrei gewalthaltige Filme mit unterschiedlichen Kommentaren aus dem Off (sachlicher Kommentar/emotionaler Kommentar/kein Kommentar)
Physiologische Messung der Reaktionen,
Ergebnis: der emotionale Kommentar hatte den stärksten, der sachliche Kommentar den geringsten Einfluss - 44Zillmann: Integrative Drei-Faktoren-EmotionstheorieZillmann: Integrative Drei-Faktoren-Emotionstheorie
Dispositionskomponente: natürliche vs. erlernte Auslöser
Erregungskomponente: Attributionaspekt, überwacht durch Kortex
Erlebenskomponente - 45Mood Management-Theorie: Experiment zu emotionalisierenden FernsehbeiträgenSucht sich Serien nach Stimmung aus
„Lernloch“ für 1-3 Minuten: folgende Nachrichten werden schlechter behalten, da die Formatio reticularis das limbische System blockiert;
3,5-5 Minuten später bleiben die Informationen wieder besser im Gedächtnis – das Aktivierungsniveau ist wieder gesunken
-> Hasspostings auf Social Media - 46AngstbewältigungÄngste sind meist erlernt
verlernbar? -> In angsterregenden Situationen alamiert die Formatio Reticularis das limbische System -> die Aktivierung steigt, man befindet sich physiologisch in einem lernunfähigen Zustand
Man kann nicht gleichzeitig zwei gegenläufige Emotionen empfinden
(Angst und Freude)
Bewusstes Auslösen von Angst durch Medienkonsum
(Angstlust - Berlyne) - 47Systematische DesensibilisierungPersonen die an Angstzuständen leiden, sidn sensibiliesiert
Angsthierachien: Angstitems können in eine Reihenfolge gebracht werden - vom schwächsten bis zum stärksten
frontaler Kortex: Probehandeln -> Angstauslösende Reize und Situationen werden in der Vorstellung durchgegangen - Vorstellungstraining
Entspannungsübung (Jacobson) -> gezielte Entspannung der quergestreiften Muskulatur - 48Floodingdirekte Konfrontation mit angstauslösenden Reizen
dieser Zustand hält aber nicht lange an:
- Vegetatives Nervensystem schaltet ab -> Ohnmacht
- Aktivierung wird zurückgefahren - 49KonstruktivismusErkenntnistheoreitscher Ansatz
Es gibt keine eindeutige Wirklichkeit, jeder hat eine eigene Konstruktion davon
selektive Wahrnehmung
Jeder beachtet andere Dinge
radikaler Konstruktivismus
Es gibt keine verbindeliche Wirklichkeit und daher auch keine verbindliche Wahrheit - 50Radikaler Konstruktivismus: MitbegründerHeinz von Foerster
(Phantasiesprache)
Paul Watzlawick
(gründete eine Schule für Familientherapie) - 51Paul WatzlawickUnterschiedliche Kommunikaionsstile:
Entsteheung durch Sozialisation (Familienregeln)
Metakommunikation:
Kommunikation über Kommunikation; Reflex
Double Bind:
auf Inhalts- und Beziehungsebene können unterschiedliche Informationen übermittelt werden - 52Paul Watzlawick: Double BindErziehung
(Lernen vs. Spielen)
-> Overprotective Behavior = Eltern haben immer Recht -> schädlich für kindliche Entwicklung
Gelernte Hilflosigkeit
(Seligman)
Alltag
(Ironie / Sarkasmus) - 53Paul Watzlawick: Axiome"Man kann nicht nicht kommunizieren"
Vier Felder Schema
(Kritik / Lob i.d. Inhaltsebene
Freund / unsympatische Person i.d. Beziehungsebene)
Kommunikation ist analog und digital - 54digitale KommunikationBuchstaben
Ziffern
Zeichen sind beschränkt, aber exakt - 55analoge KommunikationBilder
Körpersprache - 56GudycunstInterkulturelle Forschung
amerkaner -> japanischen Uni
längere Nachdenkphasen
Amae - Gefühl der geborgenen Abhängigkeit - 57Paul Ekman DarbietungsregelnTechniken, die im sozialen Lernprozess während der Kindheit erworben werde, um den Gefühlsausdruck und die Körpersprache zu kontrollieren und zu steuern
regelkonformes Verhalten = kulturelle Übereinkunft
sind so habitualisiert (zur Gewohnheit geworden), dass es auffällt wenn gegen sie verstoßen wird
Darbiertungsregeln sind allerdings kulturell unterschiedlich -> Konstruktivismus - 58Display Rules1. Hinweis auf ein vorhandenes Gefühl werden abgeschwächt
(Finnland, Schweden)
2. Das vorhandene Gefühl wird verstärkt dargeboten
(Südamerika)
3. Man versucht gefühllos oder neutral zu wirken
(Asien)
4. Das vorhandene Gefühl kann überdeckt werden, indem man eine andee Gefühlregung vorschiebt
(UK, USA) - 59Steuertechniken in unterschiedlichen sozialen Situationenstatischen Merkmalen der an der Situation beteiligten Personen
(Alter, Geschlecht - löst sich aber allmählich auf)
statischen Merkmalen der Umwelt
(feier, Stellenausschreiben, Prüfug, ein und ausseigen in öffentlichen Verkehrsmittel)
temporären Merkmalen von Personen
(Rollen, Einteilung, Hierachien)
gesetzmäßigen, situativen Veränderungen im Laufe der sozialen Interaktion
(Zuhöhren, Diskussion, Streit, Rede) - 60Wahrnehmungdas Wahrnehmungssystem lernt peripher -> es wird selektiert und differenziert, auch soziale Aspekte spielen eine Rolle
- 61TennisaufschwungWahrnehmung und Gehirn haben nach viel Übung gelernt, spezifische Bewegungen zu analaysieren - Zellen im Auge sind mit kortikalen Detektoren und mototrische Zentren erbunden, die sofort reagieren
- 62Chomskygenerative Grammatik
alle menschlichen Sprachen haben eine bestimmte Systematik in sich
ab einem gewissen Alter ist es auch nihct mehr möglich zu lernen - 63Hubel & Wiese(1950) - Kortikale Detektoren
- 64Hirsch & SpinelliExperiment mit jungen Katzen
- 65Mc Colough - EffektFarbbetrachtung
- 66Broadbent: Speichertheorie des GedächtnissesInhalte werden in unterschiedliche Speicher transportiert
sensorischer / ikonischer Speicher
Kurzzeitspeicher / Ultrakurzzeitspeicher
Filter bzw. Filtereinheit
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Wahrnehmung (Sensorik)
=
Ikonischer / Sensorischer Speicher
=
Filter
=
Kurzzeitgedächnis
=
Langzeitgedächnis - 67KurzzeitgedächnisBewertung von Inhalten
Abspeichern von 5-9 Inhalten
Übertragung ins Langzeitgedächnis - 68Ebbinghaus"sinnlose Silben"
(DE-RHU-NDS-AH-DI-EKA-TZE)
Menschen bilden Systeme, da es leichter ist, sich "sinnvolle" Dinge zu merken
Chunks: sinnhafte Einheiten
1,9,8,4 bleibt als 1984 leichter in Erinnerung (Orwell) - 69Filterselektiert Informationen - schutz vor Informationsflut
bestimmte Dinge werden eher wahrgenommen - je nach Mensch und Situation anders
Filterelemete werden erworben und gelernt - 70Bruner & Postman Hypothesentheorie der sozialen WahrnehmungJede Wahrnehmung beginnt mit einer Hypothese auf Basis von Wahrnehmungserwartung aus der Vergangenheit
Kognittionen widersprechen sich -> Ziel Dissonanz vermeiden
Begründungszusammenhänge - Änderung von Hypothesen ist schwierig; Bedeutung des sozialen Umfelds - 71Bsp.: RaucherDissonanter Gedanke = "Rauchen kann tödlich sein"
a) aufhören zu rauchen
b) selektive Wahrnehmung -> wiss. Ergebnissen keinen Glauben schenken - 72HypothesenstärkeJe häufiger eine Hypothese bestätigt wird, desto stärker verankert sie sich
Je mehr verfügbare Alternativhypothesen, desto schwächer ist die Anfangshypothese
Je größer die motivationale Unterstützung ist, desto stärker ist die Hypothese
(nur das was ins Bild passt wird wahrgenommen)
Je größer die kognitive Unterstützung, desto stärker die Hypothese
(bereits vorhandene konsistente Information)
Je stärker die soziale Unterstützung ist, desto stärker ist die Hypothese
(sicheres soziales Terrain mit der eigenen Gruppe) - 73Social Perception Theories Je Stärker eine Hypothese ist...... desto größer die Aktivierungswahrscheinlichkeit der Hypothese
... desto geringer die nötige Reizinformation zur Bestätigung der Hypothese
... desto größer muss die widersprüchliche Reizinformation sein, um sie zu ädern -> Änderungseresistenz - 74Stereotype Lippmann, 1922öffentliche Meinung
Welt draußen - als objektive Realität
Bilder im Kopf als Abbild der Welt - 75Stereotype PsychologieStereotype dienen der Reizklassifizierung Wahrnehmungsstrukturierung
positiv reduzierter Komplexität - 76Stereotype Lilli, 1979Reizklassifizierung
sollte nicht als absolute Wahrheit gesehen werden - 77verdeckte StereotypeDichotomisierung:
Unterschiede werden übertrieben (Geschlechterrollen)
Generalisierung:
Verallgemeinerung der Merkmale einer Person auf eine komplette Gruppe
(nationale Stereotype) - 78Vorurteile Katz & Braly (1933)Stereotype
kognitive Ausprägung
(das Wahrnehmen, Denken, Erkennen betreffend)
Vorurteile
affektive Ausprägung
(gefühlsbetont, durch Affekte gekennzeichnet) - 79Vorurteilebasieren oft auf Informationen aus zweiter Hand, werden übernommen -> Medien
Reduktion von Angst und Unsicherheit
Aufwertung der eigenen Gruppe
Abwertung der Fremdgruppe
Selbstzbestätigungsprozess
(self - fulfilling prohecies) - 80EtikerttierungstheoriePersonen werden aufgrund von Vorurteilen etikettiert
so wirksam, dass sie sich dem Vorurteilen entsprechend verhalten - 81Gerbner KultivierungshypotheseAnnahme:
Fernsehen als Melting pot
Hintergrund:
Privatsender waren darauf ausgerichtet, ein möglichst großes Publikum zu erreichen
(Werbeeinnahmen)
gleichzeitiger Anstieg von sozialer Instabilität -> Schuldzuweisung an Gewalt in den Medien - 82Vielseher SyndromDie Angst der Vielseher
problematisch:
Definition nie festgelegt
"Erbärmliche-Welt-Syndrom"
Anomie, Entfremdung - 83Durkheim & Seeman (1897 & 1959) Anomie (Entfremdung)Empfindung von Machtlosigkeit
Bedeutungslosigkeit
Normlosigkeit
Isolation - 84Rotter Locus of Controll"Ort der Kontrolle"
Internationale Kontrollüberzeugung
Externale Kontrollüberzeugung - 85Internationale KontrollüberzeugungDie Möglichkeit der Ausübung von Kontrolle ist definiert durch die eigenen Fähigkeiten, Motivationen,...
- 86Externe KontrollüberzeugungKontrolle ist definiert durch Glück, Zufall, Schicksal,...
Das Leben verläuft schicksalhaft die eigenen Handlungen haben keine unmittelbare Konsequenzen - 87"Ort der Kontrolle"beides per se nicht gut oder schlecht
die Kontrollüberzeugung einer Person ist nicht für alle Situationen des Lebens identisch (Lotterie) - 88Lerner, 1980 Just World - TheorieGrundgedanke
"A just world is one in which perople get what they deserve"
Konzept, mit dem internal attribuierende Personen kognitive Dissonanz kompensieren -> Verleugnung von Ungerechtigkeit - 89Richard SennettBefragung der Obdachlosen
- 90Seligman Gelernte HilflosigkeitModell um Depressionen zu erklären die auf exogene Faktoren zurückzuführen sind
Experiment mit Hunden - 91Vitouch & Klein Wirkung von Kontrollverlust auf die Wahrnehmung medialer InhalteG1: Kontrollerleben
positive Kontrollssituation
G2: Kontrollverlust
Hilflosigkeitssituation
G3: Kontrollgruppe
"neutrale Gruppe" - 92Prokasy Vorhersagbarkeit Experiment mit RattenVorhersagbarkeit als zentraler Aspekt von Kontrollerleben
T-Labyrinth mit Futterkammer - 93Schroder Modell der komplexen InformationsverarbeitungInformationsaufnahme
- subjektive Differenzierung
- subjektive Diskriminierung
Parameter für die Entwicklung des konzeptuellen Niveaus
- Anzahl der Informationssuchreaktion
- Differenzierung
- Integration - 94Epstein Angstbewältigungsstrategienerlernen von
- inadäquat -> "alles oder nichts"- Prinzip
- adäquat -> nach dem ersten Erleben einer Angst wird weiter kognitiv daran gearbeitet - 95Krohne & Byrne R-S-KonstruktDifferenzierung der inadäquaten Angstbewältigungsstrategie
Represser: gehen Angst reize aus dem Weg
Sensibilisierer: ständig auf der Suche nach Angst reiz
Boulevardmedien - 96Krohne Zweiprozess - Modell elterlicher ErziehungswirkungErwerb von Kontrollkompetenz + Vorhersagbarkeit des elterlichen Feedbacks ist entscheidend für die Entwicklung von Angstbewältigungsstrategien
- 97Defensive AngstbewältigungWarum sehen Rezipierende bestimmte Programme gern an
mögliche Überwindung von Abläufen durch zusätzliche Information, Weiterbildung,... - 98Peter Vorderer Entfremdung / Kontrollverlust / HilflosigkeitHeavy User
Stellvertretender Kompetenzen Erwerb durch Identifikation
(Film - Superheld)
Erwerb von Vorhersagbarkeit (Happy End) - 99Knowledge GapMedien als demokratische Möglichkeit der Informationsaneignung (keine Lesekompetenz notwendig)
Jedoch: Einfluss der Programmwahl - 100Galtung & Ruge (1965) Nachrichtenfaktoren1. Frequenz
2. Schwellenfaktor
3. Eindeutigkeit
4. Bedeutsamkeit
(kulturelle Nähe, Relevanz)
5. Konsonanz
(Vorhersehbarkeit, Wünschbarkeit)
6. Überraschung
(Unvorhersagbarkeit, Seltenheit)
7. Kontinuität
8. Variation - 1011. Frequenzkurze und kurzfristig abgeschlossene Ereignisse haben bessere Chancen zur Nachricht zur werden
- 1022. SchwellenfaktorEreignisse die registriert werden sollen, müssen eine gewisse Aufmerksamkeitsschwelle überwinden
- 1033. EindeutigkeitJe klarer, einfacher und konsistenter ein Ereignis, desto größer sein Nachrichtenwert
- 1044. Bedeutsamkeit (kulturelle Nähe, Relevanz)erkennbare Auswirkung auf die eigene Lebenssituation haben
ethnozentrischer Filter - 1055. Konsonanz (Vorhersehbarkeit, Wünschbarkeit)Je mehr ein Ereignis den Erwartungen und wünschen eines Publikums entspricht, desto eher wird es zur Nachricht
- 1066. Überraschung (Unvorhersagbarkeit, Seltenheit)Nachrichtenwert innerhalb des Vorhersagbaren und Konsonanten
sollte allerdings in Grenzen gehalten werden und nicht zu groß sein - 1077. KontinuitätHat ein Ereignis einmal Aufmerksamkeit erregt, wird darüber eine Zeit lang kontinuierlich berichtet, auch wenn sein Nachrichtenwert sinkt
- 1088. VariationEreignisse, die eine Variation gegenüber einem dominierenden Nachrichtentyp bringen haben eine erhöhte Chance, in die Berichterstattung aufgenommen zu werden
- 109Kepplinger, 1998 Zwei - Komponenten - Modell der Nachrichtenauswahljournalistische Selektionskriterien und Ereignis Auswahl
Konstruktivismus: Journalisten nehmen die Welt unterschiedlich wahr
Objektivität: für Menschen unmöglich