GoConqr has a new look! Let us know what you think.

Flashcards

Medienpsychologie

Leona W. German 109 cards

Cards in this deck (109)

  1. 1Def Medienpsychologieversucht durch Theorien und Methoden die Interaktion zwischen Rezipienten und Medien zu erklären
  2. 2Richtungen der PsychologieEntwicklungspsychologie
    Emotionspsychologie
    Neuropsychologie
    Sozialpsychologie
    Wahrnehmungspsychologie
    Kognitionspsychologie
    Persönlichkeitspsychologie
  3. 3EntwicklungspsychologieKorrespondenz der Entwicklungsstufen mit dem Medienkonsum
    Kulturpessimistischer Ansatz
    Wirkungsansatz
    Nutzungs- und Gewohnheitsansatz
  4. 4EmotionspsychologieEntstehung von Emotionen
    Erfassbbarkeit von Emotionen
    (Rationalität ist kein Gefühl)
  5. 5NeuropsychologieFunktionen des Gehirn
    (Reaktionen, Interaktionen, Emotionen)
    Erregungen
    Wahrnehmung
    Reizüberflutungen
  6. 6SozialpsychologieSoziale Intertaktion in Medien
    Einstellungen
    Attributionsstile
  7. 7WahrnehmungspsychologieFunktion menschlicher Wahrnehmung
    Selektive Wahrnehmung
  8. 8KognitionspsychologieLernen
    Gedächnis
    Zugriffshypothese
    (kein zugriff auf bestimmte areale - Verwendung zu wenig)
  9. 9PersönlichkeitspsychologieEntwicklung von Einstellungen, Persönlichkeitsmerkmalen, Werte
    Und wie dich diese auf die Medien auswirken
    Konstruktionen und Interaktionen
  10. 10Arten von ThesenHabitationsthese
    (Gewohnheit)
    Prohibition Thesen
    (Abschreckend)
    Stimulationsthesen
    (vgl. Emotionspsychologie)
    Imitationsthese
    (Gewalt)
    Nutzen- und Belohnungsthesen
  11. 11Habitationsthese (Gewohnheit)Oft Gewalt Wahrgenommen = Gewohnheit
    Manchmal muss die Dosis erhöht werden, damit bestimmte Sachen wahrgenommen werden
  12. 12Prohibition Thesen (Abschreckend)Verbot
    staatliches Verbot, Alkohol / Drogen herzustellen oder abzugeben
    Optimistisch
  13. 13Stimulationsthesen (vgl. Emotionspsychologie)Psychische Erregung steigt durch gewalt
    Steigung führt zu Aggressivität oder Ängstlichkeit
  14. 14Imitationsthese (Gewalt)Darstellung von Gewalt wird imitiert (nachgeahmt)
    nicht immer Realitätsgetreu
    Belohnung statt Bestrafung - Imitation steigt (Puppen Bsp.)
  15. 15Nutzen- und BelohnungsthesenKarthasis These (griechisch - entlassen)
    Ausleben innerer Konflikte und verdrängter Emotionen führt zu einer Reduktion dieser Konflikte und Gefühle
    viel Gewalt wirkt Entlastend
  16. 16NeuropsychologieFunktionsweise des Gehirns
    (Wovon sind abläufe abhängig?)
    vegetatives Nervensystem ->
    Aktivierungsniveaus, Entwicklung von Emotionen - nicht unmittelbar beeinflussbar
  17. 17Formatio Reticularisformatio „Gestaltung“ / „Bildung“
    reticularis „netzartig“
    Nerven (Neuronen)-Netzwerk im Hirnstamm
    zuständig für physiologische Erregungen, Bewusstsein und Aufmerksamkeit
    Reize von außen werden an die "Formatio Reticularis" geleitet -> von dort wird das gesamte Gehirn "alarmiert"
  18. 18Formatio Reticularis Experiment mit KatzenFormatio Reticularis gekappt -> Katzen verfielen in eine Art Dämmerzustand
    nach einigen Tagen wurden die Katzen wieder wacher
    limbischer Kortex übernahm die Funktionen der Formatio Reticularis
  19. 19ARAS aufsteigendes retikuläres AktivierungssystemARAS, ist in der Formatio reticularis lokalisiert und für die Aktivierung von Körperfunktionen ausschlaggebend (Nervensystem, Zentralnervensystem).
    Nervennetzwerk am Ende des hinteren Rückenmarks -> Aktivierungsniveaus
    motorische, kognitive und optische Signale werden evoziert
    Blutdruck und Herzfrequenzen werden angpasst
  20. 20Limbisches Systemauslösung von Endorphinen, Verarbeitung von Emotionen
    verbunden mit hypothalamischen Kernen -> affektive Färbung von Sinneseindrücken
  21. 21Hippocampian limbischen Cortex angelagert
    mitverantwortlich für Aktivierung und die Entstehung von Emotionen
    zuständig für Lernen, Aufnahme- und Speicherfähigkeit
    transferieren Informationen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächnis -> Korsakoff-Syndrom
    verantwortlich für Orientierung -> Cognitive Maps
  22. 22Yerkes Dodson Gesetz1920 auf Basis empirischer Befunde aufgestellt
    Zusammenhang zwischen Aktivierung und Leistung
    Je höher die Aktivierung, desto höher die Leistung -> stimmt nicht
    Leistung sinkt ab einem gewissen Aktivierungsniveau wieder ab
    Ausnahme -> rein körperliche Leistung
  23. 23Two- Arousal- Hypothese (Routtenberg)ARAS hemmt Hippocampi
    Bedeutung für Verhaltenstherapie
  24. 24Berlyneamerikanischer Lernpsychologe
    Erkenntnis-> Tiere und Menschen streben unter bestimmten Bedingungen aversive (ablehnende) Zustände an
    Weil sie wissen dass auf den Rückgang unangenehmer Zustände sehr angenehme Folgen hat
    - Angstlust
    - Erklärungsansätze für die Rezeption gewalthaltiger Medieninhalte
  25. 25Olads & MilnerNeuropsychologen
    Setzten tiefenelektroden an unterschiedliche Stellen des Gehirns ein und führten so Reizstrom zu
    Ergebnis -> berührte Strukturen konnten aktiviert werden
    Je nach Position der Elektroden würden angenehme / unangenehme Emotionen hervorgerufen
    Entdeckung des Belohnungs- / Bestrafungszentrum
  26. 26Wilhelm WundtBegründer der experimentellen Psychologie
    Konnte einen Zusammenhang zwischen positiven und negativen reizen nachweisen
    - wird die Intensität positiver Reize ständig erhöht, gibt es einen Umkehrpunkt, ab dem die Reize als immer unangenehmer empfunden werden
  27. 27Limbische SystemSäugetiere -> riechen -> Riechhirn
    Neuzeit auch bei Menschen -> heute nicht mehr
    Auch für Emotionen zuständig
    Sprichwort -> jmd nicht riechen können
  28. 28Vegetatives (autonomes) NervensystemNicht von zentralen Nervensystem abhängig und nicht willkürlich steuerbar
    Für Herzfrequenz, Gerinnungsfaktor des Blutes, Hormone, Blutzucker i.d. Muskeln verantwortlich
    BSP.: steigt die Aktivierung (ARAS) wird das vegetative Nervensystem angeregt und Adrenalin ausgeschüttet
    SONDERFALL: Atmung -> kann bewusst gesteuert werden, geschieht üblicherweise allerdings automatisch -> Übergang zwischen vegetativen und Zentralnervensystem
  29. 29EmotionenFurcht = Angst (keine Differenzierung
    Wie erklärt man Emotionen ?
  30. 30Unterscheidung von EmotionenPhysiologische Reaktion
    (Beobachtbar)
    Motorische Reaktion
    (Vom Körper ausgehend)
    Kognitive Reaktionen
    (Vom Kopf ausgehend)
  31. 31Physiologische Reaktion (Beobachtbar)Herzrasen
    Schwitzen
    Zittern
    Weinen
    Schreien
    -> vegetatives Nervensystem
  32. 32Motorische Reaktion (Vom Körper ausgehend)Erstarren
    Flucht
    Aggressivität
  33. 33Kognitive Reaktionen (Vom Kopf ausgehend)Negative Gedanken
    Sensible Wahrnehmung
    Denkblockade
  34. 34Charles DarwinVier Basisemotionen
    - Angst
    - Ärger
    - Freude
    - Trauer
    Haben wir Menschen von klein auf
  35. 35Paul EkmanForschung zu Gesichtsausdrücken
    Kulturell übergreifende Fähigkeit
    Erweiterung der Grundemotionen um „Überraschung“ und „Ekel“
  36. 36Kulturspezifische MimikKopfschütteln usw.
  37. 37EmotionstheorienJames-Lange Theorie
    Cannon-Bard Theorie
    Lazarus-Schachter Theorie
  38. 38James-Lange TheorieEntstehung von Emotionstheorien
    abgeleitet von Aristoteles + Physiologisches Verhalten
    "ich bin glücklich, weil ich lache"
    Pysiologische Muster, die aufgrund von Umweltreizen enstehen, sidn verantwortlich für die Ausbildung von Emotionen
    ---------------
    Auslösender Reiz
    =
    Erregung / Handlung
    =
    Wahrgenommene Erregung, Interpretation der Handlung
  39. 39Weiterentwicklung: Cannon-Bard TheorieEmotionstheorie Verändert
    Mittel Hirn -> verarbeitet Informationen -> Aktivierung
    Das Gehirn wird durch Reize aktiviert, diese werden verarbeitet und es kommt zu Erregung, Handlung und Emotionserfahrung
    ---------------
    Auslösender Reiz
    =
    Aktivierung des Gehirns und Verarbeitung
    =
    Erregung / Handlung / Emotionserfahrung
  40. 40Lazarus-Schachter Theoriebasierend auf Schachters Attributionsforschung
    Experiment i.d. Psyche
    (Bsp.: Film - Kinder - Puppe)
    "Wohlwollende Neubewertung" -> Adaption
    ---------------
    Auslösender Reiz / Physiologische Erregung
    =
    Bewertung von Erregung und Reiz anhand von situativrn Hinweisreizen und Kontex
    =
    Emotionserfahrung
  41. 41ExperimenteSchachter: Attributionsforschung
    Lazarus: Forschung zu Emotionsentwicklung
    Zillmann: Integrative Drei-Faktoren-Emotionstheorie
    Mood Management-Theorie: Experiment zu emotionalisierenden Fernsehbeiträgen
  42. 42Schachter: AttributionsforschungExperiment mit drei Gruppen:
    G1 erhielt eine geringe Adrenalindosis unter der Vorspiegelung, dass es sich um Vitamine handele;
    G2 erhielt eine geringe Adrenalindosis + die Information, dass sie Adrenalin bekam;
    Kontrollgruppe erhielt kein Präparat
    Anschließend Ausfüllen eines Fragebogens neben einer anderen (eingeweihten) Person, die entweder positive oder negative Stimmung verbreitete -> G1 reagierte am stärksten gemäß des Verhaltens der zweiten Person
  43. 43Lazarus: Forschung zu Emotionsentwicklungdrei gewalthaltige Filme mit unterschiedlichen Kommentaren aus dem Off (sachlicher Kommentar/emotionaler Kommentar/kein Kommentar)
    Physiologische Messung der Reaktionen,
    Ergebnis: der emotionale Kommentar hatte den stärksten, der sachliche Kommentar den geringsten Einfluss
  44. 44Zillmann: Integrative Drei-Faktoren-EmotionstheorieZillmann: Integrative Drei-Faktoren-Emotionstheorie
    Dispositionskomponente: natürliche vs. erlernte Auslöser
    Erregungskomponente: Attributionaspekt, überwacht durch Kortex
    Erlebenskomponente
  45. 45Mood Management-Theorie: Experiment zu emotionalisierenden FernsehbeiträgenSucht sich Serien nach Stimmung aus
    „Lernloch“ für 1-3 Minuten: folgende Nachrichten werden schlechter behalten, da die Formatio reticularis das limbische System blockiert;
    3,5-5 Minuten später bleiben die Informationen wieder besser im Gedächtnis – das Aktivierungsniveau ist wieder gesunken
    -> Hasspostings auf Social Media
  46. 46AngstbewältigungÄngste sind meist erlernt
    verlernbar? -> In angsterregenden Situationen alamiert die Formatio Reticularis das limbische System -> die Aktivierung steigt, man befindet sich physiologisch in einem lernunfähigen Zustand
    Man kann nicht gleichzeitig zwei gegenläufige Emotionen empfinden
    (Angst und Freude)
    Bewusstes Auslösen von Angst durch Medienkonsum
    (Angstlust - Berlyne)
  47. 47Systematische DesensibilisierungPersonen die an Angstzuständen leiden, sidn sensibiliesiert
    Angsthierachien: Angstitems können in eine Reihenfolge gebracht werden - vom schwächsten bis zum stärksten
    frontaler Kortex: Probehandeln -> Angstauslösende Reize und Situationen werden in der Vorstellung durchgegangen - Vorstellungstraining
    Entspannungsübung (Jacobson) -> gezielte Entspannung der quergestreiften Muskulatur
  48. 48Floodingdirekte Konfrontation mit angstauslösenden Reizen
    dieser Zustand hält aber nicht lange an:
    - Vegetatives Nervensystem schaltet ab -> Ohnmacht
    - Aktivierung wird zurückgefahren
  49. 49KonstruktivismusErkenntnistheoreitscher Ansatz
    Es gibt keine eindeutige Wirklichkeit, jeder hat eine eigene Konstruktion davon
    selektive Wahrnehmung
    Jeder beachtet andere Dinge
    radikaler Konstruktivismus
    Es gibt keine verbindeliche Wirklichkeit und daher auch keine verbindliche Wahrheit
  50. 50Radikaler Konstruktivismus: MitbegründerHeinz von Foerster
    (Phantasiesprache)
    Paul Watzlawick
    (gründete eine Schule für Familientherapie)
  51. 51Paul WatzlawickUnterschiedliche Kommunikaionsstile:
    Entsteheung durch Sozialisation (Familienregeln)
    Metakommunikation:
    Kommunikation über Kommunikation; Reflex
    Double Bind:
    auf Inhalts- und Beziehungsebene können unterschiedliche Informationen übermittelt werden
  52. 52Paul Watzlawick: Double BindErziehung
    (Lernen vs. Spielen)
    -> Overprotective Behavior = Eltern haben immer Recht -> schädlich für kindliche Entwicklung
    Gelernte Hilflosigkeit
    (Seligman)
    Alltag
    (Ironie / Sarkasmus)
  53. 53Paul Watzlawick: Axiome"Man kann nicht nicht kommunizieren"
    Vier Felder Schema
    (Kritik / Lob i.d. Inhaltsebene
    Freund / unsympatische Person i.d. Beziehungsebene)
    Kommunikation ist analog und digital
  54. 54digitale KommunikationBuchstaben
    Ziffern
    Zeichen sind beschränkt, aber exakt
  55. 55analoge KommunikationBilder
    Körpersprache
  56. 56GudycunstInterkulturelle Forschung
    amerkaner -> japanischen Uni
    längere Nachdenkphasen
    Amae - Gefühl der geborgenen Abhängigkeit
  57. 57Paul Ekman DarbietungsregelnTechniken, die im sozialen Lernprozess während der Kindheit erworben werde, um den Gefühlsausdruck und die Körpersprache zu kontrollieren und zu steuern
    regelkonformes Verhalten = kulturelle Übereinkunft
    sind so habitualisiert (zur Gewohnheit geworden), dass es auffällt wenn gegen sie verstoßen wird
    Darbiertungsregeln sind allerdings kulturell unterschiedlich -> Konstruktivismus
  58. 58Display Rules1. Hinweis auf ein vorhandenes Gefühl werden abgeschwächt
    (Finnland, Schweden)
    2. Das vorhandene Gefühl wird verstärkt dargeboten
    (Südamerika)
    3. Man versucht gefühllos oder neutral zu wirken
    (Asien)
    4. Das vorhandene Gefühl kann überdeckt werden, indem man eine andee Gefühlregung vorschiebt
    (UK, USA)
  59. 59Steuertechniken in unterschiedlichen sozialen Situationenstatischen Merkmalen der an der Situation beteiligten Personen
    (Alter, Geschlecht - löst sich aber allmählich auf)
    statischen Merkmalen der Umwelt
    (feier, Stellenausschreiben, Prüfug, ein und ausseigen in öffentlichen Verkehrsmittel)
    temporären Merkmalen von Personen
    (Rollen, Einteilung, Hierachien)
    gesetzmäßigen, situativen Veränderungen im Laufe der sozialen Interaktion
    (Zuhöhren, Diskussion, Streit, Rede)
  60. 60Wahrnehmungdas Wahrnehmungssystem lernt peripher -> es wird selektiert und differenziert, auch soziale Aspekte spielen eine Rolle
  61. 61TennisaufschwungWahrnehmung und Gehirn haben nach viel Übung gelernt, spezifische Bewegungen zu analaysieren - Zellen im Auge sind mit kortikalen Detektoren und mototrische Zentren erbunden, die sofort reagieren
  62. 62Chomskygenerative Grammatik
    alle menschlichen Sprachen haben eine bestimmte Systematik in sich
    ab einem gewissen Alter ist es auch nihct mehr möglich zu lernen
  63. 63Hubel & Wiese(1950) - Kortikale Detektoren
  64. 64Hirsch & SpinelliExperiment mit jungen Katzen
  65. 65Mc Colough - EffektFarbbetrachtung
  66. 66Broadbent: Speichertheorie des GedächtnissesInhalte werden in unterschiedliche Speicher transportiert
    sensorischer / ikonischer Speicher
    Kurzzeitspeicher / Ultrakurzzeitspeicher
    Filter bzw. Filtereinheit
    ------------------
    Wahrnehmung (Sensorik)
    =
    Ikonischer / Sensorischer Speicher
    =
    Filter
    =
    Kurzzeitgedächnis
    =
    Langzeitgedächnis
  67. 67KurzzeitgedächnisBewertung von Inhalten
    Abspeichern von 5-9 Inhalten
    Übertragung ins Langzeitgedächnis
  68. 68Ebbinghaus"sinnlose Silben"
    (DE-RHU-NDS-AH-DI-EKA-TZE)
    Menschen bilden Systeme, da es leichter ist, sich "sinnvolle" Dinge zu merken
    Chunks: sinnhafte Einheiten
    1,9,8,4 bleibt als 1984 leichter in Erinnerung (Orwell)
  69. 69Filterselektiert Informationen - schutz vor Informationsflut
    bestimmte Dinge werden eher wahrgenommen - je nach Mensch und Situation anders
    Filterelemete werden erworben und gelernt
  70. 70Bruner & Postman Hypothesentheorie der sozialen WahrnehmungJede Wahrnehmung beginnt mit einer Hypothese auf Basis von Wahrnehmungserwartung aus der Vergangenheit
    Kognittionen widersprechen sich -> Ziel Dissonanz vermeiden
    Begründungszusammenhänge - Änderung von Hypothesen ist schwierig; Bedeutung des sozialen Umfelds
  71. 71Bsp.: RaucherDissonanter Gedanke = "Rauchen kann tödlich sein"
    a) aufhören zu rauchen
    b) selektive Wahrnehmung -> wiss. Ergebnissen keinen Glauben schenken
  72. 72HypothesenstärkeJe häufiger eine Hypothese bestätigt wird, desto stärker verankert sie sich
    Je mehr verfügbare Alternativhypothesen, desto schwächer ist die Anfangshypothese
    Je größer die motivationale Unterstützung ist, desto stärker ist die Hypothese
    (nur das was ins Bild passt wird wahrgenommen)
    Je größer die kognitive Unterstützung, desto stärker die Hypothese
    (bereits vorhandene konsistente Information)
    Je stärker die soziale Unterstützung ist, desto stärker ist die Hypothese
    (sicheres soziales Terrain mit der eigenen Gruppe)
  73. 73Social Perception Theories Je Stärker eine Hypothese ist...... desto größer die Aktivierungswahrscheinlichkeit der Hypothese
    ... desto geringer die nötige Reizinformation zur Bestätigung der Hypothese
    ... desto größer muss die widersprüchliche Reizinformation sein, um sie zu ädern -> Änderungseresistenz
  74. 74Stereotype Lippmann, 1922öffentliche Meinung
    Welt draußen - als objektive Realität
    Bilder im Kopf als Abbild der Welt
  75. 75Stereotype PsychologieStereotype dienen der Reizklassifizierung Wahrnehmungsstrukturierung
    positiv reduzierter Komplexität
  76. 76Stereotype Lilli, 1979Reizklassifizierung
    sollte nicht als absolute Wahrheit gesehen werden
  77. 77verdeckte StereotypeDichotomisierung:
    Unterschiede werden übertrieben (Geschlechterrollen)
    Generalisierung:
    Verallgemeinerung der Merkmale einer Person auf eine komplette Gruppe
    (nationale Stereotype)
  78. 78Vorurteile Katz & Braly (1933)Stereotype
    kognitive Ausprägung
    (das Wahrnehmen, Denken, Erkennen betreffend)
    Vorurteile
    affektive Ausprägung
    (gefühlsbetont, durch Affekte gekennzeichnet)
  79. 79Vorurteilebasieren oft auf Informationen aus zweiter Hand, werden übernommen -> Medien
    Reduktion von Angst und Unsicherheit
    Aufwertung der eigenen Gruppe
    Abwertung der Fremdgruppe
    Selbstzbestätigungsprozess
    (self - fulfilling prohecies)
  80. 80EtikerttierungstheoriePersonen werden aufgrund von Vorurteilen etikettiert
    so wirksam, dass sie sich dem Vorurteilen entsprechend verhalten
  81. 81Gerbner KultivierungshypotheseAnnahme:
    Fernsehen als Melting pot
    Hintergrund:
    Privatsender waren darauf ausgerichtet, ein möglichst großes Publikum zu erreichen
    (Werbeeinnahmen)
    gleichzeitiger Anstieg von sozialer Instabilität -> Schuldzuweisung an Gewalt in den Medien
  82. 82Vielseher SyndromDie Angst der Vielseher
    problematisch:
    Definition nie festgelegt
    "Erbärmliche-Welt-Syndrom"
    Anomie, Entfremdung
  83. 83Durkheim & Seeman (1897 & 1959) Anomie (Entfremdung)Empfindung von Machtlosigkeit
    Bedeutungslosigkeit
    Normlosigkeit
    Isolation
  84. 84Rotter Locus of Controll"Ort der Kontrolle"
    Internationale Kontrollüberzeugung
    Externale Kontrollüberzeugung
  85. 85Internationale KontrollüberzeugungDie Möglichkeit der Ausübung von Kontrolle ist definiert durch die eigenen Fähigkeiten, Motivationen,...
  86. 86Externe KontrollüberzeugungKontrolle ist definiert durch Glück, Zufall, Schicksal,...
    Das Leben verläuft schicksalhaft die eigenen Handlungen haben keine unmittelbare Konsequenzen
  87. 87"Ort der Kontrolle"beides per se nicht gut oder schlecht
    die Kontrollüberzeugung einer Person ist nicht für alle Situationen des Lebens identisch (Lotterie)
  88. 88Lerner, 1980 Just World - TheorieGrundgedanke
    "A just world is one in which perople get what they deserve"
    Konzept, mit dem internal attribuierende Personen kognitive Dissonanz kompensieren -> Verleugnung von Ungerechtigkeit
  89. 89Richard SennettBefragung der Obdachlosen
  90. 90Seligman Gelernte HilflosigkeitModell um Depressionen zu erklären die auf exogene Faktoren zurückzuführen sind
    Experiment mit Hunden
  91. 91Vitouch & Klein Wirkung von Kontrollverlust auf die Wahrnehmung medialer InhalteG1: Kontrollerleben
    positive Kontrollssituation
    G2: Kontrollverlust
    Hilflosigkeitssituation
    G3: Kontrollgruppe
    "neutrale Gruppe"
  92. 92Prokasy Vorhersagbarkeit Experiment mit RattenVorhersagbarkeit als zentraler Aspekt von Kontrollerleben
    T-Labyrinth mit Futterkammer
  93. 93Schroder Modell der komplexen InformationsverarbeitungInformationsaufnahme
    - subjektive Differenzierung
    - subjektive Diskriminierung
    Parameter für die Entwicklung des konzeptuellen Niveaus
    - Anzahl der Informationssuchreaktion
    - Differenzierung
    - Integration
  94. 94Epstein Angstbewältigungsstrategienerlernen von
    - inadäquat -> "alles oder nichts"- Prinzip
    - adäquat -> nach dem ersten Erleben einer Angst wird weiter kognitiv daran gearbeitet
  95. 95Krohne & Byrne R-S-KonstruktDifferenzierung der inadäquaten Angstbewältigungsstrategie
    Represser: gehen Angst reize aus dem Weg
    Sensibilisierer: ständig auf der Suche nach Angst reiz
    Boulevardmedien
  96. 96Krohne Zweiprozess - Modell elterlicher ErziehungswirkungErwerb von Kontrollkompetenz + Vorhersagbarkeit des elterlichen Feedbacks ist entscheidend für die Entwicklung von Angstbewältigungsstrategien
  97. 97Defensive AngstbewältigungWarum sehen Rezipierende bestimmte Programme gern an
    mögliche Überwindung von Abläufen durch zusätzliche Information, Weiterbildung,...
  98. 98Peter Vorderer Entfremdung / Kontrollverlust / HilflosigkeitHeavy User
    Stellvertretender Kompetenzen Erwerb durch Identifikation
    (Film - Superheld)
    Erwerb von Vorhersagbarkeit (Happy End)
  99. 99Knowledge GapMedien als demokratische Möglichkeit der Informationsaneignung (keine Lesekompetenz notwendig)
    Jedoch: Einfluss der Programmwahl
  100. 100Galtung & Ruge (1965) Nachrichtenfaktoren1. Frequenz
    2. Schwellenfaktor
    3. Eindeutigkeit
    4. Bedeutsamkeit
    (kulturelle Nähe, Relevanz)
    5. Konsonanz
    (Vorhersehbarkeit, Wünschbarkeit)
    6. Überraschung
    (Unvorhersagbarkeit, Seltenheit)
    7. Kontinuität
    8. Variation
  101. 1011. Frequenzkurze und kurzfristig abgeschlossene Ereignisse haben bessere Chancen zur Nachricht zur werden
  102. 1022. SchwellenfaktorEreignisse die registriert werden sollen, müssen eine gewisse Aufmerksamkeitsschwelle überwinden
  103. 1033. EindeutigkeitJe klarer, einfacher und konsistenter ein Ereignis, desto größer sein Nachrichtenwert
  104. 1044. Bedeutsamkeit (kulturelle Nähe, Relevanz)erkennbare Auswirkung auf die eigene Lebenssituation haben
    ethnozentrischer Filter
  105. 1055. Konsonanz (Vorhersehbarkeit, Wünschbarkeit)Je mehr ein Ereignis den Erwartungen und wünschen eines Publikums entspricht, desto eher wird es zur Nachricht
  106. 1066. Überraschung (Unvorhersagbarkeit, Seltenheit)Nachrichtenwert innerhalb des Vorhersagbaren und Konsonanten
    sollte allerdings in Grenzen gehalten werden und nicht zu groß sein
  107. 1077. KontinuitätHat ein Ereignis einmal Aufmerksamkeit erregt, wird darüber eine Zeit lang kontinuierlich berichtet, auch wenn sein Nachrichtenwert sinkt
  108. 1088. VariationEreignisse, die eine Variation gegenüber einem dominierenden Nachrichtentyp bringen haben eine erhöhte Chance, in die Berichterstattung aufgenommen zu werden
  109. 109Kepplinger, 1998 Zwei - Komponenten - Modell der Nachrichtenauswahljournalistische Selektionskriterien und Ereignis Auswahl
    Konstruktivismus: Journalisten nehmen die Welt unterschiedlich wahr
    Objektivität: für Menschen unmöglich

Information

Description
*NEU*
Created by
Leona W.
Views
88
Rating

Feedback

What is it about?

What do you think of the new look?

How do you like it?