Karteikarten
KatHo Münster BaSa M20 Medizin
Karten in diesem Stapel (168)
- 1Medizinisch-naturwissenschaftliches Krankheitsmodell erklärt nicht...Warum werde ich immer im Urlaub krank?
- 2Bio-psycho-soziales Krankheitsmodell erklärt nicht...Warum gibt es überhaupt Viren die Krank machen?
- 3Evolutionsbiologisches Krankheitsmodell erklärt nicht...Bin ich nur erkältet, oder schon krank?
- 4Soziologische Krankheitsmodelle erklären nicht...Warum verlaufen Krankheiten trotz unterschiedlicher Umstände ähnlich?
- 5Theologische/philosophische Krankheitsmodelle erklären nicht...Warum müssen wir leiden?
- 6Stress-Coping-Modelle-problemorientiertes
-emotionsregulierendes
-bewertungsorientiertes
to cope with something:
etw. bewältigen/überwinden - 7Was ist der Krankheitsgewinn?Primär: "Lösung" eines inneren Konflikts
Sek: Fürsorge, Zuwendung, Rücksichtnahme, Rollenbefreiung - 8Was ist Salutogenese?-Konzept von Aaron Antonovsky
-Sence of Coherence
Kritik: Verwundbarkeit der Mehrheit?
Verwandter Begriff: Resilienz - 9Was ist Sence of Coherence?Vertrauen in die Eigenen Ressourcen und darin, dass es sich lohnt, Herausforderungen anzunehmen.
- 10Was ist Resilienz?-Gelungene Bewältigung von Stress
-begünstigt durch soz. Unterstützung, Optimismus oder hohe Intelligenz
-"Stressinokulation" verbessert Resilienz
-methodisches Problem: Erfassung erst NACH belastender Situation - 11Die SynapseIn der Zelle: elektrische Signalweitergabe
Von Zelle zu Zelle: chemische Signalweit.
Präsynapse -> Synaptischer Spalt -> Postsynapse - 12Woraus setzt sich das Gehirn zusammen?Endhirn / Großhirn
Zwischenhirn
Kleinhirn
Hirnstamm - 13Hirnstamm / Stammhirn-Entwicklungsgeschichtlich ältester Hirnteil
-Endigungen sensorischer Leitbahnen des Rückenmarks so wie der Hirnnerven
-Lebenswichtige Steuerzentralen - 14Zwischenhirn-Thalamus: "Vorzimmer des Bewusstseins" "Tor zur Großhirnrinde"
-"entscheidet" was in unser Bewusstsein vordringt
-vermittelt z.B. spontane Schreckreaktionen bevor Großhirn urteilt - 15Kleinhirn-Speichert motorische "Programme"
(z.B. Fahrradfahren, Schwimmen)
-Feinabstimmung von Bewegungsabläufen - 16Großhirn - Limbisches System-Mandelkern (Amygdala): "Mischpult der Gefühle"
-Seepferdchen (Hippokampus): "Pforte des Gedächtnisses", wichtig für Speicherung neuer Gedächtnisinhalte - 17Großhirn - Basalganglien-Schnelle Bewegungen
-Dosierung von Muskelaktivität und -kraft - 18Großhirnrinde-Große Oberfläche durch Tiefe Faltung und Windungen
-Motorik und Sensorik
-Sehrinde
-Hörrinde
-Präfrontaler Kortex: Handlungsplanung, Verstehen komplexer Situationen - 19Arten von Gewalt gegen Kinder-Vernachlässigung (Deprivation)
-Misshandlung
-Sexueller Missbrauch - 20Emotionale Vernachlässigungauch: Verwahrlosung / Deprivation
fehlende emotionale Wärme, Geborgenheit, Verlässlichkeit, unzureichende Beziehungsangebote - 21Körperliche Vernachlässigung-Zu wenig oder falsches Essen, Trinken, Körperpflege, Schlaf- und Bewegungsmöglichkeiten, Gesundheitsversorgung unzureichender Schutz vor alltäglichen Gefahren
-Folgen: Gedeih- und Entwicklungsstörungen so wie Unfälle - 22Kindesmisshandlung-Körperliche Kindesmisshandlung
-Battered-Child-Syndrom: schwere Form wiederholter körperlicher Kindesmisshandlung
-Emotionale Kindesmisshandlung - 23Schütteltrauma-Typische Verletzungskombination durch starkes Schütteln
-insbesondere bei Säuglingen
-Reißen der Gefäße der Hirnhautrinde -> Blutung zwischen Schädel und Hirnhaut -> Hirnschädigung, Tod
-Beschwerden: Nahrungsverweigerung, Erbrechen, Schläfrigkeit, Bewussstlosigkeit, Krampfanfälle - 24Münchhausen-by-Proxy-Vortäuschung falscher Krankheitssymptome des Kindes
-Überdosierung von Medikamenten u.a. formen der Misshandlung
-Folge: unnötige Behandlung
-typisch: aufopferungsvolle Fürsorge, medizinisches Fachwissen - 25Sexueller Missbrauch-Jede von einem Erwachsenen oder älteren Jugendlichen geforderte oder erzwungene sexuelle Handlung an Kindern oder Jugendlichen
-in der Familie VS außerhalb der Familie
-Hands on VS Hands off
-Offizialdelikt! - 26Voraussetzungen für sexuellen Missbrauch-Motivation
-Überwindung innerer Hemmungen
-Überwindung äußerer Hemmfaktoren
-Überwindung der kindlichen Widerstandes
-30% der Täter waren selbst Opfer - 27Hinweise auf Kindesmisshandlung - Beobachtung und Untersuchung des Kindes-Häufung von Verletzungen unterschiedlichen Alters
-Auffällige Verletzungsmuster
-Zusätzlich Hinweise auf Vernachlässigung
-trauriges, zurückgezogenes, ängstliches Kind ("frozen watchfullness") - 28Hinweise auf Kindesmisshandlung - Verhalten der Eltern-Un-plausible, widersprüchliche, detailarme Schilderung des Unfalls
-Beschuldigung des Kindes oder anderer
-"Das Kind lügt oft, glauben sie ihm nicht."
-Verzögerte Vorstellung des Kindes, eventuell trotz schwerer Verletzung
-Häufige Arztwechsel - 29Hinweise auf sexuellen Missbrauch-Verletzung/Fremdkörper im Genital- und Afterbereich
-Geschlechtskrankheiten
-Änderung des Verhaltens gegenüber Männern, Ängste/Depression, Suizidgedanken, Spannungszustände - 30Dokumentation von Kindesmisshandlung, Vernachlässigung und/oder Missbrauch-Untersuchung des vollständig entkleideten Kindes (sekundäre Victimisierung vermeiden!)
-Gewicht und Größe erfassen
-Sicherung möglicher Speichel- und Spermaspuren
-Fotografische oder Videodokumentation
-Aussagen wörtlich Dokumentieren
-Geschwister untersuchen - 31Schizophrenie und andere primäre psychotische Störungen nach ICD-11-signifikante Beeinträchtigung im Erkennen der Realität
-"Positivsymptome": anhaltende Wahnvorstellungen, Halluzinationen und unorganisiertes Denken
-unorganisiertes Verhalten
-Erleben von Passivität und Kontrolle
"Negativsymptome": stumpfe und flache Affekte, Willensschwäche und psychomotorische Störungen - 32Wahn-Unbeschreiblich?
-"realer" als die Realität (unkorrigierbar!)
Typisch für Schizophrenie:
-Beeinträchtigungswahn
-Verfolgungswahn
-bizarrer Wahn
-Gefühl des Gemachten (alle sind Schauspieler) - 33Schizophrenie nach ICD-11-Denken:Wahnvorstellungen, unorganisiert
-Wahrnehmung: Halluzinationen
-Selbstwahrnehmung: Kontrolle durch äußere Kraft
-Kognition: Aufmerksamkeit und Gedächtnis beeinträchtigt
Willen: Motivationsverlust
Affekt: Abstumpfung
Verhalten: bizarr, unvorhersehbar, unangemessen - 34Wahrnehmungsstörungen-Trugwahrnehmungen können alle Sinne betreffen
-Typisch für Schizophrenie: dialogisierende und kommentierende Stimmen hören - 35Schizophrenie ist nicht gleich Wahn, denn...-Wahn und Halluzinationen sind nicht beweisend für Schizophrenie, sondern kommen auch bei anderen Krankheiten vor
-Manche Patienten mit Schizophrenie entwickeln nie Wahn oder Halluzinationen - 36Formale Denkstörungen-Assoziative Lockerung
-Konkretismus
-Wortneuschöpfungen
-Zerfahrenheit - 37Ich-Störung-Gedankeneingebung
-Gedankenentzug
-Gedankenausbreitung
-Lautwerden von Gedanken
-Derealisation
-Depersonalisation
-Störung der Affektivität
-Störung des Willens und der Psychomotorik - 38Hirnchemie der Schizophrenie-Negativsymptome -> vermindern Dopaminaktivität im Frontalhirn
-Positivsymptome -> erhöhen Dopaminaktivität im limbischen System
-Nebenwirkung der Antipsychotika -> verminderte Dopaminaktivität in den Basalganglien - 39Vulnerabilitäts-Stress-Modell-Auftreten psychischer Krankheiten gehäuft nach "Life-Events"
-Kritik: Patienten mit Psychose sind nicht übermäßig gestresst
-Zusammenhang nicht belegt
-Vorsicht: Stressvermeidung darf nicht in Stress ausarten
-übertragbar auf andere phasisch verlaufende Erkrankungen - 40Psychosoziale RisikofaktorenErhöhtes Rückfallrisiko durch:
-High expressed Emotions (?)
-kritische Kommentare und feindselige Einstellung
-(entmündigende) Überbehütung - 41Behandlung mit Medikamenten-Antipsychotika (Neuroleptika)
-typische (alt) und atyptische (neu)
-Blockieren Dopaminwirkung an D1-Rezeptoren
-Nebenwirkung typischer Antipsychotika:
Parkinsonismus
-Nebenwirkung atypischer Antipsychotika: Gewichtszunahme - 42Psychotherapie in der akuten Psychose-Rückzugsmöglichkeiten
-Vertrauen in die Behandlung
-Hoffnung auf Besserung
-Geregelter Tagesablauf
-Unterstützende Gespräche
-Vermeiden: Überfordernde, aufwühlende und komplexe Gespräche - 43Psychotherapie außerhalb der akuten Psychose-Aufbau von Aktivitäten und Tagesstruktur
-Training kognitiver Funktionen
-Erkennen von Frühwarnzeichen
-Problemlösestrategien
-Soziale Kompetenz entwickeln
-Realitätsüberprüfung - 44Beratung und Psychoedukation-Information über Erkrankung und Folgen
-Frühwarnsymptome und Ursachen
-Therapieansätze und Psychosoziale Hilfen
-durch Arzt o. Psychotherapeut o. Sozialarbeiter
-Eigene Erlebnisse, Erfahrungen, Befürchtungen, Enttäuschungen und Hoffnung - 45Sinnesrezeptoren-Riechen, Schmecken, Hören, Sehen, Tasten
Tiefensensibilität, Schmerz, Vibrationssinn, Gleichgewichtssinn, Temperaturempfinden
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Qualität (Farbe, Tonhöhe, Duft...)
Quantität (Helligkeit, Lautstärke..)
Zeit
Ort (zweiäugiges sehen, zweiohriges hören) - 46Netzhaut-Außenposten des Gehirns
-Lichtrezeptoren und Nachgeschaltete Nervenzellen
-Stäbchen: am Rand (unscharf)
-Zapfen: in der Mitte (scharf) - 47Ort der SehschädigungVordere Sehschä. -> Auge oder Sehnerv
vs
Hintere Sehschä. -> Sehrinde (Gehirn) - 48Vordere Sehschädigung-Hornhauterkrankungen
-Erhöhter Augeninnendruck (akut o. chronisch)
-Linsenerkrankungen (Linsentrübung, Kurz- oder Weitsichtigkeit) - 49Netzhaut- und NervenerkrankungenNetzhaut:
-Diabetische Retinopathie
-Makuladegeneration (erschwertes Lesen und Farbsehen)
-Retinits pigmentosa (Tunnelblick)
-Netzhautablösung
Schädigung des Sehnerv: z.B. Entzündung - 50Hintere Sehschädigung-Schädigung von Hirnregion, die für das Sehen notwendig ist
-Tumore, Durchblutungsstörungen, Fehlentwicklungen
-Visuelle Wahrnehmungsstörungen werden spät erkannt - 51Was heißt Schielen?-Abweichung eines Auges von der Sollblickrichtung -> kann zu Doppelbildern führen
-Ursache frühkindlichen Schielens unklar
-Gehirn unterdrück den Eindruck des schielenden Auges -> unzureichende Entwicklung der Sehfähigkeit - 52Therapie des Schielen und seine Folgen-Durch Abdeckung zum Sehen "zwingen"
-Operation am Augenmuskel zur Korrektur der Fehlstellung - 53Das äußere Ohr-Ohrmuschel
-Gehörgang
-Grenze zum Mittelohr ist das Trommelfell - 54Gehörknöchelchen-Hammer
-Amboss
-Steigbügel - 55Hör- und GleichgewichtsorganHörorgan (Innenohr): Cochlea=Schnecke
Bogengänge: Gleichgewichtsorgan - 56Querschnitt der HörschneckeScala vestibuli
Ductus cochlearis
Scala tympani
Basilarmembran
Haarzellen - 57Einteilung von Hörstörungen-Schwere (leicht bis gehörlos)
-Zeitpunkt des Auftretens (vor oder nach Spracherwerb)
-Ursache (genetisch, infektiös, traumatisch)
-Ort der Hörstörung: Leitungsschwerhörigkeit oder sensorineurale Hörstörung - 58Diagnostik und Behandlung von HörstörungenDiagnostik: Audiogramm: Welche Frequenz hört der Patient in welcher Lautstärke auf welchem Ohr?
Behandlung:
-Hörgerät (Lautstärke erhöhen)
Cochlea-Implantat - 59Definitionen von Einschränkungen der BeweglichkeitImpairment (Schädigung)
Disability (Beeinträchtigung)
Handicap (Benachteiligung) - 60Was ist Chorea Huntington?-dominant vererbte Erbkrankheit -> hat ein Elternteil es, stehen die Chancen für das Kind 50:50
-Erkrankung zwischen dem 30. und 45. Lebensjahr
-schwerer, letztendlich tödlicher Verlauf
-keine Heilung möglich - 61Querschnittslähmung - Entstehung-Störung oder Zerstörung der Leitbahnen um Rückenmark
-Schweregrad abhängig von Höhe und Ausprägungsgrad der Schädigung
-Ursachen: Spina bifida, Tumoren, Bandscheibenvorfälle, Entzündungen, Unfälle
-Nervenbahnen von Hirn abgeschnitten - 62Querschnittslähmung - Beschwerden-Paraplegie: Brust- oder Lendenwirbelsäule, Armfunktion erhalten
-Tetraplegie: Schädigung aller 4 Extremitä.
-Konus-Cauda-Syndrom: Gefühlsstörungen an Gesäß und Oberschenkeln, Inkontinenz und Störung der Sexualfunktion - 63Querschnittslähmung - Behandlung-bei einem Spinalen Schock(akut): erlöschen aller funktonen
-Druck vom Rückenmark nehmen oder intensivmedizinische Behandlung
-Mittel- und Langfristige Behandlung:
Reha, Krankengymn., Problem der Inkontinenz bewältigen - 64Multiple Sklerose - Ursachen und Beschwerden-Autoimmunerkrankungen
-Zerstörung der Stützzellen des Nervengewebes
-viele verschiedene Beschwerden möglich
-> z.B: Missempfindungen, Taubheitsgefühle, Sehstörungen, Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen, kognitive und psychische Veränderungen - 65Multiple Sklerose - Verlauf und Prognose-schubförmiger oder progredienter Verlauf oder Mischform
-Alles möglich: nur einzelne Schübe ohne bleibende Beeinträchtigung oder rasche Beeinträchtigung zahlreicher Fähigkeiten - 66Multiple Sklerose - Behandlung-Behandlung des Schubs:
Kortison (hochdosiert)
-Vorbeugung: Dauertherapie mit Medikamenten, die die Funktion des Abwehrsystems beeinflussen
-Therapie der Beschwerden: Linderung von Spastik und Schmerzen
-Krankengymnastik - 67Infantile Cerebralparese - Entstehung-sensomotorische Störung infolge einer frühkindlichen Hirnschädigung
-vor, während oder nach der Geburt
-z.B. durch Schwangerschaftsvergiftung, Sauerstoffmangel während der Geburt, Gehirnhautentzündung - 68Infantile Cerebralparese - Beschwerden-motorische Störung
-Störung der Sinnesfunktion
-geistige Behinderung
-Krampfanfälle - 69Was ist das Assistenzparadigma/Assistenzprinzip?-Entstand in den 1990er Jahren
-Menschen mit Behinderung sind die Auftraggeber ihrer professionellen Helfer
-Sie entscheiden selbst, welche Hilfe sie brauchen
-Sie sind die Kunden professioneller Assistenten
-Recht auf Selbstbestimmung und Assistenz - 70Was ist das Normalitätsprinzip?Recht auf eine angemessene und im soziokulturellen Kontext übliche Lebensführung
- 71ICD-10: Depressive Episode -Hauptsymptome-1. Gedrückte depressive Stimmung
2. Verminderter Antrieb, erhöhte Ermüdbarkeit
3. Interessensverlust, Freudlosigkeit - 72ICD-10: Depressive Episode -Andere häufige Symptome-1. Verminderte Konzentration & Aufmerksamkeit
2. Vermindertes Selbstwertgefühl & Selbstvertrauen
3. Schuldgefühle und Wertlosigkeit
4. Pessimistische Zukunftsperspektiven
5. Suizidgedanken
6. Schlafstörungen
7. Verminderter - 73Schweregrad: Symptome zählen!Leicht: zwei Haupt- und insgesamt mindestens vier Symptome
Mittel: zwei Haupt- und insgesamt mindestens 6 Symptome
Schwer: drei Haupt- und insgesamt mindestens acht Symptome - 74Inhaltliche Denkstörungen bei schwerer depressiver Episode-Synthymer Wahn
>Hypochodrischer Wahn
>Verarmungswahn
>Schuld- und Versündigungswahn
>Kleinheits- oder Nichtigkeitswahn
-(selten) akustische Halluzinationen
-Geruchsstörungen - 75Depression - Psychosoziale Faktoren-wenig angenehme Aktivitäten und Erfahrungen
-viele belastende Erlebnisse
-Defizite bei den Sozialkontakten, im Integrations- und Sozialverhalten
-fehlende oder ungünstige Bewältigungsstrategien - 76Pessimistischer Attributionsstil-negative Ereignisse werden internal, stabil und global erklärt
-"ICH mache IMMER ALLES falsch."
internal stabil global
-Besser "Mir ist diesmal etwas missglückt" - 77Depression - Behandlung-Abwarten: Bei leichter DE für 14 Tage möglich
-Medikamente oder Psychotherapie: bei leichter bis mittelgradiger DE
-Medikamente UND Psychotherapie:
>bei schwerer DE
>ausbleibender Erfolg einseitiger Therapie
>"double depression"
>ausgeprägtes psychosoziales Problem
>mehrere psychische Erkrankungen - 78Wirkungsmechanismus der AntidepressivaVerhindern Wiederaufnahme oder Abbau von Abbau von Serotonin / Noradrenalin
-> fördern den Informationsfluss - 79unwahre Vorurteile über Antidepressiva-verändere die Persönlichkeit
-machen abhängig
-rufen einen rauschähnlichen Glückszustand hervor
-haben besonders schwere Nebenwirkungen - 80Antidepressiva-Dauer bis zur Wirkung 2-3 Wochen
-ärztlich begleitetes Auf- und Abdosieren notwendig
-Neben ihnen werden auch Antipsychotika, Stimmungsstabilisatoren und Benzodiazepine (Abhängigkeit!) eingesetzt - 81Unerwünschte Nebenwirkungen von Serotoninwiederaufnahmehemmern-"Jitteriness": Verschlechterung während der ersten Behandlungstage
-Unruhe
-Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden
-Gewichtsveränderung
-Schwitzen
-Sexuelle Funktionsstörungen
-Blutdruckanstiege - 82Depression - Psychotherapie-Basisbehandlung: Psychoedukation, Entlastung
-Spezifisch: Kognitive PT, Verhaltenstherapie, interpersonelle PT, evtl. psychodynamisch orientierte Kurzzeittherapie
-Insbesondere stationär ergänzt durch:
>Ergotherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Physiotherapie - 83DepressionsspiraleSchlechte Stimmung
↓
Verzicht auf angenehme Aktivitäten
↓
Weitere Verschlechterung der Stimmung
↕
Immer weniger angenehme Aktivitäten - 84Kognitive Verhaltenstherapie-Planvolle Steigerung angenehmer Aktivitäten
-Erkennen und Korrektur negativ verzerrender Gedanken
-Durchbrechen des Teufelskreis aus Depression und Rückzugsverhalten
-Training sozialer Fertigkeiten - 85Soziale Arbeit bei Depression-Verhindern von Arbeitsplatzverlust
-Veränderung destabilisierender Faktoren
(z.B.) Arbeitslosigkeit, unsichere finanzielle Situation, übermäßige Belastung durch Versorgung von Angehörigen)
-KEINE wichtigen Lebensentscheidungen in DE - 86Wie wirkt Alkohol?-individuell verschieden
-dämpft Ängste/Unruhe
-hebt die Stimmung
-wirkt Schlafanstoßend (ABER Schlafrhythmus gestört)
-enthemmt
-Stand- und Gangunsicherheit
-verwaschene Sprache
-Verschlächterung von Konzentration, Urteilsfähigkeit, Risikoeinschu - 87Stadien des süchtigen Verhaltens (Alkohol)-gelegentlicher Konsum
-Gewohnheitskonsum
-schädlicher Gebrauch
-Abhängigkeit - 88Schädlicher Gebrauch = Missbrauch-ein gegenüber der soziokulturellen Norm erhöhter Konsum mit Beeinträchtigung psychischer oder physischer Funktionen
-ICD-10: deutlicher Nachweis, dass der Substanzgebrauch für körperliche oder psychische Schäden verantwortlich ist. - 89Kriterien der Abhänigkeit nach ICD-101. starker Wunsch, Substanz zu konsumieren
2. verminderte Kontrollfähigkeit im Bezug auf Beginn, Beendigung und Menge
3. Körperliches Entzugssyndrom
4. Toleranz
5. Vernachlässigung anderer Interessen
6. Anhaltender Konsum trotz schädlicher Folgen - 90Formen der Abhängigkeitkörperlich: Toleranzentwicklung und Entzugserscheinungen
seelisch: übermäßiges, unwiderstehliches Verlangen (craving) eine Substanz immer wieder einzunehmen oder ein Verhalten zu wiederholen - 91Stoffgebundene Suchterkrankung-Akute Intoxikation
-Schädlicher Gebrauch
-Abhängigkeit
-Entzugssyndrom - 92Risikoarmer KonsumStandartglas: 10-12g reiner Alkohol
Mann > 2 Gläser
Frau > 1 Glas
Mindestens 2 Alkoholfreien Tage pro Woche - 93Körperliche Folgeerscheinungen des Alkoholkonsums-Gesichtsrötungen/Spider naevi
-Magen/Darm: Entzündung, Geschwüre, Blutungen, Krebs
-Bauchspeicheldrüsen: Entzündungen, Krebs
-Leber: Verfettung, Zirrhose
-Blutdruckerhöhung
-Impotenz
-Polyneuropathie - 94Alkohol bedingt Hirnerkrankungen-Alkohol ist ein Nervengift
-Alkohol-Delir
-Alkoholhalluzinose
-Wernicke-Enzephalopathie
-Korsakow-Syndrom
-Hepatische-Enzephalopathie - 95Alkoholdelir (Delirium tremens)-tritt bei 15% aller Abhängigen auf
-beginn am 2. bis 4. Tag der Abstinenz
-Dauer 3-7 Tage
-Beginn häufig mit cerebralem Krampfanfall
-führt unbehandelt in etwa 10% bis 20% der Fälle zum Tod - 96Symptome bei Alkoholdelir-Orientierung v.a. zeitlich/örtlich gestört
-Wahrnehmungsstörungen
-Psychomotorik gesteigert oder reduziert
-Regulationsstörung des vegetativen Nervensystem
-Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus
-Angst, Panik - 97Korsakow-Syndrom-Erstbeschreibung 1887 durch Sergej
-Leitsymptom: ausgeprägte Gedächtnisstörung
-Konfabulation (unbewusstes Auffüllen von Gedächtnislücken)
-Reduzierte Aufmerksamkeits- und Konzentrationsspanne - 98Fetales Alkoholsyndrom (FAS)-Ca. 20% der werdenden Mütter trinken Alk
-Ca. 1% der Neugeborenen haben alkoholbedingte Schäden
-Symptome:
>Wachstum verringert
>Aussehen verändert (z.B. Nasenlippenfalte verstrichen)
>Funktion oder Struktur des Gehirns verändert - 99Kognitive Fähigkeiten bei FAS-Häufig ADHS (o. ähnliches Verhalten)
-häufig betroffene Fähigkeiten:
>Handlungsplanung
>Lern- und Merkfähigkeit
>Räumliches Denken
>Rechnen
>Soziale Fertigkeiten - 100Phasen der Therapie (Alkohol)-Kontakt/Motivationsphase
-Entzugsbehandlung: 3 Wochen
-Entwöhnungsbehandlung: 3-9 Monate
-Langzeitbehandlung - 101Therapeutische Interventionen während der Entwöhnung1. Stärken der Änderungsmotivation: Konsequenzen, Vor- und Nachteile von Alkoholkonsum
2. Identifizierung von Risikosituationen und Stressbewältigung
3. Belastung und Konflikte
4. Beratung und Psychoedukation
5. Einbeziehung von Angehörigen und Familie - 102Auslöser von Rückfällen-Unangenehme Gefühle, z.B. Stress
-Hinweisreize (Cues) > Kneipenbesuch
-(versehentliche) Einnahme von Alkohol, z.B. Nachspeise mit Alkohol - 103Training von Risikosituationen-Vor einem Bier sitzen ohne es zu trinken
-In eine Bar gehen, ohne Alkohol zu trinken
-Alkohol ablehnen
-Erstellen eines Notfallplans - 104Familie und Alkoholabhängigkeit-Parentifizierung: Kinder übernehmen Verantwortung für das alkoholkranke Elternteil
-Co-Abhängigkeit: Familienmitglieder nehmen dem Abhängigen Verantwortung ab, entschuldigen, rechtfertigen, verschleiern, aber kontrollieren ihn/sie auch
>Aufrechterhaltung der Sucht - 105LangzeitgedächnisImpiziertes LG > Fahrradfahren
Expliziertes LG:
-semantisch (Handschrift)
-episodisch (Erinnerungen) - 106Normalverteilung der IntelligenzObergrenze geistige Behinderung: IQ 70
Untergrenze Hochbegabt: IQ 130 - 107Merkmale von Lernschwierigkeiten und geistige Behinderung-Besonderheiten: Entwicklungsverzögerung oder Schwierigkeiten bei Wahrnehmung, Sprache, Denkprozessen, Aufmerksamkeit, Psychomotorik, Emotionalität und Sozialverhalten
-Hilfsbedürftigkeit hinsichtlich Wohnen, Freizeitgestaltung und Arbeit
-Ggf. Inselbegabung - 108Aufmerksamkeit und Wahrnehmung bei Menschen mit Lernschwierigkeiten-Besonderheiten: Ablenkbarkeit, verminderte Aufmerksamkeitsspanne, Überforderung durch Reize
-Strategien: Reizreduktion, Pausen, Zerlegen größerer, komplexerer Informationen in kleinere Einheiten - 109Gedächtnisprozesse bei Menschen mit Lernschwierigkeiten-Besonderheiten: einprägen dauert länger, Wissen wird kürzer behalten, Wiedergabe ist ungenau, Episoden werden besser behalten als Fakten
-Strategien: Zugang zum Lernen kann über konkretes Tun und anschauliche Erlebnisse erleichtert werden - 110-Lernschwierigkeiten- Abstraktes Denken, Argumentieren, Manipulierbarkeit-Besonderheiten: wesentliches von unwesentlichem trennen, Abwägen, Schlussfolgern so wie zielgerichtetes Handeln fallen schwer, Manipulierbarkeit kann bestehen
-Strategien: Abstraktes an konkrete Beispiele knüpfen, auf Manipulation verzichten - 111Prader-Willi-Syndrom-geistige Behinderung
-anfangs Trinkschwierigkeiten
-Später Adipositas durch fehlendes Sättigungsgefühl
-kleinwuchs
-schlaffe Muskeln
-kleine Genitalien
-Stimmungsschwankungen und Selbstverletzungen - 112Downsyndrom-Trisomie 21
-Häufig Herzfehler
-Schlaffe Muskeln
-typisches Aussehen
-Beeinträchtigung von Motorik, Sprache, kognitiven Fähigkeiten
-erhöhtes Risiko von Blutkrebs und Alzheimer - 113Schädigung durch Infektion im MutterleibRöteln: Entwicklungsstörung der Augenlinsen, des Innenohrs, des Herzens und des Gehirns, geistige Behinderung, Hörstörung; Schutz durch Impfung
Zytomegalie: geistige Behinderung, Organschädigung, Hörstörung; Schutz durch Vermeidung von Kontakt zu Kleinkindern
Toxoplasmose: geistige Behinderung, Organschädigung; Schutz durch vermeiden von Katzenkot und rohem Fleisch - 114Weitere Ursachen für geistige Behinderung-Sauerstoffmangel während der Geburt
-Hirnentzündung durch Infektionen nach der Geburt
-Hirnschäden durch Unfälle und Misshandlung
Keine Ursache bekannt?
-Normvariante
-bisher unbekannte, genetisch bedingte Erkrankung
-unerkannte Infektion oder Schädigung durch Alkohol/Drogen - 115ADS und ADHSUnkonzentriertheit: Flüchtigkeitsfehler, Ablenkbarkeit, fehlende Ausdauer, Vergesslichkeit
Hyperaktivität: Zeppeligkeit, Herumlaufen, Redseligkeit
Impulsivität: Schwierigkeiten Abzuwarten, emotionale Reaktion - 116ADHS - Ursachen, Diagnostik und Behandlung-Ursache: Genetik spielt eine Rolle, ansonsten ungeklärt
-Diagnostik: Schwierig. Fragebögen, neuropsychologische-Tests, Selbst- und Fremdanamnese, eventuell Methylphenidat-Versuche
-Therapie: Methylphenidat und Psychotherapie, eventuell andere Stimulantien oder Atomoxetin - 117SprachzentrenMotorisches Broca-Sprachzentrum:
Artikulation = Aussprache; Syntax
Sensorisches Wernicke-Sprachzentrum:
Semantik = Wörter verstehen - 118Aphasien = Sprachstörungen-zentrale Sprachstörungen mit Störung von Sprachverständnis und eigenem sprachlichem Ausdruck
-Folge von Hirnerkrankungen
-Sensorische Aphasie: flüssige aber unverständliche Sprache
-Motorische Aphasie: unflüssige, holprige Sprache, falsche Verknüpfung von Wörtern, Sprachverständnis oft gut - 119Dysarthrien = Sprachstörungen-Beeinträchtigung der Sprachmotorik und Artikulation z.B. bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Multipler Sklerose, infantiler Zerebralparese
-Sprechen ist mühsam, verwaschen, als hätte man etwas im Mund, kann wie Dialekt klingen - 120SprachablaufstörungenStottern:
Tonisches Stottern (langziehen)
Klonisches Stottern (Silben wiederholen)
Poltern:
Überstürzter Redefluss, Verschlucken von Lauten, verwaschene Artikulation, monotone Sprachmelodie - 121Was ist Krebs?-Bösartige Tumore die unkontrolliert und überschließend wachsen
-Zerstörung der Umgebung
-Bildung von "Tochtergeschwülsten" (Metastasen) in anderen Organen
-Verschlechterung des Allgemeinbefindens
-Nach Entfernung können Zellen zurück bleiben - 122Gute Tumore, Schlechte TumoreGutartig: langsames Wachstum, keine Metastasen, Entfernung führt zu Heilung, Druck auf Organe möglich, aber keine Zerstörung, scharf begrenzt
Bösartig: schnelles Wachstum, oft Metastasen, Rückfälle (Rezidive) durch zurückgebliebene Zellen, unscharf begrenzt
Im Zweifel Unterscheidung durch Gewebeanalyse - 123Die Ursache für Krebs ist Veränderung der DNAMutationen führen zu:
-mehr Zellteilung
-Ausschaltung des Zelltods
-Wachstum veränderter Zellen - 124Auslöser von Mutationen-Angeborene Anfälligkeit
-Infektion mit Viren
-Strahlung
-Chemikalien
-Alter - 125Im Körper entstehen ständig neue Mutationen!Streben sie nicht von selbst, schaltet sie das Immunsystem aus.
- 126Zusammentreffen mehrerer Mutationen führt zu Krebs1. noch normal, disponiert für schnellere Vermehrung
2. noch normal, häufige Zellteilung
3. Häufige Zellteilung, verminderte Fähigkeit zur Reparatur von DNS-Schäden
4. Erste strukturelle Veränderung
5. Krebszellen, unkontrollierte Vermehrung - 127Beispiele für krebsauslösende VirenPapillomaviren: Gebärmutterhalskrebs
AIDS-Virus: Kaposi-Sarkom
Hepatitisviren: Leberkrebs
Auch Bakterien und Pilze können zur Entstehung von Krebs beitragen - 128Chemische Risikofaktoren (Krebs)Asbest: z.B. Lungenkrebs
Rauchen: Lunge, Kehlkopf Mundschleimhaut
>mehr als 50 krebserregende Stoffe - 129Physikalische Risikofaktoren-Röntgenstrahlung: insbesondere bei häufiger Bestrahlung, aber auch Einzelfälle können "unglücklichen Treffer" landen
-Sonnenstrahlen: Hautkrebs - 130Ernährungsfaktoren-Übermaß an tierischen Fetten
-Übergewicht
-Alkohol - 131Warnsignale (Krebs)-Knoten oder Verhärtungen
-Auffällige Veränderung einer Warze oder eines Muttermals
-Veränderung der Darm- Blasentätigkeiten
-Andauernde Heiserkeit und Husten
-Blutung oder Ausfluss aus einer Körperöffnung
-Wunde, die nicht heilt
-Schwellung, die nicht abklingt - 132Untersuchung-Anamnese und körperliche Untersuchung
-Biopsie
-Bildgebende Untersuchungen
-Tumormarker - 133Behandlung (Krebs)-Operation
-Strahlentherapie
-Chemotherapie
-Hormontherapie
-Immuntherapie - 134Stadien der Krebserkrankung1. Verdacht
2. Diagnose /Befund
3. Medizinische Therapie
4.Remissionsphase
5. Rezidiv
6. Fortschreiten der Erkrankung
7. Finalstadium - 135Problem in der Diagnosephase-plötzlich schwer krank
-unangenehme Diagnostik
-Zeitdruck
-unverständliche Erklärungen
-unterschiedliche Empfehlungen - 136Probleme in der RemissionsphaseDefinition: Tumor vollständig Entfernt und keine Metastasen nachweisbar
-zwischen Angst und Hoffnung
-Trauer über erlittene Verluste - 137Probleme in der Rezidiv- und Endphase-tiefe Trauer und Verzweiflung
-Angst vor dem Tod
-Akzeptanz fehlender Behandlungsmöglichkeiten fällt schwer
-Angst vor starken Beschwerde - 138Probleme von Angehörigen-Wunsch den Betroffenen zu "schonen"
-erhöhte körperliche und emotionale Anforderungen
-Scham- und Schuldgefühle - 139Abwehrmechanismen1. Verleugnung
2. Verdrängung
3. Bagatellisierung
4. Rationalisierung
5. Idealisierung - 140Copingstrategien-Die Übergänge von Abwehrmechanismen zu Copingstrategien sind fließend
-Humor
-positives Umdeuten
-Ablenken - 141Stadien der Trauer (Kübler-Ross)1. Hoffnung auf Irrtum (Verleugnung)
2.Frage nach dem Warum (Zorn)
3. Wunsch auf Aufschub (Verhandeln)
4.Trauer um vergebene Chancen (Depression)
5. Abkopplung von der Umwelt (Akzeptanz) - 142Aufgaben sozialer Arbeit bei Krebs-Kontaktwünsche klären
-Schwierigkeiten im sozialen Miteinander erkennen und überwinden helfen
-Vermittlung von Rehabilitation
-Beantragung finanzieller Hilfen
-Beantragung eines Schwerbehindertenausweises
-Klärung der weiteren beruflichen Tätigkeiten (> Wiedereingliederung, Umgestaltung des Arbeitsplatzes, Umschulung)
-Vermittlung von Hilfen für zuhause (Pflegedienst, Haushaltshilfe) - 143Demenz-Erworbene, anhaltende oder fortschreitende Funktionsstörungen des Gehirns
-Störung des Gedächtnisses, des Denkens und anderer höherer Hirnleistungen
-Orientierungslosigkeit und Sprachverlust
-keine Bewusstseinstrübung - 144Verlauf der Alzheimer-DemenzDauer 6-10 Jahre
leichte kognitive Störungen ↓
leichtgradige Demenz ↓
mittelschwere Demenz ↓
schwere Demenz - 145Stufe 1: Leichte kognitive Störungen-sozialer Rückzug
-Interessenverlust oder Vereinfachung der Interessen
-Aufgeben von anspruchsvollen Tätigkeiten
-Entscheidungsunsicherheit - 146Stufe 2: Leichtgradige Demenz-Neugedächtnis für Fakten und Erlebnisse Betroffen
-Erinnerungen an frühere Ereignisse und früh erlernte Fähigkeiten erhalten
-Planung und Organisation fallen schwer
-Wortfindungsstörungen
-Unsichere zeitliche und örtliche Orientierung - 147Stufe 3: Mittelschwere Demenz-deutliche Einschränkung von Gedächtnis, Denkvermögen und Orientierungsfähigkeit
-selbstständige Lebensführung eingeschrä.
-zeitliche und örtliche Desorientierung
-Verlaufen außerhalb der eigenen Wohnung
-Verhaltensveränderung
-fehlende Krankheitseinsicht
-Aphasie und Apraxie - 148Schwere Demenz-Zunehmende Hilfs- und Pflegebedürftigkeit
-Nur noch wenige Worte werden gesprochen
-Verlust der Kontrolle über Blase und Darm
-Schluckstörungen
-Bettlägerigkeit
-Tod durch Infektionen oder Nahrungsmangel - 149Behandlung-Heilung oder Besserung von Demenzerkrankungen ist bisher nicht möglich
-Verlauf kann herausgezögert werden
-psychische und psychosoziale Probleme können angegangen werden - 150Antidementiva-Medikamente, die in den Neurotransmitterhaushalt eingreifen und die Singnalübertragung zwischen Nervenzellen verbessern
-> vorübergehende Verzögerung des Fortschritts der Demenz - 151Hemmstoffe der CholinesteraseDonepezil, Rivatigmin, Galantamin
-> verlangsamen Abbau von Acetylchlorin
-Einsatz bei leichter bis mittlerer Alzheimererkrankung
-Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden - 152Memantin-verhindert das "Andocken" von Glutamat an einem Typ der Glutamatrezeptoren
-verhindern Übererregung bei chronisch erhöhter Glutamatkonzentration
-Einsatz bei mittelschwerer bis schwerer Alzheimerdemenz - 153Metabolisches SyndromMetabolismus = Stoffwechsel
-Gemeinsames Auftreten von Übergewicht, Fettstoffwechselstörung, Bluthochdruck und Insulinresistenz
>können auch einzeln auftreten
>werden aber durch gemeinsame risikofaktoren ausgelöst und verstärken sich gegenseitig - 154Relevanz des metabolischen Syndroms-Bedingt viele Erkrankungs- und Todesfälle in der Industriegesellschaft
-Metabolisches Syndrom > Gefäßverkalkung > Gefäßverschluss
-Schlaganfall
-"Schaufensterkrankheit": Durchblutungsstörung eines Gefäßes im Bein - 155Genaue Kriterien/Definition-Es werden unterschiedliche Definitionen verwendet
-Eine Rolle spielen:
>bauchbetontes Übergewicht
>veränderte Blutfettwerte
>Erhöhter Blutdruck
>Erhöhter Nüchternblutzucker - 156Gute Fette, Böse Fette-Triglyceride = Energieträger
-Cholesterin = Zellmembran, Baumittel für Hormone >HDL (high-density-lipoprotein)=gutes Cholesterin
>LDL=schlechtes Cholesterin
-Hypertriglyceridämie=zu viele Triglyceride im Blur
-Hypercholesterinämie=zu viel Cholesterin im Blut
BEIDES führt zu Fettstoffwechselstörungen - 157Behandlungen von Störungen des Fettstoffwechsels-Ernährungsumstellung
-Verzicht auf Alkohol
-fettsenkende Medikamente, z.B. Statine - 158Diabetes mellitus-"Süßer Durchfluss"
Typ 1: Schädigung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch das eigene Immunsystem (AI-Erkrankung)
Typ 2: Erschöpfung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch Zufuhr von zu viel Zucker ("Altersdiabetes") - 159Beschwerden bei Diabetes mellitus-Betroffene sind lange beschwerdefrei
-Vermehrtes Wasserlassen
-Durst und vermehrtes Trinken
-Antriebsmangel und körperliche Schwäche - 160Therapie von Diabetes mellitus 2-Gewichtsabnahme
-orale Antidiabetika
-Spritzen: Insulin - 161Folgeerkrankungen durch Diabetes mellitus-Hypoglykämie = Unterzuckerung
-Hyperglykämie = Überzuckerung
-Schädigung der kleinen Gefäße
>Nierenschäden, Netzhautschäden, Wundheilstörungen
-Schädigung der Nerven
>Polyneuropathie mit Schmerzen/Taubheitsgefühlen an Händen und Füßen - 162GefäßverkalkungArteriosklerose: Verkalkung der kleineren Gefäße
Atherosklerose: Verkalkung der größeren Gefäße - 163Entstehung der Gefäßverkalkungen-Ansammlung von Fettpartikeln in der Gefäßwand
-Entzündungszellen werden angelockt
-Plaques werden immer größer, können platzen
-Teile von Plaques werden in kleinere Gefäße gespült und verschließen diese - 164Bluthochdruck = Erhöhter Druck in den Gefäßen z.B. durch1. Gefäßverengung
-Nikotin verengt Gefäße
-Stress verengt Gefäße
2. Mehr Blut in den Gefäßen
-Herz pumpt gegen durch Verkalkung verengte Gefäße an
-Stress steigert die Häufigkeit der Herzschläge
Erhöhte Zufuhr von Kochsalz und Fetten steigert den Blutdruck - 165Normaler Blutdruck130/85 oder niedriger
-"zu niedrig" gibt es bei Schwerkranken, aber nicht bei Gesunden - 166Beschwerden bei und Behandlung von Bluthochdruck-normalerweise Keine
-bei starkem oder/und plötzlichem Blutdruckanstieg eventuell Schwindel, Kopfschmerz, roter Kopf
-Behandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten kann mehr Beschwerden machen, als der Bluthochdruck, verhindert aber Folgeerkrankungen - 167Empfohlene Lebensstiländerung bei Bluthochdruck-Stressabbau, Entspannung
-Ausdauersport
-kochsalzarme Ernährung - 168Wie werden Übergewicht und Adipositas definiert?-BMI = Gewicht/(Größe²)
-Normalwert: 18,5-25
Übergewicht: 25-29.9
Adipositas: 30+
Baumumfang:
Bei Frauen <80
Bei Männern <94
Informationen
- Beschreibung
- 2019/20 bei Prof. Dr. Notzen
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- yeah boi
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