Karteikarten
Konstruktivistische Lerntheorien
Karten in diesem Stapel (16)
- 1Grundannahmen der konstruktiven Lerntheorien1. Lernen als individueller Prozess der Selbstorganisation von Wissen
2. Prozess vollzieht sich auf Basis der Wirklichkeits- und Sinnkonstruktion eines jeden einzelnen Individuums
3.Wissen ist konstruiert
4.Lernende löst immer in einem Kontext
5.Der Mensch als homo faber -> konstruiert/verändert seine Umwelt entsprechend seiner Absichten - 2die Zone der proximalen Entwicklung (Wygotski)Lernende ist immer in soziale Aktivitäten eingebunden -> führt zu Enkulturation
- 3Lernen ist der Übergang von interpsychischer zur intrapsychischen Handlungssteuerung. Wenn der Lehrer den Handelnden durch Hilfestellung unterstützt, gibt zwei Arten. Welche?interpsychisch ( äußere Sprache) und intrapsychisch (innere Sprache)
- 4interpsychisch ( äußere Sprache)Das Bewusstsein des Lernenden wird durch Kommunikation beeinflusst (Hilfe des Lehrers)
- 5intrapsychisch (innere Sprache)Selbststeuerung des Lernenden, Handlung ist teilweise selbstständig vollzogen
- 6Vergegenständlichung und Aneignung von Wissen (Leontjew)- Weitergabe von Wissen ist auf biologischem Weg nicht möglich!
- Weitergabe als vergegenständlichte Kenntnisse
-> WERKZEUGE
- Individuum tritt in ein aktives Verhältnis zu Gegenständen und lernt, Tätigkeiten nachzuvollziehen
-> geschieht in kooperativen Tätigkeiten - 7Lehren und Lernenlernendes Individuum vollzieht Tätigkeit zunächst in Kooperation mit anderen Menschen,
- die den Handlungsablauf vormachen (Lernen am Modell)
- die direkt in Handlungsablauf eingreifen
- und/oder den Handlungsablauf durch sprachliche Hinweise steuern - 8Lernen ist ein aktiver konstruktiver Prozesswiederholte Ausführung der Handlung führt zu Bildung von neuronalen Grundlagen für Handlungsablauf. Es entwickeln sich erforderliche Kenntnisse und Fähigkeiten zum selbstständigen Handlungsvollzug
- 9Das Gehirn als neuronale Werkzeugmaschinemenschl.Gehirn = Herausbildung von neuronalen Regulationssystemen,
Regulationssysteme = funktionale Organe
(Gehirn ist Organ zur Ausbildung spezifischer funktionaler Organe)
- alle gelernten Fähigkeiten basieren auf generativen Eigenschaften des Gehirns
-> gilt für Beherrschen materieller und ideeller Werkzeuge - 10Soziokonstruktivismus (pädagogischer psychologischer Ansatz des Lernens) 3 Charakteristika des menschlichen Lernens1. Situiertheit
2.Sozialer Kontext
3.Konstruktiver Prozess - 11SituiertheitLernen findet im Kontext statt und bleibt immer an diesen gebunden
- 12Sozialer KontextDieser Kontext ist immer ein sozialer Kontext (z.B. Lob)
- 13Konstruktiver ProzessLernen ist ein konstruktiver Prozess, Lernender muss eigenes Wissen und eigene Fähigkeiten selbst konstruieren
- 14Konstruktivistische LernumgebungPrinzip Innensteuerung,
- sollen Einsicht, Problemverständnis,heuristische und Selbstlernkompetenz fördern
- Wissenserwerb erfolgt durch aktive,konstruktive,zielgerichtete und sozial eingebundene Auseinandersetzung mit Problemkonstellation
INSTRUKTIONSPRINZIP: entdeckendes Lernen
--> Vorwissen notwendig - 15Lernumgebung ist dann erfolgreich, wenn...Prozess des Entdeckens behutsam gelenkt wird
- fehlendes notwendiges Wissen im Bedarfsfall direkt vermittelt wird
- Komplexität des Problems nicht zu hoch ist oder angemessen reduziert werden kann - 16Prinzipien der konstruktivistischen Pädagogik (5)1. Wissenserwerb erfolgt in Abhängigkeit von Vorwissen, Wahrnehmung,Handlungskontext und Affektlage
2.Wissenserwerb kann nicht geplant, sondern nur gelenkt werden->Wissen ist selbstorganisierend
3.Wissen ist dynamisch und befindet sich in ständigem Umbau -> erzeugt auch träges Wissen
4.Wissensvermittler ist Gestalter effektiver Lernumgebung
5.Wissen ist sozial ausgehandelt und situiert.
Informationen
- Beschreibung
- Sonderpädagogik Lehramt (L) WS 2013/14 (Psychologie des Lernens und der Lernbeeinträchtigung) Karteikarten am Konstruktivistische Lerntheorien, erstellt von Inés Fernandez am 07/02/2014.
- Erstellt von
- Inés Fernandez
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