Quiz
EC Gesundheitspsychologie Uni Wien 2019
Questions in this quiz (174)
1Wer entwickelte das Konzept der Salutogenese?
- AA. Antonovsky (1979)
- BA. Antonesceu (1979)
- CHubert von Goissern (1997)
2Salutogenese - für die Lokalisation der aktuellen Position eines Individuums sind wesentlich:
- AAusprägung von Schmerzen und funktionellen Beeinträchtigungen
- BNotwendigkeit präventiver/kurativer Maßnahmen
- CPrognostische Einschätzung durch ExpertInnen des Gesundheitssystems
- DAusprägung von Behandlung und nichtfunktioneller Isolation
3Zentraler Bestandteil der Salutogenese?
- AKohärenzsinn
- BKohortensinn
- CKohärpessinn
4Was ermöglicht ein guter Kohärenzsinn? (protektiven Faktoren)
- Asoziale Bindungen
- BWissen
- Cmaterielle Güter
- Dgeistige Güter
53 Teile der Salutogenese?
- AVerstehbarkeit
- BHandhabbarkeit
- CSinnhaftigkeit
- DErklärbarkeit
6Da Gesundheit als Prozess aufgefasst wird, ist eine Person nicht „gesund“ oder „krank“, sondern befindet sich zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer bestimmten Stelle auf dem HEDE-Kontinuum.
Für die Lokalisation der aktuellen Position eines Individuums sind wesentlich:- AAusprägung von Schmerzen und funktionellen Beeinträchtigungen
- BNotwendigkeit präventiver/kurativer Maßnahmen
- CPrognostische Einschätzung durch ExpertInnen des Gesundheitssystems
- DPrognostische Einschätzung durch Analphabeten des Gesundheitssystem
7Wie äußert sich ein starker Kohärenzsinn?
- Agrundlegendes Gefühl der Zuversicht,
die innere und äußere Welt werden als verständlich erlebt - BEreignisse werden als grundsätzlich bewältigbar erlebt,
die eigene Existenz und das eigene Handeln als sinnvoll erlebt - Cdie eigene Existenz und das eigene Handeln als sinnbefreit erlebt,
die innere und äußere Welt werden als unverständlich erlebt
- Agrundlegendes Gefühl der Zuversicht,
8Worum handelt es sich bei Verstehbarkeit?
- A"Meine Welt ist verständlich, stimmig, geordnet; auch Probleme und Belastungen, die ich erlebe, kann ich in einem größeren Zusammenhang sehen."
- B"Das Leben stell mir Aufgaben, die ich lösen kann. Ich verfüge über Ressourcen, die ich zur Meisterung meines Lebens, meiner aktuellen Probleme mobilisieren kann."
- C"Für meine Lebensführung ist jede Anstrengung sinnvoll. Es gibt Ziele und Projekte, für die es sich zu engagieren lohnt."
9Worum handelt es sich bei Handhabbarkeit?
- A"Meine Welt ist verständlich, stimmig, geordnet; auch Probleme und Belastungen, die ich erlebe, kann ich in einem größeren Zusammenhang sehen."
- B"Das Leben stell mir Aufgaben, die ich lösen kann. Ich verfüge über Ressourcen, die ich zur Meisterung meines Lebens, meiner aktuellen Probleme mobilisieren kann."
- C"Für meine Lebensführung ist jede Anstrengung sinnvoll. Es gibt Ziele und Projekte, für die es sich zu engagieren lohnt."
10Worum handelt es sich bei Sinnhaftigkeit?
- A"Meine Welt ist verständlich, stimmig, geordnet; auch Probleme und Belastungen, die ich erlebe, kann ich in einem größeren Zusammenhang sehen."
- B"Das Leben stell mir Aufgaben, die ich lösen kann. Ich verfüge über Ressourcen, die ich zur Meisterung meines Lebens, meiner aktuellen Probleme mobilisieren kann."
- C"Für meine Lebensführung ist jede Anstrengung sinnvoll. Es gibt Ziele und Projekte, für die es sich zu engagieren lohnt."
11Prävention: In Abhängigkeit von der Zielgruppe kann unterschieden werden zwischen
- A•Universellen Präventionsmaßnahmen (bevölkerungsgruppen-übergreifend; Primärprävention)
- B•Zielgruppenspezifischen Maßnahmen (zB für Personen eines Geschlechts; Primärprävention)
- C•Selektive Maßnahmen (für symptomfreie Personen mit erhöhtem Risiko, zB Jugendliche/Depression; Primärprävention)
- D•Indizierte Maßnahmen (für Personen mit Krankheitsvorstufen, zB erhöhtem Blutdruck; Sekundärprävention)
- E•Rudimentäre Maßnahmen (für symptombehaftete Personen mit erhöhtem Risiko, zB Kinder/Depression; Tertiärprävention)
12Empfehlungen zur Herzgesundheit bis zu den 1960er-Jahren?
- ADas Herz ist wie eine Maschine, wenn es Verschleißerscheinungen zeigt, soll es möglichst wenig beansprucht werden. z.B. Wer einen Herzinfarkt hatte, soll sich körperlich schonen.
- BDas Herz ist ein Muskel, der trainiert werden muss. z.B. Nach einem Herzinfarkt wird regelmäßige körperliche Aktivität empfohlen.
- CRegelmäßiges Onanieren hat eine artiell-funktionale Doppelwirkung auf die Herzkranzgefäße.
13Die Pest - wer identifizierte den Erreger?
- A1893: A. Spirin
- B1894: A. Yersin
- C1894: A. Yermin
14Welche Schritte waren notwendig, um zu wirkungsvollen Empfehlungen zur Prävention zu gelangen?
- ABeschreibung der Krankheit (welche Symptome gehören zusammen, welche gehören nicht dazu)
- BEntwicklung von Maßnahmen zur Erhöhung der Übertragungswahrscheinlichkeit
- CEntdeckung des 1. und 2. Übertragungsweges
- DEntwicklung von Maßnahmen zur Reduktion der Übertragungswahrscheinlichkeit (Impfstoffe)
- EBeschreibung der Gesundheit (welche Symptome gehören zusammen, welche gehören nicht dazu)
15Wie kann man Zusammenhänge zwischen Ernährung und Erkrankungen bei Menschen wissenschaftlich untersuchen?
- AMit epidemiologischer Forschung!
- BMit empirischer Forschung!
- CMit statistischer Forschung!
16Nurses‘ Health Study ? (F02, S18)
- ASeit 1970: Ziel = Identifikation von Langzeit-Risikofaktoren für Krebs und kardiovaskuläre Erkrankungen bei Frauen
- BSeit 1960: Ziel = Identifikation von Langzeit-Risikofaktoren für Krebs und kardiovaskuläre Erkrankungen bei Frauen
- CSeit 1989: Ziel = Untersuchung des Einflusses von Ernährung und Lebensstil
116.000 Teilnehmerinnen (90% noch immer in der Studie!) - DSeit 1999: Ziel = Untersuchung des Einflusses von Ernährung und Lebensstil
116.000 Teilnehmerinnen (90% noch immer in der Studie!) - ESeit 2010: Ziel = Untersuchung der Bereiche Lebensstil, Fortpflanzung, Umwelt und Arbeitsrisiken
17Nurses‘ Health Study – Stichprobe Phase 3
- AKomplett webbasiert & auch mit männlichen Krankenpflegern
- BAuch mit anderen Gesundheitsberufen
- CStärkere Berücksichtigung von ethnischer Diversität
- DMehr Infos zu Kindheit und Jugend
- ESchwerpunkt auf Einfluss von Hormonen in Jugend und frühem Erwachsenenalter
18Nurses‘ Health Study – Stichprobe Phase 2
- AMehr Infos zu Kindheit und Jugend
- BSchwerpunkt auf Einfluss von Hormonen in Jugend und frühem Erwachsenenalter
- CKomplett webbasiert & auch mit männlichen Krankenpflegern
- DAuch mit anderen Gesundheitsberufen
- EStärkere Berücksichtigung von ethnischer Diversität
19Framingham Heart Study
- AKohortenstudie an der Bevölkerung der Stadt Framingham, MA (USA), Start: 1948
- BZiel: Erforschung der Ursachen und Risiken von koronarer Herzkrankheit und Arteriosklerose
- CStudienteilnehmerInnen waren zu Beginn gesund; 5.209 Personen, 30-60 Jahre alt; ab 1971 wurden Kinder der ersten ProbandInnen einbezogen, seit 2016 auch EnkelInnen
- DAlle 2 Jahre ausführliche Anamnese, Untersuchungen und Labortests
- EAlle 10 Jahre ausführliche Anamnese, Untersuchungen und Labortests
20Probleme bei epidemiologischen Studien wie der Nurses‘ Health Study und der Framingham Heart Study?
- ABasiert zu einem großen Teil auf Selbstauskünften der TeilnehmerInnen; Angaben daher nur bedingt verlässlich
- BUrsache-Wirkungs-Zusammenhänge können nicht mit letzter Sicherheit festgestellt werden
- CEnorm aufwändig und teuer, Verallgemeinerung der Ergebnisse fraglich
- DTeilnehmerInnen gehen mit der Zeit „verloren“ (fallen aus der Studie)
- EKeine politische Unterstützung
- FUrsache-Wirkungs-Zusammenhänge können zu einfach mit Sicherheit festgestellt werden
21Wie lautet die Grundlage für heutige Gesundheitsempfehlungen?
- AUrsache-Wirkungs-Zusammenhänge (vgl. Pest)
- Bepidemiologisch gefundene statistische Zusammenhänge (vgl. Ernährung, Herzgesundheit)
- CEvaluation durch Versuche mit alternativen Heilmethoden
22Chronische Krankheiten sind
- AKrankheiten, die das Ergebnis eines längeren Prozesses degenerativer Veränderung sind
- BKrankheiten, die bleibende gesundheitliche Schäden oder Behinderung zur Folge haben
- CKrankheiten, die das Ergebnis eines kurzen Prozesses degenerativer Veränderung sind
23Prävalenz psychischer Störungen bei österreichischen Jugendlichen?
- APunktprävalenz für mind. 1 psychische Störung: 23,9%,
- BLebenszeitprävalenz: 35,8% (Angststörungen 15,6%; depressive Störungen 6,2%;
- CStörungen der neuronalen Entwicklung (zB Autismus) gesamt 9,3%, davon ADHD 5,2%)
- DPunktprävalenz für mind. 1 psychische Störung: 33,9%,
24Die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krankheit können sein:
- ADirekt (zuviel oder zuwenig bestimmter Inhaltsstoffe)
- BIndirekt (zuviel essen → Übergewicht → Krankheitsrisiko)
- COder beides (zB Diabetes Typ II: Risiko ist durch falsche Ernährung auch bei Normalgewichtigen erhöht, aber Übergewicht steigert das Risiko nochmals)
25Was spielt de factor keine große Rolle in der Krankheitsentstehung? (in der gesunden Allgemeinbevölkerung)
- AZu geringe oder zu hohe Flüssigkeitsaufnahme
- BAusnahme: Im hohen Alter lässt bei vielen Personen das Durstgefühl nach
- CAusnahme: Säuglinge und Kleinkinder zB bei Fieber, Menschen mit bestehender Vorerkrankung der Nieren oder Neigung zu Blasenentzündung
- DDer Kokainkonsum auf Ibiza
- EAusnahme: Im frühen Erwachsenenalter lässt bei vielen Personen das Durstgefühl nach
26Rund ........ aller Krebstodesfälle sind auf die Folgen des Rauchens zurückzuführen!
- AEin Viertel
- BEin Achtel
- CDie Hälfte
- D40%
27Prävention psychischer Störungen: Günstige Verhaltensweisen wurden bisher fast ausschließlich im Rahmen von
- AInterventions-studien erforscht (zB angeleitete Trainingskurse), nicht im Sinn von Selbstanwendung
- BPräventions-studien erforscht (zB angeleitete Trainingskurse), nicht im Sinn von Selbstanwendung
- CDifferenz-studien erforscht (zB angeleitete Trainingskurse), nicht im Sinn von Selbstanwendung
28Allgemeine Verhaltensfaktoren, die für die psychische Verfassung förderlich sind: zB
- APositive soziale Interaktion/Integration, Als sinnhaft erlebte Tätigkeiten
- BBalance zwischen „Sollen“ und „Wollen“, Ausreichend Bewegung
- CBalance zwischen „Sollen“ und „Wollen“, Selten Bewegung
- DVeränderte Darmflora bei posttraumatischer Belastungsstörung
29Großen Einfluss auf die Gesundheit haben nachweislich auch:
- AWir sind alles in allem durch unseren Lebensstil allein für unsere Gesundheit verantwortlich.
- BSozioökonomische Faktoren, sozialer Status, Lebensverhältnisse, Soziale Beziehungen
- CHungersnöte in früheren Generationen, Medizinische Versorgung, Hygiene
- DIndividuelle biologische Faktoren, Gewalt oder Vernachlässigung in früher Kindheit (Auswirkung auf Stressverarbeitung)
- EOnanieren (nachgewiesene Schädigung des Rückenmarks)
30Auch in Österreich haben sozioökonomische Faktoren einen erheblichen Einfluss auf den Gesundheitszustand.
- Adie Lebenserwartung
- Bchronische Erkrankungen
- Cdie subjektive körperliche Gesundheit, die psychische Gesundheit
- Ddie objektive körperliche Gesundheit, die psychische Gesundheit
31Medizinische Versorgung: bestimmt den Gesundheitszustand zu rund
- A10%
- B7%
- C15%
- D13%
32Welche Zuordnung ist korrekt?
- AGesundheitsverhalten: Verhaltensweisen, die die körperlichen, psychischen, sozialen, ökologischen und gesellschaftlichen Dimensionen der Gesundheit einer Person direkt oder indirekt fördern bzw. aufrechterhalten und Krankheiten vorbeugen – unabhängig von der Motivation der Person sowie davon, ob diese bewusst, unbewusst oder automatisiert ablaufen; auch Reduktion bzw. Modifikation von gesund-heitsbeeinträchtigenden Verhaltensweisen
- BRisikoverhalten: Verhaltensweisen, die kurz-, mittel- oder lang-fristig die Gesundheit einer Person gefährden oder beeinträchtigen bzw. das Entstehen von Krankheiten fördern – direkt oder indirekt, bewusst oder unbewusst, intendiert oder nicht intendiert; auch Unterlassen von gesundheitsförderlichem Verhalten
- CGesundheitsverhalten: Verhaltensweisen, die kurz-, mittel- oder lang-fristig die Gesundheit einer Person gefährden oder beeinträchtigen bzw. das Entstehen von Krankheiten fördern – direkt oder indirekt, bewusst oder unbewusst, intendiert oder nicht intendiert; auch Unterlassen von gesundheitsförderlichem Verhalten
33Folgende psychologische Faktoren beeinflussen das Gesundheitsverhalten nach Wirtz (2018):
- AEmotion & Kognition
- BMotivation & Lernprozesse
- CHandlungsplanung, -steuerung und -kontrolle
- DEvaluation & Vermittlungsprozesse
34Warum ist es für viele Menschen so schwierig, sich gesundheitsförderlich zu verhalten?
- AGratifikationsaufschub
- BGravitationsaufschub
- CGratulationssaufschub
35Neuropsychologische Grundlage: Das Limbische System ist Sitz von
- AEmotionen und instinktiven Reaktionen („Hot System“); auf einen Appetitreiz reagiert es mit dem Impuls zu essen.
- BImagination, der Impulskontrolle und der Fähigkeit, sich die Zukunft vorzustellen („Cool System“)
- Cder Impuls zu essen kann zurückgehalten werden, indem der Präfrontale Cortex das Limbische System „überstimmt“.
36Neuropsychologische Grundlage: Der Präfrontale Cortex ist Sitz von
- AEmotionen und instinktiven Reaktionen („Hot System“); auf einen Appetitreiz reagiert es mit dem Impuls zu essen.
- BImagination, der Impulskontrolle und der Fähigkeit, sich die Zukunft vorzustellen („Cool System“)
- Cder Impuls zu essen kann zurückgehalten werden, indem das Limbische System den Präfrontalen Cortex „überstimmt“.
37Worum handelt es sich bei diesen Gesundheitsmodellen?
- AKontinuierliche Modelle: Person befindet sich auf Kontinuum der Verhaltenswahrscheinlichkeit; hängt von Ausprägung bestimmter kognitiver bzw. affektiver Variablen ab
- BDynamische Stadienmodelle: Person durchläuft während Verhaltensänderung verschiedene Stadien, die sich qualitativ unterscheiden
- CDynamische Stadienmodelle: Person befindet sich auf Kontinuum der Verhaltenswahrscheinlichkeit; hängt von Ausprägung bestimmter kognitiver bzw. affektiver Variablen ab
- DKontinuierliche Modelle: Person durchläuft während Verhaltensänderung verschiedene Stadien, die sich qualitativ unterscheiden
38Kontinuierliche Modelle? (Anzahl: 4)
- AHealth-Belief-Modell (Rosenstock, 1966 etc)
- BSozial-kognitive Theorie (Bandura, 1977, 1986)
- CTheory of Planned Behavior (Ajzen, 1985)
- DVolitionale Modelle
- ETranstheoretisches Modell der Verhaltensänderung (TTM, Prochaska & DiClemente, 1983)
- FProzessmodell gesundheitlichen Handelns (HAPA, Schwarzer, 1992)
39Dynamische Stadienmodelle? (Anzahl: 2)
- AHealth-Belief-Modell (Rosenstock, 1966 etc)
- BSozial-kognitive Theorie (Bandura, 1977, 1986)
- CTheory of Planned Behavior (Ajzen, 1985)
- DVolitionale Modelle
- ETranstheoretisches Modell der Verhaltensänderung (TTM, Prochaska & DiClemente, 1983)
- FProzessmodell gesundheitlichen Handelns (HAPA, Schwarzer, 1992)
40Gesundheitsverhalten wird speziell von folgenden Faktoren beeinflusst:
- AErlebte Bedrohung durch eine Krankheit
- BWahrgenommenen Wirksamkeit der gesundheitsförderlichen Verhaltensweise
- CGesundheitsmotivation: Bereitschaft, sich um gesundheitliche Fragen zu kümmern
- DErwartete Bestätigung durch den Arzt
41Health-Belief-Modell / Was ist korrekt?
- AVoraussetzung für realistische Einschätzungen: adäquate Vorinformationen
- BGünstig: Erfahrungen mit Gesundheitsverhalten (zB Sport wird bei regelm. Ausübung positiv erlebt)
- CForschungsergebnisse zum Health-Belief-Modell: Erlebte Bedrohung und wahrgenommene Wirksamkeit haben keinen hohen Vorhersagewert für Gesundheitsverhalten
- DForschungsergebnisse zur subjektiven Risikoeinschätzung: „Optimistischer Fehlschluss“: In >100 Studien wurde gezeigt, dass Menschen ihr eigenes Erkrankungsrisiko geringer einschätzen als jenes vergleichbarer (!) Mitmenschen
42Sozial-kognitive Theorie / Kognitive, motivationale, emotionale und aktionale Prozesse werden gesteuert durch
- Asubjektive Erwartungen
- Bobjektive Erwartungen
- Cvor allem durch Selbstwirksamkeits- und Handlungsergebniserwartungen
43Sozial-kognitive Theorie / Studienergebnisse: Personen mit höherer Selbstwirksamkeit …
- A… setzen sich höhere Ziele.
… beginnen Handlungen schneller. - B… strengen sich mehr an.
… geben nicht so schnell auf. - C… strengen sich nicht mehr an.
… geben richtig schnell auf.
- A… setzen sich höhere Ziele.
44Wie kann Selbstwirksamkeit gefördert werden?
- AErfahrung, dass eine Handlung erfolgreich ausgeführt wurde
- BStellvertretende Erfahrung anhand eines „Modells“
- CSymbolische Erfahrung
- DEmotionale Erregung kann die Selbstwirksamkeitserwartung senken.
45Theory of Planned Behavior (TPB)
- Aist eine Erweiterung der Theory of Reasoned Action/Theorie der Handlungsveranlassung (Fishbein & Ajzen, 1975),
- Bist eine Erweiterung der Theory of Reaktive Action/Theorie der Handlungsveranlassung (Fishbone & Azteken, 1975),
- CZusammenhang zwischen Einstellung und Handlung wurden untersucht und als Zwischenglied die Intention postuliert
- DZusammenhang zwischen Abneigung und Handlung wurden untersucht und als Zwischenglied die Intervention postuliert
46Bester Prädiktor des Verhaltens gemäß der Theory of Planned Behavior?
- AIntention
- BIntervention
- CPrävention
47TPB: Die Intention ist abhängig von?
- AVon der Einstellung gegenüber dem Verhalten, dh der affektiv getönten Bewertung
- BVon den sozialen Normen (Erwartung, wie nahestehende Personen das geplante Verhalten der Person bewerten würden)
- CVon der wahrgenommene Verhaltenskontrolle (Erwartung, wie einfach oder schwierig die Ausführung des geplanten Verhaltens wird)
- DVon der Einstellung gegenüber dem Verhalten, dh der affektiv abgetörnten Bewertung
48Theory of Planned Behavior (TPB) / Forschungsergebnisse: (F04, S24)
- ADie sozialen Normen haben meist den geringsten Effekt (weil sie zu allgemein erfasst werden?)
- BIn vielen Studien zu verschiedenen Gesundheitsbereichen gelang Vorhersage der Intention gut, die Vorhersage des Verhaltens deutlich schlechter.
- CProblem: Die Intention kann das tatsächliche Gesundheitsverhalten nur zu 40-50% erklären.
49Die Intentions-Verhaltens-Lücke/ Problem: Die Intention kann das tatsächliche / Gesundheits-verhalten nur zu 15-25% erklären.
- ATrue
- BFalse
50Die Intentions-Verhaltens-Lücke / Problem: Die Intention kann das tatsächliche Gesundheitsverhalten nur zu 20-30% erklären.
- ATrue
- BFalse
51Wie steht es um die Motivation bei Intention? (Intentions-Verhaltens-Lücke) Nach Orbell & Sheeran, 1998

- AMenschen mit Intention, die nicht handeln, sind aber weniger motiviert als Menschen mit Intention, die handeln.
- BMenschen mit Intention, die nicht handeln, sind aber nicht weniger motiviert als Menschen mit Intention, die handeln.
- CMenschen mit Intention, die handeln, sind aber nicht weniger motiviert als Menschen mit Intention, die handeln.
52IVL - Intentions-Verhaltens-Lücke Was ist richtig?
- AEs muss einen Zwischenschritt zwischen Intention und Handlung geben!
- BMotivation = Prozess der Bildung einer Intention
- CVolition = Prozess der Umsetzung der Intention in konkretes Handeln
- DMotivation = Prozess der Umsetzung der Intention in konkretes Handeln
- EVolition = Prozess der Bildung einer Intention
53Volitionale Modelle - Wichtige Faktoren?
- AHandlungs- oder Ausführungsplanung (zB „Um mehr Obst zu essen, werde ich jeden Tag im Büro am Vormittag einen Apfel essen.“)
- BBewältigungsplanung („Welche Schwierigkeiten könnte ich dabei haben? Wie kann ich damit umgehen?“)
- CBewertungsplanung („Welche Schwierigkeiten könnte ich dabei haben? Wie kann ich damit umgehen?“)
54Dynamische Stadienmodelle:
>Transtheoretisches Modell<- APräkontemplation: In den nächsten 6 Monaten werde ich mein Verhalten sicher nicht ändern.
- BKontemplation: Hm, also noch nicht nächsten Monat… aber ich denke schon darüber nach, mein Verhalten zu ändern. Was hätte das für Vorteile und Nachteile?
- CVorbereitung: Jetzt geh‘ ich‘s an!
Handlung: Ich habe mein Verhalten vor kurzem geändert. - DAufrechterhaltung: Ich übe seit 6 Monaten mein neues Verhalten aus und will auch weiter nicht rückfällig werden.
- EStabilisierung: Jetzt ist es schon 5 Jahre her, dass ich mein Verhalten geändert habe! Ich werde sicher nicht mehr rückfällig.
- FVermeidung: Ich übe seit 6 Monaten mein neues Verhalten aus und will auch weiter nicht rückfällig werden.
55TTM - Forschungsergebnisse
- AVor allem das Auftreten verschiedener Prozesse in unterschiedlichen Stadien wurde untersucht
- Bdie Stadieneinteilung passt zB besser bei der Raucherentwöhnung als bei körperlicher Aktivität
- CKritik: unter anderem willkürliche Setzung der Zeitkriterien, Zuordnung von Personen zu den Stadien nicht immer eindeutig möglich
56Health Action Process Approach (HAPA) - „Hybridmodell“
- Ateils kontinuierlich, teils an Stadien orientiert
- Bspeziell an Stadien orientiert
- CAusgangspunkt ist die Risikowahrnehmung, die unter Einbeziehung von Handlungsergebniserwartungen und Selbstwirksamkeit die Intention beeinflusst.
- DÜber die Phase der Handlungs- und Bewältigungsplanung kommt es zur Handlung. Dabei wird zwischen motivationaler und volitionaler Phase unterschieden.
57Health Action Process Approach (HAPA) - „Hybridmodell“
Forschungsergebnisse: Aus dem Modell abgeleitete, spezifische Vorhersagen konnten in einigen Studien bestätigt werden.
Kritik: Das Modell überwindet zwar die Problematik der Intentions-Verhaltens-Lücke der kontinuierlichen Modelle. Für manche Bereiche sind aber Modelle mit mehr Phasen der Veränderung besser geeignet.- ATrue
- BFalse
58Theory of Planned Behavior (TPB) - „Intentionsmodell“
Forschungsergebnisse: Aus dem Modell abgeleitete, spezifische Vorhersagen konnten in einigen Studien bestätigt werden.
Kritik: Das Modell überwindet zwar die Problematik der Intentions-Verhaltens-Lücke der kontinuierlichen Modelle. Für manche Bereiche sind aber Modelle mit mehr Phasen der Veränderung besser geeignet.- ATrue
- BFalse
59Sucht & Rückfall - Welches Modell wurde in der ersten Hälfte des 20. Jhd benutzt, ist aber inzwischen verworfen?
- AModell der Sucht als moralisches Defizit - • Sucht entsteht durch Willens- und Charakterschwäche
- BModell der Sucht als Krankheit - •Sucht ist auf genetische Faktoren zurückzuführen, Abhängigkeit ist körperlich bedingt
60Sucht & Rückfall - Welche Kritik gibt es am Modell der Sucht als Krankheit?
- AEs gibt nur „abstinent“ oder „rückfällig“
- BRückfall wird als Ausdruck des Scheiterns, des Versagens von Patient/in, Therapeut/in und Behandlung erlebt
- CWenn Rückfall als unkontrollierbar gesehen wird, steigt die Wahrscheinlichkeit des Weitertrinkens
- DSucht entsteht durch Willens- und Charakterschwäche
61Abstinenz-Verletzungs-Effekt - Von wem ist es und was passiert dabei?
- AMarlatt & Gordon, 1985
- BMachplatt & Gordon Bleu, 1985
- CNach dem ersten Schluck entstehen Schuldgefühle
- Ddie Gründe für den Rückfall werden ungünstig attribuiert
- E„Ich bin willensstark genug, um trocken zu bleiben“
62Sozial-kognitive Perspektive: Selbstkontrollmodell der Sucht (1)
- ASucht ist erworbenes Gewohnheitsmuster und kann wieder verlernt werden
- BSuchtverhalten oft in Stressituationen
- CSuchtverhalten oft in entspannten Situationen
- DAngenehme Konsequenzen des Verhaltens folgen unmittelbar, unangenehme erst viel später, erhöhen aber den Stresslevel
- ESucht kann somit als fehlangepasste Stressbewältigungs-strategie verstanden werden
63Sozial-kognitive Perspektive: Selbstkontrollmodell der Sucht (2)
(F05a / S7)- AAm Erwerb günstiger wie ungünstiger Verhaltensweisen sind verschiedene Faktoren beteiligt, viele davon stehen nicht unter der Kontrolle des Individuums
- BAm Erwerb günstiger wie ungünstiger Verhaltensweisen sind verschiedene Faktoren beteiligt, viele davon stehen unter der Kontrolle des Individuums
- CDie Beendigung des ungünstigen Verhaltens liegt aber in der Verantwortung des Betroffenen (der sich dazu auch Hilfe suchen kann)
- DBei der Beendigung gibt es drei Phasen: Motivation, Handlung und Aufrechterhaltung
64Sozial-kognitive Perspektive: Selbstkontrollmodell der Sucht
Welche drei Phasen gibt es bei der Beendigung des ungünstigen Verhaltens? (F5,7)- AMotivation (bis zur Bildung einer Intention)
- BHandlung (Ändern des Verhaltens)
- CAufrechterhaltung
- DHaltung (Erklärung des Verhaltens)
65Sozial-kognitive Perspektive: Selbstkontrollmodell der Sucht (3)
- ABeim Prozess des Verlernens kann es zu Ausrutschern kommen, dh Fehlern, die normaler Teil des Veränderungsprozesses sind
- BAus solchen Fehlern kann gelernt werden
- CAls „Rückfall“ gilt erst eine dauerhafte Rückkehr zum süchtigen Verhalten
- D„Kontrolliertes Trinken“ ist ebenso ein Erfolg wie Abstinenz
- EAus solchen Fehlern kann nichts gelernt werden
66(Marlatt & Gordon, 1985) Das sozial-kognitive Modell des Rückfallprozesses:
- ASucht ist gelerntes Verhalten und kann durch einen Prozess wieder verlernt werden
- BBedingungen, die Hochrisikosituationen begünstigen, können individuell identifiziert werden,
- CEs gibt Strategien, welche die Wahrscheinlichkeit von Rückfällen reduzieren
- DKann auf alle Suchtformen angewandt werden
- EKann aber nicht auf alle Suchtformen angewandt werden
67Modell des Rückfallsprozesses: 4 Kategorien von typischen Hochrisikosituationen?
- ANegative emotionale Zustände, zB Angst
- BNegative soziale Situationen, zB Konflikte
- CSozialer Druck, zB durch die süchtige Peer group
- DPositive emotionale Zustände, alkoholbezogene Reize, unspezifisches Verlangen, Testen der eigenen Willensstärke
- EPositive soziale Situationen, zB Konflikte
68Modell des Rückfallsprozesses / besonders häufiger Anlass des Rückfalles: negative emotionale Zustände
- ATrue
- BFalse
69Hochrisikosituationen haben verdeckte Vorbedingungen wie etwa:
- AScheinbar irrelevante Entscheidungen (zB Alkohol kaufen, weil Freunde kommen könnten)
- BLebensstilfaktoren (zB unausgewogener Anteil von Wollen und Sollen im Leben)
- CZwangsmaßnahmen durch Bezugsgruppen
70Welche Attribuierung (Ursachenzuschreibung) ist bei einem Ausrutscher entscheidend?
- Ainternal - external
- Bstabil - variabel
- Cglobal - spezifisch
- Dstatisch - dynamisch
- Estrukturell - funktional
71Modell des Rückfallsprozesses
Besonders ungünstig: internal, stabil und global
Besonders günstig: external, variabel und spezifisch- ATrue
- BFalse
72Modell des Rückfallsprozesses
Besonders günstig: internal, stabil und global
Besonders ungünstig: external, variabel und spezifisch- ATrue
- BFalse
73Interventionsstrategien und Programme zur Rückfallprävention:
- ABalance des Lebensstils
- BMaßnahmen zur Identifizierung von Rückfallrisiken
- CMaßnahmen zur Verbesserung der Bewältigungskompetenz
- DMaßnahmen zur Veränderung rückfallbezogener Kognitionen
- EMaßnahmen zur Verbesserung der Bewerbungskompetenz
74Gesundheitsförderung
- AFörderung der Gesundheit unter aktiver Einbeziehung der jeweiligen Zielgruppe und Berücksichtigung ihrer Lebensumstände und -bedingungen
- Bzielt auf die Stärkung der gesundheitlichen Entfaltungsmöglichkeiten
- Ceinbezogen werden ökonomische, kulturelle, soziale, bildungsbezogene und hygienische Aspekte
- Ddie Verabreichung alkoholhaltiger Getränke zur Desinfektion von Innen
75Gesundheitsförderung für Menschen mit intellektueller Behinderung (G. Weber)
- AMenschen mit IB weisen spezielle Gesundheitsrisiken auf (Ernährung, Bewegung…)
- BModelle des Gesundheitsverhaltens sind oft nicht anwendbar, da zB zu komplex
- CEigenes Modell und eigene Interventionsformen müssen entwickelt werden
- DMenschen mit IB verhalten sich ernährungstechnisch wie der Durchschnitt der Normalbevölkerung
76Wie kann man aus Theorien zum Gesundheitsverhalten konkrete gesundheitspsychologische Interventionen ableiten?
- AKein Theoriebezug: Grim Reaper Spot : Erlebte Bedrohung hat keinen hohen Vorhersagewert für Gesundheitsverhalten Kampagne hat nicht die erwünschte Wirkung
- BTheoriebasiert: Methoden: Film vs Ausprobieren am Silikonmodell
Ergebnis: Häufigkeit der Selbstuntersuchung wurde durch Ausprobieren erhöht - CTheoriebasiert: Grim Reaper Spot : Erlebte Bedrohung hat keinen hohen Vorhersagewert für Gesundheitsverhalten Kampagne hat nicht die erwünschte Wirkung
77Krebserkrankungen sind mit starken psychischen Belastungen verbunden.
Behandlungsbedürftige psychische Störungen treten bei........ der PatientInnen irgendwann im Krankheitsverlauf auf.- A30-50%
- B50-60%
- C20-30 %
- D10-30%
78Was kann die Gesundheitspsychologie Familie Mayer anbieten?
- APatientInnenschulung (Primärprävention)
Entspannung (Gesundheitsförderung, Primärprävention) - BRehabilitation = Alle Hilfen, die darauf ausgerichtet sind, behinderte Menschen darin zu unterstützen, den höchsten individuell erreichbaren Grad ihrer Leistungsfähigkeit (wieder-)herzustellen. (Watzke 2006)
- CRaucherentwöhnung (könnte auch Reduktion von Übergewicht, Sonnenexposition usw betreffen)
- DAngehörigenberatung •Eine Krebserkrankung betrifft immer die gesamte Familie, besonders auch die Kinder
- EEinen Termin bei der Sterbehilfe vereinbaren
- FGesundheitsförderung für Schulkinder
- APatientInnenschulung (Primärprävention)
79Typ A-Persönlichkeit („Koronarpersönlichkeit“) nach Friedman & Rosenman, 1974
- AKörperliche Komponenten: Laute Stimme, schnelle Sprache
- BEinstellungen & Emotionen: Feindseligkeit
Motivation: Hohe Leistungsmotivation - CDepressiv, antriebsgehemmt
Unfähig, die eigenen Interessen zu vertreten - DKognition: Bedürfnis nach Kontrolle
Verhalten: Aufmerksamkeit - EUnfähig, Ärger zu empfinden bzw. auszudrücken
80Es wurde angenommen, es gäbe eine „Krebspersönlichkeit“ (Typ C, „Typus carcinomatosus“) (Temoshok, 1987)
- ADepressiv, antriebsgehemmt
Unfähig, die eigenen Interessen zu vertreten - BUnfähig, Ärger zu empfinden bzw. auszudrücken
- CIm Urvertrauen erschüttert“, reagiert auf Verlusterlebnisse mit Hilf- und Hoffnungslosigkeit
- DEinstellungen & Emotionen: Feindseligkeit, Ungeduld, Ärger, Aggression
- EVerhalten: Aufmerksamkeit, Schnelligkeit, Hyperaktivität
- ADepressiv, antriebsgehemmt
81Typ C-Persönlichkeit - Ein Hauptproblem bei der Erforschung dieser Thematik: Verwechslung von Zusammenhängen und Ursachen
- AViele Studien sind retrospektiv, dh es werden Menschen befragt, die bereits an Krebs erkrankt sind. Depressive Stimmung, Gefühle von Hilflosigkeit, Unterdrückung von Ärger können aber auch als Folge der Erkrankung auftreten
- BIn prospektiven Studien wurden überwiegend keine Zusammenhänge zwischen Typ C-Merkmalen und Krebsrisiko gefunden.
- CIn retrospektiven Studien wurden überwiegend keine Zusammenhänge zwischen Typ C-Merkmalen und Krebsrisiko gefunden.
82Typ C - Bedingt prospektive Studie von Schwarz, 1994
- A100 PatientInnen mit unklarem Lungenbefund und 250 Patientinnen mit Knoten in der Brust am Tag vor der Gewebsprobenentnahme
- BAnschließend nach Vorliegen des Gewebsbefundes 2 Gruppen verglichen: mit Krebs vs mit gutartigem Befund
- CErgebnisse:
•Kein Unterschied zwischen PatientInnen mit/ohne Lungenkrebs hinsichtlich Psyche, Stress; einziger Unterschied: Rauchdauer - DDie höheren Werte für Vulnerabilität, Verleugnung, Hoffnungs-losigkeit traten nur bei den Brust-Patientinnen auf und können daher darauf zurückgeführt werden, dass diese ihre Krebs-diagnose schon vor der Gewebsprobenentnahme korrekt vermuteten. Sie sind deshalb als frühe Reaktion auf die Krebserkrankung zu verstehen, nicht als Ursache.
- EKrebs als Folge einer defizitären frühkindlichen Entwicklung
83Messung zB durch Sensation Seeking Skala1(SSS-V) mit vier Skalen:
- AAbenteuersuche
- BEnthemmung
- CErfahrungssuche
- DEmpfänglichkeit für Langeweile
- EEmpfänglichkeit für Hochrisikosituationen
84Menschen mit geringem initialen Erregungsniveau suchen eher aufregende Reize
Menschen mit hohem Ausgangsniveau meiden eher aufregende Reize- ATrue
- BFalse
85Menschen mit geringen Ausgangsniveau meiden eher aufregende Reize
Menschen mit hohem initialen Erregungsniveau suchen eher aufregende Reize- ATrue
- BFalse
86Forschungsergebnisse: Sensation Seeking
- AZwillingsstudien zufolge lassen sich ca. 60-70 % der interindividuellen Unterschiede bezüglich des optimalen Erregungsniveaus durch genetische Veranlagung erklären.
- BCa. 20% der Menschen erhöhen ihr Erregungsniveau, indem sie häufig neue Reize suchen. Die Mehrheit (ca. 80%) hält die Zahl neuer Reize eher gering und fühlt sich in Routinen wohler
- CCa. 30% der Menschen erhöhen ihr Erregungsniveau, indem sie häufig neue Reize suchen. Die Mehrheit (ca. 80%) hält die Zahl neuer Reize eher gering und fühlt sich in Routinen wohler
- DMehr Frauen als Männer neigen zu Sensation Seeking.
87Geschlecht & Sexuelle Orientierung
- ABeginn der geschlechtsspezifischen Gesundheitsforschung mit Nathanson (1975)
- BBeginn der geschlechtsspezifischen Gesundheitsforschung mit Jacobson (1975)
- C1.Biologisches Geschlecht
2. Gender - D3.Geschlechtsidentität
4. Sexuelle Orientierung - E3.Geschlechtswechsel
4. Sexuelle Demaskierung
88Traditionell fand medizinische Forschung überwiegend an männlichen Patienten statt. Aber:
- AViele Medikamente wirken bei Männern und Frauen unterschiedlich, zB einige Antibiotika.
- BWerden sie in gleicher Dosierung und an der gleichen Stelle gespritzt, kann der Wirkstoffgehalt im Blut bei Frauen bis zu 40% niedriger sein.
- CWerden sie in gleicher Dosierung und an der gleichen Stelle gespritzt, kann der Wirkstoffgehalt im Blut bei Frauen bis zu 20% niedriger sein.
- DZB wirken bestimmte Schmerzmittel (Opioide) bei Frauen zwar schneller, das Risiko für Übelkeit/ Erbrechen ist aber um 60 Prozent höher als bei Männern.
- EFrauen weisen stärkere Entzündungsreaktionen auf.
894 mögliche Determinanten für Unterschiede im Gesundheits-zustand zwischen Männern und Frauen (Hammelstein, 2006)
- ABiologische Determinanten (Genetik)
Sozial-strukturelle Determinanten: (Einkommen etc.) - BUmweltbezogene Dynamiken (Proximität)
Länderbezogene Dynamiken (Distale Faktoren) - CVerhaltensbezogene Determinanten (Lebensgewohnheiten)
Psychosoziale Determinanten (akute & chronische psy. Belastungen)
- ABiologische Determinanten (Genetik)
90Geschlecht & Gender - Aktueller Wissensstand (Europa, USA): (Hammelstein, 2006)
Folie 6, Seite 22- AMänner geben nicht allgemein mehr Beschwerden an, sondern vorwiegend im psychischen Bereich.
- BMänner haben über das ganze Lebensalter hinweg eine höhere Sterblichkeitsrate als Frauen, vor allem bedingt durch Herz-erkrankungen, Unfälle und Suizid.
- CPsychische Störungen: Frauen leiden öfter unter affektiven Störungen
- DMänner öfter unter Substanzmissbrauch und -abhängigkeit sowie bestimmten Persönlichkeitsstörungen
91Geschlecht & Gender (WHO, 2017; Stanistreet, 2005) Ursachen für die Varianz in der Differenz:
- ATodesursachen unterscheiden sich zwischen den Ländern
- BTodesursachen unterscheiden sich nicht zwischen den Ländern
- CIn Gesellschaften mit ungleichen Rechten von Männern und Frauen sind Frauen kränker und sterben früher als in egalitären Gesellschaf-ten – aber auch Männer sterben in diesen Gesellschaften früher
92Österreichischer Gender-Gesundheitsbericht: Was stimmt? (F06, S24)
- ADepressionen: Männer 3,9%, 7,5% Frauen
- BDepressionen: Männer 7,5%, 3,9% Frauen
- CHerzinfarkt (Sterblichkeit) 5,4% Männer, 8,3% Frauen
- DErrektionsprobleme 80% Männer, 20% Frauen
- EÜbergewicht/Adipositas 55% Männer, 39% Frauen
93Individuell empfundene Zugehörigkeit zu einem Geschlecht, unabhängig vom körperlichen Geschlecht?
- AGeschlechtsidentität
- BTransidentität
- CIntersexualität
94Unterschied zwischen sexueller Orientierung (Wunsch, Interesse) und konkretem Sexualverhalten! Hinsichtlich Gesundheit ist das Verhalten wesentlich wichtiger. ZB Risiko einer HIV-Infektion: Der entscheidende Faktor ist das Praktizieren von Safer Sex, nicht die sexuelle Orientierung.
- ATrue
- BFalse
95Resilienz
- AFrühere Bedeutung: Eigenschaft von Personen, besonders Kindern, die ihre psychische Gesundheit unter sehr schwierigen Lebensbedingungen erhalten konnten
- BHeute: psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern und Erwachsenen nicht nur in Extremsituationen, sondern allgemein gegenüber vorhandenen Risikofaktoren
- CReligionen und spirituelle Richtungen geben Leitlinien, Anweisungen, Übungen etc vor, die sich auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken können.
- DHeute: Aufrechterhaltung der normalen Entwicklung/des normalen Funktionsniveaus unter schwierigen Bedingungen
96Resilienz: Kauai-Studie (Emmy Werner) (2)
- AQuerschnittsstudie an allen 698 Kindern, die 1955 auf der Hawaiinsel Kauai geboren wurden
- BLängsschnittstudie an allen 698 Kindern, die 1955 auf der Hawaiinsel Kauai geboren wurden
- CZiel: Untersuchung, wie sich biologische und umweltbedingte Faktoren auf die Entwicklung von Kindern auswirken
- DKinder und Eltern wurden über mehr als 30 Jahre hinweg begleitend untersucht
97Resilienz: Kauai-Studie (Emmy Werner) (2)
- AMehrzahl d. Kinder mit Geburtsproblemen, mit Aufwuchsschwierigkeiten bekam Lern/Verhaltensprobleme. Ca. 1/3 aber nicht. (Resilient)
- BResiliente Kinder haben eine enge Beziehung zu mindestens einem Elternteil
- C•Resiliente Kinder haben persönliche Eigenschaften wie hohe Intelligenz, Gelassenheit, Flexibilität
- DResiliente Kinder haben eine enge Beziehung zu maximal einem Elternteil
98Heutige Sichtweise von Resilienz:
- AEs gibt keine Faktoren, die dauerhaft, bei jedem und bei allen Risikofaktoren Resilienz erzeugen!
- BDer gleiche Faktor kann in vielen Situationen bei vielen Menschen die Resilienz stärken und gleichzeitig bei manchen kontraproduktiv sein.
- Ca) Individuell (Persönlichkeitsmerkmale, Kompetenzen…)
b) Sozial (soziale Beziehungen)
c) Gesellschaftlich (Verfügbarkeit von Ressourcen…) - DEs gibt allgemeine Faktoren, die dauerhaft, bei jedem und bei allen Risikofaktoren Resilienz erzeugen!
99Wer hat ein deutlich höheres Risiko, an einer Depression zu erkranken?
(F6, S41)- AJugendliche haben ein deutlich höheres Risiko, an einer Depression zu erkranken, als Menschen anderer Altersgruppen (Punktprävalenz 0.4-8.4%)
- BKinder haben ein deutlich höheres Risiko, an einer Depression zu erkranken, als Menschen anderer Altersgruppen (Punktprävalenz 0.4-8.4%)
- CÄltere Erwachsene haben ein deutlich höheres Risiko, an einer Depression zu erkranken, als Menschen anderer Altersgruppen (Punktprävalenz 0.4-8.4%)
100Resilienz (Differenzielle Forschung) - Risikofaktoren
- Aweibliches Geschlecht, Depressionen bei Verwandten 1. Grades, niedriges Selbstwertgefühl
- Bungünstige Stressverarbeitung, kritische Lebensereignisse, schlechte Peer-Beziehunge
- Cmännliches Geschlecht, Depressionen bei Verwandten 2. Grades, niedriges Selbstwertgefühl
101Religiosität/Spiritualität -Ergebnisse zur psychischen Gesundheit (Koenig & Larson 2001)
- A80% aller Studien fanden einen positiven Zusammenhang zwischen Religiosität/Spiritualität und Wohlbefinden/Lebenszufriedenheit
- B2/3 der Studien zeigten geringere Angst- und Depressionswerte bei höherer Religiosität/ Spiritualität
- C1/3 der Studien zeigten geringere Angst- und Depressionswerte bei höherer Religiosität/ Spiritualität
102Religiosität/Spiritualität - Ergebnisse zur körperlichen Gesundheit1:
•Viele Studien fanden eine positive Beziehung zwischen Religiosität/Spiritualität und körperlicher Gesundheit bzw. Lebensdauer (bei älteren Menschen); zB schnellere Erholung von Operationen oder manchen Krankheiten- ATrue
- BFalse
103Religiosität/Spiritualität
- AMethodische Kritik:
•Von den vorliegenden Studien weisen die meisten erhebliche methodische Einschränkungen auf. - BSystemische Kritik:
•Von den vorliegenden Studien weisen die meisten erhebliche methodische Einschränkungen auf. - CUnter welchen Bedingungen gibt es Einflüsse von Religiosität/ Spiritualität auf die körperliche bzw. psychische Gesundheit?
- DWie stark ist der Einfluss? (Nach derzeitigem Wissen eher nicht sehr ausgeprägt)
- AMethodische Kritik:
104Stress
- AW. B. Cannon (vmtl. 1915) in Bezug auf Alarmsituationen und die Notfallreaktion „Fight or Flight“
- BW. B. Shotgun (vmtl. 1918) in Bezug auf Alarmsituationen und die Notfallreaktion „Fight or Flight“
- CH. Selye (1936): „Allgemeines Anpassungssyndrom“ als unspezifische körperliche Reaktion biologischer Systeme auf starke und länger anhaltende Belastungen,
105Begriffsklärung „Stress“ (F07, S 31)
- AHeutiges Verständnis: Stress als eindimensionale Reaktion von Menschen auf Belastungsfaktoren (Stressoren)
- BFokus auf die Reize = Stressoren oder auf die Reaktion des Individuums = Stressreaktion
- CDistress & Eustress
106Stressoren
- AUnterschied zwischen life events und daily hassles
- BLife-Event-Skala nach Holmes & Rahe 1967 (Tod Ehegatte 100 Punkte)
107Die Reihenfolge der körperlichen Stressreaktionen?
- A1. Identifikation einer Gefahrensituation, 2. Akute Bewältigung, 3. Chronischer Stress
- B1. Identifikation einer Gefahrensituation, 2. Chronischer Stress 3. Akute Bewältigung,
- C1. Chronischer Stress 2. Akute Bewältigung 3. Identifikation einer Gefahrensituation
108Reaktionen auf Stress und Gender (F07, S18)
- AKlassisches“ Muster der Cortisolausschüttung nur bei Männern, bei Frauen fraglich. (Kogler 2016)
- BBei gleichen Stressoren unterschiedliche Gehirnareale aktiv (zB erhöhte Aufmerksamkeit nur bei Männern) (Kogler 2016)
- CBei gleichen Stressoren gleiche Gehirnareale aktiv (zB erhöhte Aufmerksamkeit nur bei Männern) (Kogler 2016)
- DDerzeit noch kein durchgehendes Theoriegebilde, das diese Unterschiede stimmig zusammenfügt. (Kogler 2016)
109Reaktionen auf Stress und Gender - Tend and Befriend“-Modell
- AZusammenhang genderspezifischer sozialer Verhaltensweisen mit biologischen Grundlagen
- Bintensiveres Sozialverhalten bringt Frauen demnach einen evolutionären Vorteil
- Cintensiveres Konfliktverhalten bringt Frauen demnach einen evolutionären Vorteil (Horvath, Anton 2016)
110Welche Folgen werden in der Stressforschung oft vernachlässigt?
- ASoziale Folgen
- BGesellschaftliche Folgen
- CPersönliche Folgen
- DAlterstypische Folgen
111Transaktionales Stressmodell (Lazarus & Folkman, 1984)
(F07, S21)- AStress ist subjektiv!!!
- BStress ist objektiv!!!
- CKognitive Primärbewertung einer Situation: Gefahr?
- DSekundärbewertung: Situation mit verfügbaren Ressourcen bewältigbar?
- EErneute Bewertung: Situation so bewältigbar?
112Welche Arten der Stressbewältigung nach der zeitlichen Perspektive?
- AReaktives Bewältigen: Umgang mit bereits eingetreten Verlusten
- BAntizipatorisches Bewältigen: Umgang mit einer konkreten Stressituation (Nahe Zukunft)
- CPräventives Bewältigen: Vorbereitung auf potentielle Risiken in weiterer Zukunft (Arbeitsplatzverlust)
- DProaktives Bewältigen: Anhäufen von Ressourcen, um der Zukunft optimistisch begegnen zu können
- ERetatiertes Vermeiden: Zerstörung von Ressourcen, um der Zukunft möglichst pessimistisch begegnen zu können
113Drei Wege der Stressbewältigung nach dem Ansatzpunkt (Kaluza,2004)
- AInstrumentelles Stressmanagement: Stressoren werden reduziert oder ausgeschaltet
- BKognitives Stressmanagement: Persönliche stressverstärkende Einstellungen und Bewertungen sollen verändert werden,
- CPalliativ-regeneratives Stressmanagement: Physiologische und psychische Stressreaktion soll reguliert werden
- DPhallus-penetrierendes Stressmanagment: Physiologische Stressreaktion durch das Treffen der Körpermitte regulieren
114Arten der Stressbewältigung nach dem Transaktionalen Modell:
- AProblemorientiertes Coping: durch Informationssuche, Handlungen oder Unterlassen von Handlungen Problemsitua-tionen überwinden oder sich den Gegebenheiten anpassen
- BEmotionsorientiertes Coping: durch die Situation entstandene emotionale Erregung abbauen
- CBewertungsorientiertes Coping: Verhältnis zur Umwelt kognitiv neu bewerten, Belastung eher als Herausforderung sehen
- DBewerbungsorientiertes Coping: Verhältnis zur Umwelt kognitiv alt bewerten, Belastung eher als Herausforderung sehen
115Verhaltenstraining zur Stressbewältigung (Wagner-Link, 1995)
- APsychoedukation: Vermittlung grundlegender Informationen und Modelle über Stress und Stressverarbeitung
- BIndividuelle Stressanalyse
Übungen, zB zur Selbstbeobachtung - CErarbeitung individueller Stressbewältigungsstrategien
- DErlernen von Entspannungstechniken wie Autogenes Training
- EErlernen von Entspannungstechniken wie Autoerotisches Training
116Verhaltenstraining zur Stressbewältigung
(F07, S29)- ASpontanentspannung: muskulär, vegetativ, emotional, kognitiv (zB Atemübung)
- BWahrnehmungslenkung: äußere (gezielte ablenkende Aktivi-täten), innere (gezielte ablenkende Gedanken/Vorstellungen)
- CPositive Selbstgespräche: umstrukturierende (Umdeutung),
- DKontrollierte Abreaktion: körperlich (zB Sport),
117Hauptfaktor für Stressbelastung?
- ABeruf
- BAlltag
- CFreizeit
- DDer Expartner
118Stress im beruflichen Kontext - Ergebnisse (Stressreport Deutschland 2012)
- APersonen mit ausgeprägten Stressfolgebeschwerden gaben an, unter besonders hohen Anforderungen zu arbeiten.
- BPersonen mit ausgeprägten Stressfolgebeschwerden gaben an, über besonders wenig Ressourcen zu verfügen.
- CPersonen mit ausgeprägten Stressfolgebeschwerden gaben an, über besonders viele Ressourcen zu verfügen.
119Studie des IHS (2016) zu Stress im Beruf & psychischen Erkrankungen in Österreich:
- AZahl von Frühpensionierungen aufgrund psychischer Erkran-kungen ist im internationalen Vergleich hoch und steigt weiter.
- BUnbefristete Invaliditätspensionen: psychische Ursachen bei 26% der Männer und 48% der Frauen
- CGründe: unter anderem erhöhte Anforderungen an die psychische Gesundheit durch personenbezogene und informationsbasierte Dienstleistungen, die für immer mehr Menschen den Arbeitsalltag ausmachen
- DUnbefristete Invaliditätspensionen: psychische Ursachen bei 48% der Männer und 26% der Frauen
120Burnout
- AKeine allgemein anerkannte Symptomatik, daher zB von der ICD-10 nicht als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt
- BAllgemein anerkannte Symptomatik, daher zB von der ICD-10 als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt
121Burnout-Syndrom als Reaktion auf chronische Stressoren im Beruf mit drei Kerndimensionen:
- APersönlicher Aspekt: überwältigende Erschöpfung durch fehlende emotionale und physische Ressourcen
- BZwischenmenschlicher Aspekt: Gefühle des Zynismus und der Distanziertheit von der beruflichen Aufgabe
- CAspekt der Selbstbewertung: Gefühl der Wirkungs-losigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit
- DZwischenmenschlicher Aspekt: Gefühle der Euphorie und der Distanziertheit von der beruflichen Aufgabe
122Wie häufig wird Burnout in den verschiedenen Jahren beobachtet?
- A1960er Jahre: Beobachtung, dass vor allem Menschen aus helfenden Berufen von Burnout betroffen sind;
- B1970er Jahre: Beobachtung, dass vor allem Menschen aus helfenden Berufen von Burnout betroffen sind;
- C1980er Jahre: Erweiterung – Burnout-Syndrom als typische "Manager-Krankheit"
- DHeute: Burnout kann alle Berufsgruppen treffen, helfende Berufe aber besonders häufig
123Nach Maslach werden bis zum Vollbild des Burnout der Reihe nach folgende Phasen durchlaufen:
- AEnthusiasmus, Idealismus, hohe Erwartungshaltung
- BEmotionale Asymmetrie: Man gibt soviel, bekommt so wenig
- CDistanzierung vom Beruf als Selbstschutz
- DKlienten nehmen das veränderte Verhalten wahr, Erfolgerlebnisse bleiben aus
- EBurnout
- FEuthanasie, Idealismus, hohe Erwartungshaltung
124Ursachen Burnout:
- APersönlichkeitsfaktoren
- BArbeitsbedingungen
- CUmweltfaktoren
125Burnout Persönlichkeitsfaktoren: Theorie von Freudenberger (1974, 1980)
- ABerufliches Engagement als Ausdruck eines persönlichen Bedürfnisses, akzeptiert zu werden
- BExzessive Bedürfnisse und unrealistische Erwartungen jener Personen, die Hilfe brauchen (zB PatientInnen)
- CTraurige Gefühle, Langeweile/Monotonie in der Tätigkeit
126Burnout - Arbeitsbedingungen: Theorie von Pines, Aronson und Kafry (1993)
(F08. S25)- AEin geringer Handlungs- und Entscheidungsspielraum der Person
- BEine geringe Flexibilität der Organisation
- CSchlechte Rahmenbedingungen
127Prävention von Burnout?
- AVerhaltensprävention/Individuelle Maßnahmen: z.b. Stressbewältigungs-training
- BVerhältnisprävention/Strukturelle Maßnahmen: z.B. Arbeitnehmerschutz
- CVerhältnisprävention/Chemische Maßnahmen: z.B. Rauschgift
128Warum ist die Work-Life-Balance auch ein Thema für die Politik geworden?
- ANiedrige Geburtenrate in Österreich (2015: 1,49 Kinder/Frau)
- BHohe Geburtenrate in Österreich (2015: 1,49 Kinder/Frau)
- CDemografischer Wandel bewirkt Pensions-finanzierungsproblematik
- DDemografischer Wandel führt zu Mangel an Arbeitskräften
129Better-Life-Index der OECD:
- Amit dem Better Life Index lässt sich das gesellschaftliche Wohlergehen in den verschiedenen Ländern anhand von elf Themenfeldern vergleichen
- Bvon der OECD sowohl in Bezug auf die materiellen Lebens-bedingungen als auch für die Lebensqualität insgesamt als äußerst wichtig identifiziert
130Österreich: Better-Life-Index der OECD (Stand 2015, Zahlen für 2014)
- ADie Arbeitszeit ist in Österreich mit 1.699 Arbeitsstunden/Jahr niedriger als im OECD-Durchschnitt (1.765 Stunden).
- BDie Arbeitszeit ist in Österreich mit 1.699 Arbeitsstunden/Jahr höher als im OECD-Durchschnitt (1.765 Stunden).
- CEine andere wichtige Maßgröße ist jedoch, wie viele Menschen sehr lange Wochenarbeitszeiten (über 50 Std/Woche) haben
131Mobbing: (F09, S2)
- A1963 von Konrad Lorenz geprägt, um Gruppenangriffe von Tieren auf einen überlegenen Gegner zu bezeichnen;
- B1963 von Lorenzo Lamas geprägt, um Gruppenangriffe von Tieren auf einen überlegenen Gegner zu bezeichnen;
- CIn der heutigen Bedeutung erstmals von H. Leymann verwendet, der in den 1980er Jahren als Pionier Mobbing im Arbeitsleben erforschte
- D1969 von P. Heinemann auf das Phänomen angewandt, dass Gruppen von Menschen eine Person attackieren, die sich von der Norm abweichend verhält
- E1969 von P. Heinzelmann auf das Phänomen angewandt, dass Gruppen von Menschen eine Person attackieren, die sich von der Norm abweichend verhält
132Die meisten Definitionen von Mobbing beinhalten folgende Aspekte:
- AVerhaltensmuster
- BNegative Handlungen
- CUngleiche Machtverhältnisse
- DOpfer
- EKnüppel
133Stalking ist keine Form von Mobbing! Von Stalking wird gesprochen, wenn Täter/Die Täterin
- Asucht die räumliche Nähe des Opfers, stellt durch Kommunikationsmittel oder Dritte den Kontakt zum Opfer her
- Bbedroht das Opfer und/oder dessen Angehörige mit Gewalt
- Cverleumdet das Opfer in dessen Familie, Berufsumfeld
- Dbestellt im Namen des Opfers Waren oder Dienstleistungen
134Unterschied Stalking vs Mobbing
- A(Stalking) Ziel der Handlungen ist in irgendeiner Form eine Beziehung zwischen Täter/in und Opfer, der sich das Opfer nicht oder nur sehr schwer entziehen kann
- B(Mobbing) Ziel der Handlungen ist in irgendeiner Form eine Beziehung zwischen Täter/in und Opfer, der sich das Opfer nicht oder nur sehr schwer entziehen kann
- CMobbing wird oft von mehreren TäterInnen gemeinsam ausgeübt; Ziel der Handlungen ist die Herabsetzung des Opfers in einer Gruppe bzw. sein Ausschluss aus einer Gruppe
- DStalking wird oft von mehreren TäterInnen gemeinsam ausgeübt; Ziel der Handlungen ist die Herabsetzung des Opfers in einer Gruppe bzw. sein Ausschluss aus einer Gruppe
135Jede vierte Person läuft Gefahr, mindestens einmal während ihres Berufslebens ein halbes Jahr lang Mobbingopfer zu sein.
Punktprävalenz: 3-4%
Geschlechterverhältnis: Rund 1/3 der Opfer sind Männer, 2/3 Frauen- ATrue
- BFalse
136Jede zehnte Person läuft Gefahr, mindestens einmal während ihres Berufslebens ein halbes Jahr lang Mobbingopfer zu sein. Punktprävalenz: 10-40% Geschlechterverhältnis: Rund 1/3 der Opfer sind Männer, 2/3 Frauen
- ATrue
- BFalse
137(Österreich) Mobbing in der Schule:
- AEtwa 10% der SchülerInnen (6., 7., 9. Schulstufe) mobben ihre MitschülerInnen
- BEtwa 20% der SchülerInnen (4., 8., 9. Schulstufe) geben an, in den letzten Monaten regelmäßig Opfer von verbalen Attacken durch MitschülerInnen geworden zu sein
- C5-8% geben an, Opfer von körperlichen Attacken geworden zu sein.
- D25-28% geben an, Opfer von körperlichen Attacken geworden zu sein.
138Studie „Cyberlife II“ aus Deutschland
- ACa. 13% der 1.500 befragten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren bereits Opfer von Cyber-Mobbing.
- BJedes 5. Opfer von Cyber-Mobbing hatte bereits Suizidgedanken, weitere 30% der Betroffenen fühlen sich dauerhaft belastet.
- CJedes 7. Opfer von Cyber-Mobbing hatte bereits Suizidgedanken, weitere 20% der Betroffenen fühlen sich dauerhaft belastet.
139Motive von Mobbing-TäterInnen
(F09 / S44)- AÄrger über das Opfer
- BMachtausübung
- CZugehörigkeit
- DSpaß
- EInternet
140In Österreich existiert kein eigener Tatbestand „Mobbing“ im Gesetzeswerk! Dennoch sind Mobbing-Handlungen aufgrund bestimmter Gesetze strafbar:
- AArbeitsrecht
- BEhrenbeleidigungsdelikte
- CGleichbehandlungsgesetz
- DVernachlässigung d. Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
- ENotwehrrecht
141Cyber-Mobbing
- A1.1.2016 eigener Straftatbestand
- B1.1.2013 eigener Straftatbestand
- Ceine Person für eine größere Zahl von Menschen wahrnehmbar an der Ehre verletzt oder
- DTatsachen oder Bildaufnahmen des höchstpersönlichen Lebens-bereiches einer Person ohne deren Zustimmung eine für eine größere Zahl von Menschen wahrnehmbar macht.
142Soziale Unterstützung nach Schwarzer 2004
- ASoziale Integration“, „Soziale Vernetzung“ (quantitativ-strukturaler Aspekt):
- BSoziale Unterstützung“ im engeren Sinn (qualitativ-funktionaler Aspekt):
- CSoziale Irritation “ im engeren Sinn (qualitativ-unfunktionaler Aspekt):
143Arten von Netzwerksystemen nach Bronfenbrennner 1981
- AMikrosysteme, Mesosysteme
- BMakrosysteme, Exosysteme
- CMirkosysteme, Introsysteme
144Charakteristika von sozialen Beziehungen in einem Netzwerk: (Berkman, 2000)
- AHäufigkeit von Kontakten: persönliche, telefonische, postalische (und Online-)Kontakte
- BMultiplexität: Anzahl unterschiedlicher Formen & Ziele von sozialen Interaktionen innerhalb einer Beziehung
- CDauer: Zeitliche Erstreckung der Bekanntschaft zwischen zwei Individuen
- DReziprozität: Balance des Gebens und Nehmens in der Beziehung
1453 Arten von sozialen Prozessen in Netzwerken nach House 1988
- ASoziale Unterstützung (+)
- BSoziale Regulation und Kontrolle (+/-)
- CSoziale Anforderungen und Konflikte (-)
- DUnsoziale Unterstützung (--)
146Bindungstheorie (seit 1940er Jahren entwickelt; zB R. Spitz, J. Bowlby, M. Ainsworth):
- AMenschen haben ein natürliches Bindungsbedürfnis,
- BSäugling entwickelt aufgrund seiner Erfahrungen mit Bezugs-personen in belastenden Situationen Modelle von sich selbst
147Was macht eine Interaktion überhaupt zu sozialer Unterstützung?
- AAbsicht der Quelle (Wunsch zu helfen, eigene Hilflosigkeit…)
- BAuswirkungen der Handlung (Patient fühlt sich bevormundet…)
- CAuswirkungen der Haltung (Patient fühlt sich bevormundet…)
148Forschungsergebnisse - Soziale Unterstützung und Geschlecht:
- AFrauen leben im Durchschnitt in größeren und dichteren Netzwerken
- BMänner leben im Durchschnitt in größeren und dichteren Netzwerken
- CFrauen bieten und erhalten mehr emotionale Unterstützung
- DFrauen initiieren häufiger Hilfeleistungen von sich aus, während Männer eher erst auf Nachfrage Unterstützungs-leistungen anbieten
149Tend and Befriend“-Modell (Taylor 2002)
- Apostuliert Zusammenhang dieser Verhaltensweisen mit biologischen Grundlagen, zB Hormonen (Oxytocin)
- Bintensiveres Sozialverhalten bringt Frauen demnach einen evolutionären Vorteil
- Cvermittelt die Anwendung von kombatitiven Verhaltensweise zur Eliminierung von Opponenten
150Eine andere Definition von „social support“ (=soziale Unterstützung): (Bandura, 1981)
- A„Fremdhilfen, die dem einzelnen durch Beziehungen und Kontakte mit seiner sozialen Umwelt zugänglich sind und die dazu beitragen,
- Bdass die Gesundheit erhalten bzw. Krankheit vermieden, psychische oder somatische Belastungen ohne Schäden für die Gesundheit überstanden
- Cund die Folgen von Krankheit bewältigt werden.“
- Dund die Folgen von Gesundheit bewältigt werden.“
151Wie trägt soziale Unterstützung zur psychischen Gesundheit bei?
(F9, S25)- AErleichtert die Verarbeitung von Life Events
- BMildert die Auswirkungen von Stress am Arbeitsplatz
- CErleichtert den Umgang mit chronischen Krankheiten
152Wie korrelieren soziale Unterstützung und psychische Gesundheit? Menschen mit viel Unterstützung…
- ALeiden seltener an PTSD, Panikstörung, Sozialphobie, Depressionen und Ess-Störungen
- BBerichten auch weniger subklinische Symptome von Angst und Depression
- Cpfeifen drauf und werden Einsiedler
153Wie trägt soziale Unterstützung zur physischen Gesundheit bei?
- AEpidemiologische Forschung seit den 1970er Jahren
- BErgebnis: Gut integrierte Menschen haben ein deutlich geringeres Mortalitätsrisiko als vergleichbare schlecht integrierte Personen (bis zu 50% reduziert).
- CErgebnis: Gut integrierte Menschen haben ein deutlich geringeres Mortalitätsrisiko als vergleichbare schlecht integrierte Personen (bis zu 70% reduziert).
- DMeta-Analyse1: Mangel an Sozialkontakten ist ähnlich großes Gesundheitsrisiko wie Zigarettenrauchen;
- EEffekte auf einzelne Krankheiten messbar, aber klein
154Zusammenfassung Soziale Unterstützung
•Es gibt Belege für alle genannten Zusammenhänge, aber die Befundlage ist komplex und die Ergebnisse sind zum Teil widersprüchlich. Unterschiedliche Maße sozialer Unterstützung zeigen teils unterschiedliche Effekte.
•Insgesamt ist soziale Unterstützung jedenfalls eindeutig gesundheitsförderlich.- ATrue
- BFalse
155Wie kann soziale Unterstützung gefördert werden?
- AIndividuum als Hilfeempfänger
Individuum als Unterstützungsgeber - BOrganisationen
Gemeinde - CBestehende Dyade, zB Paar
Künstliche“ Dyade - DBestehende Netzwerke
„Künstliche“ Netzwerke
- AIndividuum als Hilfeempfänger
156Akkulturation? (F11, S2)
- APersonen, deren Eltern beide im Ausland geboren sind, unabhängig von ihrer eigenen Staatsangehörigkeit; umfasst meist MigrantInnen und Kinder von MigrantInnen
- BÜbernahme von Elementen einer fremden Kultur durch den Einzelnen oder eine Gruppe, kultureller Anpassungsprozess
- CVerbindung einer Vielheit von einzelnen Personen oder Gruppen zu einer gesellschaftlichen und kulturellen Einheit
157Subsidiär Schutzberechtigte/r: (F11, S3)
- APerson, die als Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention anerkannt wurde
- BPerson, die nicht als Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention anerkannt wurde,
- CVerfügt über eine befristete Aufenthaltsberechtigung , da ihr Leben oder ihre Gesundheit im Herkunftsland bedroht wird (zB durch Folter, Todesstrafe, aufgrund eines Bürgerkriegs)
158Insgesamt sind MigrantInnen geringeren Gesundheitsrisiken ausgesetzt als Nicht-MigrantInnen.
- ATrue
- BFalse
159Aus Familien mit Migrationshintergrund, die überproportional von Bildungsarmut betroffen sind folgende Gruppen besonders gefährdet:
- AKinder und Jugendliche
- BÄltere Migranten
- CPersonen im mittleren Erwachsenenalter
- DDie Oma
160Mögliche Ursachen der gesundheitlichen Chancenungleichheit von Menschen mit Migrationshintergrund sind:
- AMaterielle und psychosoziale Belastungen
- BGesundheitsbezogene Verhaltensweisen
- CAusgestaltung des Gesundheitssystems
- DBelastungen durch Extraterrestrische
161Migration - Ursachen für unterschiedliche Erkrankungsrisiken:
- AGenetisch
- BKulturell bzw. religiös
- CHygiene, länderspezifische Krankheitsrisiken
- DDigital
162Migration ein Prozess, bei dem die bisherige, bekannte Lebens-geschichte mit einer neuen und unbekannten zu verbinden, die sich gerade zu entwickeln beginnt. Der Prozess besteht aus 4 Stadien:
- AVorbereitung
- BUmzug
- CÜberkompensation
- DIm ungünstigen Fall tritt eine vierte Stufe der Dekompensation und Krise auf, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann.
163Posttraumatische Belastungsstörung mit 4 Symptomgruppen:
- AIntrusionen: (z.B. Flashbacks)
- BGefühl der Stumpfheit
- CVermeidung von ähnlichen Situationen
- DVegetative Überaktivierung (z.B. Schreckhaftigkeit)
164Subjektiven Krankheitstheorien
- ABeinhalten Annahmen über die Kontrollierbarkeit der Krankheit
- BHaben meist eine emotionale Stabilisierungsfunktion
- CBeeinflussen das Bewältigungsverhalten
- DKönnen in starkem Kontrast zu schulmedizinischen Theorien und Behandlungsansätzen stehen
- ESind theobasierte Ansätze aus der Schulmedizin
165Subjektive Krankheitstheorien sind auch kulturell geprägt: (F11, S29)
- ABiomedizinisches Modell: evidenzbasierte Medizin
- BHumoralpathologische Konzepte (zB chinesische, indische, teils arabische Medizin):
- CReligiöse/spirituelle Konzepte: Krankheit als Prüfung (etc.)
166Worum handelt es sich beim Präventionsdilemma?
- APhänomen, dass bestehende Präventionsstrategien nicht in der Lage sind, jene Bevölkerungsgruppen zu erreichen, denen ein erhöhter Präventions-bedarf zugeschrieben wird
- BAngebote müssen dahingehend modifiziert werden, dass sich auch schwerer erreichbare Bevölkerungsgruppen (zB Menschen mit Migrationshinter-grund) davon angesprochen fühlen.
167Altersbilder: In welchem Bereich haben welche Punkte eine große Bedeutung?
- AGerontologie
- BGeologie
- Cgesellschaftliche und individuelle Altersbilder
- DRückwirken auf den Altersprozess
168Welche Mechanismen auf welchen Ebenen tragen wie zum Prozess des Alterns bei?
- ABiologie
- BSoziologie
- CPsychologie
- DDermatologie
169Altern als Prozess
- ATelomer-Hypothese - Vom Zeitpunkt der Geburt aus gerechnet verkürzen sich die Telomere etwa parallel zum Alter
- BTelekinese-Hypothese - Vom Zeitpunkt der Geburt aus gerechnet verkürzen sich die Telomere etwa parallel zum Alter
- CMutations-Akkumulations-Theorie - Wenn Organismen älter werden, wird ihr Beitrag zur Arterhaltung immer geringer, weil die Fruchtbarkeit mit der Zeit abnimmt.
170Heute: Entwicklungspsychologie der Lebensspanne; in jedem Lebensalter gibt es typische Entwicklungsaufgaben, die zu bewältigen sind.... (F12,S13)
- ABiologische Veränderungen
- BAnforderungen der Gesellschaft
- CWerte, Wünsche und Lebensziele des Individuums
- DSozialistische Veränderungen
171Faktoren für den Erhalt der Gesundheit im Alter
- APersonale Faktoren: genetische Disposition (etc.)
- BVerhaltensfaktoren: Ess- und Bewegungsgewohnheiten
- CVerhältnisfaktoren: sozioökonomischer Status
172Jede zehnte Person läuft Gefahr, mindestens einmal während ihres Berufslebens ein halbes Jahr lang Mobbingopfer zu sein. Punktprävalenz: 10-40%, Geschlechterverhältnis: Rund 1/3 der Opfer sind Männer, 2/3 Frauen
- ATrue
- BFalse
173Wie definiert sich die Gesundheitspsychologie? (F01, S02)
- Aanwendungsorientiertes Fach
- BGrundlagenforschung
- Cinterdisziplinär ausgerichtet
- Dpathologisch ausgerichtet
- Espezialdisziplinär ausgerichtet
174Welche Grundannahmen verfolgt das biopsychosoziale Modell?
- AKrankheiten werden in einer Wechselwirkung von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren verursacht.
- BGesundheit und Krankheit sind als Endpunkte eines Kontinuums zu verstehen.
- CGesundheit und Krankheit sind nicht als Endpunkte eines Kontinuums zu verstehen.
Information
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- Keine Gewähr für die Richtigkeit! Inhalt aus den Folien, (c) Frau Mag. Dr. Verena Winkler Privat erstellter Fragebogen zum Lernen. Fehlermeldungen bitte an: Joergus@gmx.net
- Author
- Joe Sawmaster
- Language
- Deutsch
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