Quiz
Quiz 03414 Motivation, Volition, Emotion, Handlung
Create a free account to finish this quiz
Save your progress and see your final score.
Already have an account? Sign in
Questions in this quiz (74)
1Welche Merkmale beschreiben Emotionen?
- Azeitlich datierbare konkrete Episoden von Phänomenen
- Baktuelle psychische Zustände
- Chaben bestimmte Intensität, Dauer, Qualität
- D nicht objektorientiert
- Ehaben spezifischen Verhaltens- /Erlebens- / physiologischen Aspekt
- Funterscheiden sich von Stimmungen und Gefühlen durch Objektbezogenheit, Dauer und Quantität
2Wie kann man Emotionen strukturieren?
- ABipolare Struktur (Lust/ Unlust, Erregung/ Beruhigung ...)
- BSekundäre Emotionen
- Cprimäre (angeborene) Emotionen: Basisemotionen (z.B. Mowrer Lust/ Schmerz)
- Derlernte Emotionen
- Ehabituierte Emotionen
- Fevolutionäre Emotionen
- Göffentliche und private Emotion
3Welche Komponenten gehören zum Emotionsbegriff?
- Asubjektives Erleben
- Bobjektives Erleben
- Cmotorische Reaktionen
- Dphysiologische Reaktion
- EKognition
- Finternalisierende Reaktion
4Die Komponente des subjektiven Erlebens von Emotionen beschreibt einen individuellen Erlebniseindruck, dessen Zugang schwierig ist, welcher aber nicht von den anderen Komponenten beeinflusst wird.
- ATrue
- BFalse
5Die Erkennung echter Emotionen gelingt auch bei unterschiedlichen Emotionsarten oft, weil es nur wenig Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern gibt.
- ATrue
- BFalse
6Die Unterscheidung zwischen echten und vorgespielten Emotionen gelingt im Alltag nicht über dem Zufallsniveau.
- ATrue
- BFalse
7Durch welche physiologischen Änderungen lassen sich echte von unechten Emotionen unterscheiden?
- ABlutdruck steigt an
- Bzunehmende Transpiration an den Handinnenflächen
- Cbestimmte Hirnaktivitäten lassen sich ermitteln
- DBeschleunigung der Herzfrequenz
- ESinkende Herzfrequenz
- Femotionsabhängige Hormonausschüttungen (z.B. Cortisol und Adrenalin bei Angst)
- GErhöhung der Atemfrequenz
- HHautleitfähigkeit erhöht sich
- IHautleitfähigkeit sinkt
8Welche Aussagen sind korrekt?
- ADie Verarbeitung der kognitiven Komponente von Emotionen verläuft auf 2 entgegengesetzten Pfaden.
- BDer erste Pfad ist bewusst, flexibel, sequenziell und langsam.
- CDer zweite Pfad basiert auf Erfahrungen, ist wenig flexibel und schnell.
- DEmotionen haben keinen Einfluss auf Wahrnehmungsprozesse, sodass auch Verzerrungen (Biases) nur selten vorkommen.
9Wenn Emotionen ihre stärkste Ausprägung zeigen, reagieren die meisten Betroffenen gleich.
- ATrue
- BFalse
10Die Anwesenheit von anderen Personen hat einen großen Einfluss auf das Emotionserleben.
- ATrue
- BFalse
11Welche Aussage zum Internalisierer- Externalisierer - Effekt nach Manstead ist richtig?
- ADer nach innen gerichtete physiologische Kanal hemmt den nach außen gerichteten expressiven Kanal.
- BDie externe Komponente bewirkt bei der internen Komponente eine Änderung des Kognitionsstils.
- CDie externe Komponente bewirkt eine Änderung der Reaktionszeiten der internen Komponente.
- DDie externe Komponente bewirkt eine Veränderung des subjektiven Erlebens der internen Komponente.
12Was ist keine Funktion von Emotion?
- AKommunikation
- BMotivation
- CSozialisation
- DVerhaltensvorbereitung
13Die kommunikativen Funktionen von Emotionen lassen sich in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Funktionen einteilen.
- ATrue
- BFalse
14Zu den kurzfristigen kommunikativen Funktionen von Emotionen gehören?
- AZustand (Wie fühle ich mich)
- BIntention (Was habe ich vor)
- CFight or Flight - Signalisierung (Wie werde ich reagieren)
- DSoziale Repräsentation (Was passiert gerade)
- EEmpathie (Wie sollte der andere reagieren)
15Was sind langfristige kommunikative Funktionen von Emotionen?
- AEmpathie (Wie sollte der andere reagieren)
- BSoziale Repräsentation (Was passiert gerade)
- CBeziehungsanzeige-/änderung (Wie stehe ich zu dir)
- DStatusanzeige (Welches Gewicht hat mein Handeln)
16Was ermöglichen die verhaltensvorbereitenden Funktion von Emotionen?
- Aschnelles Handeln
- Bphysiologische und kognitive Einstellung des Körpers auf plötzliche Situationen
- CAktivierung Fight or Flight System
- Dsexuelle Aktivierung
- EKonzentration
17Die Bewertung der Reizwahrnehmung erfolgt über die Slow Road und Fast Road.
- ATrue
- BFalse
18Die Low Road...
- Aist präzise, bewusst und zeitaufwendig.
- Bverläuft über Thalamus und Amygdala.
- Cführt zu ersten affektiven Reaktionen.
- Dist verantwortlich für Emotionen, die das überleben sichern.
- Eliefert eine unpräzise, schnelle, erste Einschätzung.
- Fverläuft über Thalamus, Kortex, Hippo- Campus zur Amygdala.
19Watson geht von 2 Basis-/Primäremotionen aus.
- ATrue
- BFalse
20Auslöser für die Primäremotion Furcht sind laute Geräusche oder der Verlust von Halt. Als Reaktionen darauf zeigen sich ein Erhöhung der Atemfrequenz, Auffahren des Körpers oder Schreien.
- ATrue
- BFalse
21Die Basisemotion Wut ensteht bei Behinderung der Körperbewegung und als Reaktionen zeigen sich Gesichtsrötung und Versteifung des Körpers.
- ATrue
- BFalse
22Die Basisemotion Liebe wird laut Watson durch Streicheln der Haut ausgelöst. Die Reaktion darauf ist die verstärkte Durchblutung der Genitalien.
- ATrue
- BFalse
23Die James-Lange-Theorie der Körperreaktionen besagt, dass Gefühle Begleiterscheinungen körperlicher Vorgänge seien. Auf eine Objekterfassung (Reiz) folgt eine körperliche Reaktion und danach zeigt sich emotionales Verhalten.
- ATrue
- BFalse
24Die Zwei-Faktoren-Theorie der Emotion geht auf Schachter und Singer zurück und besagt, dass Gefühle als eine Funktion von physiologischer Erregung und einer kontextabhängig zu dieser Erregung passenden Kognition verstanden werden können. Ein Reiz führt zu einer physiologischen Veränderung + Einschätzung der Situation, woraufhin eine Emotion folgt.
- ATrue
- BFalse
25Das Konzept des Erregungstransfers besagt, dass physiologische Erregungen nachfolgende Emotionen in der Erlebens- und Verhaltenskomponente verstärken.
- ATrue
- BFalse
26Eine kognitive Emotionstheorie ist die Netzwerktheorie. Hierbei werden Emotionen als Knotenpunkte in Wissens- und Erlebensnetzwerken verstanden, welche von äußeren Einflüssen und anderen Knoten ausschließlich ausgelöst aber nicht gehemmt werden können.
- ATrue
- BFalse
27Die Zustandsabhängigkeit von Erinnerungen besagt...?
- ADass Informationen besser abgerufen werden können, wenn sich die aktuelle und die zu erinnernde emotionaler Situation ähneln.
- BDass Informationen, die besser zur aktuellen Stimmung passen, sich leichter abrufen lassen als inkompatible Informationen.
28Welche Schritte gehören zur Appraisaltheorie von Lazarus und Arnold?
- AWahrnehmung eines Sachverhalts
- B First Appraisal: Bewertung, ob positiv oder negativ
- CSecond Appraisal: Bewertung der emotionalen Kapazitäten
- DSecond Appraisal: Bewertung der Bewältigungskapazitäten
- EFirst Appraisal: Bewertung Anforderungsniveau
- FBeurteilung Second Appraisal hinsichtlich des Zeitfenster und anschließende Wahrnehmung von Stress oder Gelassenheit
- GBeurteilung Second Appraisal hinsichtlich des Selbstwerts und anschließende negative oder positive Emotion
29Welche Aussagen zur attributionalen Theorie von Weiner sind korrekt?
- ADas Ergebnis eines Reiz führt bei gleicher Situation zu ähnlichen Emotionen.
- BEmotionen anderer formen die eigenen Emotionen und Motivationen mit.
- CUnabhängig der Qualität lässt sich das Ergebnis anhand von 3 Dimensionen beurteilen: Lokation, Stabilität und Kontrollierbarkeit.
- DDer Aspekt der Lokation beschreibt die konkrete Situation des Zustandekommen eines Reizergebnis.
- EDer Aspekt der Stabilität beschreibt wie veränderlich eine Ursache ist.
30Emotionen können motivieren, sowie Motivationen Rückwirkungen auf emotionale Zustände haben können.
- ATrue
- BFalse
31Welche Aussagen zu hedonistischen Theorien sind zutreffend?
- AJedes Handeln zielt darauf ab, positive Emotionen zu erzeugen und negative zu vermeiden.
- BEmotionen sind die Motive der Motivationen.
- CHedonismustheorie der Gegenwart: Abbau negativer Emotion.
- DHedonismustheorie der Zukunft: Handeln aus antizipierter Reue/ Enttäuschung (vorhergesehener)
32Motivation beschreibt den Zusammenhang zwischen Verhalten, Zielen (Motiven) und Zielauswahl und reguliert Richtung, Dauer und Intensität der Handlungen.
- ATrue
- BFalse
33Das appetetive Motivationssystem führt hin zu Belohnungen und positiven Zuständen oder anderen Formen der Verstärkung. (Aufsuchtverhalten)
- ATrue
- BFalse
34Das aversive Motivationssystem führt weg von negativen Zuständen, Bestrafungen und Unannehmlichkeiten. (Vermeidungsverhalten)
- ATrue
- BFalse
35Welche Aussagen sind korrekt?
- AMotive regen zu Handlungen an und werden durch Lern- und Sozialisationserfahrungen beeinflusst. Weiteren Einfluss darauf haben der Organismus selbst, die situativen Merkmale und der Erziehungsstil der Eltern.
- BMotive lassen sich in folgende Sub-/ Inhaltsklassen einteilen: Tätigkeits- vs. Ergebnisorientierte Motive und Biogene vs. Soziogene Motive.
- CBiogene Motive sind beispielsweise Schlaf, Hunger oder Sexualität.
- DSoziogene Motive sind zum Beispiel Anschluss, Macht oder Leistung,
- ESoziogene Motive sowie auch biogene Motive variieren interpersonell, allerdings sind biogene Motive intrapersonell recht stabil.
36Motivation beeinflusst Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Emotionen. Liegt ein Motiv vor, werden motivkongruente Objekte besser erkannt. Außerdem binden motivkongruente Objekte mehr Aufmerksamkeit. Durch das Motiv können Emotionen ausgelöst werden oder emotionale Impulse gesetzt werden.
- ATrue
- BFalse
37Mit Volition bezeichnet man grob gesagt das, was sich - zeitlich gesehen - zwischen der Motivation und der Ausführung der Handlung abspielt, es beschreibt also der Bildung einer Intention. Volition entspricht in etwa dem, was wir im Alltag als "Willenskraft" bezeichnen.
- ATrue
- BFalse
38Motive werden durch die Anregung einer Motivation ausgelöst.
- ATrue
- BFalse
39Welche Aussagen zu Clark Hulls Triebtheorie sind korrekt?
- ATrieb bezeichnet Hull auch als "jive".
- BTrieb beschreibt eine unspezifische Kraft mit physiologischen Grundlagen, die aufgrund eines Mangelzustands zu einem bestimmten Verhalten anregt.
- CGewohnheit bezeichnet Hull auch als "habit". Sie beschreibt eine Verbindung aus Trieb und Triebreduktion.
- DVerhaltensstärke ("evocation potencial") = Motivation
- EDer Anreiz ist ein situativer Faktor außerhalb des Organismus.
- FVerhaltensstärke= Trieb + Gewohnheit x Anreiz.
- GUm ein Verhalten zu initiieren, muss ein Mindestmaß an Trieb und Gewohnheit vorhanden sein.
40Welche Aussagen bezüglich der Feldtheorie von Kurt Lewin sind korrekt?
- AVerhalten ist eine Funktion von Person und Umwelt: V = f(P/U)
- BValenz = motivationaler Wert innerhalb Person, z.B. Bedürfnisse.
- CPerson und Umwelt stehen in einem Spannungsverhältnis, welches nach Entropie und Anspannung strebt.
- DJe näher die psychologische Kraft des Objekts, desto niedriger die Valenz.
- ELewin beschreibt einen Annäherungs - Vermeidungskonflikt.
41Erwartung- Wert- Theorien gehen davon aus, dass die Motivation am größten ist, wo "Erwartung x Wert" das größte Produkt ergeben. Im Mittelpunkt steht die tatsächliche Handlung und die Wahrscheinlichkeit das Ziel zu erreichen.
- ATrue
- BFalse
42Atkinsons Risikowahlmodell gehört zu den Erwartung - Wert - Theorien.
- ATrue
- BFalse
43Welche Aussagen zum Risikowahlmodell von Atkinson sind korrekt?
- APerson und Situationsparameter sind additiv miteinander verknüpft.
- BVerhalten strebt weg von negativen Ereignissen (misserfolgsmeidende Tendenz) hin zu positiven Ereignissen (erfolgssuchende Tendenz). Welche Tendenz vorherrschend ist, hängt von der Leistungsmotivation einer Person ab.
- CDer Anreiz ist ein situativer Faktor, der das Handlungsergebnis darstellt.
- DVerhaltenstendenz= (Erfolgsmotiv x Erfolgswahrscheinlichkeit x Erfolgsanreiz) + (Misserfolgsmotiv x Misserfolgswahrscheinlichkeit x Misserfolgsanreiz)
- EDie Erfolgskonsequenz wird bei steigender Schwierigkeit immer positiver.
- FDie Misserfolgskonsequenz wird bei fallender schwierigkeit immer positiver.
- GPersonen mit dominanten Erfolgsmotiv sollten Aufgaben hoher Schwierigkeit bevorzugen.
- HPersonen mit dominanten Misserfolgsmotiv sollten Aufgaben mit sehr hoher oder sehr niedriger Schwierigkeit bevorzugen.
44Affektantizipationstheorien sind emotionszentrierte Motivationstheorien. Emotionen sind hierbei der Schlüssel zum Erfolgs- oder Misserfolgsanreiz sozialer Faktoren. Positive Affekte werden gesucht, negative vermieden.
- ATrue
- BFalse
45Laut Affektantizipationstheorien steht hinter einer Motivation das Streben die emotionale Bilanz des Organismus zu minimieren.
- ATrue
- BFalse
46Im Sinne der Affektantizipation sind Motive Affekterzeuger mit emotionalen Konsequenzen. Sie sind abhängig von konkreten Situationen.
- ATrue
- BFalse
47Motiv = Reiz + latente Bereitschaft. Wobei die latente Bereitschaft interindividuell unterschiedlich stark ausgeprägt ist und somit die Motivstärke variiert.
- ATrue
- BFalse
48Die Affektantizipation nimmt oft die Rolle einer Erwartungsemotion ein, die schwächer als die eigentliche Emotion das Verhalten steuert.
- ATrue
- BFalse
49Motive haben nach McClelland 3 Funktionen: a) Verhalten energetisieren b) Aufmerksamkeit konzentrieren c) Erlernen neuer Fähigkeiten fordern.
- ATrue
- BFalse
50Implizite Motive sind bewusste Verhaltenslenker. Sie wirken sich auf die Dauer und Intensität des Verhaltens aus. Beispiele hierfür sind biogene und soziogene Motive, welche mittels projektiver Verfahren erfasst werden können.
- ATrue
- BFalse
51Explizite Motive repräsentieren bewusste Bedürfnisse und Verpflichtungen. Sie sind bedeutsam bei der Entscheidungsfindung und können mittels Fragebögen erfasst werden.
- ATrue
- BFalse
52Commitment ist ein andere Wort für Zielbindung und ist der beste Prädiktor, anhand dessen sich die Zielerreichung vorhersagen lässt.
- ATrue
- BFalse
53Laut Bandura entsteht Motivation durch die Wahrnehmung des Diskrepanz zwischen Anspruch und derzeitigem Zustand.
- ATrue
- BFalse
54Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung, die Zielerreichung beeinflussen zu können. Sie wird somit zum Motivationsanreiz.
- ATrue
- BFalse
55Der Mangel an Selbstwirksamkeitsüberzeugung wirkt sich nur gering nachteilig auf die Motivation und Handlungstendenzen aus.
- ATrue
- BFalse
56Wenn eine Handlung von Motiven begleitet wird, braucht es weitere Willensanstrengung um sie auszuführen. Ziele ohne Motive brauchen keinen Willenseinsatz. Hierbei zeigt sich der Übergang zur Volition.
- ATrue
- BFalse
57Volition nach Goschke ist der Gegenpol zur Reflexhandlung: vollends bewusst und auf einer Meta - Ebene des Verhaltens und Denkens.
- ATrue
- BFalse
58Volition ist der Bereich der Psychologie, der sich mit bewusster kognitiver Verhaltenssteuerung und - planung intendierter Handlungen beschäftigt. Im Gegensatz dazu werden Motivation und Emotion stark durch unbewusste Prozesse beeinflusst.
- ATrue
- BFalse
59Volitionale Kontrollprozesse umfassen die Koordination sensorischer, emotionaler und motorischer Prozesse zur Zielerreichung.
- ATrue
- BFalse
60Das Stabilitäts- Flexibilitätsdilemma der Volition besteht daraus, dass einerseits die Volition die Handlung auf Kurs halten muss , andererseits muss sie variabel genug sein sich auf wechselnde Bedingungen einstellen zu können.
- ATrue
- BFalse
61Welche Aussagen bezüglich Kontrolldilemmata sind korrekt?
- AAuf den Kern reduziert sind viele Kontrolldilemmata Bedürfnis- Aversions- Dilemma. Inwieweit wird eine Verschlechterung der derzeitigen Bedürfnislage für eine Verbesserung der antizipierten Bedürfnislage in Kauf genommen?
- BDas Fazit des Persistenz - Flexibilitäts- Dilemmas ist, dass im Rahmen volitionaler Prozesse zwischen Beibehaltung der aktuellen Handlungen und der Anpassung des Handlungsplans abgewogen werden muss.
- CBei einem Bedürfnis- Antizipations- Dilemma wird ein einmal angefangenes Verhalten immer weiter fortgesetzt, obwohl es längst die antizipierten Kosten weit überstiegen hat und die erwarteten Kosten der Alternative geringer wären. Man verhält sich so, weil ansonsten die investierte Ressource "zum Fenster rausgeschmissen" wäre.
- DSunk Cost Fallacy bezeichnet im Rahmen des Persistenz- Flexibilitäts- Dilemma die Tendenz, ein Vorhaben (z. B. ein Projekt, eine Investition, eine Beziehung) fortzusetzen, wenn bereits eine Investition in Form von Geld, Anstrengung (Energie) oder Zeit getätigt wurde, also versunkene Kosten entstanden sind.
- EAbschirmungs- Überwachungs Dilemma: Konzentration auf Tätigkeit vs. Überwachung, Beobachtung Umwelt.
Hintergrundüberwachung: eingehende Reize werden nach Relevanz gefiltert, nur die wichtigen Informationen werden weitergeleitet.
Dilemma: hohe Abschirmung schützt vor Ablenkung und "Selbstsabotage"
kann zu nicht situationsangepasstem Verhalten führen
niedrige Abschirmung fördert Anpassung an veränderte Zustände, zum Preis höherer Ablenkbarkeit & Interferenzanfälligkeit
62Bei der Kausalitätsfrage der Willensforschung geht es darum, ob ein Gedanke Ursache einer Handlung ist oder ob es eine unbewusste Ursache der Handlung gibt, welche den Gedanken auslöst.
- ATrue
- BFalse
63Welche Aussagen zu Achs determinierenden Tendenzen sind korrekt?
- AAchs zentraler Begriff ist die Determination. Zielvorstellungen, die einer verfolgten Aufgabe entsprechen, üben eine den Ablauf leitende Funktion aus.
- BDas Überwinden innerer Widerstände ist die Funktion von Willensprozessen oder determinierenden Tendenzen.
- CDie deterministische Tendenz wird umso schwächer angenommen, je größer die Assoziation zwischen Reiz und Aufgabe ist.
64Nach Norman und Shallice treffen welche Aussagen zu?
- AEin Schema ist eine Zusammensetzung von flexiblen Reaktionsmustern mit starren Variablen.
- BDie Aktivierung von einem Schema hängt davon ab inwieweit die Auslösebedingungen erfüllt wurden.
- CSchemen sind hierarchisch geordnet, untergeordnete Schemata können somit als Auslöser für übergeordnete Schemata dienen.
- DSchemen hemmen sich keinesfalls gegenseitig.
- EBeim "Bottom Up Prinzip" erfolgt die Verarbeitung von "unten" (Reizwahrnehmung) hin nach "oben" (Bewusstsein). Hierbei lässt sich der Mensch laut Norman und Shallice als Sklave des Schemas verstehen.
65Das Supervisory Attentional System (SAS) beschreibt ein Aufmerksamkeitsüberwachungssystem, welches das Handeln steuert und die Aktivierung von Schemata entsprechend übergeordneter Ziele moduliert. Hierbei werden inkongruente Schemata aktiviert und kongruente gehemmt.
- ATrue
- BFalse
66Das "Top Down Prinzip" beschreibt eine Verarbeitung von "oben" (Kognition, Bewusstsein) hin nach "unten" (Handlung, Reizwahrnehmung) . Dieses Prinzip wird beim SAS angewendet, wohingegen bezüglich der Schemata- Verarbeitung, das "Bottom Up Prinzip" greift.
- ATrue
- BFalse
67Bei welchen Anlässen kommt das SAS ins Spiel?
- APlanung und Entscheidung
- BKopfrechnen
- CProbleme bei der Zielverfolgung
- Dneue Handlungen
- Eräumliches Denken
- Fgefährliche Handlungen
- GBalancieren
- HInterferenzen (Überlagerungen)
68Weche Aussagen bezüglich der Handlungskontrolltheorie von Kuhl sind zutreffen?
- Ahandlungskontrollstrategien vermitteln im konflikt zwischen
- aktuellen bedüfnissen und antizipierten zukünftigen bedürfnissen
- momentanen impulsen und gewohnheiten vs. langfristigen zielen - B2 formen von Motivationsprozessen: Selektionsmotivation und Realisierungsmotivation (sel. = zielauswahl, absichtsbildung (motivation i.e.s), realis. = aufrechterhaltung, abschirmung, realisierung von absichten, handlungskontrollstrategien/volition)
- Cverschieden kontrollsyseme, die zu unterschiedlichen zeitpunkten im laufe der evolution entstanden sind, existieren parallel
- Ddie fähigkeit zum belohnungsaufschub spielt eine wichtige rolle bei der handlungskontrolle
- Estrategien der handlungskontrolle:
1. umweltkontrolle (delegation an die umwelt)
2. aufmerksamkeitskontrolle (zb bewusste ablenkung zur unterdrückung aktueller impulse, fokussierung auf absichtsrelevante inhalte, selbssteuerung durch inneres sprechen)
3. enkodierkontrolle (absichtsrelevante info werden bevorzugt und tiefer enkodiert)
4. emotionskontrolle (generierung absichtsdienlicher emos)
5. motivationskontrolle (fokussierung/aufwertung positiver anreize des ziels)
6. sparsame infoverarbeitung (beschränkung auf relevanteste info)
7. mißerfolgsbewältigung (zielablösung)
- Ahandlungskontrollstrategien vermitteln im konflikt zwischen
69Welche Merkmale kennzeichnen Verhalten?
- AVerhalten kann unterlassen werden.
- BZu Verhalten kann man NICHT aufgefordert werden.
- CFür Verhalten sind in einem gewissen Umfang Kausalerklärungen möglich.
- DFür Verhalten muss man KEINE Gründe angeben können.
70Welche Merkmale kennzeichnen Handlungen?
- AHandlungen kann man unterlassen.
- BMan kann zu Handlungen aufgefordert werden.
- CHandlungen müssen nicht durch Angabe von Intentionen, Wünschen etc. erklärt werden können.
- DHandlungen müssen begründbar sein.
- EHandlungen können auch trotz Gründen nicht erfolgen.
71Welche Merkmale kennzeichnen Ursachen?
- A... sind Absichten
- BFür und gegen Ursachen kann man argumentieren.
- Chaben eine normative Dimension
- DStehen im Zusammenhang mit dem Problem der mentalen Verursachung.
72Welche Aussagen bezüglich des TOTE Modells sind korrekt?
- AUrsprünglich beschrieb eine TOTE Einheit einen Rechenschritt bei Prozessoren.
- BTOTE steht für Test, Operate, Tool, Exit.
- C1. Test: Zustandstest, Soll und Ist Zustand werden erfasst.
- D2. Operate: Bei Differenz Annäherung von Ist und Soll Zustand.
- E3. Test: Zustandstest, Erfassung Soll und Ist (Monitoring) --> Wenn Soll/ Ist ungleich wieder zu Schritt 1, wenn gleich weiter zu Exit.
- F4. Exit: Handlung beenden.
73Welche Aussagen zu Keeles motorischen Programmen sind korrekt?
- AMotorische Programme sind nicht mit Handlungsrepräsentationen gleich zu setzen.,
- BMotorische Programme beschreiben ein Set aus strukturierten Muskelbewegungsbefehlen, welche Ausführungen unabhängig von peripheren Rückmeldungen erlauben.
- CDas Problem bei diesem Konzept ist, dass die Flexibilität von Handlungen nicht erklärt werden.
74Welche Aussagen zur Handlungsinitiierung sind nicht korrekt?
- AHandlungspläne sind motorischer als angenommen.
- BDie Programme sind adaptiv in Umwelt und Handlung eingebunden. Sie sind keine starren Vorgaben.
- CHandlungen werden nicht über Muskelbewegung geplant, sondern über das Ziel.
- DHandlungssequenzen können initiiert werden bevor sie fertig programmiert sind.
Information
- Description
- Allgemein von Zusammenfassung, Bezug zur Altklausur
- Author
- Lydia Bahlmann
- Language
- Deutsch
- Views
- 86
- Tags
- Rating
- No ratings yet Rate this quiz