5. Entwicklungspsychologie: Kognitive Entwicklung

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Bachelor Entwicklungspsychologie Fichas sobre 5. Entwicklungspsychologie: Kognitive Entwicklung, creado por arne.doebler el 07/02/2016.
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Resumen del Recurso

Pregunta Respuesta
Kognitive Entwicklung nach Piaget: Untersuchungsmethode die klinische Methode Beobachtung von Kindern in möglichst alltagsnahen Situationen Befragung des Kindes (über seine Lösung)
Kognitive Entwicklung nach Piaget: Erweiterung kognitiver Fähigkeiten über ... Assimilation: Einpassung des Neuen in vorhandene kognitive Schemata Akkommodation: Anpassung eigener kognitiver Schemata an das Neue
Grundprinzip der Entwicklung: Äquilibration = Bedürfnis (und Zustand) nach Gleichgewicht und Widerspruchsfreiheit zwischen: (1) Gedankeninhalten, (2) kognitiven Prozessen, (3) Kind und Umwelt, (4) Beharrung und Veränderung
Grundprinzip der Entwicklung: Ungleichgewicht = ausgelöst durch fehlgeschlagene Assimilationsversuche & Widersprüche führt zu: Entwicklung von Kindern in selbstständiger, selbst konstruierender und aktiver Auseinandersetzung mit physischer und sozialer Umwelt
Stadium der sensumotorischen Intelligenz (nach Piaget) ca. 0 - 2 1. anfangs noch keine Subjekt-Objekt-Differenzierung 2. Reflexverhalten bis Zweck-Mittel-Handlungen 3. Erwerben von Objektpermanenz 4. Kreisreaktionen Stadium ist vorintellektuell: ➔ es wird nicht nach Erkenntnis, Ordnung und Erklärung als solche gesucht
Stadium des präoperativen Denkens (nach Piaget) ca. 2 - 6 1. kognitiver Egozentrismus und intuitives Denken 2. noch keine Perspektivenübernahme oder Empathie 3. kein Erkennen von Widersprüchen im eigenen Denken 4. Denkoperationen noch irreversibel 5. keine Induktion (vom Einzelnen zum Allgemeinen) 6. keine Deduktion (vom Allgemeinen zum Einzelnen) 7. Transduktion vom Einzelnen zum Einzelnen 8. inkohärent-beziehungsloses Denken 9. naiver Realismus 10. sich entwickelnder Zahlbegriff 11. kein Operieren mit komplexen Relationen 12. zentriertes Denken 13. Animismus/Intentionalismus 14. Artifizialismus 15. Finalismus
Animismus/Intentionalismus Nichtmenschlichem wird Bewusstsein und Intention zugesprochen
Artifizialismus Alles in der Welt ist von menschlichen oder göttlichen Wesen geschaffen, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen Vermischung von Naturgesetzen und ethischen Regeln
Finalismus Geschehnisse der Welt sind gemacht und erfüllen einen Zweck
Naiver Realismus Was ich erlebe ist wahr (auch das Geträumte) Oft verbunden mit Projektionen und Innen-Außen-Konfusionen
Stadium des konkret-operativen Denkens (nach Piaget) ca. 7 - 11 1. Erhaltung bestimmter Eigenschaften trotz Transformationen 2. anschauungsgebundenes und handlungsgebundenes Denken 3. Beginn hierarchischer Klassenbildungen (Begriffsbildung) 4. Teil-Ganzes-Relationen am konkreten Objekt 5. Reihenfolgenbildung nach einer oder zwei Dimensionen 6. Zahlenverständnis 7. Perspektive 8. Reversibilität (Beweglichkeit, Umkehrbarkeit)
Stadium des formaloperativen oder formallogischen Denkens (nach Piaget) ab ca. 11 - 12 in westlich-modernen Stichproben 1. hypothetisches, theoretisch-logisches Denken 2. formales Schließen 3. Syllogismen 4. Seriation 5. Substitution 6. Äquivalenz 7. Denken mit kontrafaktischen Idealen/Idealzuständen 8. Reflexion und Metareflexion 9. Dezentriertheit 10. Verwendung von logischen Regeln 11. Entkopllung des Denkens von Wahrnehmung
Vierstufiges Phasenmodell kognitiver Entwicklung im Kindes- und Jugendalter (nach Piaget) 1. Stadium der sensumotorischen Intelligenz 2. Stadium des präoperativen Denkens 3. Stadium des konkret-operativen Denkens 4. Stadium des formallogischen/formaloperativen Denkens
Piagets Entwicklungsmodell und psychometrische Intelligenz Piaget-Aufgaben unterscheiden sich bedeutsam von konventionellen Intelligenztestaufgaben (bspw. Umschüttversuche) psychometrisches Intelligenzkonzept: 1. intra- und interindividuell, prinzipiell nicht kategorial 2. es gibt ein mehr und ein weniger 3. aber nicht verschiedene qualitative Stufen wie bei Piaget Ausprägung in Piaget-Fähigkeiten ähnelt der in der psychometrisch bestimmten allgemeiner Intelligenz
Kritik an Piagets Entwicklungsmodell 1. methodisch: keine genaue Dokumentation der Untersuchung 2. Stadien weniger einheitlich als von Piaget angenommen, manches früher, manches später, Performanz aber auch abhängig von der Art der Einbettung (Kontext) der Aufgaben 3. Altersstufen sind kulturell, schulisch und von der elterlichen Bildung abhängig; Aber: Reihenfolge immer invariant! 4. höchstes und zweithöchstes kognitives Entwicklungsstadium werden nicht von jedem erreicht 5. große Unterschiede je nach Kultur und Bildung 6. Relevanz von Umwelt, Schule, Bildung und Lernen sei nicht beachtet 7. Entwicklung nach Piagets Entwicklungsstadien ähnelt Entwicklung allgemeiner Intelligenz 8. Immer Wunsch nach Äquilibration/Widerspruchsfreiheit? Widersprüche müssen erkannt werden 9. Keine Untersuchung des Denkens und der logischen Fehler von Erwachsenen 10. Oft Vorwurf: habe sich nicht ausreichend mit Sozialem beschäftigt 11. Säuglinge und kleine Kinder kompetenter als von Piaget beobachtet
Intelligenz: kognitive Fähigkeiten: Vielzahl unterschiedlicher personenbezogener Kompetenzen notwendig zur erfolgreichen Bearbeitung mental herausfordernder Aufgaben, etwa Problemlöseaufgaben oder Alltagsprobleme kognitive Fähigkeiten wichtig für erfolgreiches Lernen Erziehung und Schule fördern kognitive Fähigkeiten kognitive Fähigkeiten sind individuell und gesellschaftlich variable Größe kognitive Fähigkeiten sind personenbezogen, werden als in der Person liegendes individuelles Potential aufgefasst kognitive Fähigkeiten sind Fähigkeiten, NICHT Motivationen, Einstellungen oder Charakterzüge (Intelligenz) kognitive Fähigkeiten Voraussetzung für gelingende Denkleistungen, NICHT physische Unterscheidung: basale kognitive Fähigkeiten vs. komplexe kognitve Fähiggkeiten vs. hochkomplexe, performanznahe kognitive Fähigkeiten
Intelligenz: basale / komplexe / hochkomplexe, performanznahe kognitive Fähigkeiten 1. basale: Informationsverarbeitungs-geschwindigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Arbeitsgedächtniskapazität 2. komplexe: Intelligenz, Einfallsreichtum (Kreativität) Gedächtnis 3. hochkomplexe: Problemlösen 4. hochkomplexe performanznahe: Schulfähigkeiten Berufsfähigkeiten
(kognitive) Intelligenz: Definition, Teilbereiche 1. denkgestützes Lösen neuer Aufgaben und Probleme (neue Situationen die nicht allein durch Wissensabruf erfolgreich bearbeitbar sind) 2. schlussfolgerndes Denken (induktiv und deduktiv-logisch) 3. Abstraktion 4. Verständnis und Einsicht (Erkennen und Herstellen von Struktur und Bedeutung) Intelligenz = Denkvermögen auf mittlerem Komplexitätniveau
Schlussfolgerndes Denken: induktives Denken & deduktives Denken 1. Induktion: Regelfindung, Schlussfolgerung von vielen Einzelbeobachtungen auf ein Gesetz 2. Deduktion: Regelanwendung, Wahrheitsübetragung, Konklusion aus Prämissen, gemäß bestimmter Schlussregeln sind Schlüsse eindeutig wahr oder falsch, sind Prämissen wahr, so sind auch Konklusionen wahr (z.B. Syllogismen)
Syllogismus: Beispiel für richtige und falsche Konklusion Alle menschen sind sterblich Sokrates ist ein Mensch -----------------------------------------------------------Sokrates ist sterblich (richtig) Alle Menschen haben Ohren Peter hat Ohren -----------------------------------------------------------Peter ist ein Mensch (falsch!)
Verständnis Verstehen und Begreifen, Erfassen von Sinn, Zweck und Bedeutung die Erkenntnis von Zusammenhängen, Gründen und Ursachen baut auf dem Schlussfolgern auf: aus verschiedenen Informationen müssen relevante ausgewählt, mit bisherigem Wissen verknüpft und aus Beobachtungen und Zusammenhängen koheränte Strukturen aufgebaut werden eng mit Lernen und Lernprozessen, der Fähigkeit Wissen zu erwerben, zu generieren und sinnvoll zu verknüfen verbunden
Einsicht unmittelbares Verstehen eines Sinn- oder Kausalzusammenhanges betont durch Umstrukturierung beim Denken und Veränderung überkommener Denkschemata wird nach einer Überlegungsphase plötzlich die Lösung gefunden (Aha- oder Heureka-Erlebnis)
Abstraktion Verallgemeinerung, Begriffsbildung (Beispiel: Apfel und Birne sind Obst ...)
Begabungen manifesten Leistungen zufrunde liegende, nicht direkt erkennbare individuelle Potentiale schlagen sich durch Üben oder Anregungen der Lernumwelt in entsprechenden und beobachtbaren Leistungen in Schule, Alltag und Beruf nieder Begabungsbegriff schließt Veränderbarkeit menschlichen Verhaltens nicht aus, Begabung als solche aber als stabil konzeptualisiert
Fähigkeiten personenbezogen, werden als individuelles Potential verstanden in ihrer Genese sowohl von personeninternen als auch von personenexternen Bedingungen abhängig als variabler aufgefasst als Begabungen
Reifungstheorien konzeptualisieren Intelligenz als stark biologisch geprägte Fähigkeit solche kognitiven Fähigkeiten, die nah an basalen kognitiven Fähigkeiten liegen untersucht synaptische Verbindungen VERZEHNFACHEN sich bis Ende 2. Lebensjahr synaptische Dichte nimmt zu Myelin-Schicht um Axone der Neuronen bildet sich bis zur Adoleszenz, Konsequenz: Erwachsene leiten neuronale Impulse vier- bis fünfmal schneller zwischen Hemisphären weiter
Lerntheorien fassen Intelligenz als durch Umwelt geformte Fähigkeit auf, untersuchen eher wissensnahe kognitive Fähigkeiten Erwerb von Wissen wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger für die kognitive Entwicklung
fluide Intelligenz nahe an basalen kognitiven Fähigkeiten (insbesondere Arbeitsgedächtniskapazität) beschreibt inhaltsreduziertes, kulturfernes, allgemeines Schlussfolgern
kristalline Intelligenz beinhaltet kultur-, wissens- und schulgebundenes inhaltsdifferenziertes Wissen und Denken
Sprache Denken an Sprache gebunden: ohne Sprache kein formales und abstraktes Denken (Stufe IV Piaget) Mathematik lässt sich als eine Form von Sprache auffassen: ohne Zahlbegriff kein Rechnen über 5 kognitive und Sprachliche Entwicklung gehen Hand in Hand
Sprache & Denken: drei unterschiedliche Hypothesen 1. Jean Piaget: Denken geht Sprache voraus und kognitive Entwicklung ist Voraussetzung für sprachliche Entwicklung 2. Lev Vygotskij: Denken und Sprechen entwickeln sich in Wechselwirkung 3. Sprache beeinflusst das Denken Wilhelm von Humboldt, Sapir-Whorf: Sprache determiniert Denken, (linguistische Relativität)
Komponenten der Sprache: suprasegmentale Komponente Funktion, Erläuterung: 1. Intonationskontur 2. Betonung 3. rhytmische Gliederung (Pausen, Dehnung) 4. Sprachmelodie erwobenes Wissen: prosodische Kompetenz
Komponenten der Sprache: Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexikon, Semantik Funktion, Erläuterung: 1. Organisation von Sprachlauten 2. Wortbildung (Zusammensetzung, Flexion) 3. Satzbildung 3. Satzbau 4. Wortbedeutung (Wortsemantik) 5. Satzbedeutung erworbenes Wissen: linguistische Kompetenz
Komponenten der Sprache: Sprechakte, Diskurs Funktion, Erläuterung: 1. sprachliches Handeln 2. Kohärenz der Konversation 3. Sprache als Kommunikation erworbenes Wissen: pragmatische Kompetenz, Verständigungsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit
Sprache: Phonem, Graphem, Morphem Phonem: kleinste bedeutungsunterscheidende, aber nicht selbst bedeutungstragende sprachliche Einheit (B vs. P in Bein und Pein) Graphem: kleinstes bedeutungssprachliches Symbol (Buchstaben), das ein oder mehrere Phoneme wiedergibt (i: Stil, still, Stihl, Stiel) Morphem: kleinste bedeutungstragende Gestalteinheit der Sprache (gut, aus)
Sprache: Phonem kleinste bedeutungsunterscheidende, aber nicht selbst bedeutungstragende sprachliche Einheit (B vs. P in Bein und Pein)
Sprache: Graphem kleinstes bedeutungssprachliches Symbol (Buchstaben), das ein oder mehrere Phoneme wiedergibt (i: Stil, still, Stihl, Stiel)
Sprache: Morphem kleinste bedeutungstragende Gestalteinheit der Sprache (gut, aus)
Flexion 1. Deklination nach ... Genus (Geschlecht) Numerus Kasus (Fall) 2. Konjugation nach ... Person Numerus Tempus Modus (Indikativ, Konjunktiv, Imperativ) Genus Verbi (Aktiv, Passiv) 3. Komparation: Positiv / Komparativ / Superlativ
Spracherwerb Spracherwerb des Kindes im Vorschulalter nebenbei und beläufig, NICHT explizit und bewusst Kind hört Erwachsenen zu und ahmt deren Sprache in all ihren Aspekten nach dieses Lernen scheint an universale, angeborene Sprachpräformationen gebunden (Chomsky, Lenneberg)
Regelllernen Assoziativ richtig werden Regeln übernommen ➔ Übergeneralisieren einer entdeckten Regel ("Ich habe aufgegeßt") ➔ Regelwissen ist sehr stark ➔ Korrekturen werden kurz übernommen ca. eine Minute später Regeln wieder übergeneralisiert Anwendung der Regel und ihrer Ausnahmen
Grundannahmen zum Spracherwerb 1. Sprache ist humanspezifisch und hat biologische Basis 2. Kind ist für Spracherwerbsprozess vorbereitet: bestimmte Fehler werden nicht gemacht, andere besonders häufig 3. Ohne Anregungen aus Umwelt kein Spracherwerb 4. Optimum: Passung zwischen Voraussetzungen des Kindes und äußeren Angeboten
Referentielle Kommunikationskompetenz man weiß und berücksichtigt im Gespräch, was der andere weiß oder noch nicht weiß Sprecher berücksichtigen Rückmeldungen des Zuhörers, die anzeigen, ob dieser etwas verstanden hat oder nicht dafür notwendig: kognitiver Perspektivenwechsel/Rollenübernahme (Piaget)
Wichtige Phasen in der Sprachentwicklung des Kleinkindes 1. Gurren: ab 6 - 8 Wochen 2. Lachen und Lautbildung: 2. bis 4. Lebensmonat 3. Lallstadium: ab 6. bis 9. Monat (Reduplikation von Silben, dada, baba) 4. Erste Wörter: ab 10. bis 14. Monat 5. 50-Wörter-Marke: um den 18. Monat, ab jetzt schnell neue Wörter lernen, bald um die 200 Wörter (22. bis 24. Monat) 6. korrektes Verständnis von Passivsätzen: erst ab Schulzeit
Schritte der lexikalischen Entwicklung 1. Erste Wörter: ➔ Übergeneralisierungen (alles was vier Beine hat Wauwau) und ➔ Überdiskriminierungen (nur der eigene Hund Wauwau) 2. Schneller Worterwerb für Objekte und Eigenschaften, durch meist beiläufiges (inzidentelles) Lernen ➔ Lernen an Vorannahmen gebunden: Ganzheits- und Taxonomieannahmen (Bezeichnungen beziehen sich auf ganzen Gegenstand, nicht auf einen Teil) 3. schneller Erwerb von Verben
Satzbau 1. Einwortsätze 2. Zwei- und Dreiwortsätze: ➔ Regeln der Wortkombination notwendig! 2.1 Subjekt Prädikat 2.2 telegraphische Sprache: Auslassung von Artikeln, Hilfsverben, Konjunktionen, Präpositionen, Flexionsendungen
Ammensprache (Babytalk) bis ca. 12 Monate 1. hohe Tonlage 2. Übertreibung der Satzmelodie und Intonation 3. Pausen, Wiederholungen 4. Diminutive 5. deutliches Sprechen 6. kurze Sätze 7. unkomplizierter Satzbau Funktion: Spracherkennung, Prosodie (Satzmelodie), Phonologie (Laute lernen)
Stützende Sprache (Scaffolding) zweites Lebensjahr 1. Dialog 2. gemeinsamer Aufmerksamkeitsfokus 3. Wortlernen Ziel: Wortschatz, Bedeutung von Wörter
Sprache mit Kleinkind (Mutterisch/motherese) 24 - 27 Monate 1. Zeigen, Fragen 2. Wiederholungen 3. deutliches Sprechen 4. kurze Sätze 5. unkomplizierter Satzbau 6. Benutzung häufiger/bekannter Wörter 7. modellierende Sprachlernstrategien 8. Anregung durch Fragen Ziel: Wortschatz, Satzbau
Sprache der Erwachsenen mit dem Kinde 1. Ammensprache (Babytalk) 2. Stützende Sprache (Scaffolding) 3. Sprache mit Kleinkind (Mutterisch/motherese)
Sprachentwicklung nach Hart und Risley dreijährige Kinder blicken bereits auf extrem unterschiedliche familiäre Bildungsbiographien zurück: aus Familien mit gebildeten Eltern: ➔ 30 Millionen Wörter gehört aus Arbeiterfamilien: ➔ 20 Millionen Wörter aus Sozialhilfefamilien: ➔ nur 10 Millionen Wörter
Sprachentwicklung nach Hart und Risley: Andere Aspekte (kommen zur unterschiedlichen Menge an Sprache hinzu) 1. Wortverschiedenheit 2. grammatische Komplexität (z.B. Satzlänge, verschiedene Zeiten) 3. Argumentation 4. Kohärenz der sozialen Interaktion 5. Kohärenz zwischen Sprechen und Handeln 6. inhaltliche Kohärenz und Richtigkeit 7. Freundlichkeit 8. Inhalte der Sprache 9. Rückmeldungen 10. Ermutigungen 11. Erziehungsstile 12. Bücherzahl 13. Art des Fernsehkonsums (Sesamstraße vs. Unterhaltungsserien) 14. Art des Freizeitverhaltens (Zoo vs. Unterhaltungsfernsehen)
Determinanten und Konsequenzen der kognitiven Entwicklung 1. Gene 2. Exogamie 3. Ernährung 4. Gesundheit 5. Erziehung ➔ autoritativer Erziehungsstil 6. Bildung, Intelligenz und verbale Kompetenz der Eltern 7. Bildung: ➔ Inhalte ➔ Umfang ➔ Qualität 8. kognitive Anforderungen des Arbeitslebens und Alltags 9. makrosoziale Hintergrundfaktoren
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