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Magen-Darm-Erkrankungen II - Seminar ergänzen!

Mitra Shadloo E2 Modulprüfung Alemán 38 fichas

Fichas del conjunto (38)

  1. 1Was hat die K+-Sekretions ins Darmlumen mit Opstipation zu tun?Sie ist sehr wichtig für die Kolonmotilität, daher führt Kaliummangel (verursacht durch massive intestinale - Laxanzien -oder renale (Diuretika) K+-Verluste, zu Obstipation.
  2. 2Welche drei Gruppen von Laxanzien gibt es? Was sind drei Indikationen für Laxanzien?1) darmstimulierene L. 2) osmotisch wirkende L. 3) Füll- & Quellmittel
    a) Darmentleerung vor OP/Eingriff
    b) Notwendige Verminderung intraabdominellen Drucks (z. B. nach Bauch-OP) c) Gegen obstipierende Wirkung anderer Pharmaka (Opioide)
  3. 3Was sind drei Kontraindikationen gegen Laxanzien?a) paralytischer oder mechanischer Ileus
    b) CED
    c) schwere Störungen des Wasser- & Elektrolythaushaltes
  4. 4Was sind osmotisch wirkende Laxanzien? Welche drei Gruppen gibt es?Unvollständig bzw. schlecht resorbierbare Verbindungen, die Wasser im Darmlumen zurückhalten und propulsive (weiterfördernde) Darmperistalik fördern: 1) Salinische L. 2) Synthetische Zucker
    3) Polyethylenglykole
  5. 5Salinische Laxanzien Welche Wirkstoffe gibt es? (3) Wie wirken sie?Sulfatanionen: Bittersalz (Mg2+-Sulfat), Natriumhydrogenphosphat. Mg2+-haltiges Bittersalz regt Cholezystokininfreisetzung ab & steigert so Darmperistaltik & Wasser- & Elektrolytsekretion.
    Glaubersalz nicht mehr genutzt.
  6. 6Synthetische Zucker Welchen Wirkstoff gibt es? Wie wirkt er? Was ist eine häufigere UAW?Lactulose (Galaktose + Fructose). Wird teilweise bakteriell verdaut, zu Milch- & Essigsäure, pH-Wert im Lumen sinkt & es kommt zu osmotischer Wasserretention, das regt Darmmolitität an. Wirkt nach 8 - 10 h.
  7. 7Welche Nebenwirkungen kann Lactulose haben?Flatulenzen, Bauchschmerzen, Nausea, Emesis, Diarrhö
    Hypokaliämie (mit Muskelschwäche, Magen-Darm-Problemen = Obstipation, Herzrhythmusstörungen)
  8. 8PolyethylenglykoleMacrogol: Bindet große Mengen Wasser, erhöht so Darminhalt was Peristaltik anregt & wirkt erst nach 24 - 72 h. Kann von den Bakterien nicht gespalten werden.
    Etabliert zur Darmreinigung in der Klinik & bei chronischer Obstipation
  9. 9Welche antiresorptiv und sekretagog wirkende Laxanzien gibt es? Wie wirken sie?Hemmen intestinale Wasser- & Elektrolytresroption & verursachen durch Schleimhautreizung Flüssigkeits- & Elektrolytsekretion ins Lumen. Darm- inhalt steigt & damit die Peristaltik.
    1) Anthrachinonderivate 2) Bisacodyl/ Natriumpicosulfat 3) Ricinusöl
  10. 10Was sind Füll- & Quellmittel? (3) Wie wirken sie?Paraffinöl, Weizenkleie, Leinsamen. Werden mit viel Flüssigkeit eingenommen, quellen auf & vergrößern so Darminhalt & stimulieren Peristaltik. Wirkung tritt nach einigen Tagen ein.
  11. 11Was passiert beim Circulus vitiosus bei chronischem Laxantiengebrauch?Gegen Opstipation zu häufig eingenommene Abführmittel führen zu Wasser- & Na+-Verlust. Der Na+-Verlust führt zu (sekundärem Hyper-) aldosteronismus, der den K+-Verlust durch die Laxanzien verstärkt => Hypokaliämie!
  12. 12Was ist die Folge der Hypokaliämie?Darmträgheit und Opstipation -> führt zu weiteren Laxanzieneinnahme. Bei schwerer Hypokaliämie: Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen.
  13. 13Was für vier Arten von Diarrhö gibt es?1. osmotische 2. sekretorische (Häufig
    Bakterientoxine: cAMP-/cGMP-Anstieg
    in Epithelzellen Choleratoxin, Enterotoxin v. E. coli, Salmonellen
    3. gesteigerte Mukosapermeabilität (z.B. bei Colitis u., Colon-CA) 4. gesteigerte Darmmotilität (z.B. bei Hyperthyreose)
  14. 14Welches Arzneimittel gibt es gegen Diarrhö? Wo wirkt es?Loperamid: einziges Pharmakon zur symptomatischen Therapie von Diarrhö. Opioid das nur peripher wirkt als potenter μ-Rezeptoragonist am Plexus myentericus des Darms. Geringe Bioverfügbarkeit.
  15. 15Wodurch wirkt Loperamid Diarrhö-hemmend? (3)Hat obstipierenden Effekt durch:
    a) Hemmung der propulsiven Peristaltik, Erhöhung des Sphinkter-Tonus
    b) Hemmung der Flüssigkeitssekretion ins Darmlumen (und so Verminderung des Flüssigkeitsverlustes)
  16. 16Warum wirkt es nur peripher?Ist lipophil & kann Blut-Hirn-Schranke überwinden, wird aber aktiv durch P-Glykoprotein wieder hinausgeschleust. P-Glykoprotein kann z.B. durch Verapamil gehemmt werden & zentralnervöse Effekte entfaltet.
  17. 17Was sind Kontraindikationen? (4)1) Säuglinge (bis 2 Jahre) und Kinder da sie zu wenig P-Glykoprotein ausbilden
    2) Bei begleitendem Fieber und/oder blutigem Stuhl: Bakterienanreicherung durch verlangsamte Darmpassage möglich 3) Ileus 4) Obstipation
  18. 18Was für Interaktionen kann es geben?Inhibition von P-Glykoprotein, z. B. durch Verapamil kann zu Atemdepression führen, da es dann das Loperamid nicht mehr aus dem Liquor raustransportieren kann und es seine opioide Wirkung zentral entfaltet
  19. 19An welchen fünf verschiedenen Rezeptoren wirken Antiemetika und wie heißen die dazugehörigen Wirkstoffe?• D2-R-Antagonist: Metoclopramid, Domperidon. • 5-HT3-R-Antagonisten: Ondansetron, (Metoclopramid in hohen Dosen). • H1-R-Antagonisten: Diphenhydramin/Dimenhydrinat (Vomex), • M-R-Antagonist: Scopolamin • NK1-R-Antagonist: Aprepitant (Emend ®)
  20. 20Wie wirkt Metocloperamid?• Blockade D2-R. in Area postrema die an Infoübertragung auf's Brechzentrum beteiligt sind • Hebt Dopamin-bedingte Hemmung der Magenmotorik auf. • In Hohen Dosen 5-HT3-Antagonismus: antiemetisch. 5-HT4-Agonismius: prokinetisch durch ACh-Freisetzung
  21. 21Was sind die Indikationen für Metoclopramid?• Symptomatische Behandlung Übelkeit & Erbrechen (bei Gastroenteritis, postop.)
    • Übelkeit und Erbrechen, die durch akute Migräne hervorgerufen werden
    • Übelkeit & Erbrechen nach Chemo- oder Strahlentherapie
  22. 22Wie wirkt Domperidon?Wie Metoclopramid aber überwindet nicht die Blut-Hirn-Schranke, so dass nicht mit extrapyramidalen UAW zu
    rechnen ist + Beschleunigung der Magenentleerung & Dünndarmpassage, was auch antiemetisch wirkt.
  23. 23Was für Nebenwirkungen können die D2-Rezeptor-Antagonisten haben? 1) Metoclopramid• Sedation oder Ruhelosigkeit
    • Akute extrapyramidalmotorische Störungen (EPMS) bis hin zu irreversiblen Spätdyskinesien (Bewegungsstörungen) besonders bei Kinder & Jugendlichen & Alten.
  24. 24Was für Nebenwirkungen können die D2-Rezeptor-Antagonisten haben? 1) Metoclopramid & Domperidon• Hyperprolaktinämie bei längerer Einnahme
    • Erhöhtes Risiko für QT-Zeit-Verlängerung, Torsade de pointes, Kammerarrhythmien, plötzlicher Herztod u. a. bei hoher Dosis. Bei Metoclopramid, wenn man es i. v. gibt
  25. 25Was sind Kontraindikationen für Metoclopramid und Domperidon? (3)• Metoclopramid: Kinder < 1 Jahr & zwischen 1 - 18 Jahren nur bei strenger Indikation
    • Domperidon: Keine gleichzeitige Gabe von Arzneimitteln, die die QT-Zeit verlängern und/oder CYP3A4 hemmen
    • Nicht bei Kinetosen wirksam!
  26. 26Wie wirken 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten? Wann wirken sie besonder gut?Ondansetron & Granisetron. Blockade von peripheren und zentralen 5-HT3-Rezeptoren (Area postrema). Wirken sehr gut antiemetisch, v. a. bei durch Zytostatika oder Strahlen induziertem akutem/frühen Erbrechen.
  27. 27Was können Nebenwirkungen sein? (3)• Kopfschmerzen
    • Obstipation
    • Dosisabhängige Verlängerung der QT-Zeit (Long-QT-Syndrom)
  28. 28Wie wirken H1-Rezeptor-Antagonisten?Diphenhydramin/Dimenhydrinat (Vomex) Relativ unspezifische Histamin H1-Rezeptorblockade & zusätzliche Blockade von Muskarin-Rezeptoren (das trägt zur antiemetischen Wirkung bei)
  29. 29Wann werden Dyphenhydramin und Dimenhydrinat eingesetzt? (2)Rezeptfrei erhältlich, bei Kinetosen und Erbrechen in der Schwangerschaft.
  30. 30Was für Nebenwirkungen gibt es?• Haupt-UAW: ZNS-Dämpfung (Müdigkeit), verminderte Reaktionsfähigkeit, aber auch paradoxe Erregungszustände v. a. bei Kindern. • Anticholinerg: Verschwommenes Sehen/Glaukomanfall, Miktionsstörungen, Mundtrockenheit, Obstipation, Tachykardie
  31. 31Wie wirken Muscarinrezeptor-Antagonisten? Wann wirken sie und wann nicht so gut? Wie wird es appliziert?Scopolamin. Blockade von M-Rezeptoren in
    der Area postrema und Vestibulariskernen
    Bei Kinetosen. Erbrechen anderer Genese
    wird nicht gut beeinflusst. Als transdermales Pflaster angewendet.
  32. 32Wie wirken NK1-Rezeptor-Antagonisten? Wann werden sie angewendet?Aprepitant (Emend ®) Selektiver Antagonist von Substanz P an Neurokinin-1-Rezeptoren.
    V. a. zur Prophylaxe der verzögerten Erbrechens bei hoch emetogener Chemo, i. d. R. in Kombi mit 5-HT3-R-Antagonist & Glucocorticoid!
  33. 33Was für Nebenwirkungen kann es geben? Was sind Interaktionen kann es geben?• Sedation • Kopfschmerzen • Schluckauf
    • Hemmt CYP3A4: Vorsicht bei CYP3A4 metabolisierten Arzneimitteln mit geringer therapeutischer Breite, wie Cyclosporin.
  34. 34Was gibt man bei a) zytostatikainduziertem Erbrechen b) bestrahlungsinduziertem Erbrechen c) postoperatives Erbrechen d) Kinetosen e) Hyperemsis gravidarum?a) 5-HT3-Antagonisten & Glukokortikoide evtl. + NK1-Antagonisten b) 5-HT3-Antagonisten & Glukokortikoide c) D2-Antagonisten, H1-Antagonisten, 5-HT3-Antagonisten, Glukokortikoide d) H1-Antagonisten, Anticholinergika e) evtl. H1-Antagonisten (Vomex)
  35. 35Was kann man bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen verabreichen? (5)• Mesalazin (v. a. Colitis) • Glukokortikoide • Azathioprin (M. Crohn & C. ulcerosa) • TNF-α-Inhibitoren, z. B. Infliximab • Ciclosporin A (Colitis, schwerer Schub) • Methotrexat (eher M. Crohn)
  36. 36Was ist Mesalazin und wie wirkt es? Wie wird es appliziert?Ist eine Aminosalicylsäure, v. a. bei Colitis zur Therapie es akuten Schubs & Remissionserhaltung genutzt. Hat antiphlogistische Wirkung im Darm, direkter Kontakt mit Mukosa nötig. Rektale o. oral Applikation.
  37. 37Wie muss es verabreicht werden oral, damit es wirkt und warum ist diese Maßnahme nötig?Im oberen Dünndarm resorbiert, daher magensaftresistenter Überzug, lokale Anwendung (Klysma, Zäpfchen) oder Bindung an ein 2. Molekül: Mesalazin + Mesalazin = Olsalazin, letzteres schwer resorbierbar, im Dickdarm bakterielle gespalten, sodass es erst da wirkt!
  38. 38Warum wird Sulfasalazin nicht mehr genutzt? Was ist wahrscheinlich der Hauptwirkmechanismus?Weil es aufgrund der Schwefelkomponente zu sehr allergisierend gewirkt hat und allgemein zu viele Nebenwirkungen hatte. Hauptmechanismus wohl Hemmung der Prostaglandinsynthese?

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Modulprüfung (Pharmakologie) E2 Fichas sobre Magen-Darm-Erkrankungen II - Seminar ergänzen!, creado por Mitra Shadloo el 10/01/2017.
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Mitra Shadloo
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